Künstliche Intelligenz
„Seit Jahren nichts dagegen gemacht“: US-Bundesstaat verklagt Apple wegen CSAM
Der Druck auf Apple, iPhones und die iCloud auf Kindesmissbrauchsmaterial zu scannen, wächst. Nun hat der US-Bundesstaat West Virginia das Unternehmen verklagt, weil es angeblich unterlässt, CSAM-Inhalte – das steht für „Child Sexual Abuse Material“ – in ausreichender Anzahl zu melden. Apple tue „seit Jahren nichts dagegen“, so der Justizminister (Attorney General) JB McCuskey. In der Klage heißt es, CSAM werde in Apples Ökosystem „geschützt“. McCuskey sagte in einer Stellungnahme, Apples „Schutz der Privatsphäre für Kinderschänder“ sei „absolut unverzeihlich“. Der Konzern verweigere das moralisch richtige Vorgehen und lasse es zu, dass durch die Speicherung und Verteilung dieses Materials Opfer retraumatisiert würden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Meta meldet mehr
Die Klage führt unter anderem interne E-Mails von Apple auf, in denen Mitarbeiter schreiben, iCloud sei „die größte Plattform für die Verteilung von Kinderpornografie“. Aufgeführt wird zudem die Tatsache, dass Apple deutlich weniger Meldungen gegenüber den CSAM-Meldestellen in den USA macht als etwa Meta. Allerdings handelt es sich dabei um offene soziale Medien, während iCloud Privatinhalte vorhält.
2021 hatte Apple versucht, neue Schutzmaßnahmen gegen CSAM umzusetzen. Damals war geplant worden, Fotos direkt auf dem iPhone auf solches Material zu scannen. Der Konzern hatte ein seiner Ansicht nach datenschutzfreundliches Modell entwickelt, doch es gab massive Proteste von Bürgerrechtlern und Datenschutzaktivisten. Daraufhin kam es zu einem Rollback. McCuskey will nun, dass eine solche Funktion wieder eingeführt wird.
Thema Chatkontrolle
Die Klage in West Virginia ist nicht das einzige Vorgehen gegen Apple auf diesem Gebiet. So läuft seit 2024 eine US-Sammelklage gegen Apple, die dem Konzern Untätigkeit gegen CSAM vorwirft. Druck gibt es auch in der Europäischen Union. Hier war versucht worden, die sogenannte Chatkontrolle zu implementieren, bei der in WhatsApp, iMessage und Co. vorab Inhalte vor dem Versand auf CSAM geprüft werden sollten. Auch hier gab es Proteste, da es jederzeit möglich wäre, auch auf anderes Material zu prüfen und Nutzer ihre Privatsphäre beeinträchtigt sahen.
Das Thema ist allerdings noch immer nicht vom Tisch. Apple hat sich zur Klage in West Virginia, bei der hohe Strafzahlungen drohen könnten, bislang nicht geäußert. McCuskey argumentiert unter anderem, dass Apple eben kein „unwissender, passiver Weitergeber” von CSAM sei.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
Künstliche Intelligenz
c’t-Webinar: Vom Jira-Frust zur klaren Struktur und effizienten Teamarbeit
Jira kann viel und genau das bremst viele Teams aus. Überladene Masken, zu viele Optionen und unklare Abläufe führen schnell zu Frust. Statt zügig zu arbeiten, verzetteln sich Nutzer in Konfigurationen, legen Tickets doppelt an und verlieren Zuständigkeiten aus dem Blick. Dashboards liefern oft mehr Rauschen als Nutzen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Hier setzt das c’t‑Webinar an. Referent Przemyslaw Wesolka zeigt, wie Sie Jira gezielt einsetzen, ohne sich in Details zu verlieren.
Strukturen schaffen, statt Chaos verwalten
Im Mittelpunkt steht ein schlankes Setup. Sie lernen, wie Sie Projekte strukturiert anlegen, passende Tickettypen definieren und reale Abläufe in Workflows abbilden. Statt Funktionsfülle zählt, was im Alltag trägt. Wiederkehrende Vorgänge wie Supportfälle oder Freigaben lassen sich sauber darstellen, Automatisierungen nehmen Routinearbeit ab und senken die Fehlerquote.
Viele Nutzer kennen das Problem, dass Jira Daten sammelt, aber auf den ersten Blick wenig Übersicht bietet. Der Referent erklärt, wie Sie mit Filtern und Dashboards genau die Informationen sichtbar machen, die Ihr Team wirklich braucht.
Hintergründe verstehen, Abläufe anpassen
Das dreistündige Webinar richtet sich an Fachkräfte, die Jira im Unternehmen einsetzen und ihre Teams besser steuern wollen. Sie benötigen nur einen aktuellen Webbrowser. Fragen klären Sie während der Veranstaltung im Chat, im Anschluss steht eine Aufzeichnung bereit.
Die Veranstaltung findet am 15. April 2026 von 14 bis 17 Uhr statt und kostet 95,00 Euro. Weitere Informationen und Details zur Anmeldung finden Sie auf der Seite zum c’t-Webinar.
Weiterlesen nach der Anzeige
(abr)
Künstliche Intelligenz
Artemis II: Fotos (auch) vom iPhone 17 Pro Max – von der Erde und dem Mond
Die vier Astronauten, die derzeit auf der Artemis-II-Mission zum Mond sind (und am Freitag zurück auf der Erde erwartet werden), haben auch aktuelles Foto-Equipment dabei. Neben einer Nikon Z9, D5 und einer GoPro Hero4 sind es auch insgesamt vier iPhone-17-Pro-Max-Geräte, wie Galerien auf der NASA-Website sowie Flickr zu entnehmen ist. Zu den iPhone-Aufnahmen zählt etwa eine ikonische Aufnahme mit der Erde im Hintergrund sowie Bilder vom Mond selbst – letzteres wurde auch über den NASA-Livestream verbreitet, wo man sehen kann, wie das Bild samt Apples Dynamic Island geschossen wurde.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weltraum-PR dank iPhone
Die NASA hatte im Februar mitgeteilt, dass die Mannschaft von Artemis II „die neuesten Smartphone“ an Bord haben werde – zudem die Crew-12-Mission von SpaceX und weitere Missionen. Das iPhone sei erstmals für eine Verwendung im Orbit und darüber hinaus „vollständig von der Weltraumbehörde qualifiziert“ worden, hieß es. Zuvor hatten NASA-Astronauten ihre persönlichen Smartphones nicht ins All mitnehmen dürfen, diverse andere Kameras waren aber erlaubt.
Welche Modelle mitgenommen werden, war zunächst unklar, nun hat sich gezeigt, dass es die aktuell teuersten und besten iPhones sind. Das iPhone 17 Pro Max war im Herbst 2026 erschienen. Der NASA geht es bei der Smartphone-Verwendung explizit darum, dass die Astronauten auch für sich selbst und ihre Familien Schnappschüsse anfertigen können – unter der Hoffnung, dass diese Bilder und Videos dann mit der Welt geteilt werden, also eine Art Weltraum-PR.
Artemis II soll am Freitag zurück sein
Die Mission Artemis II ist für die nächsten Tage vorgesehen. Bis dahin ist der Vorbeiflug am Mond – der Erste seit 1972 – abgeschlossen und die Rückkehr eingeleitet. Die Weltraumkapsel Orion soll dann am 10. April wieder auf der Erde landen – beziehungsweise an Fallschirmen zum Ozean schweben. Eine Landung auf dem Mond ist mit Orion nicht möglich.
Eine solche ist erst für weitere Missionen geplant. Artemis II hatte allerdings bereits einen neuen Rekord erreicht: Kein Mensch war jemals weiter von der Erde entfernt als die vier Besatzungsmitglieder. Damit wurde ein Weltraumrekord von 1970 gebrochen, jener der berühmten Apollo-13-Mission.
Weiterlesen nach der Anzeige
Unser Liveticker zu Artemis II
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Inhalt geladen.
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Microsoft ändert Löschverhalten von OneDrive
Die Cloudspeicher-Software OneDrive von Microsoft soll sich künftig anders verhalten, wenn Dateien in der Cloud gelöscht werden. Sie tauchen dann nur noch im Web-Papierkorb von OneDrive oder SharePoint auf.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das hat Microsoft im Microsoft-365-Admin-Center angekündigt (MC1269861, Kopie bei merill.net). Ab Mai 2026 will Microsoft die Verhaltensänderung weltweit einführen und die Verteilung bis Ende des Monats abgeschlossen haben. Dateien, die in OneDrive in der Cloud gelöscht werden, tauchen danach nicht mehr im lokalen Papierkorb auf. Sie lassen sich aus dem OneDrive- oder SharePoint-Web-Papierkorb wiederherstellen.
Lokale Löschvorgänge bleiben davon unberührt, erklärt Microsoft weiter. Admins müssen nichts machen, jedoch empfehlen die Redmonder, dass sie die Nutzer und Nutzerinnen in ihrer Organisation über den neuen Wiederherstellungsprozess informieren sollten.
Bessere Performance und Berechenbarkeit
Als Grund für die Änderung gibt Microsoft an, dass dadurch die Synchronisationsgeschwindigkeit und Vorhersehbarkeit des OneDrive-Verhaltens verbessert würden. Es handelt sich dabei um eine Änderung, wie aus der Cloud initiierte Löschvorgänge lokal gehandhabt werden. Wenn lokal verfügbare Dateien auf einem Gerät in der Cloud gelöscht werden, tauchen sie nicht mehr im lokalen Papierkorb von macOS oder Windows auf. Eine Wiederherstellung ist dann aus dem Web-Papierkorb von OneDrive oder SharePoint möglich – standardmäßig für bis zu 93 Tage.
Keine Änderungen gibt es bei Dateien, die ausschließlich in der Cloud liegen (Files On-Demand). Dateien, die lokal auf dem Gerät gelöscht werden, tauchen jedoch weiterhin im lokalen Papierkorb auf. Für diese Änderung stellt Microsoft keine Einstellungen oder gar ein Opt-Out bereit.
Wer mehr Kontrolle über den eigenen Cloudspeicher möchte, kann sich etwa Nextcloud ansehen. Der damit aufgesetzte Netzspeicher lässt sich zudem mit diversen nützlichen Apps erweitern.
Weiterlesen nach der Anzeige
(dmk)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateneHealth: iOS‑App zeigt Störungen in der Telematikinfrastruktur
-
Entwicklung & Codevor 4 WochenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
