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UX/UI & Webdesign

Was ist eigentlich Accompanying Content? › PAGE online


Wer viel mit Online-Videowerbung zu tun hat, sollte sich das genauer anschauen. Denn begleitende Inhalte können die User-Experience verbessern und haben immer größeren Einfluss auf zukünftige Videowerbeformate im Web.

Was ist eigentlich Accompanying Content? › PAGE online

Das digitale Video-Ökosystem sortiert sich neu; nicht erst seit gestern. Ein erneuertes Marktumfeld entsteht, in dem »Accompanying Content« eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Diese Content-Art wird zum Baustein – und der wird zukünftig für Reichweitenaufbau und Markenkommunikation immer relevanter. Daher lohnt es für Publisher, Werbungtreibende, Kreativagenturen und Tech-Anbieter, sich damit auseinanderzusetzen.

Bei einigen Werbungtreibenden der Kreativbranche mag das längst angekommen sein, bei anderen vielleicht weniger. PAGE fasst die Thematik  zusammen und erklärt anhand eines Whitepapers vom BVDW, wo die Vorteile liegen können.

Das Video-Ökosystem

Um zu verstehen, dass es heutzutage Mischformen von Online-Videowerbung gibt, sollte man sich kurz nochmals vor Augen führen, wie das Video-Ökosystem bislang aufgebaut war. Es gab die »Instream-(Click-to-Play)-Videos, die vor, während oder nach einem Hauptvideo abgespielt werden«. Und es gab »die Outstream-Videoanzeigen in textbasierten Umfeldern, also außerhalb von Video-Content«.

Im Zuge der Entwicklungen von Mischformen hatte das IAB Tech Lab eine neue Kategorie geschaffen: Accompanying Content. Das sind begleitende Inhalte, die vor, während oder nach Videos zu sehen sind. Das Ganze wird automatisch abgespielt und ohne Unterbrechung der Streams. Dies war ein wichtiger Schritt, um die Marktstruktur hinsichtlich Preisen, Budgets oder Kampagnenqualität wieder transparenter und vergleichbarer zu machen.

Per definitionem ist die Kategorie wie folgt beschrieben:

»Accompanying Content (plcmt=2) beschreibt Pre-Rolls, Mid-Rolls oder Post-Rolls, die vor, während oder nach einem Content Stream wiedergegeben werden, wobei der Player in Text- oder Bildinhalte eingebettet ist. Die Wiedergabe startet per Autoplay ohne Ton, sobald der Player in den sichtbaren Bereich der Nutzer:innen gelangt. Beim Scrollen kann der Player in ein Sticky- oder Floating-Format wechseln. Der Ton kann optional von Nutzer:innen aktiviert werden.« (Quelle: IAB Tech Lab)

Unterscheidungsmerkmal User Intent

Für Kampagnen und deren Videowerbungen sollten Kreative und Werbeplanner sich die Unterscheidungsmerkmale genau ansehen, denn hier erschließt sich, wen man womit in welchem Format erreicht. Ein Beispiel: Bei Accompanying Content konsumiert ein:e User primär Text- oder Bild-Inhalte, das Video läuft nur ergänzend. Beim klassischen Instream besteht seitens der User der klare Wunsch, ein Video zu sehen. Das lässt Rückschlüsse auf Gestaltungselemente und Formate ziehen, die man einplanen sollte.

Weitere Unterscheidungsmerkmale finden sich im Whitepaper.

Harmonisch eingebettet, ohne zu stören

Im Paper sind außerdem einige Vorteile für Werbungtreibende aufgelistet. Diese betreffen Reichweite und Skalierbarkeit, Zielgruppenansprache und Relevanz, Sichtbarkeit und Werbewirkung, Kosten sowie Messbarkeit.

Wenn Werbeinhalte näher an den jeweils relevanten Contents integriert werden können, beispielsweise innerhalb eines Artikel-Layouts, lässt sich bestenfalls die Akzeptanz der User erhöhen. Weil Accompanying Content – ergänzender Content automatisch (Autoplay, muted) – in die User Experince im Web »harmonischer eingebettet ist«, kommt die Botschaft besser an. Das Stichwort dazu lautet qualitativ hochwertige Content-Nähe, ohne den eigentlichen Lesefluss von Usern zu stören.

Visuelle Einbettung fürs Auge

Ebenso die visuelle Einbettung im Design der jeweiligen Website ist enorm wichtig, denn nur so lassen sich rundum sehr gute Nutzungserlebnisse schaffen. Hier sind dann nicht nur die Werbungtreibenden oder die Kampagnenentwickler:innen gefragt, sondern auch Webdesigner:innen. Man sieht, dass hier viele verschiedene Akteure teilhaben, wenn Accompanying Content sinnvoll geplant und umgesetzt wird.

Die Bedeutung von begleitenden Inhalten für Videowerbung steigt, die Bewegtbildnutzung verlagert sich zunehmend ins Open Web. Gründe genug, sich das Thema anzuschauen. Zum Whitepaper.



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L’Université Claude Bernard Lyon 1 ändert Name und Logo – Design Tagebuch


Die L’Université Claude Bernard Lyon 1, eine der größten Hochschulen Frankreichs, ändert ihren Namen in „Lyon 1 Université“. Damit verbunden ist die Umstellung auf ein neues Corporate Design.

Mit über 47.000 Studierenden gehört die L’Université Claude Bernard Lyon 1 zu den größten Hochschulen Frankreichs. Sie ist Teil der Université de Lyon. Bis Ende der 1960er Jahre gab es in Lyon nur eine einzige große staatliche Universität (l’Université de Lyon). Infolge der Studentenproteste vom Mai 1968 wurde durch das sogenannte Loi Edgar Faure (1968) beschlossen, die riesigen, zentralisierten Universitäten Frankreichs in kleinere, autonomere Einheiten aufzuteilen. Die Verwendung der Ziffer „1“ geht auf eine tiefgreifende Reform des französischen Hochschulsystems im Jahr 1970 zurück.

In Lyon führte dies im Dezember 1970 zur Gründung von zunächst zwei (später drei) eigenständigen Universitäten, die zur Unterscheidung schlicht durchnummeriert wurden: Lyon 1 – (Claude Bernard): Zusammenschluss der ehemaligen Fakultäten für Naturwissenschaften und Medizin. Lyon 2 – (Lumière): Fokus auf Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften (später folgte eine weitere Abspaltung). Lyon 3 – (Jean Moulin): Entstand 1973 durch eine Abspaltung von der Lyon 2 (Schwerpunkte: Rechtswissenschaften, Sprachen und Betriebswirtschaft). Die „1“ im Namen ist also das Erbe der Dezentralisierung von 1970, durch die die spezialisierten Teiluniversitäten in Lyon entstanden sind.

Lyon 1 Université Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lyon 1 Université, Bildmontage: dt
Lyon 1 Université Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lyon 1 Université, Bildmontage: dt

Vor wenigen Tagen hat die Universität eine Umbenennung und ein damit einhergehendes Rebranding angekündigt. Künftig tritt die Universität unter dem Namen „Lyon 1 Université“ auf. Die Ziffer „1“ wird auf diese Weise von einer rein administrativen Nummer zu einem zentralen Bestandteil des Eigennamens. In gewisser Weise unterstreicht die Uni damit ihren Führungsanspruch als wissenschaftliche Institution der Stadt.

Premiere feierte das mit einem rot-magentafarbenen Verlauf ausgestattete Universitätslogo im Rahmen der Zeremonie zum Gelübde von Bruno Lina, seit 12. Januar Präsident der Uni. Das neu geschaffene Logo löst das im Jahr 2007 eingeführte Logo mit Farbringen und eingebetteter UCLB-Wortmarke ab.

Wie die Uni mitteilt, wurde das Logo / Corporate Design in einem mehrmonatigen Prozesses unter Einbindung von fast 1.000 Mitarbeitern und Studenten entwickelt. Entsprechende Workshops zur Neugestaltung der Marke wurden durchgeführt, Umfragen durchgeführt und ausgewertet. „Wir wollten ein lesbares und modernes Logo“, so die Uni. Das Design sei das Ergebnis einer kollektiven Reflexion und eines partizipativen Prozesses. „Für die Schaffung des neuen Lyon 1 University-Logos haben wir nach einem zeitgenössischen Zeichen gesucht, das in der Lage ist, die aktuellen Ambitionen unserer Universität zu verkörpern, in der sich jeder gegenseitig erkennen und ein kollektives Stolzmuster finden kann“, wie es in der von der Uni veröffentlichten Meldung zum Rebranding heißt.

Die Umstellung auf das neue Design solle schrittweise ab dem ersten Quartal 2026 erfolgen.

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NEW STANDARD.S kurbelt Kreislaufwirtschaft an › PAGE online


Das Berliner Designstudio NEW STANDARD.S macht vieles eindrucksvoll anders. Es setzt sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein – und launcht jetzt ein Pro-bono-Programm zur Stärkung zirkulärer Start-ups. Noch kann man sich bewerben!

NEW STANDARD.S kurbelt Kreislaufwirtschaft an › PAGE online
© Philotheus Nisch

»Unsere Branche – Werbung und Kommunikation – ist für die Klimakrise mitverantwortlich«, heißt es von dem Designstudio NEW STANDARD.S aus Berlin-Neukölln. »So wie wir Teil des Problems sein können, können wir auch Teil der Lösung sein«.

Und dafür setzten sich die Kreativen mit gezielten Kampagnen und Corporate Designs ein – und jetzt auch mit einem jährlichen Pro-bono-Programm, das zirkuläre Start-ups unterstützen möchte.

Damit möchte das Studio die Transformation zur Kreislaufwirtschaft, beschleunigen.

Noch bis zum 31. Januar 2026 können sich Start-Ups aus der Circular Economy bewerben. Und das für ein Programm, in dessen Mittelpunkt ein sechswöchiger Brand- und Communication-Sprint (Gegenwert: 50.000 Euro) mit Fokus auf Marke, Messaging und Pitch Deck steht.

Zirkuläre Marken stark machen

Und nicht nur die Expertise von NEW STANDARD.S, sondern auch ihr Portfolio ist eindrucksvoll. Darin finden sich Kampagnen für den A-GAIN Guide gegen Fast Fashion, für Zero Waste und dazu unterstützt das Studio den »Kreisler« Reparatur- und Leihladen.

Gemeinsam mit dem zirkulären Start-up, das ausgewählt wird, arbeitet NEW STANDARD.S an zentralen Grundlagen der Markenführung, an der Identity, verständlichem Messaging sowie der Überarbeitung oder Entwicklung eines überzeugenden Pitch Decks.

Viele Circular Start-ups hätten bereits funktionierende Lösungen, tragfähige Geschäftsmodelle und böten echte Alternativen, häufig aber fehle ihnen eine Marke, die das vorhandene Potenzial klar und überzeugend vermittelt, heißt es von Maximilian Mauracher, Mitgründer und Geschäftsführer von NEW STANDARD.S.

Wer das ändern möchte, kann sich für das Pro-bono-Programm bewerben.

Dafür gibt es keine formalen Branchen- oder Größenanforderungen. Voraussetzung ist allein, dass man als Start-up die Phase der reinen Ideenfindung hinter sich hat und eine marktreife oder bereits getestete Lösung vorweisen kann.

 

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