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Künstliche Intelligenz

Vorsicht, Kunde: Wie EWE Netz einen Smart-Meter-Nutzer zur Verzweiflung treibt


Eine PV-Anlage auf dem Dach, eine Wärmepumpe im Technikraum, ein E-Auto im Carport: Michael B. aus Norddeutschland zählt zu den Menschen, die die Energiewende im Privaten schon vollzogen haben. Um sein Auto gezielt dann zu laden, wenn der Strom gerade günstig ist, entschied sich der c’t- Leser außerdem für einen dynamischen Stromtarif.

Bevor B. diesen Tarif nutzen konnte, musste erst einmal sein alter Stromvertrag auslaufen, obendrein brauchte er ein Smart Meter. Diese Kombination aus digitalem Stromzähler („moderne Messeinrichtung“) und Kommunikationsmodul („Smart-Meter-Gateway“) ist mittlerweile die Voraussetzung für die Abrechnung zu dynamisch wechselnden Strompreisen.

Das Gateway erfasst viertelstündlich den Stromverbrauch des Haushalts und übermittelt die Daten einmal täglich an den sogenannten Messstellenbetreiber. Dieser gibt sie dann an den örtlichen Stromnetzbetreiber weiter, der sie wiederum an den Stromanbieter leitet. Im Fall von B. ist das Unternehmen EWE Netz mit Hauptsitz in Oldenburg gleichzeitig der zuständige Messstellen- und Stromnetzbetreiber.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Vorsicht, Kunde: Wie EWE Netz einen Smart-Meter-Nutzer zur Verzweiflung treibt“.
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Künstliche Intelligenz

Product Owner AI Day 2026: Konferenz und Workshop für KI im Produktmanagement


Künstliche Intelligenz ist inzwischen in der Produktarbeit angekommen. Nach der erfolgreichen Erstausgabe des Product Owner AI Day im Herbst 2025 findet die Online-Konferenz am 9. Juli 2026 zum zweiten Mal statt. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf KI-Agenten und Automationen, um Workflows im Arbeitsalltag zu vereinfachen, Produkte mit KI sinnvoll zu gestalten und bessere Produktentscheidungen zu treffen. Ausgerichtet wird die Konferenz von dpunkt.verlag und iX in Kooperation mit Marc Bless. Frühbucher profitieren derzeit von vergünstigten Preisen.

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Der Product Owner AI Day richtet sich an all jene, die an der Schnittstelle von Produkt, Technologie und Innovation arbeiten – etwa Product Owner, Produktmanagerinnen, Innovation-Manager oder Product Leads und Heads of Product.


Marc Bless

Marc Bless

Marc Bless hat 1984 angefangen, Software zu entwickeln. In den 90ern hat er Informatik mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz studiert und beschäftigt sich seit 1996 mit adaptiven Systemen, agilen Methoden und intelligenten Automatisierungen. Als Gründer und Geschäftsführer von BlessAI unterstützt er Unternehmen dabei, künstliche Intelligenz strategisch zu integrieren.

Am Tag nach der Online-Konferenz, dem 10. Juli, bietet Marc Bless einen ganztägigen Online-Workshop an. Dort können Produktmanagerinnen und -manager sowie Product Owner in einen KI-Deep-Dive eintauchen. Sie lernen praktisch, wie sie mit Automationen und KI-Agenten echte Produktivitätsgewinne erzielen und komplette Workflows neu denken. Wer teilnimmt, sollte sowohl Zugang zu KI-Tools als auch bereits eine grundlegende Erfahrung damit besitzen. Detaillierte Angaben zu den Voraussetzungen sind auf der Konferenz-Website hinterlegt.

Am Ende des Tages sollen die Workshop-Besucher ein tiefes Verständnis für moderne KI-Anwendungen über ChatGPT hinaus mitnehmen, eigene Automationen und Agenten für ihre tägliche Arbeit konzipieren können und wissen, wie sie ihre Effizienz durch smarte, wiederverwendbare Workflows steigern können.

Ein Ticket für den Workshop lässt sich im Online-Ticketshop für 599 Euro (zzgl. MwSt.) buchen.

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Das Programm der Online-Konferenz am 9. Juli besteht aus sechs jeweils 45-minütigen Vorträgen sowie einer Abschlussdiskussion unter Moderation von Marc Bless mit den Referentinnen und Referenten des Tages. Die Vorträge gehen praxisnah darauf ein, wie künstliche Intelligenz in der Produktentwicklung unterstützen kann.

So zeigt Gregor Biswanger unter dem Motto „Nichts lügt mehr als eine veraltete Dokumentation“, wie sich KI durch Spec-Driven Development präzise steuern lässt. Miriam Suchet demonstriert, wie Product Owner mit KI in fünf konkreten Schritten von der tragfähigen Vision bis zur Stakeholder-Freigabe kommen, während laut Markus Andrezak künstliche Intelligenz die Fleißarbeit übernehmen kann, damit Menschen zur aktiven Gestaltung zurückkehren können.

Eine grundlegende Veränderung, die mit KI einhergeht, kommt bei Ralf D. Müller zur Sprache: KI-Agenten verschieben die klassische Arbeitsteilung zwischen Product Owner und Developer. Das birgt neue Herausforderungen, etwa dass der Product Owner zum neuen Bottleneck werden könnte. Und schließlich bleibt auch beim KI-Einsatz nach wie vor menschliches Verständnis gefragt: Wie Julia Bastian gleich zum Einstieg in den Tag warnt, kann KI glänzenden „Discovery-Müll“ produzieren, den es erst einmal kritisch zu bewerten gilt.

Frühbucher können noch bis zum 11. Juni sparen: Bis dahin kostet ein Ticket für den Konferenztag 249 Euro (zzgl. 19 % MwSt.), nach Ablauf des Early-Bird-Tarifs 299 Euro. Teams ab drei Personen erhalten zusätzlich gestaffelte Gruppenrabatte, die der Online-Ticketshop automatisch berechnet. Ein Ticket für den Ganztages-Workshop kostet 599 Euro pro Person.

Weitere Informationen zur Konferenz finden sich auf der Website. Dort lässt sich auch ein Newsletter abonnieren, um über diese und weitere Veranstaltungen aus der Reihe inside agile auf dem Laufenden zu bleiben.


(mai)



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Künstliche Intelligenz

CERN-Rat beschließt Strategie-Update: FCC-ee soll LHC-Nachfolger werden


Das europäische Kernforschungszentrum CERN hat einen wegweisenden Schritt in Richtung seiner wissenschaftlichen Zukunft unternommen: Der CERN-Rat hat am 22. Mai 2026 die europäische Strategie für Teilchenphysik aktualisiert und dabei den „Electron-Positron Future Circular Collider“ (FCC-ee) als bevorzugtes nächstes Großprojekt empfohlen. Das Strategie-Update war im März 2024 eingeleitet worden und stützt sich auf 263 schriftliche Eingaben aus der weltweiten Teilchenphysik-Community. Die Empfehlungen der Europäischen Strategiegruppe wurden dem CERN-Rat im Dezember 2025 vorgelegt und bilden die Grundlage des nun verabschiedeten Beschlusses.

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Von größtem Interesse bei dieser Langzeitplanung ist das Higgs-Boson. Seit seiner Entdeckung am LHC im Jahr 2012 gilt es als zentrales Werkzeug, um offene Fragen zur Struktur und Entwicklung des Universums zu beantworten. Der FCC-ee würde laut CERN das breiteste Erkundungsprogramm in der Grundlagenphysik bieten – mit herausragendem Entdeckungspotenzial rund um das Higgs-Boson und weitere Elementarteilchen sowie Möglichkeiten zur Entdeckung neuer Physik jenseits des Standardmodells.

Höchste Priorität auf mittlere Sicht hat dem Strategie-Update zufolge jedoch zunächst die vollständige Ausschöpfung des wissenschaftlichen Potenzials des bestehenden LHC durch den Abschluss seiner Hochluminositäts-Upgrades (HiLumi LHC). Der LHC soll bis 2041 in Betrieb bleiben.

Der FCC-ee wäre ein gewaltiges Infrastrukturvorhaben: Bereits 2019 hatte CERN das Konzept vorgestellt – ein ringförmiger Beschleuniger in einem rund 91 km langen Tunnel, rund 200 Meter unter der Erde, mit einem Umfang fast so groß wie das Genfer Becken. Zum Vergleich: Der LHC kommt auf lediglich 27 km Umfang.

Der Grund für die schiere Größe liegt in der Physik: Elektronen und Positronen verlieren beim Durchlaufen von Kurven Energie in Form von Synchrotronstrahlung – je kleiner der Ringradius, desto größer dieser Verlust. Um höhere Kollisionsenergien wirtschaftlich darstellbar zu machen, muss der Ring also zwingend größer werden. Wie der hauseigene CERN Courier berichtet, ist der FCC-ee als Doppelring-Collider mit vier Wechselwirkungspunkten geplant. Er soll Schwerpunktenergien von bis zu 365 GeV erreichen soll – deutlich mehr als die 209 GeV, die sein Vorgänger LEP maximal erzielte. Als Higgs-, Elektroschwach- und Top-Quark-Fabrik soll er in 15 Betriebsjahren unter anderem rund 6 × 10¹² Z-Bosonen, fast 3 × 10⁶ Higgs-Bosonen und 2 × 10⁶ Top-Quark-Paare erzeugen.

In einem zweiten Schritt könnte im selben Tunnel ein Hadronen-Beschleuniger (FCC-hh) mit Kollisionsenergien von bis zu 100 TeV folgen – mehr als siebenmal so viel wie der LHC in seiner finalen Ausbaustufe erreicht. CERN-Generaldirektor Mark Thomson betonte, der FCC-ee würde durch „ultra-präzise Messungen des Higgs-Bosons und anderer Elementarteilchen“ das Wissen über die fundamentalen Bausteine des Universums vertiefen.

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Die abgeschlossene Machbarkeitsstudie zum FCC kommt zu dem Ergebnis, dass der FCC-ee „technisch bereit für den Bau“ ist – sie war im März 2025 veröffentlicht und im November 2025 vom CERN-Rat geprüft worden.

Die Finanzierung bleibt die größte Herausforderung. Die Kosten für die erste Projektphase werden auf rund 16 Milliarden Euro beziffert. Im Dezember 2025 hatten mehrere IT- und Internetmilliardäre insgesamt 860 Millionen Euro zugesagt – darunter die Stiftung von Ex-Google-CEO Eric Schmidt, der französische Internetmilliardär Xavier Niel, der italienische Unternehmer John Elkann und die Breakthrough Prize Foundation.

Der CERN-Rat hat das Management nun beauftragt, Gespräche mit relevanten Behörden und Institutionen in den Mitglieds- und assoziierten Mitgliedstaaten sowie mit der Europäischen Union aufzunehmen, um einen finanziell tragfähigen Finanzierungsplan zu entwickeln. Jährliche Berichte sollen die nationalen Entscheidungsprozesse unterstützen. Auch öffentliche Konsultationen in den CERN-Gastgeberstaaten Frankreich und Schweiz sind vorgesehen.

Eine Entscheidung der CERN-Mitgliedstaaten und internationaler Partner wird um 2028 erwartet. Mehrere Quellen, darunter eine aktuelle Studie im Fachjournal „Frontiers in Physics“, nennen übereinstimmend Mitte bis Ende der 2040er-Jahre als anvisierten Betriebsstart des FCC-ee – nahtlos anschließend an das Ende der LHC-Ära.

Ratspräsident Costas Fountas zeigte sich zuversichtlich: Die Teilchenphysik-Community und der CERN-Rat seien sich einig, dass der FCC-ee das bevorzugte Flaggschiff-Projekt sei, um CERNs weltführende Rolle in der Beschleunigerphysik in den kommenden Jahrzehnten zu sichern.

Welche Entdeckungen ein solcher Collider ermöglichen könnte, deutet bereits die aktuelle Forschung am LHC an: Erst im März 2026 meldete die LHCb-Kollaboration die Entdeckung eines neuen, protonenähnlichen Teilchens.

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(vza)



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Taskforce sieht keine Knappheit bei Kerosin


Die nach dem Beginn des Iran-Kriegs eingesetzte Taskforce der Koalition sieht die Versorgungslage in Deutschland als stabil an. „Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet“, sagte der Co-Vorsitzende Sepp Müller (CDU). Der Sommerurlaub sei sicher. Die Abgeordneten tauschten sich mit Vertretern der Logistikbranche, der chemischen Branche und der Luftverkehrsbranche über die aktuelle Lage aus, wie der Co-Vorsitzende Armand Zorn (SPD) in Berlin sagte. „Im Moment haben wir kein Problem mit der Versorgungssicherheit“, sagte Zorn.

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Sorgen gab es zuletzt wegen einer möglichen Kerosinknappheit. Zorn sagte nun: „Wir haben eine Preisfrage, aber keine Mengenfrage.“ Die Lage sei aber sehr dynamisch. Es gehe darum, beispielsweise in der chemischen Industrie bei Helium, Aluminium, Schwefel oder Düngemittel, dafür zu sorgen, dass die Lieferketten langfristig gesichert seien.

Noch keine Entscheidung gibt es zu einer möglichen Verlängerung des Tankrabatts über Ende Juni hinaus. Zorn hatte sich bereits ablehnend dazu geäußert. Es müsse vielmehr über einen Spritpreisdeckel nachgedacht werden. Einen solchen lehnt aber etwa Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ab. Die seit Anfang Mai geltende Senkung der Energiesteuer für Kraftstoffe soll die Spritpreise in der Summe um 16,7 Cent verringern. Nach Angaben der Monopolkommission wird der Tankrabatt an der Zapfsäule weitgehend weitergegeben.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gesagt, der Tankrabatt scheine zu wirken: „Und wenn es nicht anders geht, könnte ich mir vorstellen, dass wir darüber diskutieren müssen, ihn zu verlängern.“ Dies hänge von der Preissituation ab. Müller sagte: „Wir scouten und schauen uns die ganze Zeit die Lage an.“ Aktuell sei vereinbart, den Tankrabatt am 30. Juni auslaufen zu lassen. „Ob es darüber hinaus ein weiteres Maßnahmenpaket bedarf, das wird die Lage dann zeigen.

Zorn sagte zu Verstößen gegen die 12-Uhr-Preisregel, die Landesbehörden seien in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass geltendes Recht eingehalten werde. Einer Untersuchung zufolge halten sich Tausende Tankstellen nicht an die Vorschrift. Die Regel gilt seit dem 1. April und schreibt vor, dass Tankstellen nur einmal am Tag – um 12.00 Uhr mittags – die Preise anheben dürfen. Verstöße können laut Gesetz mit einer Geldbuße bis zu einhunderttausend Euro geahndet werden.

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(nie)



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