Apps & Mobile Entwicklung
Eco-Beschwerdestelle: Wieso „Löschen statt Sperren“ besser als Netzsperren funktioniert
Das Konzept „Löschen statt Sperren“ funktioniert, erklärt die Beschwerdestelle des Internetwirtschaftsverbands Eco. 2025 verzeichnete man einen Höchststand bei den berechtigten Beschwerden. Insbesondere kinderpornografische Inhalte konnten zudem nahezu vollständig entfernt werden.
Das erklärt die Eco-Beschwerdestelle bei der Vorstellung des Transparenzberichts für das Jahr 2025. Mit 51.358 geprüften Hinweisen und 30.035 tatsächlich festgestellten Rechtsverstößen verzeichnet sie den höchsten Stand berechtigter Beschwerden seit der Gründung im Jahr 1996. Rund 93 Prozent der geprüften Hinweise betrafen den Bereich sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen gegen Kinder und Jugendliche.
Generell steht bei der Eco-Beschwerdestelle der Jugendschutz im Fokus. Die Schwerpunkte bei den Meldungen liegen neben der Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche bei extrem gewaltverherrlichenden Inhalten, Volksverhetzung, Verbreitung verfassungsfeindlicher Propaganda, Aufrufe oder Anleitungen zu Straftaten, Unterstützung für terroristische oder kriminelle Vereinigungen sowie andere jugendgefährdende Inhalte.
Hohe Löschquote als Erfolgsmerkmal
Die Anzahl der berechtigten Beschwerden hat sich im Vergleich zu 2024 fast verdreifacht. „Diese Entwicklung zeigt, wie groß der Handlungsdruck ist – aber auch, wie leistungsfähig und wichtig funktionierende Melde- und Abhilfesysteme wie unsere Eco-Beschwerdestelle“, erklärt Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der Eco-Beschwerdestelle.
Bemerkenswert ist die Erfolgsquote, wenn Inhalte als rechtswidrig eingestuft worden sind. Weltweit wurden 98,58 Prozent solcher Inhalte entfernt. Bei in Deutschland gehosteten kinderpornografischen Inhalten lag die Erfolgsquote bei 100 Prozent.
In Deutschland gehostete Webseiten mit Kinderpornografie konnten im letzten Jahr durchschnittlich nach 4,52 Tagen entfernt werden. Weltweit dauerte es 9,21 Tage.
Wie „Löschen statt Sperren“ funktioniert
Die Eco-Beschwerdestelle ist Teil der internationalen Inhope-Initiative, bei der Organisationen aus mehreren Ländern eng mit Strafverfolgungsbehörden und Internet-Providern zusammenarbeiten, um rechtswidrige Inhalte schnell aus dem Netz zu entfernen. Von den internationalen Partnern stammen auch 47,5 Prozent der Beschwerden.
Tätig wird die Beschwerdestelle grundsätzlich erst, wenn ein externer Hinweis erfolgt. Selbst sucht die Organisation also nicht nach fragwürdigen Inhalten.
Ob diese Inhalte rechtswidrig sind, prüft ein Team aus Juristen, das Aspekte wie Meinungsfreiheit und hohe gesetzliche Eingriffsschwellen berücksichtigt. Die Konsequenz dieses Ansatzes zeigt sich auch in den Zahlen. 42 Prozent der Beschwerden wurden final als nicht berechtigt eingestuft.
Bei der Prüfung wird unter anderem auch erfasst, wo der Inhalt gespeichert ist. Das ist relevant für den weiteren Prozess, denn die erfassten Rechtsverstöße werden sowohl der Polizei als auch den Providern gemeldet. Neben dem Löschen geht es auch um Strafverfolgung. Final wird dann untersucht, ob Inhalte tatsächlich entfernt worden sind.
Netzsperren lassen sich umgehen, entfernte Inhalte sind weg
1996 wurde die Eco-Beschwerdestelle gegründet, diese ist also seit 30 Jahren und damit seit den Gründerzeiten des Webs aktiv. Bemerkenswert ist das Vorgehen vor allem, weil sich diese deutlich von Forderungen wie etwa Netzsperren absetzt, die immer wieder in der Politik kursieren.
„Internetsperren können immer umgangen werden, daher setzen wir auf Löschen statt Sperren“, sagt Eco-Geschäftsführer Alexander Rabe bei dem Pressegespräch. Inhalte, die so entfernt werden, sind dann nicht mehr über andere Wege zugänglich. Das Ziel ist aber nicht nur das Löschen, sondern auch die Taten zur Anzeige zu bringen. Daher arbeitet man auch eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.
In den letzten Monaten und Jahren ging es auf EU-Ebene vor allem um die Chatkontrolle. Das automatisierte Scannen von Nutzerinhalten auf der Suche nach CSAM-Material wird beim Eco aber ebenfalls kritisch bewertet.
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Teurer Spaß: Arc-G3-Handheld MSI Claw 8 EX AI+ kostet mind. 1.699 USD

Die Vermutung lag zur Computex 2026 nahe, nun ist es Schwarz auf Weiß: Panther Lake im Handheld alias Arc G3 (Extreme) ist teuer, richtig teuer. Das MSI Claw 8 EX AI+ als Vorzeigemodell von Intel wird zu einem UVP von 1.799 US-Dollar direkt bei MSI gelistet, große US-amerikanische Shops unterbieten leicht.
Dritte Generation Intel-Handheld bei MSI
MSI gehörte zu den ersten Anbietern eines Intel-Handhelds, auch mit Panther Lake respektive dem für das Handheld neu benannten Intel Arc G3 Extreme ist das Unternehmen zum Marktstart in der kommenden Woche vorn dabei. MSI Claw 8 EX AI+ heißt die neue Lösung, im vorangegangenen Claw 8 AI+ steckte noch ein Intel Core Ultra 200V „Lunar Lake“. Der erste Claw basierte sogar auf Intel Meteor Lake – MSI ist folglich also schon in dritter Generation mit Intel-Hardware dabei, einen Handheld mit Ryzen Z2 Extreme hat man aber auch im Angebot.
Das Äußere verändert MSI dabei zu den letzten Modellen quasi nicht, auch viele innere Bauteile nutzt MSI weiter, wie der zuletzt genutzte 80-Wh-Akku. Das IPS-Display ist ebenfalls weiterhin 8 Zoll groß und löst mit 1.200p bei 500 nits und bis zu 120 Hz auf. Letztlich tauscht MSI nur die CPU samt zugehöriger Komponenten aus, sogar das Gesamtgewicht des Handhelds ist mit 795 Gramm exakt identisch zum Vorgänger mit Lunar Lake.
Ab 23. Juni für 1.699/1.799 US-Dollar
Waren zuletzt der Preis und Termin noch unklar, steht beides nun fest: Ab dem 23. Juni 2026 werden die Produkte verkauft, vorbestellt werden kann zum Teil bereits jetzt. Auf der MSI-Webseite beginnen die Preise hierfür bei 1.799 US-Dollar. In US-Shops wie Best Buy geht es mitunter bereits ab 1.699 US-Dollar los. Die deutsche MSI-eShop-Seite und auch der deutsche Handel listen die Modelle indes noch nicht, als Orientierung für den Euro-Preis dürften sich die US-Preise jedoch durchaus eignen und letztlich nicht groß abweichen.
Das kosten die Vergleichsmodelle im eigenen Haus
MSI erstes Claw mit Intel Meteor Lake startete damals bei 699 Euro und ist im Abverkauf ab 549 Euro zu haben, den noch aktuellen MSI Claw 8 AI+ mit Core Ultra 7 258V, 32 GB RAM und 1 TB SSD gibt es ab 926 Euro. Gegenüber diesem Modell kann der Neuling letztlich nur die neue CPU mit deutlich stärkerer GPU vorweisen, der Rest ist identisch – für rund 700 bis 800 US-Dollar/Euro Aufpreis. Auch die AMD-Alternative kostet dann quasi nur die Hälfte: den MSI Claw A8 mit Ryzen Z2 Extreme, 24 GB RAM und 1 TB SSD gibt es ab 888 Euro.
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Grafikkarten mit viel VRAM: RTX Pro 6000 und RTX 5090 kosten aktuell deutlich mehr

Nvidias Profi-Grafikkarte RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB VRAM kostet auf dem Marketplace des Herstellers jetzt 55 Prozent mehr als zur Ankündigung vor über einem Jahr: 13.250 US-Dollar. Unterdessen ist aber auch der Preis von Nvidias Consumer-Flaggschiff, der GeForce RTX 5090, wieder weit entfernt von dem Tal im Sommer 2025.
Grafikkarten und Systeme mit viel RAM sind stark gefragt
Leistungsfähige Desktop-Grafikkarten wie die RTX Pro 6000 Blackwell passen aufgrund ihrer großzügigen Speicherbestückung perfekt in das Beuteschema von KI-Entwicklern, die ihre Modelle und Apps lokal ausführen wollen. Aus diesem Grund erleben auch Systeme mit großem Unified Memory eine besonders hohe Nachfrage, wie etwa Apples Mac Studio zeigt. Apple hat dessen RAM bereits auf von 512 GB auf 256 GB und zuletzt 96 GB beschränkt, dennoch verkauft sich das System wie geschnitten Brot, sodass aktuell mit mindestens 13 Wochen Lieferzeit (Ende September) gerechnet werden muss.
Während bei Apple das Portfolio eingeschränkt wird und die Lieferzeiten stark zugenommen haben, bleiben die Preise stabil. Nvidia wiederum geht die gestiegene Nachfrage nach dedizierten Grafikkarten mit viel Speicher mit deutlich höheren Preisen an.
RTX Pro 6000 Blackwell klettert auf 13.250 US-Dollar
Das beste Beispiel dafür ist derzeit das Workstation-Flaggschiff RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB GDDR7. Nvidia hatte die Grafikkarte vor über einem Jahr zur GTC 2025 vorgestellt und ursprünglich 8.565 US-Dollar vor Steuern dafür verlangt. Auf dem Marketplace von Nvidia ist die Grafikkarte seit kurzem aber erst für 13.250 US-Dollar gelistet – 55 Prozent mehr als zum Start.
5.000 Euro mehr als zu Weihnachten
Ein deutsches Pendant für den US-Marketplace von Nvidia gibt es für die RTX Pro 6000 Blackwell nicht, doch der Blick in den Preisvergleich offenbart eine ähnlich dramatische Preisentwicklung. Dort ist die Retail-Version der Grafikkarte aktuell ab 12.942 Euro zu finden. Vor rund einem Monat waren es noch 3.000 Euro, zur Weihnachtszeit sogar 5.000 Euro weniger.
RTX 5090 ist aktuell fast 50 Prozent teurer
Aber auch Consumer-Grafikkarten von Nvidia, die mit viel Speicher bestückt sind, zeigen sich großer Beliebtheit bei KI-Entwicklern und treiben damit den Preis für Spieler nach oben. Exemplarisch muss dafür die GeForce RTX 5090 mit 32 GB GDDR7 herhalten, andere Nvidia-Modelle und AMD-Grafikkarten sind hingegen weniger respektive kaum vom Preisanstieg betroffen.
Im Median liegt die GeForce RTX 5090 im ComputerBase-Preisvergleich mit Stand 12. Juni bei 3.925 Euro. Das sind 48 Prozent mehr als noch Mitte August 2025, als der Median für die Grafikkarte ermittelt werden konnte. Damals lag der Preis im Mittelwert bei 2.650 Euro. Die „Preiserholung“ des Topmodells scheint definitiv vorbei zu sein.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Gothic Remake: Linux-Benchmarks – ComputerBase
Dem Technik-Test zum Gothic Remake unter Windows folgt der Test unter Linux. Wie die Windows-Version für Steam dank Proton mit AMD Radeon RX 9000, GeForce RTX 5000 und Intel Arc B580 läuft, klärt der nachfolgende Test. Spoiler: Gut, aber Leistung auf „Windows-Niveau“ liefert mal wieder nur AMD.
Gothic Remake unter Linux
Testsystem und Testmethodik
Getestet wurde das Gothic Remake unter Linux auf einem CachyOS-System auf Basis eines Ryzen 7 7700X mit 32 GB DDR5-6000 (Dual Channel) in einem MSI B650 Gaming Plus WiFi. Als Grafikkarte von AMD kam eine Radeon RX 9070 zum Einsatz. Für Nvidia trat eine GeForce RTX 5070 an, und Intel wurde durch eine aktuelle Arc B580 vertreten. Als Auflösung wurde 2.560 × 1.440 gewählt. Die Software-Basis war die folgende:
- CachyOS-Linux-Kernel 7.0.11
- Mesa 26.1.2
- Nvidia 610.43.02
- KDE Plasma 6.6.5
- Proton-CachyOS 20260521
Da sich die Hardware vom Gothic-Remake-Technik-Test unter Windows unterscheidet, wurden Windows-11-Testergebnisse auf dem Linux-Testsystem ebenfalls neu ermittelt. Als Treiberversionen dienten Adrenalin 26.6.1, GeForce 610.47 und Intel 8826.
Als Benchmarkszene wurde dieselbe wie im Windows-Test gewählt. Sie zeigt einen 20 Sekunden andauernden Marsch durch einen Wald nördlich vom alten Lager. Vegetation, NPCs und das Wasser des Flusses stellen hohe Ansprüche an Hardware. Als Grafikoption diente das Preset „Sehr Hoch“ mit DLSS 4 respektive FSR 4.1 im „Ausgeglichen“-Modus. Für die Arc-Karte gab es XeSS Quality. Die Benchmarks wurden neu erstellt, entsprechend können sich die FPS im Vergleich zum Windows-Test unterscheiden.
Benchmarks mit AMD Radeon RX
Mit Blick auf die Durchschnitts-FPS spielt sich das Gothic Remake mit einer Radeon genauso gut wie unter Windows. Auch FSR 4 funktioniert. Positiv fallen auch die Low-FPS unter Linux auf. Diese liegen auf dem Testsystem 11 Prozent vor Windows.
Benchmarks mit Intel Arc
Gothic Remake funktioniert auch mit Intel-Arc-Karten unter Linux. Generell haben sich Mesa- und Kernel-Treiber in den vergangenen Monaten merklich verbessert. Die Auslastung der Hardware ist höher und die Kompatibilität besser.
Allerdings: Auch wenn das Spiel spielbar ist, erhält man unter Windows 27 Prozent höhere FPS. Da hilft schnell nur das Herunterstellen der Grafikoptionen. Die Low-FPS hingegen sind näher beisammen und weniger als 10 Prozent getrennt.
Benchmarks mit Nvidia GeForce RTX
Nvidias GeForce liefert spielbare Bildraten, doch leider wird bei RTX auch beim Gothic Remake die „Linux-Steuer“ fällig, die sich durch jahrelange Vernachlässigung der Treiber aufgebaut hat: 23 Prozent mehr FPS gibt es unter Windows. Auch die Lows sind um 17 Prozent besser auf dem System aus Redmond.
Nvidia hat zwar bereits den Grundstein für die Lösung der Leistungsprobleme im Treiber gelegt, doch bis die ganze Kette der involvierten Software die Besserungen umsetzt, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Dennoch ist Gothic gut auf einer GeForce spielbar. „Sehr Hohe Qualität“ ist aber bereits ab einer 5070 nicht mehr möglich für flüssiges Gameplay.
Fazit
Die gute Nachricht vorweg: Auch unter Linux lässt sich mit der Windows-Version von Gothic Remake Khorinis erkunden. Während man auf dem Testsystem mit AMD keinen Unterschied zu Windows merkt und auf dem Papier sogar leicht bessere Low-FPS hat, sieht es bei Intel und Nvidia nicht ganz so rosig aus.
Mit einer Nvidia-Grafikkarte hat man unter Windows um die 20 Prozent mehr FPS und Lows. Mit genügend Rohleistung bleibt das Spiel aber weiterhin spielbar. Ebenfalls lässt sich mit Intel ein Einbruch der Performance verzeichnen. Hier ist man mit Windows fast 30 Prozent schneller unterwegs. Die Lows hingegen unterscheiden sich nur um 10 Prozent zugunsten von Windows.
Alles in allem läuft das Gothic Remake aber gut unter Linux. Kompatibilitätsprobleme oder Grafikfehler traten während des Tests nicht auf.
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