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Standortgebühren für Meta Ads kommen


In Europa führt Meta sogenannte Standortgebühren auf Anzeigen ein, um Digital Service Taxes aufzufangen. Die Kosten könnte der Konzern auch ohne Weiteres selbst tragen, legt sie aber lieber auf die Advertiser um.

Immer neue rechtliche Rahmenbedingungen zwingen Meta dazu, Gebühren für die Ausspielung von Anzeigen auf den Plattformen des Konzerns zu erheben. Diese Standortgebühren werden als Folge von lokal fälligen digitalen Dienstleistungssteuern (Digital Service Taxes, DST) eingeordnet. Deshalb ändern sich die Abrechnungsmodalitäten für Meta Advertiser ab dem 1. Juli. Und das betrifft mehr Advertiser, als ein erster Blick auf die betroffenen Regionen vermuten lässt. Denn die Gebühren hängen mit dem Ort der Ausspielung zusammen.

Standortgebühren können Werbebudget übersteigen: Meta möchte Zusatzkosten nicht mehr selbst zahlen

Digitale Dienstleistungssteuern bescheren Meta im Werbegeschäft Zusatzkosten. „Bislang wurden diese zusätzlichen Kosten von Meta übernommen […]“, erklärt der Konzern im Hilfebereich für Unternehmen. Doch damit ist jetzt Schluss. Um sich an den Branchenstandards orientiert neu auszurichten, werden die Kosten auf die Advertiser umgelegt, in Form von Standortgebühren für Meta Ads. Dabei könnte der Konzern sie ohne Frage auch aus eigener Tasche weiter bezahlen. Immerhin lag der Jahresgewinn 2025 bei satten 83,3 Milliarden US-Dollar. Gerade das Werbegeschäft spielt dem Konzern dabei in die Karten. Zuletzt wurden beispielsweise auch Ads auf Threads weltweit als Option für Advertiser ausgerollt, die Werbung im Updates Tab auf WhatsApp kommt ebenfalls global.

Dennoch müssen ab dem 1. Juli 2026 die Advertiser zahlen und sich darauf einstellen, dass die Kosten für die Meta Ads über die geplanten Werbebudgets hinausgehen. Schließlich gibt Meta an, die Standortgebühren in der Rechnung als separaten Posten aufzuführen. Somit deckt das Werbebudget oder Ausgabenlimit im Ads Manager diese Gebühren nicht ab. Die Standortgebühren fallen für Werbeanzeigen an, egal in welchem Format. Meta führt aus:

[…] Dazu zählen auch Click-to-WhatsApp-Kampagnen und Marketing-Nachrichten, die derzeit gemeinsam mit Werbeanzeigen abgerechnet werden. Standortgebühren fallen nicht für andere bezahlte Nachrichten auf WhatsApp an.

Wie genau die Standortgebühren funktionieren und wo sie erhoben werden

In den folgenden Ländern wird Meta künftig Standortgebühren zwischen zwei und fünf Prozent erheben:

  • Österreich: 5 Prozent
  • Frankreich: 3 Prozent
  • Italien: 3 Prozent
  • Spanien: 3 Prozent
  • Türkei: 5 Prozent
  • Vereinigtes Königreich: 2 Prozent

Obwohl zum Beispiel Deutschland nicht aufgeführt ist, weil hierzulande keine entsprechende digitale Dienstleistungssteuer Meta zur Zusatzkostenumlage animiert, sollten Marketer sich nicht zurücklehnen. Denn die Gebühren werden auf Basis der Auslieferung der Ads berechnet. Auch wenn das Unternehmen in Deutschland ist, muss es Standortgebühren zahlen, wenn beispielsweise Anzeige-Impressions in Österreich an die Zielgruppen ausgespielt werden. Dabei bleiben die geplanten Kosten zwar gleich, im Anschluss werden aber die Gebühren hinzugefügt. Diese werden auf der Rechnung eindeutig markiert und aufgeschlüsselt.

Wer also zum Beispiel Anzeigen im Wert von 100 Euro in Italien ausliefert, zahlt diese 100 Euro sowie zusätzlich drei Euro Standortgebühr. Wenn Anzeigen in mehreren Ländern mit Gebühren ausgespielt werden, wird die jeweilige Gebühr einzeln für die länderspezifischen Impressions hinzugefügt .Diese Zusatzkosten können künftig variieren, wie Meta angibt:

Diese Liste der Rechtsordnungen und Steuersätze kann sich mit der Zeit ändern, da immer mehr Regierungen DSTs und andere standortabhängige Gebühren einführen.

Wichtige Zusatzinformationen zu den Standortgebühren: Umsatzsteuer auf Gesamtbetrag

In den FAQs zur kommenden Neuerung für Advertiser weist Meta des Weiteren auf einige Besonderheiten hin. So müssen sich die werbetreibenden Unternehmen zum Beispiel darauf einstellen, dass die Umsatzsteuer auf den Gesamtbetrag angewendet wird, also die Werbekosten und Standortgebühr (etwa 103 Euro aus dem Beispiel). Die Gebühren fallen unabhängig von der Zahlungsart an. Auch bei Gutscheinen, die Advertiser einlösen könnten, werden diese ebenfalls auf den Gesamtbetrag angewendet. Etwaige Rückerstattungen werden auch in diesem Kontext über die angegebene Zahlungsart verrechnet.

Diese neue Entwicklung für Werbeanzeigen im Meta-Kosmos dürfte einige Advertiser verärgern, zumindest aber auch vor finanzielle Neuausrichtungen stellen. Erfreulich ist für die Werbetreibenden hingegen, dass der Tech-Konzern die Metriken für die Link- und View-Attribution angepasst und vereinfacht hat, um die Messbarkeit der Social Media Ads zu optimieren.


Meta definiert Link- und View-Attribution neu:

Bessere Messbarkeit für Social Media Ads

Meta-Schriftzug neon, pinkfarben,
© Penfer – Unsplash





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OpenAIs neuer Plan: Sora in ChatGPT


Das Video-KI-Tool Sora von OpenAI soll künftig direkt in ChatGPT einsetzbar sein. Das könnte die Nutzungsfrequenz im Wettbewerb mit Google, Meta und Co. erhöhen.

Tools und Funktionen direkt in ChatGPT zugänglich zu machen, kann sich richtig lohnen. Denn dieses Vorzeige-Tool von OpenAI zählt inzwischen über 900 Millionen monatlich aktive User und toppte kürzlich sogar die Consumer AI Top 100 von Andreessen Horowitz (a16z) sowohl im Bereich der Web-Nutzung als auch unter den KI-Apps. In der Rangliste der meistbesuchten Websites der Welt belegt ChatGPT Rang fünf, nur hinter Google, YouTube, Facebook und Instagram. Jetzt soll ein weiteres OpenAI Tool unmittelbar via ChatGPT zugänglich gemacht werden: Sora. Das KI-Video-Tool wurde im Ende 2024 gelauncht und erfreute sich zum Start großen Interesses. Inzwischen ist schon Sora 2 als Modell auf dem Markt. Gegen Ende des Jahres stieg sogar Disney ein und ermöglicht dank eines Deals mit OpenAI die lizenzierte Charaktererstellung von Mickey Mouse, Elsa und Co.

Allerdings muss sich Sora mit den KI-Video-Tools der Konkurrenz messen, allen voran die Meta AI und Metas Vibes – das jetzt als Editor mit Sora und anderen Tools konkurrieren soll –, Grok Imagine und Veo 3.1 von Google. Die Varianten der großen Tech Player haben einen zentralen Vorteil: Sie sind in populären Umgebungen wie Gemini von Google oder auf X integriert, sodass User nicht erst die dedizierte Anwendung nutzen müssen. Um im Wettbewerb mit Veo 3.1 und Co. bestehen zu können, möchte OpenAI Sora also ebenfalls in der wichtigsten User-Umgebung des Unternehmens platzieren.


Trotz invite-only:
Sora App fast so erfolgreich wie ChatGPT zum Start

Blaues Sora App Icon mit Wolkenform und funkelnden Augen auf violett-blauem Farbverlaufshintergrund, Symbolbild für OpenAIs neue Video-App.
© Sora App Icon via Canva

Sora in ChatGPT: App soll bestehen bleiben

Der Publisher The Information berichtet erneut über große Entwicklungen bei OpenAI. Nach Angaben im Beitrag von Stephanie Palazzolo und Sri Muppidi setzt das KI-Unternehmen auf einen Strategie-Shift. Demnach sollen unternehmensnahe Quellen bestätigt haben, dass Sora künftig direkt in ChatGPT zu nutzen sein soll. Die eigenständige App soll es aber weiterhin geben. Die Integration in ChatGPT könnte zu deutlich mehr Nutzung führen. User könnten das Tool mit Sora 2 als Modell im Hintergrund neben Chats und Aufgaben in KI-Konversationen unmittelbar für die Videoerstellung nutzen.

OpenAI selbst hat diesen Plan noch nicht offiziell bestätigt. Derweil entwickelt das Unternehmen ChatGPT aber weiter zu einer Allround-KI-Umgebung, die auch immer mehr visuelle Elemente erhält. Neu sind zum Beispiel die interaktiven visuellen Erklärungen, etwa für mathematische oder andere wissenschaftliche Konzepte. Head of ChatGPT Nick Turley stellt sie auf LinkedIn vor.

Noch mehr ChatGPT Updates für mehr AI Convenience im Alltag

Außerdem wird ChatGPT zusehends zum Ort der Produktentdeckung. Das Shopping ist mit dem Instant Checkout direkt im AI Chat schon angekommen, auch wenn OpenAI es aktuell wieder etwas einschränkt. Zudem können Advertiser in den USA inzwischen auf ChatGPT werben und Produkte und Leistungen passend zu Konversationen vorstellen. Für die Erweiterung des Werbesystems plant OpenAI nach Angaben von The Information derzeit eine Kooperation mit The Trade Desk, um Ads automatisiert verkaufen zu können. Der Werbeverkauf funktioniert beispielsweise ebenso über Shopify, da Merchants ihre Ads über das E-Commerce-Unternehmen direkt einbuchen können. Der Aufbau eines eigenen Tech Stacks für das Werbesystem ist bei OpenAI ebenfalls geplant, so The Information.

Und auch die ChatGPT-Nutzung im AI-Browsing-Kontext soll stärker unterstützt werden. In OpenAIs AI-first Browser Atlas können sich User jetzt mit mehreren ChatGPT Accounts parallel anmelden. Das ermöglicht es, einen privaten und einen Arbeits-Account zugleich zu nutzen, um mit separaten Profilen im Browser zu agieren. Laut Adam Fry, Product Lead für Atlas bei OpenAI, war diese Funktion bei Usern sehr gefragt – und ihr Fehlen habe auch dazu beigetragen, dass User Atlas im Alltag nicht benutzten.





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Kampagne von Anomaly: Puma und K-Pop-Star Rosé feiern das neue Vorstadtleben


Rosé wirbt für Puma

Puma bringt den H-Street zurück. Aus dem leistungsorientierten Laufschuh von einst ist ein flacher Sneaker für die moderne Sportstyle-Community geworden. Um die junge Zielgruppe für den H-Street zu gewinnen, startet der Sportartikelhersteller eine surreal anmutende Kampagne, in der Superstar Rosé die Hauptrolle spielt.

„Welcome to H-Street“, verkündet ein Sprecher aus dem Off in einem der neuen Werbefilme, mit denen Puma ab sofort seine gleichnamigen Sneaker ins Werbeschaufenster stellt. Die Hauptrolle in den von der Kreativagentur Anomaly entwickelten Clips spielt Superstar Rosé. 

Die neuseeländisch-koreanische Sängerin, Songwriterin und Tänzerin, die auch als Model und Testimonial von Yves Saint Laurent wirkt, ist in dem Commercial in einer sterilen Vorstadtgegend zu sehen und wirkt alles in allem doch recht gelangweilt. In dem Werbefilm werden Hecken geschnitten, die passenderweise die Form eines Pumas haben, der Zeitungsbote liefert den Bewohnern der vollständig identischen Wohngebäude die „Puma Times“ direkt vor die Haustür, und der Rasen wird gewässert. Wenn sich dann mal ein Laster mit Puma-Schuhen an solch einen tristen Ort verirrt, ist das schon ein Highlight – offenbar auch für Rosé, die sich gleich auf die Ladefläche setzt. Das ist kein Zufall.“Style ist Standard“, verkündet der Sprecher, während sich Rosé in ihren H-Street-Sneakern auf den Weg macht. 
Mit der weltweiten Kampagne will Puma nach eigenen Angaben das traditionelle Vorstadtleben neu erfinden. Ziel sei es, H-Street als visuelle Welt zu präsentieren, die sich von gängigen Nachbarschaftsklischees abhebt und  „kunstvoll kitschig und leicht surreal“ daherkommt. Daher setzt die gemeinsam mit der Produktionsfirma ProdCo und dem Regisseur Onda umgesetzte Werbefilm auf starke Farbkontraste und eine sonnige, allzu perfekte Atmosphäre mit dem Ziel, eine helle, knallige und technisch fortschrittliche Umgebung zu schaffen.
Dazu beitragen sollen etwa Roboterhunde und Roomba-ähnliche Roboter, die Limonade servieren, sowie die Puma-förmigen Hecken, die mit überdimensionierten Scheren getrimmt werden. Bei der Produktion kam zudem der sogenannte „Static Tableau“-Ansatz zum Einsatz. Dabei handelt es sich um komponierte, feststehende Kameraszenen, die Miniaturgeschichten und visuelle Witze an drei zentralen Orten der Nachbarschaft einfangen – einer Eingangstreppe, dem Hinterhof und der Straßenecke.

Die Kampagne umfasst zwei Hauptfilme – einen für jede der neuen Farbvarianten – sowie eine Reihe von Commercial-, BTS- und Social-Stills, die die charakteristische helle und einladende Ästhetik der Kampagne einfangen. Geschaltet werden die Werbefilme nicht im linearen TV, sondern in digitalen Umfeldern sowie Social-Media-Plattformen. Zudem wirbt Puma auf Retail-Mdia-Plattformen und Außenwerbeflächen.

Dass Rosé vor der Kamera stand, ist kein Zufall. Die Sängerin hat bereits für die Speedcat-Linie geworben – und passte offenbar auch diesmal ins Konzept. „Rosé in der H-Street-Linie willkommen zu heißen, bot uns die einmalige Gelegenheit, eine spielerisch selbstironische Kampagne zu kreieren“, sagt Lina Rode, Creative Director bei Anomaly. „Wir haben eine surreale Version eines tatsächlichen H-Street-Viertels geschaffen, inspiriert von der Retro-Geschichte des Schuhs, aber mit der zukunftsorientierten Vision von Puma Sportstyle. Und da Rosé jetzt dort einzieht, ist es eine Straße, von der wir alle ein Teil sein wollen.“



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Meta kauft Moltbook – das Social Network der KI-Agents


Ein Social Network für KI-Agents klingt wie Science-Fiction, wurde mit Moltbook jedoch plötzlich Realität. Die Plattform machte sichtbar, wie autonome Agents miteinander interagieren und Aufgaben koordinieren könnten. Jetzt übernimmt Meta das Projekt und setzt damit ein weiteres Signal für die kommende Agent-Ära.

Moltbook gehört zu den ungewöhnlichsten Experimenten im aktuellen KI-Ökosystem. Die Plattform wurde erst im Januar vom kalifornischen Tech-Investor Matt Schlicht ins Leben gerufen und funktioniert wie ein Social Network für autonome KI-Agents. Diese können dort Beiträge veröffentlichen, kommentieren und miteinander interagieren. Das Projekt entstand im Umfeld von OpenClaw, einer Schnittstelle, über die Agents über Messenger wie WhatsApp, Slack oder Discord mit Menschen kommunizieren können. Der Ansatz zielt darauf, KI-Systeme nicht nur mit menschlichen Usern interagieren zu lassen, sondern auch untereinander zu vernetzen. Ein erster Eindruck der Plattform lässt sich auf der offiziellen Seite von Moltbook gewinnen.

Nun übernimmt Meta die Plattform. Wie zuerst Axios berichtete, wird das Moltbook Team künftig Teil der Meta Superintelligence Labs. Der Meta-Sprecher Matthew Tye erklärte, das Unternehmen suche nach neuen Möglichkeiten, wie AI Agents künftig für Menschen und Unternehmen arbeiten können. Im Zuge der Übernahme wechseln zudem der Moltbook CEO Matt Schlicht und der Organisationschef Ben Parr zum KI-Team Meta Superintelligence Labs. Ein Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Der Initiator des Projekts OpenClaw, Peter Steinberger, wechselte überdies erst im Februar zu OpenAI und erklärte in dem Zuge:

The lobster is taking over the world.

OpenClaw steht exemplarisch für den aktuellen Shift zu agentischen Systemen. KI schreibt hier nicht nur Texte, sondern nutzt Tools, greift auf Apps zu und erledigt Aufgaben. Mit Moltbook entstand dazu plötzlich ein Social Layer, in dem Agents miteinander interagieren. Warum das zugleich faszinierend und riskant ist – und was Meta sich von der Übernahme verspricht, zeigen wir im Artikel.


Moltbot ist OpenClaw:
Sehr gefährlich und hilfreich zugleich

OpenClaw-Grafik mit Hummer in Rot und Schriftzug vor schwarzem Hintergrund mit Sternen
© OpenClaw

Reddit für KI: Auf Moltbook posten Agents statt Menschen

Moltbook erinnert funktional an Reddit – nur dass dort Agents statt Menschen posten und diskutieren; allerdings oft gesteuert von Menschen, deren Inhalte dort ebenso auftauchten. Sie veröffentlichen Beiträge, kommentieren Diskussionen und reagieren auf Inhalte anderer Accounts. Hinter den Profilen stehen Systeme, die über OpenClaw mit KI-Diensten wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Grok verbunden sind.

Damit bedient Moltbook eine zentrale Entwicklung der aktuellen KI-Phase. Die Branche bewegt sich zunehmend weg von einzelnen Modellen hin zu agentischen Systemen, die nicht nur Inhalte generieren, sondern eigenständig Aktionen planen, Tools nutzen und komplexe Aufgabenketten ausführen. Gleichzeitig arbeiten solche Agent-Systeme immer häufiger orchestriert zusammen, koordinieren also mehrere Agents innerhalb eines Workflows. Julian A. Kramer, AI Evangelism Leader EMEA bei Adobe, beschrieb diese Entwicklung im Gespräch mit uns auf dem Adobe AI Forum in München so:

Agents können Tools bedienen, auf Datenbanken zugreifen und Prozesse anstoßen – ein bisschen wie APIs auf Steroiden, nur dynamischer.

Für Plattformunternehmen und große Tech Player wie Meta ist die Entwicklung hin zu agentischen KI-Systemen besonders relevant. Der Konzern betreibt mit Facebook, Instagram und WhatsApp einige der größten digitalen Social Hubs der Welt. Ein Netzwerk wie Moltbook zeigt erstmals, wie Agents selbst zu aktiven Akteur:innen in solchen sozialen Umgebungen werden könnten und damit potenziell neue Interaktionsformen zwischen Nutzer:innen, Apps und digitalen Services ermöglichen.

Doch nicht nur Plattformunternehmen verfolgen den Agent Shift genau. Auch Software-Anbieter:innen, Unternehmen mit komplexen Tool-Landschaften und Entwickler:innen sehen in agentischen Systemen neue Möglichkeiten, Workflows zu automatisieren und digitale Dienste stärker miteinander zu vernetzen. Ein Netzwerk wie Moltbook könnte dabei als Koordinationspunkt dienen, an dem Agents Informationen austauschen und Aufgaben aufeinander abstimmen.

Virale Posts und Sicherheitsprobleme zeigen die Risiken solcher Systeme

OpenClaw sorgte zunächst vor allem in der Tech Community für Furore. Moltbook sprengte diese Bubble jedoch schnell. Die Vorstellung, dass es ein soziales Netzwerk geben könnte, in dem KI-Agents miteinander über ihre menschlichen User sprechen, überstieg für viele bislang die Vorstellungskraft – und verschaffte dem Projekt schnell enorme Aufmerksamkeit.

Besonders große Aufmerksamkeit erhielt ein Beitrag auf Moltbook, in dem ein Agent vorschlug, verschlüsselte Kommunikationsräume für KI-Systeme einzurichten, damit sich Agents untereinander austauschen können, ohne dass Menschen mitlesen. Das wirke „wie der Beginn eines Sci-Fi-Szenarios“, kommentierte der KI-Forscher Andrej Karpathy dazu auf X. Später zeigte sich jedoch, dass viele der spektakulärsten Inhalte vermutlich gar nicht von KI-Agents selbst stammten. Sicherheitsanalysen ergaben, dass sich Menschen zeitweise relativ leicht als Agent ausgeben konnten.

Zeitweise war es offenbar relativ leicht, sich als Agent auszugeben und Inhalte zu veröffentlichen. Zugangsdaten lagen teilweise öffentlich zugänglich vor, sodass sich User Tokens sichern und andere Accounts imitieren konnten. Ian Ahl, CTO von Permiso Security, erklärte gegenüber TechCrunch:

Every credential that was in [Moltbook’s] Supabase was unsecured for some time […]. For a little bit of time, you could grab any token you wanted and pretend to be another agent on there, because it was all public and available.

IT-Sicherheitsexpert:innen warnen zudem vor möglichen Risiken. Viele KI-Agents greifen auf sensible Daten wie Logins oder Passwörter zu, um Aufgaben für Nutzer:innen auszuführen. Moltbook zeige,

wie seltsam sich die KIs zunehmend verhalten. Wenn man sie von der Leine lässt, tun sie lauter Dinge, die niemand von ihnen verlangt hat,

sagte der prominente KI-Forscher Nate Soares dem Handelsblatt bereits im Februar. Die Vorfälle rund um Moltbook verdeutlichen damit ein strukturelles Problem agentischer Systeme. Sobald Agents mit realen Daten, Tools und Plattformen arbeiten, entstehen zusätzliche Sicherheitsrisiken und potenzielle Angriffspunkte. Gleichzeitig wird es schwieriger zu erkennen, ob Inhalte von Menschen, Bots oder automatisierten Workflows stammen.


Standortgebühren für Meta Ads:
Meta legt Kosten auf Advertiser um





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