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Im Test vor 15 Jahren: Der Scythe Susanoo war trotz vier Lüftern nur Durchschnitt


Im Test vor 15 Jahren: Der Scythe Susanoo war trotz vier Lüftern nur Durchschnitt

Abseits des Einheitsbreis gab es vor 15 Jahren wenig im Markt für CPU-Kühler. Der japanische Hersteller Scythe wagte mit dem Susanoo (Test), ein neues Konzept zu versuchen. Mit vier 100-mm-Lüftern, gigantischen Dimensionen und einem rekordverdächtigen Gewicht sollte der Susanoo zu hoher Kühlleistung verhelfen.

Der Ansatz war rohe Gewalt

Prinzipiell lautete Scythes Ansatz für den Susanoo „viel hilft viel“. Das gewaltige Top-Blow-Konstrukt kam inklusive der vier 100-mm-Lüfter auf Abmessungen von 210 × 210 × 160 mm bei einem Gesamtgewicht von satten 1.575 Gramm. Dabei kamen gleich zwei Kühlkörper zum Einsatz, die über zwölf Heatpipes verfügten, die sie mit der kupfernen Bodenplatte verbanden. Die Kühlkörper waren asymmetrisch ausgelegt: Der größere Kühlkörper bestand aus 42 Aluminiumlamellen, während der kleinere auf 26 kam. Die beigelegten Lüfter ließen sich in einem Drehzahlbereich von 500 bis 2.000 U/min ansteuern, wobei sie laut Herstellerspezifikation von 85,03 bis 340,14 m³/h Luft förderten.

Dem Gewicht entsprechend bedingte der Susanoo eine stabile Montage. Der Hersteller setzte hierfür auf eine Rückplatte sowie Haltebügel auf der Front des Mainboards. Aufgrund der Abmessungen des Kühlers gestaltete sich die Installation nicht einfach. Zum einen überragte der Kühler die Grafikkarte, sodass diese rechtzeitig montiert werden musste. Zum anderen war der Einbau des Mainboards in das Gehäuse erschwert, da sich die mittlere Schraubenreihe nicht mehr erreichen ließ. Scythe legte aus diesem Grund kleine Plastik-Clips bei, um die Schrauben zu ersetzen.

Viel Wind um nichts

Der Susanoo musste sich auf einem Intel Core i7-920 bewähren. Dieser wurde sowohl im „Standardmodus“ bei 2,66 GHz und 1,2 Volt als auch im „Performancemodus“ bei 3,4 GHz und 1,4 Volt betrieben. Trotz der gigantischen Abmessungen und der vier Lüfter fiel die Kühlleistung des Scythe Susanoo ernüchternd aus. Gegenüber anderen Kühlern lag der Susanoo abgeschlagen am Ende des Testfeldes, wenn die erreichte CPU-Temperatur den Drehzahlen der Lüfter gegenübergestellt wurde.

Zumindest teilweise war diese schlechte Leistung in den Abmessungen des Susanoo begründet. Der Kühler war so groß, dass er zu nah an der Seitenwand des Gehäuses lag, was den Luftstrom behinderte und dem Susanoo so den Wind aus den Segeln nahm. Bei geschlossener Seitenwand gegenüber einem geöffneten Gehäuse verlor der Susanoo knapp 13,5 Kelvin, während ein Noctua NH-D14 nur 5 Kelvin verlor. Im Test handelte es sich spezifisch um ein Silverstone TemJin-SST-TJ09S, das stellvertretend für Standard-ATX-Gehäuse stand.

Auswirkung des Gehäuses (Performance-Modus)

    • Noctua NH-D14 (2 x 1300 U/min)

    • Scythe Susanoo (4 x 2150 U/min)

    • Scythe Susanoo (4 x 1400 U/min)

    • Noctua NH-D14 (2 x 800 U/min)

    • Scythe Susanoo (4 x 800 U/min)

    • Noctua NH-D14 (2 x 1300 U/min)

    • Noctua NH-D14 (2 x 800 U/min)

    • Scythe Susanoo (4 x 2150 U/min)

    • Scythe Susanoo (4 x 1400 U/min)

    • Scythe Susanoo (4 x 800 U/min)

Fazit

Am Ende des Tages konnte der Susanoo nicht überzeugen. Obwohl es löblich war, dass Scythe sich abseits der etablierten Standards ausprobierte, scheiterte dieser Versuch mit dem Susanoo. Die riesigen Dimensionen und das entsprechende Gewicht zusammen mit dem hohen Preis von 80 Euro und der schlechten Kühlleistung ergaben kein stimmiges Gesamtpaket.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.



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007 First Light Preview-Analyse: James Bond schleicht und schießt vielversprechend


007 First Light Preview-Analyse: James Bond schleicht und schießt vielversprechend

Bild: IO Interactive A/S

Passt die Hitman-Formel zu James Bond? Die Zeichen stehen bislang auf gute, auch massentaugliche Unterhaltung. Im Mittelpunkt steht aus mehreren Vorschau-Berichten die Erkenntnis, dass ein 007 eben kein Hitman ist, auch im Spieldesign. Spaß verspricht das trotzdem.

Gelenkte Freiheit

Gut drei Stunden und drei Missionen lang durfte das neue 007 First Light von verschiedenen Redaktionen angespielt werden. Beobachtet wurden klassische Stärken von IO Interactive. In größeren Arealen galt es, verdeckt Ziele zu erreichen, sich durchzuschleichen und duchzutricksen. Dazu standen verschiedene Wege zur Verfügung, wenn auch nicht in der gleichen Komplexität wie bei früheren Werken.

Eurogamer bezeichnet die Optionen und Wege als „einfach“, man finde ein „Einstiegs-Schleichspiel“ vor, das nicht sehr komplex sei und viele Fehler verzeihe, Kotaku das Sandbox-Design als „beeindruckend“, die PC Games spricht von einem „lebendigen Spielplatz“, der beeindruckend inszeniert wird.

Beides muss sich nicht ausschließen: Klar ist, dass das neue Hitman eine größere Zielgruppe ansprechen soll und in gewisser Weise muss. 007 ist eben nicht Agent 47, weder im Charakter noch in der Erzählung. Ein 007-Werk muss weiter gehen, ein 007 puzzelt nicht mit x-Versuchen an komplexen, getimten Abfolgen von Ereignissen herum. Deshalb gibt es laut den Berichten Hilfestellungen und deutlichere Hinweise.

Es gibt Action!

Was es auch gibt, ist Action in linearen Passagen, schließlich gehört auch sie zur Figur. Gewalt darf 007 aber nur ausüben, wenn jemand die Waffe zieht. Alles andere würde schwer zur Figur passen. Bei den als fordernd beschrieben Schießereien und linearen Passagen dazwischen erinnern die Beschreibungen an das Spielprinzip von Uncharted. Kotaku zieht den Vergleich sogar direkt: Wer die Serie kenne, dem komme vieles an First Light vertraut vor. Als schlecht wird das nicht bewertet. Nur Eurogamer mahnt an, dass die Schienen-Passagen für spektakuläre Action-Momente nicht überhand nehmen dürften.

Nur Qualität, keine Innovation

Einig sind sich die Redaktionen darin, dass 007 zumindest richtig gute Unterhaltung verspricht. Es habe Momentum, biete Spektakel und habe Flair. Es gehe zwar auf Nummer Sicher, urteilt Kotaku, habe aber ein Rezept für ein „großartiges 007-Spiel“ gefunden. PC Games wird nochmals deutlicher: First Light sei eine „geile Bond-Experience“ und „Bond-bastisch“. Vorbestellungen sind zwar nicht empfehlenswert, das Spiel im Auge zu behalten aber schon: Vielleicht wird 007 damit der erste echte Mega-Hit des Jahres.



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AMD unter Linux: HDMI 2.1 kommt nun dank Steam Machine doch


AMD unter Linux: HDMI 2.1 kommt nun dank Steam Machine doch

Anfang 2024 hat das HDMI-Forum AMD die rote Karte gezeigt und eine Umsetzung des aktuellen 2.1-Standards als Open-Source-Implementation verhindert. Zwischenzeitig gab es Ansätze von Drittentwicklern, welche dank Rekonstruktion Teile des Standards lauffähig machten. Doch nun veröffentlicht AMD selbst offizielle Patches.

HDMI-Forum sagt nein

So gut die Open-Source-Umsetzung von AMD unter Linux auch ist, gerade wenn es um Features der eigenen Grafikkarten geht, hängt die Entwicklung auf dem freien Betriebssystem hinterher. Nicht immer aber liegt es an AMD selbst. So wollte der Radeon-Hersteller HDMI 2.1 unter Linux veröffentlichen, doch das HDMI-Forum hatte dem Vorhaben eine klare Absage erteilt.

Zwischenzeitlich hat Valve mit der Steam Machine eine Konsole vorgestellt, die für den Betrieb an Fernsehern und damit oft 4K bei 120 Hz angedacht ist. Da der Rechner auf SteamOS und somit Linux als Betriebssystem setzt, ist das Fehlen von HDMI 2.1 besonders ärgerlich.

Erster Patch als Schritt in Richtung HDMI 2.1

Noch wurde seitens AMD die vollständige Umsetzung von HDMI 2.1 nicht veröffentlicht, aber ein erster und wichtiger Baustein (Mailing-Liste) : FRL. Der Fixed Rate Link ist Teil des 2.1-Standards und ermöglicht es, eine höhere Bandbreite über den Anschluss zu übertragen und sorgt damit für die Unterstützung höherer Auflösungen, Bildwiederholraten sowie Bildqualität.

Damit geht AMD nun einen wichtigen Schritt für die Unterstützung von HDMI 2.1. Interessant ist hierbei, dass externe Entwickler Anfang des Jahres die Unterstützung für FRL über inoffizielle Patches bereitstellten (Phoronix.com).

AMD-Entwickler bestätigt die Arbeit an der vollständigen Umsetzung.

Im Phoronix-Forum bestätigt agd5f, ein AMD-Treiberentwickler, dass die vollständige Implementierung des HDMI-2.1-Standards veröffentlicht wird, sobald die nötigen Patches bereit sind und getestet wurden.

A full implementation will ultimately be available once the patches are ready and have completed compliance testing.

agd5f via Phoronix-Forum

Bis der erste Patch offiziell im Kernel verfügbar sein wird, dürften aber noch einige Monate vergehen. Bis HDMI 2.1 vollständig umgesetzt wurde, könnte noch mehr Zeit vergehen.

Meinung von Marek Lindlein

Marek Lindlein

Endlich! Nvidia hat HDMI 2.1 (proprietärer Treiber), Intel hat HDMI 2.1 (Brückenchip) und nun reiht sich bald auch AMD ein. Sicherlich waren die anstehende Steam Machine, aber auch die Patches – welche die potentielle Machbarkeit von HDMI 2.1 bei Radeon unter Linux zeigten – Treiber (Achtung, Wortwitz!) für die baldige Umsetzung. Schade, dass es nicht schon früher der Fall war, aber besser spät als nie. In jedem Fall eine gute Meldung zum Beginn des Monats.



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Neues PlayStation DRM-System: Dauerhafte Offline-Spiele erst nach Server-Check bestätigt


Neues PlayStation DRM-System: Dauerhafte Offline-Spiele erst nach Server-Check bestätigt

Bild: Sony

Nach einigen Tagen Unsicherheit und Spekulationen hat Sony die Existenz eines neuen DRM-Systems für Spiele aus dem PlayStation-Store bestätigt. Das setzt nach dem Kauf einmalig eine Online-Verbindung voraus, soll aber eigentlich keinen Unterschied machen.

Das steckt hinter dem neuen 30-Tage-Timer

Vergangene Woche entdeckten Spieler nach dem Kauf im PlayStation-4-Store einen neuen Timer mit einer Laufzeit von 30 Tagen. Läuft der Timer ab bevor eine Internetverbindung hergestellt wird, geht der Zugriff auf das Spiel verloren. Ausgenommen sind Spiele auf Blu-ray und in der Vergangenheit erworbene Titel. Auf der PlayStation 5 wird der Timer hingegen nicht angezeigt, ohne Verifizierung ließen sich Spiele dort jedoch nicht starten.

Das führte zu Spekulationen. Angenommen wurde unter anderem, dass die Konsolen nun alle 30 Tage eine Internetverbindung benötigen – und bei einer leeren CMOS-Batterie der Zugriff auf Spiele verloren geht, weil das System keine Zeit mehr abgleichen kann. Ein genauerer Blick ergab allerdings, dass ab dem 15. Tag nach dem Kauf eine bestehende Internetverbindung aus der 30-Tages-Lizenz eine dauerhafte, auch unbegrenzt offline nutzbare Lizenz macht. Besteht vorher eine Internetverbindung, ändert sich nichts: Die Lizenz bleibt temporär, die Server müssen einmal nach Ablauf von 14 Tagen kontaktiert werden.

Sony bestätigt und gibt Entwarnung

Sony bestätigte die Änderung nun unter anderem gegenüber GameSpot. Das Unternehmen stellte klar, dass nach dem Kauf eine einmalige Online-Verifikation, danach aber keine weiteren Server-Kontakte nötig sind. „Spieler können auf ihre Spiele wie gewohnt zugreifen und sie normal spielen“, schrieb Sony. Im Prinzip soll sich also nichts ändern.

Über die Gründe für die Änderung am System schweigt Sony. Als Grund wird jedoch angenommen, dass Sony Exploits schließen wollte. Dafür spricht, dass die Umwandlung der Lizenz nach Ablauf des Rückerstattungsfensters erfolgt. User „andshrew“ aus dem Resetera-Forum nimmt daher an, dass es offenbar möglich war ein Spiel zu kaufen, die Lizenz zu kopieren und das Spiel anschließend zurückzugeben. Eine Einschränkung der Lizenz während des Rückgabezeitraums könne eine Möglichkeit sein, eine solche potentielle Lücke zu schließen.





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