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Amoklauf an Universität in Florida: Witwe von Opfer reicht Klage gegen OpenAI ein
Bereits Mitte April hatten Behörden rund ein Jahr nach dem Amoklauf an der Florida State University Ermittlungen gegen OpenAI aufgenommen. Nun sieht sich das Unternehmen weiteren Vorwürfen ausgesetzt: Die Witwe eines der Opfer beschuldigt dieses, den mutmaßlichen Täter bei der Umsetzung der Tat unterstützt zu haben.
ChatGPT soll Hilfe für das Attentat gegeben haben
Darüber berichtet Engadget unter Berufung auf eine 76 Seiten umfassende Klageschrift (PDF), die bei einem Gericht für den nördlichen Distrikt von Florida eingereicht wurde. Vandana Joshi, die Witwe von Tiru Chabba, einem der beiden Todesopfer des Amoklaufs vom April 2025, wirft OpenAI darin vor, dem mutmaßlichen Schützen durch ChatGPT „Anregungen und Unterstützung“ für die Tat geliefert zu haben.
Der Klage zufolge soll dieser „durch Inputs und Informationen“ unterstützt worden sein, „die ihm im Laufe mehrerer Monate und insbesondere in den Tagen vor dem Amoklauf im Rahmen von Gesprächen mit ChatGPT zur Verfügung gestellt“ worden seien. Darüber hinaus werfen die Anwälte der Witwe OpenAI vor, dem mutmaßlichen Täter Phoenix Ikner konkrete Hilfe bei der Umsetzung der Tat geleistet zu haben. So soll ChatGPT Waffen identifiziert haben, die später bei dem Amoklauf verwendet worden sein sollen. Ebenso habe sich der mutmaßliche Täter über den Chatbot zum Umgang mit den Schusswaffen informiert.
Schwurgericht soll über Schuld entscheiden
Laut den in der Klageschrift zitierten Chat-Protokollen zwischen Ikner und ChatGPT soll der Chatbot sogar angeregt haben, dass die Einbeziehung von Kindern bei einem solchen Ereignis mehr Aufmerksamkeit erzeugen und landesweite Schlagzeilen nach sich ziehen würde. Die Klage wirft OpenAI zudem Fahrlässigkeit, Körperverletzung und widerrechtliche Tötung vor. Darüber hinaus streben die Kläger ein Schwurgerichtsverfahren an. Kennzeichnend für ein solches Verfahren ist die strikte Trennung zwischen Tat- und Rechtsfrage: Während die Jury über Schuld oder Unschuld entscheidet, legt der Richter lediglich das Strafmaß fest.
OpenAI spricht ChatGPT nach wie vor von einer Verantwortung frei
OpenAI vertritt hingegen weiterhin die Auffassung, dass ChatGPT im vorliegenden Fall lediglich sachliche Antworten auf Fragen geliefert habe, deren Inhalte ebenso in öffentlich zugänglichen Quellen im Internet zu finden gewesen wären. Der Chatbot habe weder illegale noch schädliche Handlungen gefördert oder zu diesen angestiftet. „Die Massenerschießung an der Florida State University im letzten Jahr war eine Tragödie, aber ChatGPT ist nicht für dieses schreckliche Verbrechen verantwortlich“, erklärte Drew Pusateri, Sprecher von OpenAI, gegenüber Engadget.
Bei dieser Einordnung bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass entsprechende Informationen zwar grundsätzlich eigenständig im Internet recherchiert werden können, über ChatGPT jedoch innerhalb deutlich kürzerer Zeit gebündelt abrufbar gewesen sein dürften. Zudem lässt sich nicht mit letzter Sicherheit feststellen, ob der Täter sämtliche Inhalte ohne Unterstützung gefunden hätte.
Der Unternehmenssprecher betonte zudem erneut, dass OpenAI nach Bekanntwerden des Vorfalls das vermeintliche Konto des Verdächtigten identifiziert und die entsprechenden Informationen proaktiv an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet habe.
Generalstaatsanwalt Floridas hat bereits Ermittlungen aufgenommen
Erst vor rund drei Wochen hatte Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier nach der Auswertung der Konversationen zwischen ChatGPT und Ikner ebenfalls eine strafrechtliche Untersuchung gegen OpenAI eingeleitet. Weiterhin steht der Verdacht im Raum, dass die Rolle des Chatbots im Zusammenhang mit der Schießerei OpenAI nach staatlichem Recht zu einem möglichen Mittäter des Verbrechens gemacht haben könnte. OpenAI erklärte zudem, weiterhin mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten zu wollen.
Phoenix Ikner, Student an der Florida State University, eröffnete am 17. April 2025 vor dem Studentenwerk auf dem Campus in Tallahassee, Florida, mit der Dienstwaffe seiner als Deputy beim Sheriff-Büro von Leon County tätigen Stiefmutter das Feuer. Dabei wurden zwei Menschen getötet, darunter Tiru Chabba, sowie sechs weitere Personen verletzt.
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Klapphandy Callback 8020: Commodore reagiert auf Kritik und senkt den Preis

Mit dem Callback 8020 hat Commodore vor Kurzem ein Klapphandy vorgestellt, das insbesondere für Digital Detox gedacht ist. Doch der Preis von rund 500 US-Dollar sorgte für Kritik. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf und senkt den Preis um 100 US-Dollar.
Das Callback 8020 ist laut Commodore ein „smartes Klapphandy ohne soziale Medien“, das auf dem Betriebssystem Sailfish OS basiert. Android-Apps wie WhatsApp, Maps und Spotify werden zwar dank einer entsprechenden Laufzeitumgebung unterstützt, Browser und Social-Media-Apps werden hingegen bereits auf Systemebene blockiert. Das Konzept kam zwar grundsätzlich gut an, doch den Preis empfanden Interessenten als zu hoch.
Sparmaßnahmen sorgen für Preisnachlass
Das Commodore Callback 8020 wird in fünf verschiedenen Ausführungen erhältlich sein. Ursprünglich sollten die Varianten BASIC Beige, ProtoPET White und SX Silver 499,99 US-Dollar kosten, die durchsichtige Starlight Edition hingegen mit 549,99 US-Dollar zu Buche schlagen und die vergoldete Founders Edition für 640 US-Dollar erhältlich sein. Doch nun senkt Commodore die Preise fast aller Modelle auf 399 US-Dollar. Eine Ausnahme ist die Founders Edition, deren Preis gleich bleibt.
Damit reagiert Commodore auf die Forderungen vieler Interessenten nach einem günstigeren Preis des Klapphandys für Digital Detox. Die Vorbestellungen starten am 30. Juni und wer sich direkt an diesem Tag ein Callback 8020 sichert, erhält einen zusätzlichen Rabatt von 50 US-Dollar. Die Auslieferung soll im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen, was dem Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2026 entspricht.
So konnte Commodore die Kosten senken
Der als zu hoch empfundene ursprüngliche Einstiegspreis des Callback 8020 hatte laut dem Hersteller mehrere Ursachen: Einerseits sorgt beigelegtes Zubehör wie Kopfhörer oder Ladegeräte für einen Preisaufschlag, andererseits hat die Speicherkrise für deutliche Verteuerungen gesorgt. Zudem erzielt Commodore im Gegensatz zu vielen Smartphone-Herstellern keine zusätzlichen Umsätze durch das Sammeln und Verkaufen von Nutzerdaten.
Die Preissenkung um 100 US-Dollar konnte dadurch erreicht werden, dass standardmäßig keine Kopfhörer mehr im Lieferumfang enthalten sind und im Callback 8020 wiederaufbereitete „Post-Consumer“-Speicherchips verwendet werden, die zudem auch durch eine einjährige Garantie abgesichert sind. Auf Wunsch kann das Klapphandy gegen Aufpreis mit fabrikneuem Speicher und Commodores Hi-Def-IEM-Kopfhörern bestellt werden.
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Versorgungssicherheit bis 2030: Micron tütet für Speicher 16 Drei/Fünf-Jahresverträge ein

Neben dem Rekordgewinn war ein Detail in Microns Quartalsbericht interessant. Viele unkündbare Langzeitverträge sorgen für Sicherheit. Diese sogenannten strategic customer agreements (SCAs) sind dabei nicht das typische LTA (Long-Term Agreement) inklusive Ausstiegsklausel, sondern deutlich strikter geregelt.
Ein SCA ist kein LTA
Micron beschreibt die neuen SCAs ganz klar als sichere Planung für die Zukunft. Doch während LTAs in der Regel auch problemlos gegen vielleicht 30 Prozent Strafzahlung des gesamten Volumens gekündigt werden können, scheint das hier nicht der Fall zu sein. Vier Branchenriesen und drei mittelgroße Unternehmen hätten diese Bedingungen jedoch problemlos akzeptiert, erklärt Micron; hinzu kommen einige kleinere Kunden aus dem Automobilbereich, wobei Micron sich hier strategisch für die Zukunft positioniert und diese deshalb mitnimmt.
These SCAs are structured as take-or-pay agreements, with binding commitments to purchase specific volumes over this multi-year term.
Micron
Der typische Vertrag geht dabei fünf Jahre, die Automobilindustrie bekommt kürzere Laufzeiten von drei Jahren. Insgesamt nehmen die 16 SCAs rund 20 Prozent der gesamten DRAM-Produktion ab, sowie rund ein Drittel aller NAND-Flash-Lösungen, die in dem gesamten Zeitraum hergestellt werden. Dies allein dürfte deutlich machen, was für gewaltige Summen hier im Spiel sind.
14 der 16 Verträge haben auf Basis des ausgehandelten Minimalpreises zusammen einen Gesamtwert von rund 100 Milliarden US-Dollar. Die SCAs variieren dabei mitunter jedoch etwas, die meisten haben einen Maximalpreis und natürlich auch einen Minimalpreis. Einige setzen in diesem Bereich auf eher feste Preise, andere richten sich stärker nach dem aktuellen Marktgeschehen. Auch Neuheiten in den kommenden fünf Jahren sowie steigende Preise für schnelleren Speicher sind Bestandteil der Verträge. Am Ende hilft der Rahmen aber nicht nur Microns Planung, sondern auch der der Kunden, betont das Unternehmen.
Sichere Gelder für Forschung und Ausbau
Micron will die nun gesicherten Einnahmen in den Ausbau und die Forschung stecken. Micron hat aktuell primär den Ausbau der Fabriken in Boise, Idaho, und die Übernahme, Umrüstung und Erweiterung der Tongluo-Fabrik in Taiwan auf dem Schirm, die dann auch EUV-Systeme nutzen wird. Auch die Ausbauten in Japan und Singapur liegen im Zeitplan, erklärte Micron. Microns Mega-Projekt für den Fabrikbau in der Nähe von New York ist noch kein Thema für die nahe Zukunft, der wird über unzählige Stufen aber wohl auch bis in die 2040er Jahre reichen.
Eines machen Micron und die Daten aber auch klar und stützten dabei den Tenor, den Lenovo in dieser Woche bereits vermittelte: Es wird „nie“ mehr so günstig wie letztes Jahr.
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Update dringend empfohlen: Google schließt in Chrome drei schwere Sicherheitslücken

Google hat mit dem neuesten Update für Chrome drei schwerwiegende Sicherheitslücken in seinem Browser geschlossen, die allesamt als besonders kritisch eingestuft werden. Anwender sollten die Aktualisierung deshalb schnellstmöglich installieren, um potenzielle Angriffe über die Schwachstellen zu verhindern.
Update dringend empfohlen
Mit der Aktualisierung behebt Google zwei Use-after-free-Schwachstellen in den Modulen Payments und AdFilter sowie einen Integer-Overflow in der Mojo-Komponente. Beide Arten von Sicherheitslücken eignen sich grundsätzlich dazu, schadhaften Code auf ein System einzuschleusen. Dadurch könnten sensible Daten ausgelesen oder im schlimmsten Fall die vollständige Kontrolle über den Rechner übernommen werden.
Wie üblich hält sich Google auch dieses Mal mit technischen Details zu den Sicherheitslücken zunächst zurück. Entsprechende Informationen sollen erst veröffentlicht werden, nachdem ein Großteil der Nutzer das Update erhalten hat und keine Risiken mehr für andere Projekte bestehen, die auf die betroffenen Bibliotheken zurückgreifen. Eine detaillierte Übersicht über die genannten Schwachstellen liefern die Release Notes.
Google empfiehlt daher, die bereinigte Version schnellstmöglich zu installieren. Für Windows und macOS stehen dazu die Versionen 149.0.7827.200 beziehungsweise 149.0.7827.201 bereit. Linux-Nutzer erhalten Chrome 149.0.7827.200. Für Android steht ebenfalls Chrome 149.0.7827.200 zur Verfügung, während für iOS und iPadOS die Version 150.0.7871.51 verteilt wird. Für auf Chromium basierende Browser wie Microsoft Edge dürfte das entsprechende Update erfahrungsgemäß in den kommenden Tagen erscheinen.
Ab sofort erhältlich
Die meisten Nutzer dürften inzwischen eine entsprechende Update-Benachrichtigung erhalten haben. Alternativ lässt sich die neue Version wie gewohnt auch über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase beziehen. Android-Nutzer erhalten die bereinigte Version über den Google Play Store, Nutzer von iOS und iPadOS suchen hingegen den App Store von Apple auf.
Downloads
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3,0 Sterne
Google Chrome ist der meistgenutzte Browser, bietet aber keinen nennenswerten Tracking-Schutz.
- Version 149.0.7827.200/201 Deutsch
- Version 150.0.7871.46 Beta Deutsch
- Version 109.0.5414.120 Deutsch
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