Apps & Mobile Entwicklung
CB-Funk-Podcast #153: Core Ultra 300, 9850X3D und Sparen mit Single-Channel-RAM

Diese Woche besprechen Jan und Fabian im ComputerBase-Podcast gleich zwei neue Prozessoren. Einerseits geht es um Intels Panther-Lake-Auftakt mit starker SoC-Grafik, anschließend um den Ryzen 7 9850X3D und damit die schnellste Gaming-CPU am Markt. Außerdem geht es um Volkers Single-Channel-Benchmarks.
CB-Funk: Die einhundertdreiundfünfzigste Episode
Nach ersten Vorab-Benchmarks zur CES haben sich Volker und Jan Intel Core Ultra 300 inzwischen im Detail angesehen. Jan und Fabian steigen diese Woche direkt mit diesem Test in den Podcast ein. Nicht zu unrecht, denn die Ergebnisse haben es stellenweise wirklich in sich. Oder war Intels Marketing nur einfach clever?
Im Anschluss geht es um den Test des Ryzen 7 9850X3D und was das Takt-Upgrade für den 9800X3D zu leisten im Stande ist. Und auch das nächste Thema dreht sich um „X3D“: Bekanntlich sind diese CPUs dank großem Cache weniger anfällig, was RAM-Bandbreite und -Latenz anbelangt. Kann man aktuell also Geld sparen und nur auf ein DDR5-Module setzen (Single-Channel)? Volker hat sich das angesehen und Fabian und Jan schließen sich seinem Urteil an.
Mit einem Update zu den weiterhin steigenden Grafikkarten-Preisen schließen die beiden diese Episode ab. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und Hausaufgaben nicht vergessen!
Wir beantworten eure Fragen
Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!
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Übersicht zu den bisherigen Episoden
Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.
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RAM ist zu teuer? Ein Modul tut es bei Ryzen 9000X3D auch!?
RAM ist teuer, DDR5 richtig teuer. Für AM5 ist das ein Problem. Doch ist mit 9000X3D vielleicht der Griff zu nur einem Riegel eine Option? ComputerBase ist der Frage mit dem brandneuen Ryzen 7 9850X3D (Test) nachgegangen und hat den kompletten Test noch einmal mit Single-Channel statt Dual-Channel durchgeführt.
Dual-Channel-RAM muss sein – oder?
Der parallele Betrieb von zwei Speicherkanälen durch den Einsatz von mindestens zwei RAM-Riegeln (Dual-Channel-Modus) ist auf modernen Mainboards mit aktuellem Arbeitsspeicher das Maß der Dinge. Moderne Prozessoren können fast immer zwei Speicherkanäle ansprechen um die optimale Leistung herauszuholen, die zwei Kanäle dürfen dann bis zu zwei Module fassen – 2 DIMMs per Channel (2DPC) heißt das. PC-Gamer haben über die letzten 10+ Jahre gelernt: Mit Single-Channel sinkt die Leistung, das macht man normalerweise nicht!
Aber was ist mit Blick auf die steigenden Preise für Arbeitsspeicher aktuell schon noch normal?
Halber Speicher = halber Preis = weniger Leistung?
Denn wenn 16 GByte bereits über 200 Euro und 32 GByte DDR5 bereits über 400 Euro kosten, dann ist die Schmerzgrenze bei vielen Kunden doch längst überschritten.
Ein „Ausweg“, der oft empfohlen wird: Sich bei DDR4- oder gar DDR3-Systemen umzusehen, doch diese Ratgeber haben einzig und allein die RAM-Kosten im Blick. Dabei sind auch andere Aspekte wichtig, denn die meisten DDR4-Plattformen sind Auslaufmodelle, von DDR3-Plattformen gar nicht erst zu sprechen: Sie sind längst End-of-Life, Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen, Support gibt es auch keinen mehr.
Dabei hat die ganze Speicherkrise sogar mit dem drastischen Anstieg von DDR4-Speicher im Frühjahr 2025 begonnen, griff erst danach auf alle modernen Varianten über und kommt nun wieder zu DDR4 zurück. Auch 16 GByte DDR4 kosten inzwischen über 100 Euro und die Lager werden ganz schnell leer. Das ist zwar nur etwa halb so viel wie für DDR5, doch passende Mainboards und – viel wichtiger – halbwegs aktuelle und noch für x Jahre nutzbare CPUs zu einem angemessenen Preis zu finden, ist mitunter eine ziemliche Herausforderung.
Denn hier wiederum sind die modernen Plattformen weit vorn: Sockel-AM5-Boards gibt es für sehr wenig Geld und einen AMD Ryzen 5 9600X gibt es ab 194 Euro – und der ist im Gaming schneller als ein alter AMD Ryzen 7 5800X3D, von Anwendungen und dem Stromverbrauch ganz zu schweigen. Dass die Plattform vom Hersteller zudem für „2027+“ mit Support beworben wird, macht AM5 zu einem ziemlich unschlagbaren Gesamtpaket.
Single- vs. Dual-Channel auf 9000X3D im Test
Ist es also eine Alternative, ein modernes Ryzen-9000X3D-System erst einmal nur mit einem Speicherriegel zu betreiben und erst später einen zweiten hinzuzufügen?
Um das herauszufinden, hat ComputerBase den kompletten Test des AMD Ryzen 7 9850X3D noch einmal wiederholt – allerdings dieses Mal nur mit 1 × 16 GByte DDR5-5600 CL26 statt 2 × 16 GByte DDR5-5600 CL26, also dem Speicher-Referenztakt, für den der Prozessor offiziell freigegeben ist.
Auswirkungen auf die Speicherbandbreite
Dass der Wechsel in reinen Bandbreitentests sichtbar wird, zeigt stellvertretend der Speichertest von AIDA64. Nur noch 38 GB/s als Transferrate beim Schreiben sind klar auf den Single-Channel-Modus zurückzuführen, im Dual-Channel-Betrieb waren es knapp 60 GB/s. Auch die Lese- und Kopierwerte steigen deutlich sowie einige andere leicht an. In theoretischen Tests ist Dual-Channel-Betrieb also wie erwartet der klare Gewinner.
Auswirkungen in Anwendungen
Mit stetig wachsendem Praxisbezug bleibt von den theoretischen Unterschiede aber kaum noch etwas übrig. Vielen Alltagsanwendungen ist es schlichtweg egal, ob dort ein oder zwei Module verbaut sind. Der Unterschied ist oft maximal messbar, nicht aber spürbar respektive hätte große Auswirkungen. Ein Grund, warum OEMs & ODMs in vielen vor allem günstigeren Komplett-PCs und Notebooks mit primärem Office-Bezug auch heute oft nur ein Speichermodul verbauen.
Auswirkungen in Spielen
In Spielen sieht es auf den ersten Blick ähnlich aus. Mit nur einem Modul ausgestattet, leistet ein neues System mit AMD Ryzen 7 9850X3D nur 5 Prozent weniger bei den FPS und damit so viel wie ein AMD Ryzen 7 9800X3D mit zwei Modulen. Bei den Frametimes sind es im Durchschnitt 8 Prozent. Für über 200 Euro Preisunterschied auf der Rechnung ist das ein durchaus annehmbares Resultat.
Ausnahmen bestätigen die Regel
Der Durchschnitt zeigt ein klares Bild ohne gravierende Unterschiede zwischen Single- und Dual-Channel-Betrieb, aber es gibt sie, die Ausreißer; sowohl bei echten Anwendungen als auch Spielen.
In Anwendungen ist es natürlich der Speicherbenchmark von 7-zip, der darauf reagiert, überraschend aber auch Geekbench im Multi-Core-Test, der sogar den größten Unterschied von 21 Prozent zeigt.
In Spielen ist es ganz ähnlich. Vielen Titeln ist es im Benchmark nicht so wichtig, wie viele Speicherriegel zum Einsatz kommen, im Worst-Case-Fall sind es bei den Frametimes aber dann doch bis zu 20 Prozent Verlust. Der Blick auf das verbleibende absolute Niveau zeigt allerdings auch hier: Es reicht um auch schnelle Grafikkarten in höheren Auflösungen auszulasten. Im Durchschnitt fallen die FPS um 5 Prozent und die Frametimes um 8 Prozent.
Diagramme
- Anno 1800 – FPS, Durchschnitt
- Anno 1800 – FPS, 1% Perzentil
- Avowed – FPS, Durchschnitt
- Avowed – FPS, 1% Perzentil
- Baldur’s Gate 3 – FPS, Durchschnitt
- Baldur’s Gate 3 – FPS, 1% Perzentil
- CP2077 Phantom Liberty – FPS, Durchschnitt
- CP2077 Phantom Liberty – FPS, 1% Perzentil
- F1 24 – FPS, Durchschnitt
- F1 24 – FPS, 1% Perzentil
- Horizon Forbidden West – FPS, Durchschnitt
- Horizon Forbidden West – FPS, 1% Perzentil
- Marvel’s Spider-Man 2 – FPS, Durchschnitt
- Marvel’s Spider-Man 2 – FPS, 1% Perzentil
- Outcast A New Beginning – FPS, Durchschnitt
- Outcast A New Beginning – FPS, 1% Perzentil
- Star Wars Outlaws – FPS, Durchschnitt
- Star Wars Outlaws – FPS, 1% Perzentil
- Starfield – FPS, Durchschnitt
- Starfield – FPS, 1% Perzentil
DDR5-4800 vs. DDR5-6000
Parallel zu den Tests der Redaktion hat AMD in ein ähnliches Horn geblasen und darauf hingewiesen, dass es auch gerne DDR5-4800 statt DDR5-6000 („der Sweetspot“) sein darf um die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Auch in diesem Fall wurde der Ryzen 7 9850X3D herangezogen. Hier liegt der Unterschied in Spielen letztlich sogar noch unterhalb dessen, was beim Ausbau eines Moduls im ComputerBase-Test herausgekommen ist.
Auch wenn die Verluste bei den FPS und den Frametimes laut Messungen von PCGH auch größer ausfallen können und AMD mit der Analyse natürlich nicht alles und jedes Grenzszenario abgedeckt hat, ändert sich auch hier nichts an der Aussage: Das Gesamtpaket CPU+RAM ist stets mehr als stark genug, auch mit langsamerem Speicher.
Fazit und Empfehlung
Kann man einen Ryzen 9000X3D mit nur einem RAM-Riegel betreiben, ohne die Leistung ins Bodenlose oder gar auf das Niveau der AM4-Plattform fallen zu lassen? Der Test liefert die Antwort: Ja, man kann. Je nach Anwendung oder Spiel geht dabei durchaus Leistung verloren, normalerweise ergibt das also keinen Sinn. Aber das gilt für normale Zeiten und die haben wir aktuell nicht.
Single-Channel ist auf X3D aktuell eine Option
Deshalb ist der Griff zu nur einem DDR5-Riegel etwas, das man mit Blick auf die stark gestiegenen Speicherpreise tun könnte, wenn es um die Frage geht, ob man – zum Beispiel von Intel LGA 1151 kommend – endlich wie geplant auf Sockel AM5 mit X3D wechselt, oder „nur“ zu AM4 greift um zu sparen – oder gar nichts tut.
Denn eine aktuelle DDR5-Plattform mit X3D-Prozessor und passender Grafikkarte ist mit nur einem Speichermodul noch immer schneller unterwegs als eine alte Plattform mit DDR4. Dafür hat sich einfach zu viel bei den Prozessoren getan, die vielleicht günstigerer DDR4-Speicher nicht herausreißen kann – von der viel moderneren Plattform mit aktuellen Anschlüssen ganz abzusehen.
Angesichts dessen, dass es aktuelle Sockel-AM5-Mainboards mit passenden AMD-CPUs für vergleichsweise wenig Geld gibt, geht die Empfehlung bei einem kompletten Neukauf deshalb klar in diese Richtung – und nicht zurück. Sind hingegen noch 16 oder 32 GByte halbwegs aktueller DDR4 vorhanden, kann die Rechnung eine andere sein. Dann macht die Überbrückung für ein paar Jahre mit älterer Plattform eventuell Sinn.
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Eine gute Idee in harten Zeiten
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Wenn schon 9000X3D, dann auch Dual-Channel
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Dann rüste ich lieber gar nicht auf
Und was ist mit anderen CPUs?
Dass AMDs X3D-CPUs mit großem L3-Cache in Spielen weniger vom RAM abhängig sind, ist bekannt, aber wie sieht es mit anderen CPUs aus? ComputerBase wird der Frage, wie groß die Verluste auf anderen Prozessoren mit nur einem RAM-Riegel in Anwendungen und Spielen sind, in kürze ebenfalls nachgehen. Den Anfang macht der Ryzen 5 9600X.
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Der „Big Mac“ für mehr Sicherheit: Tapo C246D im Test
Die C246D von Tapo ist eine smarte Überwachungskamera für den Innenraum. Der Clou dabei: Die Kamera bietet zwei Linsen übereinander und soll so einen besseren Zoom bieten. Geht das Konzept auf? Klären wir im nextpit-Test!
Tapo kopiert bei der C246D einen Trend aus der Welt der Handykameras: Denn die smarte Überwachungskamera nutzt zwei Kameras, um einen besseren Zoom zu ermöglichen. Im Standfuß sitzt eine weitwinklige Kamera für den optimalen Überblick – gleich darüber eine schwenkbare Kamera mit engerem Sichtfeld für Details. nextpit hat den „Big Mac“ unter den Sicherheitskameras getestet.
Pro
- Flexible Einsatzmöglichkeiten dank zwei Kameras
- Einfache Einrichtung
- Nutzung ohne Cloud via microSD-Karte möglich
- Übersichtliche, kinderleichte App
Contra
- Eher wenig Smart-Home-Möglichkeiten
- microSD-Karte mal wieder nicht geschützt
- Unterstützt recht wenige Standards
Design der Tapo C246D
Starten wir aber mit dem Design der Kamera, das aufgrund der beiden Elemente ein wenig ungewöhnlich ist. Tapo schlägt vor, dass wir die Kamera entweder fest über eine Wandhalterung installieren oder sie auf einigen Gummifüßen in die Wohnung stellen. Das Praktische dabei: Wir können das gezoomte Kamerabild immer motorisiert schwenken.
Möglich macht das eine PTZ-Funktion, bei der der obere Teil der smarten Überwachungskamera sich im Standfuß mit der zweiten Kamera bewegen kann. So erreicht Tapo einen großen Bildwinkel von 360 Grad in der Horizontalen und 135 Grad in der Vertikalen. Wir können also mit der motorisierten Kamera noch einmal deutlich mehr sehen als über die Weitwinkelkamera im Standfuß. Das Sichtfeld der Weitwinkelkamera ist mit 125° aber ebenfalls solide.

Trotz des etwas kuriosen Designs bleibt die Einrichtung simpel. Wir installieren die Kamera fest an Ort und Stelle oder stellen sie flexibel in der Wohnung auf. Anschließend verbinden wir sie via USB C über das mitgelieferte Netzteil mit Strom. Wahlweise legen wir dann noch eine microSD-Karte in die Kamera ein und scannen einen QR-Code über die Tapo-App.
Die Einrichtung erfolgt dann über einen Zugriff auf das WLAN-Netzwerk, das die Kamera zur Einrichtung öffnet. So benötigen wir keinen zusätzlichen Hub für die Kamera, die Installation erfolgt einfach über den heimischen WLAN-Router. Trotzdem kann die Kamera mit anderen Smart-Home-Geräten zusammenarbeiten. Darauf gehen wir aber später noch einmal ein.
Denn zu guter Letzt: Die C246D ist als Überwachungskamera nicht nur für Innenräume konzipiert worden. Dank einer IP65-Zertifizierung und einem abgedichteten USB-C-Kabel können wir sie auch bedenkenlos im Regen betreiben. Praktisch!
Funktionen der Tapo-App
Dreh- und Angelpunkt der C246D ist nicht unbedingt die schwenkbare Kameraeinheit – es ist die Tapo-App, mit der sich alle Funktionen steuern lassen. Dabei finden wir grundsätzlich in der App zwei Kamerabilder, da die beiden Kameras standardmäßig auch getrennt voneinander angezeigt werden. Das hat den Vorteil, dass wir das weitwinklige Kamerabild dafür nutzen können, um die gezoomte Kamera zu steuern. Tippen wir zweimal auf eine Position, fährt die Telekamera automatisch dorthin. Alternativ können wir auch nur eine einzelne Ansicht wählen und zwischen den beiden Kameras umherschalten.
Um Innen- und Außenbereiche möglichst nahtlos zu überwachen, bietet Tapo bei der C236D einige Sonderfunktionen. So können wir einen Bewegungsverlauf aktivieren, bei dem die bewegliche Kamera nach einem festgelegten Zeitraum bestimmte Positionen einnimmt. Alternativ kann die Telekamera auch Personen, Tiere oder Fahrzeuge verfolgen, wenn diese im Kamerabild registriert werden. Das macht die Kamera zuverlässig, genauso wie die Anzeige von Benachrichtigungen.
Denn neben den Sonderfunktionen deckt der Funktionsumfang auch die Standard-Features von smarten Sicherheitskameras ab. Dazu zählen Benachrichtigungen über Ereignisse inklusive einschränkbarem Erkennungsbereich, eine 2-Wege-Kommunikation mit Menschen vor der Kamera und Cloud-Backups über Tapo Care.
Wie bei den meisten Tapo-Kameras können wir alternativ aber auch einen internen microSD-Speicher für die Speicherung der Videos nutzen. Mit diesem sparen wir bares Geld, laufen aber Gefahr, dass Einbrecher die microSD-Karte samt Beweismaterial kauen. Denn sie ist wie bei vielen smarten Sicherheitskameras nicht über eine Schraube oder eine Sicherung geschützt.
Auch bei Smart-Home-Funktionen lässt die C246D einige Wünsche übrig. Zwar können wir Aufnahmen in der Tapo-Cloud 30 Tage lang auch ohne microSD-Karte speichern, das Ganze setzt aber ein Abo voraus. Wollen wir Aufnahmen mehrerer Tapo-Kameras gleichzeitig aufnehmen, müssen wir die Modelle H500 und H200 für die Mehrkameraverwaltung kaufen. Und ohne Matter-Support und ohne BLA taugt die Verbindung zu Amazon Alexa, Google Assistant und SmartThings nur, um das Kamerabild auf einem smarten Display zu sehen.
Als Trostpflaster bietet Tapo in der eigenen App aber einige Automationen an. Unter anderem unterstützt die Anwendung Geo-Fencing oder kann bestimmte Funktionen – etwa das Flutlicht – zeitgesteuert aktivieren. Ein wirklich tiefer Einstieg in die Smart-Home-Welt ist das allerdings nicht.
Bild- und Tonqualität der Tapo C246D
Das ist ärgerlich, da die C246D gleich zwei Video-Feeds bietet, die man in der App auswählen kann. Dabei löst die Kamera jeweils in 2K oder mit drei Megapixeln auf. Während die Sensoren in den Kameras offenbar dieselben sind, unterscheiden sich die Brennweiten deutlich voneinander.
Das fest verbaute Objektiv deckt einen Bildwinkel von 125 Grad ab, während wir mit der schwenkbaren Kamera ein 6-mm-Teleobjektiv bekommen. Ohne die Angabe der Sensorgröße ist diese Angabe recht sinnfrei – die Vergrößerung ist ungefähr vergleichbar mit einem 2-fach-Zoom des Bildes der Weitwinkelkamera.
Was bringt das im Alltag? Wir können einerseits einen besseren Zoom genießen, andererseits können wir in Außenbereichen gleich zwei Bereiche überwachen. Sagen wir: Einen Hinterhof und eine Einfahrt, die links davon in Richtung Straße abgeht. Das können in dieser Form sehr wenige Alternativen.

Beide Kameras unterstützen zudem eine farbige Nachtsicht sowie eine Infrarot-Nachtsicht. Welche man lieber nutzen will, lässt sich über die App steuern. Die Qualität ist jeweils auf gutem Niveau – hier gibt es keine Kritik.
Clever sind dabei zwei Funktionen, die mehr aus dem Zwei-Kamera-Konzept herausholen. Einerseits können wir mit dem One-Touch-Zoom jederzeit auf das Weitwinkelbild tippen und das zweite Objektiv fährt zum gewählten Ausschnitt.
Andererseits gibt es mit dem Smart-Tracking eine Tracking-Funktion für sich bewegende Objektive. Diese erkennt die Kamera wirklich zuverlässig und schickt uns auf Wunsch Benachrichtigungen, wenn Personen, Haustiere und Fahrzeuge erkannt werden.
Wie bei vielen modernen Sicherheitskameras kommt eine Audio-Erkennung für Babyweinen oder Alarmsignale hinzu. Abgerundet wird das über ein 2-Wege-Audio-System, mit dem wir etwa mit Paketboten oder unserem weinenden Baby reden können.
Fazit
Tapo bietet die neue C246D für nur etwa 70 € an. Und damit ergibt sich ein besonderes Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn das Konzept mit einer stationären Kameraeinheit und einer beweglichen Zoom-Kamera ging im Praxis-Einsatz durchaus auf. Zwar unterstützen die meisten Smart-Home-Kameras Digitalzooms und bieten ebenfalls Tracking-Features, bei der C246D erfolgt das aber ohne Qualitätsverlust. Darüber hinaus erweitert die PTZ-Funktion das Sichtfeld noch einmal deutlich. Ein Mehrwert also gegenüber Alternativen.

Während die App, die KI-Erkennung und die Nachtsichtfunktion im Test ebenfalls überzeugen, kocht Tapo in Sachen Smart-Home mal wieder zu sehr seine eigene Suppe. Die Tapo-App ist ohne Matter-Support Pflicht und bietet eher maue Automationen. Die smarten Features beschränken sich vor allem auf die Kommunikation mit smarten Displays und Lautsprechern. Wer bereits Tapo-Geräte für sein Smart-Home verwendet, der macht mit der C246D aber kaum was falsch.
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Nächste Welle: Amazon streicht 16.000 weitere Stellen
Im vergangenen Herbst war zunächst von 30.000 bedrohten Arbeitsplätzen die Rede, dann wurden aber „nur“ 14.000 Mitarbeiter entlassen. Jetzt ist klar, dass dies bloß der Anfang war, denn Amazon kündigt die Streichung von weiteren 16.000 Stellen an. Somit sind es nun also doch insgesamt 30.000 Menschen, die ihren Job verlieren.
Amazon stellt sich (mit KI) neu auf
Die Begründung lautet wie schon im Oktober, dass sich der Versandriese neu organisieren will. Es soll weniger Ebenen in der Belegschaft und auch weniger Bürokratie geben. Dass auch die Ablösung mancher Stelle durch Künstliche Intelligenz und Robotik eine Rolle spielt, wird in der heutigen Ankündigung zwar nicht explizit genannt, liegt aber auf der Hand.
Betroffene Mitarbeiter werden darauf vertröstet, dass zumindest den meisten Angestellten in den USA 90 Tage Zeit gegeben werde, sich innerhalb des Unternehmens eine neue Stelle zu suchen. Je nach Region und deren Bestimmungen könne die Frist international anders ausfallen, heißt es weiter. Sollte sich auf diesem Weg keine neue Anstellung finden, soll es zumindest Unterstützung in Form von Abfindungen oder anderen Leistungen geben.
Die Neuausrichtung schafft neue Stellen, doch wie viele es davon gibt, wird in der öffentlichen Mitteilung nicht verraten. „Während wir diese Veränderungen vornehmen, werden wir auch weiterhin Mitarbeiter einstellen und in strategische Bereiche und Funktionen investieren, die für unsere Zukunft entscheidend sind“, heißt es dazu. Derartige Anpassungen in der Unternehmensstruktur seien „noch nie so wichtig wie heute in einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor“.
Im Oktober hatte Amazon nach Gerüchten um einen Stellenabbau in Höhe von 30.000 Mitarbeitern zunächst offiziell bekannt gegeben, dass 14.000 Menschen ihren Job verlieren. Mit den heute nachgelegten Zahlen treffen die Berichte aus dem Vorfeld nun also doch zu.
Bei der Größe des Konzerns ist das gar nicht so viel
Auch wenn die Zahlen sehr hoch erscheinen, sind sie angesichts der rund 1,6 Millionen (im Jahr 2024) weltweit tätigen Mitarbeiter von Amazon doch relativ gering. Allerdings hatte die New York Times im vergangenen Oktober unter Berufung auf interne Dokumente von Amazon und Gespräche mit Mitarbeitern berichtet, dass der Versandhändler durch einen höheren Automatisierungsgrad über die nächsten Jahre die Anstellung von mehr als 160.000 neuen Mitarbeitern vermeiden wolle, die das Unternehmen sonst bis zum Jahr 2027 benötigen würde.
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