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Künstliche Intelligenz

Chinas zweitgrößter Chipfertiger startet angeblich 7-Nanometer-Produktion


China weitet offenbar die Produktionskapazität seiner modernsten Chipfertigungs-Generation aus. Die Chipfertigungssparte der Hua-Hong-Gruppe kann inzwischen angeblich Chips der 7-Nanometer-Klasse herstellen. Bis zum Jahresende soll die Produktion hochfahren, allerdings in einem niedrigen Maßstab: Von mehreren Tausend Wafern pro Monat Ende 2026 ist die Rede.

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Zum Vergleich: Der Weltmarktführer TSMC belichtet rund 1,3 Millionen Wafer pro Monat (inklusive älterer und neuerer Fertigungsprozesse). Aktuell ist TSMC mit 2-nm-Strukturen drei komplette Generationen weiter.

Über die 7-nm-Produktion bei der Hua-Hong-Gruppe berichtet die Nachrichtenagentur Reuters anhand von Quellen, die mit dem Prozess vertraut sein sollen. Viele Details über Hua Hongs Chipfertigung sind nicht bekannt. Es liegt aber nahe, dass die Firma den 7-nm-Fertigungsprozess von SMIC übernimmt.

SMIC ist der größte chinesische Chipauftragsfertiger. Weltweit befindet er sich auf Platz 3; laut dem Marktbeobachter Trendforce setzte SMIC 2025 etwa 9,3 Milliarden US-Dollar um. Das entspricht einem weltweiten Marktanteil von 5,3 Prozent. Chinas Nummer 2 Hua Hong belegt weltweit Platz 6 mit 4,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

Laut Reuters soll Huawei bei Hua Hongs 7-nm-Chipproduktion involviert gewesen sein. Huawei betreibt angeblich auch schon eigene Halbleiterwerke, ebenfalls in Kooperation mit SMIC. Übergeordnet leitet die chinesische Regierung die eigene Halbleiterindustrie an. SMICs Fertigungstechnik soll laut früheren Berichten wiederum von TSMCs erster 7-nm-Generation (N7) kopiert sein.

Diese Generation kommt noch ohne extrem-ultraviolette (EUV-)Belichtungsquelle aus. Der einzige Hersteller von EUV-Lithografie-Systemen, ASML, darf solche aufgrund von Exporteinschränkungen nicht nach China verkaufen. Da sich Chinas eigene Lithografie-Systeme bislang für Fertigungsprozesse bis zur 28-nm-Generation eignen, könnten auch bei der Hua-Hong-Gruppe ältere ASML-Systeme zum Einsatz kommen. Sie reichen für 7-nm-Strukturen, wenn ein Wafer mehrfach belichtet wird (Multi-Patterning).

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Mehrfachbelichtungen schlagen sich allerdings negativ auf die Ausbeute nieder, da sie die Defektrate steigern. Eine hohe Ausrichtungsgenauigkeit hilft, allerdings darf ASML auch in dieser Disziplin seine besten Lithografie-Systeme nicht nach China verkaufen. Die Grenze liegt bei einer Genauigkeit von 1,5 nm; möglich ist schon weniger als 1 nm.

Hua Hongs Kapazität funktionierender 7-nm-Chips zum Jahresende dürfte vor allem für Kleinserien reichen. Laut Reuters will der chinesische GPU-Hersteller Biren die 7-nm-Linie verwenden. Denkbar wäre auch ein Fokus auf chinesische KI-Beschleuniger, bei denen auch die Kosten weniger relevant wären als etwa bei Smartphone-Prozessoren.


(mma)



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Künstliche Intelligenz

Neural Rendering: Nvidia DLSS 5 macht Videospiele fotorealistisch


Für Nvidia-CEO Jensen Huang ist es eine „Neuerfindung der Spielegrafik“: Nvidia hat auf der GTC-Konferenz DLSS 5 (Deep Learning Super Sampling) vorgestellt. Es handelt sich um ein KI-Modell, das aus Farben und Bewegungsvektoren annähernd fotorealistische Grafik baut. Die KI soll tiefer in die Spiele integriert sein als vorherige DLSS-Versionen.

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Das Ergebnis sieht aus wie ein KI-generiertes Video – nur, dass DLSS 5 die Bilder in Echtzeit auf den Bildschirm werfen soll. Das KI-Modell wurde laut Nvidia darauf trainiert, Spielfiguren, Haar, verschiedene Stoffe und Hautmaterial auseinanderzuhalten und realistische Lichtbedingungen abzubilden und zeitlich stabil zu halten. Dafür analysiert das Modell die Frames eines Videospiels.

Für Entwickler, die DLSS 5 in ihre Spiele integrieren wollen, stellt Nvidia Werkzeuge bereit, um den KI-Output zu steuern. Sie sollen etwa Color Grading einstellen können und verschiedene KI-Verbesserungen an- und ausschalten, damit ein Spiel seine Ästhetik behalten kann. Laut Nvidia wollen unter anderem Bethesda, Capcom, Ubisoft und Warner Bros. Games DLSS 5 in Videospielen einsetzen.

Dabei kann DLSS 5 nicht nur auf künftige Spiele angewendet werden. Auch bereits veröffentlichte Titel können ein Update auf das neue KI-Modell von Nvidia bekommen. Angekündigt ist ein DLSS-5-Update unter anderem für „Starfield“, „Assassin’s Creed Shadows“, „Hogwarts Legacy“ und „The Elder Scrolls Oblivion 4: Remastered“. DLSS 5 soll im Herbst für RTX-50-Grafikkarten erscheinen.

Die ersten Reaktionen in der Gaming-Community fallen weitgehend negativ aus: Viele befürchten, dass DLSS 5 die Vision der Entwickler überschreiben und Videospiele in optischen KI-Slop verwandeln könnte. Gleichzeitig zeigen Vergleichsbilder einen riesigen Sprung in Belichtungsqualität – vor allem Gesichter sehen aber doch noch sehr nach KI-Filter aus.

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Vorherige Versionen von DLSS haben vor allem die Performance von Videospielen verbessert, indem sie Spielegrafik von niedrigen Auflösungen hochskalieren oder zwischen zwei gerenderten Frames KI-generierte Bilder einfügen. DLSS 5 ist ein grundlegend anderes Konzept, das ergänzend zu DLSS Upscaling und Frame Generation gesehen werden sollte. Nvidia bestätigt in einer FAQ, dass die vorhandenen Techniken parallel zu DLSS 5 eingesetzt werden können.

Unklar ist noch, welche Performance-Auswirkungen DLSS 5 mit sich bringt. Laut dem Technikmagazin Digital Foundry, das DLSS 5 bereits ansehen konnte, lief das Modell bei der Nvidia-Demo gleich auf zwei RTX-5090-Grafikkarten: eine für das Rendering des Spiels, die andere für die DLSS-5-Komponente. Eine einzelne RTX 5090 kostet mehr als 3000 Euro. Um DLSS 5 also wirklich für normalsterbliche Spiele-Fans brauchbar zu machen, hat Nvidia also noch etwas Arbeit vor sich.


(dahe)



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Künstliche Intelligenz

Apple kauft MotionVFX: Anbieter für Video-Effekte und Plug-ins


Apple hat die Firma MotionVFX übernommen und damit einen der größten Anbieter für Video-Effekte, Titel und Plug-ins. Viele Nutzer der Apple-Videoschnitt-Software Final Cut Pro greifen auf die Dienste des 2009 gegründeten Unternehmens zurück. Laut einigen Branchendiensten gilt MotionVFX als Marktführer in seinem Segment. Was genau Apple mit MotionVFX vorhat, lassen beide Firmen aber noch offen. Auch der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.

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MotionVFX bestätigte den Kauf als Neuigkeit auf seiner Website. Das Unternehmen war laut Medienberichten vorher schon Partner von Apple. Apple selbst hat sich noch nicht dazu geäußert, was aber eine übliche Vorgehensweise des iPhone-Herstellers ist. Als im November 2024 bekannt wurde, dass Apple die Fotobearbeitungs-App Pixelmator übernimmt, ließ der Käufer seine Pläne zunächst auch offen. Erst vor wenigen Wochen wurde Pixelmator in das neue Creator Studio von Apple integriert.

Apples Abo-Bundle für Kreativinhalte könnte auch der künftige Bestimmungsort von MotionVFX werden. Bislang hat Final Cut Pro nur eine etwas umfangreichere Grundausstattung an Effekten, Einblendungen und Titeln zu bieten. MotionVFX könnte die Regale um zahlreiche Premium-Vorlagen auffüllen, die ein Abo von Final Cut gegenüber dem Einmalkauf attraktiver machen. Aktuell existieren beide Varianten: Nutzer können wahlweise die Software mieten oder kaufen.

Mit dem Kauf schmälert Apple indirekt aber auch die Attraktivität der Videoschnitt-Lösungen seiner Mitbewerber. MotionVFX bot nämlich nicht nur Erweiterungen für Final Cut Pro an, sondern auch für DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro. Wie beim Kauf der Wetter-App Dark Sky im Jahr 2020 dürften die Angebote für die Konkurrenz mit dem Aufkauf über kurz oder lang eingestellt werden. Gegenwärtig ist noch das komplette bisherige Angebot verfügbar.

Zu MotionVFX gehören 70 Mitarbeiter, die allesamt zu Apple wechseln. Das im südpolnischen Bielsko-Biała beheimatete Unternehmen wurde von Szymon Masiak gegründet. In letzter Zeit hat es auch viele Erweiterungen mit KI-Unterstützung entwickelt, darunter KI-gestütztes Upscaling von Videos, Surface-Tracking oder automatisches 3D-Tracking. Auch dies würde gut zu Apples jüngster Strategie passen, Final Cut um Funktionen mit Machine-Learning zu ergänzen.


(mki)



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WhatsApp: Bald sind auch externe Chats mit eingeladenen Gästen möglich


WhatsApp testet offenbar eine Funktion, mit der Nutzerinnen und Nutzer auch mit Personen schreiben können, die keine Messenger-Apps auf ihrem Smartphone installiert haben. Die sogenannten Guest-Chats würden aktuell sowohl für Android als auch iOS getestet, berichtet WABetaInfo.

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Ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer können mit dem neuesten WhatsApp-Update demnach einen Einladungslink generieren und diesen etwa per SMS oder E-Mail teilen. Werde dieser Link aufgerufen, teilte die Online-Plattform mit, könne WhatsApp-Web direkt im Browser ohne eigenen Account benutzt werden. Der entstehende Chat sei Ende-zu-Ende verschlüsselt. Eine Verifikation der empfangenden Person finde jedoch nicht statt, der Einladungslink kann also auch von anderen Personen geöffnet und potenziell missbraucht werden. Gäste könnten jedoch wie normale Nutzerinnen und Nutzer auch blockiert werden.

Guest-Chats seien nur temporär und verfielen nach zehn Tagen der Inaktivität automatisch, erklärt WABetaInfo weiter. Gäste erhalten demnach auch keine Benachrichtigungen über neue Nachrichten. Gruppen könne man mit Gästen nicht erstellen und auch das Teilen von Sprachnachrichten, Bildern oder Stickern sei nicht möglich. Telefonate unterstütze die Funktion ebenfalls nicht. Für Nutzerinnen und Nutzer von WhatsApp seien die externen Chats klar gekennzeichnet, um sich von normalen Chats abzuheben.

Wann das Update flächendeckend für alle Nutzerinnen und Nutzer erscheint, ist bisher noch nicht klar. Erst im November des vergangenen Jahres wurde WhatsApp um eine Chat-Funktion mit anderen Messenger-Apps erweitert, allerdings vorerst mit einer sehr selektiven Auswahl. Auch diese Drittanbieter-Chats verfügen dabei über weniger Funktionen als klassische WhatsApp-Chats.


(mho)



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