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Corsair Vanguard Air 99 Wireless im Test


Die Vanguard Air 99 Wireless ist die nächste Tastatur von Corsair, die Elgato-Gene in sich trägt. Das tut sie allerdings subtiler als die Galleon 100 SD (Test), bei der der ganze Nummernblock ein Stream Deck ist. Ob der Ansatz bei der Vanguard funktioniert und was die flache Tastatur sonst noch zu bieten hat, klärt der Test.

Für viele Anwendungsbereiche suchen Nummernblock und Makrotasten einen neuen Sinn. Corsair hat ihn in Elgato-Streaming-Funktionen erspäht: Nachdem die Galleon 100 SD (Test) den Nummernblock mit Elgato-Anleihen neu erfunden hat, nimmt sich die Vanguard 99 Wireless jetzt die Makrotasten vor. Die Nutzung von Synergien ist smart und weist in die Zukunft. Sie ist auch zum Preis von 280 Euro aber noch nicht ganz konvergent mit dem Jetzt, zeigt der Test.

  • Flach & leise
  • Gelungene Taster
  • Web-App
  • Makrotasten mit Extrafunktionen
  • Tastenkappen aus ABS-Kunststoff
  • Zusatztasten brauchen separate Software
  • Gewöhnungsbedürftiges Layout

Die Corsair Vanguard Air 99 im Überblick

Wie viele neue Tastaturen spart die Vanguard Air 99 über das Layout Platz. An Tasten spart sie hingegen kaum: Es fehlt nur eine einzige aus dem regulären ISO-105-Set, dafür gibt es zwei Zusatztasten. Sie rufen das (virtuelle) Stream Deck von Elgato auf und aktivieren den Spiele-Modus, der unter anderem LED-Effekte abschaltet und die Polling-Rate erhöht.

Zwei Schokoriegel: Höher ist die Vanguard Air 99 nicht
Zwei Schokoriegel: Höher ist die Vanguard Air 99 nicht

Stream-Deck- statt Makrotasten

Funktions- und Pfeiltasten werden dafür an das Tastenfeld geschoben, um schmaler bauen zu können. Dadurch entsteht Platz für sechs Zusatztasten, die Corsair nicht mehr als Makro- sondern als „Stream-Deck“-Tasten bezeichnet. Das ist nicht nur Marketing: Die Tasten können auch mit Elgato-Software und den damit verbundenen erweiterten Funktionen programmiert werden. Neben macOS-Tastenkappen liegen daher auch Modelle mit Stream-Deck-Beschriftung bei.

Corsair-typisch besitzt die Tastatur darüber hinaus einen programmierbaren Multifunktions-Drehregler und ein Display (320 × 170p, 30 FPS) zur Anzeige von Bildern sowie Status- und Systeminformationen.

Daten werden an PC, Mac, Xbox und PlayStation per Kabel oder USB-Empfänger jeweils mit 8.000 Hz übertragen. Ein 4.170 mAh Akku sorgt für Laufzeiten von maximal 55 Stunden bei 1.000 Hz Polling-Rate, abgeschalteter Tastenbeleuchtung und einer auf 20 Prozent reduzierten Display-Helligkeit. Mit Tastenbeleuchtung halbiert sich dieser Wert grob.

Taster: Flach und mit Lichtschranke

Um die Tastatur flach zu machen, braucht es flache Taster. Corsair OPX Low Profile setzen auf die optische Signalerfassung. Sie unterbrechen dazu mit ihrem Stempel beim Eindrücken eine Lichtschranke auf dem PCB. Die eigentliche Besonderheit liegt jedoch in der Größe: die Switches sind extrem flach und ähneln mit ihrem kurzen Hub von nur 2,5 Millimetern Notebook-Tasten.

So tippen OPX Low Profile

Die leichtgängige Abstimmung fördert in Verbindung mit dem kurzen Federweg versehentliches Auslösen. Die Taster beim Schreiben genau zu nutzen erfordert Eingewöhnung und irritiert am Anfang. Gerade in den ersten Tagen führt dies zu häufigen Vertippern und ein wenig Frust, bis sich alles umgestellt hat.

Durchhalten lohnt sich allerdings. Qualitativ passt alles: Die Taster gleiten sauber ein, wobei Asus‘ LP-Switches noch eine Spur homogener und feiner betätigt werden können. Mit der Abstimmung trifft Corsair aber einen sinnvollen Punkt. Eine spürbare Feder und ordentliche Rückstellung erlauben kontrolliertes Eindrücken und erleichtern die Vermeidung harter Anschläge. Dass die Leertaste etwas schwergängiger ist, passt hier gut. Es verringert die Chance versehentlicher Betätigungen. Beim Tippen und Spielen gefallen die OPX nicht nur mit klarer Rückmeldung, sie machen Spaß.

Die OPX Low Profile bauen extrem flach
Die OPX Low Profile bauen extrem flach

Sie sind also gute Taster. Und trotzdem eine mäßige Wahl für eine 280-Euro-Tastatur, die sich in einem von einstellbaren Tastern dominierten Segment bewegt. Der Rückgriff auf optische Technik dürfte sich teilweise aus dem Energieverbrauch erklären. Hall-Effekt-Taster verbrauchen mehr, was sich im kabellosen Betrieb auswirkt. Ein Argument ist das nur bedingt und allenfalls in unmittelbarer Gegenwart: TMR-Sensorik löst das Verbrauchsproblem und etabliert sich zunehmend. Für die Zukunft ist eigentlich klar, wo die Reise hingehen dürfte. Die OPX-Switches wirken in diesem Kontext wie eine Brückentechnologie.

Tastenkappen sind schwach

Die durch den Flachbau kurze Aufnahme der Taster und Kappen führt dazu, dass breitere Tasten gelegentlich schief sitzen können. Machen lässt sich dagegen nichts, flache mechanische Tastaturen müssen damit in der Regel leben. Spürbar wird das beispielsweise auf der rechten Shift-Taste. Am Rand betätigt neigt sie zum Abkippen der Tastenkappe.

Einen großen Kritikpunkt handelt sich die Tastatur im ISO-Layout mit den Tastenkappen ein. Beschichteter ABS-Kunststoff passt selbst bei flachen Tastern nicht mehr in der oberen Preisklasse. Langlebigkeit und vor allem die glatte Oberfläche, die wenig Halt vermittelt, lassen PBT-Varianten vermissen und tun sich schwer damit, das nötige Gefühl von Präzision zu unterstreichen, dass in den Tastern angelegt ist.

Die blau-transparenten S-Tasten harmonieren jedoch wenig mit rotem Licht
Die blau-transparenten S-Tasten harmonieren jedoch wenig mit rotem Licht
Die Ausleuchtung gelingt Corsair dank geschickter Beschriftung
Die Ausleuchtung gelingt Corsair dank geschickter Beschriftung
Mit roter Beleuchtung sehen die Extratasten am schlechtesten aus
Mit roter Beleuchtung sehen die Extratasten am schlechtesten aus

Die Ausleuchtung gelingt Corsair ebenso wie Ablesbarkeit. Nur bei der frontal aufgebrachten Zusatzfunktionalität muss aus dem richtigen Winkel geschaut werden. Die blau-transparenten S-Tasten sind zudem ebenfalls bei Beleuchtung mäßig lesbar, der Informationsgehalt von „S1“ bis „S6“ aber begrenzt. Farblich kann je nach Hintergrundbeleuchtung und Umgebungshelligkeit ein unästhetischer Kontrast entstehen. Schick wird es daher, wenn diese Tasten Blau oder Weiß angeleuchtet werden, was Corsair so auch als Standardkonfiguration hinterlegt.

Alltag & Akustik

Flache Tasten, ein flaches Metallchassis, mehrfache Schalldämpfung und
Gasket Mounting machen das Kapitel Lautstärke bei der Vanguard Air zum Heimspiel. Sie rutscht dafür überraschend an anderen Stellen aus.

Akustik: „Dunk“ statt „Klack“

Akustisch gefällt die Vanguard. Das Zusammenspiel von verringertem Körpervolumen in Tastern, Gehäuse und Kappen sowie dem eingebrachten Material produziert satte, dumpfe Anschläge mit leisem, klarem Klack auch beim Antippen einer Taste und eine insgesamt ruhige Tastatur. Das klingt Premium, das erfüllt die Ansprüche. Für die Allgemeinheit erscheint das Akustikprofil sehr viel angenehmer als die ploppende Gaming-Akustik einer Makr 75 und letztlich auf Augenhöhe mit der Spitze. Lediglich die Leertaste fällt durch leises Ticken ihres Stabilisators negativ auf.

Mit Metallgehäuse und vernünftiger Geräuschdämpfung klingt die Vanguard deutlich besser, das heißt satter als eine zugegeben weniger als halb so teure G515 Rapid TKL (Test). Eine knapp ein Drittel so teure Asus Falchion RX Low Profile (Test) erweist sich als ähnlich hochwertig, allerdings anders abgestimmt. Sie tickt an Anschlägen und liefert eine hellere, aber ebenso satte Akustik.

Corsair Vanguard Air 99

Alltag: Gewöhnung ist King

Ob das Layout ideal ist, hängt davon ab, ob man eher einen Nummernblock als Pfeil- und Funktionstasten benötigt und mit der dicht zusammengeschobenen F-Reihe leben mag. Bildlauf- und Entfernen-Tasten sind allerdings an gut erreichbare, leicht zu findende Stellen gelegt. Persönlich liegen die Bedürfnisse jedoch andersherum. Dann treten Nachteile deutlicher zu Tage, etwa die verkleinerte Shift-Taste, die das Muskelgedächtnis lange Zeit zusammen mit der oberen Pfeiltaste betätigte. Von kleineren Tastaturen umgestiegen liegen anfangs die Hände sehr oft an der falschen Position.

Corsair Vanguard Air 99
Corsair Vanguard Air 99
Aufgrund der flachen Tasten ist der Drehregler gut greifbar
Aufgrund der flachen Tasten ist der Drehregler gut greifbar

Makrotasten erfordern ein Umlernen und einen kleinen Kompromiss. Da sie dicht am Tastenfeld liegen, rutscht die Hand öfter auf „S6“ als vermeintliches „Strg“, weil der äußere Rand der Tastatur zur Positionsbestimmung der Hand genutzt, „Strg“ am linken Rand betätigt wird. Bis sich eine neue Art der Betätigung eingeschliffen hat, die sich natürlich anfühlt, vergeht Zeit. Man sollte sie also beim Umstieg einplanen. Das sind jedoch allgemeine Effekte von Makro-Tasten an dieser Stelle und kein spezifisches Problem der Vanguard.

Der Corsair-typische Multifunktionsregler gefällt auf der Vanguard besser als sonst. Das liegt an den flachen Tasten, die seine Bedienung erleichtern. Das Display bleibt ein vor allem ästhetisches Extra, das ein paar Statusinformationen und ansonsten Bilder anzeigt. Für die Ausgabe von Systeminformationen braucht es die iCUE-Software.

Ähnlich der Galeon 100 SD braucht es für die Nutzung von Elgato-Funktionen die Stream-Deck-App. Alles andere von Tastenbelegungen bis hin zu Drehregler, LEDs und Display konfiguriert Corsairs Web-App übersichtlich und zügig. Ausnahme bleibt die fest definierte FN-Taste. Auf dieser Ebene belegte Tasten werden beim Druck der FN-Taste weiß hervorgehoben und helfen so bei der Gewöhnung an das Layout.

Corsair Web-App: Lichteffekte
Corsair Web-App: Lichteffekte
Corsair Web-App: Tastaturzuweisungen
Corsair Web-App: Tastaturzuweisungen
Corsair Web-App: Drehregler
Corsair Web-App: Drehregler

In der App kann man auch die S-Tasten mit normalen Tastenfunktionen belegen. Sie werden beim Start der Elgato-App automatisch ignoriert und durch die Elgato-Funktionen ersetzt. Um maximalen Nutzen aus dem Featureset zu ziehen, braucht es allerdings Plugins. Einige, wie für Discord und Spotify, sind kostenlos erhältlich, andere müssen gekauft werden – teils für bis zu 30 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Produktivsoftware oder Spiele wie Star Citizen geht. Das ist die Kehrseite dieser Funktionalität: Sie kostet.

Ein virtuelles Steam Deck erweitert die Tastenzahl um Tasten auf dem Bildschirm des Computers
Ein virtuelles Steam Deck erweitert die Tastenzahl um Tasten auf dem Bildschirm des Computers
Stream-Deck- und Makrotasten stehen für Elgato-Funktionen zur Verfügung
Stream-Deck- und Makrotasten stehen für Elgato-Funktionen zur Verfügung
Aktionen können konfiguriert werden
Aktionen können konfiguriert werden

Fazit: So sieht Zukunft aus

Für viele Anwendungsbereiche suchen Nummernblock und Makrotasten einen neuen Sinn. Corsair hat ihn in Elgato-Streaming-Funktionen erspäht: Nachdem die Galleon 100 SD (Test) den Nummernblock mit Elgato-Anleihen neu erfunden hat, nimmt sich die Vanguard 99 Wireless jetzt die Makrotasten vor. Die Nutzung von Synergien ist smart und weist in die Zukunft.

Denn Corsair ist auf dem richtigen Weg. Elgato-Funktionen werten die Sondertasten auf und bieten etwas, das aktuell niemand sonst hat. Anders als bei der Galeon 100 SD bleiben die Tasten aber auch in der (guten) Web App nutzbar. Ob man sie wirklich in jedem Fall braucht, steht auf einem anderen Blatt. So hat der Konzern aber eine klare, sinnvolle Perspektive für die Zukunft seiner Tastaturen.

Zu viele Kompromisse für den Preis im Jetzt: Ganz überzeugen kann die Tastatur noch nicht
Zu viele Kompromisse für den Preis im Jetzt: Ganz überzeugen kann die Tastatur noch nicht

Nur ganz dahinkommen, das müsste er dann doch noch. Im Jetzt braucht es für die Elgato-Nutzung separate Software und vielleicht die Einbindung von Drehregler und Display – sie sind ja schon auf allen Corsair-Tastaturen vorhanden. Eine kleine Hürde, Corsair sollte sie nehmen. Eine größere sind die Tasten der Vanguard Air. Sie sind als Tipp- und Gaming-Werkzeuge gelungen, es stört nur ihr Preis: Optische Signalerfassung und ABS-Kappen wirken ein wenig sehr Last-Gen für die fast 300 Euro, die Corsair verlangt.

So muss man die Vanguard Air 99 schon wirklich wollen, um die 280 Euro freudig zu bezahlen und den kleinen Kompromiss beim Layout einzugehen. Ungebunden vom Layout erscheint ansonsten die Asus Falchion RX Low Profile oder das Keychron-Angebot für Freunde von flachen Tastaturen eine sinnvolle und weit günstigere Alternative zum Corsair-Produkt – ohne Stream-Deck-Tasten, versteht sich.

  • Flach & leise
  • Gelungene Taster
  • Web-App
  • Makrotasten mit Extrafunktionen
  • Tastenkappen aus ABS-Kunststoff
  • Zusatztasten brauchen separate Software
  • Gewöhnungsbedürftiges Layout

ComputerBase hat die Vanguard Air 99 Wireless von Corsair leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Neues PlayStation DRM-System: Dauerhafte Offline-Spiele erst nach Server-Check bestätigt


Neues PlayStation DRM-System: Dauerhafte Offline-Spiele erst nach Server-Check bestätigt

Bild: Sony

Nach einigen Tagen Unsicherheit und Spekulationen hat Sony die Existenz eines neuen DRM-Systems für Spiele aus dem PlayStation-Store bestätigt. Das setzt nach dem Kauf einmalig eine Online-Verbindung voraus, soll aber eigentlich keinen Unterschied machen.

Das steckt hinter dem neuen 30-Tage-Timer

Vergangene Woche entdeckten Spieler nach dem Kauf im PlayStation-4-Store einen neuen Timer mit einer Laufzeit von 30 Tagen. Läuft der Timer ab bevor eine Internetverbindung hergestellt wird, geht der Zugriff auf das Spiel verloren. Ausgenommen sind Spiele auf Blu-ray und in der Vergangenheit erworbene Titel. Auf der PlayStation 5 wird der Timer hingegen nicht angezeigt, ohne Verifizierung ließen sich Spiele dort jedoch nicht starten.

Das führte zu Spekulationen. Angenommen wurde unter anderem, dass die Konsolen nun alle 30 Tage eine Internetverbindung benötigen – und bei einer leeren CMOS-Batterie der Zugriff auf Spiele verloren geht, weil das System keine Zeit mehr abgleichen kann. Ein genauerer Blick ergab allerdings, dass ab dem 15. Tag nach dem Kauf eine bestehende Internetverbindung aus der 30-Tages-Lizenz eine dauerhafte, auch unbegrenzt offline nutzbare Lizenz macht. Besteht vorher eine Internetverbindung, ändert sich nichts: Die Lizenz bleibt temporär, die Server müssen einmal nach Ablauf von 14 Tagen kontaktiert werden.

Sony bestätigt und gibt Entwarnung

Sony bestätigte die Änderung nun unter anderem gegenüber GameSpot. Das Unternehmen stellte klar, dass nach dem Kauf eine einmalige Online-Verifikation, danach aber keine weiteren Server-Kontakte nötig sind. „Spieler können auf ihre Spiele wie gewohnt zugreifen und sie normal spielen“, schrieb Sony. Im Prinzip soll sich also nichts ändern.

Über die Gründe für die Änderung am System schweigt Sony. Als Grund wird jedoch angenommen, dass Sony Exploits schließen wollte. Dafür spricht, dass die Umwandlung der Lizenz nach Ablauf des Rückerstattungsfensters erfolgt. User „andshrew“ aus dem Resetera-Forum nimmt daher an, dass es offenbar möglich war ein Spiel zu kaufen, die Lizenz zu kopieren und das Spiel anschließend zurückzugeben. Eine Einschränkung der Lizenz während des Rückgabezeitraums könne eine Möglichkeit sein, eine solche potentielle Lücke zu schließen.





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UltraGear evo GM9 27GM950B: LG bringt hellen 5K-Monitor mit über 9.000 Mini-LEDs


Einen 5K-Monitor mit hellem Mini-LED-Backlight und Dual-Mode bringt LG mit dem UltraGear evo GM9 (27GM950B) auf den Markt. Der 27″-Monitor liefert 218 ppi und soll in der Spitze mit 1.250 cd/m² leuchten. Spieler haben die Wahl zwischen nativer Auflösung mit 165 Hz oder WQHD mit 330 Hz.

5K-Auflösung für 218 ppi

Die 5.120 × 2.880 Pixel des UltraGear evo GM9 (27GM950B) bedeuten eine Bildpunktdichte von 218 ppi bei 27 Zoll Diagonale. Diese Variante der 5K-Auflösungen wird auch 5K UHD+ genannt und nutzt das klassische 16:9-Seitenformat. Sie liefert doppelt so viele Pixel wie Dual QHD mit 5.120 × 1.440 in 32:9.

Ausgewählte Display-Auflösungen im Vergleich

IPS mit 2.304 Mini-LED-Zonen

Das IPS-Display ist mit einem Mini-LED-Backlight bestückt, das über 2.304 separat dimmbare Leuchtzonen verfügt. Die Gesamtzahl der Mini-LEDs gibt LG mit 9.216 an. Jede Zone verfügt demnach über 4 Leuchtdioden. Je mehr Zonen ein Mini-LED-Display hat, umso feiner ist die Abstufung bei der Beleuchtung, was den Halo-Effekt bei hellen Objekten vor dunklem Hintergrund verringert, aber nicht eliminiert. Die Kombination aus 5K UHD+ und 2.304 Mini-LED-Zonen bietet sonst nur Apples Studio Display XDR.

LG UltraGear evo GM9 27GM950B (Bild: LG)

LG spricht von „Hyper Mini LED“ und wirbt mit einer „überragenden Spitzenhelligkeit“ von 1.250 cd/m². Diese Leuchtkraft wird allerdings nur punktuell erreicht. Auf ganzer Fläche sollen aber ebenfalls hohe 750 cd/m² möglich sein. Der Monitor ist nach DisplayHDR 1000 zertifiziert.

Durch einen besonders geringen Abstand zwischen Panel und Hintergrundbeleuchtung sollen lichtdurchlässige Stellen und Blooming-Effekte reduziert werden. LG spricht von „Zero Optical Distance“-Technologie.

Dual-Mode für bis zu 330 Hz

Die native 5K-Auflösung wird mit bis zu 165 Hz dargestellt. Spieler, die Auflösung zugunsten einer höheren Bildwiederholrate opfern wollen, können auf den alternativen Modus mit 2.560 × 1.440 Pixeln umschalten, um dann die doppelte Bildwiederholfrequenz von 330 Hz zu erhalten.

DisplayPort 2.1 mit UHBR20

Bei den Videoeingängen ist der aktuelle DisplayPort 2.1 in der maximalen Ausbaustufe mit vier 20-Gbit/s-Lanes (UHBR20) für 80 Gbit/s brutto vertreten. Außerdem gibt es zweimal HDMI 2.1, einen USB-C-Anschluss mit 90 Watt Power Delivery sowie zwei USB-A-Buchsen und einen Kopfhörerausgang. Eine KVM-Funktion wird auf den Produktseiten zwar nicht explizit erwähnt, doch weist der Eintrag „Dual Controller“ bei den Spezifikationen darauf hin.

LG UltraGear evo GM9 27GM950B
LG UltraGear evo GM9 27GM950B (Bild: LG)

Weitere Ausstattung

Der Monitor verfügt über einen integrierten Prozessor, mit dem sich niedriger auflösende Inhalte auf 5K Hochskalieren lassen (Upscaling). Das Feature ist allerdings nicht für Spiele gedacht, hier leisten die Grafikkarten von AMD, Intel und Nvidia bessere Arbeit.

Die integrierten Stereolautsprecher (2 × 7 W) sollen dank „AI Sound“ ein immersives virtuelles 7.1.2-Kanal-Klangerlebnis simulieren.

AI Sound trennt einzelne Audioelemente – Stimmen, Effekte und Hintergrundgeräusche – auf intelligente Weise voneinander und passt sich dem Spielgeschehen an. So entsteht ein immersives virtuelles 7.1.2-Kanal-Klangerlebnis. Über die integrierten 7-W-Stereolautsprecher (2 x 7 W) oder Kopfhörer bleiben Stimmen auch in intensiven Feuergefechten deutlich hörbar, während wichtige Hinweise wie Schrittgeräusche jederzeit klar zu erkennen sind.

LG

Sowohl AMD FreeSync als auch Nvidia G-Sync (kompatibel) werden unterstützt. Das Display lässt sich in der Höhe verstellen, neigen sowie vertikal und horizontal schwenken. Auf der Gehäuserückseite ermöglichen zwei LED-Streifen RGB-Leuchteffekte.

Preis und Verfügbarkeit

Die internationale Pressemitteilung nennt den April für den Marktstart, der je nach Region aber variieren kann. In den USA wird der UltraGear evo GM9 (27GM950B) zum Preis von rund 1.200 Dollar zur Vorbestellung angeboten.



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Retro-Heimcomputer-Neuauflage: Commodore 64C Ultimate erscheint im September


Retro-Heimcomputer-Neuauflage: Commodore 64C Ultimate erscheint im September

Bild: Commodore

Mit dem Commodore 64C Ultimate bekommt ein weiteres Modell des altehrwürdigen Retro-Rechners eine Neuauflage mit aktueller FPGA-Technologie. Das Gehäuse entspricht weiterhin dem des Original-64C aus dem Jahr 1986.

Die Neuauflage des Commodore 64C kann ab sofort zum Preis ab rund 300 US-Dollar vorbestellt werden. Die Auslieferung wird dem Hersteller zufolge im Zeitraum zwischen dem 2. und 15. September 2026 erfolgen. Dabei nutzt Commodore die Spritzgussformen des Originalmodells, wodurch rundliche Fließspuren als Echtheitsmerkmale auf der Gehäuseoberfläche erkennbar sind.

Commodore 64C Ultimate mit moderner FPGA-Technik

Während das Äußere des Commodore 64C Ultimate dank der wiedererworbenen Gussformen dem Original treu bleibt, basiert das Innenleben des Retro-Heimcomputers auf aktueller FPGA-Technologie. FPGA, ausgeschrieben „Field Programmable Gate Array“, sind hierbei integrierte Schaltkreise, dessen Logik weitreichend umprogrammiert werden kann. Dadurch kann die ursprüngliche Hardware genau nachgebildet werden.

Das FPGA-basierte Mainboard bietet darüber hinaus aber auch aktuelle Anschlussmöglichkeiten wie ein HDMI-Port, USB-Anschlüsse sowie WLAN. Zudem wird der Commodore 64C Ultimate mit Spielen und Demos ausgeliefert, während ein spiralgebundenes Handbuch nicht nur die Bedienung des Retro-Computers erläutert, sondern zusätzlich in die Programmierung mit BASIC einführt.

Drei Editionen stehen zur Wahl

Dabei stehen insgesamt drei Editionen des Commodore 64C Ultimate zur Auswahl, die schon jetzt mit einem Preisnachlass von jeweils 50 US-Dollar vorbestellt werden können. Demnach gibt es die „BASIC Beige“-Edition zum Preis von 299,99 US-Dollar als originalgetreue Nachbildung, die „Starlight Edition“ mit durchsichtigem Gehäuse und LED-Beleuchtung für 349,99 US-Dollar sowie die „Founder’s Edition“ mit goldbeschichteten Tastenkappen, vergoldeten Logos und halbtransparentem Gehäuse für 499,99 US-Dollar.

The Commodore 64 Ultimate has tapped into a nostalgia not just for a piece of technology, but for a time when technology served us not enslaved us; when it challenged us and helped us grow. But there’s still something comforting about the tangible side of that nostalgia; a visual reminder of the time we long to return to. And for many users, that memory is intrinsically tied to the C64C. Soon they can have one at their fingertips once again.

Peri Fractic, Präsident und CEO sowie Chief Product Officer von Commodore

Mit dem Commodore 64C Ultimate möchte das Unternehmen die Sehnsucht nach Nostalgie bedienen, als „uns Technologie noch diente, statt zu versklaven“, wie Commodore-Chef Peri Fractic im Rahmen eines Blogbeitrags erklärt. Ferner ist diese Ankündigung, die als zweites Produkt auf den „Brotkasten“ Commodore 64 Ultimate folgt, nur die erste von mehreren Enthüllungen, die noch für das aktuelle Jahr geplant sind.



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