Apps & Mobile Entwicklung
Unglaubliche Zahlen: Micron (was kommt nach atomisiert?) die Quartalsprognosen

Micron hat in der Nacht gezeigt, dass Analysten noch nicht einmal ansatzweise verstanden haben, wohin die Speicherreise gehen wird. Denn dass schon hohe Analysten-Prognosen für das nächste Quartal um fast 50 Prozent daneben liegen, ist selten. Aber Micron hat genau das gemacht. Und von 10 Euro Umsatz bleiben fast 7 Euro Gewinn.
Fast 50 Prozent mehr Umsatz als erwartet
Analysten rechneten vor dem gestrigen Abend für das aktuelle Quartal bei Micron mit einem Umsatz von rund 23,5 Milliarden US-Dollar. Dann kam Micron und erklärte, dass sie ziemlich daneben liegen, der Umsatz eher bei 33,5 Milliarden US-Dollar liegen wird. Denn schließlich lag er schon im zurückliegenden Quartal bei 23,8 Milliarden US-Dollar, seitdem sind die Preise im Durchschnitt weiter stark gestiegen – und ein Ende bisher nicht in Sicht.
Größtes Wachstum bei Smartphones und PCs
Der Blick in die Details zeigt, wo Micron am meisten Geld verdient: Noch knapp im Rechenzentrum. Das größte Wachstum wurde zuletzt aber nicht bei Datacentern und in der Cloud verbucht, sondern im Smartphone- und Client-Geschäft. Binnen eines Jahres stieg der Umsatz in dieser Sparte von 2,2 Milliarden US-Dollar auf 7,7 Milliarden US-Dollar.
Ebenso beeindruckend ist die Marge (EBIT), die Micron hier erzielt: Mit 79 Prozent ist sie die höchste im Unternehmen, sie stieg allein im letzten Quartal um 25 Prozentpunkte. Und diese Rekorde wurden erzielt, obwohl Micron teilweise sogar weniger Chips/Bits ausgeliefert hat. 79 Prozent EBIT-Marge bedeutet, dass von 10 Euro Umsatz nach Abzug der Kosten 7,90 Euro vor Zinsen auf Schulden und Steuern übrig bleiben (EBIT = Earnings before Interest and Tax).
Auch in den anderen Segmenten ging es steil nach oben, überall ist das Wachstum sehr groß ausgefallen und die Marge weiter gestiegen.
Umsatz verdreifacht sich in einem Jahr
Insgesamt ist Microns Umsatz binnen eines Jahres von 8,05 auf 23,86 Milliarden US-Dollar geklettert. Der Nettogewinn für die letzten drei Monate ging ebenfalls in die Vertikale, nach 1,5 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr steht dort nun 13,8 Milliarden US-Dollar.
Aus 15 Milliarden US-Dollar zusätzlichem Umsatz hat Micron also zusätzlich über 12 Milliarden Gewinn bezogen. Und der Ausblick? Aus 12 US-Dollar Gewinn pro Aktie sollen im aktuell Quartal 19 US-Doller pro Aktie werden. Und die Börse? Schickte Microns Aktie nachbörslich über 4 Prozent ins Minus.
Speicher bleibt trotz Kapazitätsausbau erst einmal knapp
Einen Teil des Geldes wird Micron einsetzen, um die Kapazitäten weiter auszubauen. Über 25 Milliarden US-Dollar sollen es mit Stand März 2026 nun in diesem Jahr sein. Das alles geschieht aber nicht über Nacht, viele von Microns Vorhaben werden ab nächstem, übernächstem oder eventuell dem Jahr danach online gehen. Und so stimmt auch Micron für dieses und nächstes Jahr weiter auf knappen Speicher ein.
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GX240 Compute Blade: HPE packt 16 × Vera in ein Blade für 640 CPUs pro Rack

Nvidia rührt zur GTC 2026 kräftig die Werbetrommel für die Vera-CPU. HPE packt sie extrem dicht und ermöglicht so die maximale Anzahl pro Rack. Denn während Nvidia sich primär auf die Variante mit 256 Prozessoren in einem Serverschrank fokussiert, legt HPE eine Supercomputer-Version mit 640 Prozessoren auf.
Reine CPU-Racks kehren zurück
Prozessoren sind wieder cool, das erklärte schon Intel vor einigen Tagen, auch AMDs Tenor ging zuletzt in die Richtung. Denn für AI-Datacenter und Co werden plötzlich die Stärken von Prozessoren wiederentdeckt. Bei HPE werden sie deshalb als reine CPU-Racks wieder für die nächsten Supercomputer ins Angebot aufgenommen, ab 2027 kommt da auch erstmals die Nvidia-CPU-only-Lösung.
Nvidia hat die vor einem Jahr angekündigte Vera-CPU heute selbst auch in ein eigenes Rack gepackt. Bei HPE im Marktsegment für die größten und stärksten Supercomputer weltweit wird das Konzept aber noch mehr als deutlich ausgebaut. Denn während Nvidia das Rack noch mit vielen weiteren Dingen bestückt und so letztlich „nur“ Platz für 256 CPUs bleibt, wird HPE mit 16 CPUs pro GX240 Compute Blade und bis zu 40 dieser Blades in einem riesigen Rack insgesamt 640 Prozessoren bereitstellen. Oder anders ausgedrückt: 56.320 Olympus Arm-Kerne von Nvidia, die mit SMT 112.640 Threads anbieten.
Das Compute Blade wird Bestandteil der Plattform HPE Cray Supercomputing GX5000, kann in dem Rahmen unter anderem parallel zu AI-Racks und anderen Systemen aufgestellt werden.
Teil des aktualisierten Angebots für das GX5000-Supercomputer-System ist auch Nvidias neuer Quantum-X800-InfiniBand-Switch. Dieser bietet 144 Ports mit 800 Gb/s, aber auch Features für eine verbesserte Energieeffizienz wie Low-power link state and power profiling.
Erst 2027 verfügbar
Das Quantum-X800 InfiniBand wird für die HPE Cray Supercomputer GX5000 erst in 2027 verfügbar sein, das gleiche Jahr gilt auch für das GX240 Compute Blade und den HPE Compute XD700, der auf den im Januar 2026 bereits vorgestellten HGX Rubin NVL8 basiert und in einem Rack dann bis zu 128 GPUs kombiniert. Im Dezember 2026, also immerhin wie von Nvidia auch mal angekündigt, kommt immerhin Vera Rubin NVL72 auch von HPE.
Die Redaktion hat Informationen in diesem Artikel von HPE unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Kritik könnte Wirkung zeigen: Wie Microsoft die KI-Strategie von Windows 11 anpasst

Im Zuge der angekündigten Verbesserungen und Optimierungen für Windows 11 wurde Anfang des Jahres auch bekannt, dass Microsoft die KI-Strategie für das Betriebssystem überdenken will. Nun zeichnet sich ab, was der Konzern mit den Copilot-Funktionen plant.
Komplette Neubewertung
Einem Bericht von Windows Central zufolge unterzieht Microsoft seine KI-Pläne angesichts der anhaltenden Kritik weiterhin einer umfassenden Neubewertung. Zahlreiche geplante Funktionen stehen demnach auf dem Prüfstand, nicht wenige wurden bereits vollständig gestrichen. Betroffen ist unter anderem die ursprünglich für 2024 vorgesehene Integration von Copilot in die Benachrichtigungen und Einstellungen der Windows-11-Benutzeroberfläche, mit der seinerzeit der KI-Aufwand im gesamten Betriebssystem reduziert werden sollte. Auch die geplante Verschmelzung des KI-Assistenten mit dem Datei-Explorer wird offenbar nicht in der für 2024 angedachten Form umgesetzt.
Viele Pläne werden nicht mehr verfolgt
Zwar hatte Microsoft mit der Verzahnung von Copilot und Datei-Explorer bereits in einer Insider-Preview begonnen, doch das Ergebnis hatte mit den ursprünglichen Plänen nur noch wenig gemein. Der Datei-Explorer erhielt zwar ein KI-Aktionsmenü, doch dessen Umsetzung weicht grundlegend vom Copilot-Konzept des Jahres 2024 ab: Während die aktuelle Version Aktionen lediglich an andere Apps weiterleitet, hätte die ursprünglich geplante Copilot-Variante diese Aktionen eigenständig und ohne separate Anwendung ausführen sollen. Microsoft-EVP Yusef Mehdi hatte die Funktion seinerzeit noch für das damals laufende Jahr angekündigt, in ihrer ursprünglich erdachten Form wurde sie jedoch bis heute nicht veröffentlicht.
Weitere KI-Updates, zu denen insbesondere die Agenten-Pläne für Windows 11 zählen, stehen allerdings weiterhin auf dem Plan.
Copilot nur noch ein Schatten von dem, was er werden sollte
Bereits kurz nach der Kontroverse rund um Recall legte der Software-Riese außerdem Pläne ad acta, Copilot als übergreifenden Markenbegriff für sämtliche KI-Funktionen unter Windows zu etablieren. Nie das Licht der Welt erblickt haben bislang auch die Copilot-Vorschläge in Benachrichtigungen, bei denen sich der KI-Assistent in Popup-Meldungen von Apps hätte einklinken sollen, um Ein-Klick-Aktionen wie das Öffnen einer Datei oder das Beantworten von Nachrichten anzubieten. Ob diese Funktionen jemals als Copilot-Feature unter Windows erscheinen werden, gilt mittlerweile als mehr als fraglich. Ähnlich verhält es sich mit der Windows Copilot Runtime, die inzwischen schlicht in „Windows AI APIs“ umbenannt wurde.
Realität holt Microsoft ein
Die einstige „Marke“ Copilot dürften die meisten Nutzer mittlerweile eher mit Microsoft 365 als mit Windows in Verbindung bringen – von den ursprünglichen Visionen ist kaum noch etwas übrig geblieben. Das Unternehmen rückt dabei ebenso zusehends von der Idee ab, Copilot als allgegenwärtigen KI-Assistenten tief in Windows zu verankern. Möglicherweise waren die Pläne schlicht zu ambitioniert und ließen sich in der Theorie weitaus leichter formulieren, als sie in der Praxis umzusetzen wären. Zudem dürfte Microsoft wenig Interesse daran haben, diese Kehrtwende öffentlich zu kommunizieren, allzu leicht könnte sie als Rückschritt wahrgenommen werden – was sie im Grunde auch ist.
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AMD Medusa Point: Weitere Zen-6-Benchmarks, doch ohne Aussagekraft

Nach dem ersten Auftauchen von AMD Medusa Point im Geekbench-Browser folgen weitere Einträge in der Benchmark-Datenbank. Diese verleiten zu Leistungsvergleichen. Sie stehen jedoch auf wackeligen Füßen, da unklar ist, welche Daten korrekt ausgelesen wurden und welche nicht.
Schlagzeilen wie „Zen 6 bei 2 GHz schneller als Zen 5 bei 5 GHz“ oder „Medusa Point bei halbem Takt genauso schnell wie Strix Point“ sorgen gerade für Aufsehen, versprechen dabei allerdings viel mehr, als die Datenlage wirklich hergibt. Fakt ist nur: Es gibt kurz nach der ersten Sichtung von AMD Medusa Point im Geekbench jetzt weitere Einträge mit der namentlich identischen Testplattform „AMD Plum-MDS1“. Bei Medusa Point handelt es sich um die kommende APU-Generation von AMD, die im Mobile-Package (FP10) vor allem für Notebooks bestimmt ist.
Doppelt so viel Punkte bei gleichem Takt, ergeben keinen Sinn
Die neuen Einträge nennen viel höhere Punktzahlen im Geekbench als das erste Resultat. Die rund 2.200 bis 2.300 Punkte im Single-Core und 11.500 bis 13.000 Punkte im Multi-Core entsprechen mehr oder weniger der APU-Familie Strix Point. Da allerdings die angegebene maximale Taktfrequenz deutlich niedriger ist, wird schnell auf eine immense Leistungssteigerung geschlussfolgert.
Allerdings ist bekannt, dass die ausgelesenen Daten im Geekbench-Browser nicht immer stimmig sind, gerade auch was die Taktraten angeht. Und so soll etwa beim ersten Ergebnis mit nur 1.210/7.323 Punkten der maximale Takt bei 2,01 GHz gelegen haben, während die Resultate zwei und drei bei nahezu identischem Takt fast doppelt so hoch ausfielen. Inzwischen gibt es sogar ein viertes Ergebnis, bei dem der maximale Takt mit höheren 3,36 GHz angegeben ist. Dennoch liegt die Punktzahl mit 2.241/11.503 sogar unter den vorherigen Ergebnissen.
Noch zu viele Unstimmigkeiten
Das allein bestätigt, dass die Ergebnisse und die Taktraten noch keinerlei Aussagekraft besitzen, da sie nicht stimmig sind. Einzig beim Basistakt, der bei 2,4 GHz liegen soll, sind sich die Einträge einig. Probleme beim Auslesen könnte der Software zum einen die völlig neue Zen-6-Architektur bereiten, zum anderen kommt laut einstimmigen Gerüchten auch noch ein Hybrid-Design aus Zen 6 und Zen 6c zum Einsatz. Da die verschiedenen Kerne voraussichtlich unterschiedlich hoch takten, kann auch das die Software „verwirren“.
10 Kerne, doch welche?
Dass das Engineering Sample von Medusa Point über insgesamt 10 Kerne verfügt, erscheint gesichert. Pro Kern soll 1 MB L2-Cache vorhanden sein, der L3-Cache soll 32 MB umfassen und damit größer sein als bei Strix Point und dessen Refresh Gorgon Point.
Während das erste Resultat von 1 Cluster mit 10 Kernen spricht, melden die jüngeren Einträge ein „Cluster 1“ mit 4 Kernen und ein „Cluster 2“ mit 6 Kernen. Der letzte Stand der Gerüchteküche ist aber eher „4 Zen 6 + 4 Zen 6c + 2 LP“, also ein Hybrid-Design mit sogar drei Clustern, bei dem bisher bei AMD noch nicht eingesetzte Low-Power-Kerne ins Spiel kommen.
Bis zur Vorstellung von Medusa Point als neue Ryzen Mobile Familie dürften weitere Details ans Tageslicht kommen. Derzeit wird erwartet, dass der Marktstart erst Anfang 2027 erfolgt.
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