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Cliff kehrt zurück: Duschgel-Klassiker mit neuem Markenauftritt – Design Tagebuch


Die Duschgelmarke Cliff, in den 1980er-Jahren fester Bestandteil des deutschen Pflegemarktes, feiert nach einer längeren Pause ein Comeback. Nach umfassendem Rebranding kehrt der Duschgel-Klassiker mit weiterentwickeltem Marken- und Packaging-Konzept in den Handel zurück. Im dt wird ausführlich auf die Geschichte der Marke eingegangen.

Mit der Rückkehr von Cliff in den deutschen Handel erfährt eine ehemals prägende Marke des Männerpflegesegments eine gestalterische Neuinterpretation. Ende der 1980er-Jahre war Cliff eines der meistverkauften Duschgels in Deutschland. Nun wurde das visuelle Erbe der Duschgel-Marke in einen zeitgemäßen Markenkontext überführt.

Zum Hintergrund: Cliff, ursprünglich vom Mainzer Unternehmen Blendax entwickelt, wurde Mitte der 1980er-Jahre in den Handel eingeführt. Im Zuge der Übernahme von Blendax durch den Konzern Procter & Gamble im Jahr 1987 wechselten auch die Rechte an der Marke. Procter & Gamble verlor einige Jahre später das Interesse an der Marke und verkaufte diese, ebenso wie die Rechte an den Blendax-Marken Credo, Kamill und Litamin, im Jahr 1998 an den deutschen Wasch- und Reinigungsmittelhersteller Burnus. Die BurnusCare GmbH mit Sitz in Darmstadt* hält nunmehr die Markenrechte an Cliff (Duschgel).

Cliff Brand Logo, Quelle: Peter Schmidt Group

Das Cliff-Comeback ist Teil einer Markenstrategie, die neben Produktneuheiten auch die Revitalisierung früherer Marken beinhaltet. Nachdem im Herbst 2023 bereits die Schaumbadmarke Litamin neu aufgelegt wurde, erfährt mit Cliff nun eine zweite frühere Blendax-Marke ein Revival. Nach vier Jahren Abstinenz vom deutschen Markt erfolgt nun die Rückkehr in den deutschen Handel, und zwar im neuen Design. Mit der Neugestaltung und strategischen Neuausrichtung beauftragt wurde die Hamburger Agentur Peter Schmidt Group.

Auszug der Pressemeldung

Mit dem Relaunch von Cliff wird ein im Männerpflegesegment etabliertes Duschgel neu positioniert, das insbesondere durch seinen Menthol-Effekt und sein markantes Design geprägt war. Diese Eigenschaften werden in einer neuen Produktlinie aufgegriffen und in eine zeitgemäße Ausführung überführt. Gleichzeitig trägt die Neuausrichtung einem veränderten Pflegeverständnis Rechnung: Körperpflege wird zunehmend als funktionaler Bestandteil des Alltags gesehen. Cliff greift diesen Ansatz auf und positioniert die tägliche Anwendung als Moment der Erfrischung und Regeneration.

Cliff Arctic (Spirit) Duschgel – vorher (300ml) und nachher (250ml), Bildquelle: Burnus Care, Bildmontage: dt
Cliff Arctic (Spirit) Duschgel – vorher (300ml) und nachher (250ml), Bildquelle: BurnusCare, Bildmontage: dt

Die Kernelemente – die Wortmarke und die Klippenspringer-Bildmarke – wurden modifiziert. Die Wortmarke ist weiterhin in Kleinbuchstaben gehalten, allerdings sind diese nun entlang einer (nach rechts oben) ansteigenden Diagonalen ausgerichtet. Der Cliff-Schriftzug, nun deutlich größer als auf früheren Verpackungen abgebildet, erstreckt sich quer über die gesamte Front.

Das Farbspektrum besteht aus einem tiefdunklen Blau kombiniert mit leuchtenden Akzentfarben (Hellblau, Mint, Gelb). Bestandteil der Revitalisierung sind zudem eine veränderte Bildästhetik und Typografie. Textauszeichnungen sind künftig in der Schrift Fixture gesetzt. Fixture ((Sudtipos) ist eine 2018 erschiene Grotesk mit leicht modulierter Strichstärke und Betonung auf Vertikale – eine zeitgenössische Interpretation klassischer Groteskschriften.

Im Ergebnis ein „spannungsgeladener Look, der die Marke entschlossen in die Gegenwart bringt“, so Inga Wolter, die als Executive Creative Director den Bereich Consumer Branding der Peter Schmidt Group leitet. „Cliff und die Klippenspringer von Acapulco – das war stilprägend für die Achtziger- und Neunzigerjahre. Doch die Gesellschaft und das Verständnis von Männlichkeit haben sich verändert. Mit Cliff gehen wir konsequent den Weg von Selbstinszenierung zu Selbstreflexion, von Adrenalin zu Regeneration. So gewinnt die Marke neue Relevanz.“

Das Sortiment umfasst insgesamt drei Varianten: Acapulco, Arctic und Life. Acapulco kombiniert unter anderem Mate-Extrakt mit Menthol und setzt auf ein Duftprofil aus Zitrusnoten, Minze und holzigen Akzenten. Arctic basiert auf Menthol und blauem Eukalyptus und zeichnet sich durch frische Zitrusnoten, maritime Nuancen und holzige Basisnoten aus. Die Variante Life enthält Guarana-Extrakt sowie einen Pflegekomplex mit pflanzlichem Glycerin und Glyceryl Oleate zur Unterstützung des Feuchtigkeitshaushalts der Haut und zum Schutz vor Austrocknung. Der Duft verbindet Zitrus- und warme Holznoten. Die Produkte sind laut Hersteller ab sofort in Drogeriemärkten und Supermärkten zu einem Preis von 2,89 EUR (UVP) erhältlich.

Kommentar

Im Vergleich zur letzten Aufmachung wirkt das neue Design geordneter, klarer, nicht minimalistisch, was bei dieser Marke auch nicht notwendig ist, doch reduzierter. Die bisherige Gestaltung, mit einem Markenlogo in Alufolien-Optik, das mit einer Typo im „rugged“-Style kombiniert wurde, wirkt konzeptlos und unausgegoren.

Das neue Design ist nun frei von Farbverläufen und derlei grafischen Effekten, kann auch deshalb optisch überzeugen, vor allem passt es viel besser zum Profil dieser Markenikone.

Mir gefällt die „Edginess“, die das Packaging über die diagonal über die Front verlaufende Wortmarke erzeugt. Ich könnte mir vorstellen, dass das so erzeugte Muster am Point-of-Sale in den Regalen für vergleichsweise große Aufmerksamkeit sorgt. Im Handel bei mir vor Ort stehen die Verpackungen derzeit noch nicht im Regal. Wer sie sichtet, kann gerne eine Foto per Mail schicken.

In der Pop- und Modekultur und in der Werbung geht derzeit nichts ohne 80er-Jahre-Zitate oder -Anleihen. Cliff ist ein Kind dieser stilprägenden Dekade. Das Revival feiert Cliff allerdings ganz ohne Schnurrbart. Ich bin gespannt, ob die Reaktivierung am Markt erfolgreich sein wird.

Die Geschichte der Marke Cliff beginnt übrigens nicht erst, wie auf der neuen Marken-Website von Cliff unter take-a-cliff.com dargestellt, im Jahr 1988 (Anm.: früher wurde cliff-energy.de als Domain genutzt). Auch einschlägige Markenverzeichnisse (brandslex.de, u.a.) nennen das Jahr 1998 als Markteintritt. Doch Cliff kam bereits einige Jahre zuvor in den Handel.

Bereits im Juni 1984 wurde für das Cliff-Markenlogo Markenschutz beantragt (DPMA Registernummer 1080868). Das Cliff-Ursprungslogo enthält ein Segelboot als Bildmarke. Die Klippenspringer-Bildmarke kam erst später. Zu sehen ist das Logo mit Segelboot auch im ersten TV-Spot der Marke, welcher im Jahr 1985 ausgestrahlt wurde. Die Markteinführung erfolgte demnach im Zeitraum 1984–1985, nicht erst 1988. Kurz nach Einführung der Duschgels wurde das Sortiment um Deodorants erweitert, wie dieser Werbespot aus dem Jahr 1986 dokumentiert. Für die verschiedenen Linien (z.B. Cliff Olympic Gold, Cliff Bahama Blue, Cliff Hurrican u.a.) wurden zudem Eau de Toillettes aufgelegt. Auf den entsprechenden Flaschen/Gebinden ist jeweils das Logo mit Segelboot-Bildmarke zu sehen. Später kamen After-Shave-Varianten hinzu (dann mit Klippenspringer-Logo).

Die ursprüngliche Cliff-Duschgel-Flasche war zudem nicht, wie dem Besucher unter take-a-cliff.com suggeriert wird, vergleichsweise flach, breit und in der Formgebung sehr beliebig. Vielmehr zeichnet sich die Ursprungsflasche durch eine in ihrer Form markante, a-symmetrisch-geschwungene Silhouette mit identitätsstiftender Qualität aus, wie sie in dieser Gegenüberstellung abgebildet ist. Dieses Produktdesign hatte meines Erachtens einen entscheidenden Anteil am damaligen Erfolg der Marke – in Verbindung mit der ebenfalls markanten Klippenspringer-Story-Line samt Positionierung (Frische/Abkühlung, Sportlichkeit, Wagemut, Betonung von Maskulinität, u.a.).

Der Markenname selbst – Cliff – ist sogar deutlich älter. Das Mainzer Unternehmen Blendax hatte den Namen bereits 1957 verwendet, nicht jedoch im Zusammenhang mit Duschgels, einem Pflegeprodukt, das es damals in dieser Art noch gar nicht gab, sondern um damit ein Zahnpflegeprodukt zu bewerben (Quelle: Deutsche Digitale Bibliothek). Im gleichen Jahr hatte Blendax für den Namen „Cliff“ Markenschutz beantragt (DPMA Registernummer 772355).

Mediengalerie


* Operativer Sitz: Darmstadt, Rechtlicher Sitz: München





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Ein Zeichen für die Kreislaufwirtschaft: Das neue „Reuse“-Symbol soll Wiederverwendung sichtbar machen – Design Tagebuch


Die Kreislaufwirtschaft hat ein neues visuelles Erkennungszeichen. Mit dem weltweit eingeführten „Reuse“-Symbol präsentiert die Organisation PR3 (The Global Alliance to Advance Reuse) erstmals ein universelles Kennzeichen für wiederverwendbare Verpackungen und die dazugehörigen Rückgabe- und Reinigungssysteme. Ziel ist es, Wiederverwendung auf einen Blick erkennbar zu machen und von Recycling klar abzugrenzen.

Aus gestalterischer Sicht schließt das Reuse-Symbol (ausgesprochen „re-use“) eine Lücke. Während das bekannte Recyclingsymbol mit seinen drei im Kreis angeordneten Pfeilen seit Jahrzehnten für stoffliche Verwertung und Recycling steht, fehlte bislang eine international verständliche Kennzeichnung für Wiederverwendung und Mehrwegsysteme. Das neue Zeichen wurde in einem globalen Designwettbewerb entwickelt und anschließend in internationalen Nutzertests evaluiert.

Die Einführung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Wiederverwendung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bereits 2025 forderten Organisationen aus der Reuse-Branche ein verbindliches, rechtssicheres Reuse-Symbol für Europa. Ihr Anliegen: Nur tatsächlich in Mehrwegsystemen zirkulierende Verpackungen sollen entsprechend gekennzeichnet werden, um Greenwashing zu verhindern.

ReUse Symbol – Social Post Image

Dass Wiederverwendung inzwischen weit über klassische Getränkeflaschen hinausgeht, zeigen aktuelle Beispiele. In Freiburg demonstrieren automatisierte Rücknahmeautomaten für Mehrwegbecher, wie Reuse-Systeme in den urbanen Alltag integriert werden können. Die Rückgabe wird damit ähnlich einfach wie etablierte Pfandsysteme.

Auch außerhalb der Verpackungsbranche gewinnt das Prinzip an Relevanz. Mercedes-Benz baut in Kamenz derzeit ein „Battery ReUse Center Europe“ auf. Dort sollen gebrauchte Hochvoltbatterien geprüft, aufgearbeitet und erneut eingesetzt werden, bevor sie recycelt werden. Reuse wird damit zum strategischen Baustein der Ressourcenwirtschaft.

Entworfen haben das Reuse-Symbol Nicole Ascanio Rodriguez und Juan Navarrete, Mitgründern von Epigrama Studios aus Bogotá. Ihr Entwurf setzte sich in einem offenen Wettbewerb gegen 236 Einreichungen aus 29 Ländern durch und wurde in 17 Ländern mit 1.275 Testpersonen auf Wiedererkennbarkeit, kulturelle Übertragbarkeit und Abgrenzung zu bestehenden Zeichen und Recycling-Symbolen geprüft. Der Intention der beiden Gestalter nach beschreibt das Zeichen die Vorstellung von Zeit als Spirale: zurückkehrend, wiederherstellend, neu beginnend.

Der konzeptuelle Kern des Symbols liegt also im Systemgedanken, nicht im Materialmerkmal. Genau das ist der entscheidende Unterschied sowohl zum internationalen Recyclingsymbol als auch zum Grünen Punkt. Der Grüne Punkt, seit 1990 auf deutschen Verpackungen präsent, ist kein Hinweis auf Recyclingfähigkeit oder Mehrwegbetrieb – er zeigt lediglich, dass der Hersteller eine Lizenzgebühr an ein duales Entsorgungssystem entrichtet hat. Der Grüne Punkt ist ein Finanzierungsnachweis, keine Nutzungsaussage. Das neue Reuse-Symbol hingegen darf nur dann auf einer Verpackung erscheinen, wenn diese nachweislich Teil eines vollständigen Kreislaufsystems ist – mit Rücknahme, Transport, Reinigung und erneutem Einsatz.

Kreislaufwirtschaft funktioniert nur dann im Alltag, wenn Menschen die zugrunde liegenden Systeme intuitiv verstehen. Genau hier können Designer wirken, indem sie durch klare Gestaltung und leicht erkennbare Symbolik und Informationen die Verständlichkeit unterstützen.

Hintergrund: PR3 ist eine 2019 gegründete Organisation mit dem Ziel, Wiederverwendungssysteme zu stärken. PR3 entwickelt Standards für eine wachsende Mehrweg-Wirtschaft und schafft damit eine Grundlage für effiziente, zuverlässige und umweltverträgliche Rücknahmesysteme. Die Standards werden von einem globalen Konsensus-Gremium mit über 80 Organisationen aus Industrie, Regierung und Zivilgesellschaft festgelegt. PR3 ist vom American National Standards Institute (ANSI) als Standardisierungsorganisation akkreditiert.

Am Standardisierungsprozess sind unter anderem folgende multinationale Konzerne beteiligt: Ahold Delhaize, American Beverage Association, Anchor Packaging, Closed Loop Partners (stellvertretend für Starbucks, McDonald’s und The Coca-Cola Company), Mars, Nestlé, Target, The Clorox Company, Tomra und Unilever.

In Europa wird der mit einem vollständigen Kreislaufsystem verbundene Anspruch zunehmend regulatorisch eingeholt. 78 Organisationen – darunter Reusable Packaging Europe und die New European Reuse Alliance – haben von der EU ein klares, durchsetzbares Reuse-Kennzeichen gefordert. Die Verordnung schreibt ab August 2026 vor, dass Mehrwegverpackungen als solche erkennbar sein müssen. Das spezifische Piktogramm ist noch nicht festgelegt. Das PR3-Symbol könnte hier als Referenz wirken – oder als Vorlage.

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Aus den Hochschulen: Panini? Lieber Pickerlini sammeln! › PAGE online


In Österreich nennt man Sticker »Pickerl«. Und illustrierte Pickerl für ein Sammelalbum zu entwickeln, war die Aufgabe im Sommersemester der Werkstätte Grafikdesign der Kunstschule Wien. Dass es dabei um mehr geht, als Sportgrößen im Panini-Style herunterzubrechen, zeigen die Ergebnisse.

Aus den Hochschulen: Panini? Lieber Pickerlini sammeln! › PAGE online
»Mexican Boxing« von Jose Hernandez De Ruzicka

Im letzten Sommersemester brachten die Dozenten Iven Sohmann und Mathias Fellner der Kunstschule Wien Grafik und Musik zusammen, gestalteten mit den Studierenden »Artworks für Tonträger« und erkundeten so, was ein gutes Cover ausmacht.

In diesem Jahr dreht sich alles um »Pickerlini«, um Sticker, so wie sie alle von Panini kennen. Worauf aber viele keine Lust mehr haben.

Und auch die kultigen tschutti heftli aus der Schweiz setzen bei dieser Fußballweltmeisterschaft aus. Weil, wie es von den Macher:innen heißt, die WM 2026 sinnbildlich für einen Fußball stehe, »der von der FIFA immer weiter an politische Macht, Machtmissbrauch Nationalismus und wirtschaftliche Interessen verkauft wird.«

Die beiden Dozenten der Kunstschule Wien haben sich im Vorhinein gar nicht erst auf Fußball festgelegt. Schließlich gibt es viele aufregende Sportarten und so lautete der Titel des Kurses: »Pickerlini – Das sportive Illu-Sammelalbum«.

Das südkoreanische Baseballteam wirft und schlägt sich wuchtig durch: »Hanwha Eagles« von Yoona Jung

Wie gestaltet man Sticker?

In dem Kurs ging es darum, sich mit angewandter Illustration im Bereich der Sticker-Sammelalben auseinanderzusetzen.

Mit deren konzeptioneller Entwicklung, visuellen Ausgestaltung und der Produktion eines eigenen illustrativen Pickerl-Sets zum Thema Teamsport.

Was wirkt besonders gut im kleinen Format? Welche Details verlieren sich auf 48 × 68 mm? Wie arbeitet man das Markante eines Menschen heraus? Wie entsteht ein serieller Charakter? Wie viel Ähnlichkeit braucht es und wie viel Abwechslung verträgt das?

Die Teilnehmenden wählten Sportarten wie Eiskunstlauf, Bouldern, Boxen, Baseball oder Fechten. Und internationale Teams, die aus Japan und der Ukraine, aus Korea, Mexiko oder auch Österreich stammen.

Das Sportteam konnte jeder frei wählen, einzige Vorgabe war, dass es auf fotografischem Bildmaterial real existierender Sportler:innen beruht. Aber auch da waren eventuelle Abweichungen in Absprache möglich.

Dieser fiktive ukrainische Dorfverein wechselt und pixelt seine Fans ein: »FC Pixelivka« von Daria Orchakova

Verschiedenste Teams

43 Studierende beteiligten sich und die Stile sind so unterschiedlich wie die Sportarten.

Lyrisch wirken die Eiskunstläuferinnen während die Boulder:innen in den unterschiedlichen, dynamischen Bewegungen über die Wand verteilt sind. Wild und in Pastelltönen legen sich die Roller-Derby-Girls in die Kurve und scheinen auf Krawall gebürstet. Ein fiktiver ukrainischer Dorfverein, dem auch eine Gans angehört, ist hingegen gepixelt und scheint – mit Zigarette und Bier – nicht sehr viel Wert auf Fitness zu legen.

Man kann sich vorstellen, wie viele Pickerl-Serien bei so vielen Interessierten entstanden sind. Und das Schöne: das Sammelalbum, in dem sie schließlich zusammenfinden, wird als gemeinsames Kursergebnis entstehen.

Das Roller-Derby-Team aus Innsbruck ist auf Rollen und Krawall: »Fearless Bruisers« von Celina Hohlheimer
Präzision und Anmut werden hier glatt zu Kunst: »Japanischer Eiskunstlauf« von Lea Frania
Sechs schräge Typen, die auf der geraden Bahn abräumen: »Bowling All-Stars« von Philipp Yefymenko
Zum Greifen nah und zum Verwechseln ähnlich: »Iran’s Olympic Wrestling Team« von Ayda Asgariarjestan, Sara Luyeh & Parnia Aghasoleimani
Gut getroffen haben die Gewinnerinnen von Olympia-Gold im Fechten: »Ukraine’s Women’s Fencing Team, Paris 2024« von Anhelina Trofimchuk
Hier klebt die Weltspitze des Boulderns wimmelbildartig an der Wand: »Bouldern« von Daniel Valenta
Diese Legenden des Wrestling-Rings sind fürchterlich unterhaltsam: »WWE-Superstars« von Luca Laister
»Mexican Boxing« von Jose Hernandez De Ruzicka

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Die wohl schönste WM-Kampagne kommt aus New York City! › PAGE online


Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat ein untrügliches Gespür, seine Stadt mitreißend und mit sehr viel Stil in Szene zu setzen. Diese Kunst beweist auch die Designerin und Illustratorin Arsh Raziuddin, die eine wunderbare Kampagne entwickelte, um WM-Gäste willkommen zu heißen.

Die wohl schönste WM-Kampagne kommt aus New York City! › PAGE onlineBild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026

Seit Zohran Mamdani Anfang des Jahres Bürgermeister von New York City wurde, gibt es kein besseres Aushängeschild für die Metropole.

So mitreißend, charismatisch und immer mit einem breiten Lachen feiert er die diverse, bunte und auch chaotische Metropole, dass man sofort dorthin reisen möchte.

Und das ist bei der FIFA-Fußballweltmeisterschaft nicht anders. Erst recht nicht, wenn man die New Yorker Kampagne sieht.

Während man generell wenig Weltmeisterschafts-Begeisterung spürt, gerade was den Austragungsort USA angeht, schafft die New Yorker WM-Kampagne, mit der die Stadt ihre Fußballgäste willkommen heißt, einen ganz besonderen Vibe.

Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026

Der Big Apple wird zum Bapple

Für die Kampagne hat das Bürgermeisteramt mit der Designerin und Illustratorin Arsh Raziuddin zusammengearbeitet, die ansonsten für The New York Times, Christie’s und Harvard arbeitet.

Sie setzt auf Retrocharme – und besinnt sich ganz auf die visuelle Kultur von New York City selbst.

Auf die Werbetafeln der Stadt, oft selbstgemalt und in kräftigen Farben. Das Grün der U-Bahn, das Blau der berühmten Take-away-Kaffeebecher, das Gelb der Taxis ist darin ebenso zu finden. Genauso finden sich Anklänge an Fan-Artikel darin, an Souvenirs und die klassischen »Thank You«-Tüten, die Identität der verschiedenen Stadtteile von Manhattan nach Queens – und vor allem auch der Kreativität, die den Big Apple auszeichnet.

Auch deshalb verwandelt dieser sich selbst in einen Fußball, in einen Bapple, in dem Fußball und die Stadt eins werden. Und den man sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen hat. Auch ließe sich dieses charmante Visual einfach auf andere Sportarten übertragen.

Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026

Umwerfend New York

So lokal sind solche Kampagnen eigentlich nicht ausgerichtet, sondern konzentrieren sich vor allem auf das globale Event. Aber New York zeigt, dass die Fans dort etwas Besonderes erwartet, dass man anders und ganz man selbst ist, umwerfend jung und visionär, ohne dabei aber die Historie zu vergessen und erst recht nicht die Bürger:innen der Stadt.

Im Gegensatz dazu ist diese Kampagne ganz New York, nimmt sogar die Flaggen der fünf Stadtteile auf.

Sie spiegelt die Liebe der Stadt zum Fußball – und auch die des Bürgermeisters, der ein bekennender Fußball-Fans ist und versprüht dabei ein echtes New-York-Gefühl.

Das ist überall in der Stadt erlebbar. An Bushaltestellen und den Fähren, auf Pins, Stickern oder Bechern – und sie wird die Stadt sicherlich weit über die Fußball-WM hinaus prägen. Wie das immer so ist mit mutigem und uniquem Design.

Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026 Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026 Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026 Bild: Copyright © Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026 Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026

Bus Stop NYC Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026
Bus Stop NYC Bild: Arsh Raziuddin & New York City Hall, 2026

 

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