Apps & Mobile Entwicklung
HBM4 für Nvidia Vera Rubin: Samsung startet Massenproduktion und Auslieferung

Samsung geht medial in die Offensive und verkündet den Start der Massenproduktion und Auslieferung von HBM4 mit 11,7 Gbps. Hinter SK Hynix will man der größte Produzent werden, vor allem aber will man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Denn auf dem Papier hat Samsung das beste Produkt, SK Hynix bekommt dennoch Vorrang.
Zuverlässigkeit hat Vorrang
Samsungs Worten müssen nun echte Taten folgen. Ankündigen konnte das Unternehmen in den letzten Jahren stets, und zum Teil auch medial sehr offensiv, doch das finale Endprodukt wurde dem selten gerecht. Bei HBM3e war es besonders schlimm, weshalb SK Hynix auch bei HBM4 nun den Vorrang für Nvidias Vera Rubin bekommt. Denn ein verlässlicher Lieferant ist wichtiger als einer, der nur auf dem Papier das bessere Produkt hat. Bis zu 70 Prozent Anteil bei Nvidia soll gemäß letzten Gerüchten so erneut auf SK Hynix entfallen, während sich Samsung und Micron um die restlichen Prozente streiten dürfen – hier jedoch mit Vorteil für Samsung, da Micron bei HBM4 speziell für Nvidia wohl leicht im Verzug ist.
Samsung stellt den neuen HBM4 im sogenannten 1c-Fertigungsprozess her. Es setzt die 12 Lagen für 24 oder auch 36 GByte dann zudem auf einen 4-nm-Base-Die, der ebenfalls aus eigener Herstellung stammt. Auf dem Papier ist das Produkt damit dem vom SK Hynix überlegen: Hier nutzt man noch den 1b-Prozess, dazu einen 12-nm-Base-die von TSMC. Fortschritt an allen Fronten birgt bei Samsung aber auch Risiken: Die zur Verfügung stehende neueste Fertigungskapazität ist noch eher gering, zudem könnte die Ausbeute geringer ausfallen. Bei SK Hynix wiederum ist das kein Problem, dort wird 1b schon lange genutzt, und 12 nm gibt es von TSMC seit einem Jahrzehnt.
Upgrades auf 13 Gbps und HBM4e in der Pipeline
Schenkt man Samsung Glauben, funktioniert das Produkt dieses Mal aber gleich zum Start wie gewollt. Zudem soll sich HBM4 in naher Zukunft von 11,7 Gbps auf 13 Gbps beschleunigen lassen. Die 11,7 Gbps gelten aktuell jedoch als der Sweet Spot, den alle drei HBM-Fertiger Samsung, Micron und SK Hynix erreichen können. Nvidia stellt sich so möglichst breit auf, um auch möglichst viel funktionsfähigen Speicher ohne Probleme erhalten zu können. Auch andere Unternehmen wie AMD, Google, Microsoft, Broadcom und weitere werden künftig für ihre AI-Lösungen auf HBM4 setzen.
Auch HBM4e steht schon vor der Tür. Ab Sommer sollen bereits die ersten Samples ausgeliefert werden, Custom-HBM folgt dann 2027 gemäß Kundenwünschen.
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App zur Erstellung individueller Feeds: Bluesky enthüllt KI-Assistenten „Attie“
Im Rahmen der an diesem Wochenende stattfindenden Atmosphere-Konferenz hat das soziale Netzwerk Bluesky einen KI-Assistenten vorgestellt, der künftig vielfältige Aufgaben wie das Entwerfen von Algorithmen sowie die Erstellung individueller Feeds übernehmen soll. Dabei greift das Unternehmen auf die Dienste von Anthropic zurück.
“Attie“ als Agentische Social-App
Laut Jay Graber, ehemals CEO von Bluesky und inzwischen Chief Innovation Officer, sowie CTO Paul Frazee soll die neue Anwendung jedoch kein direkter Bestandteil des sozialen Netzwerks werden, sondern vielmehr eigenständig agieren und gleichzeitig eng mit diesem zusammenarbeiten können. Ziel des Projekts ist es, eine „agentische Social-App“ zu entwickeln, die auf dem zugrunde liegenden Protokoll von Bluesky, dem AT-Protokoll (kurz „atproto“), basiert. Die Konferenzteilnehmer werden dabei die ersten Beta-Tester für die neue App sein, die unter der Haube auf Anthropics „Claude“ basiert.
Mit „Attie“ soll künftig jeder Anwender in der Lage sein, mittels natürlicher Sprache einen eigenen, individuell zugeschnittenen Feed zu erstellen – ein Ansatz, der bereits aus der Nutzung moderner Chatbots bekannt ist. Für den Zugriff genügt es, sich mit dem Atmosphere-Login anzumelden, der für sämtliche Anwendungen verfügbar ist, die auf atproto aufbauen. Ein wesentlicher Vorteil liegt dabei in der Offenheit des Systems: Bluesky und das gesamte dahinterstehende Ökosystem ermöglichen einen App-übergreifenden Austausch von Daten, wodurch sich die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitern. So soll „Attie“ unter anderem dazu dienen, personalisierte Feeds auf Basis individueller Interessen zu erstellen, ohne dass dafür auch nur eine einzige Zeile Code erforderlich ist.
Menschenorientierte künstliche Intelligenz
Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich bei der neuen Anwendung um ein stark menschenzentriertes KI-Produkt. „Wir glauben, dass KI eine sehr leistungsstarke Technologie ist, aber wir wollen sicherstellen, dass wir sie nutzen, um Dinge zu entwickeln, die den Menschen wirklich zugutekommen“, erklärt Interim-CEO Toni Schneider im Gespräch mit TechCrunch. Zum Start werden die Funktionen zunächst noch eingeschränkt sein: In der ersten Ausbaustufe dient „Attie“ ausschließlich der Erstellung entsprechender Feeds. Perspektivisch soll es jedoch möglich werden, dass Nutzer auf Basis von „Attie“ eigene soziale Anwendungen entwickeln, die ebenfalls auf dem von Bluesky verwendeten Protokoll aufsetzen.
Jay Graber, die ihren Posten als CEO abgegeben hatte, um sich wieder stärker der Entwicklung widmen zu können, kritisierte im Zuge der Ankündigung, dass KI derzeit von großen Plattformen häufig primär im eigenen Interesse und nicht im Sinne der Nutzer eingesetzt werde. Dies geschehe unter anderem, indem versucht werde, die Verweildauer innerhalb der jeweiligen Apps zu erhöhen, um mehr Daten zu sammeln und die Kontrolle über algorithmische Prozesse zu behalten. „Wir sind der Meinung, dass KI den Menschen dienen sollte, nicht den Plattformen“, so die aktuelle CIO. Ein offenes Protokoll könne diese Kontrolle direkt in die Hände der Nutzer verlagern: „Man kann es nutzen, um eigene Feeds zu erstellen, Software zu entwickeln, die so funktioniert, wie man es möchte, um Signale im Rauschen zu finden“, führt Graber weiter aus.
Finanzierung bereits für einen längeren Zeitraum gesichert
Finanziert werden soll das Projekt unter anderem durch eine kürzlich abgeschlossene Finanzierungsrunde, in deren Zuge zusätzliche Mittel in Höhe von 100 Millionen US-Dollar eingesammelt wurden. Damit gilt die Finanzierung des Vorhabens für rund drei Jahre als gesichert, was laut Interim-CEO Schneider zugleich Stabilität und Planungssicherheit für das gesamte Ökosystem schaffen soll. Darüber hinaus erhält das Team auf diese Weise den notwendigen Spielraum, um ohne unmittelbaren Zeitdruck an weiteren Herausforderungen zu arbeiten. Dazu zählt unter anderem die Integration umfassender Datenschutzkontrollen in das Protokoll des sozialen Netzwerks, das inzwischen auf eine Nutzerschaft von 43,4 Millionen angewachsen sein soll.
Keine Anlaufstelle für Kryptowährung
Nicht Teil der Umsetzung soll hingegen die Integration von Kryptowährungen sein – und das trotz finanzieller Unterstützung durch mehrere Investoren aus dem Krypto-Umfeld. Mit dieser klaren Abgrenzung möchte Schneider insbesondere Bedenken innerhalb der Nutzerschaft begegnen, die befürchtet hatte, die Anwendung könnte zur Zielscheibe von Krypto-Betrugsversuchen werden oder sich zu einem Zahlungsinstrument entwickeln.
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Gemini for Business: KI soll Integration von NotebookLM und Skills erhalten
Google bereitet laut TestingCatalog die Integration von NotebookLM sowie vorgefertigter Skills für Gemini for Business vor. Darauf sollen Hinweise in jüngst veröffentlichten Builds hindeuten, die bereits entsprechende, bislang jedoch noch versteckte Funktionen enthalten.
Zu den augenscheinlich neuen Funktionen von Gemini for Business zählt unter anderem eine nun beobachtete tiefere Integration mit NotebookLM. Diese könnte es Nutzern der Business-Stufe ermöglichen, ihre eigenen NotebookLM-Notebooks direkt über die Startseite von Gemini einzusehen. Im Bereich der Agenten scheint darüber hinaus bereits ein vorgefertigter NotebookLM-Agent vorhanden zu sein, der als Werkzeug zum Zusammenfassen und Strukturieren von Rechercheinhalten mithilfe künstlicher Intelligenz beschrieben wird. Dies soll laut dem Artikel von TestingCatalog darauf hindeuten, dass mit dieser Funktion Daten aus Notizbüchern abgerufen und innerhalb der Konversationsoberfläche von Gemini bereitgestellt werden könnten.
Diese Annahme erscheint plausibel, da eine vergleichbare Integration bereits im Januar 2026 für Privatnutzer sowie Anwender von Workspace Enterprise und Education eingeführt wurde. Eine entsprechende Ausweitung auf den Business-Bereich würde folglich eine einheitliche Funktionsbasis über alle kostenpflichtigen Workspace-Tarife von Google hinweg schaffen.
Gerade für kleine und mittelgroße Teams, die auf kuratierte Wissensdatenbanken innerhalb von NotebookLM angewiesen sind, könnte eine solche Integration den Arbeitsalltag deutlich vereinfachen, da der Zugriff auf relevante Informationen künftig ohne Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen erfolgen würde.
Skill mit weiteren Funktionen
Parallel dazu scheint Google auch bei den sogenannten Skills für Gemini for Business Fortschritte zu erzielen. Obwohl die entsprechende Registerkarte derzeit noch ausgeblendet ist, werden bereits mehrere vorgefertigte Skills von Google angezeigt. Dazu zählen unter anderem Optionen für Code-Reviews, das Erstellen von PRDs sowie ein Meta-Skill mit der Bezeichnung „Skill Architect“, der Anwender dabei unterstützen soll, eigene benutzerdefinierte Skills zu entwickeln.
Darüber hinaus konnten die Experten von TestingCatalog ein neues Menü zur Erstellung von Skills identifizieren, das bereits Eingabefelder für Name, Beschreibung und Anweisungen umfasst. Das zugrunde liegende Konzept ist nicht neu, sondern existiert bereits in Googles Entwicklerwerkzeugen wie Gemini CLI und Antigravity, wo Nutzer spezialisierte Befehlssätze installieren und verwalten können. Mit der Integration in Gemini for Business würde diese Funktion jedoch einer deutlich breiteren Nutzerschaft zugänglich gemacht werden. Zudem deutet die Einbindung von „Skill Architect“ laut Bericht darauf hin, dass Google Unternehmen künftig ermöglichen möchte, wiederverwendbare und domänenspezifische KI-Assistenten zu erstellen, ohne dass dafür tiefgehendes technisches Fachwissen erforderlich ist.
Zusätzlich haben die Experten eine weitere, bislang versteckte Schaltfläche mit der Bezeichnung „AI Coding“ entdeckt. Diese scheint derzeit jedoch kaum mehr als ein Verzeichnis zu sein, das Nutzer auf bestehende Werkzeuge verweist. Konkret werden dort offenbar bereits vorhandene Lösungen wie Antigravity und Gemini CLI inklusive entsprechender Installationshinweise für die Gemini-Befehlszeilenschnittstelle gebündelt.
Kein Zeitpunkt für offiziellen Start erkennbar
TestingCatalog weist zudem darauf hin, dass für keine der entdeckten Funktionen bislang ein bestätigter Veröffentlichungstermin vorliegt, weshalb sich ein konkreter Startzeitpunkt derzeit nicht prognostizieren lässt. Die erkennbaren Fortschritte in der Entwicklung deuten jedoch darauf hin, dass Google sein Business-Angebot konsequent weiter ausbauen dürfte, was nicht zuletzt im Zusammenhang mit der zunehmend wachsenden Konkurrenz zu sehen ist.
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Mit welchen Anteilen sind die drei maßgeblichen Grafikkarten-Hersteller im ComputerBase-Forum vertreten, wann haben die Leser ihre aktuelle Grafikkarte gekauft und welche Modelle werden konkret genutzt? Auf diese und weitere Fragen gibt es mit dem halbjährlichen Format der heutigen Sonntagsfrage abermals Antworten.
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