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be quiet! Dark Rock Pro 6: Semi-Passiv-CPU-Kühler im Test


Der be quiet! Dark Rock (Pro) 6 bietet einen Semi-Passiv-Modus: Wird er per Switch direkt am Kühler aktiviert, steht der Lüfter unter ~40 Prozent PWM ganz still, darüber wird er gegenüber dem Performance-Modus wie gehabt gedrosselt. Klingt in der Theorie sehr interessant. Was das für die Praxis bedeutet, klärt der Test.

Der be quiet! Dark Rock (Pro) 6 im Überblick

Mit Dark Rock 6 und Dark Rock Pro 6 hat be quiet! im Mai zwei neue Kühler in der Flaggschiff-Serie „Dark Rock“ auf den Markt gebracht. Sie stellen ab sofort die Speerspitze im CPU-Luftkühler-Portfolio des Herstellers dar. In der zweiten Jahreshälfte soll dann noch das zur CES 2026 vorgestellte, wahre neue Topmodell der Reihe erscheinen: der Dark Rock Pro 6 IO LCD mit 4,5″-IPS-Display auf seinem Kühlturm.

GIF Der be quiet! Dark Rock Pro 6 auf dem Testsystem – Rundumblick

Der be quiet! Dark Rock Pro 6 im Test

ComputerBase hat heute den Dark Rock Pro 6 im Test. Er verfügt über zwei Kühltürme und sieben Heatpipes sowie zwei Lüfter für maximal 300 Watt TDP (Dark Rock 6: ein Turm, ein Lüfter, 6 Heatpipes, 220 Watt TDP).

Dabei kommt eine Lüfter-Mischbestückung zum Einsatz: Zwischen beiden Lamellentürmen sitzt ein 135-mm-Lüfter (1.900 U/Min), davor ein etwas schmalerer 120-mm-Lüfter (2.000 U/Min). Er ist zudem an einer Schiene befestigt, die es erlaubt, ihn in der Höhe dreistufig variabel zu positionieren. So kann bei Bedarf mehr Platz für Kühlkörper auf Speichermodulen geschaffen werden. Die Lüfter kommen aus der Silent-Wings-Serie, was sie im Vergleich zum Pure-Wings-Lüfter der zuletzt getesteten Pure Rock Pro 3 bei niedriger Drehzahl absolut geräuschlos agieren lässt.

GIF Dark Rock Pro 6: Lüfter-Verstellung und Deckel-Demontage

Die Lüfter sitzen in eigenen Rahmen, was zusammen mit dem Kühler-Deckel (befestigt mit „Push-Pins“) ein extrem sauberes, homogenes Bild ergibt. Der Nachteil (wie zuletzt beim Tryx Turris 620 (Test)): Einzeln zu bekommen sind sie nicht.

Das Motto des Dark Rock (Pro) 6 lautet ansonsten „Black is Beautiful!“ – bis auf die Bodenplatte und das be-quiet!-Logo auf dem Deckel ist der Kühler komplett in Schwarz gehalten. Auch auf das Retention-Kit trifft das zu. Eine (RGB-)Beleuchtung gibt es nicht.

Quiet-Modus mit Semi-Passiv-Betrieb

Seit der 5. Generation besitzt die Dark-Rock-Serie einen Modus-Umschalter: Per Dip-Switch am Kühler kann jederzeit in die Lüfterkurve eingegriffen werden. Zur Wahl stehen „Performance“ und „Quiet“. Im Quiet-Modus wird das PWM-Signal in niedrigere Lüfterdrehzahlen als im Performance-Modus umgesetzt. Je niedriger das PWM-Signal, desto größer die Schere – bei 100 % PWM, also wenn Leistung benötigt wird, ist die Drehzahl gleich.

be quiet! Dark Rock Pro 6 im Test: Der CPU-Kühler mit dem optionalen Passiv-Modus
be quiet! Dark Rock Pro 6 im Test: Der CPU-Kühler mit dem optionalen Passiv-Modus

Neu beim Dark Rock (Pro) 6 ist jetzt, dass die Lüfter bei unter 40 Prozent PWM im Quiet-Modus ganz stillstehen. Das Umschalten sollte nur im ausgeschalteten Zustand des Systems erfolgen und es gilt zu beachten, dass eine etwaige CPU-Lüfter-Drehzahlüberwachung anschlägt, sobald der Kühler den Lüfter stillstehen lässt (siehe Handbuch):

Achtung: Schalte zwischen den Modi nur um, wenn das System ausgeschaltet ist. Bei bestimmten Mainboards kann es erforderlich
sein, im BIOS das Silent-Profil der CPU Lüfterkurve zu aktivieren. Um eine Lüfterfehler
meldung zu vermeiden, deaktiviere im BIOS „fan error alarm“.

Aus dem Handbuch

Offiziell bedeutet der Wechsel von Performance auf Quiet den folgenden Drehzahlabfall in Abhängigkeit des PWM-Signals:

Dark Rock Pro 6: Lüfterdrehzahl je PWM-Signal in Abhängigkeit des Modus'
Dark Rock Pro 6: Lüfterdrehzahl je PWM-Signal in Abhängigkeit des Modus‘ (Bild: be quiet!)

Preise und Verfügbarkeit

Beide Kühler sind seit 19. Mai im Handel erhältlich. Die Preisempfehlung für den Dark Rock Pro 6 liegt bei rund 109,90 Euro (im Handel ab 93 Euro), der Dark Rock 6 kostet 89,90 Euro (im Handel ab 75 Euro).

Weitere Details zu be quiet! Dark Rock 6 und Dark Rock Pro 6 halten die News zur Ankündigung und die nachfolgenden technischen Eckdaten bereit:

  • Dark Rock 6 & Dark Rock Pro 6: be quiet! lässt (Twin-)Tower wahlweise semi-passiv kühlen

Technische Daten

Testergebnisse

Testsystem und Testmethodik

Getestet hat ComputerBase den be quiet! Dark Rock Pro 6 wie zuletzt auch die Luftkühler Tryx Turris 620 (Test), be quiet! Pure Rock Pro 3, Arctic Freezer 36 A-RGB Black, Noctua NH-D15 G2 und Noctua NH-D15S (Test) auf einem Core i9-13900K im Sockel LGA 1700.

Der Testparcours beinhaltet Messungen bei 150 und 253 Watt TDP unter konstanter Last in einem vollautomatisierten (!) Verfahren über den gesamten Drehzahl- und Lautstärke-Bereich eines Kühlers von 31 dB (an der Grenze zu unhörbar) bis zur maximalen Lautstärke in 1-dB-Schritten.

Dazu wird im ersten Schritt ermittelt, bei welcher Drehzahl die Kühler welche Lautstärke erreichen. Gemessen wird aus 15 cm Abstand im 45-Grad-Winkel zur Kühleroberfläche („von schräg oben“).

Im Anschluss wird die Lüfterdrehzahl auf beiden TDP-Profilen alle 10 Minuten von 31 dB ausgehend bis zum Maximum erhöht und dabei die Telemetrie mitgeschnitten. Das Ergebnis wird im Anschluss als Delta zur ebenfalls kontinuierlich ermittelten Raumtemperatur abgebildet (zwischen 19 und 20 °C schwankend). Als Wärmeleitpaste kommt bei jedem Kühler die gleiche Menge Thermal Grizzly Kryonaut zum Einsatz.

Installation und Konfiguration

Der be quiet! Dark Rock (Pro) 6 kann auf AMD-Sockel AM4 und AM5 sowie auf Intel-Sockel LGA 1700 und LGA 1851 (in Zukunft auf Sockel LGA 1954) sowie LGA 1200, 1155, 1151 und 1150 installiert werden. Sowohl für AMD als auch für Intel wird ein eigenes Retention-Kit installiert, auch AMDs Standardhalterung nutzen die Kühler nicht.

be quiet! Dark Rock Pro 6: Lieferumfang
be quiet! Dark Rock Pro 6: Lieferumfang

Die Montage wird im beigelegten Handbuch (oder online) ausführlich erklärt. Ein Kreuzschlitzschraubendreher liegt bei.

Bei der Montage galt es im Test darauf zu achten, dass die beiden Bügel für Intel-Sockel parallel zum Sockel ausgerichtet sind, denn durch die zwei verschiedenen, aber miteinander verbundenen Bohrungen für neue (LGA 1851, 1700) und alte (LGA 1200, 1155, 1151, 1150) Sockel ist es leicht möglich, sie etwas „schräg“ zu montieren, was im Anschluss das Verschrauben des Kühlers erschweren kann. Eine Möglichkeit, über das Retention-Modul einen Offset je nach Sockel einzustellen, bietet der Dark Rock Pro 6 nicht.

Das Retention-Kit auf Sockel LGA 1700
Das Retention-Kit auf Sockel LGA 1700

Der Kühler selbst wird, nachdem der Deckel inklusive zentral sitzendem Lüfter (mit etwas Kraftaufwand) entfernt wurde, auf die Halterung geschraubt. Beide Lüfter werden über ein Y-Kabel per 4-Pin-PWM-Stecker mit dem Mainboard verbunden. Die Lüfter selbst verfügen über ein anderes Steckerformat.

Lautstärke über PWM/Drehzahl

Der Dark Rock Pro 6 dreht laut Datenblatt mit maximal 1.900/2.000 U/min (135 mm, 120 mm), im Test erzielt wurden bei 100 Prozent PWM laut Tachosignal maximal 1.910 U/min. Das ist im Quiet- und im Performance-Modus identisch.

Die Anlaufdrehzahl liegt bei circa 360 U/min. Die für den Test wichtige untere Lautstärkegrenze von 31 dB(A) liegt bei 890 U/min an, was im Performance-Modus 44 % PWM entspricht. Im Quiet-Modus liegt diese Schwelle bei 61 % PWM.

Das nachfolgende Diagramm zeigt den von be quiet! beworbenen Unterschied zwischen den beiden Modi auch in der Praxis: Je höher das PWM-Signal, desto geringer ist der Unterschied der Drehzahl. Auf dem genutzten Mainboard waren 400 U/min bei 45 % PWM im Quiet-Modus die niedrigste anliegende Drehzahl, bei 44 % PWM und niedriger stand der Lüfter still. be quiet! bestätigt, dass die kommunizierten 40 % PWM als Grenzwert von Mainboard zu Mainboard leicht unterschiedlich ausfallen können.

Drehzahl über PWM (31 bis max. dB(A))

06001.2001.8002.4003.000Umdrehungen pro Minute (UPM)

404550556065707580859095101PWM (%)


In der Disziplin Lautstärke über PWM (und damit Drehzahl) werden die Auswirkungen der beiden Modi noch deutlicher: Gibt das Mainboard beziehungsweise dessen Lüftersteuerung bei der aktuellen CPU-Temperatur beispielsweise 65 % PWM vor, agiert der Kühler im Quiet-Modus bei 33 dB(A), während er im Performance-Modus bereits bei über 40 dB(A) liegt – also doppelt so laut agiert. Maximal erzielt der Dark Rock Pro 6 eine Lautstärke von 52 dB(A) – im bis dato noch übersichtlichen Vergleichsfeld liegt nur der Noctua NH-D15 G2 noch höher. Aber am Ende kommt es auf die Kühlleistung in Kombination mit der Lautstärke an.

Lautstärke über PWM (31 bis max. dB(A))

0102030405060dB(A)

404550556065707580859095101PWM (%)


Achtung: Die nachfolgenden Diagramme enthalten lautstärkenormierte Messergebnisse. Performance- und Quiet-Modus schneiden in diesem Fall gleich gut ab. In der Praxis liegt die Kühlleistung im Quiet-Modus aber erst bei höherem PWM-Faktor auf dem Niveau des Performance-Modus.

Kühlleistung bei 150 Watt TDP

Dauerhaft 150 Watt Abwärme auf dem Core i9-13900K sind für den be quiet! Dark Rock Pro 6 kein Problem, über das ganze Drehzahl- und Lautstärke-Band von 31 dB(A) bis zur maximalen Lautstärke wird die CPU jederzeit ausreichend gekühlt, so dass es nicht zum thermischen Drosseln der Leistung kommt.

Kühlleistung über Lautstärke (ΔT, 150 Watt TDP)

303642485460Kelvin

3031323334353637383940414243444546474849505152535455dB(A)


Bei 31 dB(A) liegt die Kühlleistung dabei höher als bei Tryx Turris 620 oder Noctua NH-D15S, am oberen Ende steckt der Dark Rock Pro 6 lautstärkenormiert aber etwas zurück – auch gegenüber dem Pure Rock Pro 3.

Thermal-Throttling bei 150 Watt TDP

Kühlleistung 253 Watt TDP

Bei 253 Watt Verlustleistung positioniert sich der Dark Rock Pro 6 über weite Strecken des Lautstärkebandes im Vergleich zur Konkurrenz stärker, wobei seine Stärke abermals der untere Lautstärkebereich ist: Schon ab 35 dB(A) wird die CPU vor dem thermischen Drosseln bewahrt, nur der NH-D15 G2 war im Vergleich noch früher dazu in der Lage. Gegen Noctuas Topmodell hat be quiet!s Topmodell aber ohnehin keine Chance.

Kühlleistung über Lautstärke (ΔT, 253 Watt TDP)

606570758085Kelvin

3031323334353637383940414243444546474849505152535455dB(A)


Beachtlich bleibt die Leistung des im Vergleich winzigen Arctic Freezer 36 A-RGB Black, der annähernd die gleiche Spitzenkühlleistung bei ebenfalls geringerer Lautstärke erreicht.

Thermal-Throttling bei 253 Watt TDP

So hört sich der Kühler an

Zur Einordnung von Kühlleistung und Lautstärke fehlt allerdings noch die Charakteristik der Geräuschemissionen. Die nachfolgende Aufnahme zeigt den Verlauf über folgende Betriebsmodi:

  • 00:00 – 00:10: < 30 dB(A), min. U/min
  • 00:10 – 00:20: 31 dB(A)
  • 00:20 – 00:30: 35 dB(A)
  • 00:30 – 00:40: 40 dB(A)
  • 00:40 – 00:50: 45 dB(A)
  • 00:50 – 01:00: 48 dB(A)
  • 01:00 – 01:10: 52 dB(A), max. U/min

Der be quiet! Dark Rock Pro 6 zeichnet sich durch eine hohe Laufruhe aus: Bei einer festgelegten Drehzahl bleibt die Geräuschcharakteristik unverändert. Ein von anderen Kühlern bekanntes „Pumpen“ gibt es nicht. Auch der Motor erzeugt bei höherer Drehzahl ein sehr konstantes Klangbild.

be quiet! Dark Rock Pro 620: min. Drehzahl (360 U/min) über 31, 35, 40, 45, 50 bis 48 dB(A) (max. 1.910 U/min)

Zum Vergleich: der Tryx Turris 620 (Test), aufgenommen im selben Verfahren und mit demselben Mikrofon:

TRYX Turris 620: min. Drehzahl (340 U/min) über 31, 35, 40, 45 bis 48 dB(A) (max. 1.700 U/min)

Unterhalb der bei 31 dB(A) anliegenden Drehzahl von 890 U/min wird es schnell wirklich lautlos. Auch mit dem Ohr direkt in der Nähe des Kühlers sind keine Geräusche mehr wahrnehmbar.

Der Semi-Passiv-Modus

Eine perfekte Überleitung zum letzten Aspekt: dem Semi-Passiv-Modus. Er setzt auf dem Mainboard des Testsystems bei unter 45 % PWM ein. Bei 45 % liegen im Quiet-Modus noch etwas über 400 U/min an. Mit weniger als 360 U/min drehen die Lüfter (laut gemeinsamem Tachosignal) nie. Bei 400 U/min ist der Kühler als absolut lautlos zu bezeichnen.

Will heißen: Schaltet der Kühler die Lüfter ab, waren sie schon zuvor nicht zu hören. Der Vorteil des Semi-Passiv-Modus ist damit nicht im vollständigen Abschalten der Geräuschquelle, sondern in anderen Aspekten zu suchen: Optik, eventuell Schonung der Lüfter und dem Wissen darüber, dass die CPU so stromsparend und kühl agiert, dass das Mainboard weniger als 4x % PWM anlegt und die Lüfter daher stillstehen.

Wann sie wieder anlaufen, hängt ebenfalls von der Lüftersteuerung, die im Einsatz ist (Mainboard, Mainboard-Tool, Speedfan etc.) ab. Der Lüfter selbst überwacht die CPU-Temperatur ja nicht, er reagiert nur auf das PWM-Signal. Und sobald das über 4x % liegt, springt er wieder an.

Fazit

CPU-Luftkühler sind technisch ausentwickelt, das zeigt auch der be quiet! Dark Rock Pro 6, der sich statt auf monströse Ausmaße für die maximale Kühlleistung auf andere Merkmale fokussiert: Optik und „Features“.

be quiet! Dark Rock Pro 6 im Test: Der CPU-Kühler mit dem optionalen Passiv-Modus
be quiet! Dark Rock Pro 6 im Test: Der CPU-Kühler mit dem optionalen Passiv-Modus

Der neue Semi-Passiv-Betrieb im Quiet!-Modus ist dabei in der Tat eine interessante Ergänzung. Nüchtern betrachtet brauchte es diesen nicht. Denn auch die niedrigste vor dem Abschalten anliegende Drehzahl von circa 400 U/min ist als absolut unhörbar zu bezeichnen. Aber den CPU-Lüfter in einem System mit Glasseitenwand bei niedrigen Temperaturen, die das Mainboard mit weniger als ~40 % PWM quittiert, stillstehen zu sehen, hat durchaus etwas. Das Monitoring des CPU-Kühlers muss im BIOS dafür allerdings deaktiviert werden – und bleibt es damit auch dauerhaft.

Optisch setzt der Dark Rock Pro 6 auf ein geschlossenes, komplett in Schwarz gehaltenes Design – ohne Display, ohne RGB und ohne Braun. Aber kauft man CPU-Kühler auch der Optik wegen? Mit Sicherheit und wenn die Kühlleistung passt.

Und wie fällt sie aus? Nicht herausragend, das zeigt der Abstand zum NH-D15 G2 und auch die anderen Kühler im Vergleich hängt der Dark Rock Pro 6 nicht ab. Seine Stärke liegt dabei eher im niedrigen Drehzahlbereich als im hohen, was zum Motto „be quiet!“ durchaus passt. Ein schlagendes Argument für den Kauf ist die Kühlleistung des be quiet! Dark Rock Pro 6 nicht.

Die Preisempfehlung für den Dark Rock Pro 6 liegt bei rund 109,90 Euro, im Handel ist der Kühler aber bereits ab 93 Euro zu bekommen. Dieselbe Kühlleistung (lautstärkenormiert) gibt es zum Beispiel beim Arctic Freezer 36 A-RGB deutlich günstiger, wenn auch mit bei sehr niedriger Drehzahl „lauteren“ Lüftern, eine viel höhere Kühlleistung kostet beim Noctua NH-D15 G2 noch einmal deutlich mehr.

Abschließend betrachtet, ist der be quiet! Dark Rock Pro 6 ein weiterer Kühler zwischen den Polen „günstig und gut“ und „extrem teuer und saustark“, der mit seinen guten Lüftern einen guten Job macht, aber auch auf Optik, Marke und den Modus-Umschalter inklusive Semi-Passiv-Betrieb setzen muss, um den Zuschlag in der Masse der Angebote zu erhalten. Immerhin: Er bringt diese Argumente mit.

  • Kühlleistung/Lautstärke ausgewogen
  • Lüfter lautlos bei niedriger Drehzahl
  • Verarbeitungsqualität
  • Lieferumfang und Anleitung
  • Proprietärer Lüfter(-Rahmen)

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Microsoft: Xbox könnte bald Positron-„Disc-Digitalisierung“ bekommen


Microsoft: Xbox könnte bald Positron-„Disc-Digitalisierung“ bekommen

Bild: Microsoft

Schon in der kommenden Woche könnte Microsoft die Umwandlung von Disc-Spielen in digitale Lizenzen im Xbox-Insider-Programm zum Testen bereitstellen. Das berichtet ein bekannter Insider auf X. Positron ist der Codename des Programms zur Umwandlung von Disc-Lizenzen für Xbox-Konsolen.

In der aktuellen Woche gab es kein Xbox-Insider-Update für Spieler auf der Xbox Series X/S. Stattdessen meldete sich der Xbox-Insider-Chef Brad Rossetti auf der Social-Media-Plattform X zu Wort und bestätigte eine Verschiebung des nächsten Updates auf die kommende Woche. Außerdem ergänzt er: „Das Warten wird sich lohnen, versprochen“, ohne im Detail zu verraten, was auf die Xbox-Insider zukommen wird.

Jez Corden: „Positron kommt“

Allerdings antwortete der bekannte Windows- und Microsoft-Branchenkenner Jez Corden auf das X-Posting Brad Rossetti nur knapp: „Positron kommt“. Damit dürfte sich der Insider auf das Disc-zu-Digitallizenz-Umwandlungsprojekt für die Xbox Series beziehen, das unter dem Codenamen Positron gehandelt wird. Es muss jedoch angemerkt werden, dass eine offizielle Bestätigung hierzu von Microsoft noch aussteht.

Positron soll es möglich machen, Disc-Spiele für die Xbox Series X/S und die Xbox One in eine Account-bezogene Digital-Lizenz umzuwandeln, indem die entsprechende Disc in das Laufwerk der Konsole des Besitzers eingelegt wird. Während dabei auch Xbox Play Anywhere unterstützt werden soll, bleiben Disc-Spiele der ursprünglichen Xbox und der Xbox 360 außen vor und sollen nicht in Digital-Lizenzen umgewandelt werden. Wird die entsprechende Disc weiterverkauft oder ausgeliehen, geht auch die Digital-Lizenz laut Pure Xbox auf den nächsten Besitzer über.

Schachzug gegen Disc-Aus von Sony?

Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, ob Microsoft sich mit dem Disc-zu-Digitallizenz-Programm Positron gegen Konkurrent Sony positionieren könnte, der die Einstellung von physischen Datenträgern für 2028 angekündigt hat. Zudem würde Microsoft zumindest für Xbox Series X/S- und Xbox One-Spiele eine Möglichkeit bieten, diese mittels Xbox Play Anywhere auch auf dem PC oder Cloud-Streaming spielen zu können.

Allerdings handelt es sich bei den Gerüchten zum Start von Positron im Xbox-Insider-Programm in der kommenden Woche und der Positionierung dadurch gegen Sony bislang um Spekulation. Es bleibt in jedem Fall spannend, ob die Disc-zu-Digitallizenz-Umwandlung für die Xbox Series schon bald startet und wie sich die Situation rund um Disc-Spiele für Konsolen künftig entwickeln wird.

Billboard März 2026



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Retro-Gaming aus Klemmbau­stei­nen: Donkey-Kong-Arcade-Set von Lego soll im August erschei­nen


Einem Leak zufolge steht Lego kurz vor der Vorstellung eines Arcade-Automaten im Stil von Donkey Kong. Das Set soll das Spielgefühl des Originals optisch aufgreifen und zugleich mehrere interaktive Funktionen bieten. Mit dem neuen Modell würde Lego seine Reihe detailreicher Retro-Klassiker aus Bausteinen konsequent fortsetzen.

Rollende Fässer aus Bausteinen

Laut dem X-Nutzer „the_brick_news“ soll das Set eine klassische Spielszene des Retro-Klassikers nachbilden. Der Autor bezeichnet das Modell als potenziellen neuen Höhepunkt der Reihe klassischer Arcade-Titel und sieht darin einen möglichen Konkurrenten zum Anfang Juni erschienenen Pac-Man-Automaten des dänischen Herstellers. Besonders die Kombination aus großem Maßstab, Spielbarkeit und zahlreichen Details wird von diesem hervorgehoben.

Den veröffentlichten Informationen zufolge besteht das Modell aus 1.367 Teilen und soll über mehrere Funktionen verfügen. So sollen die Fässer durch die dargestellten Ebenen rollen, während sich Klempner Mario so bewegen lassen soll, dass er über die Hindernisse springen kann. Darüber hinaus wartet die Umsetzung mit weiteren Details auf: Auch die Umrandung samt den kleinen runden Bildern in den Ecken wurde dem Original nachempfunden. Außerdem verfügt das Modell über die ikonischen Hämmer sowie ein Joystick-förmiges Fass.

Voraussichtlich ab August für 200 US-Dollar

Dem Beitrag zufolge soll das Set in den USA 199 US-Dollar kosten und damit deutlich günstiger ausfallen als das im vergangenen Monat erschienene Pac-Man-Set, das derzeit für 269 US-Dollar verkauft wird. Da dieses hierzulande zum gleichen Euro-Betrag angeboten wird, erscheint möglicherweise auch das Donkey-Kong-Set zu einem Preis von rund 200 Euro. Als Verkaufsstart nennt der Beitrag den kommenden August 2026. Zudem geht der Autor davon aus, dass Lego das Set angesichts der inzwischen veröffentlichten Leaks bereits in den kommenden Tagen offiziell ankündigen wird.

Mit dem neuen Set setzt Lego die Kooperation mit Nintendo fort, mit der in den vergangenen Monaten bereits mehrere gemeinsame Modelle erschienen sind, darunter der Game Boy sowie Mario in seinem berühmten Go-Kart.



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Linux-Distribution bekommt Update: Debian 13.6 bringt Sicherheits- und Stabilitäts-Updates


Linux-Distribution bekommt Update: Debian 13.6 bringt Sicherheits- und Stabilitäts-Updates

Bild: Debian GNU/Linux

Debian 13.6 bündelt die neuesten Sicherheits- und Stabilitätsupdates. Zu den auffälligsten Änderungen gehören eine neue Version des Firmware-Updaters fwupd, mit der sich Secure-Boot-Zertifikate aktualisieren lassen, sowie die Nutzung einer älteren Version einer GeoIP-Datenbank aufgrund von Lizenzänderungen.

Das Debian-Projekt hat ein neues Point-Release der Linux-Distribution Debian „Trixie“ in Form von Version 13.6 veröffentlicht. Ein Großteil der Pakete wurde bereits über security.debian.org bereitgestellt. Wer also regelmäßig diese Sicherheitsupdates einspielt, muss zum Release von Debian 13.6 nur wenige Pakete aktualisieren. Dafür kann bekanntlich „sudo apt update && sudo apt upgrade“ über das Terminal genutzt werden.

Die wichtigsten Änderungen von Debian 13.6

Die wohl größte Änderung der Linux-Distribution Debian „Trixie“ 13.6 ist die Aktualisierung des Firmware-Updaters fwupd auf die Version 2.0.20. Dadurch kann das Programm künftig Stammzertifikate (Certificate Authority, CA), Autorisierungsschlüssel (Key Exchange Key, KEK) und die Sperrliste DBX auf den neuesten Stand bringen. Das Update von fwupd ist insofern wichtig, da nun abgelaufene Secure-Boot-Zertifikate aktualisiert werden können.

Außerdem hat das Debian-Projekt das Programm geoip-database auf eine bereits mehrere Jahre alte Version zurückgesetzt. Hintergrund davon ist eine Änderung der Lizenzbedingungen der kostenlosen GeoLite-Datenbank, die mit dem Paket geoip-database ausgeliefert wird. Daher sind aktuelle Versionen dieser Datenbank zur Zuordnung des geografischen Standorts anhand einer IP-Adresse nicht mehr mit den Debian Free Software Guidelines zu vereinbaren. Wer auf GeoLite angewiesen ist, sollte eine Lizenz vom Hersteller Maxmind erwerben, da sonst mit veralteten Daten gearbeitet wird.

Ein Blick auf das Auswahlmenü beim Start von Debian 13 "Trixie" von einem USB-Stick.
Ein Blick auf das Auswahlmenü beim Start von Debian 13 „Trixie“ von einem USB-Stick. (Bild: Planet Debian)

Weitere Bugfixes und Sicherheitsupdates

Debian 13.6 fasst zudem eine ganze Reihe an Bugfixes und Sicherheitsupdates für Anwender zusammen. Demnach sind mehr als 100 Sicherheitsankündigungen (Debian Security Advisories, DSA) in das jüngste Point-Release der Linux-Distribution eingeflossen, wie aus einer Meldung auf der Debian-Website zu entnehmen ist. So haben unter anderem Chromium, Thunderbird, der Linux-Kernel, Firefox ESR (Extended Security Release), Samba, OpenSSLund Apache2 eine oder mehrere Aktualisierungen erhalten.

Ferner umfasst Debian 13.6 „Trixie“ Fehlerbehebungen für über 150 Pakete. So hat der Webserver Apache2 gleich mehrere Bugfixes erhalten, die Probleme mit Buffer Overflows, Out-of-Bound-Schreibvorgängen, Denial-of-Service-(DoS)-Schwachstellen und mehr umfassen. Auch für die E-Book-Verwaltungssoftware Calibre, die Office-Suite LibreOffice, die quelloffene Photoshop-Alternative Gimp und den KDE-Dateimanager Dolphin stellt das Debian-Projekt Fehlerbehebungen zur Verfügung.

Gleiches gilt für eine Vielzahl an Systemanwendungen, Bibliotheken und Tools für Programmiersprachen. Demnach wurde der Debian-Installer an neue Kernel-Versionen angepasst und der Terminal-basierte E-Mail-Client Mutt hat gleich mehrere Bugfixes bekommen. Samba wurde indes auf ein neues Upstream-Release aktualisiert, während zudem verschiedene Tools für die Programmiersprache Python Fehlerbehebungen erhalten haben.



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