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Transrapid 2.0: Bundesverkehrsministerium plant Comeback für den ÖPNV


Deutschland und die Magnetschwebebahn: Das ist eine Geschichte, die irgendwo zwischen technologischer Euphorie, politischem Slapstick und tragischem Scheitern schwankt. Wer an das Schweben auf dem Magnetfeld denkt, hat die Bilder des Transrapids im Kopf, der mit 500 km/h durchs Emsland raste. Doch während der Transrapid als Fernverkehrshoffnung längst im Museum und in China gelandet ist, bereitet Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) nun hinter den Kulissen eine Rückkehr der Technologie vor – allerdings mit neuem Fokus.

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Unvergessen bleibt der rhetorische Höhepunkt der deutschen Magnetbahn-Historie: Edmund Stoibers legendäre Rede aus dem Jahr 2002. In einem verzweifelten Versuch, die Vorzüge einer Anbindung des Münchner Flughafens an den Hauptbahnhof zu preisen, verstieg sich der damalige bayerische CSU-Ministerpräsident in Sätze wie: „Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten, ohne dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am Hauptbahnhof in München starten Sie Ihren Flug.“ Die Vision, dass der Verkehrsknotenpunkt im Zentrum quasi zum Gate wird, scheiterte am Ende ebenso wie das Projekt selbst.

Die Vision von Schnieder zielt nun nicht mehr auf die Langstrecke zwischen Metropolen oder die Stoibersche Flughafen-Anbindung ab, sondern auf den täglichen Pendlerwahnsinn in den Städten. Die Magnetschwebebahn soll künftig im Personennahverkehr (ÖPNV) als ernsthafte Konkurrenz zu klassischen U-Bahnen und Straßenbahnen etabliert werden. Das Fundament für diese Pläne bildet eine Machbarkeitsstudie, die bereits Ex-Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) 2020 in Auftrag gegeben hatte.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung, die das Verkehrsressort weiter als valide Grundlage erachtet, sind eindeutig: Die moderne Magnettechnologie werde als „verfügbare und konkurrenzfähige Alternative zu klassischen spurgeführten Verkehrssystemen“ eingestuft, erklärte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der Rheinischen Post. Es gehe dabei nicht um eine bloße Wiederbelebung des alten Transrapid-Konzepts, sondern um eine neue Generation von Zügen, die technisch weitaus flexibler und effizienter agieren könnten als ihre Ahnen aus den Neunzigerjahren.

Der Sprecher hob insbesondere die Vorteile unter schwierigen topografischen Bedingungen hervor, bei denen das System herkömmlichen Bahnen überlegen sei.

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Ein entscheidender Vorteil der neuen Schwebebahnen liegt in ihrer baulichen Flexibilität. Da die Züge auf Stelzen, also „geständert“, geführt werden, lassen sie sich nach Einschätzung des Verkehrsressorts deutlich schneller realisieren als bodengebundene Schienensysteme, die oft langwierige Tunnelbauten oder massive Eingriffe in die bestehende Infrastruktur erfordern. Wo die klassische Straßenbahn an ihre Grenzen stößt und der U-Bahn-Bau Milliarden verschlingt, könnte der Transrapid 2.0 eine Lücke schließen, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch attraktiv ist.

Damit aus der technologischen Machbarkeit auch reale Infrastruktur wird, plant das Ministerium laut dem Bericht derzeit den entscheidenden Hebel auf politischer Ebene: die Öffnung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG). Bisher waren die Fördertöpfe primär für konventionelle Schienenprojekte reserviert. Durch eine Gesetzesnovelle sollen künftig auch innovative Ansätze wie Magnetschwebebahnen förderfähig werden. Das GVFG ermöglicht eine Finanzierung von bis zu 90 Prozent der Kosten durch Bundesfinanzhilfen. Bei einem aktuellen Budget von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr wäre das ein handfester Investitionsschub für mutige Kommunen.

Ein prominentes Beispiel für diesen alt-neuen Ansatz findet sich in der Hauptstadt. In Berlin werden seit Kurzem wieder Pläne für eine Magnetschwebebahn-Teststrecke vorangetrieben. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) lässt aktuell eine Verbindung prüfen, die das Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel – die heutige „Urban Tech Republic“ – mit dem Bahnhof Spandau verknüpft. Diese etwa fünf bis sieben Kilometer lange Strecke könnte eine bislang geplante Straßenbahn ersetzen und als Pilotprojekt für ganz Deutschland dienen.

Kritiker etwa von den Grünen sprechen von „unverantwortlicher“ Politik. Sie warnen vor einem „teuren Spielzeug“ sowie „Luftschlössern“ und erinnern an das Scheitern der Berliner M-Bahn am Potsdamer Platz. Doch Befürworter in Berlin wittern die Chance, technologische Pionierarbeit zu leisten. Die Strecke im Nordwesten der Metropole könnte ihnen zufolge zum Schaufenster für das werden, was Schnieder bundesweit forcieren will: Ein leises, emissionsarmes und platzsparendes Verkehrsmittel, das den ÖPNV ins 21. Jahrhundert katapultiert. Wenn die rechtlichen Hürden im GVFG erst einmal gefallen sind, könnte das Schweben über dem Asphalt – ganz ohne Stoibersche Sprachnot – doch noch zum gewohnten Anblick in deutschen Citys werden.


(nen)



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Liquid Glass: Neuer Regler soll Gemüter beruhigen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple will mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 alles besser machen: Statt großer Designänderungen und – außerhalb Siri AI – zahlreichen neuen Funktionen setzt der Hersteller auf Produktpflege. Das gilt insbesondere für den umstrittenen Liquid-Glass-Look, der mit macOS 26 eingeführt worden war: Er ist nun besser konfigurierbar und zurückgefahren worden. Manchen Fans des alten Designs geht das sogar zu weit, während andere sich freuen, dass die Betriebssysteme wieder lesbarer geworden sind.

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Dreh- und Angelpunkt ist ein neuer Regler, den es in allen drei neuen Betriebssystemen in den Systemeinstellungen gibt. Er befindet sich auf dem Mac im Menü Erscheinungsbild im Bereich Liquid Glass. Standardmäßig steht der Regler in der Mitte, dies soll der neue Standard sein. Er steht für eine Kombination aus Glaseffekt und vergleichsweise guter Lesbarkeit. Da die Darstellung ein Hintergrundbild aufweist, kann man den Look vor verschiedenen Darstellungen prüfen. Dreht man den Regler ganz nach links, ist der größte Durchsichtigkeitsgrad erreicht, ganz nach rechts werden die Designelemente zu Milchglas.

Der Unterschied zwischen der mittleren Position und der größten Durchsichtigkeit ist auf den ersten Blick je nach Hintergrund erstaunlich gering. Apple tendiert also weniger in Richtung „altes“ Liquid Glass als zuvor. Wer es besonders glasig mochte, könnte daher enttäuscht sein. Apple sollte erwägen, hier wieder mehr Durchsichtigkeit zu ermöglichen, da der Nutzer sie ja einstellen kann. Ob sich das in den kommenden Betas ändern wird, bleibt abzuwarten, aktuell gibt es nur allererste Developer-Previews und keine Public Betas. Letztere folgt im Juli.

Die Liquid-Glass-Änderungen ziehen sich durch die gesamten Betriebssysteme. Auf dem Mac ist das besonders deutlich, wo es wieder mehr Trennung zwischen Seitenleiste und Tab-Leiste gibt. Selbst die stark abgerundeten Fenster wurden zurückgefahren, der Radius ist sanfter und kehrt zum Look von Sequoia (macOS 15) zurück. Die zahllosen verwirrenden Menü-Icons, die Apple in macOS 26 ergänzt hatte, sind auf ein Mindestmaß zurechtgestutzt.

Geschraubt wurde an den App-Icons für alle Systeme, die etwas plastischer geworden sind. Die Seitenleisten auf dem Mac etwa im Finder sind nicht mehr nur einfarbig, was sie übersichtlicher macht. An diversen Stellen hat Apple auch an der Rendering-Engine geschraubt. Die soll etwa Icons besser absetzen. Einige Effekte wurden hingegen kassiert, etwa das Schimmern der iOS-Homescreen-Icons, wenn man das Gerät bewegt. Apples neue Betriebssysteme erscheinen im Herbst.

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(bsc)



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Schutz vor Sonnenstürmen: Satelliten sollen Schutzschild der Erde stärken


Ein halbes Dutzend Satelliten mit alkalischen Chemikalien könnte die Erde im Fall eines heftigen Sonnensturms vor den potenziell katastrophalen Folgen schützen – zu einem Bruchteil der Kosten. Das meint jedenfalls eine Forschungsgruppe aus den USA, die ihre Überlegungen jetzt vorgestellt haben. Die sehen vor, dass die Satelliten im Fall eines auf die Erde zielenden Sonnensturms Gas ablassen, das dann zu Plasma ionisieren würde. In der Folge würde es an den Rand der Magnetosphäre gedrückt, wo es die Folgen des Sonnensturms abschwächen würde. Dessen Intensität könnte dadurch halbiert werden, schreibt die Gruppe. Innerhalb von Stunden würde das Material dann von der Magnetosphäre „herausgespült“. In der Folge müssten die Satelliten durch neue ersetzt werden.

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Sonnenstürme oder magnetische Stürme sind Störungen der Magnetosphäre ausgelöst durch Schockwellen des Sonnenwinds, beispielsweise durch Sonneneruptionen. Die elektrisch geladenen Teilchen schwächen das Erdmagnetfeld, mit potenziell weitreichenden Folgen für unsere Technik. Die Partikel können moderne Infrastruktur im Weltall und auf der Erdoberfläche lahmlegen, betroffen wären beispielsweise Strom- und Kommunikationsnetze. Vor fünf Jahren hat eine US-Forscherin gewarnt, dass eine besonders starke Sonneneruption dramatische Folgen für die Internetinfrastruktur auf der Welt haben und eine „Internet-Apokalypse“ auslösen könnte.

Das Team um den Maschinenbauingenieur Brian Walsh von der Boston University versichert jetzt, dass die vorgeschlagene Methode nur zur Verfügung stehende Technik und Materialien benötigt. Das mache es zu „einer praktischen Lösung für den künftigen Schutz vor Weltraumwetter“. Die Gruppe nennt ihr Konzept „StormWall“ und meint, das größte Hindernis seien die Kosten. Angesichts der Kosten für die Schäden eines heftigen Sonnensturms ginge es aber um nicht so viel. Insgesamt müssten die Satelliten so viel Material an Bord haben wie ein Dutzend Tanklastwagen. Das Team will jetzt daran arbeiten, die Kosten weiter zu senken. Die Studie stellen sie im Fachmagazin Space Weather vor.


(mho)



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Bildungsminister setzen auf Medienkompetenz statt Social-Media-Verbot


Während der laufenden Debatte um eine Altersbegrenzung der sozialen Medien hat sich die Bildungsministerkonferenz auf eine Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern verständigt. „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten, kritischen und sicheren Umgang mit Social Media zu befähigen, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie besser vor negativen Auswirkungen zu schützen“, erläuterte die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Anna Stolz (CSU), in München. Es gehe um einen Dreiklang aus sensibilisieren, stärken und schützen.

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„Wir wollen junge Menschen stark machen für die digitale Welt voller Chancen, aber auch voller Herausforderungen“, betonte Stolz, die auch bayerische Kultusministerin ist. Die zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder hätten sich daher in einer Erklärung zum Umgang mit Social Media in den Schulen erstmals auf gemeinsame Ziele, Leitlinien und Maßnahmen verständigt. Im Mittelpunkt stehe dabei die Entwicklung von digitaler Resilienz, der Schutz vor negativen Auswirkungen exzessiver Social-Media-Nutzung sowie die enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus.

Über die Notwendigkeit dieser drei Komponenten bestehe Einigkeit, betonte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) – „unabhängig davon, ob wir jetzt im Einzelnen für oder gegen ein pauschales Social-Media-Verbot – das ist ja eine sehr vereinfachte Debatte, die hier geführt wird – sind“.

Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland derzeit über Altersgrenzen für soziale Medien diskutiert; aktuell erarbeitet eine Expertenkommission Empfehlungen für konkrete Maßnahmen. Prien kündigte an, dass die Ergebnisse am 24. Juni vorgestellt würden und knapp 50 Empfehlungen enthielten, die sich neben den Schulen auch an Eltern, Kitas und etwa Ärzte richteten.

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Dessen ungeachtet müssten die Länder die Stärkung von Medienkompetenz in den Schulen noch mehr in den Mittelpunkt rücken, sagte die Bildungsministerin des Saarlandes, Christine Streichert-Clivot (SPD). „Social Media kann verbinden, informieren und inspirieren, aber auch verunsichern, unter Druck setzen oder manipulieren. Deshalb müssen junge Menschen lernen, kritisch hinzuschauen, Informationen einzuordnen und selbstbewusst mit digitalen Medien umzugehen.“

Ihre Kollegin Dorothee Feller (CDU) aus Nordrhein-Westfalen ergänzte, Angebote wie „Kompetent im Netz“ würden daher weiter ausgebaut. Es werde aber ohne die Einbindung der Eltern nicht funktionieren, die Kinder auf eine Welt vorzubereiten, in der Social Media, künstliche Intelligenz und sonstige digitale Entwicklungen den Alltag prägen.


(kbe)



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