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Assassin’s Creed Black Flag Resynced im Technik-Test (PC)


Morgen, am 9. Juli erscheint mit Assassin’s Creed Black Flag Resynced die Neuauflage des 13 Jahre alten Serien-Klassikers für PC, Xbox und PlayStation. Sobald das Spiel auf Steam, im Ubisoft Store und im Epics Games Store verfügbar ist, startet der Community-Benchmark. Erste Tests und Analysen gibt es aber schon heute.

Die Technik im Überblick

Die große Überraschung“ lautete vor 13 Jahren der Titel des Tests von Assassin’s Creed 4: Black Flag auf ComputerBase, und das war nicht nur, aber überwiegend im positiven Sinne gemeint. Und Spieler sahen das ähnlich: Bis heute gilt der 4. Teil als einer der beliebtesten und auch erfolgreichsten der Serie.

13 Jahre später hat Ubisoft den Teil der Serie generalüberholt. Der neue Teil ist mehr als nur ein Remake, das mit aktueller Technik glänzt: Er wurde auch um neue Gameplay-Mechaniken und Missionen ergänzt – sozusagen ein „Remake+“. Weitere Details zum Inhalt gab es schon in der Vergangenheit auf ComputerBase:

  • Assassin’s Creed Black Flag Resynced: Piraten-Abenteuer setzt im Juli mit neuer Grafik die Segel

In diesem Artikel soll es um die Technik der PC-Version gehen, die ab dem 9. Juli für 59,99 Euro auf Steam, im Ubisoft Store und im Epic Games Store zur Verfügung steht. Etwas unter 60 GB wiegt der Download.

ComputerBase lag für den Test vorab die Ubisoft-Connect-Variante vor, der Day-1-Patch war bereits eingespielt.

Hinweis: Urlaubsbedingt fällt der Test nicht so umfangreich aus wie üblich, er vermittelt aber dennoch einen ersten Eindruck zur Technik und deren Leistungsfähigkeit auf Systemen vom High-End-Gaming-PC bis zum Gaming-Handheld.

Diese Technik bietet die Neuauflage

Ubisoft hat das Spiel auf die aktuelle Version der eigenen Anvil-Engine portiert, die vor etwas über einem Jahr in Assassin’s Creed Shadows (Test) optisch zu begeistern wusste. Und auch Black Flag Resynced kann sich absolut sehen lassen.

Das nachfolgende Video zeigt den integrierten Benchmark in Ultra HD bei maximalen Details (Preset Extrem Hoch, Raytracing Erweitert, DLSS Qualität (DLSS 3!, siehe unten)):

Die nachfolgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick über das Technik-Gerüst der PC-Version von Black Flag Resynced:

Die technischen Merkmale

Einstellungen und Presets

Um die Grafikqualität und deren Anforderungen an die eigene Hardware anpassen zu können, bietet Black Flag Resynced das auch von Shadows bekannte, sehr umfangreiche Optionsmenü.

Auf dem Reiter „Anzeige“ können die Auflösung, VSync, aber auch ein optionales FPS-Limit sowie Upscaling und Frame Generation konfiguriert werden. Auch lässt sich einstellen, wie stark nachgeschärft werden soll.

Die Grafikoptionen im Reiter „Anzeige“

Auf dem Reiter „Skalierbarkeit“ finden sich die Raytracing- sowie alle weiteren Grafik-Qualitätseinstellungen, die sich einzeln oder aber über 10 (!) Presets anpassen lassen:

  • Extrem Hoch
  • Sehr Hoch
  • Hoch
  • Mittel
  • Niedrig
  • Sehr Niedrig
  • Extrem Niedrig
  • Handheld Hoch
  • Handheld Medium (sic!)
  • Handheld Niedrig

Die Grafikoptionen im Reiter „Skalierbarkeit“

Upscaling-Anomalien

Die Version, die ComputerBase vorab zum Testen erhalten hat, soll seit vergangener Woche bereits den Day-1-Patch enthalten haben (Version 1.0.2), der die Leistung verbessert und viele Fehler behoben hat. Nicht behoben hat er allerdings ein Problem beim Upscaling mit Nvidia DLSS:

  1. Nvidia DLSS nutzt in Version 1.0.2 in den Stufen DLAA Native, Qualität und Balanced das Preset E, das heißt DLSS 3 statt DLSS 4. Kann das stimmen? Wohl eher nicht, denn bei DLSS Performance wird wiederum Preset M verwendet – also DLSS 4.5. Allem Anschein nach liegt in den höheren Presets noch ein Fehler vor, der DLSS 3 statt DLSS 4 zum Einsatz kommen lässt.
    DLSS Performance nutzt Preset M, also DLSS 4.5, aber DLSS „Native“, Quality und Balanced nutzen nur Preset E, also DLSS 3

Beim Upscaling mittels XeSS liegt kein echtes Problem vor, aber es ist wohl nicht das, was Intel gerne hätte. XeSS 2 bietet im Menü analog zu DLSS und FSR die Stufen „Natives AA“, „Qualität“, „Ausgeglichen“ und „Leistung“ an. Eigentlich sollte die Skala aber bei „Ultra Qualität“ beginnen, das seit XeSS 1.3 „Qualität“ bei DLSS und FSR entspricht.

Die Probe aufs Exempel zeigt dann auch: Hinter XeSS „Qualität“ steckt „Ultra Qualität“, denn die Leistung liegt auf demselben Niveau wie mit FSR Qualität. Ubisoft hat die XeSS-Stufen im Spiel also so benannt, als hätte es den Wechsel in der Bezeichnung bei Intel mit XeSS 1.3 nicht gegeben.

Hinter „XeSS Qualität“ steckt „XeSS Ultra Qualität“, deshalb bietet es dieselbe Leistung wie FSR Qualität – so sollte es sein, auch wenn es nicht Intels Nomenklatur seit XeSS 1.3 entspricht

Hardware-Raytracing

Assassin’s Creed Black Flag Resynced bietet optional Hardware-Raytracing, zur Wahl stehen „Aus“, „Standard“ und „Erweitert“:

  • Aus: Hardware-Raytracing inaktiv
  • Standard: Raytracing Global Illumination (RTGI, globale Beleuchtung via RT)
  • Erweitert: RTGI + Raytracing-Reflexionen

Wie hochwertig die Effekte, sofern aktiviert, ausfallen, bestimmt wiederum das globale Preset („Allgemeine Voreinstellung“), das auch alle anderen Grafikeinstellungen betrifft (siehe oben).

Auch in Bezug auf Raytracing gibt es noch eine „Anomalie“ zu vermelden: Auf allen getesteten Systemen konnte Raytracing „Erweitert“ aktiviert werden, nur auf dem MSI Claw 8 EX AI+ mit Intel Arc G3 Extreme (Test) war bei Standard Schluss – die Reflexionen blieben dem Gaming-Handheld verwehrt.

Allem Anschein nach erkennt das Spiel die brandneue Plattform falsch, denn leistungstechnisch gibt es dafür keinen Grund, zumal der langsamere AMD Ryzen AI Z2 Extreme im ROG Xbox Ally X die Reflexionen nutzen darf.

Eindrücke zur Grafikqualität

Maximale Qualität + RT vs. Sehr niedrige Qualität

Das nachfolgende Video zeigt die Grafik in UHD (DLSS Quality) einmal mit maximalen Einstellungen und einmal mit sehr niedrigen Einstellungen im integrierten Benchmark des Spiels im direkten Vergleich:

Maximale Qualität + RT vs. Maximale Qualität

Das nachfolgende Video vergleicht die Grafikqualität in Ultra HD (DLSS Quality) mit dem Preset „Extrem Hoch“ einmal mit vollständigem Raytracing und einmal ohne:

Benchmarks

Die nachfolgenden Benchmarks wurden in Vorbereitung auf den Community-Benchmark zu Assassin’s Creed Black Flag Resynced, der zum Launch des Titels am 9. Juli starten wird, erstellt. Es kam ein Testsystem mit aktuellem Windows 11 25H2 und den jeweils aktuellsten Treibern zum Einsatz.

Als CPU wurden der Ryzen 7 9850X3D als aktuelles Gaming-Flaggschiff und der Ryzen 5 7500F als weniger potente, wenn auch alles andere als langsame Alternative genutzt. Es kamen Grafikkarten von Nvidia, AMD und Intel zum Einsatz.

Darüber hinaus kamen die beiden aktuellen Top-Gaming-Handhelds MSI Claw 8 EX AI+ mit Intel Arc G3 Extreme und Xbox ROG Ally X mit AMD Ryzen AI Z2 Extreme zum Einsatz.

Die folgenden Einstellungen wurden in den Auflösungen UHD, WQHD und Full HD genutzt:

  • maximale Details: Allgemeine Voreinstellung „Extrem Hoch“ + Raytracing-Modus „Erweitert“
  • niedrige Details: Allgemeine Voreinstellung „Sehr Niedrig“ + Raytracing-Modus „Aus“

Maximale Details stellt das Maximum dar, niedrige Details noch nicht das Minimum: Das Preset „Extrem niedrig“ rangiert noch unter „Sehr niedrig“.

GPU-Benchmarks in UHD

Mit maximalen Details und unter Einsatz von DLSS Quality (aktuell noch DLSS 3, siehe oben) kratzt die GeForce RTX 5090 in UHD an der 100-FPS-Marke. Die GeForce RTX 5070 Ti liegt bei 64 FPS, 2 FPS vor der Radeon RX 9070 XT.

Werden die Details deutlich reduziert (Preset „Sehr Niedrig“ statt „Extrem hoch“, RT aus), legen die FPS fast durch die Bank weg um circa 80 Prozent zu – werden also annähernd verdoppelt. Nur der RTX 5090 gelingt das nicht, sie steigt von 99 auf 161 FPS. An einem CPU-Limit kann das nicht liegen, denn wie die nachfolgenden Benchmarks zeigen, sind bei geringerer Auflösung auch über 200 FPS möglich – die CPU kann also mehr als 161 FPS liefern.

UHD

    • GeForce RTX 5090

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070 Ti

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9070 XT

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9060 XT 16 GB

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc B580

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5090

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070 Ti

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9070 XT

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9060 XT 16 GB

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc B580

      9850X3D, DDR5-6000

Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

GPU-Benchmarks in WQHD

Beim Wechsel auf WQHD fällt auf, dass das Feld zusammenrückt. Das liegt vorrangig daran, dass die Nvidia-Grafikkarten relativ gesehen verlieren, denn zwischen Radeon RX und Intel Arc bleiben die Abstände sehr ähnlich. Die Radeon RX 9070 XT kann sich jetzt wiederum vor die GeForce RTX 5070 Ti setzen.

WQHD

    • GeForce RTX 5090

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9070 XT

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070 Ti

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9060 XT 16 GB

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc B580

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5090

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9070 XT

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070 Ti

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9060 XT 16 GB

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc B580

      9850X3D, DDR5-6000

Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

GPU-Benchmarks in FHD

In Full HD verstärkt sich das Bild: Radeon und Arc verhalten sich wie gewohnt, aber die GeForce-Karten lassen weiter Federn. Die RX 9070 XT legt von WQHD zu FHD bei maximalen Details um 20 Prozent zu, bei der GeForce RTX 5090 sind es lediglich 8 Prozent, bei der GeForce RTX 5070 Ti sind es 11 Prozent. Die Radeon schiebt sich im Ergebnis sowohl mit maximalen, als auch insbesondere mit minimalen Details vor die GeForce.

Full HD

    • GeForce RTX 5090

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9070 XT

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070 Ti

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9060 XT 16 GB

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc B580

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc G3 Extreme

      MSI Claw 8 EX AI+, 35 W

    • AMD Ryzen AI Z2 Extreme

      Xbox ROG Ally X 25 W

    • GeForce RTX 5090

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9070 XT

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070 Ti

      9850X3D, DDR5-6000

    • GeForce RTX 5070

      9850X3D, DDR5-6000

    • Radeon RX 9060 XT 16 GB

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc B580

      9850X3D, DDR5-6000

    • Intel Arc G3 Extreme

      MSI Claw 8 EX AI+, 35 W

    • AMD Ryzen AI Z2 Extreme

      Xbox ROG Ally X 25 W

Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

In Full HD sind auch die beiden Gaming-Handhelds in den Benchmarks vertreten: Das aktuelle Topmodell MSI Claw 8 EX AI+ mit Intel Arc G3 Extreme erreicht mit maximalen Details mit FSR Quality 27 FPS, das Bild ruckelt stark. Mit sehr niedrigen Details ohne RT sind wiederum flüssige 56 FPS drin. Die Benchmarks wurden bei maximal erlaubten 35 Watt TDP im Akkubetrieb gemessen.

Für den Ryzen AI Z2 Extreme geht es knapper zu, mit 43 FPS mit sehr niedrigen Details ohne Raytracing lässt sich der Titel aber ebenfalls spielen.

CPU-Benchmarks

Für die bisherigen Benchmarks wurde mit dem Ryzen 7 9850X3D (Test) das aktuelle Ryzen-Gaming-Topmodell genutzt. Wie sieht es beim Wechsel auf einen deutlich langsameren Ryzen 5 7500F aus?

Es zeigt sich: Das Spiel benötigt beim Einsatz hoher Details und Raytracing ein gewisses Maß an CPU-Leistung, solange durch niedrige Auflösungen und/oder den Einsatz extrem aggressiver Upscaling-Modi bei hoher Qualität aber keine Jagd auf deutlich über 144 FPS (Hertz) gemacht wird, sollte die CPU aber in der Regel nicht der limitierende Faktor sein.

Erstes Fazit

Assassin’s Creed Black Flag Resynced ist ein sehr schönes „Remake+“, die aktuelle Anvil-Engine liefert ab. Dank vielfältiger Upscaling- und mannigfaltiger Grafik-Optionen inklusive gleich 10 Presets lässt sich das Spiel zudem sehr gut an die Leistungsfähigkeit des eigenen Rechners anpassen. Und es muss beileibe nicht das höchste Preset sein, damit Black Flag Resynced auch optisch Spaß macht.

Sofern die Version mit „Day-1-Patch“ („Day-1-Titel-Update“, Version 1.0.2), die ComputerBase vorab zur Verfügung stand, wirklich dem Stand entspricht, den PC-Spieler am 9. Juli nutzen können, trüben aktuell allerdings noch (kleinere) technische Probleme das Gesamtbild. Der größte Fauxpas ist sicherlich, dass DLSS Performance zwar Preset K (DLSS 4.5) nutzt, alle anderen DLSS-Modi hingegen nur Preset E (DLSS 3).

Nervig, aber nicht den Spielspaß trübend sind die vielen Schreibfehler im Menü. Im Spiel selbst könnte es wiederum noch vereinzelt dazu kommen, dass statt deutscher französische Untertitel zu sehen sind. Und die Erkennung „kompatibler“ Treiber gilt es auch noch zu verbessern.

Nervig: Ob GeForce, Radeon oder Arc, trotz aktuellstem Treiber beschwert sich das Spiel über eine zu alte Version
Nervig: Ob GeForce, Radeon oder Arc, trotz aktuellstem Treiber beschwert sich das Spiel über eine zu alte Version

Davon abgesehen machen die ersten Schritte in Black Flag Resynced definitiv Lust auf mehr! Wie das Spiel auf euren Systemen läuft, wollen wir ab Freigabe des Spiels am 9. Juli zusammen mit euch noch detaillierter herausfinden. Der nächste ComputerBase Community-Benchmark steht an.

ComputerBase hat Assassin’s Creed Black Flag Resynced von Publisher Ubisoft zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Samsung SSD 990 im Test


Mit der SSD 990 erweitert Samsung sein Portfolio um ein sparsames Mainstream-Modell mit PCIe 4.0. Versprochen wird viel Leistung und eine hohe Effizienz zu einem „erschwinglichen“ Preis. Im Test muss sich der Neuling mit den Schwestermodellen 990 Evo und 990 Evo Plus sowie anderen PCIe-4.0-SSDs messen.

Die Samsung SSD 990 im Überblick

Auch wenn erst heute offiziell die Hüllen fallen, ist die neue Samsung 990 SSD für regelmäßige ComputerBase-Leser keine Überraschung mehr. Daran war Samsung selbst schuld, denn zwischenzeitlich gingen Produktseiten online, die wiederum zu ersten Einträgen im Handel führten.

Jetzt stellt Samsung das neue Modell der 990-Familie vor, das sich ganz ohne weiteres Namenskürzel neben 990 Evo (Test), 990 Evo Plus (Test) und 990 Pro (Test) einreiht.

Auf ein Hybrid-Interface mit PCIe 4.0 und PCIe 5.0 wie bei 990 Evo und 990 Evo Plus verzichtet Samsung diesmal und setzt ganz auf PCIe 4.0 x4. Der Durchsatz liegt deutlich höher als bei der 990 Evo, sodass sequenziell maximal 7.250 MB/s beim Lesen und 6.450 MB/s beim Schreiben im Datenblatt stehen. Damit rückt sie der 990 Evo Plus sehr nahe, ist dieser aber längst nicht ebenbürtig, wie die folgenden Abschnitte klären.

Samsung bewirbt den Leistungssprung gegenüber der 990 Evo sowie die angeblich hohe Energieeffizienz der neuen 990 SSD. Der Einsatz von „Advanced NAND Technology“ soll die Leistungsaufnahme gegenüber früheren Modellen um 38 Prozent verringern. An anderer Stelle ist aber von einer Steigerung der Effizienz um jene 38 Prozent die Rede und hier steht in einer Fußnote, dass mit der Samsung 990 Pro verglichen wird, die aber auch bei der Performance in einer anderen Liga spielt.

Mit der 990 SSD will Samsung den „Sweet Spot“ erreichen: Die SSD soll „schneller als herkömmliche SSDs“ und „kühler als extreme SSDs“ sein. Der Preis soll wiederum dem Mainstream-Sektor angemessen ausfallen.

Eckdaten des Testmusters

Das von Samsung bereitgestellte Testmuster mit 2 TB Speicherkapazität liegt im gewohnten M.2-2280-Format vor. Die Platine ist einseitig bestückt. Unter dem Aufkleber auf der Vorderseite sitzen lediglich der Controller und ein NAND-Baustein; einen DRAM-Cache gibt es nicht. Die Rückseite trägt keine Komponenten, doch genau hier ist die Kühlfunktion zu finden: Erneut kommt ein Aufkleber mit integrierter Kupferfolie zum Einsatz. Dieser ist aber so kurz, dass er den Controller gar nicht erreicht. Effektiv hilft der Sticker also nur bei der Kühlung des NAND-Flash. Das war aber auch schon bei der 990 Evo der Fall.

Samsung SSD 990 im Test

Beim Controller vertraut Samsung wieder auf den hauseigenen 4-Kanal-Chip „Piccolo“, der auch auf 990 Evo und 990 Evo Plus zu finden ist. Das CPU-Package ist nicht vernickelt wie bei der 990 Evo Plus.

Zum eingesetzten NAND-Flash macht Samsung bisher keine näheren Angaben. Vieles weist darauf hin, dass es sich um QLC-NAND handelt, doch fehlte dafür bis zur Vollendung dieses Testartikels noch eine offizielle Bestätigung. Da es in der V8-Generation keine QLC-Variante gab und der V9 QLC wegen Problemen ausgesetzt wurde, wäre der Einsatz von V7 QLC mit 176 Layern eine Möglichkeit. Andererseits spricht Samsung in der Pressemitteilung von der „neuesten V-NAND-Technologie“. Das würde wiederum für den V-NAND der 9. Generation sprechen, den es nur noch als TLC-Version gibt.

Garantie und TBW im Vergleich

Bei NVMe-SSDs sind 5 Jahre Garantie üblich und das bietet Samsung in der 990-Familie auch bei den Modellen Evo und Evo Plus. Die neue Samsung 990 ohne Suffix muss hingegen mit 3 Jahren Garantie auskommen. Die Garantie erlischt vorzeitig, wenn vor Ablauf ein bestimmtes Schreibvolumen überschritten wird, die Total Bytes Written (TBW). Diese liegen mit 400 TB für das 1-TB-Modell und 800 TB für das 2-TB-Modell ebenfalls unter den Werten der Schwestermodelle.

TBW-Vergleich einiger NVMe-SSDs

Preise und Eckdaten

Ab dem heutigen 14. Juli geht die Samsung 990 SSD in den Verkauf. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt beim 1-TB-Modell bei 262,99 Euro und beim 2-TB-Modell bei 514,99 Euro. Damit liegen die Preisempfehlungen sehr hoch und alles andere als „erschwinglich“, wie Samsung wirbt. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Preise bei breiter Verfügbarkeit im Handel deutlich unterboten werden. Dennoch sind SSD-Preise im Zuge der Speicherkrise allgemein momentan sehr hoch.

PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem

Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.

Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test
Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test

Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.

Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.

  • Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
  • AMD Ryzen 9 7900
  • Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
  • DDR5-5200, 38-38-38-84
  • AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
  • GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
  • GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
  • SoftPerfect RAMdisk 4.4
  • Asus BIOS 1222

Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.

Ein Benchmark musste raus

Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.

Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.

Testergebnisse und Benchmarks

Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.

Schreibleistung (SLC-Modus)

Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.

Mit rund 5.000 MB/s schreibt die Samsung 990 im SLC-Modus, der für etwa ein Drittel der freien Speicherkapazität also rund 330 GB bei leerer SSD zur Verfügung steht. Danach fällt die Schreibrate wie üblich deutlich ab. Zunächst werden nur noch 220 MB/s erreicht, am Ende sind es rund 320 MB/s. Das Schreibniveau ist im Vergleich zu anderen SSDs der Mainstream-Kategorie gering und bei 320 MB/s mit einer Crucial P310 (Test) mit QLC-Speicher vergleichbar.

Dass SSDs mit QLC-NAND heute aber auch schneller schreiben können, bewiesen die SN5100 (Test) und die SN5000 (Test), die es auf über 400 MB/s bringen. Doch auch manche SSD mit TLC-NAND kann sehr langsam schreiben, wie sich bei der sonst sehr starken Crucial T500 (Test) offenbarte, mit der die neue Samsung 990 nur in diesem Punkt Schritt halten kann.

Samsungs 990 Evo (Test) und 990 Evo Plus (Test) schreiben selbst im schlechtesten Fall noch mit über 500 MB/s. Das Minimum der Samsung 990 Pro (Test) liegt sogar bei mehr als 1.200 MB/s.

Farbkodierung der nachfolgenden Diagramme
  • Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
  • Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
  • Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
  • Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
  • Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)

Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.

Leseleistung

Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.

Lesen von der SSD (SotTR-Ordner, 32 GB)

    • Crucial T500 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E25

    • WD_Black SN850X 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-20035-B2

    • Kingston KC3000 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Crucial P310 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E27T

    • SanDisk WD Blue SN5100 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk A101-000103-A1

    • Sandisk WD_Black SN7100 1 TB

      PCIe 4.0, Sandisk A101-000172-A1

    • Biwin NV7400 4 TB

      PCIe 4.0, Maxio MAP1602

    • Seagate FireCuda 530R 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Team Group MP44S 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Samsung 990 Pro 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Pascal

    • Kioxia Exceria Plus G3 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • WD_Black SN770M 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10081-A1

    • Team Group NV5000 2 TB

      PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL

    • Samsung 990 Evo 2 TB (4.0)

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Samsung 960 Pro 512 GB

      PCIe 4.0, Samsung Polaris

    • Samsung 990 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Crucial P5 2 TB

      PCIe 3.0, Micron DM01B2

    • WD_Black SN850X 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-20035-B2

    • SanDisk WD Blue SN5100 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk A101-000103-A1

    • Crucial T500 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E25

    • Crucial P310 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E27T

    • Sandisk WD_Black SN7100 1 TB

      PCIe 4.0, Sandisk A101-000172-A1

    • Team Group MP44S 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Kingston KC3000 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • WD_Black SN770M 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10081-A1

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Pro 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Pascal

    • Kioxia Exceria Plus G3 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Team Group NV5000 2 TB

      PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL

    • Samsung 990 Evo 2 TB (4.0)

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Seagate FireCuda 530R 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Biwin NV7400 4 TB

      PCIe 4.0, Maxio MAP1602

    • Samsung 960 Pro 512 GB

      PCIe 4.0, Samsung Polaris

    • Crucial P5 2 TB

      PCIe 3.0, Micron DM01B2

Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Einen neuen Negativrekord für SSDs mit PCIe 4.0 stellt die Samsung 990 beim praktischen Lesetest auf. Mit rund 2.700 MB/s liegt sie zwischen der alten Samsung 960 Pro und der Crucial P5 (mit PCIe 3.0!) am hinteren Ende der internen SSDs im Testfeld der Redaktion. Bei hohem Füllstand wird es etwas besser, allerdings ist das wohl eher der größeren Speichermenge zu verdanken.

Kopierleistung

Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.

Kopieren auf der SSD (Steam-Spiele, 195 GB)

    • SanDisk WD Blue SN5100 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk A101-000103-A1

    • Kingston KC3000 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Crucial T500 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E25

    • Seagate FireCuda 530R 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • WD_Black SN850X 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-20035-B2

    • Sandisk WD_Black SN7100 1 TB

      PCIe 4.0, Sandisk A101-000172-A1

    • Biwin NV7400 4 TB

      PCIe 4.0, Maxio MAP1602

    • WD_Black SN770M 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10081-A1

    • Crucial P310 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E27T

    • Team Group NV5000 2 TB

      PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL

    • Kioxia Exceria Plus G3 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Samsung 990 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Pro 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Pascal

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 960 Pro 512 GB

      PCIe 4.0, Samsung Polaris

    • Crucial P5 2 TB

      PCIe 3.0, Micron DM01B2

    • Samsung 990 Evo 2 TB (4.0)

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Team Group MP44S 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Biwin NV7400 4 TB

      PCIe 4.0, Maxio MAP1602

    • Kingston KC3000 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Samsung 990 Pro 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Pascal

    • WD_Black SN850X 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-20035-B2

    • Seagate FireCuda 530R 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • WD_Black SN770M 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10081-A1

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial T500 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E25

    • SanDisk WD Blue SN5100 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk A101-000103-A1

    • Crucial P5 2 TB

      PCIe 3.0, Micron DM01B2

    • Samsung 990 Evo 2 TB (4.0)

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Crucial P310 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E27T

    • Team Group NV5000 2 TB

      PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL

    • Kioxia Exceria Plus G3 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Samsung 990 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Team Group MP44S 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Sandisk WD_Black SN7100 1 TB

      PCIe 4.0, Sandisk A101-000172-A1

    • Samsung 960 Pro 512 GB

      PCIe 4.0, Samsung Polaris

Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Im Kopiertest von ComputerBase hatten Samsung-SSDs zuletzt einen schweren Stand. Das neue Modell schneidet hier noch am besten ab, liegt aber weit hinter diversen Konkurrenzprodukten zurück. In der Mainstream-Klasse ist zum Beispiel die Team Group NV5000 (Test) mit Realtek-Controller deutlich schneller.

Gaming-Leistung

Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.

3DMark Storage – Score

    • Crucial T500 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E25

    • WD_Black SN850X 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-20035-B2

    • SanDisk WD Blue SN5100 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk A101-000103-A1

    • Sandisk WD_Black SN7100 1 TB

      PCIe 4.0, Sandisk A101-000172-A1

    • Kingston KC3000 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Crucial P310 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E27T

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Biwin NV7400 4 TB

      PCIe 4.0, Maxio MAP1602

    • Samsung 990 Pro 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Pascal

    • Samsung 990 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (4.0)

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Kioxia Exceria Plus G3 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • WD_Black SN770M 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10081-A1

    • Team Group MP44S 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Crucial P5 2 TB

      PCIe 3.0, Micron DM01B2

    • Team Group NV5000 2 TB

      PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL

    • Samsung 960 Pro 512 GB

      PCIe 4.0, Samsung Polaris

    • Seagate FireCuda 530R 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

Einheit: Punkte

Auf Augenhöhe mit Evo (im PCIe-4.0-Betrieb) und Pro aus der 990-Serie liegt die neue Samsung-SSD im 3DMark Storage. Das ist bisher das beste Resultat im Testbericht und reicht für die Mittelklasse.

Office-Leistung

Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.

Noch besser schneidet die Samsung 990 im PCMark ab und kann sogar an das Spitzenfeld anknüpfen. Dabei helfen die niedrigen Latenzen, die als Stärke des Neulings auszumachen sind.

Theoretische Leistung

Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.

Samsung verspricht bis zu 7.250 MB/s beim sequenziellen Lesen und 6.450 MB/s beim sequenziellen Schreiben. Zumindest lesend konnte die Redaktion die Vorgabe aus dem Datenblatt erreichen. Beim Schreiben blieb es jedoch wiederholt unter der Marke von 6.000 MB/s. Dass die Herstellerangaben nicht erreicht werden, ist selten, passierte aber schon mit anderen SSDs.

Beim wahlfreien Lesen (RND4K Q1T1) reicht es mit 65 MB/s für das untere Mittelfeld, knapp hinter dem Schwestermodell 990 Evo im PCIe-4.0-Modus. Die 990 Evo Plus holt mit dem gleichen Controller rund 73 MB/s heraus. Es ist gut möglich, dass „Piccolo“ hier höher getaktet ist.

Leistungsaufnahme

Positiv ist die geringe Leistungsaufnahme der Samsung 990 anzumerken. Maximal 5 Watt benötigt das 2-TB-Modell im Benchmark. Das ist noch ein Hauch weniger als bei der 990 Evo Plus (Test) und auch weniger als bei SSDs mit dem effizienten PCIe-5.0-Controller Phison E31T (hier Corsair MP700 Elite).

Allerdings zeigt auch hier Sandisk, wie es noch besser geht: Die insgesamt viel schnellere SN5100 (Test) benötigt noch etwa ein halbes Watt weniger.

Leistungsaufnahme seq. Lesen (CrystalDiskMark 8)

03691215Watt (W)

150100150200250300350


Temperaturen

Die Monitoring-Tools liefern bei der Samsung 990 zwei Temperaturdaten: einmal für den Controller und einmal für die Speicherchips (NAND). Ganz ohne Kühler nähert sich die Controller-Temperatur der Marke von 100 °C, wird also sehr heiß. Das tut allerdings der Leistung keinen Abbruch. Hinweise auf ein thermisch bedingtes Drosseln gibt es nicht. Mit Kühler sinken die Temperaturen deutlich, liegen aber angesichts der niedrigen Leistungsaufnahme noch auf relativ hohem Niveau.

Leistungsrating

Bestenfalls im unteren Mittelfeld landet die Samsung 990 im Durchschnitt der Leistungstests. Damit ist sie schneller als eine 990 Evo im PCIe-4.0-Modus und auch einen Tick flotter als die Kioxia Exceria Plus G3 (Test) aus der Mainstream-Ecke. Bei den SSDs mit QLC-Speicher schneiden Crucial P310 (Test) und vor allem die Sandisk SN5100 (Test) wesentlich besser ab.

Rating alle Tests

    • WD_Black SN850X 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-20035-B2

    • SanDisk WD Blue SN5100 2 TB

      PCIe 4.0, SanDisk A101-000103-A1

    • Kingston KC3000 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • Crucial T500 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E25

    • Samsung 990 Pro 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Pascal

    • Biwin NV7400 4 TB

      PCIe 4.0, Maxio MAP1602

    • Crucial P310 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E27T

    • Seagate FireCuda 530R 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E18

    • WD_Black SN770M 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10081-A1

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 2 TB

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Kioxia Exceria Plus G3 2 TB

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Samsung 990 Evo 2 TB (4.0)

      PCIe 4.0, Samsung Piccolo

    • Team Group NV5000 2 TB

      PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL

    • Team Group MP44S 2 TB M.2 2230

      PCIe 4.0, Phison E21T

    • Crucial P5 2 TB

      PCIe 3.0, Micron DM01B2

    • Samsung 960 Pro 512 GB

      PCIe 4.0, Samsung Polaris

Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.

Fazit

Die Samsung 990 ordnet sich insgesamt bei der Leistung zwischen 990 Evo und 990 Evo Plus ein. Allerdings besitzt sie eine große Schreibschwäche, wenn ihr der SLC-Zwischenspeicher ausgeht. Dann wird nur noch mit 220 bis 320 MB/s geschrieben. Das ist auch für ein Mainstream-Modell sehr wenig. Eine Samsung 990 Evo gleicher Größe schafft selbst im schlimmsten Fall noch über 500 MB/s und selbst manche SSDs mit QLC-NAND sind hier schneller als der Neuling von Samsung.

Bei den praktischen Tests landet die Samsung 990 SSD oftmals auf den hinteren Plätzen in der Liga der PCIe-4.0-SSDs. Im Grunde sind es nur die guten Resultate im 3DMark und im PCMark, die ihr im Durchschnitt aller Messungen noch einen Platz im Mittelfeld sichern. Zu loben ist dabei auch die niedrige Latenz.

Samsung SSD 990 im Test
Samsung SSD 990 im Test

Eine weitere Stärke ist die niedrige Leistungsaufnahme von maximal 5 Watt während des Benchmarks. Die 990 Evo Plus ist mit maximal 5,2 Watt allerdings nahezu gleichwertig und bei höherer Leistung zumindest ähnlich effizient. Die hohe Controller-Temperatur trübt bei der neuen 990 SSD zusätzlich das Bild, führte aber auch ganz ohne Kühler nicht zur Drosselung der Leistung.

  • Gute Resultate im 3DMark und PCMark
  • Niedrige Latenz
  • Geringe Leistungsaufnahme
  • Lesen/Schreiben in der Praxis langsam
  • Schreibrate fällt auf 220 MB/s ab
  • Hohe Controller-Temperatur
  • nur noch 3 Jahre Garantie

Ob die Samsung SSD 990 trotz ihrer Schwächen dennoch einen Blick wert ist, lässt sich abschließend nicht beurteilen. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen zum Start derart hoch, dass dies unwahrscheinlich anmutet. Allerdings werden Samsung-UVPs im freien Handel oftmals sehr deutlich unterboten.

Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.

CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.

Mehr zum Thema:

ComputerBase hat die 990 SSD unter NDA leihweise von Samsung zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.



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Apps & Mobile Entwicklung

Alte Besen kehren gut: AMD Ryzen 5800X3D Anniversary wird zum Bestseller


Alte Besen kehren gut: AMD Ryzen 5800X3D Anniversary wird zum Bestseller

Bild: AMD

Ob es an den hohen DDR5-Preisen liegt oder noch so viele Aufrüster gibt, das bleibt zwar zunächst unklar. Doch eines steht fest: Der von AMD wieder eingeführte Ryzen 7 5800X3D als schnellste Gaming-CPU für den Sockel AM4 ist im Handel ein voller Erfolg und auf großen Plattformen der aktuelle Bestseller.

Einst eröffnete AMD mit dem Ryzen 7 5800X3D als ersten Prozessor mit gestapeltem L3-Cache den Reigen für besonders spieletaugliche CPUs – ein echter „Gaming-Spezialist“. Doch der überaus erfolgreiche 8-Kern-Prozessor für den Sockel AM4 verschwand vom Markt. Erst seit einigen Wochen steht er wieder zum Verkauf und feierte seine Rückkehr als AMD Ryzen 7 5800X3D 10 Years AMD AM4 Anniversary Edition, so der sperrige neue Name, der in den nachfolgenden Zeilen daher etwas abgekürzt wird.

ComputerBase simulierte das Comeback in einem Test mit dem ursprünglichen Ryzen 7 5800X3D, der dieselben Spezifikationen besitzt, und stellte fest, dass sich der 5800X3D Anniversary nur noch als letzte Chance für Ryzen-2000/3000-Aufrüster wirklich lohnt.

Doch davon gibt es augenscheinlich noch sehr viele oder aber System-Neukäufer scheuen die hohen Preise für die neue AM5-Plattform mit DDR5. So oder so ist die Nachfrage nach dem Rückkehrer offensichtlich sehr groß.

Im ComputerBase-Preisvergleich wie auch beim Händler Alternate liegt der 5800X3D Anniversary auf Rang 1 der beliebtesten Prozessoren. Das sagt allerdings noch nichts über die Verkäufe aus. Doch ein weiterer Blick in den Online-Handel weist auf einen echten Verkaufsschlager hin. Mindfactory nennt bereits über 1.200 verkaufte Exemplare, obwohl die CPU erst seit einigen Wochen im Handel steht.

In den Top 10 (nach Aufrufen) im Geizhals-Preisvergleich ist der Ryzen 7 5800X3D Anniversary ganz oben
In den Top 10 (nach Aufrufen) im Geizhals-Preisvergleich ist der Ryzen 7 5800X3D Anniversary ganz oben
Bei Alternate ist der Ryzen 7 5800X3D Anniversary momentan die gefragteste CPU
Bei Alternate ist der Ryzen 7 5800X3D Anniversary momentan die gefragteste CPU
Bei Mindfactory wurde der Ryzen 7 5800X3D Anniversary bereits über 1.000 Mal verkauft
Bei Mindfactory wurde der Ryzen 7 5800X3D Anniversary bereits über 1.000 Mal verkauft

Bei Amazon Deutschland liegt der 5800X3D Anniversary zur Stunde auf dem zweiten Platz unter den Prozessoren, wenn man nach „Bestseller“ sortiert. Und auch im Ausland ist der Prozessor offenbar sehr gefragt: Beim großen US-Händler Newegg ist der 5800X3D zum Beispiel der amtierende Bestseller und lässt modernere Modelle hinter sich.

Ryzen 7 5800X3D Anniversary bei Amazon Deutschland aktuell ein Bestseller
Ryzen 7 5800X3D Anniversary bei Amazon Deutschland aktuell ein Bestseller
Ryzen 7 5800X3D Anniversary bei Newegg (USA) aktuell ein Bestseller
Ryzen 7 5800X3D Anniversary bei Newegg (USA) aktuell ein Bestseller

Die Entscheidung von AMD, den Ryzen 7 5800X3D wieder auf den Markt zu bringen, war also keine schlechte. Obgleich die vergleichsweise alte Technik nun sogar den neuen Prozessoren des Herstellers Konkurrenz bereitet.



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Apps & Mobile Entwicklung

Wachsender Energiebedarf: Irlands Rechenzentren verschlingen fast ein Viertel des Stroms


Wachsender Energiebedarf: Irlands Rechenzentren verschlingen fast ein Viertel des Stroms

Bild: Facebook

Das Central Statistics Office nennt neue Zahlen zum Stromverbrauch in Irland. Demnach wuchs der Anteil der Rechenzentren an der gesamten elektrischen Versorgung im Jahr 2025 auf 23 Prozent. Damit haben Rechenzentren in Irland im Vergleich zu anderen Ländern einen besonders hohen Anteil am Bedarf elektrischer Energie.

Stromverbrauch von Rechenzentren steigt in Irland auf 23 Prozent

Auf die jüngste Erhebung des CSO machen Medien wie The Register und The Irish Times aufmerksam. Die Statistiken berücksichtigen den per Stromzähler ermittelten Verbrauch in Irland und legen dar, wie hoch der Anteil der Rechenzentren daran ist.

Im Jahr 2015 benötigten Rechenzentren demnach nur 5 Prozent des elektrischen Stroms in Irland. Bereits 2021 lag dieser bei 14 Prozent und wuchs 2022 auf 18 Prozent. Im Jahr 2023 waren es schon 21 Prozent, ein Jahr später 22 Prozent und im letzten Jahr wurde schließlich mit 23 Prozent ein neuer Höchststand erreicht. Konkret sollen Rechenzentren in Irland 7.663 Gigawattstunden an Strom benötigt haben, schreibt The Register und zitiert einen CSO-Statistiker laut dem sich der Stromverbrauch von 2019 bis 2025 verdreifacht habe.

Frühere Befürchtungen, dass Rechenzentren bereits im Jahr 2026 ein Drittel des Stromverbrauchs in Irland ausmachen werden, sollten damit zwar noch nicht eintreten, allerdings führt das rasante Wachstum und der im Vergleich zu anderen Ländern extrem hohe Anteil zu Sorgen. Ein zwischenzeitlich verhängtes Moratorium der Kommission zur Regulierung der Versorgungsunternehmen in Irland, das verhindern sollte, dass neue Serverfarmen an das Stromnetz im Raum Dublin angeschlossen werden, wurde im vergangenen Dezember wieder gekippt.

Die Dichte an Rechenzentren ist bei Dublin besonders hoch. Hier betreiben unter anderem Amazon (AWS), Meta (Facebook), Google und Microsoft große Anlagen.

Irland als „abschreckendes Beispiel“

Die Irish Times berichtet, dass der Anteil von 23 Prozent der mit Abstand höchste unter den OECD-Mitgliedstaaten sei. Ein im Juni veröffentlichter Bericht einer UN-Organisation habe Irland sogar als „abschreckendes Beispiel“ im Bezug auf die Umweltauswirkungen von KI-Rechenzentren genannt. Rechenzentren würden in den USA zum Beispiel lediglich 4 Prozent des gesamten Bedarfs an elektrischer Energie ausmachen. Laut dem unabhängigen Öko-Institut in Freiburg lag der Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland im Jahr 2024 bei etwa 3,9 Prozent. Das deckt sich mit Studien von ICIS, die allerdings auch belegen, dass Deutschland mit den meisten Rechenzentren in Europa auch am meisten Strom mit diesen verbraucht.

Weltweiter Strombedarf könnte sich bis 2030 verdoppeln

Die Internationale Energieagentur (IEA) ging letztes Jahr davon aus, dass sich der weltweite Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden (TWh) mehr als verdoppeln wird. Zum Betrieb der riesigen Rechenzentren setzen die großen US-Konzerne zuletzt wieder verstärkt auf Atomkraft.

Doch damit nicht genug, denn für die Herstellung der Halbleiterchips, die zunehmend primär für Rechenzentren benötigt werden, werden ebenfalls riesige Mengen Energie benötigt. Schon vor knapp vier Jahren wurde bekannt, dass TSMC als größter Auftragsfertiger der Welt, mehr Strom benötigt als ganze Länder.



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