Apps & Mobile Entwicklung
Ausrüstung für SMIC in China: Applied Materials hat „versehentlich“ das Embargo gebrochen

Applied Materials hat die Exportrichtlinien der USA verletzt und Maschinen an SMIC in China geliefert. Nun zahlt das Unternehmen eine Strafe in Millionenhöhe, sie resultiert aber aus keiner Verurteilung, sondern aus einem Vergleich. Dies ist in den USA durchaus üblich, nun können die Geschäfte einfach weitergehen.
Applied Materials gehört zu den großen westlichen Fabrikausrüstern, ohne die in modernen Halbleiterwerken wenig geht, weshalb die Produkte auch bei quasi jedem namhaften Hersteller in den Fabriken anzutreffen sind. Und so gehörte traditionell auch China zum Kundenkreis, allen voran die größte Foundry des Landes: SMIC. Mit stetig strengeren Exportbestimmungen der US-Regierung musste sich Applied Materials jedoch von einem großen Kundenkreis verabschieden, hat es dabei aber wohl nicht ganz so genau genommen.
Kein Vorsatz, nur ein „misunderstanding“
Wie das Unternehmen heute selbst bekanntgab, hat der Konzern zwischen November 2020 und Juli 2022 die Exportrichtlinien verletzt, in dem Maschinen an einen „bestimmten Kunden“ geliefert wurden, obwohl das untersagt worden war. Namen werden offiziell hier nicht genannt, Reuters berichtete jedoch bereits 2023, dass es wohl SMIC sei.
Applied Materials spricht indessen nicht von einem bewussten Verstoß, sondern erklärt, dass ein „misunderstanding of the applicability of those regulations“ die Ursache gewesen sein; man also nicht in böser Absicht gehandelt habe. Solche Aussagen sind jedoch Normalität, damit ein Vergleich überhaupt erzielt werden kann und die Geschäfte danach weitergehen. Eine mutwillige Verletzung gibt letztlich kein Unternehmen zu, solange es keinen anderen Ausweg mehr gibt.
Nicht das erste Unternehmen (und wohl nicht das letzte)
Bei einem Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 28,4 Milliarden US-Dollar und 7 Milliarden US-Dollar Nettogewinn im Geschäftsjahr 2025 ist die Strafe von 252 Millionen US-Dollar am Jahresende letztlich dann kaum mehr als eine Fußnote. Applied Materials ist auch nicht der erste Hersteller, der sich mit den USA verglichen hat. Im letzten Jahr zahlte Cadence 140,6 Millionen US-Dollar, da ebenfalls die Exportrichtlinien verletzt wurden. Lip-Bu Tan, nun Intel-CEO, war seinerzeit Chef bei Cadence, das Thema schlug deshalb im vergangen Jahr durchaus Wellen.
Dass die Geschäfte für Applied Materials weitergehen, will natürlich auch die USA. Zeitgleich zu dem Schuldeingeständnis gab das Unternehmen nämlich bekannt, dass Samsung Partner im nun 5 Milliarden US-Dollar teuren EPIC-Komplex im Silicon Valley wird. Die Einrichtung soll in diesem Jahr eröffnen und dann „world’s largest and most advanced facility for collaborative semiconductor process technology and manufacturing equipment R&D“ sein.
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Das Warten auf AI-Siri geht weiter
Seit fast zwei Jahren warten iPhone-Nutzer auf eine Reihe von Apple versprochener Features. Mit iOS 26.4 schienen zumindest Teile davon in greifbarer Nähe. Ein neuer Bericht bringt jedoch erneut schlechte Nachrichten.
Schon im Sommer 2024 zeigte der iPhone-Hersteller stolz diverse Fähigkeiten von Apple Intelligence. Eine der eindrucksvollsten Funktionen war das überarbeitete Siri, das dank Zugriff auf persönliche Daten hilfreiche Informationen erkennen und zusammenfassen konnte. Damit sollten Antworten auf Fragen wie „Wann kommt meine Mutter am Flughafen an?“ von dem Assistenten auf Basis von Textnachrichten und Mails erfolgreich beantwortet werden können.
iOS 18 kam und ging – Apple musste Verzögerungen eingestehen. Werbespots mit den angekündigten Features wurden wieder entfernt. Zuletzt war die Hoffnung groß, dass zumindest einige der Funktionen zeitnah als Teil von iOS 26.4 erscheinen würden. Doch Bloombergs üblicherweise gut informierter Apple-Insider Mark Gurman hat erneut schlechte Nachrichten im Gepäck.
Gurman: Das Warten auf Apples AI-Siri geht weiter
In seinem aktuellen Bericht schreibt Gurman, dass das geplante Upgrade für Siri in den vergangenen Wochen erneut für Probleme gesorgt hat. Diese internen Tests könnten nun dafür sorgen, dass Apple-Nutzer abermals länger warten müssen.
Ursprünglich war der Plan, erste neue Funktionen als Teil von iOS 26.4 vorzustellen. Das Update wird im März erwartet. Glaubt man dem neuen Bericht, plant Apple die Vorstellung dieser Features zu verteilen. Das bedeutet, dass zumindest einige Neuheiten erst Teil von iOS 26.5 oder später sein würden. 26.5 wird im Mai erwartet. Sogar eine Verschiebung auf iOS 27, das im September erscheinen soll, gilt laut dem Bericht als möglich.
Ursprünglich sollten Features wie die Sprachsteuerung von Apps via Siri bereits Anfang 2025 Teil von Apples Betriebssystemen sein. Diesen Zeitplan konnte das Unternehmen nicht einhalten und kündigte eine Verzögerung an. Stattdessen sollen sie im Jahr 2026 erscheinen. Ein Ziel, das immerhin noch möglich ist – selbst wenn die AI-Features erst Teil von iOS 27 sein werden.
Intern hatte Apple sich aber laut Gurman das Ziel mit iOS 26.4 im März 2026 gesetzt. Ein Ziel, das noch im vergangenen Monat fest im Visier war. Der Grund für die neuen Verzögerungen sind angeblich weiterhin Probleme mit Siri. So werden Anfragen nicht korrekt bearbeitet oder Antworten dauern zu lange.

Diese Funktionen sind betroffen
Statt iOS 26.4 soll jetzt 26.5 ein wichtiger Punkt sein. Apples Entwickler wurden laut Gurman angewiesen, diese Version zum Test der neuen Siri-Funktionen zu nutzen.
Eine der betroffenen Funktionen ist Siris Zugriff auf die persönlichen Informationen des Nutzers. Diese erlaubt es dem Assistenten zum Beispiel in Textnachrichten Antworten auf eure Fragen zu finden. Apples Mitarbeiter können eine „Vorschau“ auf diese Funktion in iOS 26.5 aktivieren. Gurman vermutet, dass der iPhone-Hersteller auch seinen Nutzern beim Start des Features vielleicht einen Hinweis zeigen könnte, dass es unvollständig ist oder unter Umständen fehlerhaft sein könnte. Ähnliches gibt es schon heute bei den Beta-Tests der Betriebssysteme.
Neben dem Zugriff auf eure Daten bereitet offenbar auch die Sprachsteuerung von Apps Probleme. Das Feature ist Teil von iOS 26.5, arbeitet jedoch nicht zuverlässig. Diese Sprachkontrolle würde es euch erlauben, in einem Sprachbefehl Siri nach einem Bild zu fragen, welches es dann an einen Kontakt schickt.
In den Tests gab es jedoch Probleme mit der Zuverlässigkeit. Außerdem wurden Tester von Siri unterbrochen, wenn sie zu schnell sprechen. Längere Anfragen sollen ebenfalls für Probleme mit längeren Bearbeitungszeiten gesorgt haben.
Zu guter Letzt kommt es hin und wieder vor, dass Siri auf OpenAIs ChatGPT zurückgreift, obwohl Apples eigene Lösung die Antwort liefern könnte.
Apple plant zwei bislang unbekannte Neuheiten
Es gibt jedoch auch gute Nachrichten. So arbeiten Apples Entwickler an zwei neuen Features, die bislang unbekannt waren. Dabei handelt es sich um eine neue Web-Suche sowie ein neues Werkzeug zur Bilderstellung.
Die neue Web-Suche funktioniert ähnlich wie die KI-Unterstützung in der Google Suche. Eure Anfragen werden also analysiert und ihr bekommt eine Zusammenfassung der wichtigsten Details. Zu der neuen Bilderstellung hat Gurman nur wenige Details. Sie benutzt dieselbe Technologie wie die bekannte Image Playground-App.
Diese beiden Features sind aktuell Teil von iOS 26.5, wurden jedoch auch in 26.4 getestet und könnten somit vielleicht doch schon im März erscheinen.
Das vollständig neue Siri, an dem Apple in Kooperation mit Google arbeitet und das auf Google Gemini basiert, bleibt dagegen Teil von iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27. Dieser Assistent soll sich stärker an Chatbots wie ChatGPT orientieren und deutlich kontextbezogener arbeiten.
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HBM4 für Nvidia Vera Rubin: Samsung startet Massenproduktion und Auslieferung

Samsung geht medial in die Offensive und verkündet den Start der Massenproduktion und Auslieferung von HBM4 mit 11,7 Gbps. Hinter SK Hynix will man der größte Produzent werden, vor allem aber will man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Denn auf dem Papier hat Samsung das beste Produkt, SK Hynix bekommt dennoch Vorrang.
Zuverlässigkeit hat Vorrang
Samsungs Worten müssen nun echte Taten folgen. Ankündigen konnte das Unternehmen in den letzten Jahren stets, und zum Teil auch medial sehr offensiv, doch das finale Endprodukt wurde dem selten gerecht. Bei HBM3e war es besonders schlimm, weshalb SK Hynix auch bei HBM4 nun den Vorrang für Nvidias Vera Rubin bekommt. Denn ein verlässlicher Lieferant ist wichtiger als einer, der nur auf dem Papier das bessere Produkt hat. Bis zu 70 Prozent Anteil bei Nvidia soll gemäß letzten Gerüchten so erneut auf SK Hynix entfallen, während sich Samsung und Micron um die restlichen Prozente streiten dürfen – hier jedoch mit Vorteil für Samsung, da Micron bei HBM4 speziell für Nvidia wohl leicht im Verzug ist.
Samsung stellt den neuen HBM4 im sogenannten 1c-Fertigungsprozess her. Es setzt die 12 Lagen für 24 oder auch 36 GByte dann zudem auf einen 4-nm-Base-Die, der ebenfalls aus eigener Herstellung stammt. Auf dem Papier ist das Produkt damit dem vom SK Hynix überlegen: Hier nutzt man noch den 1b-Prozess, dazu einen 12-nm-Base-die von TSMC. Fortschritt an allen Fronten birgt bei Samsung aber auch Risiken: Die zur Verfügung stehende neueste Fertigungskapazität ist noch eher gering, zudem könnte die Ausbeute geringer ausfallen. Bei SK Hynix wiederum ist das kein Problem, dort wird 1b schon lange genutzt, und 12 nm gibt es von TSMC seit einem Jahrzehnt.
Upgrades auf 13 Gbps und HBM4e in der Pipeline
Schenkt man Samsung Glauben, funktioniert das Produkt dieses Mal aber gleich zum Start wie gewollt. Zudem soll sich HBM4 in naher Zukunft von 11,7 Gbps auf 13 Gbps beschleunigen lassen. Die 11,7 Gbps gelten aktuell jedoch als der Sweet Spot, den alle drei HBM-Fertiger Samsung, Micron und SK Hynix erreichen können. Nvidia stellt sich so möglichst breit auf, um auch möglichst viel funktionsfähigen Speicher ohne Probleme erhalten zu können. Auch andere Unternehmen wie AMD, Google, Microsoft, Broadcom und weitere werden künftig für ihre AI-Lösungen auf HBM4 setzen.
Auch HBM4e steht schon vor der Tür. Ab Sommer sollen bereits die ersten Samples ausgeliefert werden, Custom-HBM folgt dann 2027 gemäß Kundenwünschen.
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Das zeichnet die neuen Mähroboter aus
Wer Rasenmähen bisher für eine lästige Pflicht gehalten hat, dürfte jetzt umdenken. Ein etablierter Hersteller von Mährobotern zeigt mit einer neuen Generation autonomer Geräte, wie intelligent und unkompliziert moderne Rasenpflege heute sein kann.
Schluss mit ewigem Einrichten und stressigem Nachjustieren. Die neue Generation kommt ganz ohne Kabel und Referenzstationen aus. Eine KI-gesteuerte Kamera sorgt dafür, dass die Roboter ihre Umgebung selbstständig erfassen, Hindernisse erkennen und ihnen souverän ausweichen.
Neue Stiga-Mähroboter mit neuem Ansatz
Das Unternehmen setzt bei der neuen Mähroboter-Generation auf eine punktgenaue Orientierung per Quad-Band-RTK-GNSS. Unterstützt wird das Ganze von einem aktiven Leitsystem (AGS), das für saubere Mähbahnen sorgt. Damit sollen die Roboter auch in anspruchsvollem Gelände zuverlässig und effizient zurechtkommen. Dabei sollen sie nicht nur Rasen erkennen, sondern unterscheiden ihn klar von Blumenbeeten, Wegen oder Sandflächen.
STIGA bringt die neue Vista-Serie gleich in acht Varianten an den Start: A 6v, A 8v, A 10v, A 15v, A 25v, A 50v, A 100v und A 140v. Damit deckt das Unternehmen alle Flächen ab, vom kleinen Siedlungsgarten bis hin zu großzügigen Grünflächen. Die kompakten Modelle A 6v und A 8v fühlen sich ab rund 600 Quadratmetern wohl und überzeugen mit schlanker Bauweise und smarter Navigation. Geräte wie der A 15v oder A 25v zielen auf klassische Familiengärten und kommen auch mit mehreren tausend Quadratmetern problemlos klar.
Die kräftigeren Modelle A 50v, A 100v und A 140v sind für große Grundstücke gemacht und liefern mehr Power, längere Laufzeiten und eine besonders präzise Steuerung. Und damit nicht genug: STIGA verbindet die smarte Technik mit einem cleveren Mulchsystem. Das Gras wird schonend geschnitten, fein verteilt und dient direkt als natürlicher Dünger für einen dichten, weichen Rasen. Dank Sensoren wissen die Roboter außerdem, ob es regnet oder der Rasen noch feucht ist, und legen nur dann los, wenn die äußerlichen Bedingungen wirklich passen.
Keine Antennen mehr notwendig
Im Zentrum der neuen Mähroboter steht eine KI-gesteuerte Kamera, die zuverlässig zwischen Rasen und Hindernissen unterscheidet und so für einen reibungslosen Mähbetrieb sorgt. Hinzu kommt, dass ein integriertes System Satellitensignale in Echtzeit auswertet. Dadurch passen die Roboter ihre Navigation selbst bei schwachem Empfang automatisch an. Dank der Antenna-FREE-Funktion kommen die Geräte zudem komplett ohne Kabel oder Referenzstationen aus.
Auch die Bedienung bleibt angenehm unkompliziert. Gesteuert werden die Mähroboter über die STIGA.GO-App, mit der sich Mähpläne jederzeit starten, anpassen oder pausieren lassen. Während der Roboter selbstständig seine Arbeit erledigt, sind auch Wartung, Reinigung und Updates einfach und schnell erledigt.
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