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Blick hinter die Kabinentür: Wie die DFL mit „Road to the Americas“ ihre WM-Stars inszeniert
Mit „Road to the americas“ baut die Deutsche Fußball-Liga ihr eigenes Serienformat weiter aus
Die DFL inszeniert Bundesliga-Stars als Serienhelden und will ganzjährig relevant bleiben. „Road to the Americas“ zeigt intime Einblicke – und markiert einen Strategiewechsel im Kampf um globale Aufmerksamkeit.
Ausweitung des Produkts
Dennis Galejski, Head of Product Management bei der DLF-Tochterfirma Bundesliga Media, bringt es auf den Punkt: „Die Bundesliga ist für unsere Partner bislang ein zeitlich begrenztes Produkt – August bis Mai, danach wird es still. Serielle Formate sollen genau diese Lücke schließen, Plattformen über die Saison Inhalte bieten und narrative Bögen spannen, die sich bis zu Großereignissen wie einer Weltmeisterschaft tragen lassen.“ Eigenproduktionen werden so zu einem strategischen Bindemittel zwischen Liga, Plattform und Fan.
Der Blick hinter die Kulissen
Die Auswahl folgt keiner rein sportlichen Logik, sondern einer dramaturgischen Abwägung zwischen Marktinteresse und Story-Potenzial. Man habe sich, so Galejski, sehr bewusst die „Weltkarte angeschaut“ und zugleich akzeptiert, dass nicht jede Region zwingend abgebildet werden könne.
Clubs haben Mitwirken zugesagt
Der schon erwähnte „Blick durchs Schlüsselloch“ ist dabei nicht nur Metapher, sondern handwerkliches Prinzip: Perspektiven, die in einer Liveübertragung gar nicht vorkommen, Einblicke in Trainingssituationen bis hin zur Yogasession, private Gespräche mit den Kumpels im Café.
Möglich wird diese Nähe nicht zuletzt durch neue Mitwirkungsleistungen, die zwischen der DFL und den Vereinen vereinbart wurden. Sie sind das vielleicht sensibelste Element der gesamten Strategie. Denn Nähe braucht Vertrauen – und Vertrauen entsteht nicht durch Zwang. Zwar haben sich die 18 Bundesligaclubs grundsätzlich darauf verständigt, regelmäßig an dokumentarischen Formaten mitzuwirken, doch in der Praxis bedeutet das viel Verhandlung.
Spieler, die sich öffnen
Gerade deshalb ist bemerkenswert, wie wenig glatt „Road to the Americas“ geraten ist. Verletzungen, Formkrisen, Trainerwechsel, politische Positionierungen – heikle Themen werden nicht ausgespart. Jackson Irvine spricht offen über seine komplizierte Fußverletzung und gibt zu, dass er zum Ende der Saison mit einem erneut gebrochenen Fuß aufgelaufen ist. Der stille Malik Tillman öffnet sich und erzählt vom Erwartungsdruck. Nico Schlotterbeck versucht zu erklären, welchem Druck Spieler über die mediale Verbreitung und öffentliche Wahrnehmung zusätzlich ausgesetzt sind.
„Die Unaufgeregtheit, mit der das alles erzählt wird, ist der Grund, warum der Content auch von klassischen Medienpartnern akzeptiert wird“, sagt Südel. Denn er wirkt nicht wie „Corporate Material“, sondern ist echte Beobachtung.
In der Distribution bleibt die DFL pragmatisch. Die Serie ist Teil der bestehenden Rechtepakete, zusätzliche Erlösmodelle stehen nicht im Vordergrund. Entscheidend ist die Reichweite: Ausgestrahlt wird in allen wichtigen Zielmärkten, in Deutschland auf Plattformen wie Sky, RTL+ und DAZN. Gerade für Partner ohne WM-Rechte wird das Format zum willkommenen Zusatzprodukt – hochwertiger Fußballcontent zur besten Zeit.
Langfristig stellt sich eine größere Frage: Wird die DFL damit selbst zum Publisher? Die Antwort aus dem Kreis der Macher fällt vorsichtig aus. Man sehe sich nicht in Konkurrenz zu Medien, sondern als Enabler, der Inhalte aggregiert und verteilt, so Ruppel. Gleichzeitig ist spürbar, dass sich das Selbstverständnis verändert hat. Die Liga setzt Themen, definiert Narrative und kontrolliert damit stärker als früher den Zugang zu ihren Protagonisten.
Aufmerksamkeit wird Währung
Am Ende dieses Abends bleibt der Eindruck einer Professionalisierung mit Haltung. „Road to the Americas“ ist mehr als eine Imageproduktion, aber auch kein investigativer Gegenentwurf zum Sportjournalismus. Es ist ein Versuch, Nähe herzustellen, ohne sie zu instrumentalisieren. Ob das Modell Schule macht, wird sich an Zahlen und Resonanz zeigen müssen. Sicher ist nur: Der Kampf um Aufmerksamkeit wird längst nicht mehr nur am Spieltag entschieden.
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Die Top 10 Advertiser auf ChatGPT – und wo die Ads auftauchen
Daten von Similarweb zeigen, welche Unternehmen zuletzt die Werbung auf ChatGPT dominiert haben. Bei den Ads stehen Tech-Unternehmen im Fokus. Außerdem sind bisher einige Länder besonders relevant für die Ausspielung.
In den KI-Antworten der großen Dienste aufzutauchen, das ist eines der wichtigsten Ziele für Publisher und Marken dieser Tage. Deshalb spielt nicht nur die GEO eine zentrale Rolle im Streben nach digitaler Sichtbarkeit, sondern längst auch die Werbung im Kontext von KI-Ergebnissen. Google beispielsweise bringt für den AI Mode immer neue Werbeformate wie Highlighted Answers oder Conversational Discovery Ads, die sogar auf Anfragen antworten. OpenAI wiederum hat für ChatGPT, den populären KI-Dienst mit über 900 Millionen wöchentlich aktiven Usern, dieses Jahr ebenfalls Werbung eingeführt. Vor wenigen Monaten wurden die Ads nach ersten Testläufen in einigen Regionen umfassend ausgerollt. Jetzt zeigt eine Similarweb-Analyse, wo die Anzeigen besonders viel ausgespielt werden und welche Marken sich damit viel Sichtbarkeit verschaffen. Dabei ist die Analyse nicht ganz uneigennützig.
„Help, I can’t escape ChatGPT Ads“:
Werbung im großen Stil ausgerollt

ChatGPT-Werbung: Mehr Möglichkeiten für Marken
Die Werbung auf ChatGPT soll OpenAIs Umsätze nach und nach stark fördern. Laut Axios plant das Unternehmen in diesem Jahr mit rund 2,75 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz, bis 2030 sollen es 100 Milliarden US-Dollar werden. Zur Weiterentwicklung der Werbemöglichkeiten zählt derweil zum Beispiel der Ads Manager, den OpenAI kürzlich eingeführt hat. Dieser wurde in der Betaversion zunächst für Advertiser in den USA gelauncht und sorgt für Optimierungen insbesondere beim Reporting und Targeting. Als neue Targeting-Option gibt es inzwischen auch Custom Audiences, auf die der Digitalexperte Craig Graham unlängst auf LinkedIn hinwies.
Während OpenAI die Werbemöglichkeiten Schritt für Schritt ausbaut, sind für viele User, die ChatGPT Free und Go nutzen, schon Ads zu sehen. Dabei sind einige Unternehmen besonders stark vertreten.
Similarweb zeigt Top 10 der werbenden Unternehmen auf ChatGPT auf – für die vergangenen 90 Tage
Das Analyseunternehmen Similarweb zeigt auf X, welche zehn Marken in den vergangenen 90 Tagen weltweit am meisten Präsenz in den ChatGPT Ads gehabt haben. Demnach ist das Software-Unternehmen Monday.com mit 4,3 Prozent aller Ads mit Abstand auf Platz eins gelandet. Dahinter folgt JotForm mit 2,4 Prozent, ein Unternehmen, das sich auf Online-Formulare fokussiert. Platz drei geht an das E-Commerce Powerhouse Shopify mit 2,1 Prozent. Shopify arbeitet sowohl beim Abverkauf über ChatGPT als auch bei der Werbung eng mit OpenAI zusammen, ermöglicht auch den eigenen Merchants ChatGPT-Werbung zu schalten.
Komplettiert wird die Top 10 durch die Unternehmen Cursor, Resume.io, HubSpot, Aikido Security, Canva, Top10.com und Shutterstock. Es werben also Unternehmen mit Software-Kontext, digitalen Angeboten im Visual-Bereich und Cybersicherheit und dergleichen mehr besonders prominent auf ChatGPT.
Top 10 advertisers on ChatGPT over the last 90 days
— Similarweb (@Similarweb) July 12, 2026
Similarweb hat überdies die globale Verteilung der Ads in den vergangenen 90 Tagen aufgezeigt. Mit 70,9 Prozent sind die meisten Ads in den USA zu sehen gewesen, OpenAIs Kernmarkt. Immerhin 8,4 Prozent der Ads wurden in Kanada ausgespielt, je 7,1 Prozent im Vereinigten Königreich und in Australien. Neuseeland kommt noch auf einen Anteil von 1,5 Prozent. Für Japan (1,3 Prozent), Hong Kong (1,0 Prozent), China (0,6 Prozent), Indien (0,5 Prozent) und Singapur (0,2 Prozent) fielen die Anteile noch geringer aus.
Global distribution of ChatGPT ads by country over the last 90 days
— Similarweb (@Similarweb) July 12, 2026
Schon an dieser Liste ist zu erkennen, dass die EU bei den ChatGPT Ads noch keine Rolle spielt. Ein Roll-out wird für diese Region noch vorbereitet. Er könnte aber bald erfolgen, schließlich sucht OpenAI bereits Regional Manager für Ads in der EMEA-Region. Dublin, München und Paris sind hierbei als Arbeitsorte angegeben, sodass die Werbung bald auch in Deutschland starten könnte.
Dass Similarweb diese Analyse der ChatGPT Ads in den sozialen Medien anzeigt, dient nicht der Information allein. Das Unternehmen weist im Thread des Posts auf eine kommende neue Lösung für die eigene Ad Intelligence Analytics Suite hin. Darin sollen demnächst auch AI Ads erfasst werden. Für die grundsätzliche Performance von Inhalten in AI-first-Umgebungen gibt es bereits einige Analyseoptionen. Sogar Google hat endlich für die Sichtbarkeit in AI Overviews und im AI Mode die AI Performance Reports eingeführt.
Adobe, Audible und Co.
– Advertiser verraten, warum sie auf ChatGPT werben

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Claude Fable 5 länger ohne Aufpreis verfügbar – nicht alle happy
Claude User mit Bezahlabonnement können länger auf Claude 5 Fable bauen, ohne Credits zu verbrauchen. Zudem bleibt das wöchentliche Nutzungslimit für Claude Code vorerst erhöht.
Das jüngste Update Anthropics spaltet die Gemüter. Denn das KI-Unternehmen hat den Zugriff auf das wieder verfügbare Modell Claude Fable 5 in den Abonnements ohne zusätzliche Abrechnung via Credits zugesagt – allerdings nur für eine kurze Zeit. Während sich die einen über die Verlängerung freuen, ärgern sich andere darüber, künftig neben dem Abonnement die Credits für die Nutzung des Modells zahlen zu müssen. OpenAI reagiert mit einem Angebot für GPT-5.6 Sol.
Claude Fable 5 kommt zurück und Claude Sonnet 5 neu dazu

Claude Fable 5 länger ohne Credit-Kosten im Abo
Auf X hat der offizielle Account von Anthropic bekanntgegeben, dass es zwei wichtige Nutzungs-Updates für Claude User gibt. Zum einen können alle, die ein Bezahlabonnement haben, das neue und nach einigen Irrungen und Wirrungen in den USA wieder umfassend verfügbare Modell Claude Fable 5 weiterhin im Abonnement nutzen, ohne Credits einsetzen und für diese extra zahlen zu müssen. Das gilt aber nur bis zum 19. Juli. Bis dahin bleibt auch das wöchentliche Nutzungslimit für Claude Code im Abonnement um 50 Prozent erhöht.
As before, you can use up to half of your weekly usage limit on Fable 5. After that, you can continue using Fable 5 with usage credits, or switch to another model to keep working within your remaining limits.
More details here: https://t.co/5inr3k2VM5
— Claude (@claudeai) July 12, 2026
In den sozialen Medien fallen die Reaktionen auf die Claude Fable 5-Nutzungsbedingungen gemischt aus. Zwar freuen sich einige, dass sie noch ein paar Tage mehr direkt im Abonnement mit dem Modell arbeiten können, ohne Extrakosten einkalkulieren zu müssen. Doch viele sind frustriert. Denn nach dem 19. Juli wird das Modell nur noch mit kostenpflichtigen Usage Credits zu nutzen sein. User können im Abonnement dann ein anderes Modell nutzen, das ohne diese Zusatzkosten enthalten ist – oder die Mehrkosten in Kauf nehmen. Die Usage Credits werden im Konto über den Bereich „Zusätzliche Nutzung“ verwaltet.
Eine Reihe von Usern kommentierte Anthropics Post mit der Drohung, andere KI-Unternehmen mit ihren Modellen zu nutzen, da diese in den festgelegten Abonnements ohne Zusatzkosten bleiben.
Auf X erklärte OpenAIs Thibault Sottiaux bereits, dass das neue Vorzeigemodell des Unternehmens, GPT-5.6 Sol, ohne Aufpreis in den Abonnementvarianten der Anthropic-Konkurrenz verfügbar sein wird – zumindest für den Moment.
Team, Edu, … and any other paid subscription too. Quite simple really.
— Tibo (@thsottiaux) July 13, 2026
Auch GPT-5.6 steht jetzt weltweit umfassend zur Verfügung, nachdem es durch US-Restriktionen zunächst einer kleinen Gruppe vorbehalten war. Das Modell unterstützt ChatGPT und Codex sowie den neuen Super-Agent ChatGPT Work. Diese Dienste konkurrieren unter anderem mit Claude Code und Claude Cowork.
Wie es eigentlich zu Claude Code kam:
Anthropic erzählt Making Of

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Edelman Trust Barometer: Leben in Blasen: Wie Marken auf Abschottung reagieren können
Menschen leben zunehmend in ihren eigenen Blasen
Die wichtigste Erkenntnis der neuen Edelman-Studie kommt nicht als Vertrauenswert daher, sondern als Warnsignal für das Marketing: Die Welt fragmentiert sich. Menschen ziehen sich in soziale, kulturelle und ideologische Gemeinschaften zurück. Sie vertrauen vor allem denen, die dieselben Werte, dieselben Informationsquellen und einen ähnlichen Hintergrund haben wie sie selbst. Für Marken bedeutet das eine fundamentale Veränderung der Spielregeln.
„Wer sich abschottet, lehnt mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit Marken ab, die auch Menschen ansprechen, die anders sind als er selbst“, sagt CEO
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