Künstliche Intelligenz
Grafikkarten: Spielern könnte eine jahrelange Durststrecke bevorstehen
PC-Spieler könnte eine mehrjährige Grafikkarten-Durststrecke erwarten. Laut The Information hat Nvidia nicht nur die Neuauflage GeForce RTX 5000 Super fürs Jahr 2026 eingesackt. Auch die Nachfolgegeneration GeForce RTX 6000 soll Nvidia ins Jahr 2028 verschoben haben.
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Laut The Information wäre Nvidia selbst nach ursprünglicher Planung schon mit den GeForce RTX 6000 spät dran gewesen. Die Serienproduktion sollte demnach erst Ende 2027 starten. Wenn sie wie berichtet frühestens Anfang 2028 beginnt, ist mit einer Markteinführung erst ab dem Sommer 2028 zu rechnen. Hinter der Generation dürfte sich der Codename Feynman verbergen. KI-Beschleuniger mit Feynman-Architektur stehen ebenfalls für das Jahr 2028 an.
Die GeForce-Modelle RTX 5080 Super, RTX 5070 Ti Super und RTX 5070 Super sollten eigentlich schon 2025 erscheinen. Nach mehreren Verzögerungen bringt Nvidia sie laut mehreren Quellen auch im Jahr 2026 nicht mehr. Fraglich ist, ob die Neuauflage 2027 noch erscheint. Das wäre zwei Jahre nach der Markteinführung der ursprünglichen RTX-5000-Grafikkarten.
Der Grund liegt auf der Hand: Die Super-Varianten sollten 50 Prozent mehr Speicher erhalten als die bisherigen Modelle. Allerdings ist das notwendige DRAM knapp. Die hohe Nachfrage durch KI-Rechenzentren hat eine weitreichende Speicherkrise ausgelöst. Schon alle bisherigen Gaming-Grafikkarten sind in den vergangenen Wochen erheblich teurer geworden.
Der KI-Kunde ist König
Sowohl Nvidia als auch AMD konzentrieren sich auf KI-Beschleuniger. Die Topmodelle mit High-Bandwidth Memory (HBM) kosten 20.000 Euro aufwärts und bringen den Firmen riesige Margen ein. Nvidia lag zuletzt bei einer Bruttomarge von über 73 Prozent. Die neue Rubin-Generation soll nur für Rechenzentren erscheinen und für Hyperscaler noch 2026 verfügbar sein.
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Die Grafikchips der GeForce-Serie RTX 5000 und dessen GDDR7-Speicher setzt Nvidia derweil auch bei den teureren Servermodellen wie der RTX Pro 6000 Blackwell (ab 8400 €) ein (nicht zu verwechseln mit der kommenden GeForce-Serie RTX 6000).
AMD-Chefin Lisa Su sagte in der Analystenkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen offen: „Unser Schwerpunkt ist Enterprise und weiter im Premium-Segment am oberen Ende des Marktes zu wachsen.“ Wann die nächsten Radeon-Grafikkarten erscheinen, ist unbekannt.
Update
06.02.2026,
13:04
Uhr
Anmerkung zu Feynman eingefügt.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Nach dem Blackout in Spanien: Warum Solaranlagen künftig das Netz stützen müssen
Für Spanien und Portugal war es eine Katastrophe: Anscheinend völlig aus dem Nichts fiel am Mittag des 28. April 2025 der Strom auf der gesamten Iberischen Halbinsel und in einem Zipfel Frankreichs aus. Es dauerte für einige betroffene Regionen bis zu 16 Stunden, bis sie wieder Strom bekamen. Und diese Wiederherstellungszeit galt angesichts der Größe des Ausfalls als Meisterleistung. Jetzt hat der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) seinen abschließenden Untersuchungsbericht vorgelegt. Der dreht sich vor allem um die Frage, was Netzbetreiber, Stromerzeuger und Behörden aus dem Vorfall lernen können.
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Der Abschlussbericht bestätigt, was bereits der Zwischenbericht im Oktober 2025 feststellte: Es gab nicht eine einzelne Ursache, die diesen riesigen Ausfall auslöste. Zu den Empfehlungen zählt, dass Solaranlagen künftig bei der Spannungsregelung mithelfen sollen. Bislang stellen sie Blindleistung nach einem festen Faktor bereit.
Die Rolle der Erneuerbaren Energien
Erneuerbare Energien gerieten nach dem Ausfall schnell in Verdacht, den Ausfall begünstigt zu haben. Sie trugen laut Bericht bei – als einer von mehreren interagierenden Faktoren. Konventionelle Kraftwerke, die aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, kamen aber als erschwerender Faktor hinzu. Auch schalteten Schutzsysteme nach Ansicht des Expertengremiums zu früh ab und das spanische 400-kV-Netz mit einem breiteren Spannungsband operierte mit zu kleinen Sicherheitsmargen. Ein weiteres Problem: Shunt-Reaktoren, die als Kompensationsdrossel überschüssige Spannung im Netz abzubauen helfen, wurden manuell geschaltet – was angesichts der blitzschnellen Abfolge der Ereignisse viel zu spät war.
Die eigentliche Katastrophe, die um 12.32 Uhr begann, wurde durch einen Spannungsanstieg im Netz ausgelöst, durch den die Kraftwerke begannen, sich abzuschalten. Dem Ereignis waren Netzschwingungen vorausgegangen, die zuerst zwischen 12.03 und 12.08 Uhr durch eine fehlerhafte Wechselrichtersteuerung und zwischen 12.19 und 12.22 Uhr im europäischen Verbundnetz ausgelöst wurden. Die Netzbetreiber reagierten in den folgenden Minuten darauf, indem sie die Stromexporte nach Frankreich reduzierten und Stromleitungen im Süden Spaniens kuppelten. Dies führte zum Anstieg der Spannung im iberischen Stromsystem und binnen 90 Sekunden schaukelten sich die Probleme ab 12.32 Uhr durch fehlende Automatisierung und die genannten Defizite so hoch, dass der komplette Blackout folgte. In dem kurzen Zeitraum fielen rund 2,2 GW Erzeugungsleistung aus.
Trennung vom Verbundnetz funktionierte vorbildlich
Was gut funktionierte: Das europäische Verbundnetz wurde rechtzeitig und sicher automatisch abgetrennt, sodass nicht ganz Europa im Dunkeln saß. Auch die Wiederherstellung der Stromversorgung funktionierte, obwohl die Netzbetreiber mit allerlei Problemen zu kämpfen hatten: Schwarzstart-fähige Anlagen fuhren teilweise nicht an und es gab Probleme bei der Sprachkommunikation mehrerer Verteilnetzbetreiber und starker Netznutzer. Auch hieraus konnten einige Erkenntnisse für die Zukunft gewonnen werden.
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Die Experten urteilen: Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu wenig dazu bei, sie zu beherrschen. Künftig sollen Solar- und Windanlagen aktiv zur Spannungsstabilisierung beitragen, statt mit starren Leistungsfaktor-Einstellungen zu operieren. Schutzeinstellungen müssen EU-weit vereinheitlicht und regelmäßig geprüft werden. Und manuelle Eingriffe ins Netz müssen durch Automatisierung ersetzt werden – denn wie der 28. April zeigte, entscheiden im Ernstfall Sekunden.
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(mki)
Künstliche Intelligenz
Falsche CPUs: Chuwi ruft Notebooks zurück
Der chinesische Hersteller Chuwi reagiert mit einer eingeschränkten Rückrufaktion auf Berichte über falsch bestückte Notebooks. In einigen Exemplaren des CoreBook X und CoreBook Plus sitzt ein Ryzen 5 5500U, den der Hersteller als neueren und schnelleren Ryzen 5 7430U vermarktet.
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In einer Stellungnahme nennt Chuwi einen „Produktionsfehler“ als Ursache: „Aufgrund eines Produktionsfehlers wurde eine begrenzte Anzahl von CoreBook X- und CoreBook Plus-Geräten mit falschen Prozessoren bestückt“, heißt es.
Betroffene können ihr Notebook für eine Rückerstattung des Kaufpreises zurückschicken. Die erste Anlaufstelle ist der Händler, bei dem das Gerät gekauft wurde. Alternativ will der Hersteller über die Mail-Adresse service@chuwi.com helfen.
Rückerstattung nur im Neuzustand
Chuwi nennt allerdings strenge Regeln für die Rückerstattung. Das Notebook muss sich im Originalzustand befinden und das komplette Zubehör muss mit zurück. Außerdem gilt die Rückrufaktion nur bis zum 31. Mai 2026. Wer nichts unmittelbar davon mitbekommt, schaut in die Röhre. Käufer werden nicht proaktiv angeschrieben.
Laut Notebookcheck sollen auch im Mini-PC Chuwi Ubox falsche Prozessoren zum Einsatz kommen. Zu diesem System macht die Firma keinerlei Angaben. Von der Aktion ist die Chuwi Ubox folglich ausgeschlossen.
Weitere Hintergründe nennt die Firma nicht. Da auch Geräte des Herstellers Ninkear betroffen sein sollen, liegt eine Ursache beim Zulieferer Emdoor Digital nahe. Betrug ist nicht auszuschließen, da der Prozessorname in Auslese-Tools verschleiert wird.
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CPU-Z zeigt nach einem Update auf Version 2.19 jetzt den korrekten Namen an. Das funktioniert offenbar aber nicht immer. Nutzer sollten daher auf den angegebenen Codenamen achten: Lucienne steht für den Ryzen 5 5500U, Barcelo-R für einen echten Ryzen 5 7430U.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Teure Ladepausen: Kabinett beschließt teures Bußgeld für Ladesäulen-Betreiber
Die Bundesregierung hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der das Laden von Elektroautos an öffentlichen Stationen deutlich transparenter machen soll. Mit der Reform des Preisangabenrechts reagiert sie auf europäische Vorgaben, die bislang im deutschen Recht eine Lücke ließen. Wer künftig an der Ladesäule falsche oder unvollständige Preisinformationen liefert, riskiert Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.
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Hintergrund ist die EU-Verordnung Afir (Alternative Fuels Infrastructure Regulation), die seit April 2024 gilt. Bislang fehlte den deutschen Behörden aber eine Möglichkeit, um Verstöße gegen diese Transparenzregeln zu ahnden. Das Wirtschaftsstrafgesetz von 1954 bot keine Grundlage für die Bewehrung von EU-Recht. Diese Lücke soll nun durch die Novelle geschlossen werden.
Regeln für Kilowattstunden und Minutenpreise
Mit den geplanten neuen Vorschriften, die das Wirtschaftsministerium ausgearbeitet hat, würde das Preiswirrwarr an Ladepunkten eingehegt. Betreiber von Schnellladestationen ab 50 Kilowatt, die seit April 2024 errichtet wurden, müssen den Preis pro Kilowattstunde sowie etwaige zeitbasierte Entgelte künftig klar ausweisen, bevor der Ladevorgang startet.
Bei langsameren Ladepunkten ist eine strikte Reihenfolge vorgeschrieben: zuerst der Preis pro kWh, dann der Minutenpreis und schließlich weitere Pauschalen.
Auch Mobilitätsdienstleister werden stärker in die Pflicht genommen. Sie müssen alle spezifischen Preisinformationen, inklusive Roaming-Gebühren, vorab über elektronische Mittel eindeutig zur Verfügung stellen. Wer hier schlampt oder Informationen zu spät liefert, handelt künftig ordnungswidrig.
Abschreckung durch hohe Bußgelder
Die Bundesregierung begründet den Bußgeldrahmen von bis zu 100.000 Euro mit Abschreckung und Verbraucherschutz. Sie orientiert sich dabei an Regelungen aus dem Telekommunikationsgesetz (TKG) für vergleichbare Preisverstöße. Das soll sicherstellen, dass E-Auto-Fahrer nicht erst beim Blick auf die Abrechnung eine böse Überraschung erleben.
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Zugleich dient der Entwurf der rechtlichen Vereinfachung, indem alle relevanten Sanktionen im Preisrecht gebündelt werden. Dies sorgt für ein einheitliches Vorgehen bei nationalen und europäischen Vorschriften. So werden auch ältere Schnellladesäulen, die nicht unter die EU-Verordnung fallen, weiterhin über die nationale Verordnung reguliert und identisch sanktioniert.
Beobachter begrüßen den Vorstoß grundsätzlich, sehen aber noch Klärungsbedarf. Der Mittelstandsverband Uniti lobt die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen, warnt aber vor Unklarheiten bei Begriffen wie „vollständige Information“ und drängt auf Anwendungshilfen für die Praxis. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) stützt die hohen Bußgelder. Er kritisiert indes, dass der Entwurf keine klaren Kriterien dafür liefere, wann Preise als „angemessen“ und „nichtdiskriminierend“ gelten.
Für die Wirtschaft soll das neue Gesetz keinen unmittelbaren neuen Erfüllungsaufwand verursachen, da lediglich bestehende Pflichten nun konsequenter durchsetzbar gemacht werden. Der Entwurf muss noch den Bundestag und den Bundesrat passieren. Geplant ist, dass die Neuregelungen im Anschluss rasch in Kraft treten. Betreiber von Ladeinfrastruktur sollten ihre Systeme daher zeitnah auf die strengeren Kontrollen ausrichten.
(wpl)
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