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Künstliche Intelligenz

Dienstag: Netzwerk des Bundestags ausgefallen, KI-Chatbot Grok im Schuleinsatz


Das Netzwerk im Deutschen Bundestag ist am Montag mehrere Stunden lang ausgefallen. Die genaue Ursache und ein möglicher Zusammenhang mit dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj waren zunächst unklar. In El Salvador haben der Präsident des Landes, Nayib Bukele, und Milliardär Elon Musk den Einsatz des KI-Chatbots Grok in den öffentlichen Schulen des Landes vereinbart. Während beide Seiten die Übereinkunft feiern, ist Grok andernorts höchst umstritten. Und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat getestet, wie sicher E-Mail-Programme sind – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Erst am vergangenen Freitag hat die Bundesregierung den russischen Botschafter einbestellt, nachdem die deutschen Nachrichtendienste einen großen IT-Angriff und eine Desinformationskampagne im Bundestagswahlkampf ganz klar Moskau zugeschrieben haben. Die „gezielte Informationsmanipulation“ reihe sich in eine Serie von Aktivitäten ein, die das Ziel hätten, das Vertrauen in demokratische Institutionen und Prozesse in Deutschland zu untergraben, so das Auswärtige Amt. Parallel zu den Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine im Bundeskanzleramt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskyj und den US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff, kam es zu einem Ausfall der Bundestags-IT. War es ein technischer Defekt oder ein russischer Angriff? Netzwerk des Bundestags am Montag stundenlang ausgefallen

Der Präsident El Salvadors, Nayib Bukele, genießt hohe Zustimmungswerte in der Bevölkerung, nachdem er die Bandenkriminalität im Land eingedämmt und das Sicherheitsgefühl der Menschen stark verbessert hat. Seine Methoden sind allerdings umstritten. Nun treibt Bukele auch Veränderungen im Bildungssystem voran. Zuletzt wurden neue Regeln für Disziplin und Höflichkeit erlassen und die Verwendung „inklusiver Sprache“ in staatlichen Schulen verboten. Jetzt holt er Elon Musk und dessen soziales Netzwerk X ins Land. Der KI-Chatbot Grok soll in den öffentlichen Schulen El Salvadors eingesetzt werden. In Europa laufen juristische Untersuchungen gegen Grok wegen antisemitischer Entgleisungen. El Salvador: Weltweit erstes landesweites KI-Bildungsprogramm zusammen mit xAI

Kürzlich hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einem Whitepaper die Anbieter von Web-Mail-Diensten ins Gebet genommen. Der Schutz vor Phishing und Identitätsdiebstahl sei lückenhaft umgesetzt, und einfache Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei nicht leicht genug zu nutzen, so die Kritik. Auch in einem Bericht zur Sicherheit von Passwort-Managern zeigte Deutschlands oberste IT-Sicherheitsbehörde Verbesserungspotenzial auf. Jetzt nahm das BSI einige E-Mail-Programme genauer unter die Lupe. Die Ergebnisse dürften überraschen. BSI checkt E-Mail-Programme

Die Bundesregierung hat sich durchgesetzt. Vor allem mit Blick auf die deutschen Autohersteller soll am heutigen Dienstag die Rolle rückwärts vom kompletten Verbrenner-Aus in der Europäischen Union (EU) verkündet werden. Vermutlich wird es für Neuwagen mit Verbrenner auch nach 2034 noch die Möglichkeit auf Erstzulassung geben. Wie bereits vor einigen Tagen durchgesickert ist, wird der Flottengrenzwert von Null Gramm CO2 ab 2035 wohl aufgeweicht. Doch bereits jetzt gibt es an dem Vorhaben reichlich Kritik. Wirtschaftswissenschaftler und Experten warnen vor kurzfristigen Signalen an die Autohersteller und sprechen von einer Symboldebatte. Verbrenner-Ende in Neuwagen: Ökonomen warnen vor Aufweichung von Zielen

Die Euro-7-Norm, eine E-Auto-Förderung, höhere Pendlerpauschale und Preisgrenzen für Dienstwagen und Abschreibungen – im kommenden Jahr ändert sich einiges für Autofahrer. Die Liste ist lang und reicht bis hin zu Änderungen bei Reisen im europäischen Ausland. Einige Punkte stechen ins Auge: Noch vor seiner EU-weiten Einführung im Jahr 2030 soll der digitale Führerschein schon Ende 2026 in Deutschland verfügbar sein. Dazu haben sich Bund und Länder auf einen neuen Preis für das Deutschlandticket geeinigt und dessen Finanzierung bis 2030 gesichert. Abonnenten bei der Deutschen Bahn müssen aufpassen. Das ändert sich für Autofahrer 2026

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Smartphone 2026 im Test – Samsung, Xiaomi, Apple & Co.


Samsung Galaxy S23 Ultra im Test: Einfach das beste Smartphone

Auf den ersten Blick hat sich beim Samsung Galaxy S23 Ultra im Vergleich zum Vorgänger wenig getan, aber die Unterschiede bei Chipsatz, Akku und Kamera sind gewaltig.

VORTEILE

  • tolles, hochwertiges Design
  • hervorragendes Display
  • grandiose Kamera
  • wahnsinnige Leistung
  • endlich wieder ein guter Akku!

NACHTEILE

  • Ladegeschwindigkeit mies
  • hoher/höherer Preis

Auf den ersten Blick hat sich beim Samsung Galaxy S23 Ultra im Vergleich zum Vorgänger wenig getan, aber die Unterschiede bei Chipsatz, Akku und Kamera sind gewaltig.

Aber (ohne diesen Testbericht spoilern zu wollen) das neue Samsung Galaxy S23 Ultra ist noch einmal deutlich besser. Dabei sieht das auf den ersten Blick gar nicht so aus, schließlich sind die bedeutendsten Unterschiede scheinbar neue Farben für das aktuelle Modell. Was genau einem Feinschliff unterzogen wurde und warum das S23 Ultra das klar bessere Smartphone ist, erklären wir im Test.

Design

Es wurde bereits angedeutet: Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Vorgänger optisch kaum vom neuen Samsung Galaxy S23 Ultra. Bestenfalls im Detail lassen sich einige wenige Unterschiede ausmachen. Dann ist etwa eine der perfekt integrierten Antennenfugen im Metallrahmen anders platziert oder die nach wie vor einzeln aus dem Gehäuse hervorstehenden Kameralinsen auf der Rückseite fallen jetzt dank dunkler statt chromglänzender Einfassung weniger auf.

Außerdem ist das Display nun an den Seiten einen Hauch weniger stark um die Kante gezogen, allerdings war das schon beim Vorgänger weniger als bei anderen Smartphones der Fall. Insgesamt bietet das Galaxy S23 Ultra nun die perfekte Mischung aus hochwertigem Rund-Design und problemloser Bedienung. Der gute Eindruck, den das Gerät hinterlässt, wenn man es in der Hand hält, ist nach wie vor unerreicht.

Das macht einfach die Mischung aus riesigem, dafür aber – trotz der gleich gebliebenen Ausmaße und den 5 Gramm mehr Gewicht – beinahe noch so etwas wie handlichem und gleichzeitig hochwertigem Gehäuse. Samsung nimmt hier vielleicht keine Alleinstellung ein, denn auch andere Hersteller wie Xiaomi, Oppo, Apple oder Vivo verstehen es, extrem hochwertige Smartphones zu bauen. Doch ein Highlight sind die tolle Verarbeitung und das Design dennoch. Generell war das aber auch beim Galaxy S22 Ultra (Testbericht) schon der Fall.

Stirn- und Fußseite sind wieder flach, sodass das Smartphone mit etwas Geschick aufrecht auf eine gerade Tischplatte gestellt werden kann. Unten integriert der Hersteller darin links den zum Vorgänger identischen Stylus, der auf Druck ein Stück aus dem Aufbewahrungsschacht hervorschnellt und dann gegriffen werden kann. Daneben befindet sich einer der starken Lautsprecher, je ein Mikrofon neben dem mittig platzierten USB-C-3.2-Anschluss sowie der SIM-Einschub für zwei Nano-SIM-Karten. Etwas ungeschickt: Wer den SIM-Schlitten mittels des beigelegten SIM-Tools hervorlocken möchte, sollte dringend aufpassen, nicht das direkt daneben liegende Mikrofon zu erstechen. Die Stirnseite des Smartphones ist da deutlich einfacher: Lediglich eine perfekt in den Rahmen integrierte Antennenfuge sowie eine Mikrofonöffnung sind hier untergebracht.

Die Seiten sind ähnlich aufgebaut: Links gibt es wieder nur eine einzelne Antennenfuge zu sehen, rechts zwei davon, außerdem positioniert Samsung hier den ideal mit dem Daumen erreichbaren Power-Button sowie die darüber installierte Lautstärkewippe. Beide Tasten sitzen fest im Metallrahmen, bieten einen knackigen Druckpunkt und kurzen Tastenhub – einfach perfekt. Auf der Rückseite findet man wieder die einzeln hervorstehenden Kameralinsen. An Anordnung und Positionierung hat sich nichts geändert, aber wegen der bereits erwähnten, dunklen Einfassung der einzelnen Linsen wirkt es so, als stünden sie etwas weniger aus dem Gehäuse hervor. Und während man beim Rest der Rückseite abgesehen von den neuen Farben keinen weiteren Unterschied bemerkt, gibt es doch Änderungen.

Denn das S23 Ultra setzt hier auf das neueste Gorilla Glas Victus 2. Der Hersteller verspricht hierbei eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit auch bei ungünstigen Aufprallwinkeln – also den Winkeln, die grundsätzlich immer im Alltag auftreten (Murphys Law). Ausprobieren wollten wir das bei einem so schicken (und teuren) Smartphone nicht, wir raten grundsätzlich bei Smartphones sicherheitshalber zu entsprechenden Schutzhüllen. Wasser- und staubdicht ist das Samsung Galaxy S23 Ultra weiterhin nach IP68.

Übrigens: Wer über den Stillstand beim Design des Samsung Galaxy S23 Ultra meckert, sollte sich zwei Dinge vor Augen führen. Einerseits machen das andere Hersteller, darunter auch Apple, schon seit Jahren so. Andererseits ist das beim Ultra-Modell nur logisch. Denn während bei der S22-Generation S22 und S22+ mit einem vom S22 Ultra abweichenden (Kamera)Design auftraten, hat Samsung nun beim Samsung Galaxy S23 (Testbericht) und Galaxy S23+ (Testbericht) nachgezogen – sie orientieren sich nun ebenfalls am Ultra. Eine generelle Design-Überarbeitung dürfte dann einheitlich – also für alle drei Modelle – wieder im nächsten Jahr anstehen.

Display

Auch beim Display scheint sich nicht viel geändert zu haben und tatsächlich lassen sich hier im Detail kaum Fortschritte berichten. Das macht aber nichts, denn schon der Screen des Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) ist einfach grandios. Erneut verteilen sich auf gewaltigen 6,8 Zoll bis zu 3088 × 1440 Pixel, als Technik setzt Samsung wie gehabt auf AMOLED. Damit erreicht das Panel knackscharfe 500 Pixel pro Zoll (ppi), am sinnvollsten wegen des besten Kompromisses zwischen Darstellungsqualität und Akkulaufzeit dürfte im Alltag aber die erweiterte FHD-Auflösung sein. Deutliche Qualitätseinbußen müssen Interessenten dabei nicht befürchten, auf HD+ würden wir aber nicht heruntergehen.

Samsung bietet beim S23 Ultra wieder eine adaptive Steuerung an, die die Anzahl der dargestellten Bilder pro Sekunde selbstständig zwischen 1 und 120 Bilder pro Sekunde regelt. Das sorgt je nach Darstellungsart bei bewegten Bildern für flüssige Darstellung und bei statischen Inhalten für weniger Stromverbrauch. Wie schon beim S22 Ultra ist durch die ganzen technischen Finessen die Darstellung des S23-Ultra-Screens hervorragend. Das betrifft Farbdarstellung, Kontraste und Schwarzwert ebenso wie die tolle Blickwinkelstabilität und die enorme Helligkeit des Screens. Ablesbarkeit ist selbst im direkten Sonnenlicht kein Thema. Farben, Kontraste und mehr werden zudem automatisch an die Umgebung angepasst – Samsung nennt das Vision Booster.

Beim S23 Ultra soll das OLED-Panel wieder bis zu 1750 cd/m² hell werden, neu ist hingegen der Schutz durch neuestes Gorilla Glas Victus 2. Den Extra-Button in den Anzeigeeinstellungen namens „zusätzliche Helligkeit“, der die Leuchtkraft tatsächlich noch einmal sichtbar erhöht, gibt es auch wieder.

An den Messergebnissen ändert das beim neuen S23 Ultra wenig, wir kommen auch hier wieder „nur“ auf 700 Candela im manuellen, im Automatikmodus steigt die Leuchtkraft auf über 1350 cd/m². Die Differenz dürfte wieder durch das verwendete Messgerät und den Umstand zustande kommen, dass die hohe Herstellerangabe nur bei bestimmten HDR-Inhalten erreicht werden. Wie schon beim S22 Ultra auch hier wieder der Hinweis: Hohe Helligkeit des Screens geht immer zulasten der Akkulaufzeit, doch das macht sich hier grundsätzlich weniger als beim Vorgänger bemerkbar. Genaueres verraten wir zu einem späteren Zeitpunkt im Abschnitt „Akku“.

Das Display des Samsung Galaxy S23 Ultra ist wieder State oft the Art und dürfte mindestens zu den besten Screens am Markt zählen.

Kamera

Auch wenn es sich langsam etwas abnutzt: Bei der Kamera ist das Design wie beim Vorgänger, im Detail gibt es aber große Unterschiede. So setzt Samsung nun für die Hauptkamera auf 200 Megapixel statt zuvor 108 Megapixel, der Rest, also der Weitwinkel mit 12 Megapixel und die beiden Telelinsen mit optischer 3-facher und 10-facher Vergrößerung bieten wieder 10 Megapixel. Zumindest auf dem Papier bleibt die Kamera abgesehen von der Hauptlinse also gleich.

Bei der Frontkamera ist sogar ein Rückschritt zu verzeichnen: Aus den 40 Megapixel des Galaxy S22 Ultra (Testbericht) werden nur noch 12 Megapixel beim neuen Modell. Wer jetzt kopfschüttelnd abwinkt, da mehr Megapixel bei der Hauptkamera ohnehin nichts bringen und die Frontkamera nur noch Mittelklasse-Niveau sein wird, der irrt gewaltig.

Bei einfachen Tageslichtaufnahmen brilliert Samsungs neuestes Flagship wieder mit toller Farbwiedergabe, starkem Weißabgleich, grandioser Bildschärfe und toller Bilddynamik – und dabei sprechen wir von den normalen 12-Megapixel-Aufnahmen in der Voreinstellung. 12? Genau, denn wie beim Vorgänger bleibt Samsung bei 12 Megapixel in der Werkseinstellung und nutzt die noch weiter gestiegene Pixelzahl, um dank Pixel Binning aus 16 Pixeln nun Informationen für ein verbessertes Pixel zusammenzuziehen. Das macht sich vor allem bei weniger Licht positiv bemerkbar.

Gerade Bildschärfe und Detailgrad lassen sich noch weiter anheben, indem man die Pixelzahl nach oben anpasst – zumindest bei gutem Licht funktioniert das und selbst bei Dunkelheit haben wir damit bisweilen gute Ergebnisse erzielt. Nutzer haben dabei die Wahl, Aufnahmen mit 50 Megapixel und einem Pixel-Binning-Verhältnis von 1:4 oder gar 200 Megapixel im Pixel-Verhältnis 1:1 zu erstellen.

Das wirkt sich sichtbar positiv auf die Bildschärfe aus, während die Bilddynamik bei gutem Licht erstaunlich wenig zurückgeht. Resultat sind einerseits wesentlich schärfere, detailreichere Bilder, die im Gegenzug statt um 5 MByte (4000 × 3000 Pixel) satte 16 MByte (8160 × 6120 Pixel) und sogar 45 MByte (16.320 × 12.240 Pixel) groß sind. Erstaunlich ist dabei neben der grandiosen Bildschärfe gerade bei 200 Megapixel die Geschwindigkeit, mit der ein solches Bild in den Speicher verschoben wird. Zwar dauert das insgesamt rund 2 Sekunden und vorher kann auch kein neues Bild geknipst werden, allerdings ist der Sucher wieder sofort bereit für ein neues Motiv, sodass kein Unterschied zu kleinen 12-Megapixel-Aufnahmen auffällt. Das ist stark.

Weitwinkel und Telelinsen sind qualitativ ebenfalls auf hohem Niveau, können aber wie immer nicht ganz mit der Hauptkamera mithalten. Das gilt aber nur in der Vergrößerung am PC, im Vollbild und erst recht auf dem Smartphone-Display sehen die Aufnahmen hervorragend aus. Allerdings gibt es ein kleines Problem beim 10-fachen Teleobjektiv. Viele Aufnahmen werden hier zu stark aufgehellt, Kontraste gehen verloren. Bei Aufnahmen in dunkler Umgebung ist der Weißabgleich hingegen viel zu warm. Hier sollte Samsung noch mal nacharbeiten.

Zwei Highlights wollen wir im Vergleich zum Samsung Galaxy S22 Ultra herausstellen: Nachtaufnahmen und Digitalzoom. Nachtaufnahmen zeigen jetzt noch weniger Bildrauschen, für Freihandaufnahmen sind entsprechende Bilder richtig gut. Grundsätzlich sieht die Kamera wie bei den meisten Smartphones mehr als das menschliche Auge – die „hellen“, blauen Bereiche der Nachtaufnahmen in der Bilderstrecke sind für den Autor komplett schwarz gewesen.

Wer bei Nachtaufnahmen nicht hineinzoomt, wird mit erstaunlich klaren Aufnahmen belohnt. Erst in der Vergrößerung wird klar, dass es sich doch „nur“ um eine Smartphone-Kamera handelt. Eine eindeutige Aussage, ob das nun die beste Lowlight-Performance in einem Smartphone ist, fällt ohne direkten Vergleich zur Konkurrenz schwer. Zu den besten am Markt gehört das S23 Ultra bei Nachtaufnahmen aber definitiv. Astrofotografie im sogenannten ExpertRAW-Mode reichen wir nach.

Eine andere Verbesserung bietet der Digitalzoom. Selbst, wenn entsprechend herangeholte Motive auf dem Sucher noch nicht gut aussehen, so sind sie nach der automatischen Nachbearbeitung selbst mit 30-fachem Zoom noch erstaunlich detailliert. Das ist allerdings auch stark vom Motiv abhängig. Bisweilen kommen Aufnahmen mit 30-fach-Digitalzoom heraus, bei denen man ohne weiteres Hineinzoomen glauben könnte, nah am Motiv gestanden zu haben. Den 100-fachen Zoom sollte man allerdings wie schon zuvor als Marketing Gag ignorieren.

Grund für die Verbesserungen: Samsung hat generell stark an Software und Hardware gearbeitet. So bietet der eingebaute Chipsatz von Qualcomm, der Snapdragon 8 Gen 2, offenbar einen deutlich besseren Chip zur Bildverarbeitung als der Exynos 2200 des Vorgänger-Ultra. Zudem stabilisieren die optischen Bildstabilisatoren des S23 Ultra Bewegungen nun bis zu 3 Grad statt zuvor 1,5 Grad und die Hauptkamera bietet mit jetzt f/1.7 die lichtstärkere Blende. Das alles sorgt zusammengenommen für noch bessere Bildqualität, vor allem bei schwachem Licht.

Das wirkt sich auch auf Selfies und Videos aus. Selfies wirken trotz geringerer Auflösung insgesamt natürlicher und schärfer, auch die Dynamik wurde verbessert. Videos sind von jeher ein Feld, auf dem Samsung gute Leistungen liefert. Egal, ob Schärfe, Stabilisierung, Sound oder Bildrate – das Galaxy S23 Ultra brilliert auch bei Bewegtbildern. Zudem bietet das Modell erstmals 8K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde. Wir raten zwar immer noch zu 4K/60, aber 30 statt 24 Bilder pro Sekunde sind immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Letztlich sind wir von der Kamera weitestgehend begeistert. Ob die Konkurrenz hier mithalten kann, muss sich im Laufe des Jahres erst noch zeigen.

Ausstattung

Bei der Kamera klang es schon an: Samsung setzt 2023 und für die S23-Reihe endlich auch in Europa ausschließlich auf Qualcomm als Chip-Partner. Entsprechend steckt nun weltweit der Snapdragon 8 Gen 2 im Inneren des Top-Smartphones, der als „for Galaxy“-Version sogar noch etwas höher als in der Grundversion getaktet ist. Der Nachfolger der ersten Generation bietet einen Hauptkern (Kryo Prime) mit 3,2 GHz, 4x 2,8 GHz (Kryo Gold) und 3x 2 GHz (Kryo Silver). Als GPU löst die neue Adreno 740 mit moderaten Verbesserungen die Adreno 730 aus dem Chip der ersten Generation ab. In der Kombination mit 8 oder 12 GByte RAM sorgt das für überragende Leistung in Benchmarks, aber auch im Alltag.

16.100 Punkte sind es etwa in PCmark Work 3.0, das sind knapp 3000 Punkte mehr als beim S22 Ultra. Mit satten 3800 Punkten in 3Dmark Wild Life Extreme führt das S23 Ultra sogar die Liste aller Android-Smartphones an. Dass sich diese rohe Leistung des Chipsatzes auch im Alltag positiv bemerkbar macht, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, war es aber im vergangenen Jahr beim S22 Ultra nicht. Dort kam es in der ersten Zeit immer wieder zu Mikrorucklern und kurzen Haklern, die von mangelnder Software-Anpassung erzählten. Später bekam Samsung das in der Tat mittels Patches in den Griff.

Beim neuen Samsung Galaxy S23 Ultra ist das anders, hier läuft alles von Beginn an flüssig. Dabei ist es egal, wie man das Stift-Modell fordert. Spiele, Benchmarks, Bildbearbeitung? Da scheint das Gerät nur müde zu lächeln. Ja, es gibt dabei eine minimale, punktuelle Erwärmung auf der Rückseite, die bei Dauerbelastung auch etwas zunimmt. Aber die Hitzeprobleme, die manche Snapdragon-Chipsätze in der Vergangenheit hatten, findet man im Samsung-Smartphone nicht.

Beim Starten von Apps ist das Smartphone gefühlt so schnell wie kein anderes. Ein Grund dafür dürfte der neue UFS-4.0-Speicher sein, der in allen S23-Modellen ab einer Speichergröße von 256 GByte steckt. UFS 4.0 kann rund doppelt so schnell wie UFS 3.1 sein. Apropos Speicher: Die Version mit 128 GByte wie beim Vorgänger gibt es nicht mehr, das relativiert auch den gestiegenen Preis des Modells etwas. Denn mit 256 GByte kostete der Vorgänger mit 1349 Euro auch „nur“ 50 Euro weniger als das neue Modell. Wer 512/12 GByte oder gar 1024/12 GByte Speicher will, muss mit 1579 und 1819 Euro noch einmal deutlich tiefer in die Tasche greifen. In der Vorbestellphase, die bis zum 16. Februar geht, erhalten Käufer, die direkt bei Samsung bestellen, die Modelle mit 512/12 und 1024/12 GByte zum Preis der jeweils kleineren Speicherversion.

8 GByte oder 12 GByte RAM hin oder her: Das S23 Ultra ist schnell, einfach in allen Situationen. Die restliche Hardware steht dem in nichts nach. So kommen Bluetooth 5.3, USB-C 3.2, Wi-Fi 6E, NFC und UWB zum Einsatz, 5G natürlich ohnehin. Den hochauflösenden Audiocodec aptx HD aufzunehmen, weigert sich Samsung aber weiterhin. Der Fingerabdrucksensor verrichtet seine Arbeit ebenfalls vorbildlich und an die Stereolautsprecher hat Samsung offenbar auch noch mal Hand angelegt. Denn die klingen noch etwas voller als beim ohnehin schon ausgezeichneten Vorgänger. Weitere Einblicke in die Ausstattung des Samsung Galaxy S23 Ultra gibt unsere Tabelle.

Bei der Software zeigt sich Samsung schon seit Jahren vorbildlich, das Update-Versprechen von vier Jahren für Versions- und fünf Jahren für Sicherheits-Updates steht natürlich auch für das Galaxy S23 Ultra. Der Hersteller sattelt dabei auf Android 13 auf und stülpt seine OneUI in Version 5.1 über. Die hat sich im Vergleich zum Vorgänger nur wenig geändert, aber auch hier gibt es ein paar interessante Neuerungen.

So dürfen Nutzer jetzt auf sogenannte Bixby-Routinen zurückgreifen, um den Alltag zu vereinfachen. Das Smartphone schlägt dabei Routinen vor, alternativ dürfen sie Nutzer auch manuell anstoßen. Das funktioniert wie bei Smart-Home-Steuerungen, also wie zuvor bei Samsung Smart Things (Testbericht): Der Nutzer wählt einen Auslöser und bestimmt dann, was das Smartphone anschließend tun soll. Damit lässt sich dann etwa der Blaufilter des Displays sowie der Nachtmodus ein- und der Ton des Smartphones ausschalten, wenn man ins Bett geht. Oder generell bei nur noch einem Balken WLAN-Empfang umschalten auf mobile Daten. Oder schon bei 50 Prozent Akku der Energiesparmodus einschalten. Das bietet zahllose neue Individualisierungsmöglichkeiten, wo Nutzer früher auf gezielte Umsetzung durch den Hersteller angewiesen waren.

Zudem soll sich der Sprachassistent Bixby weiter verbessert haben und nun sogar Anrufe per Textnachricht beantworten können. Diese Funktionen werden wir in den nächsten Tagen weiter ausprobieren und den Test dann hier aktualisieren.

Akku

Und schon wieder: Beim Akku bleibt mit Blick ins Datenblatt alles beim Alten. Denn wie beim Vorgänger sind erneut 5000 mAh in das schicke Gehäuse eingebaut. Aber auch hier täuscht das Datenblatt. Denn Samsung holt beim neuen S23 Ultra dank effizienterem Chipsatz und besserer Software-Anpassung deutlich mehr als beim Vorgänger raus.

So liefert der Battery Test von PCmark bei einer festen Helligkeitseinstellung des Displays von 200 cd/m² von 80 bis 20 Prozent Akku satte 3,5 Stunden oder rund ein Drittel längere Laufzeit als beim Galaxy S22 Ultra (Testbericht) raus – das ist mit 13 Stunden eine ganze Menge! Endlich fühlt sich der Akku des Spitzenphones nicht mehr wie die Achilles-Ferse eines tollen Smartphones an. Im Test zeigte sich das Stift-Modell im harten Testalltag spürbar stärker als der Vorgänger, sodass wir als erstes Fazit zum Thema Ausdauer hier gute Noten vergeben können. Gegebenenfalls reichen wir an dieser Stelle nach einigen Tagen noch weitere Erfahrungen nach.

Bei aller Arbeit, die Samsung offensichtlich in das Galaxy S23 Ultra gesteckt hat, wurde die Ladegeschwindigkeit offenbar komplett vergessen. Sie liegt per Kabel erneut bei mageren 45 Watt, die Konkurrenz ist inzwischen jenseits von 150 Watt angekommen. Und auch beim Thema Lieferumfang beharrt Samsung störrisch auf seiner Ansicht: Gibt es nicht, soll sich der Nutzer gefälligst selbst kaufen – aus Umweltgründen, versteht sich. Diese Begründung scheint selbst die PR von Samsung nicht zu glauben, denn wie im Vorjahr schickt die an Journalisten separat ein Ladegerät (15 Watt!?) sowie ein Kabel mit USB-A zu USB-C – gerade Profis sollten das aber im Gegensatz zu Privatkäufern doch wohl ohnehin zur Verfügung haben?

Eine volle Ladung dauert bei maximal 45 Watt selbst mit einem stärkeren Ladegerät immer noch rund 1 Stunde und mit 15 Watt per Induktion etwa 1,5 Stunden. Andere Smartphones sind bereits nach 20 Minuten und weniger voll. Das ist ein Thema, das Samsung auf jeden Fall als Nächstes auf der Agenda haben sollte!

Preis

Das Samsung Galaxy S23 Ultra gibt es in drei Speicherkonfigurationen und vier Farben: 8/256 GByte, 12/512 GByte und 12/1024 GByte sowie Schwarz, Grün, Lavendel und Cream. Die UVPs beginnen je nach Speicher bei 1399 Euro und gehen über 1579 bis zu 1819 Euro. Die günstigsten Straßenpreise für 256 GByte liegen aktuell bei 1250 Euro, 512 GByte bekommt man bereits für 1279 Euro.

Das Samsung Galaxy S23 Ultra mit 512 GByte können Interessenten für 399 Euro Zuzahlung in Verbindung mit dem Tarif Vodafone Smart XL (145 GByte) für 64,99 Euro monatlich bei Gomibo bestellen. Wer sein altes Gerät eintauscht, bekommt zusätzlich einen Rabatt von 180 Euro.

Fazit

Selten ist die Qualität eines Smartphones so viel besser, als das Datenblatt (im Vergleich zum Vorgänger) vermuten lässt. Samsung hat einfach an etlichen Stellen die richtigen Stellschrauben angezogen, sodass aus dem ohnehin schon guten Galaxy S22 Ultra ein noch einmal deutlich besseres Gerät geworden ist. Da fällt es fast schon schwer, trotz fast gleichem Aussehen nur von Evolution zu sprechen.

Fassen wir zusammen: Das Design ist wie die generelle Verarbeitungsqualität überragend, das Display genauso grandios wie schon zuvor. Die Kamera ist gerade bei wenig Licht und auch beim Digitalzoom noch besser geworden, manche Aufnahmen damit sind wirklich beeindruckend. Hinzu kommt der deutliche Leistungszuwachs des Snapdragon 8 Gen 2 im Vergleich zum Exynos 2200 gepaart mit mehr Effizienz. Das schlägt sich nicht nur auf die Alltagsnutzung nieder, bei der das S23 Ultra ausnahmslos rasend schnell und souverän wirkt, sondern auch auf die Akkulaufzeit. Die ist nämlich im Jahr 2023 nicht mehr einfach nur mittelmäßig, sondern gut.

Als Wermutstropfen bleiben in unseren Augen nur die lahme Ladegeschwindigkeit und der gestiegene Preis im Vergleich zum Vorgänger. In unseren Augen ist das Samsung Galaxy S23 Ultra derzeit das (nahezu) perfekte Smartphone.

Wer eine handliche Alternative sucht, sollte sich das Samsung Galaxy S23 (Testbericht) näher ansehen. Es bietet eine fast identische Leistung, bietet aber weniger Speicher und nur eine Telelinse.



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Neural Rendering: Nvidia DLSS 5 macht Videospiele fotorealistisch


Für Nvidia-CEO Jensen Huang ist es eine „Neuerfindung der Spielegrafik“: Nvidia hat auf der GTC-Konferenz DLSS 5 (Deep Learning Super Sampling) vorgestellt. Es handelt sich um ein KI-Modell, das aus Farben und Bewegungsvektoren annähernd fotorealistische Grafik baut. Die KI soll tiefer in die Spiele integriert sein als vorherige DLSS-Versionen.

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Das Ergebnis sieht aus wie ein KI-generiertes Video – nur, dass DLSS 5 die Bilder in Echtzeit auf den Bildschirm werfen soll. Das KI-Modell wurde laut Nvidia darauf trainiert, Spielfiguren, Haar, verschiedene Stoffe und Hautmaterial auseinanderzuhalten und realistische Lichtbedingungen abzubilden und zeitlich stabil zu halten. Dafür analysiert das Modell die Frames eines Videospiels.

Für Entwickler, die DLSS 5 in ihre Spiele integrieren wollen, stellt Nvidia Werkzeuge bereit, um den KI-Output zu steuern. Sie sollen etwa Color Grading einstellen können und verschiedene KI-Verbesserungen an- und ausschalten, damit ein Spiel seine Ästhetik behalten kann. Laut Nvidia wollen unter anderem Bethesda, Capcom, Ubisoft und Warner Bros. Games DLSS 5 in Videospielen einsetzen.

Dabei kann DLSS 5 nicht nur auf künftige Spiele angewendet werden. Auch bereits veröffentlichte Titel können ein Update auf das neue KI-Modell von Nvidia bekommen. Angekündigt ist ein DLSS-5-Update unter anderem für „Starfield“, „Assassin’s Creed Shadows“, „Hogwarts Legacy“ und „The Elder Scrolls Oblivion 4: Remastered“. DLSS 5 soll im Herbst für RTX-50-Grafikkarten erscheinen.

Die ersten Reaktionen in der Gaming-Community fallen weitgehend negativ aus: Viele befürchten, dass DLSS 5 die Vision der Entwickler überschreiben und Videospiele in optischen KI-Slop verwandeln könnte. Gleichzeitig zeigen Vergleichsbilder einen riesigen Sprung in Belichtungsqualität – vor allem Gesichter sehen aber doch noch sehr nach KI-Filter aus.

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Vorherige Versionen von DLSS haben vor allem die Performance von Videospielen verbessert, indem sie Spielegrafik von niedrigen Auflösungen hochskalieren oder zwischen zwei gerenderten Frames KI-generierte Bilder einfügen. DLSS 5 ist ein grundlegend anderes Konzept, das ergänzend zu DLSS Upscaling und Frame Generation gesehen werden sollte. Nvidia bestätigt in einer FAQ, dass die vorhandenen Techniken parallel zu DLSS 5 eingesetzt werden können.

Unklar ist noch, welche Performance-Auswirkungen DLSS 5 mit sich bringt. Laut dem Technikmagazin Digital Foundry, das DLSS 5 bereits ansehen konnte, lief das Modell bei der Nvidia-Demo gleich auf zwei RTX-5090-Grafikkarten: eine für das Rendering des Spiels, die andere für die DLSS-5-Komponente. Eine einzelne RTX 5090 kostet mehr als 3000 Euro. Um DLSS 5 also wirklich für normalsterbliche Spiele-Fans brauchbar zu machen, hat Nvidia also noch etwas Arbeit vor sich.


(dahe)



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Chinas zweitgrößter Chipfertiger startet angeblich 7-Nanometer-Produktion


China weitet offenbar die Produktionskapazität seiner modernsten Chipfertigungs-Generation aus. Die Chipfertigungssparte der Hua-Hong-Gruppe kann inzwischen angeblich Chips der 7-Nanometer-Klasse herstellen. Bis zum Jahresende soll die Produktion hochfahren, allerdings in einem niedrigen Maßstab: Von mehreren Tausend Wafern pro Monat Ende 2026 ist die Rede.

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Zum Vergleich: Der Weltmarktführer TSMC belichtet rund 1,3 Millionen Wafer pro Monat (inklusive älterer und neuerer Fertigungsprozesse). Aktuell ist TSMC mit 2-nm-Strukturen drei komplette Generationen weiter.

Über die 7-nm-Produktion bei der Hua-Hong-Gruppe berichtet die Nachrichtenagentur Reuters anhand von Quellen, die mit dem Prozess vertraut sein sollen. Viele Details über Hua Hongs Chipfertigung sind nicht bekannt. Es liegt aber nahe, dass die Firma den 7-nm-Fertigungsprozess von SMIC übernimmt.

SMIC ist der größte chinesische Chipauftragsfertiger. Weltweit befindet er sich auf Platz 3; laut dem Marktbeobachter Trendforce setzte SMIC 2025 etwa 9,3 Milliarden US-Dollar um. Das entspricht einem weltweiten Marktanteil von 5,3 Prozent. Chinas Nummer 2 Hua Hong belegt weltweit Platz 6 mit 4,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

Laut Reuters soll Huawei bei Hua Hongs 7-nm-Chipproduktion involviert gewesen sein. Huawei betreibt angeblich auch schon eigene Halbleiterwerke, ebenfalls in Kooperation mit SMIC. Übergeordnet leitet die chinesische Regierung die eigene Halbleiterindustrie an. SMICs Fertigungstechnik soll laut früheren Berichten wiederum von TSMCs erster 7-nm-Generation (N7) kopiert sein.

Diese Generation kommt noch ohne extrem-ultraviolette (EUV-)Belichtungsquelle aus. Der einzige Hersteller von EUV-Lithografie-Systemen, ASML, darf solche aufgrund von Exporteinschränkungen nicht nach China verkaufen. Da sich Chinas eigene Lithografie-Systeme bislang für Fertigungsprozesse bis zur 28-nm-Generation eignen, könnten auch bei der Hua-Hong-Gruppe ältere ASML-Systeme zum Einsatz kommen. Sie reichen für 7-nm-Strukturen, wenn ein Wafer mehrfach belichtet wird (Multi-Patterning).

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Mehrfachbelichtungen schlagen sich allerdings negativ auf die Ausbeute nieder, da sie die Defektrate steigern. Eine hohe Ausrichtungsgenauigkeit hilft, allerdings darf ASML auch in dieser Disziplin seine besten Lithografie-Systeme nicht nach China verkaufen. Die Grenze liegt bei einer Genauigkeit von 1,5 nm; möglich ist schon weniger als 1 nm.

Hua Hongs Kapazität funktionierender 7-nm-Chips zum Jahresende dürfte vor allem für Kleinserien reichen. Laut Reuters will der chinesische GPU-Hersteller Biren die 7-nm-Linie verwenden. Denkbar wäre auch ein Fokus auf chinesische KI-Beschleuniger, bei denen auch die Kosten weniger relevant wären als etwa bei Smartphone-Prozessoren.


(mma)



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