Apps & Mobile Entwicklung
Diese Serie setzt neue Maßstäbe
Eine Krankenhausserie, die nicht tröstet, sondern fordert. Keine Liebesdramen, keine unangebrachte Leidenschaft, stattdessen ein Arbeitstag, der Euch den Puls hochtreibt. Diese Serie fühlt sich so real an, dass selbst Mediziner anerkennend nicken.
Wenn Ihr glaubt, schon alles gesehen zu haben, was das Genre Krankenhaus hergibt, kommt jetzt der Härtetest. „The Pitt“ wirft Euch mitten hinein in eine einzige Schicht – Stunde für Stunde, Entscheidung für Entscheidung. Kein Sicherheitsnetz, keine Ausflüchte. Nur der blanke Alltag einer Notaufnahme.
Echtzeit statt Episodenroutine
Der Kniff von „The Pitt“ ist so simpel wie gnadenlos: Jede Folge bildet eine reale Stunde ab. In 15 Episoden erlebt Ihr einen kompletten Arbeitstag in der Notaufnahme eines US-Krankenhauses. Das erzeugt Druck, der nicht künstlich wirkt, sondern organisch wächst. Ihr lernt Figuren nicht über Rückblenden kennen, sondern über ihr Handeln, wenn Sekunden zählen. Kleine Gesten ersetzen große Monologe – und genau das macht süchtig. Nicht umsonst dürfte die Serie wohl einer der heißersehntesten Inhalte von HBO Max in Deutschland sein.
Medizin ohne Filter – und ohne Kitsch
Vergesst überzeichnete Romanzen oder Detektivspielchen am Krankenbett. Hier wird gearbeitet. Die Fälle reichen von Bagatellen bis zu lebensverändernden Katastrophen. Die Serie bleibt unbequem und nah an der Realität – so nah, dass selbst bekannte Ärzte die Darstellung loben. Fehler passieren, Entscheidungen wiegen schwer, und nicht jede Geschichte endet mit Applaus. Das ist kein Wohlfühlfernsehen, sondern Präzisionsarbeit. Genau das sollte Euch bewusst sein, wenn Ihr Euch auf „The Pitt“ einlasst. Manche Folgen können dabei tiefer unter die Haut gehen als andere.
Im Zentrum der Serie steht Chefarzt Dr. Michael Robinavich, gespielt von Noah Wyle. Er trägt Verantwortung, während ihn persönliche Dämonen einholen – inklusive Flashbacks an die Pandemie. Um ihn herum kämpft ein Ensemble aus Ärztinnen, Pflegern und Helfern mit Überlastung, Gewalt durch Patienten und eigenen Krisen. Niemand bleibt unberührt, und genau deshalb wirken die Beziehungen glaubwürdig. Zugleich steht jedoch kein romantisches Liebesdrama im Fokus, sodass die Grenzen zwischen Dramaserie und Romcom verschwimmen. Auch dadurch hebt sich die Krankenhausserie auf angenehme Art von der bisherigen Masse ab.
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.
Mehr als Drama: Systemkritik mit Wucht
„The Pitt“ nutzt seine Intensität für klare Aussagen. Überlastete Kliniken, Personalmangel, ökonomischer Druck: Die Serie kritisiert das Gesundheitssystem in den USA ohne Umwege. Subtil ist das selten, aber wirksam. Ihr spürt, warum dieser Job Menschen aufreibt und warum er trotzdem getan werden muss. Denn von jeder Entscheidung, die in Notaufnahmen getroffen wird, hängt das Leben von Patienten ab.
Jetzt auch in Deutschland verfügbar
Der lange Wartemoment endet: Ab 13. Januar 2026 ist „The Pitt“ in Deutschland bei HBO Max verfügbar. Staffel 2 läuft parallel wöchentlich an im Zeitraum vom 9. Januar bis zum 17. April. Auch eine dritte Staffel ist bereits bestätigt, weshalb der Nachschub für die Hitserie wohl nicht zu schnell ausgehen dürfte. Wenn Ihr Serien mögt, die Euch fordern und nicht an der Oberfläche bleiben, ist das hier Euer Pflichttermin. Kurz gesagt: Diese Serie setzt Maßstäbe, weil sie Euch nichts erklärt, sondern alles fühlen lässt. Dadurch fühlt es sich an, als wärt ihr selbst ein Teil der Umstände. Nicht nur ein Zuschauer, der distanziert das Schicksal anderer verfolgt.
Apps & Mobile Entwicklung
Frisches Kapital: Fab-Startup Rapidus bekommt Geld von 32 Firmen und Japan
Japan führt eine neue Finanzierungsrunde für das Fab-Startup Rapidus an. Diesmal machen immerhin einige Unternehmen mit, wenngleich umgerechnet 900 Millionen Euro durch 32 zum Teil echte Branchenriesen vergleichsweise überschaubar bleiben. Und so bleibt der Staat der wichtigste Geldgeber und die Sicherheit für das Projekt.
Insgesamt 267,6 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 1,7 Milliarden US-Dollar, hat Rapidus durch die aktuelle Finanzierungsrunde eingesammelt. 100 Milliarden Yen davon stemmt allein der japanische Staatshaushalt, 167,6 Milliarden Yen wiederum kommen von 32 Unternehmen.
Das klingt auf den ersten Blick nach einem Schritt nach vorn für das Projekt. Der Blick zurück auf die bisherigen privaten Geldgeber verdeutlicht, dass er dies kaum mehr ist. Schon seit Jahren ermutigt die japanische Regierung durch viele Sicherheiten, private Geldgeber für das Projekt zu begeistern. Diese blieben aber fern oder zahlten selbst bei Teilnahme ab Tag 1 nur Minimalbeträge. Mit im Durchschnitt nun also 30 Millionen Euro pro Unternehmen bleibt die Investitionssumme für ein modernes Halbleiterwerk weiterhin extrem überschaubar.
ARGO GRAPHICS Inc.; Canon Inc.; Dai Nippon Printing Co., Ltd.; Denso Corporation+; Development Bank of Japan Inc. (government-affiliated financial institution); FUJIFILM Corporation; Fujitsu Limited; Furukawa Electric Co., Ltd.; Hokkaido Electric Power Company, Incorporated; Honda Motor Co., Ltd.; IBM Japan, Ltd.; JX Advanced Metals Corporation; Kioxia Corporation+; KYOCERA Corporation; Mizuho Bank, Ltd.; MUFG Bank, Ltd.+; Nagase & Co., Ltd.; NEC Corporation+; NIPPON EXPRESS CO., LTD.; NOHMI BOSAI LTD.; North Pacific Bank, Ltd.; NTT, Inc.+, Seiko Epson Corporation; SoftBank Corporation+; Sony Group Corporation+; Sumitomo Mitsui Banking Corporation; The Chiba Bank, Ltd.; The Higo Bank, Ltd.; The Hokkaido Bank, Ltd./The Hokuriku Bank, Ltd. (Hokuhoku Financial Group); TOYOTA MOTOR CORPORATION+ and Ushio Inc.
Private Investoren und Banken bei Rapidus
Und so sind es auch heute vermutlich eher die Sicherheiten durch die japanische Regierung, die die 32 Firmen und Banken mitmachen lassen. Offiziell hält der Staat Japan im Normalfall 11,5 Prozent der stimmberechtigten Anteile. Sollte das Management allerdings versagen, wächst dieser Anteil auf bis zu 40 Prozent – wann genau das eintritt, ist jedoch nicht bekannt. Auch hält die Regierung eine „goldene Aktie“, mit der gegen wichtige Entscheidungen der Führungsetage ein Veto eingelegt werden kann, berichten lokale Medien wie Nippon. Und wenn bis März 2027 der Staat noch einmal 150 Milliarden Yen zuschießt, wachsen die Anteile auf 60 Prozent. Bedeutet unterm Strich also, dass die Anlage dann quasi dem Staat gehört.
Rapidus will das Geld nutzen, um aus der aktuellen Forschung und Entwicklung an ihrem 2-nm-Prozess, der wohl primär auf dem Wissen von IBM basiert, eine Serienproduktion reifen zu lassen. Diese soll und muss auch schon 2027 online gehen, dafür braucht es jedoch Kundschaft. Bisher hat Rapidus noch jedes Gerücht über mögliche Kunden dementiert, auch hat sich bisher kein Unternehmen zu einer möglichen Fertigung dort bekannt.
Apps & Mobile Entwicklung
Fortschrittliche Chipfertigung: TSMCs N2-Kapazität wohl bereits auf fast 2 Jahre ausgebucht

TSMCs State-of-the-Art-Fertigung für das Jahr 2026 heißt N2, der ersten 2-hm-Fertigung werden diverse Ableger und Optimierungen folgen. Der Prozess ist teuer, doch die Kunden stehen Schlange: Die Kapazität ist ausgebucht – wohl auf Jahre, wie es aus Taiwan heißt.
In diesem Jahr müssen Großkunden von TSMC wohl noch etwas schneller sein als in den Jahren zuvor, da die zur Verfügung stehende N2-Kapazität nicht ausreichen dürfte, um alle Interessenten zur gleichen Zeit bedienen zu können. Wer nicht früh dabei war, wird erst einmal warten müssen. Und das werden ab diesem Jahr wohl eine ganze Menge Interessenten sein. Andere waren schneller.
Erste 2-nm-Chips schon auf dem Markt
Broadcom erklärte heute, die ersten Custom-Chips in 2 nm auszuliefern – auch sie sind bei TSMC produziert worden. Werbewirksam hatte sich AMD im letzten Frühjahr schon auf die Bühne gestellt und 2-nm-Chips angekündigt, die ab diesem Sommer in Serie in Produkten zu finden sein dürften. Vorrang hat dabei das Geschäft, das für die auch in der Produktion bis dato teuersten Chips am meisten Geld bringt: Data-Center-Produkte (z.B. Epyc).
Aber AMD ist nicht der Großkunde Nummer 1. Der findet sich insgesamt gesehen inzwischen zwar mutmaßlich hinter Nvidia, aber bei N2 wohl noch ganz vorne: Apple.
Nvidia wird nachgesagt, erst einmal auf den bewährten N3-Prozess zu setzen, danach bei Feynman aber direkt zu A16 zu gehen – einem im Kern optimierten N2-Prozess ab 2027.
Apple wiederum war in der letzten Dekade quasi gesetzt als erster Großkunde für neue Prozesse, auch in diesem Jahr dürfte der Konzern einen großen Anteil von der N2-Fertigung nutzen – aber eben nicht mehr als erster Kunde.
Und dann wäre da natürlich auch noch Intel: TSMC hat N2-Kapazität auch für diesen Kunden eingeplant, kommende neue Chips einschließlich den Desktop-CPUs vom Typ Nova Lake-S werden auch TSMCs fortschrittlichste Fertigung nutzen, wenn sie ab Jahresende produziert werden.
Bei TSMC ist Fab 20 die Anlage, die aktuell bereits N2-Chips fertigt. Zwei Phasen, sprich große Fabrikgebäude, sind dort schon länger fertiggestellt, Phase 3 und Phase 4 sollen noch in diesem Jahr folgen und die Kapazität so deutlich erweitern – im letzten Jahr wurde in dem Gebiet erst einmal die Infrastruktur deutlich aufgewertet. Fab 22 im Süden des Landes wird dies sukzessiv unterstützen, auch hier sind zwei Fabrikgebäude bereits fertiggestellt, Phase 3 im Bau.
Apps & Mobile Entwicklung
CB-Funk-Podcast #157: Gruselig, aber dieses Mal nicht die Technik!

Jan und Fabian besprechen diese Woche im ComputerBase-Podcast den ausführlichen Technik-Test zu Resident Evil: Requiem. Außerdem geht es in der 157. Episode CB-Funk auch um Patentstreitigkeiten bei Asus, Acer und Disney sowie den Staub in euren PCs.
CB-Funk: Die einhundertsiebenundfünfzigste Episode
Resident Evil: Requiem ist heute erschienen, aber schon am Mittwoch gab es bei uns einen umfassenden Technik-Test: Upscaling (DLSS, FSR), Raytracing (Normal, Hoch, Pathtracing), Frame Generation, Benchmarks, VRAM-Verbrauch – Wolfgang hat sich wirklich jeden Aspekt angesehen und Jan gehen und Fabian auf die Ergebnisse im Detail ein.
Das wichtigste lässt sich allerdings in einem Satz zusammenfassen: Das Spiel sieht stellenweise extrem gut aus und läuft dafür auch richtig, richtig gut – RE-Engine sei dank? In jedem Fall gibt es aber nicht nur von technischer Seite grünes Licht, sondern auch zum Spiel selbst.
Weitere Theman im Podcast: Patentprobleme bei Asus, Acer und kurzfristig auch Disney+ und die letzte Sonntagsfrage zu euren dreckigen (?) PCs. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und freuen uns auf eure Kommentare!
Wir beantworten eure Fragen
Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!
CB-Funk bei Spotify, Apple, Amazon und Deezer
CB-Funk lässt sich nicht nur über den in dieser Notiz eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und ebenso auf Deezer.
An dieser Stelle folgt der obligatorische Hinweis: In die meisten Podcast-Player lässt sich CB-Funk außerdem via RSS einbinden. Die entsprechende URL lautet: https://computerbase.podigee.io/feed/opus.
Übersicht zu den bisherigen Episoden
Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 1 Woche
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
