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Unsicherheit ist kein Zeichen von Scheitern


#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? „Mein Tag beginnt ruhig. Bevor ich in Mails, To-dos und Abstimmungen gehe, brauche ich erst einmal einen klaren Kopf. Das kann eine kurze Meditation oder einfach ein Kaffee in Stille sein“, sagt Maja Mast, Gründerin von Yoga Studio Fox.

„Unsicherheit ist kein Zeichen von Scheitern“

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Maja Mast, Gründerin von Yoga Studio Fox, einem digitalen Yoga Studio aus Stuttgart.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Mein Tag beginnt ruhig. Bevor ich in Mails, To-dos und Abstimmungen gehe, brauche ich erst einmal einen klaren Kopf. Das kann eine kurze Meditation, ein paar bewusste Atemzüge oder einfach ein Kaffee in Stille sein. Danach priorisiere ich sehr bewusst: Was ist heute wirklich wichtig, was zahlt auf die Vision von Yoga Studio Fox ein und was darf auch warten. Struktur gibt mir Freiheit, gerade im oft sehr dynamischen Startup-Alltag.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?
Am besten durch Bewegung und Natur. Yoga gehört natürlich dazu, aber auch Spaziergänge, Zeit mit meiner Familie oder bewusstes Nichtstun. Mir hilft es, abends digitale Grenzen zu setzen und nicht ständig erreichbar zu sein. Abschalten heißt für mich, wieder bei mir anzukommen.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie emotional diese Reise ist. Gründerin zu sein bedeutet nicht nur Strategien, Zahlen und Entscheidungen, sondern auch Zweifel, Verantwortung und permanentes Lernen. Ich hätte gerne früher gewusst, dass Unsicherheit dazu gehört und kein Zeichen von Scheitern ist.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?
Loszulassen und zu vertrauen. Am Anfang wollte ich alles selbst machen und kontrollieren. Zu lernen, Verantwortung abzugeben und gleichzeitig die Vision klar zu halten, war eine große Herausforderung. Außerdem die Umstellung von der reinen Yogalehrerin zur Unternehmerin.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast und was hast Du aus diesen gelernt?
Zu schnell Ja zu sagen. Zu Projekten, Kooperationen oder Arbeitsweisen, die sich nicht ganz stimmig angefühlt haben. Daraus habe ich gelernt, stärker auf mein Bauchgefühl zu hören und Entscheidungen langsamer, dafür nachhaltiger zu treffen.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?
Über Werte, nicht nur über Lebensläufe. Fachlichkeit ist wichtig, aber Haltung, Eigenverantwortung und echtes Interesse an der Vision sind entscheidend. Bei Yoga Studio Fox suchen wir Menschen, die mitgestalten wollen, nicht nur Aufgaben abarbeiten.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Hab Geduld mit dir selbst. Erfolg ist selten linear. Bleib verbunden mit deinem Warum, hol dir Unterstützung und vergleiche dich nicht ständig mit anderen. Dein Weg darf genauso aussehen, wie er für dich stimmig ist.

Ohne welches externes Tool würde Yoga Studio Fox quasi nicht mehr existieren?
Ohne unsere digitalen Lern- und Organisationsplattformen. Sie ermöglichen es uns, Yoga-Aus- und Weiterbildungen ortsunabhängig, persönlich und hochwertig anzubieten. Digitalisierung ist für uns kein Ersatz für Nähe, sondern ein Werkzeug dafür.

Wie sorgt Ihr bei Eurem Team für gute Stimmung?
Durch Vertrauen, Offenheit und echtes Interesse aneinander. Wir kommunizieren viel, geben Raum für Feedback und achten darauf, dass Arbeit und Mensch im Gleichgewicht bleiben. Humor und Menschlichkeit gehören für uns genauso dazu wie Professionalität.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Der Moment, in dem wir entschieden haben, uns komplett neu auszurichten und von einem lokalen Studio zu einem rein digitalen Ausbildungsanbieter zu werden. Das war mutig, beängstigend und gleichzeitig einer der besten Schritte für Yoga Studio Fox.

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Foto (oben): Yoga Studio Fox



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„Geschmacklos“: Halbnackte Frau tanzt bei exklusivem Startup-Dinner vor VCs und Gründern




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ClearOps sammelt 8,5 Millionen ein – coachbetter erhält 8,2 Millionen – ComplyDo bekommt 1,3 Millionen


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ ClearOps sammelt 8,5 Millionen ein +++ SportsTech coachbetter erhält 8,2 Millionen +++ ComplyDo bekommt 1,3 Millionen +++ uni-assist investiert in Compounder +++ Finanzspritze für Femi-ON +++ Infinite Roots übernimmt Bosque Foods +++

ClearOps sammelt 8,5 Millionen ein – coachbetter erhält 8,2 Millionen – ComplyDo bekommt 1,3 Millionen

Im #DealMonitor für den 21. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

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INVESTMENTS

ClearOps
+++ Hitachi Ventures, der Venture-Capital-Ableger des der Industrie- und Technologiekonzerns , Schoeller Group (Verpackungslösungen, Lieferkette) und Barkawi Group, ein auf Lieferketten spezialisierter Venture Builder, investieren 8,6 Millionen Euro in ClearOps. Das Startup aus München, 2020 von William Barkawi gegründet, positioniert sich als „KI-Plattform für industrielle Service- und Ersatzteilprozesse“, Das Unternehmen ermöglicht auf diesen Wege unter anderem eine „intelligente Ersatzteilplanung, vorausschauende Serviceprozesse sowie Echtzeit-Koordination über globale Servicenetzwerke hinweg“. Das frische Kapital soll insbesondere „in die internationale Expansion fließen“. 60 Mitarbeitende wirken derzeit für das Unternehmen. Bisher baute Gründer Barkawi sein Unternehmen „ohne institutionelle Investoren“ auf. Mehr über ClearOps

coachbetter
+++ Brighteye Ventures, Swiss Founders Fund, ZEN 11 Holding, Hansi Flick und Silke Flick, Paul Lambert, Julian Draxler und ein ungenannter strategischer Investor investieren 8,2 Millionen US-Dollar in coachbetter. Das SportsTech aus Zürich, 2018 von Patrick Patzig, Thomas Grimm, Simon Arpagaus und Stefan Steuble gegründet, bezeichnet sich als „nutzerfreundlichste Planungs- und Team-Management App für Fußballtrainer“. Knife Capital, Bogen & Partner Wealth Managers, Hansi Flick und Silke Flick, Brighteye Ventures, ZEN11Holding, John Gleasure, Uli Forte sowie Steven Nzonzi investierten zuvor bereits rund 4 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über coachbetter

ComplyDo
+++ Y Combinator, adesso ventures, a16z Scout, der Scout-Ableger von Andreessen Horowitz, Twenty Two Ventures sowie Gokul Rajaram und Sanjay Sathe investieren 1,3 Millionen US-Dollar in ComplyDo. Das Startup aus Berlin, 2025 von Leo Schuhmann, Matthias Schneider und Moritz Moser gegründet, hat sich vorgenommen, Unternehmen bei der Einhaltung und Automatisierung von Unternehmensvorschriften zu helfen. Mehr über ComplyDo

Compounder
+++ uni-assist, eine Prüfstelle für internationale Studienbewerbungen, investiert eine sechsstellige Summe in Compounder. Das Kölner Startup, 2020 von Evelyn Wagner, Paula Vorbeck und Carmine Siena gegründet, möchte den Studienbewerbungsprozess für Studierende und Hochschulen erleichtern. Aschendorff Next, die Beteiligungsholding der Unternehmensgruppe Aschendorff, allygatr und Business Angel Marco Aschinger investierten zuvor bereits in die Jungfirma. Mehr über Compounder

Femi-ON
+++ Der Digital Hub Bonn-Betreiber Digitaler Hub Region Bonn, NRW.BANK und Business Angels investieren eine ungenannte Summe in Femi-ON. Das FemTech aus Bonn, von Marion Schink und Meike Kreutel gegründet, möchte „der Menstruation den Schmerz nehmen“. Dazu entwickelt das Team mit Tamp-ON und Ring-ON „moderne, nachhaltige und wirksame Lösungen zur Linderung von Menstruationsbeschwerden durch niederfrequente Vibration“. Mehr über Femi-ON

MERGERS & ACQUISITIONS

Infinite RootsBosque Foods
+++ Das Hamburger BioTech Infinite Roots übernimmt das 2022 gegründete Myzelium-Unternehmen Bosque Foods. Mit der Übernahme möchte Infinite Roots sich für die „nächste Phase industrieller Myzelium-Anwendungen in Europa positionieren“. Infinite Roots, 2018 von Mazen Rizk, Cathy Preißer und Thibault Godard in Berlin gegründet, züchtet eine Art Fleischersatz aus fermentierten Pilzen. Die Jungfirma sammelte zuletzt 58 Millionen ein. Bosque Foods, das auch in New York residierte, schlitterte 2024 in die Insolvenz. Damals wollte sich das Unternehmen dann auch die USA konzentrieren. Mehr über Infinite Roots

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Foto (oben): azrael74



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Ihr nutzt OpenAI – ich bekomme Anteile: Sam Altmans neuer Wachstumsplan


OpenAI investiert nicht mehr nur Geld – sondern Rechenleistung. Verändert das die Startup-Finanzierung?

Ihr nutzt OpenAI – ich bekomme Anteile: Sam Altmans neuer Wachstumsplan

Gibt Tokens für Startupanteile: OpenAI CEO Sam Altman.
Andrew Harnik / Staff / Getty Images

KI-Tokens als neues Startupinvestment? Was absurd klingt, ist bei OpenAI jetzt Praxis. Das KI-Unternehmen investiert in Startups des bekannten Accelerators Y Combinator – allerdings nicht klassisch mit Geld, sondern mit Rechenleistung und Modellzugängen für KI. Jedes Unternehmen im aktuellen Jahrgang erhält Tokens im Wert von zwei Millionen US-Dollar, die sich für die Nutzung von OpenAI-Modellen einsetzen lassen.

Neuer Trend: „Tokenmaxxing“

Die Idee dahinter: Gründer sollen schneller Produkte entwickeln und ihre internen Prozesse effizienter gestalten können. Gerade für KI-Startups ist der Zugang zu leistungsfähigen Modellen ein entscheidender Faktor – sowohl für Produktentwicklung als auch für Skalierung und Testing. Statt selbst hohe Infrastrukturkosten zu tragen, können sie direkt auf bestehende Systeme zurückgreifen.

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Sam Altman selbst sprach in diesem Zusammenhang von „Tokenmaxxing“ – also dem maximalen Ausreizen von KI-Modellen und Credits, um Entwicklung zu beschleunigen. Dahinter steckt ein wachsender Trend im Tech-Sektor: Immer mehr Unternehmen betrachten den Verbrauch von Tokens als direkten Hebel für Produktivität. Manche Startups gehen so weit, ihren Teams feste Budgets oder sogar Mindestquoten für den Token-Einsatz vorzugeben.

Die Logik ist simpel: Wer mehr mit KI arbeitet, kommt schneller voran. Einige Gründer sprechen von einem „Force Multiplier“ – also einem Faktor, der kleine Teams deutlich leistungsfähiger macht. Teilweise berichten sie von massiven Effizienzgewinnen und deutlich höherem Output. Unterstützt wird dieser Ansatz auch von Investoren, die Startups aktiv dazu ermutigen, großzügig in Tokens zu investieren – teils in Größenordnungen, die dem Gehalt von Entwicklern entsprechen.

Der Deal dahinter

Ganz ohne Gegenleistung ist das Angebot allerdings nicht. Die Tokens sollen über ein Modell mit Equity-Bezug angeboten werden; OpenAI erhält also im Gegenzug Anteile an den Startups. Damit ähnelt das Modell einer klassischen Venture-Capital-Investition – nur dass statt Kapital API-Zugänge und Rechenleistung bereitgestellt werden.

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OpenAI profitiert aber auch noch anders: Durch das frühe Technologieinvestment in junge Unternehmen kann es seine Produkte tief in deren Prozessen verankern. Je mehr Startups auf OpenAI aufbauen, desto größer wird die Abhängigkeit – und damit auch das langfristige Geschäftspotenzial.

Gleichzeitig ist „Tokenmaxxing“ nicht unumstritten. Kritiker halten den reinen Tokenverbrauch für einen schlechten Maßstab für Produktivität. Der Vorwurf: Hoher Einsatz von Rechenleistung bedeute nicht automatisch bessere Ergebnisse – im Gegenteil, falsche Anreize könnten sogar zu ineffizientem Verhalten führen. In einigen Fällen wird bereits beobachtet, dass Teams ihren Tokenverbrauch künstlich in die Höhe treiben, etwa um interne Rankings zu dominieren.

Viele Startups wählen deshalb einen Mittelweg und setzen auf gedeckelte Abomodelle statt unbegrenztem Verbrauch. Diese bieten planbare Kosten und verhindern, dass die KI-Nutzung aus dem Ruder läuft – gerade für kleinere Teams mit begrenztem Budget ein entscheidender Faktor.





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