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AI Mode mit Personal Intelligence: Gmail und Fotos in der Suche


Googles AI Mode wird dank der neuen Personal Intelligence jetzt mit Gmail und Photos verknüpft, sodass die Suche so personenbezogen wie noch nie ist. Eine Suche, die dich versteht, aber noch nicht für alle da ist.

Schon wieder hat Google die Suche neu gestaltet, genauer gesagt die KI-Suche. Denn der vielfältige AI Mode erhält jetzt die Verknüpfung mit der jüngst eingeführten Personal Intelligence. Diese erlaubt es Usern, diverse Google Apps wie Gmail, Google Photos und YouTube im Kontext der Gemini-Nutzung miteinander zu verknüpfen, um möglichst auf sie persönlich zugeschnittene Ergebnisse zu erhalten. Diese Option weitet Google auf den AI Mode aus. Damit werden das Wissen der Welt aus dem Web und deine persönlichen Insights, Termine und Ideen verknüpft.


Erfahre mehr über die Personal Intelligence, ihre Einsatzoptionen und sieh dir erste Beispiele an.

Geminis Personal Intelligence verknüpft Gmail, Fotos, Search und YouTube

Person in rundem Bild, Google App Icons drumherum, Prompts vor hellem Hintergrund
© Google via Canva

„Search experience that really *gets* you“: AI Mode kann Details aus Gmail und Google Photos integrieren

Die Google-Suche fühlt sich für User künftig wie eine Suche an, die speziell auf ihre eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Schon jetzt erhalten User auch bei den gleichen Suchanfragen oder Prompts unterschiedliche Ergebnisse, die etwa auf ihre Suchhistorie Bezug nehmen. Jetzt aber wird die Sucherfahrung dank Googles KI-Power persönlicher denn je. Die Personal Intelligence kommt in den AI Mode. User können damit Details aus ihren Gmail Accounts und Inhalte von Google Photos als Elemente für die intelligente KI-Suche miteinbeziehen. Diese Verknüpfung ist aber freiwillig. Das funktioniert zunächst aber nur für Abonnent:innen der Pläne AI Pro und Ultra in den USA.

Dank dieser Verbindung sollen die Antworten und Vorschläge im AI Mode nicht nur auf die Interessen abgestimmt sein, sie sollen nahtlos in den Lebensalltag der User passen. Robby Stein, Googles VP of Product für die Suche, gibt auf dem Blog The Keyword ein Beispiel zur Nutzung preis. Er habe nach der Verknüpfung vom AI Mode einen Vorschlag für neue Sneaker einer Marke erhalten, von der er kürzlich bereits ein Paar gekauft hatte. Gemini wusste um seine Vorliebe und zeigte ihm die Neuheit – er kaufte dann direkt die neuen Sneaker. Auf der Plattform X macht er Werbung für die neue Lösung und schreibt, sie sei sehr intuitiv. Der AI Mode mit der Personal Intelligence soll nicht nur eine Suche sein, sondern Präferenzen, Interessen und Alltagssituationen oder -fragen verbinden. Eine Suche, „die dich versteht“.

Beispiele für den Einsatz von AI Mode mit Personal Intelligence

Vorstellbar sind im AI Mode auch andere Nutzungsszenarien. Zum Beispiel könnt eine Person einen Familienurlaub planen. Dann könnte der AI Mode mit der Personal Intelligence Vorlieben für Orte und Tätigkeiten aus Google Photos ermitteln und aus Gmail Buchungsreferenzen heranziehen. Beim Shopping bietet sich der Einsatz ebenfalls an, wie Stein bereits demonstriert hat. Vorschläge können passend zu Marken, Farben, Größen, aber auch zu Aktivitäten wie dem Lieblingssport und Umgebungen wie dem Wohnort geliefert werden – etwa eine regenabweisende Jacke für Hamburg, moderne Laufschuhe für die Sportler:innen und dergleichen mehr.

Sogar Spaßfragen lassen sich mit der Feature-Kombination stellen, beispielsweise: Wenn mein Leben ein Film wäre, welchen Titel hätte dieser und welchem Genre würde er zugeordnet?

Aufgepasst bei der Verknüpfung: Google mit Kompromiss bei KI-Training

Diese neue Lösung für die hochpersonalisierte Suche ist bislang noch als Labs Experiment eingeschränkt verfügbar, könnte aber bald für noch mehr User ausgerollt werden. Dabei sollten User genau überlegen, ob sie ihre Dienste derart verknüpfen. Google betont, dass das Unternehmen auf den Datenschutz achte und Gemini 3 nicht mit Inhalten aus Gmail und Google Photos trainiert werde – zumindest nicht direkt. Denn das Training findet statt, allerdings basierend auf spezifischen Prompts aus dem AI Mode mit integrierter Personal Intelligence.

Und so können User zwar äußerst personalisierte Ergebnisse erhalten und in verschiedenen Nutzungskontexten der Suche und der Organisation Prozesse optimieren. Zugleich erhält Google aber umfassende und sehr persönliche Daten, von Bildern aus dem Urlaub bis hin zu Gmail-Kontexten wie E-Mails zu Behandlungen oder anderen intimen Terminen. Selbst wenn dieser Content nicht unmittelbar für das Training benutzt wird, kann über Prompts im Kontext eine Vermittlung an Googles KI erfolgen, die mehr über dich verrät, als du vielleicht möchtest. Zudem ist zu bedenken, dass Google als US-Unternehmen in einem digitalrechtlichen Umfeld agiert, das angesichts der mangelnden Gesetzestreue der aktuellen US-Regierung zumindest als gefährdet eingestuft werden mag.

Mehr für die Personal Intelligence im AI Mode siehst du auch im Video von Google.





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Millionen sexualisierte Bilder: X reagiert mit Grok-Foto-Schalter


Nach dem Deepfake-Skandal um Grok reagiert X mit einem neuen Foto-Schalter: „Block modifications by Grok“. Nutzer:innen können KI-Bearbeitungen ihrer Bilder blockieren. Kritiker:innen halten die Maßnahme jedoch für unzureichend, da weiterhin Deepfakes ohne Einwilligung entstehen können.

X hat stillschweigend eine neue Option für den KI-Chatbot Grok eingeführt. Nutzer:innen können jetzt festlegen, dass ihre hochgeladenen Bilder nicht automatisch von der KI verändert werden. Der entsprechende Schalter erscheint im Upload-Menü der iOS App. Dort lässt sich einstellen, ob Grok Bilder lediglich analysieren oder daraus neue Versionen generieren darf.

Dass X eine solche Funktion einführt, steht im Zusammenhang mit dem Nacktbild-Skandal rund um Grok und mehreren laufenden Untersuchungen. Mit dem Bildgenerator Grok Imagine und dessen sogenanntem Spicy Mode konnten Nutzer:innen nicht einvernehmliche sexualisierte Bilder und Videos generieren. Nach massiver Kritik schränkte X die Funktion Anfang 2026 ein. Analysen zeigen jedoch, dass trotz neuer Schutzmechanismen weiterhin Deepfakes ohne Einwilligung generiert werden können.

Die Dimension des Problems ist enorm. Laut einer Analyse des Center for Countering Digital Hate, über die unter anderem Engadget berichtet, erzeugte Grok zwischen dem 29. Dezember und dem 9. Januar schätzungsweise rund drei Millionen sexualisierte Bilder. Darunter befanden sich etwa 23.000 Darstellungen von Minderjährigen.

Inzwischen beschäftigen sich mehrere Behörden mit dem Fall. Beispielsweise prüfen Aufsichtsstellen in der EU, in Großbritannien und in Australien mögliche Verstöße gegen Plattformregeln, Deepfake-Gesetze und Vorgaben für illegale Inhalte. Darüber berichtet neben Engadget beispielsweise auch The Guardian. Im Zuge der Verfahren werden hohe Bußgelder gegen X diskutiert.

Inzwischen beschäftigen sich mehrere Behörden weltweit mit dem Fall. Die Europäische Kommission untersucht, ob X mit dem Einsatz von Grok gegen Vorgaben des Digital Services Act verstoßen hat. Parallel prüft die irische Datenschutzbehörde mögliche Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung. Auch Aufsichtsbehörden im Vereinigten Königreich und in Australien haben Untersuchungen eingeleitet. In den USA hat zudem der Generalstaatsanwalt von Kalifornien xAI aufgefordert, Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes zu ergreifen. Neben The Guardian und Engadget berichtete auch Reuters darüber. Im Zuge der Verfahren stehen für X potenziell hohe Bußgelder im Raum.


Grok:
Nacktbild-Skandal und Top-Platzierung im App Store

Grok Imagine-Startseite
© Grok, xAI

Neuer Schalter gegen Grok-Manipulation – aber nur mit begrenzter Wirkung

Die Option zur Einschränkung von Groks Zugriff wurde nicht offiziell angekündigt, weder von X noch xAI, beide Teil des Firmenimperiums von Elon Musk. Stattdessen entdeckten User sie in den vergangenen Tagen in der iOS App im Upload-Menü für Bilder und Videos. Dort lässt sich über einen Schalter mit dem Namen „Block modifications by Grok“ festlegen, ob Grok auf hochgeladene Inhalte zugreifen und daraus neue Bildversionen generieren darf.

Screenshot der X iOS App: In den Content Settings erscheint ein Schalter „Block modifications by Grok“, mit dem Nutzer:innen verhindern können, dass der KI-Chatbot ihre hochgeladenen Bilder verändert.
Neue X-Option: Nutzer:innen können verhindern, dass Grok ihre Bilder verändert, © Social Media Today

Mit der neuen Einstellung können Nutzer:innen verhindern, dass ihre hochgeladenen Bilder direkt mit Grok verändert werden können. Aktiviert man den Schalter, kann der Chatbot nicht mehr einfach in einer Antwort markiert werden, um ein Bild zu bearbeiten oder neu zu interpretieren.

Der Schritt wirkt auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme. Die Option ist leicht zugänglich und nicht tief in den Einstellungen versteckt. Allerdings löst der Schalter nur einen kleinen Teil des Problems. Denn die Funktion verhindert lediglich die direkte Bearbeitung eines hochgeladenen Bildes durch Grok User im Post-Kontext. Wer Deepfake-Bilder generieren will, kann das weiterhin über andere Wege tun.

Kritiker:innen sprechen deshalb von einer symbolischen Maßnahme. Solange die KI weiterhin neue Bilder auf Basis anderer Quellen generieren kann, bleiben viele der ursprünglichen Risiken bestehen. Viele Expert:innen fordern daher deutlich strengere Schutzmechanismen – oder sogar eine temporäre Abschaltung der Bildgenerierung, bis die Sicherheitsprobleme gelöst sind.


ChatGPT zitiert Grokipedia:
Vertrauensbruch im Wissens-Stack





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Copilot Cowork: Diese Microsoft 365-Aufgaben erledigt jetzt KI


Statt nur einen Prompt zu beantworten, erstellt Copilot Cowork automatisch einen Arbeitsplan und setzt ihn direkt um. Die KI arbeitet dabei über E-Mails, Dateien, Meetings und Daten hinweg. Damit entwickelt sich Copilot weiter vom Chatbot zum digitalen Co-Worker.


„Du orchestrierst Agents wie ein Teamchef Aufgaben verteilt“:
Der Sprung von Gen AI zu Agentic AI

Julian A. Kramer hält einen Vortrag auf einer Bühne beim Adobe AI Forum 2026. Im Hintergrund ist ein großes, farbiges „A“-Visual zu sehen, daneben ein Rednerpult mit Adobe-AI-Forum-Logo. Publikum sitzt im Vordergrund.
© eigene Aufnahme

Copilot Cowork delegiert Aufgaben über Outlook, Teams und Excel hinweg

Microsoft beschreibt Copilot Cowork selbst als Tool, das „das Delegieren von Aufgaben kinderleicht“ machen soll. Nutzer:innen beschreiben einfach das gewünschte Ergebnis. Die KI erstellt daraus automatisch einen Arbeitsplan und führt die einzelnen Schritte in Microsoft 365 aus.

Dafür greift Cowork auf Daten aus Outlook, Teams, Excel und weiteren Tools zu. Microsoft nennt dieses System Work IQ. Die KI erkennt Zusammenhänge zwischen Dateien, Terminen, E-Mails und Dokumenten und organisiert daraus einen Workflow. Der Plan läuft im Hintergrund weiter. Cowork erstellt Meilensteine, meldet Fortschritte und fragt nach, wenn Entscheidungen nötig sind. Nutzer:innen behalten die Kontrolle und können jede Aktion prüfen, pausieren oder anpassen.

Microsoft zeigt mehrere typische Szenarien. Cowork kann zum Beispiel einen überfüllten Outlook-Kalender analysieren, Meetings verschieben und Fokuszeiten blocken. Für ein Kund:innengespräch erstellt die KI automatisch Briefings, Präsentationen und Zusammenfassungen aus bestehenden Dateien und E-Mails. Ein Beispiel dafür zeigt die folgende Abbildung.

Interface von Copilot Cowork mit Aufgabenübersicht, Kalenderanalyse und Vorschlägen zur Organisation von Meetings und Arbeitswoche in Microsoft 365.
Copilot Cowork analysiert Termine, erkennt Konflikte im Kalender und schlägt Änderungen vor, um Fokuszeiten für konzentriertes Arbeiten zu schaffen. © Microsoft

Auch komplexere Aufgaben lassen sich delegieren. Cowork kann Unternehmensrecherche durchführen, Finanzberichte analysieren und daraus Management-Memos oder Excel-Analysen erstellen. Bei Produkt-Launches erstellt die KI eine Wettbewerbsanalyse, formuliert das zentrale Nutzenversprechen und bereitet daraus eine Präsentation für den Launch vor.

Copilot Cowork wird aktuell mit ausgewählten Kund:innen getestet. Eine breitere Verfügbarkeit soll ab Ende März 2026 im Frontier-Programm starten.

Copilot Cowork richtet sich an Unternehmen mit komplexen Workflows

Auch andere Anbieter:innen arbeiten an solchen KI-Agents. Ein Beispiel kommt von Anthropic. Das Entwickler:innen-Tool Claude Code kann jetzt Pull Requests automatisch prüfen. Öffnet sich ein solcher Pull Request, startet das System mehrere Agents, die gezielt nach Bugs suchen.

Auch bei Microsoft spielt Claude eine Rolle. Der Konzern setzt bei Copilot seit bereits seit einiger Zeit auf ein Multi-Model-Setup. In Copilot Studio und im Researcher Agent können Unternehmen neben OpenAI-Modellen auch Anthropics Modelle Claude Sonnet 4 und Claude Opus 4.1 nutzen. Je nach Aufgabe kann Copilot unterschiedliche Modelle einsetzen. Copilot Cowork verfolgt dabei einen stärker plattformorientierten Ansatz. Während Anthropic mit Claude vor allem eigenständige Agents und Entwickler:innen-Tools aufbaut, integriert Microsoft die KI direkt in Arbeitsprozesse innerhalb von Microsoft 365. Copilot Cowork koordiniert Aufgaben über Outlook, Teams, Excel und weitere Anwendungen hinweg und verbindet dabei Daten, Dokumente, Meetings und Kommunikation.

Gerade für Unternehmen mit großen Mengen sensibler Daten ist dabei entscheidend, dass die KI innerhalb bestehender Sicherheitsstrukturen arbeitet. Copilot Cowork läuft deshalb direkt innerhalb der Sicherheits- und Governance-Strukturen von Microsoft 365. Identitäts-, Berechtigungs- und Vorschriften- sowie Richtlinienvorgaben gelten automatisch für alle Aktionen der KI. Aufgaben werden in einer geschützten Cloud-Umgebung ausgeführt und lassen sich über verschiedene Geräte hinweg weiterführen. Aktionen und Ergebnisse bleiben dabei nachvollziehbar und protokollierbar.


Zäsur fürs Agentic Web?
WebMCP soll Websites zur API für KI Agents machen





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KI-Top-100: Die meistgenutzten Apps und Seiten der Welt


Im Web liegt ChatGPT weiterhin klar vorne, gefolgt von Tools wie Gemini, Canva, DeepSeek und Grok. Gleichzeitig zeigt die Liste, wie breit das KI-Ökosystem inzwischen geworden ist. Neben großen Plattformen finden sich zahlreiche spezialisierte Anwendungen für Kreativarbeit, Coding oder Produktivität. Auch im App-Ökosystem wächst der Wettbewerb. Dort zählen neben ChatGPT vor allem kreative Tools wie CapCut oder Picsart sowie KI-Funktionen etablierter Plattformen zu den meistgenutzten Anwendungen.

Dabei bleibt ChatGPT ein Schwergewicht im KI-Ökosystem: 900 Millionen Menschen nutzen den KI-Dienst inzwischen jede Woche. Mehr als zehn Prozent der Weltbevölkerung greifen damit zumindest statistisch regelmäßig auf ein einzelnes KI-Produkt zu. Trotzdem ist das Rennen um die Standard-KI längst nicht entschieden. Die folgende Übersicht zeigt die 15 meistgenutzten Gen-AI-Web-Produkte weltweit nach monatlichen Website-Besuchen und verdeutlicht, wie stark sich der Markt inzwischen ausdifferenziert hat.

Diagramm der 15 meistgenutzten Gen-AI-Web-Produkte weltweit nach monatlichen Website-Besuchen mit ChatGPT, Gemini, Canva und DeepSeek an der Spitze.
Die 15 meistgenutzten Gen-AI-Web-Produkte weltweit nach monatlichen Website-Besuchen laut Similarweb, © a16z

Denn mehr als drei Jahre nach dem ChatGPT Launch verändert sich die Struktur des Marktes deutlich. Viele der erfolgreichsten Anwendungen sind inzwischen keine reinen KI-Startups mehr, sondern etablierte Software-Produkte, die KI tief in ihre Funktionen integrieren. CapCut erreicht 736 Millionen monatlich aktive Mobile User und nutzt KI etwa für Hintergrundentfernung, automatische Untertitel oder Text-to-Video. Bei Notion verwenden inzwischen mehr als 50 Prozent der Nutzer:innen die kostenpflichtigen KI-Funktionen. Generative KI ist damit nicht mehr nur eine eigene Kategorie von Apps – sie wird zunehmend zur Infrastruktur bestehender Software.

Wer wird zur Standard-KI für Milliarden Nutzer:innen?

ChatGPT bleibt das größte Consumer-KI-Produkt. Laut a16z verzeichnet die Plattform im Web 2,7-mal so viele monatliche Besuche wie Gemini. Auch auf Smartphones liegt ChatGPT vorne und erreicht 2,5-mal so viele monatlich aktive Nutzer:innen wie die Gemini App. Bei den Consumer-Abos liegt OpenAI ebenfalls vorne. ChatGPT hat achtmal so viele zahlende Nutzer:innen wie Claude und viermal so viele wie Gemini. Doch gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb. Laut Yipit Data stieg die Zahl der zahlenden Claude-Abonnements in den USA im Januar 2026 im Jahresvergleich um über 200 Prozent. Gemini verzeichnete im selben Zeitraum 258 Prozent Wachstum bei den Abonnements.

Ein Grund dafür ist das hohe Innovationstempo der Konkurrenz. Google hat die eigenen KI-Produkte in den vergangenen Monaten stark ausgebaut. Das Bildmodell Nano Banana generierte bereits in der ersten Woche 200 Millionen Bilder und brachte Gemini zehn Millionen neue Nutzer:innen. Inzwischen gibt es bereits die nächste Version: Nano Banana 2, ein schnelleres und günstigeres KI-Bildmodell, das stärker in Suche und Ads integriert werden soll. Gleichzeitig gilt Veo 3.1 für viele Beobachter:innen als ein großer Durchbruch für KI-Video. Anthropic setzt stärker auf professionelle Nutzer:innen. Mit Tools wie Cowork, Claude in Chrome, Plug-ins für Excel und PowerPoint sowie vor allem Claude Code richtet sich das Unternehmen an Entwickler:innen und Menschen aus daten- und analyseintensiven Berufen. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Nutzung der wichtigsten KI-Assistants zwischen 2024 und 2026 entwickelt hat.

Diagramm zu Marktanteilen von KI-Assistenten mit ChatGPT, Gemini, Claude, DeepSeek, Perplexity und Grok nach monatlichen Sessions zwischen 2024 und 2026.
Entwicklung der Marktanteile führender KI-Assistants nach Anteil an monatlichen Sessions im Web und auf Mobile zwischen 2024 und 2026 laut Sensor Tower und Similarweb, © a16z

Parallel verändert sich auch das Nutzer:innenverhalten. Rund 20 Prozent der wöchentlichen ChatGPT-Webnutzer:innen verwenden innerhalb derselben Woche auch Gemini. Viele User verwenden mehrere KI-Tools parallel, statt sich nur auf eines zu verlassen. Das spiegelt sich auch in aktuellen Marktanalysen wider. Laut Apptopia sank der Anteil an den täglichen US-Nutzer:innen von ChatGPT von 69,1 Prozent im Januar 2025 auf 45,3 Prozent im Januar 2026. Im gleichen Zeitraum stieg Gemini von 14,7 Prozent auf 25,1 Prozent. Wie dynamisch dieser Wettbewerb geworden ist, zeigte sich zuletzt auch im App Store. Anfang März erreichte Claude erstmals Platz eins im US App Store, nachdem eine Kontroverse um einen Vertrag zwischen OpenAI und dem US-Verteidigungsministerium kurzfristig zu mehr ChatGPT-Deinstallationen geführt hatte. Wenige Tage später kehrte ChatGPT wieder auf Platz eins der US App Store Charts zurück, gefolgt von Claude und Gemini.

Für Plattformen geht es jedoch nicht nur um Nutzer:innenzahlen. Entscheidend ist, wer zur Standardschnittstelle zwischen Menschen und Internet wird. Genau deshalb bauen die Anbieter:innen ihre Plattformökosysteme derzeit so massiv aus.


Claude toppt App Store Charts und ChatGPT vor Boykott
– mitten im Kriegstaumel

schwarzer Mauszeiger, weißes Symbol mit Punkten an Strichen, rosafarbener Hintergrund
© Anthropic via Canva

ChatGPT will das Betriebssystem für deinen Alltag werden

Aktuell bietet ChatGPT derzeit viele Vorteile. Denn OpenAI arbeitet konsequent daran, den KI-Dienst zur Einstiegsschicht für digitale Alltagsaufgaben auszubauen. CEO Sam Altman erklärte bereits, man wolle

KI Milliarden von Menschen zugänglich machen, die sich keine Abonnements leisten können.

Deshalb experimentiert das Unternehmen inzwischen auch mit Werbung und entwickelt eine eigene Identitätsebene unter dem Namen „Sign in with ChatGPT“. Ziel ist es, ChatGPT zum Ausgangspunkt für viele digitale Aktivitäten zu machen. Schon heute können Nutzer:innen dort etwa Einkäufe starten, Reisen planen, Informationen recherchieren oder Fragen rund um Gesundheit klären.

Parallel bauen die Anbieter:innen ihre Ökosysteme rund um die KI-Assistants aus. ChatGPT bot Ende Februar bereits 220 Apps in 13 Kategorien, über die sich verschiedene Dienste direkt in den Assistants integrieren lassen. Auch Anthropic erweitert die Möglichkeiten rund um Claude. Der Dienst bietet rund 160 kuratierte Konnektoren sowie etwa 50 Community MCP Server, über die Claude mit anderen Tools und Datenquellen verbunden werden kann. Die Überschneidung zwischen beiden Plattformen ist allerdings gering. Nur 41 Integrationen gibt es sowohl bei ChatGPT als auch bei Claude. Dabei handelt es sich vor allem um bekannte Produktivitäts-Tools wie Slack, Notion, Gmail, Google Kalender, HubSpot oder Stripe. Abseits dieses gemeinsamen Kerns verfolgen die Plattformen unterschiedliche Strategien. ChatGPT erweitert das eigene Angebot stark um Alltagsanwendungen und integriert inzwischen über 85 Apps für Verbraucher:innentransaktionen wie Reisen, Shopping oder Ernährung. Claude positioniert sich dagegen stärker für professionelle Nutzung und bietet Integrationen zu Tools wie Databricks, Supabase, Snowflake oder wissenschaftlichen Datenbanken wie PubMed und Benchling.

Damit deutet der Report bereits ein mögliches Szenario für den KI-Markt an. Wenn KI-Assistants immer weiter aus ihrem Chatbot-Dasein herauswachsen und zu zentralen Tools für Arbeit und Alltag werden, könnte sich der Wettbewerb anders entwickeln als bei der Web-Suche, die aktuell noch von Google dominiert wird. Statt einer einzigen marktführenden Plattform könnten mehrere große Ökosysteme parallel bestehen – ähnlich wie im Smartphone-Markt, der heute vor allem von Android und iOS geprägt ist.

Der KI-Markt fragmentiert sich weltweit

Neben dem Plattformkampf zeigt der Bericht eine zweite große Entwicklung. Die weltweite Nutzung von KI-Tools fragmentiert sich immer stärker nach Regionen. Während ChatGPT in vielen westlichen Ländern dominiert, setzen andere Regionen stärker auf lokale Modelle und Plattformen.

Diagramm zu Marktanteilen von KI-Chatbots nach Ländern im Januar 2026 mit ChatGPT, Gemini, DeepSeek, Grok, Claude und weiteren Modellen.
Marktanteile führender KI-Chatbots nach Ländern basierend auf Web- und Mobile Traffic im Januar 2026 laut Similarweb und Sensor Tower, © a16z

Westliche Tools wie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity haben ihre größten Märkte in den USA, Indien, Brasilien, Großbritannien und Indonesien. In China spielen sie kaum eine Rolle. Dort dominieren lokale Produkte wie Doubao von ByteDance oder Kimi. Ein Sonderfall ist DeepSeek. Der Web Traffic verteilt sich dort auf China mit 33,5 Prozent, Russland mit 7,1 Prozent und die USA mit 6,6 Prozent. Auch Russland entwickelt inzwischen ein eigenes KI-Ökosystem. Der Yandex Browser mit integriertem Assistant Alice erreicht 71 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen und gehört damit zu den Top Ten der mobilen KI-Produkte weltweit.

Um die KI-Nutzung pro Kopf vergleichbar zu machen, hat a16z einen Index entwickelt, der Website-Besuche und monatlich aktive Mobile-Nutzer:innen (MAU) pro Kopf kombiniert und eine Punktzahl von 0 bis 100 berechnet. Das Ergebnis zeigt ein neues geografisches Bild: Singapur liegt weltweit auf Platz eins, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong und Südkorea. Die USA landen trotz ihrer führenden Rolle bei der Entwicklung vieler KI-Produkte nur auf Platz 20.

Weltkarte zur KI-Nutzung pro Kopf mit einem AI Adoption Index von 0 bis 100, bei dem Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und Südkorea besonders hohe Werte erreichen.
Globale KI-Nutzung pro Kopf basierend auf einem Index aus Web-Besuchen und monatlich aktiven Mobile-Nutzer:innen (MAU) pro Kopf laut Similarweb und Sensor Tower, © a16z

3 Trends, die den KI-Markt außerdem neu formen

Auch bei kreativen KI-Tools verschiebt sich der Markt. Während Bildgeneratoren lange die Kategorie dominierten, rücken inzwischen Video-, Musik- und Sprach-KI stärker in den Fokus. Ein Grund dafür ist, dass große Dienste Bildfunktionen zunehmend direkt in ihre eigenen Modelle integrieren, etwa mit GPT Image in ChatGPT oder neuen Bildmodellen in Gemini. Eigenständige Tools verlieren dadurch teilweise an Reichweite und konzentrieren sich stärker auf spezialisierte Anwendungsfälle sowie kreative Communities.

Ein weiterer Trend sind KI-Agents. Tools wie Manus, Genspark oder OpenClaw Agents erledigen komplexe Aufgaben selbstständig, etwa Recherche, Datenanalyse oder das Erstellen von Präsentationen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt OpenClaw. Das Projekt sammelte innerhalb weniger Wochen 68.000 GitHub Stars und wurde Anfang März zum meistgestarrten Repository auf GitHub. Der Gründer Peter Steinberger wechselte kürzlich zu OpenAI und kommentierte den Hype rund um das Projekt mit den Worten:

The lobster is taking over the world.

Gleichzeitig verschiebt sich auch die Art, wie Menschen KI nutzen. Immer häufiger ist sie direkt in bestehende Software integriert, statt als eigenständige App aufzutreten. Browser, Desktop Tools und Workspace-Anwendungen bauen KI zunehmend in ihre Kernfunktionen ein. Beispiele reichen von KI-Features in Chrome und Office-Programmen bis zu Entwickler:innen-Tools wie Claude Code oder Codex.

Damit verändert sich auch, wo und wie Menschen KI nutzen. Viele verwenden KI heute nicht mehr nur über eigene Apps oder Dienste wie ChatGPT, sondern direkt in Programmen, die sie ohnehin im Alltag nutzen. Dazu gehören zum Beispiel E-Mail-Programme, Meeting Tools, Browser oder Code-Editoren. Das Problem dabei: Diese Nutzung taucht in klassischen Statistiken kaum auf. Rankings wie die Consumer AI Top 100 messen beispielsweise die Website-Besuche oder App-Nutzer:innen. Wenn KI aber direkt in Software integriert ist, etwa in Chrome, Outlook oder Entwickler:innen-Tools, wird sie zwar intensiv genutzt, erscheint in solchen Listen jedoch bisher kaum. Deshalb wird es zunehmend schwieriger, den tatsächlichen Einfluss von KI allein über klassische App oder Website Rankings zu messen.





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