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Künstliche Intelligenz

Cyber Resilience Act: BSI wird zum digitalen TÜV für vernetzte Produkte


Die Bundesregierung hat die Weichen für eine umfassende Regulierung der Cybersicherheit von vernetzten Produkten in Deutschland gestellt. Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Cyberresilienz-Verordnung (Cyber Resilience Act) der EU soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur zentralen Instanz für die Sicherheit im digitalen Binnenmarkt werden.

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Das BSI übernimmt dabei laut dem am Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Regierungsentwurf eine Doppelrolle als Marktüberwachungs- und Notifizierungsbehörde. So soll das Bonner Amt weitreichende Befugnisse erhalten, um sicherzustellen, dass Produkte mit digitalen Elementen – vom smarten Kühlschrank bis zur industriellen Steuerung – die EU-weiten Mindestanforderungen an die Cybersicherheit erfüllen.

Die Initiative folgt dem Prinzip einer Eins-zu-eins-Umsetzung der europäischen Vorgaben. Die Regierung verzichtet bewusst auf zusätzliche nationale Anforderungen, um den bürokratischen Aufwand für die Wirtschaft gering zu halten. Hersteller werden durch den Cyber Resilience Act (CRA) verpflichtet, schon bei der Konzeption Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen (Security by Design), Risikobewertungen vorzunehmen und über den Lebenszyklus eines Produkts Sicherheitsupdates bereitzustellen.

Besonders relevant ist die neue Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen. Sie greift schon ab dem 11. September 2026. Die vollständigen Anforderungen sollen erst ab Dezember 2027 verbindlich werden.

Um diese Mammutaufgabe zu bewältigen, ist ein hoher personeller Aufwand vorgesehen. Das BSI soll für die neuen Aufgaben bereits in diesem Jahr 95 zusätzliche Stellen erhalten. Bis 2029 soll dieser Bedarf auf insgesamt 141 Stellen anwachsen.

Neben der Überwachung der Konformität von Produkten wird das BSI eine Beschwerdestelle für Verbraucher einrichten. Zudem erhält die Behörde die Kompetenz, Prüfstellen bei Engpässen auch selbst zu bewerten und zu überwachen, sofern ein öffentliches Interesse an deren Notifizierung besteht.

Ein zentraler Baustein des Gesetzes sind gezielte Unterstützungsangebote. Das BSI wird beauftragt, Sensibilisierungen und Schulungen anzubieten, die sich ausdrücklich auch an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie an Verwalter von Open-Source-Software richten.

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Ein Reallabor für Cyberresilienz soll Herstellern eine kontrollierte Umgebung bieten, um die Anforderungen der Verordnung praktisch zu erproben. Für die Einrichtung dieses Zentrums und die Notifizierung von Prüfstellen veranschlagt der Bund einmalig Kosten in Höhe von rund 10 Millionen Euro.

Der Entwurf geht nun an Bundestag und Bundesrat. Die Länderkammer muss dem Gesetz nicht zustimmen. Abgeordnete begrüßen das Vorhaben grundsätzlich, stellen aber kritische Fragen. Digitalpolitiker aus der Regierungskoalition wie Henri Schmidt (CDU) loben die Unterstützung für KMU und bringen eine Ausweitung dieser Angebote auf weitere Akteure ins Spiel.

Die Grünen mahnen indes zur Eile, da die EU-Vorschriften zur Notifizierung bereits im Juni 2026 wirksam werden. Die digitalpolitische Sprecherin Jeanne Dillschneider warnte im Gespräch mit dem SZ-Dossier davor, die langen Übergangsfristen könnten Firmen dazu verleiten, nötige Vorbereitungen aufzuschieben. Sie zieht Parallelen zur Umsetzung der NIS2-Richtlinie, bei der viele Einrichtungen Meldefristen versäumten. Erforderlich sei eine frühzeitige Vorbereitung der Prüfstrukturen, um Engpässe bei der Produktzertifizierung zu vermeiden.


(wpl)



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Asahi Linux warnt vor Upgrade auf macOS 27 „Golden Gate“


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nutzer des auf Apple Silicon speziell angepassten Asahi Linux sollen davon absehen, auf die Vorschau-Version von macOS 27 „Golden Gate“ zu aktualisieren. Davor warnt das Projekt eindringlich.

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Etwa im sozialen Netz Mastodon schreibt das Asahi-Projekt in einer „Öffentlichen Bekanntmachung“ (PSA, Public Service Announcement), dass Nutzerinnen und Nutzer keinesfalls auf macOS 27 upgraden sollen. Als Erklärung nennt das Projekt, dass Apple darin geändert hat, wie der Boot Picker und die Startup-Disk-Apps gültige Bootlaufwerke von Betriebssystemen erkennen. Wer diese Tools aus macOS 27 nutzt, sieht darin keine Asahi-Linux-Partitionen mehr. Das sehe man als Bug an und habe das auch Apple als Bugreport (FB22994760) gemeldet.

Wer bereits auf die Beta des Mac-Betriebssystems aktualisiert und bemerkt hat, dass die Asahi-Linux-Partition verschwunden ist, müsse jedoch keine Angst haben. Die Asahi-Partition ist noch da und es sind auch keine Daten verloren gegangen.

Wer eine sekundäre Installation von macOS 26 oder älter hat, solle die als Standard-Startlaufwerk setzen, erklärt das Asahi-Projekt. Das stelle den Zugriff auf Asahi Linux wieder her. Beim Boot Picker für Apple Silicon handelt es sich um eine vollwertige macOS-App, die in der Wiederherstellungsumgebung des Standard-Startlaufwerks ausgeführt wird. Daher hänge ihr Verhalten von der macOS-Version des Standard-Startlaufwerks ab.

Wer darauf bestehe, macOS 27 zum jetzigen Zeitpunkt auszuprobieren, solle sicherstellen, eine sekundäre Installation von macOS 26 vorliegen zu haben. Oder macOS 27 auf ein sekundäres Laufwerk installieren. „Wir geben Nutzerinnen und Nutzern keine Unterstützung, die die Beta von macOS 27 installiert haben, ohne Notfall- oder Rollback-Pläne erstellt zu haben, also etwa sichergestellt haben, dass zumindest eine stabile macOS-Version installiert ist“, schreibt das Asahi-Projekt.

Derweil haben die Entwickler den Asahi-Installer angepasst, sodass er nicht unter macOS 27 läuft. Die Änderung soll bestehen bleiben, bis klar ist, was da vor sich geht. Der Installer zeigt eine Nachricht an, die das erörtert, und beendet sich dann, wenn er unter der macOS-27-Beta gestartet wird.

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Apple hat die macOS-27-Beta „Golden Gate“ auf der WWDC-Entwicklerkonferenz am Anfang der Woche vorgestellt. Es handelt sich um eine Beta-Version für Developer – den Status kann man jedoch einfach und ohne Kostennote erhalten.


(dmk)



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Dieses KI-Gadget musst du selbst ankurbeln: Was die Macher damit zeigen wollen


Wenn von Künstlicher Intelligenz die Rede ist, folgen darauf oft Bilder von großen Rechenzentren in den Köpfen der Menschen. Der Unmut über KI-Datenzentren hat sich in den vergangenen Monaten immer weiter ausgebreitet, weil die Datenzentren enorm viel Strom verbrauchen und sogar ihre Umgebung aufheizen können. Dass KI aber auch ganz anders geht, beweist jetzt das Team von Squeeze Labs.

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Ihr Werk trägt den passenden Namen „CrankGPT“, also „KurbelGPT“. Von außen sieht das KI-Gadget wie eine rote Box mit einer großen Kurbel aus. Im Inneren steckt aber ausreichend Technik, um Künstliche Intelligenz lokal und ohne hohen Stromverbrauch betreiben zu können. Dafür setzen die Bastler auf einen Raspberry Pi 5 und einen Kurbelgenerator, der 20 Watt produzieren kann. Eigentlich wird der Generator genutzt, um in der Not Geräte per USB mit Muskelkraft zu laden.

Sobald die Kurbel gedreht wird, schaltet sich der verbaute Raspberry Pi an. Laut den Tüftlern war es deshalb enorm wichtig, ein schnell ladendes Betriebssystem zu wählen. Sonst müsste man minutenlang kurbeln, bevor etwas passiert. Ihre Wahl fiel auf DietPi, eine minimalistische Debian-Version. Dadurch startet Linux in weniger als drei Sekunden.

Der komplette Startvorgang dauert dabei etwa 30 Sekunden. Es dauert etwa zehn bis 15 Sekunden, bis der Raspberry Pi komplett gestartet ist. Dazu kommen die erwähnten drei Sekunden für Linux sowie zehn bis fünfzehn Sekunden, in denen das Modell geladen wird. Danach können der KI Fragen gestellt werden. CrankGPT ist sogar in der Lage, Sprache zu übersetzen. Die Spracherkennung erfolgt über Moonshine ASR, während die Sprache selbst durch ein KI-Modell verarbeitet wird. Die Antwort der KI wird schließlich über Piper von Text in Sprache umgewandelt.

Für die KI haben die Bastler mehrere Modelle getestet, die zuverlässig funktionieren. Darunter fallen Liquid AI LFM 2 in den Varianten mit 350 Millionen und 1,2 Milliarden Parametern sowie Gemma 3 mit einer Milliarde Parametern. Alle können schnelle Antworten ohne große Latenzen hervorbringen, obwohl die Hardware nicht gerade vor Performance strotzt. Andere Modelle wie Qwen 3.5 2B konnten nur einstellige Token pro Sekunde generieren – zu langsam für Antworten, die in Echtzeit erfolgen sollen.

Zu ihrem Werk schreiben die Bastler:: „Auch wenn es aktuell nicht praktikabel ist, ausgeklügelte KI-Arbeitslasten auf einem Raspberry Pi laufen zu lassen, deutet unsere Arbeit darauf hin, dass es eine komplette Klasse von unentdeckten KI-Anwendungen gibt, die lokal laufen können, ohne dabei große Mengen Energie zu verbrauchen. Und weil Modelle immer kleiner und effizienter werden, werden sie irgendwann nicht mehr nur auf dem aktuellen iPhone laufen, sondern auch auf kleinerer und deutlich günstigerer Hardware“.

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Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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Trump-Handy T1 ist ein umlackiertes HTC U24 Pro aus China


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Das T1 Phone der Trump Organization ist im Kern ein goldlackiertes HTC U24 Pro aus dem Jahr 2024, wie ein Teardown der Reparaturplattform iFixit zeigt. Das Innenleben des goldfarbenen Smartphones stimmt demnach fast vollständig mit dem zwei Jahre alten Android-Gerät von HTC überein.

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Für die Analyse schob iFixit beide Handys zunächst durch einen Computertomografen und zerlegte sie anschließend. Das Ergebnis: gleiche Hauptplatine, gleicher Prozessor Snapdragon 7 Gen 3, 12 GByte Arbeitsspeicher und 512 GByte Speicherplatz. Die Unterschiede sind weitgehend kosmetisch: Die Position des Blitzes wurde leicht verschoben, das Lautsprechergitter ist anders perforiert. Die Platine des HTC-Modells lief im Test problemlos im Trump-Gehäuse, dokumentiert iFixit im Teardown.

Der einzige nennenswerte Hardware-Unterschied steckt offenbar im Akku: Die Zelle des T1 Phones ist mit 19,35 Wattstunden etwas größer als die 17,23 Wattstunden des HTC U24 Pro. Dafür lädt das Trump-Handy nur mit 30 Watt statt mit 60 Watt wie das Original.

Damit widerspricht der Teardown den Werbeversprechen hinter dem T1. „Wenn man diese Informationen zusammennimmt, erhält man kein ‚american-proud Design’, sondern ein Handy, das in China entworfen und weitgehend mit Teilen, die aus China stammen, in China hergestellt wird“, schreibt iFixit. Die Trump Organization hatte das T1 zunächst als „Made in the USA“ beworben, diese Behauptung nach den ersten Vorbestellungen aber entschärft. Das Handy sei mit „amerikanischen Werten“ designt worden, hieß es stattdessen etwa vorübergehend. Auf der Verpackung steht inzwischen nur noch „Assembled in the USA“: Laut iFixit behauptet die Trump Organization, das Handy werde von einem Team in Florida aus zehn Teilen zusammengesetzt.

Beim Preis nehmen sich das mittlerweile an erste Nutzer ausgelieferte T1 Phone und das HTC-Handy wenig: 500 US-Dollar entsprechen ungefähr dem, was das baugleiche HTC U24 Pro mit 512 GByte kostet. Den Reparatur-Score vergibt iFixit vorläufig mit 3 von 10 Punkten – gleichauf mit der HTC-Vorlage.


(dahe)



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