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Künstliche Intelligenz

Microsofts MAI-Modelle: Eigene KI-Offensive gestartet


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Auf der Entwicklerkonferenz Build hat Microsoft eine große Offensive bei eigenen KI-Modellen angekündigt. Nachdem der Konzern jahrelang vor allem auf OpenAI-Technologie setzte, entsteht nun die KI-Modellfamilie MAI.

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An der Spitze steht Microsofts Frontier-Modell MAI-Thinking-1, laut eigener Aussage sein neues „Reasoning-flagship“. Das Modell soll bei Softwareentwicklung und mathematischen Aufgaben mit den Konkurrenzmodellen mithalten können. Nach Angaben des Unternehmens wurde es vollständig mit eigenen Trainingsdaten entwickelt und nicht auf Basis externer Modelle aufgebaut.

Rund um das Flaggschiff gruppiert Microsoft eine ganze Familie weiterer spezialisierter KI-Systeme:

  • MAI-Image 2.5 und MAI-Image 2.5 Flash für Bildgenerierung und Bildbearbeitung
  • MAI-Code-1-Flash für Programmieraufgaben – das Modell wurde bereits in GitHub Copilot und Visual Studio Code integriert
  • MAI-Transcribe 1.5 für Sprachtranskription, laut Microsoft bis zu fünfmal schneller als vergleichbare Lösungen
  • MAI-Voice 2 sowie bald eine Flash-Version für Sprachsynthese mit neuen Stimmen und 15 Sprachen

Zum ersten Mal für Microsoft sollen Entwickler bei den Modellen auch die Gewichte der KIs selbst anpassen. Diese sind eine Art Schwerpunkte, die den Output einer KI beeinflussen.

Neu ist auch etwas, das Microsoft „Frontier Tuning“ nennt. Hierbei soll die KI dem Benutzer beim Arbeiten zuschauen und von ihm lernen; zum Beispiel wie er eine Excel-Tabelle ausfüllt. Der Konzern preist, wie toll das neue „Frontier Tuning“ für Unternehmen sei; so würde die KI Arbeiten genau so erledigen, wie es in dem Unternehmen gemacht werden soll.

Allerdings dürfte das auch für Microsoft sehr praktisch sein. Inwieweit Microsoft das Training seiner KI-Agenten damit an die Endnutzer auslagert und was das für den Datenschutz bedeutet, haben wir bei Microsoft nachgefragt. Die Rückmeldung steht noch aus.

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Mehr Neuigkeiten von der Build gibt es im Build-2026-Übersichtsartikel.


(rie)



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Künstliche Intelligenz

Wie wir die 1401.-größte Primzahl der Welt entdeckten


Schon die Alten Griechen wussten, dass es unendlich viele Primzahlen geben muss, und die derzeit größte bekannte Primzahl besitzt gut 41 Millionen Dezimalstellen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hat die Suche nach großen Primzahlen nichts von ihrer Faszination verloren. Wir haben uns in der Szene umgesehen und sind dabei selbst tief in die Welt der Mega-Primzahlen abgetaucht. Zum Glück nicht ganz so tief, dass wir beim verzweifelten Versuch, die Riemannsche Vermutung zu beweisen, für immer in der Versenkung verschwunden wären, aber tief genug, um wochenlang zehntausende von Primzahl-Kandidaten durchzuprobieren in der Hoffnung, selbst eine Primzahl mit mehr als einer Million Dezimalstellen zu finden.

Das ist uns mit 489.268.682131.072 + 1 gelungen, einer verallgemeinerten Fermat-Primzahl mit 1.138.957 Dezimalstellen (die Zahl in voller Länge finden Sie auf PrimeGrid). Zum Vergleich: Eine übliche Ausgabe der c’t hat 180 Seiten à 6000 Zeichen. Möchte man die ganze Zahl also abdrucken, dann bräuchte man etwas mehr als ein ganzes Heft.

  • Die größten Primzahlen stammen aus bestimmten Zahlenfolgen, für die effiziente Primzahltests bekannt sind.
  • PrimeGrid verwaltet und sucht in speziellen Zahlenfolgen nach Primzahlen. Jeder kann dabei mitmachen und – mit etwas Glück – Entdecker einer Primzahl werden.
  • Wir haben daran teilgenommen und erfolgreich eine Primzahl verifiziert.

Um zu verstehen, wie man solch gigantische Primzahlen mit hunderttausenden von Dezimalstellen überhaupt findet, müssen wir etwas weiter ausholen. Nachfolgend erklären wir die Grundlagen, stellen die bekanntesten Primzahlfolgen vor und zeigen, wie Sie mit PrimeGrid selbst nach Primzahlen suchen können.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie wir die 1401.-größte Primzahl der Welt entdeckten“.
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Bayern: Neuer Microsoft-Deal ist vorerst vom Tisch


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Im bayerischen Koalitionsstreit um den zukünftigen Einsatz der Bürosoftware Microsoft 365 in der Landesverwaltung hat sich vorerst das Digitalministerium durchgesetzt, das stattdessen auf offene Lösungen gedrängt hatte. Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) hatte bereits vergangene Woche angekündigt, Alternativen für die Software zu erproben. Nun zog das Finanzressort nach: Minister Albert Füracker (CSU) bestätigte der Augsburger Allgemeinen, dass die Verhandlungen mit dem US-Konzern abgebrochen werden.

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Ursprünglich wollte das Finanzministerium zahlreiche aktuell bestehende Einzelverträge der Verwaltung in einem großen Rahmenvertrag bündeln. Es erhoffte sich dadurch eine einheitliche IT-Infrastruktur und Kosteneinsparungen. Medienberichten zufolge hätte dieses Vorhaben über fünf Jahre jedoch fast eine Milliarde Euro gekostet. Digitalminister Mehring hatte sich hingegen in der Vergangenheit wiederholt für mehr digitale Souveränität ausgesprochen und die Pläne öffentlich kritisiert. Die Angelegenheit sei für ihn nun „positiv erledigt“, sagte er der Augsburger Allgemeinen.

Ein sofortiges Aus für Microsoft in den Behörden bedeutet das aber nicht: Das Finanzministerium verweist auf Anfrage darauf, dass in den staatlichen Rechenzentren weiterhin ein „ausgewogener Mix“ aus Open Source und Standardsoftware genutzt werde. Der IT-Beauftragte der Staatsregierung habe zudem eine ergebnisoffene Neubewertung der aktuellen Ausstattung der IT-Arbeitsplätze angekündigt, die noch ausstehe.

Die Oppositionsparteien SPD und Grüne begrüßen das Ende der Verhandlungen. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Benjamin Adjei verweist in diesem Zusammenhang auf gestiegene Ausgaben der Staatsregierung für Microsoft-Produkte. Wie aus der Antwort auf eine Anfrage seiner Fraktion hervorgeht, stiegen diese seit dem Jahr 2020 von rund 30 Millionen auf etwa 49 Millionen Euro an.

Florian von Brunn (SPD) sieht den Verhandlungsstopp als Ergebnis eigener Warnungen und mahnt eine Gesamtstrategie an, da ein einzelnes Modellprojekt „noch lange kein souveränes Bayern“ schaffe. Auch Benjamin Adjei betont mit Blick auf die Kosten: „Bei solchen Zahlen reicht kein kleines Versuchslabor mit einer Handvoll Behördenmitarbeitern aus.“ Die Fraktionen fordern anstelle von neuen Parallelstrukturen nun eine engere Zusammenarbeit mit dem Bund.

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Der Kurswechsel erfolgt auch vor dem Hintergrund politischer Vorgaben auf Bundesebene. Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hat in ihrer Modernisierungsagenda beschlossen, dass bis spätestens März 2027 digital souveräne Alternativen zu proprietärer Software an behördlichen Arbeitsplätzen bereitstehen müssen.

Bayern folgt damit zögerlich dem Beispiel von Vorreitern wie Schleswig-Holstein, die ihre IT-Infrastruktur bereits auf quelloffene Software umstellen. Auch europäische Nachbarn wie Frankreich forcieren in ihren Systemen derzeit den Wechsel zu unabhängiger Software.


(egia)



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Apple Design Awards 2026: Zwölf Apps und Spiele ausgezeichnet


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Apple hat die Gewinner der Apple Design Awards 2026 bekannt gegeben. Zwölf Apps und Spiele erhalten die Auszeichnung in sechs Kategorien – ausgewählt aus 36 Finalisten. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 statt, die am 8. Juni mit einer Keynote beginnt. Unter den Preisträgern finden sich sowohl große Studios als auch Solo-Entwickler.

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In der Kategorie „Visuals und Grafiken“ gewinnt CD Projekt Red mit „Cyberpunk 2077: Ultimate Edition“ für macOS. Der Titel nutzt Metal-Shader, MetalFX-Frame-Interpolation und Path-Tracing auf Apple Silicon und bietet eine automatische Grafikeinstellung namens „For This Mac“. Bereits bei den App Store Awards 2025 war Cyberpunk 2077 als Mac-Game des Jahres prämiert worden.

Apples Strategie rund um die Vision Pro spiegelt sich deutlich in den Auszeichnungen: Die offizielle NBA-App gewinnt in der Kategorie „Innovation“ als reine visionOS-App. Sie zeigt bis zu fünf Live-Spiele gleichzeitig in schwebenden Fenstern, bietet 3D-Court-Ansichten und ein immersives Erlebnis mit Spatial Audio. Auch der Gewinner in der Kategorie „Sozialer Einfluss“ Primary, eine Nachrichten-App mit globalem Redaktionsteam, läuft exklusiv auf der Apple Vision Pro.

Mehrere ausgezeichnete Apps zeigen, wie Apple sich das neue Liquid-Glass-Design vorstellt, das mit iOS 26 und macOS 26 zur neuen Gestaltungsreferenz werden soll. Die Mondphasen-App „Moonlitt“ vom italienischen Studio Flipping Hues gewinnt in der Kategorie „Interaktion“ und wird explizit für ihre Liquid-Glass-Integration gelobt. Auch die Gezeiten-App „Tide Guide“, Gewinnerin bei „Visuals und Grafiken“ im App-Bereich, passt ihre Farbpalette dynamisch an die Himmelsfarbe an und setzt auf vollflächige Diagramme mit fließenden Animationen.

In der Kategorie „Inklusion“ überzeugte „Guitar Wiz“ des indischen Solo-Entwicklers Bijoy Thangaraj mit umfassender VoiceOver-Unterstützung, Dynamic Type und einer Funktion für farbsehschwache Nutzer. Das Adventure „Pine Hearts“ vom britischen Studio Hyper Luminal Games stellt Barrierefreiheitsoptionen bereits vor Spielbeginn prominent dar – ein Ansatz, den Apple als Best Practice hervorhebt.

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Einen direkten deutschen Gewinner gibt es 2026 nicht, doch die Berliner unorderly GmbH schaffte es mit ihrer Planungs-App Structured immerhin unter die Finalisten in der Kategorie „Inklusion“. Die App nutzt lokale Foundation Models für Aufgabenvorschläge und wird besonders von neurodivergenten Nutzerinnen und Nutzern geschätzt. Structured ist für iOS, iPadOS, macOS und watchOS verfügbar. Entwicklerstudios aus Österreich oder der Schweiz tauchen in der diesjährigen Finalistenliste hingegen nicht auf.

Europäische Studios sind dennoch stark vertreten: Das niederländische Studio Ocho gewinnt mit der App „grug“ in „Vergnügen und Spaß“, das spanische Poti Poti Studio mit dem Logikpuzzle „Is This Seat Taken?“ in derselben Kategorie. Aus Schweden kommen gleich mehrere Finalisten, darunter „Pickle Pro“ von Resolution Games und „Grand Mountain Adventure 2“ von Toppluva. Auch der Vision-Pro-Titel „Caradise“ stammt vom schwedischen Solo-Entwickler Peder Sandqvist.

Für große Player wie die NBA, CD Projekt Red oder Firaxis (Finalist mit Civilization VII) dienen die Awards vor allem fürs Image. Für kleine Teams und Einzelentwickler ist der Hebel deutlich größer: Apple hebt Gewinner im App Store in einer eigenen Story hervor, sie erhalten Medienaufmerksamkeit und verzeichnen erfahrungsgemäß sprunghaft steigende Downloadzahlen. Solo-Entwicklerinnen wie Lente Cuenen aus den Niederlanden, die mit dem Gewässerschutz-Spiel „Spilled!“ als Finalistin antrat, oder Bijoy Thangaraj mit Guitar Wiz erhalten so eine Bühne, die sie aus eigener Kraft kaum erreichen könnten.

Auffällig ist, dass Apple besonders Apps belohnt, die KI-Frameworks wie Foundation Models nutzen, mehrere Plattformen einschließlich visionOS bedienen und konsequent auf Barrierefreiheit setzen – ein klarer Prioritätenkatalog für Entwickler, die künftig im Apple-Ökosystem sichtbar bleiben wollen.


(mki)



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