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Künstliche Intelligenz

Dev Configs for Windows: Von der Frischinstallation zur IDE in einem Befehl


Microsoft hat mit Dev Configs for Windows eine Open-Source-Sammlung von Konfigurationen veröffentlicht, die Entwicklerarbeitsplätze unter Windows automatisiert einrichtet. Die Konfigurationen bauen auf der WinGet-Funktion winget configure auf und sollen einen frisch installierten Rechner mit einem einzigen Befehl in eine einsatzbereite Entwicklungsumgebung verwandeln. Sie sind deklarativ aufgebaut, durchlaufen automatisierte Tests und lassen sich laut Microsoft gefahrlos mehrfach ausführen.

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Das Projekt zielt auf Entwickler, die ihre Arbeitsumgebung reproduzierbar aufsetzen wollen – auf einem neuen Notebook, einer Testmaschine oder in Teams mit standardisierten Setups. Statt eigene Installationsskripte zu pflegen, beschreiben die Konfigurationen den gewünschten Endzustand eines Systems. Microsoft unterscheidet drei Anwendungsfälle: einen vollständigen Entwicklerarbeitsplatz für Windows, eine erweiterte Shell-Umgebung für WSL sowie einzelne Sprach- und Framework-Workloads.

Die umfangreichste Variante heißt „Windows Dev Config“. Sie installiert typische Entwicklerwerkzeuge, darunter PowerShell 7, Git, GitHub CLI, Visual Studio Code, .NET SDK 10, Python 3.13 mitsamt dem Paketmanager uv, Node.js, Oh My Posh und die PowerToys. Zusätzlich passt die Konfiguration Windows selbst an und aktiviert etwa den Entwicklermodus, lange Dateipfade und den Dark Mode. Auch Datei-Explorer, Startmenü, Suche und Edge erhalten neue Voreinstellungen.

Einen Schwerpunkt legt Microsoft auf das Windows-Subsystem für Linux (WSL). Die Konfiguration installiert WSL samt Ubuntu und überbrückt den dafür nötigen Neustart automatisch. Dazu nutzt sie den Windows-Mechanismus RunOnce, der eine Aufgabe nach dem nächsten Anmelden einmalig ausführt. Anwender müssen nach dem Reboot nicht eingreifen – die Installation läuft selbstständig durch.

Ferner bietet Microsoft mit „WSL Comfort“ eine Konfiguration speziell für die Arbeit mit Linux unter Windows. Sie läuft wahlweise interaktiv oder mit dem Schalter -NonInteractive unbeaufsichtigt und richtet sowohl die Windows- als auch die Linux-Seite ein. Anwender wählen zwischen Bash und Zsh und können optional den Prompt-Generator Starship, Homebrew oder verschiedene moderne Kommandozeilenwerkzeuge dazunehmen. Das Linux-Skript comfort-shell-bootstrap.sh läuft auch eigenständig auf jedem Ubuntu-Host.

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Zu diesen Werkzeugen zählen rg (ripgrep) für schnelle Volltextsuchen im Quellcode, bat als Alternative zu cat mit Syntaxhervorhebung, zoxide für eine lernfähige Verzeichnisnavigation sowie fzf, fd, eza und jq. Auf der Windows-Seite richtet die Konfiguration ein angepasstes Profil für das Windows-Terminal sowie die Schriftart Cascadia Code Nerd Font ein. Nerd Fonts enthalten zusätzliche Symbole, die moderne Shell-Prompts etwa für Git-Branches oder Statusanzeigen nutzen.

Wer keine vollständige Entwicklungsumgebung benötigt, kann stattdessen einzelne Workloads installieren. Microsoft nennt unter anderem TypeScript, Python, .NET, Go, Java, Rust, PHP, WinForms und WinUI 3. Jede dieser Konfigurationen bringt eine eigene Datei configuration.winget mit sowie ein Hilfsskript install.ps1, das die Installation anstößt und die PATH-Variable in der aktuellen Shell-Sitzung aktualisiert.

Technisch knüpfen die Dev Configs an die vorhandenen Konfigurationsfunktionen von WinGet an. Die Dateien beschreiben Pakete, Systemeinstellungen und Nachinstallationsschritte deklarativ. Da sie den Zielzustand statt einzelner Schritte definieren, lassen sich Setups zuverlässig wiederholen und auf weitere Rechner übertragen. Voraussetzung ist eine aktuelle Version des App Installers; falls winget configure nicht verfügbar ist, lässt sich die Funktion einmalig mit winget configure --enable aktivieren.

Bereits angekündigt ist eine Erweiterung für die Command Palette der PowerToys. Sie soll die im Projekt definierten Konfigurationsabläufe direkt als auswählbare Einträge anbieten, sodass Anwender die jeweiligen Konfigurationsdateien nicht mehr manuell angeben müssen.

Mit den Dev Configs verfolgt Microsoft einen Ansatz, der an Dotfile-Sammlungen, Infrastructure as Code und automatisierte Entwickler-Setups unter Linux oder macOS erinnert. Weitere Details und die vollständige Liste der unterstützten Toolchains finden sich in der Dokumentation auf Microsoft Learn sowie im GitHub-Repository des Projekts.


(fo)



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Meta-KI: Dokumenten-Upload bald direkt vom iPhone


Meta AI steckt zwar mittlerweile in fast jedem Meta-Produkt von Facebook über Messenger bis hin zu WhatsApp, soll aber im Vergleich zu ChatGPT von OpenAI oder Claude von Anthropic deutlich geringere Nutzungszahlen aufweisen. Nun versucht Meta, iPhone-Besitzer zu einem stärkeren Einsatz des eigenen KI-Systems zu bringen. Dazu gibt es jetzt bei ersten Usern die Möglichkeit, Dokumente zur weiteren Verarbeitung durch Meta AI direkt hochzuladen. Das ging derzeit nur mit Fotos, die man wahlweise auch direkt aufnehmen konnte.

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Laut dem WhatsApp-Beta-Tracker WABetaInfo begann der Rollout in der vergangenen Woche mit der Betaversion von WhatsApp 26.20.10.72, die mittlerweile durch die Produktionsversion 26.21.74 abgelöst wurde. Bei Nutzern, die die Funktion bereits erhalten haben, kommt der Meta-AI-Bildschirm mit der neuen Upload-Funktion für Dokumente. Das KI-System kann dann ein Dokument, beispielsweise ein PDF oder eine Excel-Tabelle, direkt analysieren und beispielsweise zusammenfassen. Zuvor musste man Inhalte schlicht durch Kopieren und Einfügen an Meta AI übermitteln – oder versuchen, dies über Screenshots zu lösen.

Meta will die Funktion nicht nur unter iOS anbieten, sondern auch unter Android. Dort soll es ebenfalls einen Betatest geben. Eine direkte Verarbeitung von Dokumenten, etwa in Form von Veränderungen an PDFs oder Tabellen, ist derzeit offenbar nicht vorgesehen. Es ist damit zu rechnen, dass die Funktionalität in den kommenden Wochen an alle Nutzer ausgerollt wird.

Meta ist bekannt dafür, seine KI-Funktionen in seinen Apps prominent zu platzieren – oft so, dass man sie nicht vollständig abschalten kann. So ist es etwa möglich, Meta AI in einen Gruppenchat zu holen, was aufgrund der Tatsache, dass mit diesen Daten trainiert werden könnte, vielen Usern unangenehm ist.

Für Facebook selbst gibt es mit Vibes seit längerem einen Videogenerator, der ähnlich wie die von OpenAI eingestellte Sora-App arbeitet. Kritiker werfen Meta vor, dass das Unternehmen damit zur (noch) größeren Verbreitung von AI Slop beiträgt. Massenhaft werden solche Videos auch zur Bewerbung von Produkten verwendet, die in Wahrheit ganz anders aussehen.

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(bsc)



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Amazon investiert eine Milliarde US-Dollar in Weiterbildungsprogramm


Amazon hat am heutigen Donnerstag bekannt gegeben, eine Milliarde US-Dollar in sein Weiterbildungsprogramm „Career Choice“ zu investieren. Das Geld kommt aus dem im Oktober 2025 vorgestellten „Future Ready 2030 Fund“, der insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar umfasst und den Zugang zu Bildung und Qualifizierung erweitert. So sollen mindestens 50 Millionen Menschen auf die Zukunft der Arbeit vorbereitet werden.

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Das „Career Choice“-Programm steht Angestellten in den USA und in 13 weiteren Ländern – darunter auch Deutschland – offen und richtet sich international an alle Festangestellten in den Einstiegs-Karrierestufen 1 bis 3, die seit mindestens einem Jahr bei Amazon beschäftigt sind. In den USA gibt es das zusätzlich auch für Level 4 und höher, diese Erweiterung gilt aber erstmal nur dort.

Amazon kommt nach eigenen Angaben bei Career Choice für 100 Prozent der Studiengebühren im Voraus auf und erstattet genehmigte Bücher und Gebühren bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 4500 Euro. Laut Amazon haben 2012 weltweit über 300.000 Mitarbeiter an dem Programm teilgenommen, nun sollen noch einmal 500.000 Angestellte hinzukommen.

Das Programm soll in allen 14 Ländern, in denen es angeboten wird, weiterentwickelt werden, um den Schwerpunkt auf Bereiche mit hohem Beschäftigungswachstum zu legen: Cybersicherheit, Softwareentwicklung, Logistik, erneuerbare Energien und Mechatronik. Laut Amazon sind die Kurse so konzipiert, dass sie Flexibilität bei unterschiedlichen Arbeitszeiten bieten.

Amazon betonte bei der Bekanntgabe, dass man auch über Career Choice hinaus weiterhin die Weiterbildung der bestehenden Mitarbeiter fördere – etwa durch Initiativen wie „AWS Skill Builder“. In dessen Rahmen können Mitarbeiter AWS-Zertifizierungen in Bereichen wie Maschinelles Lernen und KI erwerben. Die sogenannte „Machine Learning University“ (MLU) schule Mitarbeiter zudem darin, KI-Lösungen für die spezifischen geschäftlichen Herausforderungen von Amazon zu entwickeln. Das Unternehmen übernimmt nach eigenen Angaben für jeden Mitarbeiter die Kosten für eine AWS-Prüfung im Bereich KI oder Maschinelles Lernen pro Jahr.


(nij)



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Schneller PC-Arbeitsspeicher ohne Übertakterprofile im Test


Viele Anwendungen, aber vor allem 3D-Spiele profitieren von besonders schnellem Arbeitsspeicher. Mit JEDEC-konformen DDR5-Modulen ist bislang bei aktuellen Prozessoren von AMD und Intel typischerweise bei DDR5-5600-Tempo Schluss. Schneller geht es nur mit Overclocking-Modulen mit EXPO- oder XMP-Profilen, die statt der in der Spezifikation festgelegten Versorgungsspannung von 1,1 Volt höhere Spannungen von 1,35 Volt und mehr erfordern. Dadurch besteht das Risiko, dass die feinen Halbleiterstrukturen im Prozessor Schaden nehmen. Denn der Speichercontroller steckt ebenfalls in der CPU.

Der taiwanische Hersteller Exceleram hat nun RAM-Kits vorgestellt, die DDR5-6000- und DDR5-6400-Tempo ohne Overclocking-Profile und ohne erhöhte Spannung schaffen. Bei welchen Anwendungen das schnelle RAM Vorteile bringt und in welchen nicht, mussten sie im c’t-Labor zeigen.

Wir haben die beiden Speicherkits in unserem Bauvorschlag für einen High-End-Allrounder mit Ryzen 7 9800X3D und in einem Intel-Testsystem mit dem 24-Kerner Core Ultra 7 270K Plus getestet. Sie treten gegen DDR5-5600-DIMMs, DDR5-6400-CUDIMMs sowie Übertakterspeicher mit kurzen Latenzen an.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Schneller PC-Arbeitsspeicher ohne Übertakterprofile im Test“.
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