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Vitakraft vollzieht Marken-Relaunch – Design Tagebuch


Vitakraft, ein Hersteller von Heimtierfutter und -bedarf, überarbeitet nach zweijähriger Entwicklungsarbeit und globaler Marktforschung seinen Markenauftritt. Ziel des Bremer Traditionsunternehmens ist der Wandel von einer rein produktgetriebenen Herstellermarke hin zu einer emotional positionierten Konsumentenmarke mit geschärftem Profil.

Vitakraft ist ein international tätiges Unternehmen der Heimtierbranche mit Sitz in Bremen. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1837 zurück, als Heinrich Wührmann in Heiligenrode bei Bremen eine Futtermittelhandlung gründete. Die Marke Vitakraft wurde 1929 eingeführt. Heute entwickelt und vertreibt das Unternehmen Tiernahrung, Snacks und Zubehör für verschiedene Heimtierarten und ist mit Niederlassungen in rund 20 Ländern vertreten.

Im Zuge der Neustrukturierung des Produktportfolios wurde der Markenauftritt modifiziert. Im Zentrum des Relaunches steht ein neues Markenversprechen: „Die entspannteste Art, dein Tier gut zu versorgen.“

Auszug der Pressemeldung

„Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass viele Tierbesitzer:innen unsere Produkte zwar kennen und kaufen – Vitakraft als Marke aber nicht bewusst wahrnehmen. Mit dem Relaunch werden wir das grundlegend ändern“, erklärt Sarina Hamann, Geschäftsführerin & CMO Vitakraft. „Tierhalterinnen und Tierhalter sind heute mit einer Flut an Produkten, Meinungen und Empfehlungen konfrontiert – das kann schnell überfordern. Ein Thema, das die Heimtierbranche bislang kaum aufgreift. Mit unserem Relaunch wollen wir uns als Marke positionieren, die keinen zusätzlichen Druck aufbaut, sondern Orientierung gibt, Leichtigkeit ausstrahlt und Verlässlichkeit einfach erlebbar macht“, so Hamann.

Vitakraft Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Vitakraft pet care, Bildmontage: dt
Vitakraft Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Vitakraft pet care, Bildmontage: dt

Um Konsumenten am Point of Sale eine leichtere Orientierung zu bieten, folgt das Verpackungsdesign dem Prinzip visueller Reduktion, so das Unternehmen. Der weiterhin blau hinterlegte Markenschriftzug beansprucht in vergrößerter Darstellung nun rund ein Viertel der Front. Die bisher verwendete weiße Welle verschwindet ebenso wie das Herzsymbol. Der Vitakraft-Markenschriftzug wurde subtil modifiziert, siehe Detailansicht. So verfügt das „f“ jetzt über eine Unterlänge.

Die Kernfarben Blau und Weiß bleiben erhalten, werden jedoch flächiger eingesetzt und durch neue Akzentfarben ergänzt. Alle Bezeichnungen und Texte verlaufen nun senkrecht in vertikaler Achse, statt leicht geneigt. Scriptuale Fonts wurden dabei in vielen Fällen durch Groteskschriften ersetzt.

Der neue Marken-Claim „Gut gemacht.“ soll das veränderte Markenversprechen sprachlich untermauern. Ein bewusst einfacher Satz, der laut Vitakraft auf drei Ebenen funktioniert: „als Lob ans Tier, als Qualitätsaussage über die Vitakraft-Produkte und als Bestätigung der Kaufentscheidung des Tierbesitzers oder der Tierbesitzerin“.

Der Rollout beginnt nach Unternehmensangaben ab Spätsommer 2026 am Standort Bremen, erste Produktlinien im neuen Design sollen im September in den Handel kommen. Die digitale Präsenz wurde bislang nicht umgestellt.

Entstanden ist der neue Markenauftritt in Zusammenarbeit mit der Agentur Pahnke (Hamburg).

Mediengalerie

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»Das kann nur gut werden«: So startet Mother für Canva! › PAGE online


Mother hat für Canva eine Kampagne speziell für den deutschen Markt entwickelt, die sich in drei Spots ganz auf einen Moment konzentriert, den jeder kennt, der etwas gestalten möchte, ob Eisverkäufer, Fußballerin, Architektin – und auch Kreative(r).

»Das kann nur gut werden«: So startet Mother für Canva! › PAGE online

Mehr als 265 Millionen Menschen nutzen Canva weltweit. Ein Schlüsselmarkt für die KI-basierte Plattform für Gestaltung ist Deutschland und hier startet heute eine Kampagne, die Mother Berlin entwickelt und produziert hat.

Doch wie verbindet man die diverse Canva-Zielgruppe, die einmal quer durch die Bevölkerung bis hin zu den umsatzstärksten Unternehmen reicht?

Die Kreativen von Mother konzentrieren sich dafür auf einen Moment, der für jeden gleich ist: Wenn man vor dem leeren Bildschirm sitzt und nicht wirklich weiß, wie man anfangen soll, und verunsichert ist, ob auch etwas Gutes entsteht.

Screenshot aus »Feedback im Vereinsheim«

Design für alle

Dem setzt die Kampagne ein positives »Das kann nur gut werden« entgegen – und führt dafür ins Vereinsheim, in einen Eiswagen und einen Zug, der wegen einer Oberleitungsstörung reichlich Verspätung hat.

Mit Titeln wie »Feedback im Vereinsheim«, »Likes am Stiel« oder »Endstation Abgabe«, die auf Filme anspielen, werden Stimmen wie in einem Drama laut: »Das schaffst du nicht« tönt es, »Ich habe sowieso nie an ihn geglaubt« oder es hallt ein »na ja, ich weiß nicht« herüber.

Mit einem Augenzwinkern inszeniert und mit inneren Zweifeln, die sich in Menschen (oder Kaffeebecher) verwandeln, zeigen die Spots, dass die Ergebnisse mit Canva nur gut werden können – und unterstreichen damit das Versprechen von Canva, Design für alle zugänglich zu machen.

Die Idee der Kampagne spreche drei Zielgruppen an, heißt es von Mother selbst: kleine Unternehmen, Fachexpert:innen und Vereine/Clubs – und zeigt, wie man mithilfe von KI schnell und hochwertig gestalten kann und Social Content erstellen.

Die Kampagne »Das kann nur gut werden« wird im TV, auf Streaming-Plattformen und Paid Social ausgespielt.

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Unser Beruf verändert sich gerade schneller als meine Lesebrille › PAGE online


Beides hat mich ehrlich gesagt überrascht. Daniel Weiss ist Founder, Designer und AI-Artist – und gratuliert PAGE zum 40. mit einem klaren Gedanken: Gute Gestaltung fängt nie bei der Software an, sondern immer bei der Idee.

Unser Beruf verändert sich gerade schneller als meine Lesebrille › PAGE onlineBild: Daniel WeissSeit fast 30 Jahren gestalte ich Marken. Und ich glaube, ich habe noch nie erlebt, dass sich unser Beruf so radikal verändert wie gerade jetzt.

Das Faszinierende daran: Ausgerechnet KI erinnert mich jeden Tag daran, dass gute Gestaltung nie mit Software begonnen hat. Sondern immer mit einer Idee.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich der PAGE so gerne zum 40. Geburtstag gratuliere. Sie begleitet seit vier Jahrzehnten nicht nur Design, sondern vor allem die Menschen, die Design voranbringen. Denn gute Gestaltung verändert schließlich nicht nur Oberflächen. Sie verändert Perspektiven.

Genau dafür möchte auch ich stehen: für eine Kreativität, die nicht fragt, womit etwas entstanden ist, sondern ob sie Menschen berührt.

Und genau das gibt mir Zuversicht für 2026. Dass Originalität wieder zum eigentlichen Luxus wird. Denn wenn jeder Bilder erzeugen kann, wird die Idee dahinter plötzlich zum wertvollsten Teil der Arbeit.

Mein Wunsch an die PAGE ist deshalb ganz einfach: dass sie weiterhin genau dorthin schaut, wo noch niemand hinschaut. Denn die spannendsten Geschichten beginnen meist lange bevor es Antworten gibt.

Daniel Weiss
FOUNDER  / DESIGNER / AI ARTIST

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Dieses Redesign haben über 100 Menschen gemeinsam gestaltet! › PAGE online


Das Züriwerk ist eines der größten Sozialunternehmen im Kanton Zürich. 1.300 Menschen arbeiten, wohnen und leben dort – und mehr als 100 von ihnen haben gemeinsam mit der Kreativagentur evoq ein neues Corporate Design entwickelt, bei dem Inklusion gelebt wurde.

Dieses Redesign haben über 100 Menschen gemeinsam gestaltet! › PAGE online

Das Züriwerk mit seinen über 20 Standorten fördert Inklusion und bietet Menschen mit Beeinträchtigungen ein selbstständiges Leben, Wohn- und Ausbildungsmöglichkeiten und zahlreiche Arbeitsplätze in eigenen Werkstätten, Druckereien, Nähereien, in der Montage oder in Gärtnereien.

Bereits 2025 hatte die Stiftung die 10-Jahres-Strategie »Inklusion 2035« beschlossen, die zum Ziel hat »eine Gesellschaft zu schaffen, die nicht behindert«.

Der alte blau-weiße Markenauftritt samt seines technisch wirkenden Logos war bereits in die Jahre gekommen und passte auch nicht mehr zu der Vision.

Gleichzeitig war die Website viel zu textlastig und dazu kam, dass man das Züriwerk immer wieder mit einem der städtischen Betriebe verwechselte.

Das Züriwerk wollte aber mehr als nur ein neues Logo, es wollte »eine Marke, die unsere Mission authentisch widerspiegelt und mit der sich unsere ganze Organisation identifizieren kann«, heißt es von dem Geschäftsleiter Roger Stäger.

Und so beauftragten sie die Agentur evoq mit einem Redesign. Und das entstand auf besondere Weise.

Gemeinsam gestalten

Mehr als 100 Mitarbeitende, Bewohner:innen, Fachpersonen und Mitglieder der Geschäftsleitung und des Stiftungsrats haben an der Gestaltung des Redesigns mitgewirkt. Und das gleichberechtigt!

Dafür hat evoq einen Prozess entwickelt, der alle einbezieht und sich dafür an dem Double-Diamond-Prinzip aus dem Design Thinking orientiert. Dabei folgt auf eine Phase des Sammelns von Ideen, bei denen es kein »richtig« oder »falsch« gibt, das Filtern und Analysieren und schließlich das Ausführen.

Hier aber wechselte sich das Sammeln von Ideen mit allen Beteiligten im Züriwerk mit dem Verdichten der Ideen in der Agentur mehrfach ab.

So inklusiv wie diese Form der Gestaltung waren auch die Workshops. Sie fanden ganz ohne Zeitdruck und mit individuellen Pausen statt und dazu es gab gemeinsame Feedbackrunden.

Auf diese Weise entstand nach und nach aus dem Non-Profit selbst heraus ein neues Erscheinungsbild.

Inklusiv samt Superzeichen

Im Mittelpunkt des neuen Erscheinungsbilds: das leicht schräg gestellte Superzeichen Ü mit drei Punkten, das so prägnant und fröhlich ist und für Deutungen offen. Sehen die einen darin ein lachendes Gesicht, steht es für andere dafür auf Augenhöhe zu sein, wie es von den Kreativen heißt.

Gleichzeitig leuchtet der neue Auftritt des Züriwerks jetzt in Magenta und dazu zieht sich der neue Claim »ändern was behindert« ebenso durch das Erscheinungsbild wie neue Icons.

Diese erzählen vom Miteinander, von Verlässlichkeit, es werden Muskeln geflext, Finger gehoben, es fährt ein Lastenfahrrad durch die Gegend oder es geht ein Licht an.

Das Icon-Set basiert auf der unterstützten Kommunikation (UK), die, speziell für Menschen mit stark eingeschränkter Lautsprache, verschiedene Wege der Verständigung nutzt. Diese reichen von Mimik und Gesten zu Karten und ähnlichen Hilfsmitteln, wie sie auch im Züriwerk eingesetzt werden.

Darüber hinaus werden die Icons barrierefrei auf hellen Kreisen in einer der Sekundärfarben platziert.

Barrierefreies Lesen mit der Züriwerk Sans

Mithilfe von TipoType, deren Schrift Rufina vom britischen Königshaus verwendet wird, ist die barrierefreie Schrift Züriwerk Sans entstanden. In einer speziellen Headline-Variante sind zudem die drei Punkte aus dem Superzeichen Ü in allen Umlauten zu finden.

Umgesetzt wurde das alles in der komplett neu gestalteten und barrierefrei programmierten Website, die ganz auf die Bedürfnisse der Zielgruppen ausgerichtet ist.

Zentrale Seiten werden zusätzlich in Leichter Sprache angeboten, die Jobsuche wurde für alle inklusiv umgesetzt, das Shopsystem umgestaltet.

Die Verbundenheit, die der gemeinsam gestaltete neue Auftritt des Züriwerks bei den Menschen dort auslöst, kann man nur erahnen.



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