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Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: AI Impact Summit, Security Dashboard, Ring-Kameras, KI-Bremse


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Deutschland und Indien haben beim AI Impact Summit in Neu-Delhi ein KI-Abkommen unterzeichnet. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und sein indischer Amtskollege wollen indische IT-Expertise mit dem deutschen Mittelstand und der Industrie zusammenbringen. Im Fokus stehen Mobilität, Energieversorgung, Gesundheitswesen und smarte Produktion. Beide Seiten betonten zudem, KI im Einklang mit demokratischen Werten entwickeln zu wollen.

Sam Altman, Chef von OpenAI, nutzte den Gipfel, um vor einer Superintelligenz zu warnen, die schon in zwei Jahren Realität werden könne. Er forderte eine weltweite Aufsichtsbehörde nach dem Vorbild der Atomenergiebehörde. Allerdings passt das nur bedingt zu OpenAIs bisheriger Praxis, neue Modelle schnell auf den Markt zu bringen und Sicherheit nachzulagern. Die geforderte Regulierung dürfte eher darauf abzielen, wer KI entwickeln und betreiben darf. Zudem dienen solche Warnungen auch dem Marketing: Wer vor der eigenen Technologie warnt, lässt sie mächtiger erscheinen. Ob große Sprachmodelle überhaupt zu Superintelligenz führen können, bezweifeln zahlreiche Experten.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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Microsoft hat auf dem Gipfel in Neu-Delhi angekündigt, bis Ende des Jahrzehnts 50 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur für Länder des globalen Südens zu stecken. Präsident Brad Smith und die verantwortliche KI-Chefin Natasha Crampton begründeten den Schritt mit der wachsenden Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern bei der KI-Nutzung.

Das fünfteilige Programm umfasst den Aufbau von KI-Infrastruktur, die Ausweitung von Qualifizierung, die Stärkung mehrsprachiger Fähigkeiten, die Förderung lokaler Innovationen und die Messung der KI-Verbreitung als Grundlage für künftige Strategien.

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Microsoft hat den öffentlichen Test seines „Security Dashboard for AI“ gestartet. Das Werkzeug soll Unternehmen helfen, Sicherheitsrisiken beim Einsatz von KI zentral zu überwachen. Es bündelt Informationen aus verschiedenen Microsoft-Diensten wie Defender, Entra und Purview und liefert eine Echtzeitübersicht über alle genutzten KI-Ressourcen, von Microsoft 365 Copilot über eigene Entwicklungen bis zu Drittanbietern wie OpenAI oder Google Gemini.

Ein Übersichts-Tab macht auf einen Blick sichtbar, wo Risiken liegen, und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der KI-Sicherheit. Für Kunden, die bereits Microsofts Sicherheitslösungen nutzen, fallen keine zusätzlichen Lizenzgebühren an. Das Dashboard ist direkt über das Microsoft-Security-Portal erreichbar.

Google hat Gemini 3.1 Pro vorgestellt, ein Upgrade seiner Modellfamilie. Das Modell soll primär beim logischen Schlussfolgern und beim Programmieren zulegen. In einigen von Google herausgestellten Benchmarks liegt es vor OpenAIs GPT-5.2 und Anthropics Claude Opus 4.6. In der Praxis bleibt allerdings ein bekanntes Problem: Googles Modelle setzen Werkzeuge oft weniger effizient ein als die Konkurrenz.

Das Modell ist ab sofort als Vorschau verfügbar, unter anderem über die Gemini-App, Google AI Studio und die Gemini-API. Die API-Preise entsprechen denen von Gemini 3 Pro und liegen deutlich unter denen von Anthropics Opus-Modellen. Google will auf Basis von Nutzerfeedback weitere Verbesserungen vornehmen, bevor eine allgemeine Verfügbarkeit folgt.

Googles Chatbot Gemini kann ab sofort Musik per generativer KI erstellen. Die 30 Sekunden langen Tracks werden mit einem unhörbaren Wasserzeichen versehen, um sie als KI-generiert zu kennzeichnen. Grundlage ist die dritte Version von Google DeepMinds Musikmodell „Lyria“. Nutzer geben lediglich eine Musikrichtung vor, Angaben zu Gesang, Stimmlage oder Tempo sind optional. Auch Bilder oder Videos können als Inspiration hochgeladen werden. Passend zum Musikstück erstellt Gemini automatisch eine Grafik als Cover, produziert vom integrierten Bildgenerator Nano Banana.

Google betont, dass die Generierung keine Urheberrechte verletze und keine Künstler nachahme. Bestehende Musikstücke dienten lediglich als Inspiration.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Anthropic hat die neueste Version von Claude Sonnet veröffentlicht und stuft sie als bisher leistungsfähigste Sonnet-Variante ein. Das Modell soll beim Programmieren, beim Schlussfolgern, bei agentischen Aufgaben und im Design zulegen. Neu ist ein Kontextfenster von einer Million Token. In Anthropics eigenen Benchmarks liegt Sonnet 4.6 nun zwischen Opus 4.5 und Opus 4.6, obwohl Sonnet eigentlich das mittlere Modell der Claude-Familie ist.

Besonders hervor hebt Anthropic die Fähigkeit „Computer Use“, bei der das Modell reguläre Software fast wie ein Mensch bedient. Diese Funktion ist allerdings anfällig für Angriffe wie Prompt Injections, etwa versteckte Anweisungen auf Webseiten. Die neue Version soll solche Angriffe besser erkennen und umgehen, gelöst ist das Problem damit aber nicht. Claude Sonnet 4.6 wurde zunächst als Beta veröffentlicht und wird zum Standardmodell für Nutzer des kostenlosen Chatbots.

Amazons Tochter Ring warb beim Super Bowl für „Search Party“, eine Funktion, mit der Besitzer verlorener Hunde ein Foto hochladen und alle Ring-Türkameras in der Nachbarschaft per KI nach dem Tier suchen lassen können. Schon damals warnten Kritiker, es werde nicht bei Hunden bleiben. Eine nun aufgetauchte interne E-Mail vom Oktober bestätigt diese Befürchtung: Ring-Chef schrieb darin, die Hundesuche sei nur der Anfang, das Ziel sei, die Kriminalität in der Nachbarschaft auf null zu senken.

Ring hat die Echtheit der E-Mail bestätigt, verwies aber auf praktische Anwendungsfälle wie die Suche nach Haustieren oder Warnungen bei Bränden. Kritiker sehen in der Funktion die Vorbereitung einer Massenüberwachung, die mit Technik gewöhnlicher Konsumenten betrieben wird.

Perplexity hat sich vorerst gegen Werbung entschieden, während Konkurrenten wie OpenAI mit ChatGPT Anzeigen testen. Perplexity gehörte 2024 selbst zu den ersten KI-Unternehmen, die gesponserte Antworten einblendeten. Eine Führungskraft erklärte der Financial Times, das Problem sei, dass Nutzer bei Werbung anfangen, die Antworten der KI anzuzweifeln.

Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen darauf, die Richtigkeit seiner Antworten zu verbessern. Den Großteil seiner Einnahmen erzielt Perplexity aus kostenpflichtigen Abonnements zwischen 20 und 200 US-Dollar pro Monat.

David Silver, langjähriger KI-Forscher bei Google DeepMind, hat laut der Financial Times rund eine Milliarde Dollar für sein neues Start-up „Ineffable Intelligence“ eingesammelt. Die von Sequoia Capital angeführte Runde bewertet das Londoner Unternehmen mit etwa vier Milliarden Dollar. Silver, der maßgeblich an AlphaGo und Googles Gemini-Modellfamilie mitarbeitete, verließ DeepMind Ende vergangenen Jahres.

Ineffable Intelligence setzt auf Reinforcement Learning, bei dem KI-Systeme durch zahlreiche Versuche selbst lernen statt primär aus großen Textmengen. Im Zentrum stehen sogenannte Weltmodelle, mit denen KI-Agenten die Folgen ihrer Handlungen vorhersagen können. Silver reiht sich damit in eine wachsende Zahl führender KI-Forscher ein, die nicht glauben, dass die aktuelle Transformer-Architektur allein zu Superintelligenz führt.

Accenture, ein Beratungskonzern mit fast 800 000 Beschäftigten weltweit, erfasst seit diesem Monat wöchentlich die KI-Tool-Logins einzelner Senior-Mitarbeiter. Die Nutzung wird zum Beförderungskriterium, wie aus einer internen E-Mail hervorgeht, die die Financial Times einsehen konnte. In zwölf europäischen Ländern sind Beschäftigte von der Regelung ausgenommen.

Intern regt sich Widerstand: Zwei mit der Änderung vertraute Personen bezeichneten einige der Tools als „kaputte Slop-Generatoren“. Führungskräfte anderer großer Beratungsfirmen bestätigen, dass es schwieriger ist, erfahrene Manager zur KI-Nutzung zu bewegen als Nachwuchskräfte. Accenture-Chefin Julie Sweet kündigte an, Mitarbeitende, die sich nicht anpassen, müssten das Unternehmen verlassen. Der Aktienkurs von Accenture ist in zwölf Monaten um 42 Prozent gefallen.

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben ein KI-gestütztes Verfahren vorgestellt, das erkennt, wenn die Sensordaten autonomer Fahrzeuge unzuverlässig werden, und im Zweifel eine Notbremsung auslöst. Die Methode kombiniert maschinelles Sehen mit maschineller Selbsteinschätzung: Die KI analysiert nicht nur, was sie wahrnimmt, sondern auch, wie verlässlich die Daten sind. Sinkt die Qualität unter einen Schwellenwert, reagiert das System automatisch.

Getestet wurde das Verfahren an einem autonomen Shuttle auf einem Uni-Testgelände. Bei leichtem Nebel, Regen oder Schneefall korrigierte das System die gestörten Sensordaten sogar eigenständig. Bei starkem Niederschlag stoppte das Fahrzeug kontrolliert. Dem Projektleiter zufolge war das System eher zu vorsichtig als zu riskant. Ob und wann die Technologie in Serienfahrzeuge kommt, ist offen, der Transfer in konkrete Anwendungen ist aber erklärtes Ziel.

Die Frankfurt University of Applied Sciences hat ein Open-Source-Handbuch zum Bau von KI-Drohnen auf GitHub veröffentlicht. Es vermittelt praxisnah die technischen Grundlagen für Objekterkennung, autonome Navigation und automatisches Folgen von Zielen. Das Handbuch erklärt, wie Sensorik, Recheneinheiten und Software kombiniert werden, um Drohnen intelligent agieren zu lassen, und berücksichtigt dabei auch Kosten und Wirtschaftlichkeit.

Die Anleitungen basieren auf Erfahrungen aus dem Projekt „KI-gestützte Drohnenplattformen“ und zielen auf robuste Systeme für Tier- und Objekterkennung, Umweltmonitoring oder Inspektions- und Logistikaufgaben. Das Handbuch steht in Deutsch und Englisch bereit und soll von Studierenden und Forschenden der Fachhochschule laufend aktualisiert werden.

Liebesbetrug im Internet nimmt laut dem Landeskriminalamt seit Jahren deutlich zu, begünstigt durch den Einsatz von KI. Betrüger erstellen massenhaft Fakeprofile in sozialen Netzwerken und generieren mit KI-Tools täuschend echte Profilbilder. Sprachmodelle liefern auf Knopfdruck überzeugende Liebesnachrichten, moderne Übersetzungsprogramme sorgen für nahezu fehlerfreie Kommunikation in verschiedenen Sprachen.

Diese technischen Möglichkeiten senken den Aufwand und erhöhen die Schlagzahl der Angriffe erheblich. International operierende Netzwerke nutzen KI, um ihre Betrugsmaschen effizienter und schwerer erkennbar zu machen.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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(igr)



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iX-Workshop: Industrial Security nach IEC 62443 – Ein Praxisleitfaden


Die internationale Cybersecurity-Norm IEC 62443 wird zunehmend als Standard für einen strukturierten Sicherheitsansatz in der Industrie akzeptiert. Sie richtet sich vor allem an Hersteller von Industrieprodukten und zielt darauf ab, Risiken in industriellen Netzwerken zu reduzieren, Sicherheitsprobleme zu verhindern und Schwachstellen im Produktlebenszyklus zu identifizieren.

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Der zweitägige Workshop IEC 62443: Industrial Security für Produkthersteller macht Sie mit den zentralen Aspekten der Norm IEC 62443 vertraut, insbesondere mit den Inhalten der beiden relevanten Normteile 4-1 und 4-2, die sich mit SDL-Anforderungen und technischen Sicherheitsanforderungen befassen. Sie lernen die zentralen Konzepte und Anforderungen einschließlich der 8 Praktiken aus 4-1 kennen, die die Grundlage für eine sichere Produktentwicklung und -wartung bilden. Sie erfahren, wie Sicherheitsstufen und Komponentenanforderungen definiert werden und wie Bedrohungsanalysen (Threat Modeling) in die Praxis umgesetzt werden.

April
14.04. – 15.04.2026
Online-Workshop, 09:00 – 13:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 17. Mrz. 2026
Juli
07.07. – 08.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 13:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 09. Jun. 2026
Oktober
20.10. – 21.10.2026
Online-Workshop, 09:00 – 13:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 22. Sep. 2026

Diese Schulung richtet sich an OT-Anwender, Entwickler von Automatisierungstechnik und Sicherheitsexperten aus der Industrie. Durch den Workshop führt Luise Werner. Als SDL- und OT-Security-Beraterin bei der secuvera GmbH begleitet sie Hersteller von ICS/OT-Komponenten erfolgreich auf dem Weg zu einer IEC 62443-4-1 Zertifizierung.


IT-Security-Workshops

IT-Security-Workshops


(ilk)



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Künstliche Intelligenz

Post zum Freitag: Windows zähmen, Hirnzellen rechnen lassen, Casio smart machen


Kennen Sie das? Sie setzen Windows 11 frisch auf, freuen sich über den sauberen Desktop – und stellen dann fest, dass das Betriebssystem munter Daten nach Redmond funkt, als gäbe es kein Morgen. Diagnose- und Telemetriedaten, Nutzungsprofile, Werbe-IDs: In den Werkseinstellungen ist Microsoft erstaunlich neugierig. Zum Glück lässt sich das eindämmen, und zwar ohne Informatikstudium. Mein Kollege Jan Schüßler hat die wichtigsten Datenschutz-Handgriffe für Windows 11 zusammengetragen – eine Pflichtlektüre für alle, die nicht zwischen Totalüberwachung und Linux-Umstieg wählen möchten.

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Doch Datenschutz ist nur ein Aspekt des Dauerprojekts Windows 11. Denn auch wer glaubt, sich nach der Installation gemütlich zurücklehnen zu können, hat die Rechnung ohne Microsoft gemacht: Die Bedienoberfläche ist eine permanente Baustelle, bei der sich Startmenü und Taskleiste gefühlt mit jedem Update verändern. Axel Vahldiek hat deshalb noch einmal eine umfassende Anleitung für die ersten Handgriffe nach dem Umstieg geschrieben. Denn der Umstieg fühlt sich bei Windows 11 ohnehin wie ein Dauerzustand an.

Wer sich im Unternehmensumfeld fragt, ob man Microsoft-Dienste überhaupt noch ohne Cloud betreiben kann, dem sei gesagt: Ja, das geht. Der Eindruck eines Cloud-Zwangs täuscht, auch wenn Microsoft seine Azure-Welt natürlich intensiv bewirbt. Exchange, SharePoint, die Office-Apps – all das gibt es weiterhin für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum. Wir haben einen Überblick über die On-Premises-Optionen bei Microsoft zusammengestellt, der gerade für Unternehmen in sensiblen Bereichen Gold wert sein dürfte. Allerdings: Am Subscription-Modell führt auch dort kein Weg mehr vorbei.

Apropos Infrastruktur – aber dieses Mal die dunkle Seite: Dass das Internet auch eine Schattenwelt hat, ist bekannt. Doch wie dreist manche Akteure dabei vorgehen, hat mich dann doch überrascht. Meine Kollegen Jan Mahn und Christopher Kunz haben in einer aufwendigen Recherche das Firmengeflecht hinter sogenannten Bulletproof-Hostern offengelegt. Das sind Anbieter, die ihre Kunden – darunter Betreiber von Malware-Infrastruktur und DDoS-Angreifer – gezielt vor Strafverfolgern abschirmen. Briefkastenfirmen in Amsterdam und London, ein Internetunternehmer aus Hamburg, ein Dienstleister in der Türkei: Was wie ein Krimi klingt, ist leider real. Besonders ernüchternd: Das RIPE NCC, zuständig für die Verwaltung von Internet-Ressourcen in Europa, macht es den Akteuren offenbar nicht besonders schwer.

Von der dunklen Seite des Netzes zu den hellen Köpfen der deutschen KI-Szene, denn auch die gibt es. Trotz aller Unkenrufe über die doch bestimmt bald platzende KI-Blase gedeiht die hiesige Start-up-Landschaft. Gleich drei deutsche KI-Firmen haben 2025 den begehrten Einhorn-Status erreicht – also eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar. Andrea Trinkwalder beleuchtet in ihrem Artikel, wie sich deutsche KI-Start-ups zwischen Milliardeninvestitionen und Blasen-Angst behaupten. Besonders spannend: Firmen wie Black Forest Labs oder DeepL sind mit vergleichsweise bescheidenen Budgets erstaunlich konkurrenzfähig gegenüber den US-Giganten.

Und wo ich schon bei KI bin: Was wäre, wenn die Zukunft der künstlichen Intelligenz gar nicht in immer größeren Rechenzentren liegt, sondern in lebenden Hirnzellen? Klingt nach Science-Fiction, ist aber schon Realität – zumindest im Kleinen. Die Schweizer Firma FinalSpark züchtet Organoide aus menschlichen Neuronen, die sich als lernfähig erweisen und dabei einen Bruchteil der Energie klassischer KI-Systeme verbrauchen. In einem Test hat ein solches Organoid aus 10.000 Neuronen ein Videospiel schneller gelernt als ein herkömmliches KI-Modell. Arne Grävemeyer erklärt, warum lebende Hirnzellen das Energieproblem der KI lösen könnten – und warum man diese biologischen Computer bereits über ein Web-API mieten kann … irgendwie faszinierend und gruselig zugleich.

Zum Schluss habe ich noch etwas fürs Handgelenk, aber sehr retro. Die Casio F-91W kennt vermutlich jeder: Diese kleine, unverwüstliche für knapp 20 Euro, die seit 1989 geschätzte 120 Millionen Mal über die Ladentheke ging. Smart war sie allerdings nie. Das ändert die Ollee Watch: Ein DIY-Bausatz für rund 50 Euro rüstet Bluetooth, Schrittzähler und Pulsmesser nach. Ob die Kult-Casio damit zur ernsthaften Konkurrenz für die Apple Watch wird? Nun ja, lesen Sie am besten selbst unseren Test der Ollee Watch – ich verrate nur so viel: Für das Feingefühl beim Einbau schadet es nicht, ruhige Hände zu haben.

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Passend zur Retro-Uhr könnte ich eigentlich mal wieder meinen alten Telefunken-Miniverstärker MA2 einschalten. Den hatte ich mir vor Jahren bei eBay „neu“ gekauft, nachdem mein Exemplar aus Teenagerzeiten nach meinem Auszug im Elternhaus auf mysteriöse Weise verschwunden war. Der alles andere als lineare Klang bei gedrückter Loudness-Taste weckt bei jedem Ton Erinnerungen an diese Zeit.

Bevor ich einen vollständigen Retroflash bekomme, wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Lesezeit.

Ihr
Volker Zota
(Chefredaktion heise online)


(vza)



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SAP-Anwender: Hybride Szenarien dominieren den HR-Alltag auch weiterhin


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Modernisierung Richtung Cloud ist bei SAP im vollen Gange. Für das Personalmanagement (Human Resources, HR) heißt das: SuccessFactors ersetzt die traditionelle Personalmanagement-Software SAP ECC HCM. Eine aktuelle Umfrage unter Mitgliedern der DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe) zeigt, dass die Cloud-Software allem Anschein nach Einzug in die HR-IT-Roadmaps vieler Unternehmen gefunden hat.

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Die Befragung anlässlich der für Juni geplanten DSAG-Personaltage-Veranstaltung offenbart zugleich, dass der betriebliche Alltag in den Unternehmen auch knapp zwei Jahre vor Ende der Mainstream-Wartung noch von den traditionellen On-Premises-Software bestimmt wird. Die Antworten legen außerdem nahe, dass viele Anwender zunächst auf H4S4 – also SAP HCM for S/4HANA – migrieren.

Die erst auf Druck der DSAG konzipierte Lösung hat den Vorteil, die bestehende HR-Prozesslandschaft abzusichern. Es handelt sich um eine reine, technisch in der Regel beherrschbare Migration. Eine Modernisierung von Prozessen und Funktionen – etwa über SuccessFactors – lässt sich folglich zeitlich nachgelagert vornehmen.

Konkret gaben 71 Prozent der Befragten an, noch mit ECC HCM (On-Premises) zu arbeiten. 39 Prozent nutzen SuccessFactors, 23 Prozent S/4HANA HCM (H4S4) On-Premises und neun Prozent SAP S/4HANA HCM in der Private Cloud. Bei der Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

Mit Blick auf die Rolle SuccessFactors in der HR-IT-Roadmap eines Unternehmens gaben gerade einmal knapp vier Prozent an, den Cloud-Dienst vollständig implementiert zu haben. An die 40 Prozent haben sie zumindest teilweise eingeführt. Weitere elf Prozent beabsichtigen, dies zu tun. 28 Prozent der Befragten planen indes keine Einführung der Walldorfer Cloud-HCM-Software. 17 Prozent sind noch in der Evaluierung.

Die eher heterogen ausgerichtete Transformationsstrategie in den Unternehmen lässt sich auch an der Modulnutzung von SuccessFactors ablesen. Besonders gefragt sind beispielsweise die Services, die im operativen HR-Alltag schnell spürbaren Mehrwert bieten – etwa für Recruiting (41 Prozent), Employee Central (39 Prozent), Learning (37 Prozent) oder Performance & Goals (34 Prozent). Zentrale Dienste wie die payroll-nahen Module Employee Central Payroll (8 Prozent) oder Time Tracking (9 Prozent) werden trotz ihrer strategischen Bedeutung dagegen vergleichsweise zurückhaltend genutzt – auch weil manche Funktionen oder Branchenspezifika noch vermisst werden.

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Direkt gefragt nach der Relevanz ausgewählter Themen im HR-IT-Kontext ordneten die Anwender insbesondere Aufgaben wie digitale Personalprozesse & Self Services (74 Prozent) und Migration auf H4S4 (64 Prozent) neben Datenschutz und Compliance (55 Prozent) sowie HR-Analytics und -Reporting (52 Prozent) als sehr relevant/relevant ein. Für die Migration von SAP HCM zu SuccessFactors galt dies nur für 36 Prozent der befragten Anwender. Über die Hälfte (52 Prozent) bezeichnete ein solches Vorhaben dagegen als wenig relevant respektive aktuell irrelevant.


(axk)



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