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Online Marketing & SEO

ChatGPT Work: OpenAI baut Super-App mit Codex


[…] Mit integriertem Codex hilft ChatGPT Work Teams dabei, ambitionierte Ideen in abgeschlossene Arbeitsergebnisse zu überführen,

meint Emmanuel Marill, Managing Director EMEA bei OpenAI. Mehr als fünf Millionen User nutzen Codex pro Woche, aber eine Million Menschen nutzen es für Arbeitskontexte außerhalb des Codings. Mit Scheduled Tasks können die User zudem die Arbeit am Laufen halten, wenn sie nicht an ihren Geräten sitzen. Ein einheitliches Plugin-Verzeichnis verbindet ChatGPT überdies mit Tools wie Slack, Gmail, Google Drive, Kalendern und CRM-Systemen. Bei OpenAI selbst nutzen inzwischen nach Unternehmensangaben fast 100 Prozent der Teams Codex und Work, um ihre Aufgaben zu automatisieren – was Zeit für andere To-dos freigibt.

Chat, Work und Codex in neuer App-Erfahrung vereint

ChatGPT Work kommt für die OpenAI User als dedizierter Agent im Web und für Mobile, zunächst für Pro, Enterprise und Edu User, in den nächsten Tagen auch für Plus und Business User. Außerdem hat das KI-Unternehmen die Desktop App von ChatGPT überarbeitet. Darin finden ab jetzt alle User, auch die Free User, Codex, Work und Chat als Optionen. Wer bisher die Codex App genutzt hat, kann diese aktualisieren und wird die ChatGPT Desktop App erhalten. So baut OpenAI eine Art Super-App auf, die die zentralen KI-Fähigkeiten des Unternehmens vereint. Auf der OpenAI Website heißt es:

This is the first step towards a broader vision for ChatGPT—where intelligence goes beyond answering questions to helping everyone turn their biggest ideas into reality.

Die neue Desktop App zeigt ChatGPT Work neben Codex an, © OpenAI
Die neue Desktop App zeigt ChatGPT Work neben Codex an, © OpenAI

ChatGPT und Codex im Fokus:

OpenAI steht wohl vor Super-App

weiße Pixel auf schwarzem Hintergrund, sie zeigen eine Weltkugel und einen alten PC, Textfeld darum
© OpenAI via Canva

GPT-5.6 als Basis für facettenreiche Arbeitserleichterungen

Der Roll-out der brandneuen Modellreihe GPT-5.6 unterstützt OpenAIs ChatGPT App, Codex, die API und Agents wie ChatGPT Work. Emmanuel Marill erklärt:

[…] GPT-5.6 Sol bietet führende Intelligenz und Effizienz in den Bereichen Coding, Wissensarbeit, Cybersicherheit und Wissenschaft und nutzt dabei weniger Tokens zu voraussichtlich geringeren Kosten […].

Die Modellversion GPT-5.6 Sol verbessert laut OpenAI die Fähigkeit von ChatGPT, „mehrstufige Aufgaben schrittweise zu durchdenken und Materialien zu erstellen, die Vorlagen und Referenzdateien folgen“. Mit dem Ultra-Modus für Sol sollen sogar mehrere Agents parallel koordiniert werden können, um besonders komplexe Aufgaben zu bewältigen – etwa in Codex. Das Modell optimiert zudem die Qualität der Artifacts in Präsentationen, Dokumenten und Tabellen und stärkt die Computer-Use-Optionen sowie den Design-Output.

GPT-5.6 wird derzeit weltweit schrittweise ausgerollt. In ChatGPT können User mit den Abonnements Plus, Pro, Business und Enterprise über die Einstellung „medium“ und höhere Reasoning-Stufen auf GPT-5.6 Sol zugreifen. User von Pro und Enterprise können für besonders anspruchsvolle Aufgaben GPT-5.6 Pro auswählen.

Noch mehr Insights rund um GPT-5.6, Codex, ChatGPT und Co. findest du in unseren dedizierten Artikeln – und in aller Ausführlichkeit auf dem OpenAI Blog.


GPT-Live ist da:

Das sind OpenAIs neue Voice-Modelle für lebensechte Konversationen

Ältere Frauen schauen auf ein Smartphone, Textzug in Gelb zu ChatGPT Voice
© OpenAI via Canva

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Damenmode: Tory Burch ernennt erstmals einen Chief Brand Officer


Tory Burch holt mit Klitos Teklos einen Chief Brand Officer an Bord

Die US-Marke Tory Burch hat den Posten des Markenchefs neu geschaffen und mit einem Manager besetzt, der Erfahrung aus dem Mode sowie Medien-Business mitbringt.

Das New Yorker Fashion-Label Tory Burch hat erstmals einen Chief Brand Officer ernannt und den Posten mit Wirkung zum 7. Juli mit Klitos Teklos besetz

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YouTube Shows: Serien bekommen endlich Staffeln und Episoden


Die Streaming-Plattform entwickelte Shows nicht als Ersatz für Playlists, sondern für Formate, die zusammengehören und in einer bestimmten Reihenfolge angesehen werden sollen. Dazu zählen etwa Serien mit fortlaufender Handlung, mehrteilige Tutorials oder Formate mit wiederkehrenden Themen, Moderator:innen oder Charakteren.

YouTube empfiehlt ein einheitliches Erscheinungsbild mit ähnlichen Thumbnails, Titeln, Beschreibungen und Branding, damit Zuschauer:innen eine Show sofort wiedererkennen und neue Folgen leichter zuordnen können.

Serien auf YouTube leichter finden und nahtlos weiterschauen

YouTube will Shows nicht nur besser sichtbar machen, sondern Zuschauer:innen auch länger auf der Plattform halten. Serien können künftig in Bereichen wie Recommended Shows, Continue Watching oder Watch Next erscheinen. Wer auf YouTube nach „shows“ sucht, findet passende Formate außerdem schneller und kann auf Smartphone, Desktop oder Smart TV jederzeit dort weiterschauen, wo zuletzt aufgehört wurde.

Davon dürften vor allem Creator mit Podcasts, Tutorials, Dokureihen oder anderen fortlaufenden Formaten profitieren. Je einfacher Zuschauer:innen die nächste Episode finden und weiterschauen können, desto größer ist die Chance, dass sie eine komplette Serie statt nur ein einzelnes Video ansehen. Das dürfte auch YouTube deutlich längere Wiedergabezeiten bescheren und die sorgen für nachhaltig hohe Werbeeinkünfte.


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Google Unternehmensprofil optimieren ► Anleitung & Tipps


Dein Google Unternehmensprofil entscheidet, ob Kund*innen Dich oder die Konkurrenz finden. Mit einem gepflegten Profil wirst Du in der lokalen Suche sichtbarer, gewinnst Vertrauen und generierst mehr Conversions. In diesem Leitfaden zeige ich Dir die wichtigsten Rankingfaktoren und Praxistipps, egal, ob Du einen Standort betreust oder zwanzig.

Personen optimieren ihr Google Unternehmensprofil.Google Unternehmensprofil optimieren ► Anleitung & Tipps

Ein gepflegtes Google Unternehmensprofil bringt Dir mehr Sichtbarkeit in der lokalen Suche.

Was ist ein Google Unternehmensprofil?

Wenn jemand nach „Apotheke in der Nähe“ oder „Steuerberater München“ sucht, entscheiden die nächsten Sekunden darüber, welches Unternehmen den Anruf bekommt – und welches übersehen wird. Das gilt nicht nur für den lokalen Einzelbetrieb: Auch größere Unternehmen wie bundesweit aktive Baumarktfachketten oder Immobilienunternehmen mit vielen Standorten profitieren davon, dass jeder einzelne Standort in der lokalen Suche gefunden wird. Ein zentraler Baustein dieser lokalen Sichtbarkeit ist das Google Unternehmensprofil (früher bekannt als Google My Business): ein kostenloses Tool von Google, mit dem Du Dein Unternehmen direkt in der Google-Suche und auf Google Maps präsentieren kannst – mit Öffnungszeiten, Standort, Kontaktdaten, Fotos und Kundenbewertungen.

Vorteile eines Google Unternehmensprofils

Die folgende Übersicht zeigt Dir, wie Du von einem Google Unternehmensprofil profitierst. Und das alles kostenfrei.

Bereich Was Du gewinnst Konkreter Effekt
Mehr Sichtbarkeit & Auffindbarkeit Präsenz in Google-Suche im Knowledge Panel, Local Packs und Maps Du wirst bei lokalen Suchanfragen häufiger gefunden
Mehr Kundeninteraktionen Direkte Aktionen (Anruf, Route, Website, Anfragen) Mehr Leads direkt aus der Google-Suche
Mehr Vertrauen und Kundenbindung Durch positive Bewertungen und professionelle Darstellung mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit Höhere Klickrate und bessere Conversion
Professionelle Unternehmensdarstellung Bilder, Leistungen und Infos Professioneller erster Eindruck
Bessere Rankings Einfluss auf Local SEO Höhere Position im Local Pack
Wettbewerbsvorteil Abhebung von schlecht gepflegten Profilen Mehr Sichtbarkeit als Deine Konkurrenz
Kostenfreies Marketing Auf Unternehmen, Produkte, Angebote, Aktionen, Neuerungen etc. direkt hinweisen Kostenfreie Werbung für Dein Unternehmen
Analyse der Performance Einblicke in Statistiken zur Performance-Analyse Deines Unternehmensprofils Auswertungen durchführen, was funktioniert, was nicht. Herausfinden, wonach Nutzer*innen suchen

Übersicht der Vorteile eines Google Unternehmensprofils.

Lokale Ergebnisse sind besonders prominent, weil Google sie bei passenden Suchintentionen oberhalb oder innerhalb der klassischen organischen Treffer ausspielt. Wie viele Nutzer*innen darauf klicken, hängt stark von Branche, Standort, Gerät und Suchanfrage ab.

So erscheint das Google Unternehmensprofil, wenn Nutzer*innen einen Eintrag angeklickt haben:

Beispiel-Aufbau Google Unternehmensprofil in Google Maps.Beispiel-Aufbau Google Unternehmensprofil in Google Maps.

Beispiel eines Google Unternehmensprofils in Google Maps.

Die wichtigsten Rankingfaktoren für Dein Google Unternehmensprofil

Dein Profil ist mehr als nur ein Eintrag: Es entscheidet, wie sichtbar Dein Unternehmen lokal ist. Google bewertet jedes Profil nach bestimmten Faktoren, um zu entscheiden, welche Unternehmen in den lokalen Suchergebnissen oder im Local Pack auftauchen – also den meist drei hervorgehobenen Unternehmenstreffern mit Kartenausschnitt, die Google oberhalb der organischen Suchergebnisse anzeigt:

eispiel für ein Local Pack in der Google-Suche.eispiel für ein Local Pack in der Google-Suche.

Beispiel einer Local-Pack-Anzeige bei der Suche nach lokalen Geschäften.

Die folgenden Faktoren beeinflussen, ob Dein Profil für lokale Suchanfragen überhaupt als relevantes Ergebnis infrage kommt. Auf die Klickrate wirken anschließend vor allem sichtbare Elemente wie Bewertungen, Fotos, Öffnungszeiten, Entfernung und Call-to-Action-Optionen.

Die drei Hauptfaktoren im Überblick

Faktor Kurz erklärt To-dos
Relevanz Google prüft, ob Dein Profil thematisch zur Suche passt. · Primäre Kategorien und weitere Kategorien sowie Attribute korrekt auswählen · Unternehmensbeschreibung mit lokalen Keywords optimieren · Dienstleistungen und Produkte präzise angeben
Entfernung Wie nah liegt Dein Unternehmen zur suchenden Person? Je näher Du am Suchort bist, desto höher die Chance auf ein Top-Ranking. · Vollständige und konsistente Daten auf Website & Profil in Bezug auf Standortgenauigkeit (NAP = Name, Adresse, Telefonnummer)
Bekanntheit Reputation über Bewertungen, Erwähnungen & Markenbekanntheit: Profile mit vielen positiven Bewertungen und bekannter Marke genießen mehr Vertrauen und Sichtbarkeit. · Anzahl und Qualität der Bewertungen steigern · Markenbekanntheit aufbauen (durch Partnerschaften oder Erwähnungen in der lokalen Presse)

Übersicht der drei Hauptrankingfaktoren für Dein Google Unternehmensprofil: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Weitere wichtige Rankingfaktoren für Dein Google Unternehmensprofil

Neben den drei Hauptfaktoren gibt es weitere Einflussgrößen, die die Auffindbarkeit Deines Google Unternehmensprofils stärken:

  • Keywords im Profil: Strategische Platzierung relevanter Suchbegriffe in Beschreibung und Leistungen.
  • Aktivität: Regelmäßige Updates, Posts und Pflege Deines Google Unternehmensprofils.
  • Bilder und Interaktionen: Fotos, Videos und Engagement durch Nutzer*innen.
  • Klickrate (CTR): Wie oft Nutzer*innen auf Dein Profil klicken, wenn es angezeigt wird.

12 Tipps, um Dein Google Unternehmensprofil zu optimieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nachfolgend gebe ich Dir 12 wichtige Tipps an die Hand, um Dein Google Unternehmensprofil langfristig zu stärken und mehr Conversions zu erzielen.

1. Profil anlegen und Unternehmensinformationen ausfüllen

Prüfe zuerst, ob Google bereits automatisch ein Profil für Dein Unternehmen angelegt hat. Das passiert häufig auf Basis öffentlicher Daten. Existiert ein Eintrag, beantrage die Inhaberschaft und los geht’s!

Falls für Dein Unternehmen noch keinen Eintrag existiert, findest Du im nachfolgenden Video eine Anleitung meiner SEO-Kollegin Nora:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Unternehmensinfos anlegen

Ist der Eintrag angelegt, bestätige die Inhaberschaft (per Telefon, E-Mail oder Video – je nachdem, welche Option Google Dir anbietet). Erst nach der Verifizierung kannst Du Dein Profil bearbeiten und es erscheint vollständig in der Suche.

Hinterlege Deine NAP-Daten vollständig: Name, Adresse, Phone (Telefonnummer). Wichtig beim Namen: Trage ihn exakt so ein, wie er offiziell lautet. Verzichte auf Keywords oder Ortsangaben, die nicht in Deinem Firmennamen vorhanden sind.

Zudem solltest Du Folgendes angeben:

  • Website: Verlinke Deine Startseite oder bei mehreren Standorten die jeweilige Standortseite (mehr dazu unten). Hast Du noch keine Website, kannst Du Dir mit Google Sites kostenlos und ohne technische Vorkenntnisse eine einfache Seite erstellen. Für die meisten kleinen lokalen Betriebe reicht das als Einstieg völlig aus.
  • Social-Media-Profile, sofern Du dort aktiv bist.
  • Öffnungszeiten: vollständig eintragen, inklusive Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Sorge mit lokalen Erwähnungen, sogenannten „Citations“, dafür, dass externe Quellen wie Branchenbücher Dein Unternehmen bestätigen und verifizieren. Sie signalisieren Google, dass Dein Eintrag echt ist. Stelle hierbei sicher, dass die Daten portalübergreifend konsistent sind, um Deine Glaubwürdigkeit zu untermauern, Vertrauen zu schaffen und Dir eine lokale Autorität aufzubauen. Meine Kollegin Anika geht in ihrem Local SEO-Artikel näher auf Citations ein.

Du hast ein Unternehmen, das mehrere lokale Filialen oder Niederlassungen besitzt? Ab zehn Standorten kannst Du die „Bulk-Standortverwaltung“ nutzen: Du bearbeitest alle Einträge gesammelt über eine Tabellendatei, statt jedes Profil einzeln aufzurufen. Das spart nicht nur Zeit, sondern verhindert auch inkonsistente Daten zwischen den Standorten.

Tipp: Lege am besten eine eigene Standort-URL auf Deiner Website für jeden einzelnen Eintrag an und verlinke sie in Deinem Google Unternehmensprofil. So unterstreichst Du nochmals die Lokalität Deines Unternehmens und schaffst eine klare Verbindung von Deiner Website zum jeweiligen Standort mittels eines eigenen Google-Unternehmensprofil-Eintrags

Einzugsgebiete festlegen, falls Du keine Unternehmensdienste am Standort hast

Bietest Du Deine Leistungen bei Kund*innen vor Ort an, kannst Du bis zu 20 Einzugsgebiete festlegen. Das gilt für zwei Fälle:

  • Unternehmen ohne Kundenempfang am Geschäftsstandort (z. B. Heizungsmonteur*innen).
  • Hybridunternehmen, die beides anbieten (z. B. Florist*innen mit Lieferservice).

2. Kategorien richtig wählen

Die „primäre“ Kategorie Deines Unternehmensprofils beschreibt Dein Kerngeschäft und entscheidet maßgeblich, bei welchen Suchanfragen Google Deinen Eintrag ausspielt. Sie ist damit einer der stärksten Hebel für Dein lokales Ranking.

Ergänzend kannst Du bis zu neun weitere Kategorien angeben, die zusätzliche Leistungen oder Spezialisierungen abbilden. Wähle aber nur Kategorien, die Dein tatsächliches Angebot widerspiegeln. Denn: Viel hilft nicht viel. Zu viele oder unpassende Kategorien verwässern den Fokus und können Deine Sichtbarkeit schwächen.

Beispiel: Ein Zahnarzt sollte nicht zusätzlich Kategorien wie „Kosmetikstudio“ oder „Wellnesszentrum“ wählen, nur weil er Bleaching anbietet. Besser: eine präzise primäre Kategorie und nur solche Zusatzkategorien, die echte, dauerhaft angebotene Leistungen abbilden. Passend wäre stattdessen z. B. die Zusatzkategorie „Kosmetische Zahnmedizin“.

Beispiel für die Wahl von Unternehmenskategorien in Google Unternehmensprofil.Beispiel für die Wahl von Unternehmenskategorien in Google Unternehmensprofil.

Beispiel für die Wahl von Unternehmenskategorien in einem Google Unternehmensprofil.

3. Attribute nutzen und pflegen

Neben den Kategorien bietet das Google Unternehmensprofil sogenannte „Attribute“ – ergänzende Eigenschaften, die Dein Unternehmen näher beschreiben. Welche Attribute Dir zur Verfügung stehen, hängt dabei unter anderem von Deiner Unternehmenskategorie ab. Die Bandbreite reicht von praktischen Angaben wie „Onlinetermine möglich“ und „barrierefrei zugänglich“ bis hin zu identitätsbezogenen Merkmalen wie „von Frauen geführt“.

Der Effekt: Sucht jemand gezielt nach einem rollstuhlgerechten Café oder einem Friseur mit Onlinebuchung, zeigt Google bevorzugt Profile mit den passenden Attributen an.

Gehe die verfügbaren Attribute einmal vollständig durch (unter „Profil bearbeiten“ → „Mehr“) und setze alle, die auf Dein Unternehmen zutreffen. Wichtig: Bleibe ehrlich. Ein hinterlegtes Attribut wie „barrierefrei zugänglich“, das vor Ort nicht stimmt, sorgt für enttäuschte Kund*innen und negative Bewertungen. Prüfe die Liste außerdem gelegentlich: Google ergänzt regelmäßig neue Attribute.

Attribute in Google Unternehmensprofile verwalten.Attribute in Google Unternehmensprofile verwalten.

 Attribute in Google Unternehmensprofile hinterlegen. Attribute in Google Unternehmensprofile hinterlegen.

Unter dem Punkt „Mehr“ kannst Du Attribute verwalten.

4. Unternehmensbeschreibung optimieren

Die Unternehmensbeschreibung ist Deine Chance, in eigenen Worten zu erklären, wer Du bist, was Du anbietest und warum Kund*innen genau zu Dir kommen sollten. Baue dabei lokale Keywords und Deine wichtigsten Leistungen natürlich ein, etwa „Zahnarzt in München-Schwabing“ statt nur „Zahnarzt“. Stelle außerdem heraus, was Dich von Mitbewerbern in Deiner Region unterscheidet (Deine USPs).

Technisch wichtig: Dir stehen maximal 750 Zeichen zur Verfügung. Im Knowledge Panel werden zunächst nur die ersten 250 Zeichen angezeigt. Danach kürzt Google mit einem „Mehr“-Link. Packe deshalb Deine Kernaussage in die ersten 250 Zeichen: Was bietest Du an, wo, und was macht Dich besonders? Der Rest ist Bonus für die wenigen, die weiterklicken.

Google Unternehmensprofil-Beschreibung innerhalb der 250 Zeichen.Google Unternehmensprofil-Beschreibung innerhalb der 250 Zeichen.

Beispiel für eine Beschreibung innerhalb der 250 Zeichen.

Google Unternehmensprofil-Beschreibung mit mehr als 250 Zeichen.Google Unternehmensprofil-Beschreibung mit mehr als 250 Zeichen.

Beispiel für Beschreibung mit mehr als 250 Zeichen, die mit „Mehr“ gekürzt wird.

Ein häufiger Fehler: Informationen zu wiederholen, die bereits in anderen Feldern stehen, wie etwa Öffnungszeiten oder die Adresse. Nutze den Platz stattdessen für echten Mehrwert, zum Beispiel Deine Spezialisierung, Deine Arbeitsweise oder besondere Angebote.

5. Fotos und Videos hinzufügen

Fotos entscheiden mit, ob jemand Dein Profil anklickt oder zum nächsten Treffer scrollt. Sie sind oft der erste Eindruck, noch vor Bewertungen und Text. Sobald Dein Profil verifiziert ist, kannst Du eigenes Bild- und Videomaterial hochladen. Starte mit Logo und Titelbild. Beide prägen die Darstellung in der Suche und in Maps und beeinflussen direkt Deine Klickrate.

Für eine optimale Darstellung empfehlen sich folgende Formate: Logo mindestens 250×250 px, Titelbild idealerweise 1.080×608 px, jeweils im JPG- oder PNG-Format.

Ergänze Dein Profil darüber hinaus mit hochwertigem, repräsentativem Material:

  • Außen- und Innenaufnahmen
  • Produkt- und Leistungsfotos
  • Einblicke in Deinen Arbeitsalltag und Dein Team

Potenzielle Kund*innen sollen sich schon vor dem ersten Kontakt ein gutes Bild von Dir machen können. Nutze Deine Bildsprache bewusst, um Vertrauen zu schaffen und zu überzeugen.

Lade regelmäßig neue Fotos oder kurze Videos hoch. Veraltetes Bildmaterial (der Weihnachtsbaum im Juli) wirkt schnell wie ein verlassenes Profil. Frisches Bildmaterial signalisiert Google und potenziellen Kund*innen gleichermaßen, dass Dein Unternehmen aktiv und up-to-date ist.

Wichtig: Auch Nutzer*innen können selbst Bilder zu Deinem Eintrag hinzufügen. Die beste Gegenstrategie bei unerwünschten Fremdfotos ist es, konsequent eigene, professionelle Aufnahmen hochzuladen – so dominiert Deine Bildsprache das Profil.

6. Produkte und Dienstleistungen hinterlegen

Im Google Unternehmensprofil kannst Du Deine Produkte und Dienstleistungen direkt hinterlegen. Sie erscheinen prominent im Knowledge Panel und machen auf einen Blick sichtbar, was Du anbietest. Wenn Du in Deinem Konto eingeloggt bist, findest Du dafür zwei getrennte Bereiche: „Produkte“ und „Dienstleistungen“.

Produkte und Dienstleistungen in Google Unternehmensprofil hinterlegen.Produkte und Dienstleistungen in Google Unternehmensprofil hinterlegen.

Im Knowledge Panel Deines Google Unternehmensprofils hinterlegst Du Deine Produkte und Dienstleistungen.

Pro Produkt hinterlegst Du Foto, Kategorie, Preis und Link zur passenden Produktseite. Gerade der Preis lohnt sich: Er beantwortet die häufigste Kundenfrage, bevor sie gestellt wird, und filtert Anfragen vor, die ohnehin nicht zu Deinem Angebot passen.

verfügbare Produkte im Google Unternehmensprofil warten.verfügbare Produkte im Google Unternehmensprofil warten.

Screenshot der hinterlegten Produkte der OBI-Filiale in München-Westend.

Klicken Nutzer*innen auf eine bestimmte Kategorie, wird eine neue Suche mit dem Kategorienamen und dem Unternehmen gestartet.

Angezeigte Kategorien in Google-Suche.Angezeigte Kategorien in Google-Suche.

Screenshot aus der Google-Suche, wenn Nutzer eine Kategorie bei den „verfügbaren Produkten“ angeklickt hat.

Als Dienstleister hinterlegst Du Deine konkreten Leistungen im dafür vorgesehenen Bereich:

 Beispiel Leistungen „Video-Marketing“ in Google Unternehmensprofil. Beispiel Leistungen „Video-Marketing“ in Google Unternehmensprofil.

Im Bereich „Dienstleistungen“ hinterlegst Du die Leistungen, die Du anbietest.

Achte dabei auf aussagekräftige Beschreibungen: Relevante Begriffe in Titel und Text helfen Google, Dein Angebot thematisch korrekt einzuordnen. Beschränke Dich auf Deine Kernleistungen. Eine überschaubare, klar beschriebene Auswahl wirkt stärker als eine unübersichtliche Komplettliste.

Deine Leistungen erscheinen im Profil direkt unterhalb der Öffnungszeiten. Ein Klick darauf öffnet die vollständige Übersicht:

Beispiel eines Google Unternehmensprofils mit Dienstleistungen.Beispiel eines Google Unternehmensprofils mit Dienstleistungen.

Beispiel eines Google Unternehmensprofils mit zahlreichen Dienstleistungen.

Weitere Links hinterlegen

Je nach gewählter Kategorie stehen Dir in Deinem Google Unternehmensprofil verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, zusätzliche Links zu hinterlegen.

Das können je nach Branche folgende sein:

  • Ticketlinks für Veranstaltungen und Events
  • Buchungs- und Reservierungslinks für Termine, Tischreservierungen oder Services
  • Speisekarten-Links für Restaurants und Cafés
  • Online-Bestelllinks für Liefer- und Abholservices
  • Links zu einzelnen Dienstleistungen oder Angeboten
Beispiel für einen Terminlink in Google Unternehmensprofil.Beispiel für einen Terminlink in Google Unternehmensprofil.

Hier wurden als Kontaktmöglichkeiten Termine hinterlegt.

8. SMS- oder WhatsApp-Chat aktivieren

Über die Chat-Funktion können Kund*innen Dich direkt per SMS oder WhatsApp aus Deinem Profil heraus kontaktieren, ohne anzurufen oder Deine Website zu besuchen. Das senkt die Hemmschwelle für eine Anfrage deutlich, gerade bei jüngeren Zielgruppen.

Sinnvoll ist die Funktion vor allem für Betriebe mit kurzfristigen Anfragen, etwa Werkstätten, Restaurants, Praxen oder lokale Dienstleister.

Beachte:

  • Du findest die Chat-Funktion unter „Profil bearbeiten“ → „Kontakt“ → „Chat“. Die Voraussetzung ist ein verifiziertes Profil.
  • Hinterlegst Du SMS und WhatsApp, zeigt Google nur die SMS-Option an. Entscheide Dich also bewusst für einen Kanal.
  • Die Funktion ist bislang nicht in allen Regionen verfügbar und ersetzt die im Juli 2024 eingestellten Google Business Messages.
Beispiel für hinterlegte WhatsApp-Chat-URLs in Google Unternehmensprofil.Beispiel für hinterlegte WhatsApp-Chat-URLs in Google Unternehmensprofil.

In den Unternehmensinfos kannst Du WhatsApp-Chat-URLs hinterlegen oder Telefonnummern für SMS-Service.

Wichtig: Aktiviere den Chat nur, wenn jemand in Deinem Team Anfragen zeitnah beantwortet. Unbeantwortete Nachrichten schaden Deinem Eindruck mehr, als gar keine Chat-Option es täte. Wird der Aufwand zu hoch, kannst Du die Funktion jederzeit wieder deaktivieren.

9. Bewertungen sammeln und beantworten

Mal ehrlich: Wer schaut bei einem Google-Eintrag nicht sofort auf die Sterne? Rezensionen werden blitzschnell gescannt – und auf Basis der Anzahl und Bewertung wird eine Vorauswahl getroffen, noch bevor jemand auf Deine Website klickt. Bewertungen schaffen Transparenz und Vertrauen. Sieh das als Chance, nicht als Risiko. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Dein Unternehmen bestmögliche Bewertungen erhält, die auf tatsächlichen Erfahrungen beruhen. Je mehr echte, verifizierte Bewertungen Dein Unternehmen hat, desto besser stehen die Chancen im lokalen Ranking – und desto überzeugender wirkt Dein Profil auf potenzielle Kund*innen.

Du hast eine tolle Rezension erhalten? Super!

Dein*e Kund*in hat sich Zeit genommen, um Dein Unternehmen zu bewerten. Zeige Wertschätzung und bedanke Dich freundlich dafür. Somit baust Du Vertrauen auf und stärkst die Beziehung zu Deinen Kund*innen, die zu Deinen Markenbotschafter*innen werden: kostenfreie Werbung für Dich und Dein Unternehmen.

eispiel einer positiven Rezension mit Feedback des Inhaberseispiel einer positiven Rezension mit Feedback des Inhabers

Beispiel einer positiven Rezension mit Feedback des Inhabers.

Negative Bewertungen: So gehst Du richtig damit um

Negative Rezensionen bleiben keinem Unternehmen erspart – entscheidend ist, wie Du damit umgehst. Hier gilt es, zwischen sachlicher Kritik und unangemessenen Rezensionen zu unterscheiden. Konstruktives Feedback ist wertvoll: Nimm es als Anlass, Deinen Service oder Dein Produkt zu verbessern. Fühlst Du Dich ungerechtfertigt bewertet und möchtest am liebsten sofort antworten? Tu es nicht. Schlafe eine Nacht drüber und sortiere Deine Gedanken: So fällt Deine Antwort sachlicher und weniger emotional aus. Denn: Pampige oder aggressive Antworten wirken auf potenzielle Kund*innen abschreckend, auch wenn die Kritik unberechtigt war.

Antworte stets freundlich, professionell und lösungsorientiert. Denk beim Antworten daran: Du schreibst nicht für die unzufriedene Person, sondern für alle künftigen Kund*innen, die mitlesen. Eine souveräne Antwort auf eine unfaire Bewertung überzeugt oft mehr als zehn Fünf-Sterne-Rezensionen. Zeige Bereitschaft zur Konfliktlösung und biete im Zweifel das persönliche Gespräch an, statt eine öffentliche Diskussion zu führen. Im besten Fall wird die Bewertung im Nachhinein sogar angepasst.

Reaktion des Inhabers auf negative Bewertung.Reaktion des Inhabers auf negative Bewertung.

Solche Reaktionen auf Bewertungen wirken unprofessionell.

Falls eine Rezension gegen die Richtlinien von Google Maps verstößt, kannst Du sie unkompliziert melden und Dein Profil schützen. Dies ist beispielsweise bei Themaverfehlungen, Spam, vulgärer Sprache, Diskriminierung oder Belästigung der Fall.

Übrigens: Unterhalb der Rezensionen wird inzwischen auch angezeigt, wie viele Bewertungen in den letzten 365 Tagen entfernt wurden. Diese fließen nicht mehr in die Gesamtbewertung ein: ein Hinweis, der für Nutzer*innen mehr Transparenz schaffen soll.

Überblick über gelöschte Google Unternehmensprofil-Rezensionen aufgrund von Diffamierung.Überblick über gelöschte Google Unternehmensprofil-Rezensionen aufgrund von Diffamierung.

Beispiel eines Unternehmensprofils, bei dem zahlreiche Bewertungen entfernt wurden.

Kund*innen aktiv um Google-Bewertung bitten

Warte nicht darauf, dass Bewertungen von selbst kommen – bitte aktiv darum. Das gilt nicht nur für junge Unternehmen: Auch etablierte Betriebe sammeln deutlich mehr Rezensionen, wenn sie den Moment nach einem gelungenen Kauf oder Termin gezielt nutzen. Erstelle Dir dafür einfach einen QR-Code oder Link. Folgende Beispiel-Szenarien bieten sich an:

  • QR-Code-Aufsteller vor Ort – zum einfachen Abscannen direkt nach dem Besuch
  • Danke-Mail nach Bestellung oder abgeschlossener Zusammenarbeit mit der Bitte um Feedback
  • Persönliches Ansprechen im Gespräch oder nach einem erfolgreichen Termin
  • Hinweis auf Rechnung oder Kassenbon mit Link oder QR-Code

Wichtig: Bitte immer um ehrliches Feedback: Gekaufte oder gefälschte Bewertungen verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können zur Sperrung des Profils führen.

Wenn Du tiefer in das Thema der Rezensionen eintauchen möchtest, empfehle ich Dir den Artikel meiner Kollegin Jula. Sie hat sich intensiv mit Google-Bewertungen und ihrer Bedeutung in Bezug auf SEO auseinandergesetzt.

10. Beiträge regelmäßig posten

Mit Beiträgen bespielst Du Dein Profil wie einen kleinen Marketingkanal – kostenlos und direkt in der Google-Suche sichtbar. Trotzdem nutzen ihn die wenigsten Unternehmen konsequent: eine einfache Chance, Dein Profil lebendig zu halten und direkt mit potenziellen Kund*innen in Kontakt zu treten. Drei Formate stehen Dir zur Verfügung:

  • Angebote für zeitlich begrenzte Aktionen
  • Updates für Neuigkeiten aus Deinem Unternehmen
  • Events für Veranstaltungen

Ein wichtiger technischer Hinweis: Beiträge werden nach sechs Monaten automatisch archiviert. Poste regelmäßig, da frische Inhalte ein wichtiges Aktivitätssignal für Google sind. Angebote laufen bis zu Deinem definierten Enddatum.

Nutze in jedem Beitrag die integrierten CTA-Funktionen, um Interessent*innen mit einem direkten Link auf die passende Zielseite zu führen. Dies kann eine Buchungsseite, ein Kontaktformular oder ein konkretes Produkt sein. Füge außerdem immer ein ansprechendes Bild hinzu: Beiträge mit Bildmaterial erzielen deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Beispiel regelmäßige Posts in Google Unternehmensprofil.Beispiel regelmäßige Posts in Google Unternehmensprofil.

Beispiel für Postings, durch die Du Dich klicken kannst.

Ich empfehle einen Beitrag in der Woche bzw. wenigstens zwei im Monat.

Tipp – Planungsfunktion nutzen: Du musst nicht spontan und live posten. Direkt im Google-Profil-Dashboard kannst Du Beiträge vorausplanen und vordatieren. Nimm Dir einmal im Monat eine halbe Stunde Zeit und plane die Beiträge für die kommenden Wochen!

11. Profildaten aktuell halten

So simpel es klingt: Veraltete oder falsche Informationen im Profil sind einer der häufigsten Gründe für verlorenes Kundenvertrauen. Du kennst es selbst: Du schaust nach einem Unternehmen, siehst, es hat bis 17 Uhr geöffnet, und stehst dann vor verschlossener Tür. Solche Erlebnisse hinterlassen einen bleibenden negativen Eindruck – und der fällt auf Dich zurück.

Halte daher konsequent alle relevanten Angaben aktuell:

  • reguläre Öffnungszeiten
  • Sonderöffnungszeiten an Feiertagen und Brückentagen
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Website

Achte dabei auf Konsistenz! Diese Daten sollten auf Deiner Website und in anderen Verzeichnissen identisch sein, da Abweichungen das Ranking negativ beeinflussen können.

Ein wichtiger Hinweis: Google behält sich das Recht vor, Profilangaben eigenständig zu ändern oder Korrekturen aus Nutzerhinweisen zu übernehmen. Im Profileditor erkennst Du solche Änderungen an einer blauen Markierung.

Beispiel-Screenshot eines zu aktualisierenden Unternehmensstandorts in Google Unternehmensprofil.Beispiel-Screenshot eines zu aktualisierenden Unternehmensstandorts in Google Unternehmensprofil.

Hier hat Google über die Aktualisierung des Standorts informiert.

Überprüfe Dein Profil daher regelmäßig: Ich empfehle Dir eine kurze Kontrolle pro Quartal und vor jedem Feiertag. Korrigiere unerwünschte Anpassungen umgehend.

Grundsätzlich gilt: Je vollständiger und aktueller Dein Profil, desto besser bewertet Google es – und desto sichtbarer bist Du in den lokalen Suchergebnissen.

12. Statistiken Deines Google Unternehmensprofils auswerten

Wer optimiert, sollte auch messen. Der Leistungsbericht Deines Google Unternehmensprofils – erreichbar direkt über Dein Profil-Dashboard – zeigt Dir Performance und Interaktionen der letzten sechs Monate. Je nach Kategorie und Nutzung der Möglichkeiten gibt es verschiedene verfügbare Leistungsmesswerte.

Du erfährst unter anderem:

  • Wie Kund*innen Dein Profil finden: über direkte Suche nach Deinem Unternehmensnamen, über Kategorien oder über konkrete Dienstleistungen.
  • Welche Aktionen sie ausführen: Website-Klicks, Anrufe, Wegbeschreibungsanfragen oder Interaktionen mit Deinen Beiträgen.
  • Wie oft Dein Profil angezeigt wird: sowohl in der Google-Suche als auch in Google Maps.

Nutze diese Daten aktiv: Welche Suchbegriffe bringen die meisten Aufrufe? Welche CTAs werden geklickt, welche ignoriert? Dort, wo die Zahlen schwach sind, lohnt sich eine gezielte Optimierung. Sei es bei den Inhalten, den Fotos oder den hinterlegten Leistungen.

Wichtig: Der Leistungsbericht zeigt ausschließlich die Performance Deines Google Unternehmensprofils. Wenn Du die Sichtbarkeit und das Nutzerverhalten auf Deiner Website analysieren möchtest, richtest Du Dir am besten eine Property in der Google Search Console ein. Dort bekommst Du den vollständigen Überblick über Deine organische Websiteperformance.

Demnächst verfügbar: Im Google Small Business Bulletin vom 25.06.2026 hat Google bekannt gegeben, dass Google Business Profile bald mit Gemini verbunden werden können. Dadurch lassen sich Leistungsdaten, Kundenbewertungen und Unternehmensinformationen analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen ableiten – speziell auf Dein Unternehmen zugeschnitten. Mit konkreten Prompts (Fragestellungen) kannst Du dann in Gemini Deine Unternehmensprofil-Daten analysieren lassen.

Als Beispiel:
Welche Merkmale unseres Unternehmens werden von Kund*innen besonders geschätzt und könnten als Alleinstellungsmerkmale kommuniziert werden?
Erstelle professionelle Antworten für die 10 neuesten Bewertungen. Passe den Ton freundlich und persönlich an.
Welche Fragen stellen Kund*innen regelmäßig und welche FAQ sollte ich auf meiner Website ergänzen?

Die 9 häufigsten Fehler bei der Optimierung Deines Google Unternehmensprofils

Nachfolgend habe ich einige Punkte notiert, die sich negativ auf Deine Google Unternehmensprofil-Performance auswirken können:

  1. Falsche oder zu viele Kategorien: Die Hauptkategorie sollte Dein Kerngeschäft präzise beschreiben.
  2. Keyword Stuffing im Unternehmensnamen: Zusätze wie „beste Bäckerei München“ verstoßen gegen die Google-Richtlinien und riskieren eine Profilsperre.
  3. Abweichende NAP-Daten: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Profil und in Branchen-Verzeichnissen identisch sein.
  4. Veraltete Informationen oder inaktive Profile: Fehlende Aktivität schadet Sichtbarkeit und Vertrauen.
  5. Keine oder unbeantwortete Bewertungen: Weder positive noch negative Rezensionen zu beantworten signalisiert Desinteresse.
  6. Gekaufte oder incentivierte Bewertungen: Bewertungen gegen Vergütung oder Gegenleistung verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können zur Profilsperre führen.
  7. Überoptimierung/Spam: Zu viele Keywords in Beschreibungen oder Beiträgen wirken unnatürlich und können abgestraft werden.
  8. Unechte oder stark bearbeitete Fotos: Irreführendes Bildmaterial untergräbt das Vertrauen.
  9. Virtuelle Büros oder Briefkastenadressen als Standort: Google und lokale Mitbewerber erkennen solche Einträge oft schnell und melden sie.

Checkliste: Google Unternehmensprofil optimieren

Grundeinrichtung & Basisdaten

  • Profil vollständig ausfüllen und Inhaberschaft bestätigen
  • NAP-Daten korrekt hinterlegen (Name, Adresse, Telefonnummer) und auf Konsistenz mit Website und anderen Verzeichnissen achten
  • Website verlinken, Öffnungszeiten inkl. Feiertage eintragen
  • Einzugsgebiet festlegen (falls kein fester Kundenstandort)

Kategorien & Attribute

  • Passende Hauptkategorie wählen: so spezifisch wie möglich, nicht zu allgemein
  • Relevante Nebenkategorien ergänzen (max. 9, nur inhaltlich passende: Qualität vor Quantität)
  • Alle verfügbaren Attribute pflegen (z. B. barrierefrei, von Frauen geführt, Onlinetermine)

Inhalte & Darstellung

  • Logo und Titelbild hochladen (Logo min. 250×250 px, Titelbild 1.080×608 px)
  • Hochwertige, authentische Fotos ergänzen: Außen- & Innenaufnahmen, Team, Produkte, Arbeitsalltag (keine übermäßig bearbeiteten oder unechten Bilder)
  • Regelmäßig neues Bild- und Videomaterial hochladen
  • Unternehmensbeschreibung mit relevanten Keywords optimieren (max. 750 Zeichen, Wichtiges in die ersten 250 Zeichen)
  • Produkte oder Dienstleistungen mit aussagekräftiger Beschreibung, Preis und Link hinterlegen

Interaktion & Kommunikation

  • Buchungs-, Reservierungs- oder Terminlinks aktivieren (falls relevant)
  • WhatsApp- oder SMS-Nachrichtenfunktion einrichten (falls Kapazität vorhanden)
  • Social-Media-Profile verlinken
  • Regelmäßig Beiträge posten: Angebote, Updates, Events mit aktivem CTA
  • Beiträge vorausplanen (Planungsfunktion nutzen)

Bewertungen

  • Kund*innen aktiv um Bewertungen bitten (QR-Code, Danke-Mail, Aufsteller)
  • Auf jede Bewertung antworten (positiv wie negativ, stets sachlich und lösungsorientiert)
  • Richtlinienverstöße in Bewertungen melden
  • Keine gekauften, getauschten oder gefälschten Bewertungen (Verstoß gegen Google-Richtlinien mit Konsequenzen bis zur Profilsperrung)

Pflege & Kontrolle

  • Profil regelmäßig auf eigenmächtige Google-Änderungen prüfen (blaue Markierungen im Profileditor)
  • Öffnungszeiten und alle Basisdaten bei Änderungen aktualisieren
  • Statistiken und Leistungsbericht regelmäßig auswerten

FAQ: Häufige Fragen zum Google Unternehmensprofil

Kann ich doppelte Unternehmensprofile zusammenführen?

Wenn zwei Profile dasselbe Unternehmen am gleichen Standort darstellen, kannst Du in Google Maps eine Zusammenführung vorschlagen. Rezensionen werden dann zusammengeführt, wobei Antworten auf Rezensionen verloren gehen können.

Wie bekomme ich mehr Bewertungen?

Bitte Deine Kund*innen direkt nach Kauf oder Service um eine Bewertung: am besten per direktem Google-Bewertungslink oder QR-Code. Mache den Prozess möglichst einfach und nutze Hinweise im Geschäft wie Visitenkarten und Aushänge. Die höchste Erfolgsquote hast Du, wenn Du Kund*innen persönlich ansprichst.

Wie oft sollte ich Beiträge posten?

Mindestens zwei Beiträge pro Monat sind empfehlenswert. Wichtiger als die Frequenz ist aber die Qualität: Gib jedem Beitrag einen klaren CTA wie „Jetzt anrufen“ oder „Angebot ansehen“. Gute Themen sind aktuelle Angebote, Neuigkeiten, neue Mitarbeiter*innen oder bevorstehende Veranstaltungen.

Brauchst Du Hilfe?
Suchst Du eine gute Online-Marketing-Agentur? Wir sind für Dich da!
Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.

Kann ich ein unpassendes Kundenfoto oder -video entfernen lassen?

Du kannst Fotos oder Videos, die gegen die Google-Richtlinien verstoßen, direkt im Google Unternehmensprofil oder über Google Maps melden. Die Bearbeitung kann mehrere Tage dauern – eine Garantie zur Entfernung gibt es nicht.

Kann ich eine schlechte Bewertung entfernen lassen?

Nur dann, wenn die Bewertung gegen die Google-Richtlinien verstößt – etwa bei Spam, Beleidigungen oder Werbung für ein Konkurrenzunternehmen. In diesem Fall kannst Du sie melden; ob sie entfernt wird, entscheidet Google. Unbegründete, aber richtlinienkonforme Bewertungen lassen sich nicht löschen – hier hilft nur eine professionelle, sachliche Antwort.

Gibt es die Funktion der Fragen und Antworten noch?

Nein, die Funktion „Fragen & Antworten“ im Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) wurde von Google Ende 2025 eingestellt. Die separate Q&A-Sektion, die zuvor in der Google-Suche und auf Google Maps sichtbar war, ist seitdem nicht mehr verfügbar. An ihre Stelle tritt eine KI-gestützte Funktion („Ask about this place“ bzw. „Ask Maps“), die Antworten über Google Gemini automatisch aus Deinem Profil, den Bewertungen und Deiner Website generiert. Als Alternative empfiehlt sich, häufige Kundenfragen in der Unternehmensbeschreibung, den Leistungen oder als Beitrag zu beantworten – Google zieht Antworten zunehmend aus diesen Quellen.

Kann mein Profil gesperrt werden?

Ja. Verstöße gegen die Google-Transparenzrichtlinien können zur Sperrung oder Entfernung Deines Profils führen. Häufige Auslöser sind gefälschte Bewertungen, irreführende Angaben, Keyword Stuffing im Unternehmensnamen oder die Nutzung virtueller Büros als Standort.

Starte jetzt mit Deinem Google Unternehmensprofil durch!

Das Google Unternehmensprofil ist eines der mächtigsten Tools, um in der lokalen Suche sichtbar zu werden – und das Beste daran: Es ist kostenlos. Kein anderer Kanal bringt Dich so direkt vor die Augen potenzieller Kund*innen, genau in dem Moment, in dem diese aktiv nach Dir oder Deinem Angebot suchen. Ja, ein gepflegtes Profil erfordert Zeit und Konsequenz, aber der Aufwand lohnt sich: Nutze es als aktiven Marketingkanal, um in direkten Kontakt mit Deinen Kund*innen zu treten, Vertrauen aufzubauen und langfristige Loyalität zu Deinem Unternehmen zu fördern. Eine digitale Visitenkarte, die rund um die Uhr für Dich arbeitet – wenn Du sie regelmäßig pflegst und aktiv bespielst.

Du möchtest das Thema endlich anpacken und benötigst noch Starthilfe? Kontaktiere uns unverbindlich, wir beraten Dich gern.

 

Bildnachweis: Titelbild: generiert mit ChatGPT/seokratie.de; Bild 2: Screenshot Google Unternehmensprofils in Google Maps/seokratie.de; Bild 3: Screenshot Local-Pack-Anzeige/seokratie.de; Bild 4: Screenshot Unternehmenskategorien in einem Google Unternehmensprofil/seokratie.de; Bild 5: Screenshot Kontaktmöglichkeiten Galopprennbahn Riem/seokratie.de; Bild 6: Screenshot Unternehmensinfos/seokratie.de; Bild 7–8: Screenshot Attribute Google Unternehmensprofil; Bild 9: Screenshot Unternehmensinfos OBI/seokratie.de; Bild 10: Screenshot Unternehmensinfos Fressnapf/seokratie.de; Bild 11: Screenshot Knowledge Panel/seokratie.de; Bild 12: Screenshot hinterlegte Produkte der OBI-Filiale in München-Westend/seokratie.de; Bild 13: Screenshot Kategorien OBI-Filiale in München-Westend/seokratie.de; Bild 14: Screenshot Leistungen Unternehmensprofil/seokratie.de; Bild 15: Screenshot Dienstleistungen Opel Häusler/seokratie.de; Bild 16–18: Screenshot Rezensionen/seokratie.de; Bild 19: Screenshot Beiträge Google Unternehmensprofil/seokratie.de; Bild 20: Screenshot Standort Beispiel/seokratie.de



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