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UX/UI & Webdesign

Aral – alles super, alles flat – Design Tagebuch


Vor 20 Jahren wurde bei Aral, bis 2002 eine zur Veba Oel AG gehörende Marke, im Zuge der Umstellung auf einen neuen Markenauftritt ein mit Farbverläufen und Licht- und Glanzeffekten ausgestattetes Logo eingeführt. Nach zwei Jahrzehnten verabschiedet sich die Marke von Pseudo-Dreidimensionalität und Pseudo-Materialität – obschon die damit einhergehende Ästhetik seit geraumer Zeit eine Renaissance feiert.

Im Hinblick auf die aktuellen Designsprachen von Microsoft (Fluent Design), Google (Material Design) und Apple (Liquid Glass) kann man leicht den Eindruck gewinnen, puristisches Design habe ausgedient. In den Designabteilungen einflussreicher Tech-Konzerne wird seit einiger Zeit offenbar nach dem Motto „flat is dead“ verfahren. Zumindest lässt sich im Kontext UI/UX ein Trend hin zu einer üppigeren, (wieder) verspielten Bildsprache und detailreichen Oberflächengestaltung beobachten, siehe dt-Beitrag The Return of Glossy Look.

Pseudo-Dreidimensionalität, Glossy-Look und skeuomorphe Designelemente prägten Anfang der 2000er-Jahre das Internet und die digitalen Medien. Das dreidimensionale Aussehen von Bedienelementen und Schaltflächen half uns dabei das damals noch neue Medium zu entdecken. Zudem entsprach die Ästhetik dem damaligen Zeitgeschmack. Da sich …

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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UX/UI & Webdesign

Aller guten Dinge sind drei – TypeMates veröffentlicht Gregory Text › PAGE online


Bodenständig und herzlich, markant im Detail, mit charmanten Eigenheiten und pragmatisch im Ganzen: Die Buchschrift Gregory Text ist ein toller Buddy, nicht nur für Lesetexte.

Aller guten Dinge sind drei – TypeMates veröffentlicht Gregory Text › PAGE online

Verbunden im Herzen, aber unabhängig im Detail. Die Schriftfamilie Gregory vereint Fonts, die sich im Ausdruck ähneln, in ihrer Gestaltung aber unabhängig sind. Gregory Poster, Gregory Grotesk und die jetzt erschienene Gregory Text verbinden eine warme Ausstrahlung mit Lebendigkeit und setzen auf Individualität und Eigenwilligkeit.

Mit moderatem Strichkontrast und ungewöhnlichen Formen interpretiert Gregory Text die Ästhetik historischer Slab-Serifs aus dem Bleisatz neu und passt sie an heutige Proportionen an. Das Ergebnis ist eine zeitgenössische Schrift, die warme Akzente, handgemachte Details und auffällige Ink-Traps einer nüchternen Geometrie vorzieht.

Klobige, minimal gekehlte Serifen und eckig-ovale Punzen betonen ihren liebenswürdigen Charakter. Filigrane, leichte Schriftgewichte gleichen das robuste Genre der Familie aus.

Damit ihre Formen im Micro-Text klar erkennbar sind, nutzt Gregory Text die M-Formula von US-Designer W. A. Dwiggins mit betonten Kanten, verstärkten Details und überzeichneten Binnenformen. 

M steht für Marionette und ist ein von W.A. Dwiggins entwickeltes Designprinzip, bei dem Schriftzeichen durch bewusste eckige Brüche in Kurven so gestaltet werden, dass sie in kleinen Größen aus der Ferne weich und rund erscheinen. Die M-Formula optimiert die Lesbarkeit, indem sie Illusionen von Rundungen erzeugt.

Daraus ergibt sich die besondere Optik und ausgezeichnete Lesbarkeit der Gregory Text. Für kleine Schriftgrößen entwickelt, entfaltet sie ihre Wirkung auch in großen Größen, in denen ihre kräftigen Details wirksam hervor stechen.

Die passende Kursive ist geprägt von beherzt kantig geschwungenen Formen, die ein lebendiges Schriftbild erzeugen. Gregorys solide Konstruktion, ihre großzügige x-Höhe und markanten Kursiven kreieren eine funktionale Schrift mit einladendem Charakter – eine gute Wahl sowohl für seriöse, als auch für informelle Typografie. Anders ausgedrückt: Egal was man schreibt, Gregory verleiht den Worten Charme.

Designt hat Gregory Text TypeMates-Gründer Jakob Runge, die kyrillische Variante stammt von Seryozha Rasskazov, die griechische von George Triantafyllakos. Sie liegt in sieben Strichstärken von Thin bis xBold vor, zwei Variable Fonts sind ebenfalls erhältlich.

Insgesamt unterstützt Gregory Text mehr als 270 Sprachen, einschließlich Vietnamesisch. Sie ist sorgfältig produziert und mit einer Reihe von OpenType-Features für anspruchsvolle Typografie ausgestattet – einschließlich einer Auswahl an Ziffernsätzen, zurückhaltend rhythmischen Mediävalziffern, sprachspezifischen Varianten und feinen Symbolen und Emojis.

Einzelschnitte kosten etwa 50 Euro, die ganze Familie mit 14 Schnitten rund 380 Euro. Lizensieren kann man sie über TypeMates.

           

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Elisabeth Moch › PAGE online


PAGE gefällt …: Illustrationen von Elisabeth Moch aus Berlin, die von ihren Kontrasten leben, von starken Strichen und von lyrischem Aquarell, ob das Stadtansichten sind oder es Sandra Hüller in MiuMiu ist – und das für The New York Times, die ZEIT oder The Weekender.

Elisabeth Moch › PAGE onlineBild: PAULINA HILDESHEIM

Name Elisabeth Moch

Location Berlin

Web elisabethmoch.com
Instagram @elisabethmoch und @liveforever_garden

Start  Seit meinem Kommunikationsdesign-Diplom 2007 an der FH Düsseldorf habe ich als Illustratorin gearbeitet: zunächst in Stockholm und New York, und seit 2009 in Berlin, wo ich Wurzeln geschlagen habe.
MySpace war meine erste Netzwerkplattform und Musikmagazine meine ersten Kunden, für die ich Porträts von Celebrities und Musikern illustriert habe.

Stil Meine Bildsprache in der Illustration lebt von Gegensätzen: Ich mag es elegant, aber rough. Abstrakt, aber detailgenau. Verträumt, aber realistisch. Schnell, aber meditativ. Popkultur, aber Tiefgang. Solche Kontraste im Aquarell unter einen Hut zu bekommen – wenn ich das schaffe, ist es für mich das perfekte Bild.

Lieblingsmotive Ein immer wiederkehrendes Motiv in meiner freien Arbeit sind Female Vocalists wie Madonna, Céline Dion, Stevie Nicks, Whitney Houston. Ihre Songzitate und ihre Präsenz auf der Bühne begleiten mich, seit ich denken kann.
Außerdem male ich immer wieder Landschaften: der endlose Horizont Brandenburgs, Momentaufnahmen von Berliner Alltagsorten oder klassisch-schöne Motive von Reisen nach Italien – natürlich immer mit einer Prise Brüchigkeit und Melancholie.

Technik Ich arbeite mit analogen Techniken wie Aquarell, Bleistift, Tusche. Ein besonderes Faible habe ich für einfache, preiswerte Pinseln, Papiere und Schulfarbmalkästen, die niedrigschwellig zugänglich sind. Ich liebe die kleinen Unfälle und Überraschungen beim analogen Arbeiten. Dennoch: Meine Zeichnungen bearbeite ich nach dem Scannen in Photoshop – ein guilty pleasure, das ich gerne ablegen würde! Aber dafür bin ich dann doch zu perfektionistisch veranlagt.

Inspiration Es gibt Social Media-Momente wie zuletzt die Bad Bunny Halftime-Show oder Videos von Sandra Hüller, wie sie für MiuMiu auf dem Runway läuft, die mich inspirieren sofort zum Pinsel zu greifen.
Oder auch im Real Life kollektiv Erlebtes wie der Sonnenuntergang an der Admiralbrücke, der eines Abends im Lockdown 2020 ganz Kreuzberg zu Tränen gerührt hat. Ich habe bei solchen Erlebnissen immer den starken Drang, es sofort als Bild festzuhalten. Für mich selbst und alle Menschen um mich herum.

Kunden New York Times, DIE ZEIT, Playboy, Wallpaper, Universal Music, Vitra, Forbes Japan

Agent:in Soothing Shade, Berlin

Filmplakat mit einer abstrakt in Aquarell gemalten Rückenansicht einer Person in leuchtenden Rot-, Gelb- und Rosatönen vor dunklem Hintergrund. Der Titel „Touch“ ist in weit gesetzten weißen Buchstaben über das Bild verteilt.Bild: Elisabeth Moch Zwei Exemplare des Romans „Unser Ole“ von Katja Lange-Müller liegen nebeneinander auf blauem Untergrund. Das Cover zeigt eine atmosphärische Aquarelllandschaft mit einem Haus in der Dämmerung; Titel und Autorinnenname sind klar typografisch gesetzt.Bild: Elisabeth Moch Magazincover mit dem Titel »The World of Interiors« in schwarzer Serifenschrift. Darunter eine expressiv gemalte Innenraumszene in warmen Rot-, Orange- und Gelbtönen mit Bett, Nachttischen und großem Wandbild.Bild: Elisabeth Moch Aquarellillustration einer stehenden Frau mit kurzem rötlichem Haar. Sie trägt einen blauen Arbeitskittel vor einem leuchtend orangefarbenen Hintergrund, die Hände in die Taschen gesteckt.Bild: Elisabeth Moch Abstrakte Aquarelllandschaft mit breiten, weich verlaufenden Farbflächen in Grün-, Blau- und Rosatönen. Die Horizontlinie ist nur angedeutet, das Papier zeigt sichtbare Wasser- und Pigmentverläufe.Bild: Elisabeth Moch

 

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So werden die Schweizer Banknoten aussehen! › PAGE online


Sechs Finalist:innen standen am Ende des Wettbewerbs für die neuen Schweizer Banknoten zur Auswahl und jetzt hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Gewinner bekannt gegeben.

Am Ende ist es doch ein eher zurückhaltender Entwurf geworden, den die Schweizerische Nationalbank (SNB) zum Gewinner krönte: Das Designstudio Emphase GmbH aus Lausanne ist für die Gestaltung der zukünftigen Schweizer Banknoten zuständig.

Auf das Wettbewerbsthema »Die Schweiz und ihre Höhenlagen« antworteten die Kreativen mit einem Entwurf, der von Flora und Fauna der Schweiz erzählt, von Landschaften und Architektur – und das in gedämpften Farben.

Der von der Emphase GmbH eingereichte Entwurf J »erzielte im mehrstufigen Gestaltungswettbewerb das beste Gesamtresultat«. Sowohl bei der Abstimmung der Bevölkerung und auch bei dem externen Beirat zu dem unter anderem Andrea Dreier vom SGV Schweizer Grafiker:innen Verband und Gordon Nemitz von thjnk Zürich gehörten, rangierte die Arbeit auf einem der drei ersten Plätze.

Somit hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) jetzt das Designstudio mit der grafischen Entwicklung der neuen Banknotenserie beauftragt.

Zurückhaltend statt leuchtend

»Seit den Anfängen von Emphase vor über 16 Jahren ist dieses Projekt ein großer Traum von uns«, heißt es von Fabienne Kilchör und Sébastien Fasel, die das Projekt des Designstudios geleitet haben. Sie seien stolz, seien sich gleichzeitig auch der Verantwortung bewusst, die diese Aufgabe mit sich brächte.

Zur Gestaltung selbst erklärten sie, dass sie Verbindungen zwischen den verschiedenen Kulturen der Schweiz knüpfe. Mit einer Brücke, die von der 10er- zur 20er-Note führt oder einem Zug, der von einer Banknote zur anderen fährt.

Vor 2030 ist nicht mit einer Ausgabe der neuen Banknoten zu rechnen und dabei kann sich die endgültige Gestaltung auch von dem Gewinnerentwurf absetzen.

Und man würde es sich fast wünschen. Denn schaut man sich die anderen Finalist:innen an, hätte es auch die Möglichkeit einer moderneren und gewagteren Gestaltung gegeben.

Zu den sechs Finalist:innen gehören schließlich gehörten neben Emphase GmbH das Studio Marcus Kraft aus Zürich, Maxitype Sàre, das Grafikdesign-Duo Custer Waller Sagl aus Lausanne und London, die Norr Design AG aus Zug und die Skala Design GmbH aus Zürich.

Hier sind noch einmal alles sechs Entwürfe, die in der letzten Wettbewerbsphase zur Auswahl standen:

 

Konzept B: Norr Design AG / Thema: Lage, Licht und Leben
Konzept G: Skala Design GmbH / Thema: Tradition und Innovation
Konzept H: Studio Marcus Kraft / Thema: Steine und Landschaft
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Konzept J: Emphase GmbH / Thema: Pflanzen und Tiere
Konzept K: Custer Waller Sagl / Thema: Demut und Solidarität
Konzept L: Maxitype Sàrl / Thema: Ökosystem Schweiz

Die insgesamt 12 Entwürfe, die zu Beginn des Wettbewerbs zur Auswahl standen, sind von heute an und noch bis zum 15. März 2026  im Forum der Schweizerischen Nationalbank (SNB an der Fraumünsterstr. 8, Zürich) zu sehen.

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