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Künstliche Intelligenz

Donnerstag: US-Provider ohne Filesharing-Haftung, Finnland-Wahl ohne US-Cloud


Internet-Zugangsprovider haften nicht für illegales Filesharing ihrer Kunden, sagt der US Supreme Court. Denn der Internetzugang ist nicht explizit auf Raubkopien ausgelegt und die Provider würden auch nicht davon profitieren. Das rettet die gesamte Branche. Nun müssen sich die Provider nicht mehr um rechtswidriges Filesharing der Nutzer scheren. In Finnland wollte das Justizministerium ein Computersystem für die Wahlabwicklung zu AWS umziehen. Diese Entscheidung wurde vorerst revidiert, nachdem das Vertrauen in US-Clouds und die politische Situation in den USA schwindet. Es ist auch digitale Souveränität, wenn die finnische Parlamentswahl auf eigenen Servern abgewickelt wird. Derweil bringt Meta Platforms die Band offenbar wieder zusammen. Dazu gehört auch Hugo Barra, der bei Facebook einst Oculus leitete. Jetzt kehrt er zurück und bringt Know-how für KI-Agenten mit. Er wird Teil des Superintelligenz-Teams, das in den letzten Monaten durch Übernahmen und KI-Experten anderer Firmen deutlich ausgebaut wurde – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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„Cox hat einfach nur Internetzugang bereitgestellt, was für viele andere Zwecke als Copyright-Verletzungen genutzt wird“, hält der US Supreme Court in einer lange erwarteten Erkenntnis fest. „Cox haftet nicht als Beitragstäter für die Verletzung von Sonys Copyright.“ Der Provider Cox Communications sollte aufgrund eines Urteils eines US-Bundesbezirksgerichts eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz zahlen, weil er nicht alle Kundenanschlüsse abgeschaltet hat, die wiederholt für illegales Filesharing genutzt wurden. Das hat der oberste Gerichtshof der USA nun aufgehoben, denn die Kläger konnten nicht darlegen, dass der Internetzugang auf Rechteverletzung zugeschnitten ist oder der Provider davon profitiert hat, so der US Supreme Court: Provider haftet nicht für Filesharing.

Die finnische Regierung hat ihren Plan vorerst aufgegeben, das Wahlsystem des Landes zu Amazon Web Services (AWS) umzuziehen. Die Parlamentswahl im April kommenden Jahres soll stattdessen auf den existierenden, eigenen Servern abgewickelt werden. Das Justizministerium wollte eigentlich alle Daten zu Kandidaten, Wählern sowie der Auszählung der Stimmen zu AWS umziehen. In den vergangenen zwölf Monaten habe sich die internationale politische Lage jedoch verändert, so die finnische Regierung. Das Justizministerium habe deshalb beschlossen, die Entscheidung, wie die Wahlplattform gehostet werden solle, zu überprüfen. Jetzt folgt auch die finnische Regierung dem Trend zu digitaler Souveränität von US-Anbietern: Finnische Regierung zieht Wahlsystem vorerst nicht zu AWS um.

Meta Platforms hat sich ein weiteres KI-Start-up einverleibt. Mit dem erst 2024 gegründeten Führungsteam von Dreamer, das sich auf KI-Agenten spezialisiert, kehrt auch ein bekannter Ex-Mitarbeiter zurück zum Facebook-Konzern. Hugo Barra führte einst Metas Virtual-Reality-Sparte, verließ das Unternehmen aber vor rund fünf Jahren. Nun kommt er als KI-Experte zurück, was den jüngsten Strategiewechsel bei Meta Platforms verdeutlicht: weniger Virtual Reality – mehr künstliche Intelligenz. Denn Mitte letzten Jahres hat der Facebook-Konzern ein neues KI-Team aufgestellt und dies in den letzten Monaten sukzessive durch von anderen Unternehmen abgeworbene Mitarbeiter oder Übernahmen ausgebaut, zuletzt speziell für KI-Agenten: Meta Platforms stärkt KI-Initiative mit Rückkehr namhafter Ex-Mitarbeiter.

In einem wegweisenden Prozess um Social-Media-Sucht hat eine Jury in Los Angeles die US-Konzerne Google und Meta zu Schadensersatz in Höhe von drei Millionen US-Dollar verurteilt. Die Schadensersatzsumme könnte sich im Nachgang noch erhöhen. Vor allem aber dürfte das Verdikt richtungsweisend für Tausende ähnlicher Verfahren gegen Tech-Unternehmen sein. Nach neun Verhandlungstagen entschieden die kalifornischen Geschworenen, dass Googles YouTube und Metas Instagram bei der Gestaltung oder dem Betrieb ihrer Plattformen fahrlässig gehandelt hätten. Die Fahrlässigkeit der beiden Unternehmen sei zudem ein wesentlicher Faktor für den von der Klägerin geltend gemachten Schaden. Es ging um „unendliches Scrollen“ als Suchtfaktor in diesem Prozess um Social-Media-Sucht: US-Jury spricht Meta und Google schuldig.

Die russische Polizei hat den mutmaßlichen Betreiber des Cybercrime-Forums LeakBase verhaftet. Der Festgenommene aus der südrussischen Hafenstadt Taganrog, unweit der Grenze zur Ukraine, steht laut den Behörden im Verdacht, „eine der größten internationalen Hackerplattformen, LeakBase“, betrieben zu haben. Eine Regierungssprecherin erklärte, dass Beamte des Büros für besondere technische Maßnahmen des Innenministeriums zusammen mit lokalen Kollegen den Einwohner von Taganrog wegen des Verdachts der Erstellung und des Betriebs einer der größten internationalen Cyberkriminalitätsplattformen festgenommen haben. Obwohl LeakBase kürzlich durch Europol abgeschaltet wurde, waren Europas Ermittler nicht an der Festnahme beteiligt: Russland verhaftet den mutmaßlichen Betreiber des Datenleak-Forums LeakBase.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem die Warnung der WTO, dass hohe Energiepreise den KI-Boom bremsen könnten. Wie realistisch ist dieses Szenario? Zudem diskutieren wir über das überraschende Aus des KI-Videogenerators Sora von OpenAI, nur fünf Monate nach Veröffentlichung der jüngsten Version. Was verrät das überraschende Aus über die strategische Lage von OpenAI? Derweil will Microsoft den Speicherhunger von Windows 11 bändigen, um die gefühlte Geschwindigkeit zu erhöhen. Hintergrund ist unter anderem der Druck durch Apples MacBook Neo, das sich mit 8 GByte RAM begnügt. Kann Microsoft den Rückstand gegenüber macOS bei der Speichereffizienz aufholen? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Energie vs. KI, OpenAI schließt Sora, Windows-Speicherhunger.

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Auch noch wichtig:


(fds)



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Amazon-Bestseller am Prime Day 2026: Welche Deals lohnen sich?


Nicht jeder Rabatt beim Prime Day ist ein echtes Schnäppchen. Wir analysieren die Bestseller bei Amazon und verraten, wo sich der Kauf wirklich lohnt.

Was sind die beliebtesten Produkte am Amazon Prime Day 2026 – und sind die Rabatte wirklich so gut, wie Amazon verspricht? In diesem Ratgeber zeigen wir jeweils die Top 10 der Bestseller aus verschiedenen Kategorien und prüfen jeden Deal mit unserem Preisvergleich. Bereits ausverkaufte Produkte ersetzen wir durch den jeweils nächsten Verkaufsrang. So sehen Sie auf einen Blick, wo Sie echte Schnäppchen machen – und wo Amazon nur mit hohen Streichpreisen lockt.

Haushalt

In der Kategorie Haushalt dreht sich bei den beliebtesten Artikeln alles um das Thema Kühlen. Der Preis und eine große Ersparnis zum Prime Day scheinen hier weniger wichtig als die reine Verfügbarkeit. Einen echten Rabatt gibt es hier nur beim Warmco Camping-Ventilator.

Küche

Auch in der Kategorie Küche sind Kaffeevollautomaten, Heißluftfritteusen und Bodenstaubsauger zu finden.

Computer

  1. Fritz Powerline 1260/1220 WLAN-Set für 134 Euro statt 151 Euro. Hier gibt es 11 Prozent Rabatt.
  2. Fritzbox 7530 AX | DSL-Router mit Wi-Fi 6 für 126 Euro statt 142 Euro. Hier gibt es 11 Prozent Rabatt.
  3. Sandisk Extreme Portable SSD 1 TB (tragbare NVMe SSD, USB-C, Wasser- und staubbeständig) für 143 Euro statt 149 Euro. Ein Rabatt von immerhin 5 Prozent.
  4. Fritzbox 5530 Fiber | Router für einen Glasfaseranschluss mit 2×2 Wi-Fi 6 (WLAN AX) für 156 Euro statt 178 Euro. Hier gibt es 12 Prozent Rabatt.
  5. Fritz Repeater 6000, Wi-Fi 6 Repeater mit drei Funkeinheiten für 190 Euro statt 225 Euro. Hier gibt es 16 Prozent Rabatt.
  6. Seagate Expansion Desktop 16 TB, Externe Festplatte, 3.5 Zoll, USB 3.0, inkl. Data Rescue Service für 318 Euro statt 397 Euro. Hier spart man 20 Prozent.
  7. Fritz Repeater 1200 AX, Wi-Fi 6 Repeater mit zwei Funkeinheiten für 70 Euro statt 75 Euro. Ein Rabatt von immerhin 7 Prozent.
  8. Fritzbox 6690 Cable | Router für einen Kabelanschluss, 4×4 Wi-Fi 6 (WLAN AX) für 260 Euro statt 280 Euro. Ein Rabatt von immerhin 7 Prozent.
  9. Fritzbox 5590 Fiber | Router für einen Glasfaseranschluss, Wi-Fi 6 für 200 Euro statt 240 Euro. Hier gibt es 17 Prozent Rabatt.
  10. Seagate Expansion Desktop 20 TB, Externe Festplatte, 3.5 Zoll, USB 3.0, inkl. Data Rescue Service für 390 Euro statt 513 Euro. Hier spart man ordentlich mit 24 Prozent.

In der Kategorie Computer dominieren die Produkte rund um die Fritzbox, die mit echten Rabatten von zwischen 7 und 17 Prozent punkten. Ansonsten sind hier noch drei externe Festplatten zu finden, wovon sich die beiden teuren Modelle tatsächlich als richtig gute Deals herauskristallisieren. Die Seagate Expansion Desktop 16 TB ist 20 Prozent günstiger als bei anderen Shops. Bei der Seagate Expansion Desktop 20 TB spart man sogar satte 24 Prozent.

Garten

  1. Intex Frame Pool 450 × 220 × 84 cm für 158 Euro statt 180 Euro – gute 12 Prozent Rabatt.
  2. Bayzid Chlor Multitabs, Chlortabletten für Pool, 5 kg für 39 Euro statt 36 Euro. Hier zahlt man mehr als nötig.
  3. Arebos Aufblasbarer Spa Pool, Whirlpool für vier Personen, 154 × 154 cm, 600 Liter für 363 Euro statt 450 Euro. Hier gibt es 19 Prozent Rabatt.
  4. Turbogrün Rasendünger für den Sommer, 20 kg für 45 Euro statt 53 Euro. Hier gibt es 15 Prozent Rabatt.
  5. Gardena Akku-Wand-Schlauchbox PowerRoll XXL (18645-20), automatischer Schlauchaufroller mit 40 m Gartenschlauch für 236 Euro statt 333 Euro. Hier spart man 29 Prozent.
  6. Gardena Wand-Schlauchbox Rollup XL inkl. Qualitätsschlauch mit Brause & Reinigungsspritze (18632-60) für 186 Euro statt 166 Euro (ebenfalls bei Amazon). Hier zahlt man mehr als nötig.
  7. Aiper SE Poolroboter, mit Akku, 90 Minuten Reinigungszeit für 129 Euro statt 138 Euro. Ein Rabatt von immerhin 6 Prozent.
  8. Agualeve Poolklar 1 l, Mittel für perfektes Poolwasser für 21 Euro statt 22 Euro. Ein Rabatt von immerhin knapp 5 Prozent.
  9. Ninja Woodfire Pro Connect XL, elektrischer BBQ Smoker Grill mit App-Steuerung für 380 Euro und somit den normalen Straßenpreis.
  10. Schneider Sonnenschirm Rhodos Grande ca. 400 × 300 cm anthrazit für 360 Euro statt 390 Euro. Ein Rabatt von immerhin knapp 8 Prozent.

In der Kategorie Garten geht es zwar ebenfalls sommerlich, aber insgesamt gemischt zu. Neben Pool, Whirlpool, Chlortabletten und Poolroboter werden Rasendünger, BBQ-Smoker und Schlauchaufroller gekauft. Den höchsten Rabatt gibt es beim Gardena Akku-Wand-Schlauchbox PowerRoll XXL. Der zweite Schlauchaufroller von Gardena und die Chlortabletten sind hingegen Mogelpackungen – diese Produkte gibt es sogar günstiger.



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Görliwood erleben: Fototour zu den berühmtesten Filmkulissen von Görlitz


Sie sind im beschaulichen Görlitz keine Unbekannten: Filmgrößen wie Kate Winslet, Moritz Bleibtreu oder Wes Anderson. Das sächsische Städtchen mit gerade mal 55.000 Einwohnern liegt am östlichen Rand der Bundesrepublik. Nimmt man es ganz genau, dann wird die Kleinstadt von der Lausitzer Neiße sogar in einen deutschen und einen polnischen Teil mit dem Namen Zgorzelec geteilt. Aber vielleicht liegt das Geheimnis des Erfolgs, das seit Jahren Locationscouts und Regisseure begeistert, in Görlitz’ außergewöhnlicher Lage: Der Ort verfügt über eine fast vollständig intakte Altstadt, ohne die Bausünden der Nachkriegsjahre, die jedes Straßenbild ruinieren.

Die Stadt hat den Krieg fast unbeschadet überstanden. In der Altstadt entdeckt man überall kopfsteingepflasterte Straßen, historisch restaurierte Fassaden, große und kleine Plätze, Türme, Kirchen, Bogengänge und diverse andere Augenfreuden. Rund 4000 Baudenkmäler aus 500 Jahren Architekturgeschichte sollen in Görlitz zu finden sein. Und so kommt es, dass die Einwohner Kamerakräne oder straßenfüllende Greenscreens in schöner Regelmäßigkeit beim Spazierengehen oder Einkaufen zu Gesicht bekommen.

Sicher, wer ein echter Filmfan ist und sich auch mit Drehorten beschäftigt, hat von Görliwood, wie die Stadt sich mit einem Augenzwinkern und einer guten Portion Stolz selbst vermarktet, schon gehört. Doch für alle, die Filmdrehs bisher eher in Großstädte wie Berlin oder Köln verortet haben, hat die sächsische Kleinstadt eine Menge zu offenbaren. Die Liste der Produktionen ist mit mehr als 120 ansehnlich. Sie reicht von modernen Kinderfilmen wie Die Schule der magischen Tiere 3 über Klassiker wie Grand Budapest Hotel bis hin zu Filmen über die NS-Zeit wie Die Bücherdiebin oder Inglourious Basterds. Auch verschiedene Fernsehproduktionen, beispielsweise die Reihe Wolfsland mit Yvonne Catterfeld als Kommissarin, haben hier ihre Hauptdrehorte. Eingefleischte Cineasten entdecken sogar die genauen Blickwinkel aus ihrem Lieblingsfilm und können sich so zum Spaß einmal selbst dort inszenieren.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Görliwood erleben: Fototour zu den berühmtesten Filmkulissen von Görlitz“.
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Leica SL3-P: Neue Vollformatkamera mit 44 Megapixeln für 6.000 Euro


Die Leica SL3-P übernimmt die Technik der SL3 und kombiniert einen hochauflösenden Vollformatsensor mit schnellen Serienbildern und umfangreichen Videofunktionen. In ihrem Inneren steckt nach Leica-Angaben ein rückwärtig belichteter Vollformatsensor (BSI) mit 44 Megapixeln, der einen Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen schaffen soll. Wer mehr Auflösung braucht, kann den Multishot-Modus nutzen: Er kombiniert mehrere Aufnahmen zu Bildern mit bis zu 176 Megapixeln. Der ISO-Bereich reicht laut Hersteller von ISO 50 bis 200.000.

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Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Auch beim Autofokus hat sich etwas getan. Leica setzt hier auf drei Technologien gleichzeitig – Phasendetektion, Tiefenkarte und Kontrasterkennung. Insgesamt 819 AF-Punkte stehen zur Verfügung, Motive erkennt das System automatisch. Bis zu 40 Bilder pro Sekunde sind möglich, und das mit durchgehender Autofokus-Nachführung, wie Leica angibt.

Beim Video filmt die SL3-P nach Herstellerangaben in bis zu 8K. Im sogenannten Open-Gate-Modus im 3:2-Format schafft sie 8,1K bei 24 Bildern pro Sekunde und nutzt dabei die komplette Sensorfläche. Daneben gibt es 8K bei 30p, 5,9K bei 60p sowie Zeitlupen in 4K bei 120 Bildern pro Sekunde. Der Apple-ProRes-Codec ist mit bis zu 5,8K integriert. Für den L-Log-Farbraum hat Leica zwei neue kamerainterne Farbprofile spendiert, „Leica Pure“ und „Leica Cine“.

Gefertigt wird die SL3-P in Deutschland – typisch für Leicas Fotografie-Philosophie der Handwerkskunst. Auffällig: Das Metallgehäuse kommt ohne das rote Markenlogo aus, auch die Bedienelemente sind durchgehend schwarz. In den Fotonews der Woche 45/2025 hatten wir bereits die SL3 Reporter vorgestellt, die auf derselben technischen Basis aufbaut und ebenfalls auf den roten Punkt verzichtet. Gegen Staub und Spritzwasser ist die Kamera nach IP54 geschützt. Sie nutzt das L-Mount-Bajonett und versteht sich damit auch mit Objektiven der L-Mount-Allianzpartner.



Das Display unterscheidet mittels Farbcode zwischen Foto- und Videoaufnahmen. Der Bildschirm lässt sich nach oben und unten klappen, etwa für Aufnahmen über Kopf oder in bodennähe.

(Bild: Leica)

Foto- und Videomodus hält die Bedienoberfläche strikt getrennt. Ein Farbcode hilft bei der Unterscheidung – Rot steht für Foto, Gelb für Video. Der neigbare Monitor passt seine Anzeige automatisch an die jeweilige Kameraausrichtung an, so der Hersteller.

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Für die Verbindung zu anderen Geräten stehen WLAN, Bluetooth und USB-C bereit. Über die hauseigene Leica-Fotos-App lassen sich Bilder und Videos herunterladen, auch fernsteuern kann man die Kamera damit. Tethering läuft nativ mit Lightroom Classic und Capture One, und per Adobe Frame.io wandern Dateien direkt aus der Kamera in die Cloud.

Dazu kommt die Content-Credentials-Technologie, die dem Standard der Content Authenticity Initiative (CAI) folgt. Fotografen können ihre Aufnahmen so mit manipulationssicheren Metadaten versehen, um die Urheberschaft nachzuweisen. Auch die Leica Q3 Monochrom setzt auf diese Technologie – sie war das erste Modell der Q-Serie mit Content-Credentials-Unterstützung.



Das neue 50 mm f/1.4 ist laut Leica eines der kompaktesten Objektive seiner Klasse, der Preis ist – typisch Leica – hoch.

(Bild: Leica)

Neben der Kamera zeigt Leica zwei neue Objektive. Das Summilux-SL 1:1,4/50 ASPH. ist laut Hersteller das weltweit kompakteste Autofokus-Objektiv mit 50 Millimetern Brennweite bei einer Lichtstärke von 1:1,4. Mit 74 Millimetern Durchmesser, 75,5 Millimetern Länge und 584 Gramm Gewicht bleibt es handlich. Verbaut sind zwei asphärische Linsenelemente und elf Blendenlamellen, die Naheinstellgrenze liegt bei 50 Zentimetern. Gefertigt wird auch dieses Objektiv in Deutschland; den Preis gibt Leica mit 4.500 Euro an.

Das zweite Objektiv ist das APO-Macro-Elmarit-SL 1:2,8/100 und nach Leicas Worten der Nachfolger des 1987 vorgestellten APO-Macro-Elmarit-R. Es bringt eine apochromatische Korrektur, eine Naheinstellgrenze von 30 Zentimetern und einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:1 mit. Die Blende hat neun Lamellen. Mit Gegenlichtblende wiegt es 862 Gramm und misst 137,6 Millimeter in der Länge. Dafür ruft Leica 2.450 Euro auf. Beide Objektive sollen ab Ende 2026 erhältlich sein.

Allein kostet die SL3-P 6.000 Euro. Zum Start gibt es außerdem drei Kits: mit dem Vario-Elmarit-SL 28-70 für 7.000 Euro, mit dem Vario-Elmarit-SL 24-70 für 7.500 Euro und mit den beiden Zooms – 24-70 sowie 70-200 – für 9.800 Euro. Verkaufsstart ist der 25. Juni 2026 in Leica Stores, im Online-Shop sowie bei autorisierten Händlern.

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(tho)



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