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„007 First Light“ im Test: Das beste Bond-Spiel seit „Goldeneye“
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Das dänische Entwicklerstudio IO Interactive hat sich für einen bei Franchises bewährten Weg entschieden, um James Bond nach zahlreichen mehr oder weniger geglückten Versuchen zurück auf die Videospielbühne zu bringen: Es dreht die 007-Zeitlinie wieder zurück auf den Anfang. In „007 First Light“ erleben Spieler den Wandel eines aufstrebenden, aber ungeschliffenen Royal-Navy-Soldaten hin zum Doppelnullagenten. Das gelingt so gut, dass dieser Ausflug zweifellos der Start einer neuen Reihe sein dürfte.
Im Geheimdienst Ihrer Majestät
Nachdem der junge Bond in einem waghalsigen Alleingang mehrere Geiseln rettet, nimmt ihn das MI6 in das wiederbelebte 00-Programm auf. Für diese frühe Phase in Bonds Lebenslauf, die gleichzeitig als Tutorial dient, nimmt sich das Spiel Zeit. Gut drei Stunden dauert die Ausbildung im MI6-Camp auf Malta, bevor Bond und sein neues Team in die erste Mission geschickt werden und schon bald Jagd auf einen abtrünnigen 00-Agenten machen. Trocken wird die Einführungsphase jedoch nicht. IO legt hier den dramaturgischen Grundstein, führt wichtige Figuren ein, entwickelt Bonds Charakter und seine Beziehungen und inszeniert diese ersten Stunden mit einer Prise Humor.

IO Interactive (Screenshots: joe)
)
Obwohl die Aktionen der jungen Rekruten nicht immer glaubwürdig erscheinen, bleiben ihre Eskapaden stets unterhaltsam. Das gilt auch für den weiteren Verlauf der gut 20 Stunden langen Kampagne, die keine Langeweile zulässt. Der Spannungsbogen bleibt bis ins letzte Drittel stabil, erholt sich nach einer kleinen Delle und liefert schließlich ein furioses Finale, das sämtliche Fäden zusammenführt. Bond-Connaisseure könnten zwar die ein oder andere falsche Fährte im Storypfad frühzeitig erkennen. Insgesamt bietet „007 First Light“ aber eine grundsolide Agentengeschichte, der die DNA der Filmreihe aus jeder Pore tropft.
Man lebt nur zweimal
Obwohl der von Patrick Gibson verkörperte Bond erst in seinen Zwanzigern ist, lässt er keine Eigenschaften des weltberühmten Agenten vermissen: Charme, Spitzzüngigkeit, Cleverness – alles vorhanden. Es fehlt dem jungen Rekruten lediglich noch etwas an Abgebrühtheit, was sich auch deutlich in seinem ersten Kampf um Leben und Tod zeigt. Leider gibt „First Light“ diesen Teil der Charakterentwicklung zugunsten des Gameplays allzu schnell auf, denn schon bald darauf erhält der Agent die Lizenz zum Töten und hat keinerlei Skrupel mehr, Hundertschaften von Gegnern eiskalt über den Jordan zu schicken.
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Insgesamt zeichnet IO die Charaktere allerdings stimmig, nimmt sich meist genügend Zeit, um ihnen die nötige Tiefe zu verleihen, und schafft es so auch abseits der Action, dramaturgische Höhepunkte zu setzen. Einzig bei der Antagonistenriege fehlte den Autoren etwas der Mut zum Außergewöhnlichen. Bis auf eine exzentrische Ausnahme bleibt das Böse weitgehend eindimensional und vorhersehbar.
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007 First Light – Launch Trailer | PS5 Games
Die Welt ist nicht genug
„007 First Light“ schickt Spieler im Verlauf der Geschichte einmal um die halbe Welt durch lebendige Kulissen, die einem Bond-Abenteuer mehr als würdig sind. Der werdende 007 schleicht, prügelt und schmeichelt sich unter anderem durch ein ehrwürdiges Grandhotel in der Slowakei, einen mauretanischen Schwarzmarkt in der Wüste, ein luxuriöses Spa in Vietnam und ein prunkvolles Museum im Herzen Londons.
In den Spionageabschnitten muss sich Bond häufig seinen Weg durch Menschenmengen bahnen, die natürlich auf Rempler reagieren, Gespräche führen, tanzen, Kunst bewundern, gespannt einem Schachspiel folgen oder aufgeregten Handel auf dem Markt treiben. Grafisch kann IO zwar (noch) nicht mit der absoluten AAA-Spitze mithalten, zeigt aber einmal mehr, dass es mit der hauseigenen Glacier-Engine belebte Orte so glaubhaft darstellen kann, wie kaum ein anderes Studio.
Auf geheimer Mission
Die bis zu zwei Stunden dauernden Missionen unterteilen sich meistens in einfache Kletterpassagen, Spionageabschnitte und Konfrontationen, die durch Schleichen und Ablenkung oder Fäuste schwingen und Ballern gelöst werden können. Abgerundet wird das Ganze durch Verfolgungsjagden, Quick-Time-Events und spektakuläre Fahrten in schicken Luxuskarossen, Schnellbooten oder zweckentfremdeten Nutzfahrzeugen.
In den Spionageabschnitten müssen sich Spieler Hinweise erarbeiten, indem sie Gespräche belauschen, Personen beschatten, Dokumente finden oder Handys klauen. Sind die nötigen Spuren entdeckt, geht es häufig in ein Sperrgebiet, in dem ebenfalls Kreativität gefragt ist: Mal reicht es, einen Wachmann mit einem aufgedrehten Gartenschlauch abzulenken oder einen Mülleimer anzuzünden. Mal müssen Angestellte getäuscht oder Sicherheitssysteme gehackt werden. Besonders in der ersten Hälfte des Spiels bleibt die leise Sohle fast durchgehend das Mittel der Wahl. Wer von bewaffneten Gegnern erwischt wird, sieht sich meist schnell einer nur schwer besiegbaren Übermacht gegenüber. Erst später erhöht sich der Actionanteil deutlich und das Spiel lässt häufiger rohe Gewalt als einfachsten Lösungsweg zu.
In diesen Etappen merkt man auch IOs jahrelange Erfahrung mit den Sandbox-Leveln der „Hitman-Reihe“, die mittlerweile unzählige Missionen auf der ganzen Welt umfasst, inklusive VR-Modus. Auch in „007 First Light“ haben Spieler häufig mehrere Lösungsmöglichkeiten. Zwar verändert sich das Grundprinzip dieser Abschnitte kaum und sie erreichen selten den Grad an Freiheit, den sich Agent 47 in „World of Assassination“ nimmt. Durch die große Variation in der Spielumgebung und eine durchdachte Dynamik in der Missionsgestaltung bleiben sie aber bis zum Ende spannend.
Lizenz zum Töten
Töten darf Bond übrigens erst, wenn ihm die Lizenz dazu erteilt wird, und diese bekommt er nur, wenn ein Gegner zuerst das Feuer eröffnet. Kommt es vorher zu Auseinandersetzungen, geht es in den Nahkampf, und die Prügeleien in „First Light“ sind ein echtes Highlight. Bond weicht geschickt aus, kontert, greift sich seine Gegner und setzt dabei alles ein, was sich in seinem Umfeld befindet. Da fliegen Tastaturen und Kaffeetassen, die leer geschossene Pistole landet auf der Stirn des Angreifers, oder selbiger fliegt kopfüber durch eine Sperrholzwand – und am besten noch alles nacheinander in einer flüssigen Kombination, die wie ein einstudiertes Ballett der Zerstörung wirkt. Herrlich!
Auch die Feuergefechte sind eine wahre Freude für Action-Fans. Zwar ist die Gegner-KI nicht immer die hellste Leuchte im Mündungsfeuer, dafür fehlt es nicht an taktischer Freiheit in den Gefechten. Gegner können mit gezielten Schüssen entwaffnet oder ihrer Rüstung entledigt werden, und die Umgebung eignet sich hervorragend zum Bandenspiel. Egal, ob Feuerlöscher, Stromkasten, Gasbehälter oder Kronleuchter, irgendein Helferlein findet sich immer, um die Übermacht zu dezimieren oder eine Formation aufzubrechen.
Feuerball
Wer Probleme ohne Schusswaffen und Fäuste lösen will, darf die berüchtigten Bond-Gadgets in Qs Labor ausrüsten – ein Ort, wie gemacht für Bond-Fans, denn hier wimmelt es nur so vor Easter Eggs und Anspielungen auf die Filme. In „007 First Light“ gibt es insgesamt sechs dieser Agentenspielereien, die allesamt mit einer aufgebohrten Smartwatch gesteuert und nacheinander im Spielverlauf freigeschaltet werden. Die Uhr selbst dient als Hacking-Instrument und ist als Basiswerkzeug immer dabei. Erweitert wird sie etwa mit einem Laser, der Kabel oder Schlösser auftrennt, einem „Dart Phone“, das Übelkeit auslösende Pfeile verschießt, oder dem „Missile Pen“, der genau das macht, wonach es sich anhört.
Ausrüstungsplätze sind zwar begrenzt, letztlich spielt es aber kaum eine Rolle, welche Gadgets dabei sind. Irgendwie kommt man immer ans Ziel. Denn obwohl vor allem die Schleichpassagen knackig sein können, fehlt für geübte Spieler manchmal die Herausforderung. Es gibt Abschnitte, in denen der Lösungsweg so offensichtlich gekennzeichnet ist, dass es fast schon absurd wirkt. Neben den üblichen Farbcodes für die Orientierung springen einem manchmal als Graffiti getarnte Pfeile und teilweise ganze Wörter schneller ins Auge, als man sich umschauen kann. Ebenfalls auffällig und mindestens so fragwürdig ist die Produktplatzierung von Luxusuhren, fahrbaren Untersätzen oder Softdrinks, die sich durch das ganze Spiel zieht.
Fazit: „007 First Light“ – Liebesgrüße aus Dänemark
IO Interactive inszeniert „007 First Light“ wie einen echten Bond-Film – mit allem, was die Agenten-Checkliste hergibt. Das mag manchmal etwas übertrieben wirken, aber wo, wenn nicht in einem Bond-Spiel, sollte man sonst in einer antarktischen Festung humanoide Roboter mit einer ferngesteuerten Riesenkugel zerquetschen, nachdem man kurz zuvor eine halbe Armee unter Dauerbeschuss mit einem Bergbaulaster ausradiert hat?
Was im Film für Kopfschütteln sorgen könnte, löst mit dem Gamepad in der Hand ein zufriedenes Lächeln aus, denn spielerisch sind auch solch übertrieben wirkende Ausreißer ein Hochgenuss. Zwar bietet „007 First Light“ nichts grundlegend Neues und gewinnt isoliert betrachtet nicht in jeder Einzeldisziplin Gold. Der Gameplay-Mix aus Story-, Spionage-, Schleich- und Action-Abschnitten ist aber so gut ausbalanciert, dass man den Controller gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Patrick Gibson funktioniert als charmanter, aber hitzköpfiger Agentenlehrling. Auch wenn ansonsten nicht jeder Charakter sein volles Potenzial ausschöpft, sind sämtliche Darstellungen auf höchstem Videospielniveau. Die Jagd nach einem abtrünnigen 00-Agenten greift zeitgenössische Themen auf, die zwar nicht allzu tiefgründig behandelt werden, aber dennoch perfekt in eine Bond-Story im Jahr 2026 passen.
Mit der neuen Origin-Story um den wohl berühmtesten Agenten aller Zeiten haben die Entwickler einen guten Einstiegspunkt gewählt, um auch ein jüngeres Publikum ohne großes Bond-Vorwissen abzuholen und den Grundstein für eine neue Reihe zu legen. Trotz des frischen Ansatzes erzählt „First Light“ allerdings eine klassische Bond-Geschichte, die auch langjährige Fans des Franchise abholen dürfte.
Auch wenn am Ende ein vielleicht doch etwas zu konservativer Bösewicht steht und „007 First Light“ spielerisch nichts wirklich neu macht, liefert IO Interactive ein durch und durch unterhaltsames Bond-Spiel ab. Gerne mehr davon!
„007 First Light“ erscheint am 27. Mai 2026 für PC (via Steam oder Epic), Xbox Series X/S und Playstation 5. Wir haben das Spiel auf der PS5 ohne technische Probleme getestet. Dialoge sind englisch vertont, eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht. Vorbesteller der Digitalversion dürfen schon einen Tag früher spielen. Eine Nintendo-Switch-2-Version ist für Sommer geplant. Der Preis liegt bei 70 Euro und die USK-Freigabe bei 16 Jahren.
(joe)
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Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image
Metas neue Bilderstellungs-KI hat auf einen Schlag Milliarden an potenziellen Nutzern. Denn im Juli 2026 veröffentlichte der US-Konzern mit Muse Image sein neuestes Modell direkt in WhatsApp und Instagram. Wahrscheinlich ist Muse Image sogar auf Ihrem Smartphone nur eine Wischgeste entfernt.
Die neuen Funktionen sind gut versteckt. Wer einen Status in WhatsApp oder eine Story auf Instagram veröffentlicht, kann diese nun per KI bearbeiten. Vorgefertigte Effekte sollen Selfies mehr Stil verleihen, sofern Sie nicht selbst prompten wollen. Oder Sie generieren direkt ein ganz neues Bild, statt echte Urlaubserinnerungen zu posten.
- Muse Image ist das erste Bildmodell von Metas neuer KI-Abteilung Superintelligence Labs und wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht.
- Nutzer aus Deutschland greifen direkt über WhatsApp oder Instagram auf die neuen Funktionen zu, um Bilder zu verändern oder zu erstellen.
- Der Gratis-Spaß hat Grenzen: Ist das Tageslimit aufgebraucht, bringt Sie auch ein bezahltes Abo nicht weiter.
Wir haben die neuen generativen Funktionen in WhatsApp, Instagram und Metas AI-App angeschaut. Dieser Ratgeber erklärt, wo Sie die Funktionen finden, was damit möglich ist und an welchen Stellen Meta seinen Nutzern Grenzen setzt. Sie haben gar keine Lust auf KI? Dann folgen Sie unserer Anleitung, um der Verwendung Ihrer Fotos zum Training von Metas KI zu widersprechen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image“.
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Kundendaten bei Dienstleister abgeflossen: Datenschutzvorfall beim Lidl-Shop
Beim Discounter Lidl gab es einen Datenschutzvorfall. Das teilte das Unternehmen betroffenen Kunden mit. Unbefugte konnten sich bei einem Shop-Dienstleister Zugang zu einer Datei mit Kundendaten verschaffen und haben diese abgezogen. Lidl hat die zuständige Datenschutzbehörde informiert. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.
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Die Angreifer entwendeten Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Kundennummer der betroffenen Kunden. Wie ein Sprecher uns auf Nachfrage mitteilte, sind weder Postanschriften noch Passwörter oder Zahlungsinformationen betroffen. Die Kundenkonten wurden nicht kompromittiert, stellt der Sprecher weiterhin fest.

Datenschutzvorfall bei Lidl
Behörden sind informiert
Der Angriff traf nicht die zentrale Datenbank des Shopsystems, sondern einen IT-Dienstleister des Handelskonzerns. Dieser habe sofort reagiert und „die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die IT-Systeme wieder vollständig abzusichern“, so die Sprecherin. Außerdem habe der Dienstleister Strafanzeige gestellt.
Hinweise auf einen Missbrauch der Daten gebe es keine, heißt es in der uns vorliegenden E-Mail. Dennoch sollen Betroffene wachsam gegenüber Phishing und Identitätsmissbrauch sein, empfiehlt Lidl.
Lidl gehört ebenso zur Schwarz-Gruppe wie der Cloud-Anbieter Schwarz Digits und das Sicherheitsunternehmen XM Cyber.
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(cku)
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Top 10: Die beste Gaming-Maus im Test – Preis-Leistungs-Sieger für 30 €
Kabellose Gaming-Mäuse sollen leicht und präzise sein und gleichzeitig viele Zusatztasten bieten. Wir zeigen die besten unter ihnen.
Im Gaming-Bereich haben Spieler je nach Genre unterschiedliche Anforderungen an ihre Peripherie. Gaming-Mäuse für MMORPGs haben etwa eine Vielzahl zusätzlicher Tasten, um der Menge an Fähigkeiten und Routinen im Spiel gerecht zu werden. In der kompetitiven Shooter-Szene dreht sich währenddessen alles um Präzision und blitzschnelle Reaktionen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzen Hersteller auf schlanke Designs, ein geringes Gewicht und hochpräzise Sensoren. High-End-Mäuse sind zudem mit einer hohen Abtastrate ausgestattet, wodurch Verzögerungen weitestgehend vermieden werden. Im Bereich kompetitiver Shooter übertrumpfen sich Mäusehersteller also regelmäßig mit neuer Technik.
Wir zeigen hier die besten kabellosen Gaming-Mäuse mit einem Fokus auf schlankem Design und geringem Gewicht und zeigen in unserem Ratgeber-Teil zudem auch Mäuse aus anderen Bereichen der Gaming-Welt. Wir erklären außerdem, was hinter Fachbegriffen wie DPI und Polling-Rate (Abtastrate) steckt und was die Griffe, mit denen man eine Maus hält, unterscheidet.
Wenn nicht anders angegeben, sind die Mäuse in dieser Bestenliste vorrangig für Rechtshänder ausgelegt. Mäuse mit symmetrischem Design kann man theoretisch mit beiden Händen verwenden, da sich die seitlichen Buttons allerdings auf der linken Seite befinden, kann dies für Linkshänder unbequem und störend sein.
Welche ist die beste Gaming-Maus?
Unser Testsieger ist die Wireless-Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike für 180 Euro. Per Software kann man sowohl die Klick-Haptik als auch den Betätigungspunkt der Maustasten individuell einstellen. Obendrein kommt sie mit einer 8K-Polling-Rate und einer hervorragenden Verarbeitung.
Als Technologiesieger geht die Glorious Model O3 Wireless für 107 Euro hervor. Sie überrascht mit einem durchdachten Akkusystem, welches die Gaming-Maus dank mitgelieferter Ladestation, austauschbaren Akkus und integriertem Notstrom permanent im Einsatz hält und ein Ladekabel überflüssig macht.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless zum absoluten Killerpreis von derzeit 27 Euro (Ebay). Sie überzeugt mit einem griffigen und bequemen Design und liefert zudem präzise Klicks bei 8000 Hz.
Worauf muss man bei einer Gaming-Maus achten?
Wie auch bei einer Tastatur oder einem Headset muss die Maus in erster Linie bequem benutzbar sein. Abhängig von Sitzposition, Handgröße und Platz auf dem Schreibtisch kommen manche Mäuse aufgrund ihrer Form einfach nicht infrage. Wer mit gesundheitlichen Problemen wie dem Karpaltunnelsyndrom zu kämpfen hat, sollte sich eher nach einer ergonomischen Maus umsehen.
Nicht jede Gaming-Maus unterstützt die gleichen Verbindungsmodi. Während die Mäuse in unserer Bestenliste allesamt kabellos sind, gibt es weiterhin rein kabelgebundene Mäuse. Diese sind in den meisten Fällen günstiger, aber auch weniger flexibel einsetzbar. Das ist primär dann relevant, wenn man die Maus nicht nur zum Zocken am PC verwendet, sondern auch andere Endgeräte wie Tablets mit ihr bedienen möchte.
Die meisten kabellosen Gaming-Mäuse unterstützen eine Funkverbindung via 2,4-GHz-Funk-Receiver. Dieser wird per USB-A-Anschluss entweder direkt an den PC gesteckt oder – je nach Hersteller – mittels eines Verlängerungsadapters mit dem USB-C-Port des Ladekabels verbunden. Das soll vordergründig dafür sorgen, dass die Distanz zwischen dem Receiver und der Maus so kurz wie möglich gehalten wird.
Die Funktechnologie ist mittlerweile so stark, dass die Verzögerung durch die Übertragung des Signals beim Zocken kaum noch ins Gewicht fällt. In vielen Fällen unterstützen Gaming-Mäuse auch eine Bluetooth-Verbindung. Diese eignet sich zwar, um damit zu surfen oder im Büro zu arbeiten, unterliegt aber in puncto Latenz der Funkverbindung um einiges.
Je nachdem, welche Spiele man hauptsächlich spielen möchte, ist ein Griff zu einer High-End-Maus mit 8000-Hz-Abtastrate und State-of-the-art-Sensoren unnötig. Viele Funktionen aus dem High-End-Bereich richten sich an kompetitive Spieler oder Professionals aus dem E-Sport. Für gelegentliches Zocken reicht auch eine Mittelklasse-Maus, wie die Hyperx Pulsefire 2 Haste.
Während die Mäuse in dieser Bestenliste aufgrund ihrer Charakteristika hauptsächlich für kompetitive First-Person-Shooter (FPS) ausgelegt sind, gibt es auch welche, die andere Nischen und Bedürfnisse bedienen. Anstatt ultraleicht gibt es Exemplare, die deutlich mehr wiegen und teilweise sogar mit extra einsetzbaren Gewichten kommen. Auch die bereits erwähnten MMORPG-Mäuse, die mit 8 oder mehr zusätzlichen Buttons ausgestattet sind, um Makros oder Shortcuts auszuführen, gibt es.
Weniger wichtig für die tatsächliche Performance der Maus, aber für den einen oder anderen dennoch essenziell: die RGB-Beleuchtung. Diese reicht von Akzenten wie einem beleuchteten Mausrad oder dem Logo bis hin zur Festbeleuchtung an den Seiten. Ist einem die Akkulaufzeit wichtig, sollte man jedoch auf eine permanente Beleuchtung verzichten oder direkt eine Maus kaufen, die gar keine RGBs hat.
Die Software der Gaming-Maus kann ebenso ein wichtiges Entscheidungskriterium sein. Dazu zählt nicht nur der Funktionsumfang, den diese der Maus ermöglicht. Hersteller wie Logitech oder Asus ROG bieten mit ihren Software-Angeboten Schnittstellen zu anderen Produkten aus dem eigenen Sortiment. Wer also bereits Tastaturen oder Headsets eines bestimmten Herstellers besitzt, sollte sich überlegen, ob sich auch ein Kauf der Gaming-Maus aus dem gleichen Hause lohnt.
Was sind Claw-, Palm- und Fingertip-Grip?
Wie man die Maus hält, ist von Person zu Person unterschiedlich. Dennoch haben sich überwiegend drei differenzierte Handpositionen herauskristallisiert, die auch beim Design der Mäuse mitbedacht werden.
Verwendet man den Claw-Grip, um die Maus zu halten, bedeutet das, dass die Finger gekrümmt auf den Maustasten liegen und die Peripherie über Bewegungen mit dem Handgelenk manövriert wird. Beim Claw-Grip lohnt es sich, auf das Gewicht der Maus zu achten, da eine leichtere Maus weniger Kraftaufwand für das Handgelenk bedeutet und dementsprechend auch weniger anstrengt.
Beim Palm-Grip liegt die Hand vollständig auf der Maus, was bedeutet, dass man sie ausschließlich über den Arm bewegt. Feine Bewegungen mittels Handgelenk sind nur schwer möglich. Um den Griff zu unterstützen, ist es ratsam, eine längere und auch etwas breitere Maus zu wählen, die Platz für die gesamte Handfläche bietet.
Hält man die Maus ausschließlich mit den Fingerspitzen, spricht man hier vom Fingertip-Grip. Dabei berührt die Handfläche nicht die Maus, welche daher über das Handgelenk bewegt wird. Neben texturierten Flächen an den Seiten der Maus, die den Fingerspitzen besseren Halt geben, ist auch hier ein leichtes Gerät zu bevorzugen, um das Handgelenk zu entlasten. Da die Handfläche keinen Kontakt mit der Maus hat, ist es auch nicht verkehrt, auf eine flachere und kürzere Maus zurückzugreifen.
Was sind Abtastrate und DPI?
Die Abtastrate sagt aus, wie häufig die Maus ihre Position an den PC weitergibt, und spiegelt die damit verbundene Reaktionszeit wider. Sie wird dabei immer in Hz angegeben. Einfach gesagt: je höher der Hz-Wert, desto schneller die Reaktionszeit und desto geringer die Verzögerung. Allerdings bedeutet eine höhere Abtastrate auch mehr Auslastung für den PC und kann dementsprechend, vor allem bei älteren Computern, die Leistung beeinträchtigen.
Der Standard bei Gaming-Mäusen ist nach wie vor 1000 Hz. In den letzten Jahren haben sich Frequenzen von 4000 bis 8000 Hertz ebenfalls etabliert und werden vermehrt im hochpreisigen High-End-Segment genutzt.
DPI hingegen steht für Dots per Inch und beschreibt, wie viele Pixel der Mauszeiger auf dem Monitor zurücklegt, wenn man die Maus auf dem Schreibtisch einen Inch (2,54 cm) bewegt. Erhöht man die DPI-Einstellung, wird der Sensor sensibler. Schiebt man jetzt die Maus die gleiche Distanz auf dem Schreibtisch wie zuvor, bewegt sich der Zeiger deutlich weiter. Manche Hersteller verwenden die Abkürzung CPI (Counts per Inch) anstatt DPI, meinen damit aber das Gleiche.
Verringert man den DPI-Wert, wird der CMOS-Sensor (Complementary metal-oxide-semiconductor) weniger sensibel und das Gegenteil tritt ein: Der Zeiger bewegt sich weniger weit für die gleiche zurückgelegte Distanz auf dem Schreibtisch. Bei einer DPI-Einstellung von 600 muss man die Maus etwa rund 8 cm bewegen, um von der linken Seite eines Full-HD-Monitors (1920 × 1080 Pixel) ganz auf die rechte Seite zu gelangen. Hat man einen höheren DPI-Wert eingestellt, beispielsweise 2000, dann muss man die Maus für die gleiche Strecke nur einen halben Zoll oder 1,27 cm bewegen.
Grundsätzlich ist der DPI-Wert Geschmackssache, allerdings empfiehlt es sich je nach Programm, eine niedrigere DPI zu wählen. Bei kompetitiven FPS-Games etwa, bei denen es wichtig ist, pixelgenau mit der Maus zu zielen. Andersherum lohnt sich eine etwas höhere DPI, wenn man mit einem Multi-Monitor-Setup arbeitet und die Maus etwa über drei Bildschirme bewegen muss. Da viele Mäuse aber in der Lage sind, verschiedene DPI-Profile anzulegen und per Knopfdruck zwischen diesen zu wechseln, ist die Geschwindigkeit der Maus für jede Situation problemlos anpassbar.
Welche Sensoren stecken in einer Maus?
Im Vergleich zu den Mäusen von früher, die mit ihren Kugeln und Rollen sehr anfällig für die Ansammlung von Fusseln waren und deswegen regelmäßig gereinigt werden mussten, ist man bei modernen Mäusen auf eine digitale Sensorik umgestiegen: optische Sensoren und Laser-Sensoren.
Bei optischen Mäusen beleuchtet eine LED die Fläche unter ihr, wodurch der CMOS-Sensor im Inneren der Maus in der Lage ist, Fotos vom Untergrund aufzunehmen. Die Maus ist so imstande, die Oberflächenstruktur zu erfassen und durch die digitale Verarbeitung der geschossenen Bilder festzustellen, wie weit und wohin sie sich bewegt hat, um die Cursorbewegung und -position auf dem Monitor abzubilden.
Laser-Mäuse setzen ebenfalls auf die Aufnahme tausender Bilder, um Position und Oberfläche zu bestimmen. Der Unterschied ist jedoch, dass der verbaute Laser tiefer in die Oberfläche eindringen kann als die LED einer optischen Maus und so die Feinheiten und Veränderungen in der Struktur dieser besser für die Kamera erfassbar macht. Daraus resultiert primär, dass Laser-Mäuse noch präzisere Bewegungen ermöglichen, als es optische bereits tun – und solche Mäuse auf mehr Oberflächen ohne Probleme funktionieren.
Beide Sensoren eignen sich für die Arbeit im Büro oder beim Gaming. Man sollte allerdings bei optischen Mäusen darauf achten, auf einer matten und lichtundurchlässigen Oberfläche zu arbeiten. Bei Oberflächen wie Glastischen oder bei Tischen mit einem glänzenden, reflektierenden Finish hat es der Sensor schwer, zuverlässig zu arbeiten. Laser-Mäuse haben dieses Problem nicht und finden sich auf so ziemlich allen Oberflächen gut zurecht. Aufgrund ihrer deutlich präziseren Erfassung sind sie nicht jedermanns Geschmack und je nach Modell eventuell auch etwas Overkill für den regulären Einsatz im Büro.
Fazit
Leichte kabellose Gaming-Mäuse sind flexibel einsetzbar, auf Dauer schonender für das Handgelenk als schwere Mäuse und obendrein ideal, um in FPS wie Valorant oder CS2 zu dominieren. Um eine solche Maus zu genießen, muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen – aber im High-End-Bereich gibt es phänomenal gute Hardware, die beim Zocken einen deutlichen Unterschied macht.
Ausschlaggebend hierfür ist in erster Linie die hohe Abtastrate, dank der die Mäuse extrem kurze Reaktionszeiten vorweisen können und im Spiel für verzögerungsfreie und präzise Klicks sorgen. Zusätzliche Funktionen, die dank der Software freigeschaltet werden, ermöglichen häufig eine zusätzliche Individualisierung im Umgang mit der Maus. Makros, Shortcuts oder gar auf den Spieler angepasste Beschleunigungskurven sind möglich.
Mit unserer Bestenliste haben wir die stärksten Gaming-Mäuse vorgestellt. Unser Testsieger ist die Logitech G Pro X2 Superstrike für 180 Euro. Als Technologiesieger geht die Glorious Model O3 Wireless für 111 Euro hervor. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless für derzeit 27 Euro (Ebay).
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