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+++ Amboss +++ Soonicorn +++ Constructor Capital +++ Heimkapital +++ Haller Capital +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Live im STARTUPLAND: Ulrich Schmidt & Lasse Diener (Aufinity Group) +++ Auf den Weg zum Unicorn: Amboss +++ Constructor Capital schließt ersten Fonds (110 Millionen) +++ Haller Capital geht an den Start +++ Heimkapital verkündet schwarze Zahlen +++

+++ Amboss +++ Soonicorn +++ Constructor Capital +++ Heimkapital +++ Haller Capital +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 4. Februar).

#STARTUPLAND

+++ sevdesk +++ backtrace capital +++ Langdock +++ Oska +++ raisin +++

STARTUPLAND – one day, unlimited opportunities.

+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

Live im STARTUPLAND: Ulrich Schmidt und Lasse Diener (Aufinity Group, bezahl.de)

+++ Die Kölner FinTech Aufinity Group, 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet, kümmert sich um die „Digitalisierung und Automatisierung der Zahlungsabwicklung im Automotive-Bereich“. Die Private-Equity-Gesellschaft BlackFin Capital Partners, PayPal Ventures und Seaya Ventures investierten zuletzt 23 Millionen Euro in die Aufinity Group, die hierzulande als bezahl.de unterwegs ist. Insgesamt sammelte das Unternehmen bislang rund 62 Millionen ein. Ihr Thema im STARTUPLAND: So sorgen Rückschläge für neuen Antrieb.

#STARTUPTICKER

Soonicorn: Amboss
+++ Soonicorn: Zu den deutschen Startups, die bald zum Unicorn aufsteigen könnten (Bewertung: 1 Milliarde), gehört insbesondere Amboss. Das Berliner EdTech, 2012 gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren bereits 300 Millionen Euro ein. Zuletzt investierten Kirkbi, das Family-Office von Kjeld Kirk Kristiansen (Enkel des Lego-Gründers), der Londoner Vermögensverwalter M&G Investments und der Londoner Investor Lightrock sowie Altinvestoren 240 Millionen Euro in das Unternehmen, das Medizinwissen samt klinischer Entscheidungshilfen vermittelt. Allein in Deutschland wird Amboss von über 100.000 Ärztinnen und Ärzten genutzt. Das profitable Unternehmen erwirtschaftete 2023 rund 48 Millionen Umsatz. Mehr über Amboss

Constructor Capital
+++ Und wieder ein neuer Topf voll Geld! Der Schweizer Early Stage-Investor Constructor Capital schließt seinen ersten Fonds (110 Millionen US-Dollar). Das Team rund um Serg Bell, Matthias Winter, Marie Lepske, Alex Fine, Laurent Dedenis und Oleg Melnikov investiert weltweit in Themen wie DeepTech, EdTech und Software. „The fund will seek to lead and co-lead investments ranging between $1 million and $10 million tickets at Seed and Series A, with select investments reaching up to $15 million and a dedicated allocation for follow-on investments“, teilt der Geldgeber mit. Zuletzt investierte Constructor Capital in das Wiener Startup Vitrealab (photonische integrierte Schaltkreise für Augmented-Reality-Displays). In Deutschland gehört das Quantencomputing-Startup Qruise zum Portfolio. Mehr über Constructor Capital

Heimkapital 
+++ Zahlencheck! Das Münchner Startup Heimkapital wirtschaftet erstmals profitabel. „Mit mehr als 250 erfolgreich abgeschlossenen Immobilien-Transaktionen und einem Transaktionsvolumen von rund 60 Millionen Euro konnte das Münchner Unternehmen sein operatives Geschäft 2025 weiter ausbauen. Bei einem vorläufigen Gruppenumsatz von über 19 Millionen Euro erzielte Heimkapital eine Nettogewinnmarge von 4,5 %“, teilt das Unternehmen mit. Das PropTech, 2019 von Dimitrij Miller, Julia Schabert und Benedikt Wenninger gegründet, kümmert sich insbesondere um den Teilverkauf von Immobilien. Nach eigenen Angaben verwaltet das Team derzeit mehr als 1.400 Immobilien (AuM = 700 Millionen Euro). Zu den Investoren des Unternehmens gehören die Vereinigte Volksbank eG, Amavi Capital, Ilavska Vuillermoz Capital, yabeo Capital und das Family Office Unger. yabeo hielt zuletzt 23 % an Heimkapital. Mehr über Heimkapital

Haller Capital
+++ Kapital mit viel Geschichte! Das familiengeführte Industrieunternehmen Haller Group (1882 gegründet) legt mit Haller Capital eine „Finanzierungs- und Investmentplattform mit Fokus auf Green-Tech, nachhaltige Mobilität und Infrastruktur“ auf. Haller Capital richtet sich dabei „gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen, Kommunen sowie Flottenbetreiber“. Ein Schwerpunkt soll dabei das Modell Fleet Transformation as a Service (FTaaS) bilden. Zum Start legt der GreenTech-Investor einen so genannten Green Bond (2,5 Millionen Euro) auf. Weitere Finanzierungsprodukte sollen folgen. Mehr über Haller Capital

smartvillage
+++ Das Münchner Startup smartvillage, 2018 von Lukas Koppitz und Gerd Krohn gegründet, bietet Räume für Workshops, Konferenzen oder Teamevents an. Derzeit beschäftigt das profitable Unternehmen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr über smartvillage

Startup-Radar
+++ Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: MimoSense, Mercura, rebe, Agentic Systems und addressable value. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Cannabis-Startup Enua erhält 25 Millionen +++ Additive Drives streicht zweistellige Millionensumme ein +++ Lanes & Planes bekommt zweistellige Millionensumme +++ enclaive sammelt 4,1 Millionen ein. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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Ich habe im Mikrowellen-Restaurant gegessen – das Ergebnis war überraschend


Ein Startup aus dem Hause Dr. Oetker setzt auf gesunde Tiefkühlgerichte für „Highperformer“. Eigentlich vertreibt Juit über E-Commerce – doch jetzt hat es in Berlin-Mitte auch einen Pop-up-Store eröffnet.

Ich habe im Mikrowellen-Restaurant gegessen – das Ergebnis war überraschend

Mit einem Pop-Up-Store in Berlin will Juit der Laufkundschaft seine Gerichte näher bringen. Besonders unter Vielbeschäftigten findet das Konzept offenbar Anklang.
Marc Sarembe

Berlin-Mitte, Zimmerstraße 69. Der Boden glänzt so makellos wie die Glasfassaden der umliegenden Bürokomplexe. Der Pop-up-Store von Juit wirkt weniger wie ein Restaurant, als wie eine schick designte Tankstelle für den menschlichen Motor. Die knallbunten Farben der Fertiggerichte schreien gegen die klinische Sterilität der Einrichtung an. Grauer Boden, blau-graue Bestuhlung, glänzende Schränke. Hier ist alles auf Effizienz getrimmt. Keine Kellner, die nach dem Befinden fragen, kein langes Studium der Speisekarte.

Nur ein riesiges, metallenes Tiefkühlregal. Ich fühle mich in die TK-Abteilung meines Stamm-Supermarktes versetzt, als eine freundliche Mitarbeiterin den Moment unterbricht. „Warst du schon mal hier?“ „Nein“.

Marc Sarembe

Das Gericht, das ich mir aussuche, ist vergriffen. Sie empfiehlt stattdessen „Peanut-Chicken“. Ich hole das „Peanut-Chicken“. Karte ans Lesegerät, kurzes Piepen, fertig. Bezahlt wird natürlich bargeldlos.

Essen auf die Nahrungsaufnahme reduzieren

Juits Slogan „Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu essen“ zielt direkt auf eine Generation, die zwischen Selbstoptimierung und Zeitmangel feststeckt. Es ist der nächste logische Schritt nach HelloFresh. Doch während die Kochboxen das Einkaufen ersetzen, scheiterten viele Nutzer am Ende doch an der Realität: an der verschrumpelten Bio-Zucchini im Gemüsefach und dem Abwasch nach dem „schnellen“ 30-Minuten-Rezept. Juit verspricht HelloFresh ohne Reue. Wer am Abend keine Lust auf das Schlachtfeld in der Küche hat, muss hier nicht mal zum Messer greifen.

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Kochboxen verkaufen ein Versprechen: Du kochst selbst, du lernst was, du machst und sparst dir den Gang zum Supermarkt. Aber Juit verkauft Erlösung. Keine Tüte, kein Rezept. Ohne schlechtes Gewissen, Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Ein Blick auf die Rückseite der Verpackung verrät, die Nährwerte passen zum Konzept: 1,6 Gramm Zucker und 7,1 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm beim „Chicken-Curry“. Ich schiebe die Schale in die Mikrowelle – und circa acht Minuten später ist das Abendessen kein Plan mehr, sondern ein Ergebnis.

TK für Gutverdiener

Hinter dem hippen Berliner Auftritt steckt geballte westfälische Wirtschaftskraft. 2019 gründeten Serdar Mansour Azar und Ingmar Knudsen „Juit“, allerdings nicht im Hinterhof, sondern unter dem Dach von Dr. Oetker. Es ist das „Direct-to-Consumer“-Labor des Bielefelder Riesen, der Versuch, das schmuddelige Image der Tiefkühlpizza gegen gesunde, schockgefrostete High-Tech-Mahlzeiten zu tauschen. Mit Juit setzt Dr. Oetker am Zeitgeist an. Der digitale Vertrieb ermöglicht eine direkte Kundenbindung, ohne dass der Umweg über stationäre Supermarktketten nötig ist. Juit ist der Versuch, technologische Innovation, Datenanalyse und neue Vertriebswege zu vereinen. Dabei ist Juit vor allem ein Zahlenspiel. Die kleinste Box mit sechs Gerichten kostet 56,94 Euro, das sind 9,49 Euro pro Mahlzeit. Wer sich für den Monatsvorrat von 30 Mahlzeiten entscheidet, drückt den Preis auf 7,89 Euro. Trotzdem ist das vergleichsweise teuer.

Marc Sarembe

In Berlin geht Juit einen Schritt weiter und startet seinen ersten Pop-up-Store. Ziel ist es, die Produkte sichtbar zu machen und außerhalb des klassischen E-Commerce zu werben. Kundinnen und Kunden können die Gerichte vor Ort probieren oder zum Lunch vorbeikommen. Geht das Konzept auf, sei auch die Eröffnung weiterer Geschäfte vorstellbar.

Hauptsache schnell

Marc Sarembe

Acht Minuten und 30 Sekunden. So lange dauert die Zubereitung in der Mikrowelle. Es ist eine seltsame Zeitspanne des Stillstands in Berlin-Mitte. „Wer kommt zu euch zum Mittagessen?“, frage ich den Inhaber Serdar, dessen Kollege mich einige Tage zuvor auf der Straße angesprochen hatte. Seine Antwort passt zur Umgebung: „Highperformer“. Ich begebe mich auf die Suche nach „Highperformern“ und schaue mich um. Hinter mir sitzt ein Mann zusammen mit einer Frau am Tisch. Sie reden im Business-Slang über Social Media und Strategien. Kurz nach dem Lunch sind sie schnell wieder aus dem Geschäft, die Zeit drängt. Dann betritt ein weiterer Kunde den Store, Dresscode Business Casual, er wird per Du begrüßt. „Bei uns auf der Arbeit ist das gerade voll das Ding“, erzählt er der Mitarbeiterin und holt seinen Lunch ab. Schnell bezahlen und schon ist er verschwunden. Immer wieder bleiben Passanten vor dem Schaufenster stehen und starren ins Innere. Das Konzept scheint zu polarisieren. Das auffällige Design bewegt die Umgebung, die sonst eher trist erscheint.

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Viel Biss, wenig Bums

Acht Minuten 30. Ein „Pling“ beendet das Warten. Besonders appetitlich sieht das Peanut-Chicken auf den ersten Blick nicht aus. Nach dem Abziehen der Folie begegnet mir ein leichter, angenehmer Erdnuss-Geruch. Der erste Bissen überrascht: Das Gemüse ist knackig und schmeckt frisch. Es ist erstaunlich, welche Wirkung das Schockfrosten hat. Die Sauce hat eine angenehme Schärfe. Das Fleisch ist zart und saftig, wenn auch geschmacklich etwas fade. Es fehlt mir an Koch-Basics; die Röstaromen einer Pfanne schmecke ich nicht heraus. Doch im Zusammenspiel mit dem Reis wird die Sache stimmig. Die Portion ist ordentlich: Selbst als bekennender Vielfraß fühle ich mich nach dem Mittagessen gesättigt, auch wenn ich nach einer harten Sporteinheit wohl die teurere XL-Variante wählen müsste.

Regional, antibiotikafrei, gesund – Juit wirft mit den richtigen Schlagworten um sich, um das schlechte Gewissen der Tiefkühl-Käufer zu beruhigen. Doch am Ende bleibt die Frage: Ist das noch Essen oder schlicht Treibstoff? Am Abend finde ich es heraus. Zu Hause hübsch auf dem Porzellan-Teller angerichtet kippt das Gefühl, was ich zuvor im Laden hatte. Es fühlt sich für mich jetzt nicht mehr wie eine reine Nährstoffaufnahme an, sondern vielmehr wird es plötzlich ein Abendessen. Nicht weil es mehr Liebe hätte, sondern weil das Setting stimmt und ich die industrielle Kälte des Stores vergesse. Mit einem Mal funktioniert Juit für mich doch: als Vorrat für stressige Tage, zwei, drei Packungen im Tiefkühlfach, wenn Training und Termine den Abend auffressen.

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Tim Stracke startete seine Gründerkarriere 1999 – und gründete später den Online-Uhrenmarktplatz Chrono24, der dann zum Unicorn aufstieg.
Tim Stracke, Collage: Gründerszene

In unserer Reihe zeigen Gründerinnen und Gründer, wann sie sich ihr erstes Gehalt ausgezahlt haben, wie hoch es war – und warum sie genau diesen Zeitpunkt gewählt haben. Hier erzählt: Tim Stracke, Unicorn-Gründer des Online-Uhrenmarktplatzes Chrono24. Heute sitzt Stracke im Board des Unternehmens und ist weiterhin Gesellschafter.





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