Künstliche Intelligenz
Automatisierte Urheberrechtsverfolgung: Wie Bildersuche Abmahnungen auslöst
Wer ein Foto im Netz verwendet, ohne es lizenziert zu haben, riskiert eine kostenpflichtige Abmahnung. Doch auch, wer im Recht ist, kann in die Mühlen eines industrialisierten Rechtsdurchsetzungssystems geraten. Was Betroffene über Ansprüche, Beweislast und Kosten wissen müssen.

Tobias Haar ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt IT-Recht bei Vogel & Partner in Karlsruhe. Er hat zudem Rechtsinformatik studiert und hält einen MBA.
Urheberrechtlicher Schutz von Fotografien
Fotografien sind in Deutschland urheberrechtlich geschützt – allerdings in zwei Schutzkategorien. Lichtbildwerke setzen eine persönliche geistige Schöpfung voraus und genießen die volle Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers. Einfache Lichtbilder ohne schöpferische Höhe sind als verwandtes Schutzrecht für 50 Jahre ab Erscheinen oder Herstellung geschützt. In beiden Fällen liegt das ausschließliche Nutzungsrecht beim Fotografen, der anderen Personen oder Unternehmen Lizenzen erteilen oder die Nutzung untersagen kann. Stock-Agenturen erwerben von Fotografen Nutzungsrechte und vermarkten diese weiter.
Rechtlich entscheidend ist dabei: Verstöße im eigenen Namen gerichtlich zu verfolgen setzt voraus, dass ein ausschließliches Nutzungsrecht vorliegt. Wer lediglich eine einfache Lizenz hält, dem muss der Urheber ausdrücklich das Recht zur Anspruchsdurchsetzung einräumen, sonst fehlt die sogenannte Aktivlegitimation. Ob eine Agentur tatsächlich über ausschließliche Rechte verfügt, ist für Außenstehende kaum zu beurteilen, da die zugrunde liegenden Verträge nicht öffentlich zugänglich sind. Meist ist das aber nicht der Fall – ein erheblicher Angriffspunkt für Abgemahnte.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Automatisierte Urheberrechtsverfolgung: Wie Bildersuche Abmahnungen auslöst“.
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Jetzt bewerben: IT-Stipendium Sommersemester 2026
Die heise-Magazine c’t, iX sowie heise online bieten in Kooperation mit dem Karrierenetzwerk e-fellows.net wieder Stipendien für das Sommersemester 2026 an. Angehende Informatiker werden mit 600 Euro unterstützt. Obendrauf gibt es ein Jahresabonnement von heise+, eine Einladung zum heise-Schnuppertag, die Teilnahmemöglichkeit an einem Kurs der heise academy sowie Tickets für die IT-Sicherheitsmesse secIT 2027. Alle Interessierten können sich bis zum 10. Mai 2026 auf der Website von e-fellows.net bewerben.
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Zum 30-jährigen Jubiläum von heise online betont Chefredakteur Volker Zota die Bedeutung von Vertrauen, fundierter Berichterstattung und Nachwuchsförderung: „Seit 30 Jahren steht heise online für fundierten Technikjournalismus, kritische Einordnung und das Vertrauen unserer Leserinnen und Leser. Gerade in einer Zeit, in der KI, Cyberangriffe und Desinformation die digitale Welt prägen, ist dieses Vertrauen wichtiger denn je – und genau deshalb investieren wir nicht nur in Inhalte, sondern auch in die Förderung der nächsten Generation von IT-Expertinnen und -Experten.“
Online bewerben
e-fellows.net, das größte deutschsprachige Karrierenetzwerk mit eigenem Stipendienprogramm, schreibt zum wiederholten Mal die IT-Stipendien aus. Zu den Förderern zählen neben heise unter anderem Bosch, CHECK24 und WetterOnline.
Die Bewerbung für ein IT-Stipendium ist einfach: Man bewirbt sich online bei e-fellows.net und ergänzt ein kurzes Motivationsschreiben sowie seinen Lebenslauf.
(fre)
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iFlytek AI Note 2: E-Ink-Tablet mit Android, GPT-5 und Transkription im Test
Tablets mit Eingabestift sind ein guter Ersatz für die klassische Schreibkladde. Letztere hat zwar durchaus ihren Charme, das digitale Pendant bietet aber deutlich mehr Komfort. Texte und Skizzen lassen sich blitzschnell durchsuchen, verändern und wiederverwenden. Im Falle des iFlytek AI Note 2 mit E-Ink-Display kommt ein weiterer Punkt hinzu. Denn auf dem Android-basierten Gerät können Sie zahlreiche Apps installieren und den Einsatzbereich deutlich erweitern – etwa mit Google-Diensten oder Office-Anwendungen.
Denn neben der Möglichkeit Notizen zu erstellen, transkribiert das Gerät auf Wunsch Gespräche – etwas, das etwa dem Remarkable 2 (Test) fehlt. Dabei setzt iFlytek auf eine eigene KI, um die Texterkennung zu verbessern und Geschriebenes und Gesprochenes in Echtzeit zu übersetzen. Hinzu kommt die Integration von GPT-5 und Gemini 3.1 Pro, um bei der Bedienung zu helfen und Fragen zu beantworten.
- iFlytek nutzt für mehrere Funktionen die Unterstützung von KI, setzt aber auf mehrere verschiedene Sprachmodelle.
- Das AI Note 2 fällt dünner und leichter als die meisten E-Ink-Tablets der 10-Zoll-Klasse aus.
- Notizen lassen sich mit wenigen Klicks um Mindmaps erweitern. Ein entsprechender Assistent erstellt die gewünschte Struktur.
Wir haben die Funktionen des Tablets im privaten sowie beruflichen Umfeld getestet. Im Mittelpunkt standen dabei die Sprach- und Schrifteingabe – auch unter erschwerten Bedingungen – sowie Kommunikationsfreudigkeit des AI Note 2. Denn der chinesische Hersteller verweist darauf, dass die Daten geschützt auf Servern der Amazon-Tochter AWS innerhalb der EU liegen.
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Tickets an einem Ort: Samsung erweitert Wallet um Reise-Funktion „Trips“
Samsung hat eine neue Funktion für seine Google-Wallet-Alternative Samsung Wallet angekündigt. Nutzerinnen und Nutzer von Samsung-Galaxy-Geräten können ihre Reisen mit „Trips“ künftig an einem Ort organisieren und verwalten. Die Wallet-Funktion soll Reisenden relevante Reiseinformationen in Samsung Wallet zusammenfassen und bei Bedarf bereitstellen – jedoch zunächst nicht hierzulande.
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Reisebezogene Pläne in einer Ansicht
„Reisepläne sind oft über Bestätigungen, Apps und Nachrichten verstreut, was genau in den Momenten zu Problemen führt, in denen man Klarheit braucht“, sagt Woncheol Chai, EVP und Leiter des Digital Wallet Teams im Geschäftsbereich Mobile eXperience (MX) bei Samsung Electronics. „Indem wir „Trips“ in Samsung Wallet integrieren, bieten wir Galaxy-Nutzern einen zentralen Ort, an dem sie ihre Reisedaten übersichtlich verwalten und ihren Plänen immer einen Schritt voraus sind“, erklärte er weiter.
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Die neue Funktion integriert eine „Reise-Zeitleiste“ in das Wallet, in dem Nutzerinnen und Nutzer sämtliche reisebezogene Pläne in einer einzigen Ansicht einsehen können. Wenn Nutzer entsprechende Einträge in die Samsung Wallet einfügen, gruppiert die Funktion diese anhand von Zeit und Ort. Dies soll Reisenden helfen, ihre Reisepläne an einem Ort zu bündeln, auch wenn die Details aus verschiedenen Quellen stammen, erklärt Samsung.
Laut Samsung lassen sich in Trips etwa Buchungen für Hotels, Flüge, Mietwagen und Ausflüge sowie Tickets für Busse, Züge, Freizeitparks und Sportveranstaltungen vereinen. Trips unterstütze außerdem die Möglichkeit, „Reiseelemente manuell hinzuzufügen und neben gespeicherten Elementen Notizen anzufügen, um wichtige Erinnerungen, Pläne und Anmerkungen während der gesamten Reise festzuhalten“, so der Hersteller.
Noch nicht für Deutschland
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Trips wird ab April 2026 schrittweise für Samsung-Wallet-Nutzer verfügbar sein, darunter die USA, Großbritannien und Korea. Wann oder ob Samsung Trips nach Europa bringen wird, ist noch nicht bekannt.
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Mit der Trips-Funktion erweitert Samsung seine Pläne, seinen Nutzern mehr Möglichkeiten bei der Reisevorbereitung und unterwegs zu bieten. Zu bisher angekündigten Funktionen gehören unter anderem Circle to Search und ein KI-gestützter Dolmetscher. Langfristig soll die KI laut Unternehmen etwa auch bei der Urlaubsplanung helfen und die Reise vom Flug über Unterkunft bis zu Restaurantempfehlungen und Sehenswürdigkeiten organisieren.
(afl)
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