Apps & Mobile Entwicklung
Mit 64-MB-BIOS: Intel Sockel LGA 1954 und Chipsätze fit für Hammer Lake

Intel legt Partnern bereits heute nahe, doch möglichst 64-MB-BIOS-Bausteine zu verbauen, damit die Plattform alle Next-(Next-Next-)Gen-CPUs nutzen kann. Zumindest wird so sichergestellt, dass neben Nova Lake und Razor Lake auch schon Hammer Lake fest dafür eingeplant ist. Und das funktioniert bis hinab ins Budget-Segment.
Intel hat sich zuletzt einer längeren Laufzeit für seine Desktop-CPU-Sockel entschieden. Wobei längere Laufzeit gar nicht unbedingt das richtige Wort ist, denn lange unterstützt wurden diese schließlich immer. Hier bedeutet es nun vielmehr, dass es auch wirklich neue Produkte dafür gibt, und nicht zehn Jahre lang das gleiche.
Um dabei jedoch nicht schon nach einigen Jahren in Probleme zu laufen, animiert Intel die Boardpartner bereits jetzt zum Einbau größerer BIOS-Bausteine. Hiermit soll sichergestellt werden, dass auch die zahlreichen kommenden Prozessoren dort drin ihren Platz finden. Dies schließt in der neuen Generation deshalb sowohl die High-End-Chipsätze Z990 und Z970 ein, aber auch den Budget-Ableger B960. Wenn der Hersteller es will, steht ihm nichts im Weg, heißt es in der Gerüchteküche.
In Zeiten des Sockels AM4 war AMD-Nutzern das Problem nur zu gut bekannt. Hier wurden bei neuen CPUs dann ältere rausgeschmissen – oder es gab einen neuen Schwung an Mainboards mit größeren BIOS-Chips. Auch beim Sockel AM5 nahm der Zug kurz Fahrt auf, blieb dann de facto aber doch schnell stecken – hier scheint das Problem aktuell wohl deutlich kleiner auszufallen, Zen 6 wird wohl noch problemlos in 32-MB-BIOS-Chips passen. Sollte allerdings Zen 7 auch noch im Sockel AM5 erscheinen, könnte die Geschichte neu starten.
Bei Intel bedeutet das nun schwarz auf weiß, dass der mit Nova Lake (NVL) eingeführte Prozessorsockel LGA 1954 den Nachfolger Razor Lake (RZL) und auch Hammer Lake (HML) aufnehmen kann. Der Tenor passt zu den letzten Gerüchten, die eine entsprechende Pin-Kompatibilität bereits gezeigt hatten. Vor allem wird Hammer Lake viel Neues bringen: SMT kehrt zurück, zudem gibt es den neuen Unified Core, wohl ähnlich AMDs Ansatz von Classic und Dense-Cores, bekannt als Zen und Zen c.
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Zotac: GeForce RTX 5080 als Magnus One Ultra im Kompaktformat

Zotacs Kompakt-PC Magnus One Ultra erhält ein Upgrade. Nicht mehr die GeForce RTX 5070 Ti ist die schnellste Grafikkarte in dem System, sondern nun die GeForce RTX 5080. Einfach nur ein Wechsel der Grafikkarte hat für das Unterfangen aber nicht gereicht. Zotac hat das Gehäuse vergrößern müssen, um die Kühlung zu gewährleisten.
Der neue Magnus One Ultra ist länger
So kommt der neue Magnus One Ultra mit der Kennung „EU275080C“ auf ein Volumen von 11,46 Litern, während die alte Variante mit 8,48 Litern doch ein gutes Stück kleiner ist. Dennoch soll es sich um den kleinsten PC der Welt handeln, der eine GeForce RTX 5080 fassen kann. Auch optisch fällt der Unterschied sofort auf: Während Höhe und Breite gleich geblieben sind, wächst die Länge des neuen Systems sichtbar an.
Das hat aber auch etwas Gutes: Denn den zusätzlichen Platz nutzt Zotac nicht nur dazu, um die GeForce RTX 5080 Solid Core mit einer TDP von 360 Watt zu kühlen. Darüber hinaus hat Zotac die CPU-Kühlung völlig neugestaltet: Hier soll der kleinere Magnus One Ultra eine Schwäche gehabt haben, denn der konnte unter Last doch ziemlich laut werden. Der neue Kompakt-PC soll diesbezüglich besser abschneiden.
Die neue CPU-Kühlung soll deutlich leiser sein
Neue Kühlung bedeutet in dem Fall, dass es nun einen komplett separaten Aluminium-Kühlblock gibt, der den zusätzlichen Platz belegt. Ein Radiallüfter sorgt für die nötige Frischluft. Zusätzlich gibt es drei Heatpipes, mittels derer ein deutlich kleinerer Kühlkörper verbunden ist, der direkt über der CPU sitzt. Damit gibt es deutlich mehr Kühlfläche als zuvor. Der kleine Kühler verfügt über einen weiteren Radial-Lüfter, der in dem Fall aber weniger für die CPU-Kühlung selbst, sondern primär zur Kühlung von Spannungswandler, RAM-Module und M.2-SSD zuständig ist.
Apropos Prozessor: Hierbei handelt es sich um einen Intel Core Ultra 7 265, der von maximal zwei DDR5-6400-CSODIMM- oder zwei DDR5-5600-SODIMM-Modulen unterstützt wird. Eine NVMe-M.2-SSD in den Größen 2242 oder 2280 kann verbaut werden.
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Copilot Super-App: Scout ist Microsofts OpenClaw-Variante für Windows 11

Wie im Vorfeld der Entwicklerkonferenz Build 2026 erwartet, hat Microsoft eine Copilot-Super-App vorgestellt, die Chat-Funktionen mit Coding-Assistenten und Agenten-Funktionen vereint. Die dauerhaft im Hintergrund laufenden Assistenten erscheinen unter dem Label Autopilots.
Der erste Autopilot-Agent, den Microsoft veröffentlicht, ist Scout. Es ist die Copilot-Version von OpenClaw, die über Desktop und Cloud arbeiten kann und direkt in Microsoft-365-Apps wie Outlook, OneDrive und Teams integriert wird. Im Vergleich zu den herkömmlichen Copilot-Assistenten hat dieser nochmals deutlich mehr Fähigkeiten und kann autonom im Auftrag der Nutzer handeln. Das funktioniert auch im Hintergrund, Nutzer müssen sich also etwa nicht am PC befinden.
Als Anwendungsszenarien beschreibt Microsoft Aufgaben aus dem Büroalltag. Demnach soll der Agent in der Lage sein, autonom den Kalender zu organisieren, Inhalte für Meetings vorzubereiten und Vorlagen für E-Mails oder weitere Texte zu erstellen.
Verfügbar ist Scout zunächst als experimentelle Variante für eine ausgewählte Gruppe von Nutzern, Organisationen sowie Teilnehmenden am Frontier-Programm.
Windows-App für OpenClaw
OpenClaw wird auch als native Windows-App erscheinen. Auf diese Weise soll der Betrieb des Open-Source-Agenten wesentlich intuitiver werden, als es bislang der Fall ist. So lässt sich etwa präzise steuern, auf welche Ordner OpenClaw zugreifen kann. Dabei kann man entscheiden, ob der Agent Schreibzugriff oder nur Lesezugriff hat. Nutzer können so verhindern, dass etwa komplette Ordner versehentlich gelöscht werden.
OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger, der mittlerweile bei OpenAI tätig ist, war ebenfalls auf der Bühne. Er bewarb unter anderem die neuen Sicherheitsfunktionen. Mit der Windows-App könne man OpenClaw auch in Unternehmen laufen lassen.
Microsoft veröffentlicht mit Microsoft Execution Containers (MXC) eine Sicherheitsumgebung, die ein Regelwerk etabliert („policy-driven Layer“), das den Betrieb von Agenten wie OpenClaw unter Windows absichern soll. Das erfolgt über Sandbox-Prozesse sowie eine vom Betriebssystem erzwungene Identität für einen Agenten, damit sich dessen Tätigkeiten immer nachvollziehen lassen.
GitHub Copilot als Konkurrent für Claude Code und Codex
Direkt für das Coding stellt Microsoft die GitHub Copilot App vor. Es ist die Plattform für den Coding-Assistenten, die auf GitHub Copilot CL basiert. Mit der App müssen die Agenten aber nicht mehr im Terminal ausgeführt werden.
Noch handelt es sich bei GitHub Copilot App um eine technische Preview. Verfügbar ist diese für Abonnenten von Copilot Pro, Pro+, Max, Business oder Enterprise.
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Cherry Xtrfy K63W Pro: 70%-Layout und Design toppen optimierte 8.000 Hz

„Ultra-Wideband-Funk“ soll die Cherry Xtrfy K63W Pro spannend machen und Reaktionszeiten verbessern. Flache Tasten, ein schickes Design und das Layout der Kompakttastatur ziehen jedoch viel deutlicher Blicke auf sich.
Die Idee hinter dem 70%-Layout ist simpel: Maximalen Platz in der Breite sparen. Deshalb entfernt Cherry den Nummernblock sowie Pfeil- und Funktionstasten, lässt aber die F-Reihe auf der Tastatur. Damit entsteht ein 60%-Layout mit zusätzlichen F-Tasten und vor allem Tasten in normaler ISO-Größe, die sich damit leichter tauschen lassen. Pfeiltasten können alternativ über das rechte „Strg“ und Co genutzt werden. Wie schon bei der MX 8.3 TKL (Test) können Einstellungen über die Utility-Software des Unternehmens vorgenommen werden.
Zur Signalübertragung sitzen im eng umbauten Tastenfeld Cherry MX Low Profile 2.0, leichtgängige flache Taster. Sie sind fest verlötet, was bei dieser Art Taster tatsächlich der Normalfall ist. Auf den Tastern stecken ABS-Kappen mit Kreuzstempel. Den Aufbau der K63W Pro lässt Cherry offen, der Hersteller spricht lediglich von einer „Gasket-Mount-Konstruktion“, verliert jedoch kein Wort zur Geräuschdämpfung um das Versprechen „verfeinerter Akustik“ zu untermauern.
8.000 Hz – so what?
Die Entscheidung, die hohe Polling-Rate in den Mittelpunkt zu stellen, gehört im Gaming-Segment zum guten Ton. Spürbare Auswirkungen sind davon jedoch kaum zu erwarten, nicht einmal eine Millisekunde wird dadurch selbst im besten Fall von der Latenzkette gestrichen.
„Ultra-Wideband-Funk“, ein breiteres Frequenzband, soll bei der Umsetzung aber Vorteile bieten, verheißt die Produktbeschreibung, und zwar in Form von höherem Datendurchsatz, robusteren Verbindungen und besserer Energieeffizienz. Trotzdem werden 8.000 Hz an der Laufzeit nagen, darauf deuten der 6.000-mAh-Akku und die Angabe von bis zu 1.100 Stunden Betriebsdauer hin – „abhängig von den Einstellungen“. Heißt: Dieser Maximalwert wird mit günstigen Settings, also deaktivierter Beleuchtung und geringer Polling-Rate erzielt. Mit alltagsnahen oder gar ausgereizten Settings ist zu erwarten, dass davon wie anderswo ein Bruchteil, dank des großen Akkus aber immerhin mehr als bei vielen Konkurrenten, übrig bleibt.
Preis und Verfügbarkeit
In Europa plant Cherry die Markteinführung Anfang Juli, die Preisempfehlung liegt bei rund 180 Euro.
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