Künstliche Intelligenz
CDU beschließt Social-Media-Verbot für Kinder, aber keine Klarnamenpflicht
Am Samstagmittag hat die CDU auf ihrem Bundesparteitag in Stuttgart beschlossen, dass die Bundesregierung ein generelles Social-Media-Verbot für Menschen unter 14 Jahren auf den Weg bringen soll. Die Delegierten sprachen sich für einen geänderten Vorschlag aus. Zuvor gab es einen Antrag vom Landesverband Schleswig-Holstein, der ein Mindestalter von 16 Jahren vorsah.
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Eine öffentliche Diskussion auf dem Parteitag gab es nicht, offenbar waren die Positionen schon im Vorfeld und am gestrigen Abend festgelegt worden. Die ebenfalls vor dem Parteitreffen von Bundeskanzler Friedrich Merz angestoßene Debatte über eine Klarnamenpflicht fruchtete nicht, diese wurde nicht Teil des Beschlusses. Das Thema Klarnamenpflicht soll laut der „Bild“ nun an die Fraktion übergeben werden.
„Digitales Erwachsenwerden“
Wie die Süddeutsche Zeitung aus dem angenommenen Antrag zitiert, ist die Bundesregierung nun aufgefordert, „eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einzuführen und das besondere Schutzbedürfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum auszugestalten“. Für Nutzer zwischen 14 und 15 Jahren sollen die Plattformen gesonderte Jugendversionen ihrer Dienste anbieten. Zugleich soll im Schulunterricht Medienkompetenz laut CDU „verbindlich gestärkt“ werden. Der gesamte Vorstoß läuft dem Antrag zufolge unter dem Motto „verantwortungsvolles digitales Erwachsenwerden“.
Damit ist der Weg frei für neue Gesetze. Die SPD hatte ihre zuvor ablehnende Haltung geändert. Zuerst sprach sich Parteichef und Vizekanzler Lars Klingbeil am vergangenen Wochenende für eine entsprechende Regulierung aus, später formulierte die Partei ein Impulspapier. Darin ist auch die Altersverifikation per EUDI-Wallet vorgesehen.
Wie nun von der CDU beschlossen, sieht auch das Papier der SPD eine Abstufung vor: Bis 14 Jahre soll Kindern die Nutzung von sozialen Netzwerken generell verboten werden, von 14 bis 16 Jahren sollen sie nur Jugendversionen nutzen können, und ab 16 Jahren dann uneingeschränkten Zugriff erhalten.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Intel Foundry: Elon Musks Firmen könnten die ersten langersehnten Kunden werden
Intel steigt beim Projekt Terafab ein: „Intel ist stolz darauf, sich gemeinsam mit SpaceX, xAI und Tesla am Terafab-Projekt zu beteiligen, um die Halbleiterfertigungstechnologie neu zu gestalten“, schreibt die Firma auf X. Intel-Chef Lip-Bu Tan und Elon Musk sprachen am Wochenende über die Pläne.
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Musk will einen riesigen Halbleiterkomplex bauen, der die meisten Schritte der Chipproduktion übernimmt. Die komplexesten Bestandteile sind ein Halbleiterwerk und die anschließende Verarbeitung (Packaging). Das Ganze soll KI-Beschleuniger produzieren können, die pro Jahr eine Rechenkapazität von einem Terawatt erreichen. Analysten schätzen die notwendigen Kosten auf fünf Billionen US-Dollar.
Intel Foundry bietet sich an
Da SpaceX, xAI und Tesla ohne jahrelange und teure Entwicklung keine moderne Fertigungstechnik aus dem Boden stampfen können, sind Partner notwendig. Bei der modernsten Fertigungstechnik für Logikchips sind nur noch TSMC, Samsung und die Intel Foundry im Rennen. Sie alle haben auch einiges an Packaging-Know-how, etwa beim Zusammensetzen mehrerer Chiplets auf einem gemeinsamen Träger.
So übertrieben das Vorhaben klingt, dürfte Intel unter den drei Herstellern am meisten an einer Beteiligung interessiert sein. Die Foundry-Sparte sucht seit Jahren händeringend nach Großkunden für die eigenen Halbleiterwerke. Selbst wenn aus dem Bau nichts wird, könnte Intel die Musk-Firmen künftig als Kunden willkommen heißen. Das wäre ein potenzieller Rettungsanker für die Intel Foundry. Sollten auch mit der nächsten Prozessgeneration 14A externe Kunden ausbleiben, denkt Intel über ein Ende der Foundry-Sparte nach.
Elon Musk will in der Terafab aber auch Speicher herstellen lassen. DRAM und Logikchips werden unterschiedlich hergestellt. Für eine Speicherkooperation kämen nur die Weltmarktführer Samsung, SK Hynix oder Micron infrage. Diese baden allerdings aufgrund der Speicherkrise in Geld – fraglich, wie viel Interesse sie an dem Terafab-Projekt haben.
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(mma)
Künstliche Intelligenz
Meta: Neue KI-Modelle sollen teils Open-Source werden
Meta will Teile seiner kommenden KI-Modelle unter Open-Source-Lizenzen veröffentlichen. Das Unternehmen wolle einen wesentlichen Teil des Quellcodes neuer Modelle frei zugänglich machen, berichtet die US-Nachrichtenplattform Axios. Allerdings werde Meta einige Komponenten des Codes aus Sicherheitsgründen proprietär halten.
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Einige der neuen KI-Modelle von Meta könnten damit über die Open-Weight-Architektur bisheriger Modelle hinausgehen. Mit „Open-Weight“ werden teiloffene KI-Modelle bezeichnet, deren trainierte Parameter („Weights“) frei verfügbar sind, nicht aber der Code und die Trainingsdaten. Meta setzt bei seinen KI-Modellen schon lange auf solche teiloffenen Modelle.
Hybride KI-Strategie
Axios zufolge plant Meta insgesamt aber eine hybride KI-Strategie: Die leistungsstärksten der kommenden Modelle sollen mutmaßlich als geschlossene Modelle veröffentlicht werden, andere hingegen quelloffen. Das könnte dazu dienen, KI-Entwickler anzulocken und gleichzeitig mögliche Wettbewerbsvorteile der größten Modelle abzusichern, schreibt Axios.
Die neuen KI-Modelle wären die ersten, die unter der Leitung von Alexandr Wang entwickelt wurden. Die neue Open-Source-Strategie im Bereich der KI-Entwicklung soll maßgeblich von ihm geprägt sein. Wang will Metas KI-Technologien weiter öffnen und dadurch attraktiver für Entwickler machen. Zudem will man sich bei Meta vermehrt auch auf Endverbraucher fokussieren – insbesondere weil die Konkurrenz, allen voran Anthropic und OpenAI, sich zunehmend auf das Geschäft mit Großkonzernen und Regierungen konzentriert.
KI-Offensive mit wenig Erfolg
Wang wurde erst Mitte vergangenen Jahres zu Metas Chief AI Officer ernannt. Der 29-Jährige ist Co-Gründer und ehemaliger CEO von Scale AI, einem Unternehmen, das annotierte Trainingsdaten für KI-Anwendungen vertreibt. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Meta 49 Prozent von Scale AI für rund 14 Milliarden US-Dollar übernommen, woraufhin Wang zu Meta wechselte.
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Die Übernahme der Unternehmensanteile von Scale AI ist Teil einer seit 2025 laufenden milliardenschweren KI-Offensive, mit der Meta gezielt hoch qualifizierte KI-Fachkräfte anwirbt. Ziel ist es, im Wettbewerb um fortschrittliche KI-Modelle bis hin zur Superintelligenz eine führende Rolle einzunehmen. Zentraler Baustein dieser Strategie ist die im Sommer 2025 gegründete Einheit Meta Superintelligence Labs (MSL), deren Leiter Alexandr Wang seit seinem Wechsel zu Meta ist.
Bislang blieben die KI-Modelle von Meta aber weit hinter der Leistungsfähigkeit der konkurrierenden Modellfamilien von Anthropic oder OpenAI zurück. Erhebliche Probleme machte vor allem das Top-Modell Llama 4. Die Veröffentlichung wurde mehrfach verschoben, das Unternehmen manipulierte Benchmarks und Entwickler zeigten sich enttäuscht von der Leistung. Meta begann daraufhin die Anwerbeoffensive und baute seine KI-Abteilung um.
(rah)
Künstliche Intelligenz
Teardown der AirPods Max 2: Apple hat mit Reparateuren kein Mitleid
Das Innenleben der AirPods Max 2 hat sich zwar verändert, doch im Hinblick auf die Reparaturfähigkeit macht Apple keine Fortschritte. Das zeigt ein Teardown, den der Reparaturdienstleister iFixIt nun durchgeführt hat. Nach wie vor verwendet Apple unnötig viel Kleber und bestimmte Teile der Over-Ears sind nur mit großem Aufwand zu erreichen. Außerdem wurden bekannte Probleme wie das Auftreten von Kondenswasser in den Ohrmuscheln (was bei Sport und hoher Luftfeuchtigkeit, aber auch bei längerer Tragezeit passieren kann) oder Kabelbruchstellen an den Bügeln nicht behoben. Das verwundert, verlangt Apple für die AirPods Max 2 doch nach wie vor viel Geld: 579 Euro stehen auf der Preisliste.
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Gleiche Wertung wie der Vorgänger
iFixIt kommt nach dem Teardown zum Schluss, dass die Neuauflage der 2020 erstmals erschienenen Kopfhörer keine bessere Bewertung als die erste Variante verdient: 6 von 10 Punkten auf der „Repairability Score”-Skala. Weder Batterie noch USB-Anschlüsse, beides Bereiche, die vergleichsweise schnell kaputtgehen können, sind leicht zugänglich. Apple hat die AirPods Max zudem nach wie vor nicht in sein Self Service Repair Program (SSRP) aufgenommen, sodass es für Bastler und Interessierte keine Ersatzteile gibt. Hätte der Konzern nur kleine Verbesserungen vorgenommen, wären die Max 2 wohl deutlich länger haltbar.
Platz ist genug: Im Gegensatz zu den AirPods Pro 3 und AirPods 4 ANC, die aufgrund ihrer Miniaturisierung Wegwerfprodukte sind, hätte Apple hier mit einem leicht veränderten Design punkten können. Dass das geht, zeigt etwa das MacBook Neo, das kaum mehr kostet als die AirPods Max 2. Für die Over-Ears gibt es zudem keine Reparaturhandbücher, Kunden sind bei der Arbeit an den Kopfhörern auf sich allein gestellt.
Apple könnte deutlich mehr tun
Intern gibt es kaum Überraschungen. Hauptneuerung ist der verbaute H2-Chip in den Ohrmuscheln, der besseren Klang und bessere Geräuschunterdrückung (ANC) verspricht. Grundsätzlich ist das Design seit sechs Jahren unverändert. Apple hatte den Geräten mit ihrer USB-C-Variante im Jahr 2024 nur neue Farben spendiert. Auch unverändert ist das sogenannte Smartcase, das magnetisch geschlossen wird, die Over-Ears aber nicht kleiner macht und auch nicht besonders gut schützt.
„In der Hand eines geduldigen Bastlers könnten die AirPods Max 2 ewig halten“, lautet das Fazit von iFixIt, würde Apple Ersatzteile und Reparaturhandbuch liefern. Insgesamt seien sie nicht die schlimmsten Produkte, was die Reparierbarkeit betrifft.
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(bsc)
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