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„Alles ist möglich“: Wie zwei Freunde mit KI in kurzer Zeit ein Liefer-Startup bauen


Vom Eierverkauf zum eigenen Software-Startup: Zwei Gründer zeigen, wie aus einer Schulchallenge ein Agritech-Unternehmen entsteht.

„Alles ist möglich“: Wie zwei Freunde mit KI in kurzer Zeit ein Liefer-Startup bauen

Von der Hühnerwiese ins Startup-Office: Upgrade erfolgreich installiert.
Jonas Nolte und Lenn Hoffmann, Collage: Gründerszene

Alles habe mit einer ungewöhnlichen Challenge in der Schulzeit begonnen, berichten die Gründer Jonas Nolte und Lenn Hoffmann. Sie stellten sich regelmäßig kleine Aufgaben, um sich gegenseitig herauszufordern. 

So sollte Hoffmann aus seiner Komfortzone herausgehen und die Eier aus dem Hühnergarten seiner Nachbarn in der Umgebung verkaufen. Parallel dazu bekam Nolte die Challenge, sich selbst das Programmieren beizubringen. „Er ist alle Eier losgeworden. Und ab dieser Woche kam dann keine Woche mehr, in der wir keine Eier verkauft haben“, sagt Nolte im Interview. Diese Aufgaben wurden später die Grundlage für das erste gemeinsame Unternehmen der beiden Freunde.

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Aus diesem Schulprojekt entwickelte sich nach und nach ein regionaler Lieferservice. Unter dem Namen „Bauer-Lieferant“ begannen die beiden, Lebensmittel von lokalen Bauernhöfen direkt an Kundinnen und Kunden zu liefern. Mit der Zeit erweiterten sie ihr System und entwickelten eine eigene Software zur Organisation von Bestellungen, Routen und Lagerprozessen. 

Heute arbeiten sie zusätzlich an einer Software zur Digitalisierung landwirtschaftlicher Betriebe. Das Ziel ist es, Abläufe zu automatisieren und Landwirten mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit zu verschaffen, sagen sie. 

Der erste Kontakt mit „Vibe Coding“ 

Parallel dazu haben die Gründer begonnen, mit einem neuen Entwicklungsansatz zu arbeiten, der in der Tech-Szene zunehmend diskutiert wird: Die Rede ist von „Vibe Coding“. Damit ist ein Vorgehen gemeint, bei dem Software nicht mehr ausschließlich klassisch Zeile für Zeile programmiert wird, sondern stärker durch Ausprobieren, Feedback und schnelle Anpassungen mit KI-Unterstützung entsteht. 

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Nolte beschreibt, dass er Programmieren ursprünglich ohne diese Möglichkeiten gelernt habe, sondern ausschließlich über YouTube-Tutorials. Der Einstieg sei entsprechend schwierig gewesen. „Ich hatte niemanden, der mir das erklären konnte. Ich hatte wirklich einfach nur YouTube-Tutorials“, sagt er. Auch später sei der Lernprozess sehr zeitintensiv gewesen. „Allein, um mal überhaupt die Entwicklungsumgebung zum Laufen zu bringen, habe ich eine Woche gebraucht.“ Und auch Fehler hätten lange gedauert: „Ich habe teilweise drei Monate gebraucht, um irgendwelche Bugs herauszufinden.“ 

Trotzdem habe er weitergemacht und dabei gelernt, „dass wirklich jeder Bug und jedes Feature lösbar ist, wenn man einfach nur dranbleibt.“ Der Wendepunkt sei später ein Hackathon gewesen. Dort habe er erstmals KI-gestützte Entwicklung genutzt. „Das war mein erster Aha-Moment“, sagt er. „Ich habe die ganze Nacht dann durchgecodet. Und meinen ersten Wow-Vibe-Coding-Effekt gehabt.“ 

Schneller bauen, anders denken 

Durch den Einsatz von KI habe sich vor allem die Geschwindigkeit der Entwicklung verändert. Laut Nolte könnten viele Softwareaufgaben heute deutlich schneller umgesetzt werden als früher: „Man kann gerade unglaublich schnell Software entwickeln.“ Auch die Denkweise habe sich verschoben. Statt einzelne Features stark zu begrenzen, gehe es heute stärker darum, ideale Systeme zu entwerfen und diese schnell zu testen. „Früher musste man genau abwägen, welches Feature wirklich nötig ist. Heute kann man eher überlegen: Wie würde das perfekte System aussehen?“ 

Nolte sagt, er entwickelt zuerst eine Version und zeigt sie anschließend seinem Co-Founder. „Oft ist es auch so, dass ich einfach mal was erstelle und es dann Lenn zeige. Er kritisiert es dann auch oft und wir bauen es so lange um, bis es passt.“ Auch Nutzerfeedback spielt laut dem Gründer eine zentrale Rolle: „Wir versuchen jedes Feedback, was wir kriegen können, mitzunehmen.“ 

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Für die Entwicklung nutzten die Gründer mehrere KI-Tools, darunter “Claude Code, Superpowers, Antigravity, CMUX und Wispr Flow.” Beim Arbeiten mit KI sei strukturiertes Prompting wichtig. Sie nutzten dafür Frameworks wie GSD oder Superpowers, um klar strukturierte Aufgaben zu formulieren. Grundsätzlich gelte jedoch, dass ein Problem selbst erst verstanden wird, bevor es automatisiert werde. KI werde vor allem für die Generierung von Claude Code eingesetzt. 

Grenzen von Vibe Coding 

Eine der größten Herausforderungen sieht Nolte aktuell im Testprozess. KI könne Software erstellen, aber sie ist noch nicht gut genug darin, komplexe Systeme vollständig zu testen und abzusichern. Dadurch bestehe das Risiko, dass Fehler unbemerkt ins Gesamtsystem gelangen. 

„Alles ist möglich heutzutage“  

Für Nolte hat sich durch Vibe Coding vor allem eines verändert, und zwar die Einschätzung dessen, was machbar ist. „Alles ist möglich heutzutage“, sagt er.  Sein Rat ist entsprechend pragmatisch: „Ich würde wirklich jedem empfehlen, das einfach mal auszuprobieren und eine eigene Webseite zu bauen. Wenn man sich zwei Stunden hinsetzt und eine Schnapsidee umsetzt, bekommt man ein richtig gutes Gefühl dafür, was alles machbar ist.“ 





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Chef schickt für 14.000 Euro seine Führungskräfte ins Bootcamp


Kein Handy, kein Slack, kein Laptop: Dieser CEO nimmt sein Führungsteam für einen Tag komplett aus dem Büro-Alltag – für ein Bootcamp. Was andere Unternehmer daraus lernen können.

Chef schickt für 14.000 Euro seine Führungskräfte ins Bootcamp

Mawave-Gründer Jason Modemann schreibt bei Gründerszene über seinen Alltag als Unternehmer.
Mawave / Logo: Gründerszene

Für Jason Modemann, Gründer und CEO von Mawave, ist Führung nichts, was nebenbei im Daily Business passiert. Warum er dafür regelmäßig Raum und Ressourcen zur Weiterentwicklung schafft – und was andere Gründer daraus lernen können.

Wir veranstalten viermal im Jahr ein internes People Manager Bootcamp. Dafür nehmen wir alle Führungskräfte einen ganzen Tag komplett aus dem Tagesgeschäft raus. Und zwar wirklich komplett: Kein Slack, keine Handys, kein Laptop – volle Konzentration auf die Themen vor Ort.

Leadership-Bootcamp für einen Tag

Der Grund ist relativ simpel: Führung passiert im Alltag meistens reaktiv. Man springt von Termin zu Termin, löst Probleme, trifft Entscheidungen. Aber die wenigsten nehmen sich bewusst Zeit, um an Leadership und dem Unternehmen zu arbeiten.

Genau dafür sind die Bootcamps da. Für Anreise, Hotel, Location, Verpflegung und natürlich die Zeit selbst investieren wir pro Session rund 14.000 Euro. Klingt erstmal viel – vor allem für einen Tag, an dem operativ nichts passiert. Für uns ist es allerdings eine der sinnvollsten Investitionen in unser Team, die wir machen.

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Ziele: Business und Persönlichkeit weiter entwickeln

Inhaltlich arbeiten wir während der Bootcamps an zwei Dingen gleichzeitig: am Business und an der persönlichen Weiterentwicklung der Führungskräfte in ihrer Rolle, und wie sie ihre Teams entwickeln können.

Auf der Business-Seite geht es viel um Alignment: Wo stehen wir strategisch? Wo arbeiten Teams unterschiedlich? Wo verlieren wir Effizienz, weil Prozesse nicht sauber ineinandergreifen? Wir schauen uns wirklich ganz konkret an, wo es hakt, lösen Knoten zwischen Teams und definieren, wie wir besser zusammenarbeiten können. Gleichzeitig geht es um die Zukunft: Wo wollen wir uns als Agentur hinentwickeln? In welchen Bereichen wollen wir vorangehen? Jede Führungskraft arbeitet dabei auch an einem eigenen Innovation-Track.

Mindestens genauso wichtig ist die persönliche Ebene. Wir erarbeiten gemeinsam Fragen wie: Wann bin ich im Flow? Was motiviert mich und was blockiert mich? Wo stehe ich mir vielleicht selbst im Weg? Denn wir haben gemerkt, dass sich diese soften Themen nicht von Business-Themen trennen lassen. Wie jemand führt, hat extrem viel damit zu tun, wie er oder sie selbst tickt.

Meine Tipps für die Personalentwicklung

Solche Formate funktionieren allerdings nur, wenn man sie richtig aufsetzt. Diese Dinge beachten wir bei der Planung und Durchführung dieser Termine:

1. Kein Elfenbeinturm

Ein großer Fehler ist, Personalentwicklung losgelöst vom Alltag zu denken. Theoretische Frameworks, Modelle, Studien – alles schön und gut. Aber wenn sie nichts mit den echten Themen im Unternehmen zu tun haben, bringt es nichts. Die besten Sessions entstehen meiner Meinung nach immer dann, wenn es konkret wird und wenn echte Herausforderungen auf dem Tisch liegen und gemeinsam daran gearbeitet wird.

2. Interaktion

Im Tagesgeschäft arbeitet man oft in Silos. Jeder optimiert seinen eigenen Bereich. Im Bootcamp brechen wir diese bewusst auf. Denn wenn man Menschen aus unterschiedlichen Teams zusammenbringt, entsteht fast automatisch ein Perspektivwechsel. Jeder schaut mit einer anderen Brille auf das gleiche Problem, Dinge werden hinterfragt, Zusammenhänge werden klarer – und oft entstehen Lösungen, auf die man alleine nie gekommen wäre. Ganz nebenbei stärkt das dann auch die Zusammenarbeit im Alltag: Man versteht besser, wie andere Teams denken und arbeiten.

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3. Offenheit

Als Geschäftsführer muss man den Raum dafür aktiv öffnen, dass auch unangenehme Themen angesprochen werden können. Bei uns passiert das im „Ask me Anything“ am Ende eines jeden Bootcamps. Dort kommen die Themen hoch, die sonst unter der Oberfläche bleiben und vor sich hin brodeln würden. Darüber zu sprechen, löst Konflikte, schon bevor sie entstehen.

4. Umsetzung

Nach so einem Tag gehen meist alle raus mit neuer Energie, Inspiration und dem Gefühl, wirklich etwas bewegt zu haben. Die eigentliche Herausforderung kommt danach. Denn oft scheitert es an der Umsetzung im Alltag. Deshalb achten wir darauf, aus jedem Bootcamp konkrete Schritte abzuleiten: Wer macht was bis wann? Zusätzlich bauen wir bewusst Mechaniken ein, damit nichts im Daily Doing untergeht. Zum Beispiel durch feste Check-ins oder sogenannte Accountability-Partner, die sich regelmäßig über Fortschritte austauschen.

Am Ende geht es natürlich nicht darum, wie viele Workshops man macht oder wie viel Budget man investiert. Aber für mich ist wichtig, Leadership-Themen ernst zu nehmen. Und das bedeutet, bewusst Raum dafür zu schaffen.

Jason Modemann ist Gründer und Geschäftsführer von der Social Media Agentur Mawave Marketing. Mit 27 Jahren führt er rund 150 Mitarbeiter. Zu Mawaves Kunden zählen unter anderem Red Bull, Nike und Lidl. Zudem ist er Autor des Buches „Always hungry, never greedy.“

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Um erfolgreich zu sein, musst du nichts Besonderes sein


Die Mannheimer Dachzelt-Firma Naturbummler startete als klassisches Moonlight-Startup. Inzwischen arbeiten 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das gebootstrappte Unternehmen. Im laufenden Jahr peilt das Team einen achtstelligen Umsatz an.

„Um erfolgreich zu sein, musst du nichts Besonderes sein“

Bei Naturbummler aus Mannheim, 2021 von Christian Sulzer und Lukas Rehse gegründet, dreht sich alles um Dachzelte. „Chris und ich sind als 2-Mann-Armee gestartet, und haben, neben unseren Hauptjobs, nachts und an Wochenende an Naturbummler gearbeitet“, blickt Gründer Rehse zurück.

Inzwischen arbeiten 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das gebootstrappte Unternehmen. In laufenden Jahr peilt das Team einen achtstelligen Umsatz an.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Naturbummler-Macher einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Startup.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Naturbummler erklären? 
Ich verkaufe Dachzelte, kann man sich wie eine überdimensionierte Dachbox vorstellen in die eine Matratze passt, im Internet. Und mittlerweile auch über den Handel. Unsere Kunden kaufen gerne bei uns ein, weil sie unsere Designs, die gut ausgedachten Features und das faire Preis-Leistungsverhältnis sehr schätzen. 

War dies von Anfang an Euer Konzept? 
Dachzelte zu produzieren und zu vertrieben war von Anfang an unser Geschäftsmodell. Natürlich haben wir Marketing und Vertrieb nach fünf Jahren deutlich verfeinert und vervielfältigt. Außerdem bieten wir mittlerweile eine richtige Camping-Welt an, nicht nur Dachzelte. 

Wie hat sich Naturbummler seit der Gründung entwickelt? 
Chris und ich sind 2021 gestartet als 2-Mann-Armee, und haben, neben unseren Hauptjobs, nachts und an Wochenende an Naturbummler gearbeitet. Mittlerweile sind wir 14 FTEs und planen 2026 mit einem achtstelligen Umsatz. Am Anfang unserer Gründung haben wir nur ein Dachzeltmodell auf dem Markt gehabt. Mittlerweile bieten wir sechs Dachzelt-Modelle an und können alle individuellen Kundenbedürfnisse abdecken. Egal ob Singles oder Familien.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch? 
Wie haben letztes Jahr zum ersten Mal ein Community-Event auf einem Campingplatz mit über 100 Kunden veranstaltet. Zu sehen wie die Produkte ankommen und wie viele Abenteuer in unseren Dachzelten bereits erlebt wurden, hat mich wirklich glücklich gemacht. Außerdem ist der persönliche Austausch wirklich Gold wert. Außerdem haben wir kürzlich eine Kooperation mit der Stuttgarter Hilfsorganisation „STELP“ ins Leben gerufen, was uns sehr stolz macht. 

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Wir haben ein saisonales Geschäft, das macht die Cashflow und Bestandsplanung etwas schwieriger. Es kam schon vor, dass wir aufgrund einer zu optimistischen Bestandsplanung mit viel zu viel Ware aus dem Jahr gelaufen sind und nicht mehr so recht wussten, wie wir offene Lieferantenrechnungen begleichen können. Da mussten wir dann auch mal an unsere privaten Depots ran. Zum Glück haben wir aus diesen Fehlern gelernt. 

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht? 
Ich glaube, man merkt einfach, dass uns unsere Produkte, Community und Kunden wirklich am Herzen liegen und wir verdammt gerne „Naturbummler“ sind. Diese Leidenschaft zeigt sich überall. Egal ob Produkt, Marketing oder auf  Events. Wir haben den geilsten Job der Welt und freuen uns jeden Sonntag auf den Montag. 

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg? 
Um erfolgreich zu sein, musst du nichts Besonderes sein. Du musst nur das machen, was die meisten nicht hinbekommen: jeden Tag dranbleiben, hartnäckig sein und dir den Arsch aufreißen.

Wo steht Naturbummler in einem Jahr? 
In einem Jahr sind wir hoffentlich um 40% gewachsen, haben unser Produktportfolio mit großartigen Produkten erweitert und haben die Internationalisierung in einem EU-Land außerhalb der DACH-Region vorangetrieben. 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Naturbummler



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Tanera Skin bei DHDL: Williams steigt ein, Maschmeyer bietet Job


Tanera Skin bei DHDL: Isabelle Stortz pitcht Pflege gegen Reibeisenhaut. Judith Williams investiert 200.000 Euro für 40 Prozent.

Tanera Skin bei DHDL: Williams steigt ein, Maschmeyer bietet Job

Isabelle Stortz pitcht Tanera Skin, den möglichen Endgegner für Reibeisenhaut.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Mit Tanera Skin kommt Gründerin Isabelle Stortz (28) in „Die Höhle der Löwen“ und bietet 15 Prozent ihres Unternehmens für 200.000 Euro. Sie spricht ein Thema an, das viele betrifft, aber selten offen diskutiert wird: Die Rede ist von Reibeisenhaut, medizinisch auch Keratosis Pilaris genannt. Die Hauterkrankung betrifft Schätzungen zufolge 30 bis 40 Prozent der Menschen. „Reibeisenhaut haben Millionen Menschen und trotzdem gibt es kaum Produkte, die wirklich darauf zugeschnitten sind“, sagt Stortz. Genau hier setzt sie mit ihrer Marke an: eine Hautpflegelinie speziell für Betroffene.

Zum Zeitpunkt des Pitches gibt es zwar noch keine Cremes, aber dennoch ein erstes Produkt: einen Peelinghandschuh aus biologisch abbaubarer Viskose, der abgestorbene Hautschüppchen mechanisch lösen soll. Ergänzende Pflegeprodukte sind laut Gründerin geplant. Der Handschuh soll für 19,95 Euro verkauft werden, die Produktionskosten liegen bei unter einem Euro.

Test im Studio und erste Zweifel

Judith Williams greift direkt selbst zu und testet das Produkt im Studio. Auch die anderen Löwen schauen genau hin, während Stortz ihr Konzept erklärt. Die Gründerin hat zuvor unter anderem in Startups, im Private Equity und im Sales gearbeitet und bringt laut eigener Aussage vor allem Social-Media-Reichweite mit, inklusive viraler Videos.

Judith Williams testet Tanera Skin direkt im Studio.

Judith Williams testet Tanera Skin direkt im Studio.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Stortz habe nach eigener Aussage 47.000 Euro Umsatz in den vergangenen Monaten gemacht, zeitweise aber auch Lieferengpässe gehabt.

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Ralf Dümmel steigt früh als Erster aus: „Mit dem Verkaufspreis wirst du gegen eine Wand laufen. Da bin ich raus.“ Auch Frank Thelen sieht Probleme bei der Bewertung. Für ihn kommt ein Investment ebenfalls nicht infrage. Dagmar Wöhrl zweifelt am Marktpotenzial. „Ich glaube nicht, dass dein Kundenkreis groß genug ist. Ich bin raus.“

Maschmeyer steigt aus – bietet aber Job an

Carsten Maschmeyer entscheidet sich ebenfalls gegen ein Investment, sieht aber Potenzial in der Gründerin selbst. „Du bist eine starke Persönlichkeit. Wenn das nicht klappt, würde ich dich gerne einstellen im Sales oder Marketing“, sagt er. Als Investor sei er jedoch raus.

Williams macht Deal-Angebot

Am Ende bleibt nur noch Williams im Spiel. Sie sieht die hohe Bewertung ebenfalls kritisch, macht aber ein konkretes Angebot: „Ich gebe dir die 200.000 Euro, aber ich brauche dafür 40 Prozent.“ Die Gründerin nimmt das Angebot an. Damit kommt der Deal in der Sendung zustande – und auch danach.

Auf Nachfrage von Gründerszene bestätigt Stortz: „Der Deal ist genau so zustande gekommen, wie in der Sendung gezeigt.“

Judith Williams macht das Angebot: 200.000 Euro, 40 Prozent.

Judith Williams macht das Angebot: 200.000 Euro, 40 Prozent.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Onlineshop bereits aktiv

Die Produkte von Tanera Skin sind inzwischen im eigenen Onlineshop erhältlich. Der Peelinghandschuh kostet mittlerweile 9,95 Euro, wird aber auch in verschiedenen Sets angeboten – von 35 Euro bis zu 240 Euro. Ergänzende Skincare-Produkte, wie beispielsweise der Deep Peel Cleanser oder der Fluid Erfinder werden ebenfalls verkauft. Das Sortiment soll künftig noch erweitert werden.

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