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CB-Funk-Podcast #153: Core Ultra 300, 9850X3D und Sparen mit Single-Channel-RAM


CB-Funk-Podcast #153: Core Ultra 300, 9850X3D und Sparen mit Single-Channel-RAM

Diese Woche besprechen Jan und Fabian im ComputerBase-Podcast gleich zwei neue Prozessoren. Einerseits geht es um Intels Panther-Lake-Auftakt mit starker SoC-Grafik, anschließend um den Ryzen 7 9850X3D und damit die schnellste Gaming-CPU am Markt. Außerdem geht es um Volkers Single-Channel-Benchmarks.

CB-Funk: Die einhundert­dreiundfünfzigste Episode

Nach ersten Vorab-Benchmarks zur CES haben sich Volker und Jan Intel Core Ultra 300 inzwischen im Detail angesehen. Jan und Fabian steigen diese Woche direkt mit diesem Test in den Podcast ein. Nicht zu unrecht, denn die Ergebnisse haben es stellenweise wirklich in sich. Oder war Intels Marketing nur einfach clever?

Im Anschluss geht es um den Test des Ryzen 7 9850X3D und was das Takt-Upgrade für den 9800X3D zu leisten im Stande ist. Und auch das nächste Thema dreht sich um „X3D“: Bekanntlich sind diese CPUs dank großem Cache weniger anfällig, was RAM-Bandbreite und -Latenz anbelangt. Kann man aktuell also Geld sparen und nur auf ein DDR5-Module setzen (Single-Channel)? Volker hat sich das angesehen und Fabian und Jan schließen sich seinem Urteil an.

Mit einem Update zu den weiterhin steigenden Grafikkarten-Preisen schließen die beiden diese Episode ab. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und Hausaufgaben nicht vergessen!

Wir beantworten eure Fragen

Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!

CB-Funk bei Spotify, Apple, Amazon und Deezer

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An dieser Stelle folgt der obligatorische Hinweis: In die meisten Podcast-Player lässt sich CB-Funk außerdem via RSS einbinden. Die entsprechende URL lautet: https://computerbase.podigee.io/feed/opus.

Übersicht zu den bisherigen Episoden

Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.



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AMD Ryzen 7 9850X3D vs. 9800X3D vs. 285K im Test


AMDs neue High-End-X3D-Gaming-CPU ist da. Der Ryzen 7 9850X3D als Takt-Upgrade des Ryzen 7 9800X3D legt die Messlatte im Test dabei nicht nur in Spielen, sondern auch in Anwendungen höher, denn der Takt steigt überall an, während der Euro-UVP sogar um 30 Euro fällt. ComputerBase liefert alle Details.

Der AMD Ryzen 7 9850X3D im Test

Schlechter hat AMD das Geheimnis um eine neue CPU zuletzt selten gehütet, schließlich listete das Unternehmen den Ryzen 7 9850X3D bereits im November 2025 auf der eigenen Homepage. Es folgten unzählige weitere Sichtungen in Benchmark-Datenbanken, die die Daten bestätigten – und zur CES 2026 dann endlich die offizielle Präsentation:

Der Ryzen 7 9850X3D ist ein Ryzen 7 9800X3D mit 400 MHz höherem maximalen Turbo-Takt für – laut US-Preisliste – 20 US-Dollar Aufpreis. Dank seit Ende 2024 deutlich gestiegenem Euro-zu-USD-Dollar-Kurs liegt der UVP hierzulande mit 499 zu 529 Euro allerdings sogar niedriger als beim 9800X3D. Was der Handel macht, bleibt abzuwarten.

Anders als man vermuten könnte, zeigt sich der höhere Takt im Test nicht nur im Single-Core-Betrieb, sondern anteilig auch in Spielen und unter Multi-Core-Volllast. Dafür steigt teilweise aber auch der Verbrauch. Der nachfolgende Artikel liefert alle Details.

  • Schnellste Gaming-CPU am Markt
  • Schnellster AMD Ryzen mit 8 Kernen in Anwendungen
  • Stromverbrauch Windows-Desktop
  • Stromverbrauch Gaming vs. 9800X3D deutlich angestiegen
ComputerBase-Empfehlung für AMD Ryzen 7 9850X3D

In der Theorie: +400 MHz Turbo-Takt

Die Spezifikationen des AMD Ryzen 7 9850X3D sind schnell benannt. Man nehme den AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) von Ende 2024 und spendiere ihm 400 MHz zusätzlichen Boost-Takt. Alle anderen Parameter inklusive der TDP von 120 Watt (162 Watt PPT), Basistakt und Speicherunterstützung bleiben gleich.

AMD Ryzen 7 9850X3D im Test
AMD Ryzen 7 9850X3D im Test

Eine positive Botschaft gibt es für den Euro-Raum: Der UVP liegt bei 499 Euro und damit 30 Euro unter dem UVP des 9800X3D. Der Grund: Der Eurokurs hatte zuletzt gegenüber dem US-Dollar zugelegt, trotz höherer US-Dollar-UVP kann AMD ihn hierzulande niedriger bepreisen, weil umgerechnet immer noch mehr USD als mit dem Vorgänger in die Kassen gespült werden.

Im freien Handel wird der Neuling zunächst natürlich teurer sein, hier liegt der Vorgänger zuletzt schon deutlich unter der UVP. Offiziell soll dieser auch im Handel verbleiben – also zumindest erst einmal. Langfristig dürfte das jedoch kaum Sinn ergeben.

Der höchste X3D-Cache-Takt bisher

Seitdem der X3D-Cache mit Ryzen 9000 unter den CPU-Die gewandert ist, sind die Taktraten auf dem X3D-Chiplet gestiegen. Die bisher am höchsten taktenden X3D-Prozessoren waren die beiden Ryzen 9. Der Abschlag vom Chiplet ohne zum Chiplet mit X3D-Cache betrugt dort nur noch 200 MHz, der maximale CPU-Takt auf dem X3D-Cache-Chip des 9950X3D lag bei im Test in Spielen gemessenen 5,55 GHz.

Der am höchsten taktende X3D-Cache bisher
Der am höchsten taktende X3D-Cache bisher (Bild: AMD)

Der neue AMD Ryzen 7 9850X3D hebt diesen Wert nun noch einmal um ein ganz kleines bisschen an: Gemessene 5,625 GHz sind es im Test in Single-Core-Lasten, 5,590 GHz immerhin noch in Spielen; das sind in der Spitze 330 MHz mehr als mit dem Ryzen 7 9800X3D.

Die Chiplet-Taktraten im Spiele-Benchmark

In der Praxis: Immer mehr Takt

In Spielen kommt es auf den jeweiligen Titel an, wie hoch der Takt des 9850X3D maximal und im Durchschnitt im Vergleich zum 9800X3D liegt.

Dabei reizt aber auch der neue AMD Ryzen 7 9850X3D seinen Maximaltakt nicht aus, was in Anbetracht der Tatsache, dass Spiele viele Kerne belasten, aber auch nicht verwundert. Aber im Durchschnitt über alle Titel liegt der Takt trotzdem fast 200 MHz höher, in der Spitze sind es 330 MHz.

Die Taktraten in den Spiele-Benchmarks

Der Benchmark Cinebench 2024 Single-Core bestätigt wiederum die bis zu 400 MHz mehr Takt gegenüber dem Ryzen 7 9800X3D (5,225 GHz vs. 5,625 GHz).

Taktverlauf – Cinebench 2024 (max. Takt)

01.0002.0003.0004.0005.0006.000MHz

150100150200250300350400Sekunden

Und selbst unter Multi-Thread-Volllast wie in Handbrake kann sich der Ryzen 7 9850X3D einen kleinen Taktvorsprung erarbeiten, der im Datenblatt nicht direkt abzulesen ist: Im Durchschnitt knapp 80 MHz oder zwei Prozent liegt der neue Prozessor vorne. Damit ist auch die klassische bei Testern bekannte Formel erfüllt: Pro 100 MHz Taktgewinn sind bei gleichen Vorzeichen 2,5 bis 3 Prozent mehr Leistung zu erwarten.

Taktverlauf – Handbrake (Ø Takt)

01.0002.0003.0004.0005.0006.000MHz

150100150200250300350

Was das alles für die Leistung im Benchmark und die Leistungsaufnahme bedeutet, klären die Folgeseiten.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Tool für wissenschaftliches Arbeiten: OpenAI kombiniert bei Prism GPT-5.2 mit einem LaTeX-Editor


Tool für wissenschaftliches Arbeiten: OpenAI kombiniert bei Prism GPT-5.2 mit einem LaTeX-Editor

Bild: OpenAI

OpenAI will die eigenen Systeme stärker in der Forschung verankern. Für das wissenschaftliche Arbeiten schafft man mit Prism nun eine cloudbasierte Plattform, die auf dem LaTeX-Editor Crixet basiert und die Umgebung um das aktuelle Modell GPT-5.2 Thinking ergänzt.

Was Prism unter anderem erleichtern soll, ist das Erstellen wissenschaftlicher Dokumente. Das Verfassen, Überarbeiten sowie die Zusammenarbeit und Publikations­vorbereitung sollen in einer Umgebung vereint werden.

Möglich ist etwa, die Struktur eines Papers vollständig zu erstellen oder bestehende Inhalte anzupassen. Das umfasst den Umgang mit Text, Gleichungen, Quellenangaben und Abbildungen.

Ein weiterer Baustein ist die Literaturverwaltung. Prism kann etwa Quellenangaben erstellen und über das gesamte Paper hinweg strukturieren. Möglich ist zudem eine Fachliteratur-Recherche, die über Plattformen wie arXiv erfolgt. Whiteboard-Gleichungen oder Diagramme lassen sich direkt in LaTeX umwandeln.

GPT-5.2 ist direkt in den Arbeitsprozess integriert. Indem das KI-Modell direkten Zugriff auf das komplette Paper samt Struktur und Literaturverzeichnis hat, kann es passendere Antworten liefern.

Kostenlos für alle

Kollaboration steht laut OpenAI im Mittelpunkt bei Prism. An einem Projekt kann daher eine unbegrenzte Anzahl an Mitwirkenden teilnehmen. Weil es sich um eine cloudbasierte Plattform handelt, die über den Browser abrufbar ist, ist zudem keine lokale LaTeX-Installation sowie Umgebungs­verwaltung nötig.

Prism ist kostenlos für alle nutzbar, die ein ChatGPT-Konto haben. Starten lässt es sich als separater Dienst außerhalb von ChatGPT. Forschende können eine unbegrenzte Anzahl an Projekten verfolgen und Mitarbeiter einladen. Für Organisationen, die ChatGPT Business, Team, Enterprise und Education nutzen, soll es ebenfalls bald verfügbar sein.

Prism als Teil von OpenAIs Science-Initiative

OpenAI hatte zuletzt bereits eine Science-Initiative angekündigt. Das Ziel ist, wissenschaftliche Entdeckungen zu beschleunigen. Tools wie Prism, die kollaboratives erleichtern sollen, sind ein Aspekt. Leistungsstärke Modelle sollen Forschende zudem dabei unterstützen, neue Ideen zu entdecken und Hypothesen einfacher testen zu können.



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RAM ist zu teuer? Ein Modul tut es bei Ryzen 9000X3D auch!?


RAM ist teuer, DDR5 richtig teuer. Für AM5 ist das ein Problem. Doch ist mit 9000X3D vielleicht der Griff zu nur einem Riegel eine Option? ComputerBase ist der Frage mit dem brandneuen Ryzen 7 9850X3D (Test) nachgegangen und hat den kompletten Test noch einmal mit Single-Channel statt Dual-Channel durchgeführt.

Dual-Channel-RAM muss sein – oder?

Der parallele Betrieb von zwei Speicherkanälen durch den Einsatz von mindestens zwei RAM-Riegeln (Dual-Channel-Modus) ist auf modernen Mainboards mit aktuellem Arbeitsspeicher das Maß der Dinge. Moderne Prozessoren können fast immer zwei Speicherkanäle ansprechen um die optimale Leistung herauszuholen, die zwei Kanäle dürfen dann bis zu zwei Module fassen – 2 DIMMs per Channel (2DPC) heißt das. PC-Gamer haben über die letzten 10+ Jahre gelernt: Mit Single-Channel sinkt die Leistung, das macht man normalerweise nicht!

Aber was ist mit Blick auf die steigenden Preise für Arbeitsspeicher aktuell schon noch normal?

Dual-Channel-RAM im Einsatz
Dual-Channel-RAM im Einsatz
Single-Channel-RAM im Einsatz
Single-Channel-RAM im Einsatz

Halber Speicher = halber Preis = weniger Leistung?

Denn wenn 16 GByte bereits über 200 Euro und 32 GByte DDR5 bereits über 400 Euro kosten, dann ist die Schmerzgrenze bei vielen Kunden doch längst überschritten.

Ein „Ausweg“, der oft empfohlen wird: Sich bei DDR4- oder gar DDR3-Systemen umzusehen, doch diese Ratgeber haben einzig und allein die RAM-Kosten im Blick. Dabei sind auch andere Aspekte wichtig, denn die meisten DDR4-Plattformen sind Auslaufmodelle, von DDR3-Plattformen gar nicht erst zu sprechen: Sie sind längst End-of-Life, Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen, Support gibt es auch keinen mehr.

Dabei hat die ganze Speicherkrise sogar mit dem drastischen Anstieg von DDR4-Speicher im Frühjahr 2025 begonnen, griff erst danach auf alle modernen Varianten über und kommt nun wieder zu DDR4 zurück. Auch 16 GByte DDR4 kosten inzwischen über 100 Euro und die Lager werden ganz schnell leer. Das ist zwar nur etwa halb so viel wie für DDR5, doch passende Mainboards und – viel wichtiger – halbwegs aktuelle und noch für x Jahre nutzbare CPUs zu einem angemessenen Preis zu finden, ist mitunter eine ziemliche Herausforderung.

Denn hier wiederum sind die modernen Plattformen weit vorn: Sockel-AM5-Boards gibt es für sehr wenig Geld und einen AMD Ryzen 5 9600X gibt es ab 194 Euro – und der ist im Gaming schneller als ein alter AMD Ryzen 7 5800X3D, von Anwendungen und dem Stromverbrauch ganz zu schweigen. Dass die Plattform vom Hersteller zudem für „2027+“ mit Support beworben wird, macht AM5 zu einem ziemlich unschlagbaren Gesamtpaket.

Der Sockel AM5 lebt über 2027 hinaus
Der Sockel AM5 lebt über 2027 hinaus (Bild: AMD)

Single- vs. Dual-Channel auf 9000X3D im Test

Ist es also eine Alternative, ein modernes Ryzen-9000X3D-System erst einmal nur mit einem Speicherriegel zu betreiben und erst später einen zweiten hinzuzufügen?

Um das herauszufinden, hat ComputerBase den kompletten Test des AMD Ryzen 7 9850X3D noch einmal wiederholt – allerdings dieses Mal nur mit 1 × 16 GByte DDR5-5600 CL26 statt 2 × 16 GByte DDR5-5600 CL26, also dem Speicher-Referenztakt, für den der Prozessor offiziell freigegeben ist.

Ein AMD Ryzen 7 9850X3D mit nur einem Speichermodul
Ein AMD Ryzen 7 9850X3D mit nur einem Speichermodul

Auswirkungen auf die Speicherbandbreite

Dass der Wechsel in reinen Bandbreitentests sichtbar wird, zeigt stellvertretend der Speichertest von AIDA64. Nur noch 38 GB/s als Transferrate beim Schreiben sind klar auf den Single-Channel-Modus zurückzuführen, im Dual-Channel-Betrieb waren es knapp 60 GB/s. Auch die Lese- und Kopierwerte steigen deutlich sowie einige andere leicht an. In theoretischen Tests ist Dual-Channel-Betrieb also wie erwartet der klare Gewinner.

Bildvergleich: AIDA64-Speicherbenchmark mit einem Speichermodul AIDA64-Speicherbenchmark mit zwei Speichermodulen

Auswirkungen in Anwendungen

Mit stetig wachsendem Praxisbezug bleibt von den theoretischen Unterschiede aber kaum noch etwas übrig. Vielen Alltagsanwendungen ist es schlichtweg egal, ob dort ein oder zwei Module verbaut sind. Der Unterschied ist oft maximal messbar, nicht aber spürbar respektive hätte große Auswirkungen. Ein Grund, warum OEMs & ODMs in vielen vor allem günstigeren Komplett-PCs und Notebooks mit primärem Office-Bezug auch heute oft nur ein Speichermodul verbauen.

Auswirkungen in Spielen

In Spielen sieht es auf den ersten Blick ähnlich aus. Mit nur einem Modul ausgestattet, leistet ein neues System mit AMD Ryzen 7 9850X3D nur 5 Prozent weniger bei den FPS und damit so viel wie ein AMD Ryzen 7 9800X3D mit zwei Modulen. Bei den Frametimes sind es im Durchschnitt 8 Prozent. Für über 200 Euro Preisunterschied auf der Rechnung ist das ein durchaus annehmbares Resultat.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Der Durchschnitt zeigt ein klares Bild ohne gravierende Unterschiede zwischen Single- und Dual-Channel-Betrieb, aber es gibt sie, die Ausreißer; sowohl bei echten Anwendungen als auch Spielen.

In Anwendungen ist es natürlich der Speicherbenchmark von 7-zip, der darauf reagiert, überraschend aber auch Geekbench im Multi-Core-Test, der sogar den größten Unterschied von 21 Prozent zeigt.

In Spielen ist es ganz ähnlich. Vielen Titeln ist es im Benchmark nicht so wichtig, wie viele Speicherriegel zum Einsatz kommen, im Worst-Case-Fall sind es bei den Frametimes aber dann doch bis zu 20 Prozent Verlust. Der Blick auf das verbleibende absolute Niveau zeigt allerdings auch hier: Es reicht um auch schnelle Grafikkarten in höheren Auflösungen auszulasten. Im Durchschnitt fallen die FPS um 5 Prozent und die Frametimes um 8 Prozent.

Gaming-Leistung Ryzen 7 9850X3D Dual- vs. Single-Channel-RAM

Diagramme

Anno 1800 – FPS, Durchschnitt

    • AMD Ryzen 7 9850X3D Single-Chan
      120/162 W, DDR5-5600CL26

    • AMD Ryzen 7 9850X3D Dual-Chan
      120/162 W, DDR5-5600CL26

    • AMD Ryzen 7 9800X3D Dual-Chan
      120/162 W, DDR5-5600CL26

    • AMD Ryzen 7 7800X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5200CL26

    • AMD Ryzen 5 7600X3D 25H2
      65/88 W, DDR5-5200CL26

    • AMD Ryzen 5 7500X3D 25H2
      65/88 W, DDR5-5200CL26

    • Intel Core Ultra 9 285K 25H2
      250/250 W, CU-DDR5-6400CL36

    • AMD Ryzen 5 9600X 25H2
      65/88 W, DDR5-5600CL26

    • Intel Core Ultra 5 245K 25H2
      159/159 W, CU-DDR5-6400CL36

Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

DDR5-4800 vs. DDR5-6000

Parallel zu den Tests der Redaktion hat AMD in ein ähnliches Horn geblasen und darauf hingewiesen, dass es auch gerne DDR5-4800 statt DDR5-6000 („der Sweetspot“) sein darf um die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Auch in diesem Fall wurde der Ryzen 7 9850X3D herangezogen. Hier liegt der Unterschied in Spielen letztlich sogar noch unterhalb dessen, was beim Ausbau eines Moduls im ComputerBase-Test herausgekommen ist.

DDR5-4800 statt DDR5-600 zeigt AMD
DDR5-4800 statt DDR5-600 zeigt AMD (Bild: AMD)

Auch wenn die Verluste bei den FPS und den Frametimes laut Messungen von PCGH auch größer ausfallen können und AMD mit der Analyse natürlich nicht alles und jedes Grenzszenario abgedeckt hat, ändert sich auch hier nichts an der Aussage: Das Gesamtpaket CPU+RAM ist stets mehr als stark genug, auch mit langsamerem Speicher.

Fazit und Empfehlung

Kann man einen Ryzen 9000X3D mit nur einem RAM-Riegel betreiben, ohne die Leistung ins Bodenlose oder gar auf das Niveau der AM4-Plattform fallen zu lassen? Der Test liefert die Antwort: Ja, man kann. Je nach Anwendung oder Spiel geht dabei durchaus Leistung verloren, normalerweise ergibt das also keinen Sinn. Aber das gilt für normale Zeiten und die haben wir aktuell nicht.

Single-Channel ist auf X3D aktuell eine Option

Deshalb ist der Griff zu nur einem DDR5-Riegel etwas, das man mit Blick auf die stark gestiegenen Speicherpreise tun könnte, wenn es um die Frage geht, ob man – zum Beispiel von Intel LGA 1151 kommend – endlich wie geplant auf Sockel AM5 mit X3D wechselt, oder „nur“ zu AM4 greift um zu sparen – oder gar nichts tut.

Denn eine aktuelle DDR5-Plattform mit X3D-Prozessor und passender Grafikkarte ist mit nur einem Speichermodul noch immer schneller unterwegs als eine alte Plattform mit DDR4. Dafür hat sich einfach zu viel bei den Prozessoren getan, die vielleicht günstigerer DDR4-Speicher nicht herausreißen kann – von der viel moderneren Plattform mit aktuellen Anschlüssen ganz abzusehen.

AMD Ryzen 7 9850X3D mit schnellem Speicher
AMD Ryzen 7 9850X3D mit schnellem Speicher

Angesichts dessen, dass es aktuelle Sockel-AM5-Mainboards mit passenden AMD-CPUs für vergleichsweise wenig Geld gibt, geht die Empfehlung bei einem kompletten Neukauf deshalb klar in diese Richtung – und nicht zurück. Sind hingegen noch 16 oder 32 GByte halbwegs aktueller DDR4 vorhanden, kann die Rechnung eine andere sein. Dann macht die Überbrückung für ein paar Jahre mit älterer Plattform eventuell Sinn.

Ryzen 9000X3D mit Single-Channel-RAM
  • Eine gute Idee in harten Zeiten

  • Wenn schon 9000X3D, dann auch Dual-Channel

  • Dann rüste ich lieber gar nicht auf

Und was ist mit anderen CPUs?

Dass AMDs X3D-CPUs mit großem L3-Cache in Spielen weniger vom RAM abhängig sind, ist bekannt, aber wie sieht es mit anderen CPUs aus? ComputerBase wird der Frage, wie groß die Verluste auf anderen Prozessoren mit nur einem RAM-Riegel in Anwendungen und Spielen sind, in kürze ebenfalls nachgehen. Den Anfang macht der Ryzen 5 9600X.

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