Künstliche Intelligenz
Amazon investiert eine Milliarde US-Dollar in Weiterbildungsprogramm
Amazon hat am heutigen Donnerstag bekannt gegeben, eine Milliarde US-Dollar in sein Weiterbildungsprogramm „Career Choice“ zu investieren. Das Geld kommt aus dem im Oktober 2025 vorgestellten „Future Ready 2030 Fund“, der insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar umfasst und den Zugang zu Bildung und Qualifizierung erweitert. So sollen mindestens 50 Millionen Menschen auf die Zukunft der Arbeit vorbereitet werden.
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Das „Career Choice“-Programm steht Angestellten in den USA und in 13 weiteren Ländern – darunter auch Deutschland – offen und richtet sich international an alle Festangestellten in den Einstiegs-Karrierestufen 1 bis 3, die seit mindestens einem Jahr bei Amazon beschäftigt sind. In den USA gibt es das zusätzlich auch für Level 4 und höher, diese Erweiterung gilt aber erstmal nur dort.
Amazon kommt nach eigenen Angaben bei Career Choice für 100 Prozent der Studiengebühren im Voraus auf und erstattet genehmigte Bücher und Gebühren bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 4500 Euro. Laut Amazon haben 2012 weltweit über 300.000 Mitarbeiter an dem Programm teilgenommen, nun sollen noch einmal 500.000 Angestellte hinzukommen.
Weiterentwicklung von Career Choice
Das Programm soll in allen 14 Ländern, in denen es angeboten wird, weiterentwickelt werden, um den Schwerpunkt auf Bereiche mit hohem Beschäftigungswachstum zu legen: Cybersicherheit, Softwareentwicklung, Logistik, erneuerbare Energien und Mechatronik. Laut Amazon sind die Kurse so konzipiert, dass sie Flexibilität bei unterschiedlichen Arbeitszeiten bieten.
Amazon betonte bei der Bekanntgabe, dass man auch über Career Choice hinaus weiterhin die Weiterbildung der bestehenden Mitarbeiter fördere – etwa durch Initiativen wie „AWS Skill Builder“. In dessen Rahmen können Mitarbeiter AWS-Zertifizierungen in Bereichen wie Maschinelles Lernen und KI erwerben. Die sogenannte „Machine Learning University“ (MLU) schule Mitarbeiter zudem darin, KI-Lösungen für die spezifischen geschäftlichen Herausforderungen von Amazon zu entwickeln. Das Unternehmen übernimmt nach eigenen Angaben für jeden Mitarbeiter die Kosten für eine AWS-Prüfung im Bereich KI oder Maschinelles Lernen pro Jahr.
(nij)
Künstliche Intelligenz
NASA beendet Maven-Mission offiziell | heise online
Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) hat die Mission der Marssonde Maven für beendet erklärt. Der Kontakt zu der Sonde brach vor einem halben Jahr ab und konnte nicht wiederhergestellt werden.
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In einer knapp 40 Minuten langen Online-Konferenz gab die NASA das Ende der Mission bekannt. Die Sonde, deren Abkürzung für Mars Atmosphere and Volatile Evolution, hat die obere Atmosphäre des Mars erforscht. Daneben diente sie Relais für die Kommunikation mit den Marsrovern.
Den letzten Kontakt mit der Sonde habe es am 6. Dezember 2025 gegeben, erzählte Maven-Projektmanager Mike Moreau. Danach sei die Sonde hinter dem Mars verschwunden. Als sie etwa eine halbe Stunde später wieder hervorgekommen sei, sei kein Kontakt mehr möglich gewesen.
Kontaktversuche waren erfolglos
Das NASA-Team versuchte auf verschiedene Arten, wieder Kontakte mit Maven aufzunehmen. „Leider waren alle diese Versuche, die Kommunikation wiederherzustellen, erfolglos“, sagte Moreau. Es gelang lediglich einige Stunden später, einige Telemetriedaten zu empfangen. Daraus ließ sich rekonstruieren, dass die Sonde in Trudeln geraten war. Sie drehte sich demnach 2,7 Mal in der Minute. Normalerweise ist die Position einer Sonde stabil.
Die Folge sei gewesen, dass die Solarpaneele nicht mehr auf die Sonne ausgerichtet gewesen seien und die Sonde ihre Akkus nicht mehr habe laden können. Diese hätten sich „über einen Zeitraum von mehreren Stunden entladen“, was dazu geführt haben, „dass das Kommunikationssystem schließlich keinen Strom mehr hatte und das Raumfahrzeug in einen nicht mehr wiederherstellbaren Zustand geriet.“
Die NASA ist noch dabei, die Fehlerursache zu ermitteln. Moreau wollte sich dazu aber nicht äußern. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich in einigen Monaten vorliegen.
Sechs Missionsverlängerungen
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Maven startete im November 2013 und erreichte im September 2014 den Mars. Die Primärmission war auf ein Jahr angesetzt. 2025 war die Sonde laut Moreau in der sechsten Verlängerung ihrer Mission.
Die Aufgabe von Maven war die Erforschung der Marsatmosphäre. Das Hauptziel der Mission habe darin bestanden, herauszufinden, weshalb die Atmosphäre verschwunden ist, sagte Shannon Curry, wissenschaftliche Leiterin der Mission. Die Marsatmosphäre, die früher so dicht war wie die Erdatmosphäre, ist heute nur noch sehr dünn.
Mithilfe von Maven fanden die Forscher heraus, dass der Sonnenwind und die Strahlung der Sonne der Grund für den Großteil des Verlusts waren. „Wir haben heute ein besseres Verständnis des atmosphärischen Entweichens auf dem Mars als auf jedem anderen Planeten, einschließlich der Erde“, resümierte Curry.
Neben ihrer wissenschaftlichen Mission war Maven ein wichtiges Relais für die Kommunikation mit den Rovern auf der Marsoberfläche, aber nicht das einzige. Es stehen noch vier weitere Relaisstationen zur Verfügung – Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter der NASA sowie die europäischen Sonden Mars Express und Trace Gas Orbiter.
Seit dem Ausfall komme es allerdings „gelegentlich zu leichten Verzögerungen“, weil jetzt weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um die wissenschaftlichen Daten zu übertragen, sagte Tiffany Morgan, Leiterin des Mars-Erkundungsprogramms der NASA. Im Betrieb der Rover habe es kleine Änderungen gegeben, ergänzte NASA-Manager Greg Heckler. „Aber wir erwarten kein wissenschaftliches Defizit.“
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Fotofilter im Check: Was Polfilter & Co. besser können als Photoshop
Polfilter, Graufilter, Verlaufsfilter – das Zubehör eines Landschaftsfotografen kann schnell mehrere Hundert Euro kosten und das Rucksackgewicht spürbar erhöhen. Gleichzeitig bieten Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom, Photoshop und die Nik Collection digitale Werkzeuge, die viele Filtereffekte am Bildschirm nachahmen können. Die Frage, ob physische Glasfilter in der digitalen Fotografie noch eine Berechtigung haben oder durch Software ersetzbar sind, gehört zu den Dauerdebatten unter Landschaftsfotografen – und die Antwort fällt je nach Filtertyp sehr unterschiedlich aus.
In diesem Beitrag nehme ich sechs gängige Filtertypen systematisch unter die Lupe: UV-, Pol-, Grau-, Verlaufs-, Diffusions- und Lichtverschmutzungsfilter. Ich erkläre die Funktionsweise jedes Filters, prüfe den praktischen Nutzen und zeige konkret, wie sich der Effekt in Lightroom, Photoshop oder der Nik Collection nachbilden lässt – jeweils mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Grundlage sind 20 Jahre Erfahrung in der professionellen Landschaftsfotografie.
Dabei zeigt sich: Manche Filter leisten physikalisch Dinge, die keine Software nachbilden kann, bei anderen hat die digitale Alternative das Glas in Flexibilität und Präzision längst überholt. Und bei einigen Filtertypen liefert die Praxis ein Ergebnis, das überraschen dürfte – auch erfahrene Fotografen. Der Vergleich mündet in konkrete Empfehlungen, was ins Gepäck gehört und was man sich künftig sparen kann.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fotofilter im Check: Was Polfilter & Co. besser können als Photoshop“.
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Künstliche Intelligenz
Meta-KI: Dokumenten-Upload bald direkt vom iPhone
Meta AI steckt zwar mittlerweile in fast jedem Meta-Produkt von Facebook über Messenger bis hin zu WhatsApp, soll aber im Vergleich zu ChatGPT von OpenAI oder Claude von Anthropic deutlich geringere Nutzungszahlen aufweisen. Nun versucht Meta, iPhone-Besitzer zu einem stärkeren Einsatz des eigenen KI-Systems zu bringen. Dazu gibt es jetzt bei ersten Usern die Möglichkeit, Dokumente zur weiteren Verarbeitung durch Meta AI direkt hochzuladen. Das ging derzeit nur mit Fotos, die man wahlweise auch direkt aufnehmen konnte.
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„Hochladen“ bekommt einen neuen Knopf
Laut dem WhatsApp-Beta-Tracker WABetaInfo begann der Rollout in der vergangenen Woche mit der Betaversion von WhatsApp 26.20.10.72, die mittlerweile durch die Produktionsversion 26.21.74 abgelöst wurde. Bei Nutzern, die die Funktion bereits erhalten haben, kommt der Meta-AI-Bildschirm mit der neuen Upload-Funktion für Dokumente. Das KI-System kann dann ein Dokument, beispielsweise ein PDF oder eine Excel-Tabelle, direkt analysieren und beispielsweise zusammenfassen. Zuvor musste man Inhalte schlicht durch Kopieren und Einfügen an Meta AI übermitteln – oder versuchen, dies über Screenshots zu lösen.
Meta will die Funktion nicht nur unter iOS anbieten, sondern auch unter Android. Dort soll es ebenfalls einen Betatest geben. Eine direkte Verarbeitung von Dokumenten, etwa in Form von Veränderungen an PDFs oder Tabellen, ist derzeit offenbar nicht vorgesehen. Es ist damit zu rechnen, dass die Funktionalität in den kommenden Wochen an alle Nutzer ausgerollt wird.
Aggressive Vermarktung von Meta AI
Meta ist bekannt dafür, seine KI-Funktionen in seinen Apps prominent zu platzieren – oft so, dass man sie nicht vollständig abschalten kann. So ist es etwa möglich, Meta AI in einen Gruppenchat zu holen, was aufgrund der Tatsache, dass mit diesen Daten trainiert werden könnte, vielen Usern unangenehm ist.
Für Facebook selbst gibt es mit Vibes seit längerem einen Videogenerator, der ähnlich wie die von OpenAI eingestellte Sora-App arbeitet. Kritiker werfen Meta vor, dass das Unternehmen damit zur (noch) größeren Verbreitung von AI Slop beiträgt. Massenhaft werden solche Videos auch zur Bewerbung von Produkten verwendet, die in Wahrheit ganz anders aussehen.
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(bsc)
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