Apps & Mobile Entwicklung
KI-Entlassungen: Meta und Microsoft streichen Tausende Stellen
Aufgrund der KI-Investitionen und Produktivitätsfortschritte planen Meta und Microsoft deutliche Einschnitte bei der Belegschaft. Während der Facebook-Konzern rund zehn Prozent der Mitarbeiter entlassen will, bietet Microsoft sieben Prozent der US-Mitarbeiter Abfindungen an, wenn diese den Konzern freiwillig verlassen.
Meta: Entlassungen nötig, um andere Investitionen auszugleichen
Meta hatte am Donnerstag den Mitarbeitern in einem internen Memo verkündet, rund 8.000 Stellen zu streichen, berichtete Bloomberg. Das sind rund zehn Prozent der Belegschaft, als Termin für die Entlassungen wird der 20. Mai genannt. Ebenso kündigte der Konzern an, 6.000 bis dato ausgeschriebene Stellen nicht zu besetzen.
Die Einsparungen erfolgen in einem Jahr, in dem der Konzern bis zu 135 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur investieren will – der Großteil davon fließt in den KI-Bereich. In dem internen Memo findet sich sogar ein direkter Zusammenhang mit den Ausgaben. Die Entlassungen folgen demnach im Rahmen der „fortlaufenden Bemühungen, die Effizienz im Unternehmen zu steigern und andere Investitionen auszugleichen, die wir tätigen“, schrieb Metas Chief People Officer Janelle Gale in der Mitteilung.
Es ist ein Kurs, der sich bereits angekündigt hat. Meta-Chef Mark Zuckerberg erklärte bereits im Januar, er habe gesehen, wie viel produktiver Mitarbeiter seien, die sehr intensiv die KI-Tools nutzen. Einzelne Personen könnten nun Projekte realisieren, die zuvor große Teams benötigt hätten, sagte Zuckerberg.
Um KI-Agenten zu trainieren, zeichnet Meta die Tastatureingaben der Mitarbeiter auf
Intern kam es bei Meta in den letzten Wochen zu Protesten. Das gilt insbesondere, seit durch einen Reuters-Bericht bekannt wurde, dass der Konzern unter anderem die Mausbewegungen und Tastatureingaben der Mitarbeiter aufzeichnet, um Trainingsmaterial für KI-Agenten zu generieren.
Microsoft startet erstes Abfindungsprogramm
Ein Novum ist indes die Strategie bei Microsoft. Erstmals bietet der Konzern langjährigen Mitarbeitern eine Abfindung, sollten diese sich zu einem Ausstieg entscheiden. Laut einem internen Memo, das der Financial Times vorliegt, geht das Angebot an alle, bei denen Alter und Dienstjahre summiert einen Wert von 70 und mehr erreichen (also beispielsweise: 50 Jahre alt und 20 Jahre bei Microsoft tätig). Rund 8.000 der 125.000 Mitarbeiter in den USA sollen dadurch berechtigt sein.
Der Ton in Microsofts Memo fällt freundlicher als bei Meta aus. „Viele dieser Mitarbeiter haben Jahre, in manchen Fällen sogar Jahrzehnte, damit verbracht, Microsoft zu dem zu machen, was es heute ist“. Das Angebot soll diesen Mitarbeitern daher „die Chance geben, den nächsten Schritt zu machen (…) mit großzügiger Unterstützung des Unternehmens“.
Langjährige Mitarbeiter sind in der Regel besonders teuer und im Endeffekt stehen auch bei Microsoft Produktivitätsgewinne im Fokus. Wie es im Bericht der Financial Times heißt, will der Konzern im aktuellen Fiskaljahr, das im Juni endet, insgesamt rund 140 Milliarden US-Dollar investieren. Ausgaben für die Cloud- und KI-Sparte stehen dabei im Mittelpunkt.
KI-Entwicklung und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Der erneuten Entlassungen heizen die Diskussionen über die Auswirkungen von KI-Diensten für den Arbeitsmarkt weiter an. Betroffen ist bislang vor allem die Tech-Branche, wie Analysen zeigen. Agenten übernehmen immer größere Teile von Coding-Aufgaben. Insbesondere junge Software-Entwickler haben es in diesem Umfeld schwer, einen Job zu finden.
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Anthropic Claude Fable 5: Quellcode in mobiler App deutet weitere Funktionen an

Hinweise in einer aktuellen iOS-Version der Claude-App deuten auf mehrere geplante, aktuell aber noch inaktive Funktionen hin. Im Code finden sich Fragmente für eine automatische Modellweiterleitung bei Fable-Sperren, eine Modellauswahl im Voice Mode sowie die Einbindung von Managed Agents in Claude Code.
Anthropic scheint noch einige Funktionen zu planen
Bereits wenige Stunden nach der offiziellen Veröffentlichung der neuen KI-Modelle von Anthropic ist TestingCatalog bei einer genaueren Analyse der iOS-App auf bislang nicht aktivierte Funktionen gestoßen.
Claude Fable 5 ist das erste öffentlich verfügbare Modell der neuen Mythos-Klasse und soll in mehreren Benchmarks mehr als zehn Prozent mehr Leistung als Opus bieten. Gleichzeitig unterliegt es deutlich strengeren Sicherheitsvorgaben als seine Vorgänger. Anfragen zu Themen wie Cyber-Sicherheit, Biologie, Chemie oder Model Distillation werden daher durch Sicherheitsfilter blockiert.
Weiterleitung an bestimmte KI-Modelle
Derzeit werden solche Anfragen in Fable 5 automatisch an das schwächere Modell Opus 4.8 weitergeleitet. Testing Catalog hat jedoch in der mobilen iOS-App einen bislang noch inaktiven Schalter entdeckt, über den sich die Anfrage an ein anderes KI-Modell weiterreichen lassen soll. Dies entspräche zwar dem von Anthropic auf API-Ebene beschriebenen Fallback-Verhalten, würde jedoch als benutzerseitige Steuerungsmöglichkeit das Klassifizierungssystem für Abonnenten deutlich weniger störend wirken lassen, wenn sie bei ihrer regulären Arbeit an diese Grenzen stoßen.
Modellwahl für Sprachmodus
Auch der Voice Mode soll zusätzliche Funktionen erhalten. Hinweise im iOS-Code deuten auf eine Modellauswahl zwischen den Modellen Opus, Sonnet, Haiku und möglicherweise Fable hin. Das gewählte KI-Modell würde dabei nicht nur die Sprachsynthese steuern, sondern auch Tool-Aufrufe und weitere Aufgaben innerhalb der Sprachfunktion übernehmen. Da der aktuelle Voice Mode auf Haiku 4.5 basiert und seit längerer Zeit keine größeren Aktualisierungen mehr erhalten hat, könnte diese Änderung die Leistungsfähigkeit der Funktion deutlich steigern und Nutzern zugleich mehr Flexibilität bieten.
Spezialagenten direkt im Coding-Assistenten auswählbar
Eine weitere entdeckte Neuerung betrifft die Verknüpfung von Claude Code mit den Anthropic Managed Agents. Anwender sollen künftig die Möglichkeit erhalten, über die Managed-Agents-Plattform konfigurierte Cloud-basierte Spezialagenten direkt in Claude Code auszuwählen und ihnen bestimmte Aufgaben zuweisen können. Der technischen Integration zufolge soll die Umsetzung derzeit noch nicht vollständig abgeschlossen sein, bei einer Aktivierung würde sie den Einsatz spezialisierter Agenten auf Mobilgeräten jedoch erheblich erweitern und die Richtung weiter fortsetzen, die Anthropic mit Claude Code im Web und der Aufgabenvergabe von Cowork eingeschlagen hat.
Keine dieser Funktionen wurde bislang allerdings offiziell von Anthropic angekündigt oder gar bestätigt. Entsprechend bleibt offen, ob und wann sie tatsächlich eingeführt werden.
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Quo vadis, Xbox-Exklusivität?: Microsofts Strategie bleibt erst einmal vage

Mehr Spiele bleiben auf der Xbox, das war die Nachricht des Summer Game Fest 2026. Oder nicht? Die Strategie dahinter bleibt bemerkenswert unkonkret. Entschieden wird, so wirkt es zumindest von außen, nach Gutdünken.
Dass Microsoft die Multiplattformstrategie wieder zurückfährt, war klar. Auf dem Summer Game Fest 2026 war davon aber nur in Ansätzen etwas zu sehen. Lediglich das Steampunk-RPG Clockwork Revolution und Gears of War: E-Day wurden als „Xbox Console Exclusive“ angekündigt und erscheinen nur auf dem PC und der Xbox.
Für beide Spiele wurde die Entscheidung vor gut einem Monat gefallen, aber gut unter Verschluss gehalten – so gut, dass Walmart das neue Gears auch für die PlayStation 5 gelistet hatte. Laut Jeff Grubb von Giant Bomb existiert bereits ein im Grunde fertiger Port des Spiels, der nun eingestampft wird.
Andere kommende Spiele wie das nächste Fable oder das Halo-Remake Campaign Evolved kommen auf die PlayStation 5. Für State of Decay 3 und Senua gilt das gleiche.
Was heißt das?
Chief Content Officer Matt Booty versuchte die Verwirrung im Gespräch mit Gamertag Radio (YouTube) aufzuklären. Ziel sei es Spielern einen Grund für den Kauf einer Xbox zu geben und bisherige Fans zu belohnen. Multiplayer-Titel und Live-Service-Angebote sollen aber auf allen Plattformen erscheinen, genau wie bereits für andere Plattformen angekündigte Spiele. Welche Spiele wo erscheinen, werde parallel zum Erscheinungstermin angekündigt.
Ähnlich äußerte sich Chief Strategy Officer Matthew Ball bei The Game Business (via X). Es gebe ein „internes Regelwerk und eine Strategie“ für den Umgang mit Exklusivspielen. Spieler sollen künftig eine „verlässliche Pipeline“ erwarten können, die „ihre vorherigen Investments in die Xbox-Plattform bestätigt, sie in der Zukunft auf der Xbox hält“.
Besonders konkret sind die Aussagen nicht. Das deutet auf eine immer noch nicht endgültig in Stein gemeißelte Strategie hin. Booty selbst sprach von Einzelfallentscheidungen. Portierungen sind zwar ökonomisch pro Titel betrachtet oft sinnvoll, Exklusivität treibt allerdings Hardware-Verkäufe – und wird von Fans gewünscht.
Diese Zielgruppe umwirbt Microsoft in Anbetracht einer etwas schwächelnden Plattform gerade unter anderem mit der Umbenennung von Xbox in XBOX. Eine mögliche Antwort liegt auch darin: Ein paar Exklusivspiele wird es in regelmäßigen Abständen zur Beruhigung der Hardcore-Nutzerbasis geben, der Rest kommt weiter überall.
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GeForce Hotfix 610.52: Neuer Treiber behebt Probleme mit G-Sync, DLSS und Smooth Motion

Nvidia hat den GeForce Hotfix Display Driver 610.52 veröffentlicht. Der optionale Treiber basiert auf dem Game-Ready-Treiber 610.47 und behebt mehrere Fehler, die unter anderem G-Sync, bestimmte Monitore, DLSS Frame Generation und Smooth Motion betreffen.
Schnelle Hilfe außer der Reihe
Zu den behobenen Problemen gehört ein Frame-Pacing-Fehler auf bestimmten Monitoren, der bei Ada-Grafikkarten in Verbindung mit aktiviertem G-Sync auftreten konnte. Außerdem wurde ein Fehler korrigiert, durch den die EDID-Informationen einiger Monitore nicht korrekt ausgelesen wurden. In solchen Fällen wurden die Bildschirme unter Umständen als „Nvidia NV-Failsafe“ erkannt.
Auch für Multi-Monitor-Systeme bringt der Hotfix-Treiber Anpassungen. Dazu gehören laut Nvidia eine verbesserte Stabilität in Spielen, wenn V-Sync zusammen mit DLSS Frame Generation genutzt wird. Darüber hinaus wurde ein Fehler behoben, durch den bestimmte Bildschirme nicht mehr aus dem Standby aufwachten. Für World of Warcraft nennt Nvidia ebenfalls Stabilitätsverbesserungen.
Weitere Änderungen betreffen Nvidia Smooth Motion. In einigen DirectX-11-Spielen konnte es bei aktivierter Funktion zu Rucklern oder Ghosting kommen. Zudem konnte Smooth Motion laut Nvidia dazu führen, dass bestimmte Spiele bereits beim Start abstürzten. Auch daran soll der Hotfix 610.52 ansetzen.
Nur bei Bedarf
Wie bei den GeForce-Hotfix-Treibern üblich, handelt es sich nicht um einen regulären WHQL-Treiber. Es sind viel mehr um optionale Beta-Treiber, die nur eine verkürzte Qualitätsprüfung durchlaufen. Sie sollen gezielt Fehler schneller beheben, bevor die Änderungen in einen späteren offiziellen Treiber einfließen. Wer von den genannten Problemen nicht betroffen ist, kann daher auch auf den nächsten zertifizierten Treiber warten.
Downloads
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4,2 Sterne
Die GeForce-Treiber unterstützen sämtliche aktuellen Nvidia-Grafikkarten.
- Version 610.47 Deutsch
- Version 610.52 Hotfix Deutsch
- +4 weitere
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