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Bahn beginnt fünfmonatige Vollsperrung auf zwei wichtigen Korridoren


Die Deutsche Bahn hat am 6. Februar 2026 zwei umfangreiche Sanierungsprojekte gleichzeitig begonnen. Sowohl der Korridor Hagen–Wuppertal–Köln in Nordrhein-Westfalen als auch die Strecke Nürnberg–Regensburg in Bayern sind bis zum 10. Juli komplett gesperrt. Wie DB InfraGO mitteilt, werden in den kommenden fünf Monaten Gleise, Weichen, Oberleitungen und Bahnhöfe grundlegend erneuert.

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In Nordrhein-Westfalen erneuert die Bahn auf der rund 65 Kilometer langen Strecke insgesamt 81 Kilometer Gleise, 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung. Hinzu kommen vier Kilometer neue Schallschutzwände. Zwölf Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei umgebaut, darunter Wuppertal Hauptbahnhof, Solingen Hauptbahnhof sowie die Stationen in Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen dauern teilweise bis Ende 2027 an. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 800 Millionen Euro.

Parallel dazu läuft die erste bayerische Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg. Auf dieser 88 Kilometer langen Strecke, die täglich mehr als 350 Züge befahren, erneuert DB InfraGO 96 Kilometer Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometer Oberleitung. Zusätzlich werden zwei neue Überleitstellen geschaffen, Bahndämme saniert und eine Brücke bei Burgthann modernisiert. Die Leit- und Sicherungstechnik wird auf den neuesten Stand gebracht, wobei schon Vorbereitungen für die spätere Erweiterung des European Train Control Systems (ETCS) erfolgen. Alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening erhalten eine Modernisierung mit Fokus auf Barrierefreiheit.

Die Vollsperrungen haben erhebliche Konsequenzen für Reisende. Zwischen Köln und Dortmund müssen ICE-Züge über Düsseldorf, Essen und das Ruhrgebiet umgeleitet werden, was die Fahrzeit um 20 bis 30 Minuten verlängert. Die Bahnhöfe Wuppertal, Solingen und Hagen fallen komplett aus dem Fernverkehrsnetz. Regionalzüge wie RE7, RE49, RB48 sowie mehrere S-Bahn-Linien werden in verschiedenen Phasen eingestellt.

Auf der bayerischen Strecke verkehren Fernzüge bis zum 13. Juni über Ingolstadt und die Donaustrecke, was zu einer Fahrzeitverlängerung von etwa einer Stunde führt. Danach werden die Umleitungen reduziert. Den Regionalverkehr will die Bahn durch verstärkte Züge auf alternativen Routen über Schwandorf sowie die Linien RB17 und RE3 auffangen.

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Um die ausgefallenen Zugverbindungen zu kompensieren, setzt die Bahn massiven Ersatzverkehr ein. In Nordrhein-Westfalen kommen bis zu 200 barrierefreie Busse mit WLAN zum Einsatz. In Bayern fahren zu Spitzenzeiten über 90 Busse auf acht verschiedenen Linien, die zusammen täglich rund 45.000 Kilometer zurücklegen. Auch der Güterverkehr muss auf beiden Strecken umgeleitet werden.

Die beiden aktuellen Projekte sind Teil des bundesweiten Korridorsanierungsprogramms, das ursprünglich 43 Streckenabschnitte umfasste und mittlerweile auf 40 reduziert wurde. Bis 2027 sollen insgesamt 1500 Kilometer Schienennetz grunderneuert werden. Der Korridor Hagen–Wuppertal–Köln ist die zweite von zehn geplanten Sanierungen in Nordrhein-Westfalen, während Nürnberg–Regensburg die erste von sieben bayerischen Korridorsanierungen darstellt.

Die Deutsche Bahn investiert 2026 nach eigenen Angaben mehr als 23 Milliarden Euro in das Schienennetz – ein deutlicher Anstieg gegenüber 19 Milliarden Euro im Vorjahr. Wie die bereits abgeschlossene Sanierung der Riedbahn gezeigt hat, können solche Generalsanierungen die Pünktlichkeit im Nahverkehr um bis zu 20 Prozent verbessern und Verspätungen um rund ein Drittel reduzieren.

Kritiker bemängeln allerdings, dass die Sanierungen zwar die Infrastruktur stabilisieren, aber keine zusätzlichen Kapazitäten schaffen. Die grundlegenden Probleme des überlasteten Schienennetzes lösen die reinen Erneuerungsmaßnahmen nicht. Immerhin liegt die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin im Zeitplan, was Hoffnung macht, dass die Bahn ihre ambitionierten Baupläne umsetzen kann.


(mki)



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Dienstag: TV-Sender gegen Tech-Konzerne, Lieferungen per Drohne in der Bay Area


Smart-TVs und virtuelle Assistenten von Tech-Konzernen wie Google, Amazon, Apple oder Samsung fungieren zunehmend als Torwächter für Inhalte und Publikum. Das bemängeln europäische Rundfunkverbände. Sie fordern von der EU-Kommission nun strengere Regeln nach dem EU-Gesetz über digitale Märkte. Die Alphabet-Tochter Wing startet nach einem erfolgreichen Pilotprojekt Lieferungen per Drohne im Großraum San Francisco. Und angesichts der Instabilität im Nahen Osten drängt die EU-Kommission auf koordinierte Vorsorge bei der Erdgas – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Seit Ende 2022 ist der europäische Digital Markets Act (DMA) in Kraft. Er soll der Marktmacht sogenannter Gatekeeper wie Google, Amazon oder Apple Grenzen setzen und den Wettbewerb in der EU fairer machen. Als Gatekeeper oder Torwächter werden laut der EU-Verordnung Unternehmen eingestuft, die zentrale Plattformdienste anbieten und dauerhaft erheblichen Einfluss auf den EU-Binnenmarkt haben. Smart-TVs und virtuelle Assistenten hätten bislang kaum regulatorische Aufmerksamkeit erfahren, beklagen jetzt mehrere europäische Rundfunkverbände. Mit Verweis auf zunehmende Marktkonzentration fordern sie strengere Regeln für die Anbieter. Smart-TV: Europäische TV-Sender wehren sich gegen Tech-Konzerne

Lieferdienste für Lebensmittel oder Waren des täglichen Bedarfs stehen alle vor demselben Problem: Die Zustellung auf der letzten Meile ist für kleine, dringende Bestellungen in der Regel langsam, teuer und ineffizient. Die Alphabet-Tochter Wing glaubt, eine Lösung für diese Herausforderung gefunden zu haben. Mit eigens entwickelter Drohnentechnik ist das Unternehmen in der Lage, kleine Pakete auch in dicht besiedelten Gegenden zuzustellen. Das Unternehmen hat nun angekündigt, seinen Drohnenlieferdienst für private Haushalte in den kommenden Monaten auf die San Francisco Bay Area auszuweiten. Alphabet-Tochter Wing startet Lieferungen per Drohne im Großraum San Francisco

Seit die USA und Israel vor drei Wochen den Iran angegriffen haben, sind die Ölpreise um über 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Gaspreise in der EU zogen bereits um mehr als 30 Prozent an – mit Auswirkungen auf die Energie- und Benzinpreise. Da der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert, sind ein Viertel der weltweiten Ölvorräte und ein Fünftel der Flüssiggas-Lieferungen (LNG) faktisch vom Weltmarkt abgeschnitten. Die EU-Kommission blickt daher mit wachsender Sorge auf den kommenden Winter und ruft die Mitgliedstaaten jetzt dazu auf, die Einspeisephase für Erdgas so früh wie möglich zu beginnen. In Deutschland jedoch sorgen die aktuellen Speicherfüllstände für politische Reibung. Einige Speicher stehen sogar vor dem Aus. Strategische Reserve: EU drängt zum frühen Füllstart der Gasspeicher

Nicht zuletzt der Iran-Krieg zeigt die Anfälligkeit von Konzepten, die hauptsächlich auf fossile Energieträger setzen. Deutschlands Energieversorgung wird schon seit geraumer Zeit grundlegend umgestellt: weg von nuklearen und fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz. Weltweit werden so viele Windkraft- und Solaranlagen gebaut wie noch nie zuvor. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 800 Gigawatt neu installiert. Eine Studie des britischen Thinktanks Ember Energy wartet mit vielen beeindruckenden Zahlen auf. 2025 wurden so viele Solar- und Windkraftanlagen wie nie zuvor gebaut

Polizisten in Österreich können Hände Verdächtiger jetzt mobil mit dem Handy ablichten. Binnen Minuten erfolgt der Abgleich mit Fingerabdruck-Datenbanken. Österreich ist wahrscheinlich das erste Land mit dieser Technik. Fingerabdruck-Abgleich mittels Smartphone bei österreichischer Polizei

Ein Problem treibt die Hardware-Welt derzeit besonders um: RAM-Arbeitsspeicher, aber auch NAND-Flash für PCs, Smartphones, TVs und andere Geräte sind so knapp wie noch nie. Angesichts der aktuellen Speicherkrise, aber auch durch die Präsentation von Apples MacBook Neo, das sich mit 8 Gigabyte RAM begnügt, ist Microsoft unter Druck geraten. Zwar läuft das Betriebssystem Windows 11 schon mit 4 GByte RAM, beansprucht davon aber den Großteil selbst. Bei Desktop-PCs und Notebooks mit 8 GByte genehmigt sich das Betriebssystem gerne mehr als die Hälfte. Dadurch fühlen sich Systeme und Anwendungen potenziell langsam an. Nun will Microsoft gegensteuern und mehr Speicher für Apps freischaufeln. Windows-11-Rechner sollen bis zum Jahresende weniger RAM benötigen. Microsoft will den Speicherhunger von Windows 11 bändigen

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(akn)



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Smart-TV: Europäische TV-Sender wehren sich gegen Tech-Konzerne


Smart-TVs und virtuelle Assistenten von Tech-Konzernen wie Google, Amazon, Apple oder Samsung sollten aufgrund ihrer wachsenden Marktmacht strengeren EU-Regeln unterliegen. Das fordern mehrere europäischen Rundfunkverbände am Montag in einem an EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera gerichteten Schreiben.

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„Angesichts der bevorstehenden Überprüfung des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) durch die Europäische Kommission möchten die unterzeichnenden Organisationen ihre Forderung bekräftigen, relevante Betreiber von Betriebssystemen für Smart-TVs und Plattformen für virtuelle Assistenten als Gatekeeper zu benennen, um ihrer zunehmend wichtigen Rolle und den sich wandelnden Marktgegebenheiten besser Rechnung zu tragen“, heißt es in dem vom Verband der kommerziellen Fernseh- und Video-on-Demand-Dienste in Europa ACT (Association of Commercial Television and Video on Demand Services in Europe) initiierten offenen Brief. Mitgliedern des ACT sind Sender wie Canal+, RTL, Mediaset, ITV, NBCUniversal, Walt Disney, Warner Bros. Discovery, Sky oder TF1 Groupe.

Neben ACT gehören unter anderem der Verband der europäischen Radiosender AER (Association of European Radios), die Europäische Rundfunkunion EBU (European Broadcasting Union), der Europäische Verband der Fernseh- und Radiovermarkter egta (European association of television and radio sales houses) oder der Verband Österreichischer Privatsender (VOP) zu den Unterzeichnern des Schreibens.

Gegenüber Ribera bemängeln die Verbände, dass Smart-TVs und virtuelle Assistenten bislang „nur wenig regulatorische Aufmerksamkeit erfahren“ hätten, und beklagen eine zunehmende Marktkonzentration. Googles Android TV habe seinen Marktanteil zwischen 2019 und 2024 von 16 auf 23 Prozent erhöht, der Marktanteil von Amazon Fire OS stieg im gleichen Zeitraum von fünf auf zwölf Prozent und Samsungs Tizen OS kommt auf einen Marktanteil von 24 Prozent. „Eine begrenzte Anzahl von Anbietern gewinnt dadurch zunehmend Einfluss auf die Ergebnisse für Millionen von Nutzern und Unternehmen, indem sie den Zugang zu Zielgruppen und die Verbreitung von Inhalten kontrolliert“, heißt es. Die Verbände fordern deshalb, dass die EU-Kommission die wichtigsten Betriebssysteme für Smart-TVs (Connected TV, kurz: CTV) gemäß dem EU-Gesetz über digitale Märkte (DMA) „als Gatekeeper einstuft und eine angemessene Aufsicht gewährleistet, um Fairness und Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren“.

Der europäische Digital Markets Act, auf den der Verband Bezug nimmt, ist seit November 2022 in Kraft und soll der Marktmacht von sogenannten Gatekeepern wie Google, Amazon oder Apple Grenzen setzen und den Wettbewerb fairer machen. Als Gatekeeper oder Torwächter werden laut der EU-Verordnung Unternehmen eingestuft, die zentrale Plattformdienste anbieten und dauerhaft einen erheblichen Einfluss auf den EU-Binnenmarkt haben. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die EU-Kommission plant, die Digitalgesetzgebung rund um Digital Services Act (DSA) und DMA in 2026 entschiedener durchzusetzen.

Die CTV-Betriebssysteme großer Tech-Konzerne nehmen laut den Rundfunkverbänden eine zentrale Vermittlerrolle zwischen TV-Sendern und Endnutzern ein. Sie könnten „daher erheblichen Einfluss auf die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzung von Mediendiensten ausüben“. Die Tech-Konzerne hätten möglicherweise Anreize, Endnutzer in ihrem eigenen Ökosystem zu halten und die Verlinkung oder Weiterleitung, z. B. von einer Medienanwendung zu einer anderen, vertraglich oder technisch einzuschränken, so die Befürchtung. Die EU-Kommission, die als EU-Wettbewerbsbehörde fungiert, bestätigte laut der Nachrichtenagentur Reuters den Eingang des Schreibens und erklärte, sie prüfe dessen Inhalt.

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Die Rundfunkverbände äußern zudem Bedenken hinsichtlich der Gatekeeper-Funktion virtueller Assistenten (VA). Obwohl sie im DMA als Kategorie von Kernplattformdiensten aufgeführt sind, sei bisher noch kein virtueller Assistent als Gatekeeper definiert worden. „Die fehlende Definition virtueller Assistenten schafft eine regulatorische Lücke, die es leistungsstarken KI-Assistenten ermöglicht, de facto zu Gatekeepern für Medieninhalte über Mobiltelefone, Smart Speaker und Infotainmentsysteme im Auto zu werden, ohne den Verpflichtungen des DMA zu unterliegen“, schreiben sie und dürften dabei vor allem Amazons Alexa und Apples Siri im Sinn haben.

Die Verbände fordern Ribera auf, Smart-TVs und virtuelle Assistenten anhand qualitativer Kriterien der DMA zu unterwerfen, selbst wenn diese die in dem EU-Gesetz festgelegten quantitativen Schwellenwerte von über 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern und einer Marktkapitalisierung von 75 Milliarden Euro nicht erfüllen.


(akn)



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Apple verdient bald eine Milliarde US-Dollar dank KI im App Store


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach wie vor hat Apple den großen KI-Konzernen wie OpenAI (ChatGPT), Anthropic (Claude) oder Google (Germini) nicht wirklich viel entgegenzusetzen: Apple Intelligence gilt als technisch unterlegen, solange es keine Cloud-Hilfe der Konkurrenz gibt und die verbesserte Sprachassistentin Siri lässt weiterhin auf sich warten. Dennoch soll Apple allein im Jahr 2025 mit Künstlicher Intelligenz fast eine Milliarde US-Dollar eingenommen haben. Des Rätsels Lösung: Der App Store und sein Provisionsmodell, über den Apple zwischen 15 und 30 Prozent kassiert, sofern Nutzer sein Abrechnungssystem verwenden, was viele aus Bequemlichkeitsgründen tun.

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Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Zahlen des Marktforschers AppMagic berichtet, kamen 2025 knapp 900 Millionen Dollar zusammen. Dies soll die Summe sein, die Apps aus dem Bereich generative KI an Apple abgeführt haben.

Der Wert dürfte sich 2026 noch erhöhen – AppMagic schätzt, dass die Milliarde geknackt wird. Dies liegt nicht nur am anhaltenden Hype um solche Apps, die klassische Chatbots, Video- und Bildgeneratoren und zunehmend auch Vibe-Coding-Programme umfassen. Sondern auch daran, dass die KI-Firmen regelmäßig Preise erhöhen und Kunden bereit sind, für eine Nutzung ohne (große) Limits bis zu 200 Euro und mehr im Monat zu entrichten.

Auch die Tatsache, dass Apple bei Abonnements ab dem zweiten Jahr pro Nutzer nur noch 15 Prozent statt 30 Prozent verlangt, soll den Reibach laut AppMagic nicht schmälern. Allerdings ist die Verteilung nicht sehr gesund: Aktuell sollen drei Viertel der KI-Provisionseinnahmen im App Store von OpenAI kommen. Auf Platz zwei folgt Grok von xAI. In einem Monat kommen laut AppMagic bis zu 100 Millionen Dollar zusammen. Allerdings ist das Geschäft teils volatil. So gingen die Downloadzahlen der offiziellen ChatGPT-App zurück.

Charles Rinehart, Investmentchef der Assetmanagementfirma Johnson, die Anteile an Apple hält, sagte dem Wall Street Journal, der iPhone-Konzern könne als eine Art Mautstraße für KI-Anbieter agieren, müsse gleichzeitig aber weniger Kapitalkosten aufwenden. Letztere sind beim Aufbau von KI-Infrastruktur, also für Chips oder Rechenzentren, mittlerweile gigantisch geworden. Große Ausnahme dabei ist Apple, hier haben sich die direkten Investitionen in den letzten Jahren kaum erhöht. KI-Anbieter könnten sich auch entschließen, Abos nur noch über eigene Websites abzuwickeln, zudem erzwingt die Regulierung von Apple geringere Tarife. Allerdings ist ersteres für Nutzer unbequemer, zweiteres dauert lange.

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(bsc)



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