Künstliche Intelligenz
Deutschland-Stack 2.0: Vom abstrakten Fundament zum digitalen Betriebssystem
Das politische Prestigeprojekt Deutschland-Stack, das eine wichtige Basis einer technologisch souveränen Bundesrepublik werden soll, verlässt die Phase der rein konzeptionellen Überlegungen. Nachdem im Herbst eine breite Beteiligung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft erste Weichen stellte, präsentiert das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) jetzt ein aktualisiertes Gesamtbild.
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Die neue Skizze vom Freitag zeigt eine umfangreiche Weiterentwicklung gegenüber dem ersten Aufschlag vom Oktober. War die ursprüngliche Fassung noch stark von abstrakten Zielen wie der „europäischen Souveränität“ und allgemeinen „Wiederverwendbarkeit“ geprägt, liest sich das aktuelle Dokument wie ein technisches und strategisches Lastenheft für ein modernes Staats-Betriebssystem.
Der direkte Vergleich zur alten, deutlich kürzeren Version des „Gesamtbildes“ macht deutlich, dass die Bundesregierung auf die Kritik der ersten Beteiligungsrunde reagiert hat. So lag der Fokus vor wenigen Monaten etwa noch vage auf „wiederverwendbaren technischen Bausteinen“ und einer allgemeinen Verknüpfung mit Ansätzen wie „Government-as-a-Platform“. Der aktuelle Entwurf ist wesentlich stärker in den politischen Realitäten der neuen Legislaturperiode verankert.
KI-Agenten sollen helfen
Das neue Gesamtbild stützt sich so etwa explizit auf die Modernisierungsagenda von Bund und Ländern sowie auf Beschlüsse der Digitalministerkonferenz und des IT-Planungsrats. Damit rückt die politische Verbindlichkeit in den Vordergrund: Der Bund will demnach den Plattformkern bereitstellen und verpflichtend vorgeben sowie für ein zentrales Cloud-Hosting-Angebot sorgen, um die bisherigen Lock-in-Effekte und den föderalen Flickenteppich zu überwinden.
Hinzugekommen im vorgesehenen Tech-Stack ist der Ausbau des Bereichs Künstliche Intelligenz. Während die erste Version KI nur am Rand erwähnte, setzt das Update auf gehypte Ansätze wie Agentic AI. Dabei geht es nicht mehr nur um einfache Sprachmodelle, sondern um autonome Agenten, die über standardisierte Protokolle wie das Model Context Protocol (MCP) oder das Autonomous Agent Protocol (ANP) miteinander kommunizieren sollen.
Dieser „Agent-to-Agent“-Ansatz (A2A) markiert einen Paradigmenwechsel: Die Verwaltung soll künftig nicht mehr nur digitale Formulare anbieten, sondern durch vernetzte, intelligente Systeme proaktiv handeln können. Ergänzt wird dies durch den Fokus auf semantische Technologien. Deren Aufgabe ist es, eine einheitliche Dateninterpretation über alle föderalen Ebenen hinweg sicherzustellen.
Mehr Open Source
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Die Neuaufnahme definiert Leitplanken wie „API-First“, „DevSecOps by Default“ und das Prinzip „Made in EU“ für Marktlösungen. Dazu kommt eine Priorisierung: Eigenentwicklungen sollen vorrangig als Open Source realisiert werden. Beim Zukauf von Marktlösungen sind europäische Anbieter zu bevorzugen, sofern sie die Souveränitätskriterien erfüllen.
Damit adressiert das Ministerium zumindest teilweise eine Forderung der Open Source Business Alliance (OSBA). Der Verband warnte im Vorfeld davor, den D-Stack zu einem Vehikel für „Souveränitäts-Washing“ durch proprietäre Softwareanbieter verkommen zu lassen. Die OSBA und die Free Software Foundation Europe (FSFE) verlangten in ihren Stellungnahmen, dass echte digitale Souveränität zwingend die vier Freiheiten der freien Software voraussetzt. Herausgekommen ist, dass Open Source zumindest als Primärlösung für den Plattformkern und die Integrationselemente festgeschrieben werden soll.
Trotz der technischen Schärfung bleiben organisatorische Hürden. Digitalstaatssekretär Markus Richter betont, dass die Exekutive mit einer zweiten Konsultationsrunde einen wichtigen Schritt hin zu einer interoperablen Verwaltung gehe und bewusst den offenen Dialog suche. Doch die Wirtschaft mahnt, rasch Nägel mit Köpfen zu machen.
Der Branchenverband Bitkom lobt so zwar das bisherige Tempo und die Einbeziehung externer Expertise, fordert aber zugleich eine verbindliche Pflicht für Länder und Kommunen zur Nutzung des Stacks. Nur wenn der föderale Unterbau die Komponenten auch tatsächlich integriere, könne eine echte Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung gelingen. Der D-Stack dürfe kein optionales Buffet bleiben, sondern müsse zur gemeinsamen technischen Basis werden.
Zweite Konsultationsphase läuft
Strukturell hat das BMDS das Gesamtbild in vier strategische Säulen gegliedert: Eine exzellente Nutzererfahrung für Bürger und Wirtschaft, ein stabiler Plattformkern als Basis, der konsequente Einsatz von KI und Daten sowie die Sicherung der digitalen Souveränität. Das Ressort räumt ein, dass die bisherigen Kriterien keinen Detailgrad aufwiesen, der für automatisierte Compliance-Prozesse tauge. Stattdessen seien die Maßstäbe auf essenzielle Punkte konsolidiert worden, um vorerst eine klare Orientierung zu bieten. An der technischen Verknüpfung einzelner Standards werde weiter gearbeitet.
Bis 2028 sollen konkrete Angebote für alle föderalen Ebenen bereitstehen. Der Weg dorthin führt über den Marktplatz Deutschland Digital und das Portal für die deutsche Verwaltungscloud, die als zentrale „Managed-Services-Plattformen“ fungieren sollen.
Mit der nun gestarteten finalen Konsultationsphase, die bis zum 31. März läuft, steht der D-Stack vor seiner ersten Bewährungsprobe in der Praxis. Es bleibt abzuwarten, ob die ambitionierten Pläne für Agenten-KI und offene Schnittstellen auf offene Ohren stoßen und den Aufprall auf die föderale Realität überstehen.
(vbr)
Künstliche Intelligenz
USA: Taiwan soll 40 Prozent all seiner Chips in den USA produzieren
Taiwanische Chiphersteller sollen Hunderte Milliarden US-Dollar in den USA investieren. Auf mögliche Rahmenbedingungen haben sich die Regierungen beider Länder jüngst geeinigt. Taiwan spielt mit, um hohe Zölle abzuwenden und die Gunst der USA zu wahren. Dabei geht es auch um die eigene Sicherheit, da sich China weiterhin Taiwan einverleiben will und die USA bisher Schutz zusagten.
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Es soll um bis zu 500 Milliarden US-Dollar gehen. 250 Milliarden sollen durch direkte Investitionen taiwanischer Firmen in die USA fließen: Laut einer Übersicht des US-Handelsministeriums geht es darum, „Produktions- und Innovationskapazitäten in den Bereichen Halbleiter, Energie und künstliche Intelligenz aufzubauen und zu erweitern.“
Die bereits investierten 100 Milliarden US-Dollar des weltweit führenden Chipauftragsfertigers TSMC zählen schon zu den 250 Milliarden. Für die Summe hat TSMC erste Halbleiterwerke in Arizona gebaut. Weitere sind bereits geplant.
Die zweite Hälfte der 500 Milliarden soll durch taiwanische Kredite an taiwanische Firmen fließen, die dafür in den USA ausbauen.
USA drohen
Mit dem Deal wendet Taiwan vor allem eine massive Erhöhung der Zölle ab. US-Handelsminister Howard Lutnick droht ansonsten mit 100-prozentigen Zöllen, die insbesondere US-Hersteller wie AMD, Apple, Nvidia und Qualcomm treffen würden. Sie alle lassen ihre Prozessoren, GPUs und Beschleunigerchips von TSMC herstellen. Die Zahl nannte Lutnick in einem Interview mit dem Sender CNBC.
Im Bestfall reduzieren die USA die Zölle für Taiwan. Ursprünglich verhängte die Trump-Regierung 32 Prozent auf die meisten Produkte und reduzierte sie dann auf 20 Prozent. Nun sollen die Zölle größtenteils auf 15 Prozent sinken, mit 0-Prozent-Ausnahmen auf manche Produktkategorien: „Generika, deren generische Inhaltsstoffe, Flugzeugkomponenten und nicht verfügbare natürliche Ressourcen“.
Bei Chips sollen sich Zollausnahmen an die US-Kapazität richten: TSMC und andere Chipauftragsfertiger dürfen laut den Rahmenbedingungen die 2,5-fache Menge an Chips zollfrei importieren, die sie in den USA selbst herstellen.
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Die USA zielen damit auf eine massive Erhöhung der US-Kapazität ab. Laut Lutnick soll Taiwan künftig 40 Prozent all seiner Chips in den USA herstellen und dort auch notwendige Lieferketten aufbauen. Von „gigantischen Halbleiter-Industrieparks in den USA“ spricht er.
Forderungen nicht abgesprochen
Die Forderungen sind allerdings kaum umzusetzen: Die Halbleiterwerke und Lieferketten sollen noch während Trumps Amtszeit fertiggestellt werden. Das wären regulär etwas mehr als drei Jahre. Dafür müsste umgehend der Bau zahlreicher Halbleiterwerke beginnen, die dann auch zügig die Serienproduktion hochfahren müssten.
Aussagen von taiwanischer Seite machen allerdings auch deutlich, dass diese Ziele offenbar nicht abgesprochen sind. Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin sagte gegenüber taiwanischen Medien, dass bis zum Jahr 2036 ein US-Anteil von 20 Prozent ausschließlich fortschrittlicher Chips realistisch seien. Damit sind Fertigungsprozesse ab der 5-Nanometer-Generation gemeint.
Handelsabkommen noch nicht handfest
Schon 2025 zeigten sich die USA als wenig zuverlässiger Partner. Trump sicherte etwa wiederholt Zollausnahmen zu, wenn Firmen in den USA ausbauen. Trotz TSMCs 100 Milliarden US-Dollar kamen dann trotzdem Zölle.
Im Falle von Nvidia verwechselte Trump den Wert von neu hergestellten US-Produkten mit Investitionen in die Produktionskapazität. Nvidia kündigte an, mit Partnern KI-Server in den USA bauen zu wollen. Deren Wert sollte über vier Jahre angesammelt bei 500 Milliarden US-Dollar landen. Trump feierte das als Bereitstellung von 500 Milliarden US-Dollar.
In aktuellen Zeiten ist es daher ratsam abzuwarten, welche Summen wirklich ankommen. Umso mehr, da der Deal von taiwanischer Seite noch gar nicht durch ist. Laut der Nachrichtenagentur Reuters muss ihn das Parlament noch absegnen.
Das ist keine Selbstverständlichkeit, da die regierende Demokratische Fortschrittspartei (DPP) keine Mehrheit im Parlament hat. Teile der Opposition klagten bereits über eine Aushöhlung der heimischen Chipindustrie unter dem Handelsabkommen.
(mma)
Künstliche Intelligenz
KI-Update: Apples KI-Bindung an Google und OpenAIs Verzicht, X will Grok sperren
Apple setzt auf Google statt eigene KI-Entwicklung
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Apple bindet Siri künftig an Googles Gemini-KI. Die Entscheidung überrascht, denn Apple entwickelt normalerweise seine Technologien selbst. Trotz jahrelanger Arbeit an KI-Systemen und Siris Existenz seit 2011 schaffte es der Konzern offenbar nicht, ein konkurrenzfähiges Sprachmodell zu bauen. Apple betont, ein angepasstes, datenschutzfreundliches Gemini auf eigenen Servern laufen zu lassen.

Die Abhängigkeit von Google wirft Fragen auf. Während Apple mit Hardware und Diensten Geld verdient, verdient Google hauptsächlich mit Werbung. Viele Nutzer wählen Apple gerade deshalb, um Google-Technik zu meiden.
OpenAI lehnte Apple-Exklusivdeal ab
OpenAI verzichtete im Herbst bewusst auf eine exklusive Partnerschaft mit Apple. Das berichtete ein Insider der Financial Times. Stattdessen plant das Unternehmen, eigene KI-Geräte zu entwickeln, um große Tech-Konzerne zu überholen.
Die Entscheidung hat Folgen. Apple integriert nun Googles Gemini tief in sein Betriebssystem. ChatGPT bleibt auf dem iPhone verfügbar, dient aber nur noch als optionale Ausweichlösung für komplexere Anfragen. Laut The Information brachte der bestehende Deal mit Apple OpenAI kaum zusätzlichen Traffic. Die neue Gemini-Integration übernimmt nun die alltägliche Nutzerinteraktion mit Siri.
X sperrt Grok nach Bikini-Bild-Skandal
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Elon Musks Chatbot Grok erhält eine technische Sperre. Nutzer konnten mit Grok anzügliche Bilder beliebiger Personen erstellen lassen. X und xAI reagieren nun: Eine Sperre soll verhindern, dass Bilder realer Personen in Bikinis oder Dessous generiert werden. Außerdem steht die Bildgenerierung nur noch zahlenden Nutzern zur Verfügung.
Die Sperre funktioniert offenbar noch nicht richtig. Einen Tag nach der Ankündigung konnte ein Nutzer immer noch ein Bild des britischen Premierministers im Bikini erstellen lassen. X spricht in einer offiziellen Mitteilung von einer Null-Toleranz-Strategie gegen nicht einvernehmliche Nacktbilder. Bei sexueller Ausbeutung von Kindern sollen Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet werden. Der Druck von außen wächst: Malaysia sperrte Grok temporär, Kalifornien ermittelt, und die EU-Kommission droht mit dem Digital Services Act.
Kalifornien ermittelt gegen xAI wegen Grok
Kalifornien hat am Mittwoch eine offizielle Untersuchung zur Verbreitung sexuell expliziten, durch Grok generierten Materials eingeleitet. Damit ist der US-Bundesstaat die erste offizielle Stelle der USA, die sich mit den sexualisierten KI-Bildern von Frauen und Kindern auf X beschäftigt.
Eine 24-stündige Analyse ergab, dass X-Nutzer jede Stunde tausende öffentlich zugängliche sexualisierte Deepfakes erstellten. Elon Musk zeigte sich überrascht und erklärte, ihm seien keine Nacktbilder von Minderjährigen bekannt, die von Grok generiert wurden. Gouverneur Gavin Newsom sieht dies anders. Er forderte den kalifornischen Generalstaatsanwalt auf, unverzüglich gegen das Unternehmen zu ermitteln und xAI zur Rechenschaft zu ziehen.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
US-Investor plant Vier-Milliarden-Rechenzentrum in Nordrhein-Westfalen
Der US-Investor Blackstone plant ein Rechenzentrum im westfälischen Lippetal. Das Unternehmen unterschrieb einen Kaufvertrag für ein Grundstück in einem Industriegebiet. Finanzkreisen zufolge beläuft sich die Projektgröße auf etwa vier Milliarden Euro. Mit einer Fertigstellung wird erst in den frühen 2030er Jahren gerechnet.
In trockenen Tüchern ist das Vorhaben noch nicht. Der Vertrag tritt erst in Kraft, wenn bestimmte Konditionen erfüllt sind. Das Rechenzentrum soll für Cloud-Dienste und KI-Anwendungen genutzt werden. Sollte das Projekt umgesetzt werden, wäre es eine der größten Rechenzentrum-Investitionen in Deutschland. Microsoft investiert bereits mehrere Milliarden Euro für zwei Standorte im Rheinischen Revier. Die Schwarz-Gruppe kündigte im vergangenen Jahr eine Elf-Milliarden-Euro-Investition in Lübbenau an.
Trump erlaubt H200-Export, China verbietet Einfuhr
China sieht sich in der KI-Entwicklung gegenüber den USA im Rückstand. Das liegt auch daran, dass die USA den Export führender Nvidia-Chips der Blackwell-Serie verbieten. Präsident Trump hat nun die Ausfuhr der Nvidia-H200-Chips unter bestimmten Bedingungen erlaubt, doch Peking hat seine Zöllner angewiesen, diese gar nicht erst ins Land zu lassen. Das berichtet Reuters.
Vor fünf Wochen kündigte Trump an, die Exportverbote im Austausch gegen eine 25-prozentige Strafsteuer fallen zu lassen, zumindest für die H200-Chips. Nvidia könnte viel Geld damit verdienen, bis zu zwei Millionen solcher Chips könnten nach China verkauft werden. Doch bisher ist die offizielle Haltung in China, dass man sich nicht mit KI-Chips zweiter Klasse abgeben möchte und stattdessen lieber eigene Produkte verwendet.
US-Verteidigungsminister will Grok ins Pentagon integrieren
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will den KI-Chatbot Grok in die kürzlich initiierte KI-Plattform des US-Verteidigungsministeriums implementieren. Das kündigte Hegseth während einer Rede am Montag bei Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX in Texas an.
Alle geeigneten Daten aus den IT-Systemen des Militärs sollen für die KI-Nutzung verfügbar gemacht werden, auch die aus Geheimdienst-Datenbanken. Hegseth sprach von einem verantwortungsvollen Umgang mit KI. Die Modelle müssten faktisch korrekt und missionsrelevant arbeiten, dabei aber frei von ideologischen Einschränkungen sein. Man lehne KI-Modelle ab, die es nicht erlauben würden, Kriege zu führen. Die KI des Pentagon werde nicht „woke“ sein, so Hegseth.
Copilot-Halluzination führte zu Stadionverbot für israelische Fans
Mehr als zwei Monate nach dem Ausschluss israelischer Gästefans bei einem Fußballspiel der Europa League in England hat der zuständige Polizeichef eingestanden, dass eine fehlerhafte Risikoanalyse auf einer KI-Halluzination beruhte. In der Analyse wurde auf ein Spiel verwiesen, das es nie gegeben hat. Der Verweis kam von Microsofts Copilot.
Das Spiel Aston Villa gegen Maccabi Tel Aviv fand Anfang November statt. Damals wurden den Gästefans aus Israel der Zutritt verweigert, mit Verweis auf Sorge vor Auseinandersetzungen und Protesten. Die Entscheidung sorgte für heftige Kritik bis zum Premierminister. Der Polizeichef aus Birmingham gestand erst nach mehrfacher Befragung im Parlament ein, dass Microsoft Copilot die fehlerhafte Information geliefert hatte.
OpenAI startet eigenen Übersetzungsdienst ChatGPT Translate
OpenAI hat mit ChatGPT Translate einen eigenen Übersetzungsdienst für mehr als 50 Sprachen veröffentlicht. Die Übersetzungen können an unterschiedliche Zielgruppen angepasst werden. Dafür stehen vier Schaltfelder bereit: für eine flüssigere Übersetzung, für eine Formulierung in sachlichem, geschäftlichem Stil, sowie für Kinder oder für ein akademisches Publikum. Eine Eingabe führt dann zum eigentlichen KI-Chatbot, mit einem entsprechend vorformulierten Prompt.
Im Desktop-Modus auf dem PC ermöglicht der OpenAI-Übersetzer ausschließlich Übersetzungen von Texteingaben. Im Browser auf Mobilgeräten kann auch das Mikrofon für Spracheingaben genutzt werden. ChatGPT wird bereits seit der Einführung von vielen Menschen auch für Übersetzungen genutzt. Mit ChatGPT Translate unterstreicht OpenAI die Bedeutung dieser Funktion.
Google veröffentlicht offene Übersetzungsmodelle TranslateGemma
Google veröffentlicht mit TranslateGemma mehrere neue Übersetzungsmodelle. Diese unterstützen 55 Sprachen und sind in drei Größen verfügbar. Die Verbesserungen zeigen sich insbesondere bei ressourcenarmen Sprachen. Bei der Übersetzung von Englisch nach Isländisch sinkt der Fehlerwert um mehr als 30 Prozent, bei Englisch nach Swahili um rund 25 Prozent.
Die drei Varianten richten sich an unterschiedliche Hardware. Das kleinste Modell mit vier Milliarden Parametern ist für mobile Geräte optimiert. Das zwölf Milliarden Parameter große Modell soll auf Consumer-Laptops laufen. Das größte Modell mit 27 Milliarden Parametern ist für Cloud-Server gedacht. Die Modelle sind auf Kaggle und Hugging Face verfügbar.
Bandcamp verbannt KI-generierte Musik
Die Musik-Plattform Bandcamp hat eine klare Antwort auf den Umgang mit KI-generierten Inhalten gefunden: KI-generierte Musik wird ausgeschlossen. Auf der beliebten Plattform können Musiker ihre Musik veröffentlichen. Zum Thema KI schreibt Bandcamp nun: Musik, die vollständig oder zu einem wesentlichen Teil mit KI erzeugt worden ist, ist auf Bandcamp nicht erlaubt.
Bandcamp will, dass Musiker weiter Musik machen und Fans darauf vertrauen können, dass die Musik, die sie auf Bandcamp finden, von Menschen geschaffen wurde.

Tech-Konzerne zahlen für Wikipedia-Inhalte
Wikipedia hat mehrere große KI-Unternehmen als zahlende Partner gewonnen. Amazon, Meta, Microsoft, Mistral AI und Perplexity sind dem Partnerprogramm Wikimedia Enterprise beigetreten. Zuvor waren bereits Google und Ecosia Partner. Die Firmen nutzen die Schnittstellen von Wikimedia Enterprise, um Wikipedia-Inhalte in ihre Produkte einzubinden.
Wikipedia gilt als einer der hochwertigsten Datensätze für das Training großer Sprachmodelle. Die Inhalte speisen auch die Antworten von Chatbots, Suchmaschinen und Sprachassistenten. Bereits Ende Oktober beklagte Wikipedia einen Besucherschwund durch KI-Systeme bei gleichzeitigem Abgreifen der Inhalte durch KI-Crawler. Die KI-Systeme spielen Wikipedia-Inhalte aus, ohne Nutzer auf die Webseite zu bringen. Die Organisation forderte daraufhin öffentlich die großen KI-Unternehmen dazu auf, die angebotene Programmierschnittstelle zu nutzen und Lizenzen zu zahlen.
(mali)
Künstliche Intelligenz
Neue PC-Spiele im Februar 2026: „Resident Evil Requiem“
Im Februar warten unter anderem Highlights wie das Survival-Horrorspiel „Resident Evil Requiem“ darauf, gezockt zu werden. Außerdem erscheinen das Metroidvania „Emberbane“ und der knallbunte FPS „High On Life 2“.
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Hamlet Games
)
Nioh 3
Das Entwicklerstudio „Team Ninja“ schickt am 6. Februar 2026 mit „Nioh 3“ den langersehnten, neusten Teil der beliebten Samurai-Action-RPG-Reihe ins Rennen. „Nioh 3“ wird, genau wie seine Vorgänger, gerne dem „Soulslike“-Genre zugeordnet, hebt sich in dieser (guten) Gesellschaft aber vor allem durch das besondere Setting ab, das sich irgendwo zwischen japanischer Mythologie und düsterer Fantasy-Welt bewegt. Gemeinsam mit anderen Soulsgames hat „Nioh 3“ den anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad, der insbesondere im Kampf gegen die zahlreichen Bosse mit ihren einzigartigen Mustern und Fähigkeiten spürbar ist.
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Trailer zu „Nioh 3“
In „Nioh 3“ erlaubt das Kampfsystem Spielern einen nahtlosen Wechsel zwischen Samurai- und Ninja-Stil, sodass sich die Stärken beider Stile im Kampf kombinieren lassen. Für beide Kampfstile stehen zahlreiche Waffen, darunter Katana, Tonfa, Odachi, Glefe und Eisenklauen, zur Verfügung. „Nioh 3“ spielt im Japan des frühen 17. Jahrhunderts und lässt Spieler die Kontrolle über die Hauptfigur Tokugawa Takechiyo übernehmen, dessen Ernennung zum nächsten Shogun bevorsteht. Dies gefällt Takechiyos jüngerem Bruder, Tokugawa Kunimatsu, überhaupt nicht, was zu einem dramatischen Konflikt zwischen den beiden führt und die Welt in eine finstere Ära stürzt.
Resident Evil Requiem
Am 27. Februar 2026 kehrt die wohl beliebteste Horror-Spielereihe mit „Resident Evil Requiem“ auf den PC und die aktuelle Konsolengeneration zurück. „Resident Evil Requiem“ ist der 9. Hauptteil der „Resident Evil“-Reihe aus dem Hause Capcom und das neueste RE-Spiel von mittlerweile rund 30 Titeln, zu denen auch einige Spin-offs und Remakes gehören. Das Survival-Horrorspiel schickt Spieler in der Rolle zweier Hauptfiguren in die Stadt zurück, die dank des diabolischen Pharma-Riesen Umbrella zum Ursprungsort allen Übels wurde. Die clevere Kriminalanalytikerin Grace Ashcroft und der ikonische DSO-Agent Leon S. Kennedy erleben jeweils ihre ganz eigene Horrorstory in Raccoon City, die nicht nur unterschiedliche Handlungsvarianten, sondern auch verschiedene Gameplay-Stile bietet.
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Trailer zu „Resident Evil Requiem“
Grace hat sich seit dem Tod ihrer Mutter zurückgezogen und widmet sich vollständig ihrer Arbeit. Eines Tages beschließt sie, den mysteriösen Todesumständen in einem Hotel in Racoon City auf den Grund zu gehen. Leon hingegen kehrt während seiner Ermittlungen in einer Reihe von Todesfällen nach RC zurück und hofft, dort Fortschritte machen zu können. „Resident Evil Requiem“ hat wie immer düstere Action, haarsträubende Gruselpassagen, allerlei Rätsel sowie das allseits beliebte Ressourcen- und Inventar-Management im Gepäck. Spieler haben zudem die Möglichkeit, „Resident Evil Requiem“ in der Ego- oder Third-Person-Perspektive zu spielen.
High On Life 2
Mit „High On Life 2“ wird am 13. Februar 2026 die intergalaktische Geschichte aus dem Jahr 2022 fortgesetzt. „High On Life 2“ ist eine Mischung aus hyperaktivem, knallbuntem First-Person-Shooter und humorvollem Action-Adventure, die in einer chaotischen Sci-Fi-Welt stattfindet. Der erste Teil des Spiels war unter anderem auch wegen des außergewöhnlichen Gunplays so beliebt, das sich vor allem durch das außerirdische Design und Tatsache auszeichnet, dass jede Waffe in „High On Life“ lebendig ist. Diese Mechanik hat es auch in den zweiten Teil geschafft und somit auch die prominente Synchronisation der Waffen.
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Trailer zu „High On Life 2“
Lieh im ersten Teil des Spiels noch Justin Roiland (Sprecher von Rick & Morty) der Hauptwaffe seine Stimme, so löst ihn nun unter anderem der britische Schauspieler und Synchronsprecher Ralph Ineson (u.a. Harry Potter, Game of Thrones) ab, der nicht zuletzt für seine tiefe Stimme bekannt ist. „High On Life 2“ setzt die Handlung nach den Ereignissen des ersten Teils fort. Spieler übernehmen erneut die Rolle des Protagonisten, der in „High On Life“ die Menschheit gerettet hat und zu einem berühmten Kopfgeldjäger wurde. In „High On Life 2“ gilt es dem bösen Pharmakonzern abermals die Stirn zu bieten, da dieser es auf Lizzie, die Schwester des Spielercharakters, abgesehen hat.
Diese und weitere PC-Spiele-Neuerscheinungen im Februar haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Tabelle: Alle Neuerscheinungen im Überblick
| Titel | Genre | Plattform | Datum |
| Pax Autocratica | Roguelite-FPS | Windows | 02.02. |
| Tearscape | Soulslike | Windows | 02.02. |
| The 18th Attic | Horror | Windows | 02.02. |
| Norse: Oath of Blood | Runden-Taktik | Windows, PS5, Xbox Series | 03.02. |
| Unemployment Simulator 2018 | Pixel-Art-Survival | Windows, Mac | 03.02. |
| Car Service Together | Simulation | Windows | 04.02. |
| Master of Piece | Roguelite | Windows, Mac | 04.02. |
| Dragon Quest VII Reimagined | JRPG | Windows, PS5, Xbox Series, Switch | 05.02. |
| Menace | CRPG | Windows | 05.02. |
| PUBG: Blindspot | Multiplayer-Shooter | Windows | 05.02. |
| My Hero Academia: All’s Justice | 3D-Fighter | Windows | 06.02. |
| Nioh 3 | Action-RPG | Windows, PS5 | 06.02. |
| Underboard | Roguelike | Windows | 06.02. |
| Mewgenics | Roguelike-Taktik | Windows | 10.02. |
| Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties | Action-Adventure | Windows, PS4, PS5, Xbox Series, Switch | 11.02. |
| Romeo Is A Dead Man | Action-Adventure | Windows, PS5, Xbox Series | 11.02. |
| Disciples: Domination | Strategie-RPG | Windows, Mac, PS5, Xbox Series | 12.02. |
| ChromaGun 2: Dye Hard | SciFi-Rätsel | Windows, Mac, Linux, PS4, Xbox One, Switch | 12.02. |
| RIDE 6 | Rennspiel | Windows, PS5, Xbox Series | 12.02. |
| Reanimal | Horror-Adevnture | Windows, PS5, Xbox Series, Switch | 13.02. |
| High On Life 2 | Action-Adventure | Windows, PS5, Xbox Series | 13.02. |
| Astrobotanica | Survival-Craft | Windows | 16.02. |
| Weeny Wise | Koop-Abenteuer | Windows | 18.02. |
| Star Trek: Voyager – Across the Unknown | Survival-Strategie | Windows | 18.02. |
| Styx: Blades of Greed | Schleich-Abenteuer | Windows, PS5, Xbox Series | 19.02. |
| Dead in Antares | Survival-Management | Windows | 19.02. |
| Emberbane | Metroidvania | Windows, Mac, Linux | 24.02. |
| Fall of an Empire | Globalstrategie | Windows | 26.02. |
| Tales of Berseria Remastered | JRPG | Windows | 27.02. |
| Untamed Kingdom | Survival | Windows | 27.02. |
| Resident Evil Requiem | Survival-Horror | Windows, PS5, Xbox Series | 27.02. |
Die folgende Galerie zeigt die Spiele-Highlights für den PC aus dem Januar 2026:
Bilderstrecke: Die Highlights im Januar
Auch im laufenden Monat stehen noch einige Spielveröffentlichungen aus. Eine Übersicht der Januar-Releases zeigt die folgende Galerie:

indie.io
)
Siehe dazu auch:
(sem)
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