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Europäische Strafverfolger zerschlagen Phishing-Plattform | heise online


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Eine von Europol koordinierte internationale Strafverfolgungsaktion hat die Phishing-Plattform Tycoon2FA außer Gefecht gesetzt. Dabei wurden 330 Domains, die die Kerninfrastruktur des kriminellen Dienstes bildeten, darunter Phishing-Seiten und Kontrollpanels, abgeschaltet, heißt es in einer von der europäischen Polizeibehörde veröffentlichten Mitteilung. Die Aktion wurde von Strafverfolgungsbehörden in Lettland, Litauen, Portugal, Polen, Spanien und Großbritannien sowie Akteuren des Privatsektors, darunter Cloudflare, Coinbase oder Trend Micro, in enger Zusammenarbeit unter der Koordination des Europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (EC3) von Europol durchgeführt.

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Tycoon 2FA war mindestens seit August 2023 aktiv und zählte laut Europol zu den größten Phishing-Operationen weltweit. Die Plattform wurde demnach von Tausenden Cyberkriminellen genutzt, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu umgehen und ihnen unbemerkten Zugriff auf E-Mail- und Cloud-basierte Dienste zu ermöglichen. „Die Plattform generierte monatlich zig Millionen Phishing-E-Mails und ermöglichte den unbefugten Zugriff auf fast 100.000 Organisationen weltweit, darunter Schulen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen“, schreibt Europol.

Laut dem Tech-Portal Bleeding Computer wurden Tycoon2FA-Abos über den Telegram-Messenger zehn Tage Zugriff für 120 US-Dollar angeboten. Dies habe die Hürde, ausgeklügelte Angriffe zur Umgehung der MFA in großem Umfang durchzuführen, für weniger erfahrene Kriminelle deutlich gesenkt, so das Portal weiter.

„Die Plattform von Tycoon2FA ermöglichte es Angreifern, sich als vertrauenswürdige Marken auszugeben, indem sie Anmeldeseiten für Dienste wie Microsoft 365, OneDrive, Outlook, SharePoint und Gmail imitierten. Sie erlaubte es Angreifern außerdem, sich dauerhaft einzunisten und auf sensible Informationen zuzugreifen, selbst nachdem Passwörter zurückgesetzt wurden, sofern aktive Sitzungen und Token nicht explizit widerrufen wurden“, erklärte Microsoft am Mittwoch in einem Blogeintrag. „Dies funktionierte, indem während des Authentifizierungsprozesses generierte Sitzungs-Cookies abgefangen und gleichzeitig die Benutzerdaten erfasst wurden. Die 2FA-Codes wurden anschließend über die Proxy-Server von Tycoon2FA an den Authentifizierungsdienst weitergeleitet.“

Die Ermittlungen begannen, nachdem Trend Micro Informationen bereitgestellt hatte. Diese Informationen verbreitete Europol über seine EC3-Beratungsgruppen und operativen Netzwerke. Dies wiederum habe die Entwicklung einer koordinierten Einsatzstrategie ermöglicht, so das Europäische Polizeiamt. Später arbeiteten Microsoft und Trend Micro eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen und stellten technisches Fachwissen sowie Infrastrukturanalysen bereit.

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(akn)



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CPU-Markt schrumpft, aber x86-Anteil von AMD und ARM-Anteil wachsen


Die gute Nachricht zuerst: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Verkaufszahlen von Serverprozessoren um rund 10 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings sanken die verkauften Stückzahlen von Prozessoren für Notebooks, Desktop-PCs, Spielkonsolen und Embedded Systems (Internet of Things, IoT). Das meldet das Marktforschungsunternehmen Mercury Research.

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AMD konnte seinen Marktanteil an allen x86-Prozessortypen im Jahresvergleich von 27,1 Prozent auf 32,6 Prozent auf Kosten von Intel weiter deutlich steigern, also um 5,6 Prozentpunkte.

Marktanteile AMD an x86-Prozessoren (Quelle: Mercury Research)
Kategorie Q1/26 Q4/25 Q1/25
Server 33,2 % 28,8 % 27,2 %
Desktop-PC 33,2 % 36,4 % 28,0 %
Notebooks 28,3 % 26,0 % 22,5 %
x86-Gesamt* 32,6 % 31,4 % 27,1 %
*einschließlich IoT, Embedded Systems, Spielkonsolen

Die Segmente entwickelten sich aber unterschiedlich: Bei Servern beispielsweise wuchs der AMD-Anteil noch stärker, nämlich um 6 Punkte auf nun 33,2 Prozent. Bei Desktop-PCs legte AMD im Jahresvergleich hingegen nur um 5,1 Punkte auf ebenfalls 33,2 Prozent zu, musste gegenüber dem vierten Quartal 2025 aber einen Rückgang hinnehmen.

Als Grund dafür nennt Mercury Research die außergewöhnliche Entwicklung: Wegen der sich verschärfenden RAM-Knappheit hatten viele PC-Hersteller Ende 2025 größere Vorräte beschafft, auch bei Prozessoren. Und im Jahresvergleich brachen die Verkaufszahlen bei Desktop-PC-Prozessoren im Q1/2026 besonders stark ein, nämlich um 20 Prozent.

Absolute Zahlen nennt Mercury Research in seinen kostenlosen Veröffentlichungen nicht.

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Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren steigen, weil agentische KI-Systeme im Trend liegen und von hoher CPU-Performance profitieren.

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Wegen der hohen Nachfrage nach Serverprozessoren hat Intel Produktionskapazitäten dorthin verlagert. Das führt im Gegenzug zu Knappheiten bei bestimmten Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks.

Die Firma Mercury Research betont, dass sie keinen so detaillierten Einblick in die Verkaufszahlen von Notebookprozessoren mit ARM-Technik hat wie bei x86-Chips.

Den Marktanteil von ARM-Chips an den Client-Rechnern schätzt Mercury Research auf nun 14,4 Prozent, ein sequenzielles Wachstum um 0,5 Prozentpunkte. Eingeschlossen sind dabei auch Apple MacBooks und Google Chromebooks. Separate Zahlen für den Marktanteil der Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm für Windows-11-Notebooks weist Mercury Research bisher nicht öffentlich aus.

Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren mit ARM-Kernen haben sich laut Mercury Research im Jahresvergleich ungefähr verdoppelt, vor allem weil Nvidia sehr viele „Grace“-Prozessoren in den KI-Systemen Blackwell NVL72 verkauft hat. Dennoch wuchs der Anteil von ARM-Serverprozessoren am gesamten Markt moderat auf nun 13,2 Prozent, weil auch die Stückzahlen von x86-Prozessoren deutlich stiegen.


(ciw)



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NASA beendet Maven-Mission offiziell | heise online


Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) hat die Mission der Marssonde Maven für beendet erklärt. Der Kontakt zu der Sonde brach vor einem halben Jahr ab und konnte nicht wiederhergestellt werden.

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In einer knapp 40 Minuten langen Online-Konferenz gab die NASA das Ende der Mission bekannt. Die Sonde, deren Abkürzung für Mars Atmosphere and Volatile Evolution, hat die obere Atmosphäre des Mars erforscht. Daneben diente sie Relais für die Kommunikation mit den Marsrovern.

Den letzten Kontakt mit der Sonde habe es am 6. Dezember 2025 gegeben, erzählte Maven-Projektmanager Mike Moreau. Danach sei die Sonde hinter dem Mars verschwunden. Als sie etwa eine halbe Stunde später wieder hervorgekommen sei, sei kein Kontakt mehr möglich gewesen.

Das NASA-Team versuchte auf verschiedene Arten, wieder Kontakte mit Maven aufzunehmen. „Leider waren alle diese Versuche, die Kommunikation wiederherzustellen, erfolglos“, sagte Moreau. Es gelang lediglich einige Stunden später, einige Telemetriedaten zu empfangen. Daraus ließ sich rekonstruieren, dass die Sonde in Trudeln geraten war. Sie drehte sich demnach 2,7 Mal in der Minute. Normalerweise ist die Position einer Sonde stabil.

Die Folge sei gewesen, dass die Solarpaneele nicht mehr auf die Sonne ausgerichtet gewesen seien und die Sonde ihre Akkus nicht mehr habe laden können. Diese hätten sich „über einen Zeitraum von mehreren Stunden entladen“, was dazu geführt haben, „dass das Kommunikationssystem schließlich keinen Strom mehr hatte und das Raumfahrzeug in einen nicht mehr wiederherstellbaren Zustand geriet.“

Die NASA ist noch dabei, die Fehlerursache zu ermitteln. Moreau wollte sich dazu aber nicht äußern. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich in einigen Monaten vorliegen.

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Maven startete im November 2013 und erreichte im September 2014 den Mars. Die Primärmission war auf ein Jahr angesetzt. 2025 war die Sonde laut Moreau in der sechsten Verlängerung ihrer Mission.

Die Aufgabe von Maven war die Erforschung der Marsatmosphäre. Das Hauptziel der Mission habe darin bestanden, herauszufinden, weshalb die Atmosphäre verschwunden ist, sagte Shannon Curry, wissenschaftliche Leiterin der Mission. Die Marsatmosphäre, die früher so dicht war wie die Erdatmosphäre, ist heute nur noch sehr dünn.

Mithilfe von Maven fanden die Forscher heraus, dass der Sonnenwind und die Strahlung der Sonne der Grund für den Großteil des Verlusts waren. „Wir haben heute ein besseres Verständnis des atmosphärischen Entweichens auf dem Mars als auf jedem anderen Planeten, einschließlich der Erde“, resümierte Curry.

Neben ihrer wissenschaftlichen Mission war Maven ein wichtiges Relais für die Kommunikation mit den Rovern auf der Marsoberfläche, aber nicht das einzige. Es stehen noch vier weitere Relaisstationen zur Verfügung – Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter der NASA sowie die europäischen Sonden Mars Express und Trace Gas Orbiter.

Seit dem Ausfall komme es allerdings „gelegentlich zu leichten Verzögerungen“, weil jetzt weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um die wissenschaftlichen Daten zu übertragen, sagte Tiffany Morgan, Leiterin des Mars-Erkundungsprogramms der NASA. Im Betrieb der Rover habe es kleine Änderungen gegeben, ergänzte NASA-Manager Greg Heckler. „Aber wir erwarten kein wissenschaftliches Defizit.“


(wpl)



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Fotofilter im Check: Was Polfilter & Co. besser können als Photoshop


Polfilter, Graufilter, Verlaufsfilter – das Zubehör eines Landschaftsfotografen kann schnell mehrere Hundert Euro kosten und das Rucksackgewicht spürbar erhöhen. Gleichzeitig bieten Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom, Photoshop und die Nik Collection digitale Werkzeuge, die viele Filtereffekte am Bildschirm nachahmen können. Die Frage, ob physische Glasfilter in der digitalen Fotografie noch eine Berechtigung haben oder durch Software ersetzbar sind, gehört zu den Dauerdebatten unter Landschaftsfotografen – und die Antwort fällt je nach Filtertyp sehr unterschiedlich aus.

In diesem Beitrag nehme ich sechs gängige Filtertypen systematisch unter die Lupe: UV-, Pol-, Grau-, Verlaufs-, Diffusions- und Lichtverschmutzungsfilter. Ich erkläre die Funktionsweise jedes Filters, prüfe den praktischen Nutzen und zeige konkret, wie sich der Effekt in Lightroom, Photoshop oder der Nik Collection nachbilden lässt – jeweils mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Grundlage sind 20 Jahre Erfahrung in der professionellen Landschaftsfotografie.

Dabei zeigt sich: Manche Filter leisten physikalisch Dinge, die keine Software nachbilden kann, bei anderen hat die digitale Alternative das Glas in Flexibilität und Präzision längst überholt. Und bei einigen Filtertypen liefert die Praxis ein Ergebnis, das überraschen dürfte – auch erfahrene Fotografen. Der Vergleich mündet in konkrete Empfehlungen, was ins Gepäck gehört und was man sich künftig sparen kann.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fotofilter im Check: Was Polfilter & Co. besser können als Photoshop“.
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