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Top 5: Der beste Heizungsventilator im Test – schneller warm dank Lüfter
Egal, ob Speedcomfort, Climatebooster oder Ecocalm – ein Heizungsventilator verteilt warme Luft schneller im Raum. Wir zeigen die fünf besten Heizungslüfter aus unseren Tests.
Die letzte Gasrechnung liegt noch schwer im Magen, plötzlich tauchen überall diese kleinen Ventilatoren unter Heizkörpern auf. Die Versprechen der Hersteller klingen verlockend: weniger Heizkosten, schneller warm, mehr Wärme aus dem vorhandenen System. Doch was steckt dahinter? Im Test haben wir fünf Heizungslüfter geprüft und zeigen, welcher der beste ist, wann sich die Investition lohnt – und wo das Geld besser in smarte Thermostate (Bestenliste) fließt.
Welcher Heizkörperventilator ist Testsieger?
Speedcomfort 2025 ist unser Testsieger. Er verschwindet weitestgehend unsichtbar unter der Heizung, lässt sich modular erweitern und ist im Test der leiseste. Ein Modul mit Control-Sensor kostet etwa 70 Euro, eines ohne 45 Euro.
Der Climatebooster Radiator Pro ist unser Technologiesieger. Der robuste Heizkörperventilator kommt im Metallgehäuse mit starken Lüftern und in vielen Längen. Die 50-cm-Variante kostet etwa 159 Euro, für die 3-m-Version sind 425 Euro fällig.
Der Sichler ZX-7968 ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Der Heizkörperventilator kommt mit Akku, Timer und drei Lüfterstufen für 50 Euro. Im Doppelpack kostet er nur 37,50 Euro pro Gerät.
Ist ein Heizkörperventilator sinnvoll?
Ein Heizungsventilator ist kein Heizlüfter. Der wichtige Unterschied: Er erzeugt keine eigene Wärme, sondern soll die vorhandene Energie effizienter verteilen. Während ein klassischer Heizkörper auf natürliche Konvektion setzt – warme Luft steigt langsam auf, kalte sinkt ab –, beschleunigt ein Heizkörperverstärker diesen Prozess.
Die Physik dahinter ist simpel: Kleine Axiallüfter am Boden des Heizkörpers oder auf seiner oberen Seite saugen kühle Raumluft an und schicken sie durch die Lamellen. Die Luft nimmt Wärme auf und der Raum wird schneller warm. Klingt logisch, funktioniert aber nicht bei allen Heizungen gleich gut.
Kann man mit einem Heizkörperventilator Heizkosten sparen?
Die Herstellerversprechen von gerne mal 20 Prozent Energieeinsparung sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Nach dem Energieerhaltungssatz erzeugen die Lüfter keine zusätzliche Wärme, sondern optimieren lediglich deren Verteilung.
Doch wie viel bringt ein Heizungslüfter wirklich? Ein dreimonatiger Praxistest von heise online in einem ungedämmten 50er-Jahre-Bau liefert realistische Einschätzungen. Das Ergebnis: Die Lüfter beschleunigen das Aufheizen spürbar und erhöhen den Komfort – besonders bei ungünstigen Bedingungen wie Möbeln vor dem Heizkörper oder einem Fensterbrett direkt darüber. Die tatsächliche Ersparnis hängt aber stark von Raumgröße, Dämmung, Heizkörpertyp und Thermostateinstellung ab. In gut gedämmten Neubauten fällt der Effekt geringer aus als in Altbauten mit hohem Wärmeverlust.
Welche Heizkörpertypen eignen sich?
Nicht jeder Heizkörper harmoniert gleich gut mit einem Ventilator. Am zuverlässigsten funktionieren klassische Plattenheizkörper (Typ 11, 21 oder 22) – also die flachen, rechteckigen Modelle, die in den meisten Wohnungen hängen. Hier lassen sich die Lüfter einfach unter den Lamellen befestigen oder magnetisch fixieren.
Bei Rippenheizkörpern – den gusseisernen Klassikern aus Altbauten – wird es schwieriger. Die unregelmäßige Form erschwert die Montage. Für Fußbodenheizungen, Konvektoren oder Handtuchheizkörper sind die Geräte nicht konzipiert. Doch auch dafür gibt es Lösungen, wie diese hier von Ecocalm.
Wie laut sind Heizungsventilatoren?
Die Lautstärke ist ein entscheidendes Kriterium – schließlich sollen die kleinen Helfer im Wohnzimmer oder Schlafzimmer arbeiten, ohne zu nerven. Bleiben im Test nur wenige Modelle auf niedrigster Stufe nahezu unhörbar.
Der Speedcomfort 2025 setzt hier den Maßstab. Er arbeitet so leise, dass er im Alltagsbetrieb praktisch nicht auffällt. Auch der Sichler ZX-7968 bleibt auf niedriger Stufe vergleichsweise zurückhaltend. Auf höchster Stufe drehen alle Modelle hörbar auf – das liegt in der Natur rotierender Lüfterblätter. Der Bergström Heatboost Pro ist der lauteste Heizungsventilator im Test.
Wie funktioniert die Montage?
Die Installation ist bei allen getesteten Modellen ohne Werkzeug möglich – handwerkliches Talent benötigt niemand. Drei Befestigungsarten dominieren den Markt.
Im Heizkörper: Magnete fixieren den Lüfter direkt im Heizkörper. Das geht schnell und hinterlässt keine Spuren. Der Speedcomfort 2025 nutzt dieses Prinzip besonders elegant – einfach unter den Heizkörper klicken, fertig.
Unter dem Heizkörper: Der Climatebooster Radiator Pro arbeitet mit einem Schienensystem. Die Montage dauert etwas länger, sitzt dafür aber bombenfest und wirkt wie eine natürliche Erweiterung des Heizkörpers.
Auf dem Heizkörper: Etwa der Sichler ZX-7968 sitzt über einen Magneten gesichert auf dem Heizkörper. Das sieht zwar weniger elegant aus als Heizungslüfter im oder unter der Heizung. Allerdings können auf dem Heizkörper liegende Modelle die Luft nicht nur vertikal, sondern auch horizontal in den Raum blasen.
Benötige ich eine Steckdose in der Nähe?
Die meisten Heizungsventilatoren benötigen eine Steckdose. Das kann unpraktisch werden, wenn die nächste Dose zwei Meter entfernt sitzt. Kabelkanäle oder Verlängerungskabel schaffen Abhilfe, sehen aber nicht gerade schick aus.
Doch es gibt Heizungsventilatoren mit Akku, wie der Sichler ZX-7968 und der Bergström Heatboost Pro: Sie besitzen einen eingebauten Akku und arbeiten sowohl kabelgebunden als auch kabellos. Das macht sie flexibel einsetzbar – etwa an Heizkörpern in Fluren oder Treppenhäusern, wo Steckdosen Mangelware sind.
Steuern die Lüfter sich selbst?
Alle von uns getesteten Modelle starten und stoppen automatisch. Ein eingebauter Temperatursensor erkennt, wenn der Heizkörper warm wird, und schaltet die Lüfter ein. Das passiert üblicherweise bei etwa 33 Grad Celsius. Kühlt der Heizkörper ab, stoppen sie wieder. Das spart Strom und verhindert, dass die Ventilatoren kalte Luft durch den Raum blasen.
Die Heizkörperventilatoren beherrschen diese Automatik im Test zuverlässig. Lediglich beim Ecocalm ohne digitalen Sensor ist die Abschalttemperatur zu gering gewählt, so läuft er noch eine ganze Weile nach, auch wenn der Heizkörper bereits ausgekühlt ist.
Was kostet ein Heizungslüfter – und wann rechnet er sich?
Die Preisspanne reicht von rund 35 Euro für den Bergström Heatboost Pro bis über 400 Euro für den drei Meter langen Climatebooster Radiator Pro. Der Sichler ZX-7968 kostet unter 50 Euro und liefert als Preis-Leistungs-Sieger eine solide Leistung zum fairen Preis.
Die Amortisierung hängt vom individuellen Heizverhalten ab. Wer einen schlecht platzierten Heizkörper hat – etwa hinter einem Sofa oder unter einer tiefen Fensterbank – profitiert stärker als jemand mit frei stehenden Heizkörpern in einem gut gedämmten Neubau. Der Praxistest von heise online zeigt: Gerade in Altbauten mit hohem Wärmeverlust und ungünstiger Heizkörperplatzierung machen sich die Lüfter bezahlt. Grundsätzlich gilt: Je höher die Heizkosten, desto schneller rechnet sich die Investition.
Der Stromverbrauch der Lüfter selbst fällt kaum ins Gewicht. Die kleinen Motoren ziehen zwischen 1 und 5 Watt – das kostet über eine gesamte Heizperiode weniger als einen Euro.
Worauf muss ich beim Kauf achten?
Fünf Punkte entscheiden über die richtige Wahl:
- Heizkörpertyp prüfen: Passt der Lüfter zum vorhandenen Heizkörper? Den Heizkörpertyp vorher ausmessen.
- Lautstärke gewichten: Im Schlafzimmer zählt jedes Dezibel. Hier lohnt sich der Griff zum leiseren Modell.
- Automatik bevorzugen: Ein Temperatursensor spart Strom und Nerven. Manuelles Ein- und Ausschalten vergisst man garantiert.
- Stromversorgung klären: Steckdose in der Nähe? Wenn nicht, kommt ein akkubetriebenes Modell infrage.
- Anzahl der Lüfter planen: Breite Heizkörper benötigen mehrere Lüftermodule. Der Speedcomfort 2025 lässt sich modular erweitern – einfach mehrere Einheiten nebeneinander setzen.
Welche DIY-Lösungen gibt es?
Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann sich passende Halterungen für handelsübliche PC-Lüfter (80 mm oder 120 mm) selbst drucken. Auf Plattformen wie Thingiverse oder Printables finden sich fertige Vorlagen, die exakt unter gängige Plattenheizkörper passen. Die gedruckten Halterungen bestehen meist aus PETG – das hält Temperaturen bis 80 °C problemlos aus, PLA dagegen kann sich bei Heizungswärme verformen.
Kombiniert mit leisen 12-V-Lüftern, Neodym-Magneten zur Befestigung und einer PWM-Lüftersteuerung mit passendem Netzteil entsteht so je nach Komponenten ein funktionsfähiger Heizungslüfter für 10 bis 30 Euro. Lüfter von Noctua sind dabei etwas teurer als die von anderen Herstellern, hier kommt es auf die eigene Produktauswahl an, wie teuer das Gesamtpaket schlussendlich wird.
Wer es smart mag, spannt einen ESP32 oder Raspberry Pi ein. Ein Temperaturfühler (etwa ein DS18B20 für unter 3 Euro) am Heizkörper misst die Oberflächentemperatur und steuert die Lüfter per Relais oder Mosfet automatisch. Mit ESPHome oder einem kleinen Python-Script lässt sich das Ganze in Home Assistant einbinden – inklusive Logging, Zeitsteuerung und Push-Benachrichtigung aufs Handy. Technisch reizvoll, aber mit Aufwand verbunden.
Fazit
Heizungsventilatoren sind keine Wunderwaffen – aber ein simples und günstiges Mittel, um mehr aus dem vorhandenen Heizkörper herauszuholen. Besonders in Altbauten mit schlechter Dämmung und ungünstig platzierten Heizkörpern beschleunigen sie das Aufheizen spürbar, wie auch der dreimonatige Praxistest von heise online zeigt.
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Family Influencing: Wenn kleine Kinder profilbildend sind
Wenn Erwachsene oder Heranwachsende mit Social-Media-Auftritten Bekanntheit erlangen und diese monetarisieren wollen, rücken mitunter auch die Jüngsten mit ins Bild – und das oft mit voller Absicht. 10.000 Posts von 359 deutschen Influencer-Profilen mit kleinen Kindern und Babys hat das Leibniz-Institut für Medienforschung nun untersucht.
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Die Ergebnisse sind vernichtend: Klein- und Kleinstkinder auf Social-Media-Auftritten würden erhebliche rechtliche und ethische Fragen aufwerfen, so die Forscher. Insbesondere das Datenschutzrecht, das Persönlichkeitsrecht und die familiale und persönliche Privatsphäre der Kinder seien betroffen und die Monetarisierung von Kindern und deren Lebenswelten könne dabei mit Schutzbedürfnissen kollidieren.
Kindeswohl oder finanzielles Interesse
„Die elterliche Fürsorgepflicht gerät dabei aufgrund widerstreitender wirtschaftlicher Interessen an strukturelle Grenzen“, schreiben die Forscher. Sprich: Das Kindeswohl wird dem finanziellen Interesse zumindest teilweise untergeordnet.
Die Forscher bemängeln unter anderem, dass selbst bei Bekanntwerden von Problemen die Zuständigkeit der Behörden unklar oder zumindest stark unterschiedlich sein können. Sie raten unter anderem zu Verwaltungsrichtlinien für Datenschutz-, Medienaufsichts-, Gewerbeaufsichts- und Jugendbehörden.
Für ihre Studie haben die Forscher die 305 Profile von 201 dieser Influencer mit Kleinkindern systematisch untersucht. 182 der untersuchten Profile waren bei Instagram, 113 bei TikTok und 64 bei YouTube angesiedelt.
Der Großteil der Eltern versucht dabei offenbar eine Unkenntlichmachung – mit mäßigem Erfolg. Kamerawinkel, Overlays, Verpixelung reichten oft nicht aus: Kinder seien „in etwa einem Drittel der Beiträge identifizierbar, insbesondere bei reichweitenstarken Accounts, wobei 0- bis 2-jährige Kinder überrepräsentiert sind“, heißt es in der Studie. Bei einem Viertel der untersuchten Beiträge mit ihnen seien die Kinder zentraler Bestandteil des Videos gewesen.
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Je jünger die Kinder dabei gewesen seien, umso höher sei auch die Anzahl der Likes an den Beiträgen gewesen – aber dieser Zusammenhang sei statistisch mit Vorsicht zu genießen, so die Forscher. „Bei den Top-25-Influencer*innen enthalten über 52 Prozent der Profile identifizierbare Kinderdarstellungen, davon rund 35 Prozent identifizierbare Kinder unter zwei Jahren“, so die Studie.
Medienanstalten warnen vor Schlafdefizit
Auftraggeber der Untersuchung waren die Landesmedienanstalten Bremens, Hamburgs und Schleswig-Holsteins, Berlin-Brandenburgs, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens. Bei der Landesmedienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein stehen zudem Empfehlungen für Eltern zur Verfügung.
Die Medienanstalt warnt darin unter anderem davor, dass „tagelange Videodrehs ohne die Möglichkeit zu kindgerechtem Spielen und unter Inkaufnahme von Schlafdefizit“ eine Kindeswohlgefährdung darstellen könne, und rät: „Akzeptieren Sie unbedingt, wenn ihr Kind nicht mitmachen möchte.“
(wpl)
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DFB startet eigenen Pay-TV-Sender DFB.TV
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sein mediales Schicksal ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Am 22. Mai, einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale der Männer, startet der Verband einen eigenen Pay-TV-Sender namens DFB.TV. Mit dem neuen Angebot, das wahlweise knapp 6 Euro pro Monat oder rund 60 Euro pro Jahr kostet, soll der Kanal eine Ergänzung zu bestehenden TV-Partnerschaften sein und nicht mit diesen konkurrieren.
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Inhaltlich kündigte der DFB Live-Übertragungen von Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, Futsal, Beachsoccer und dem DFB-ePokal an. Außerdem sollen in dem Nischenkanal Zusammenfassungen von DFB-Pokal-Partien sowie Highlight-Formate und Archivmaterial aus der Fußball-Geschichte (Männer und Frauen), 3. Liga, Frauen-Bundesliga und Nationalmannschaftsspielen zu sehen sein. Zu den Inhalten, die es anderswo nur teilweise oder bislang gar nicht zu sehen gibt, zählen Sonderformate zu Pokalauslosungen, Julius-Hirsch-Preise, Sepp-Herberger-Awards, Ehrungen im „Club 100“, DFB-Nachhaltigkeitskongresse, Rückblicke auf DFB-Geschichte, Turnierhighlights und legendäre Pokalspiele. Außerdem sind Inhalte zum Schiedsrichterwesen und zur „Trainingsphilosophie Deutschland“ geplant.
Wo der Sender verfügbar sein wird
Bei der Umsetzung setzt der Fußball-Verband auf die Erfahrungen seines Joint-Venture-Partners Sportainment Media Group, der für Sender wie Sportdigital Fussball und Sportdigital 1+ verantwortlich zeichnet. Die technische Plattform mit der App DFB.TV+ stellt die Firma Deltatre bereit. Über diese soll das Angebot auch direkt buchbar sein.
Der DFB kündigte an, dass sein neuer Sender über die Pay-Plattformen von DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo in „HD-Qualität“ via Kabel, Satellit und IPTV sowie über deren Apps verfügbar sein soll. Mit weiteren Plattformen laufen noch Verhandlungen. Laut dem Branchenmedium Meedia soll es Gespräche mit Sky und MagentaTV (Telekom) geben. Der Bezahlkanal soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein.
Erste Pläne im Jahr 2007
Pläne für einen eigenen Sender gab es bereits im Jahr 2007. Diese wurden jedoch nie umgesetzt. Bei der Suche nach Zuschauern will der DFB offenbar vor allem auf seine knapp acht Millionen Mitglieder setzen.
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(mki)
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EUDI-Wallet: Der regulatorische Fahrplan zur digitalen Identität
Die ursprüngliche eIDAS-Verordnung von 2014 schuf zwar einheitliche Regeln für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste im Binnenmarkt, verpflichtete die Mitgliedsstaaten aber nicht, eigene digitale Identitätssysteme bereitzustellen. Nach einem Jahrzehnt hatten daher nur wenige Staaten brauchbare nationale eID-Lösungen entwickelt, Interoperabilität war technisch fehleranfällig und fand kaum Akzeptanz. Letztlich blieb der private Sektor weitgehend außen vor.
Die Novelle – in Kraft seit 20. Mai 2024 und kurz eIDAS 2.0 genannt – korrigiert das grundsätzlich. Kernstück ist Artikel 5 a, dem zufolge alle 27 Mitgliedsstaaten mindestens eine EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) bereitstellen müssen, und zwar innerhalb von 24 Monaten nach Inkrafttreten der ersten technischen Durchführungsrechtsakte (das erste Paket trat im November 2024 in Kraft, das zweite im Mai 2025). Danach haben die Mitgliedsstaaten jeweils 24 Monate Zeit, mindestens eine EUDI-Wallet bereitzustellen. Der von Deutschland kommunizierte Starttermin 2. Januar 2027 orientiert sich daran, dass die Verpflichtung zur Bereitstellung mindestens einer EUDI-Wallet ab spätestens 31. Dezember 2026 besteht und ab dem 1. Januar 2027 die verpflichtende Akzeptanz durch öffentliche Stellen beginnt.

Tobias Haar ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt IT-Recht bei Vogel & Partner in Karlsruhe. Er hat zudem Rechtsinformatik studiert und hält einen MBA.
Was macht die EUDI-Wallet gegenüber der bisherigen eID neu? Sie kombiniert erstmals drei Funktionsbereiche in einer App: die elektronische Identifizierung auf Sicherheitsniveau „hoch“, qualifizierte elektronische Signaturen (QES) und Siegel sowie Electronic Attestations of Attributes (EAA), also verifizierte Nachweise wie Führerschein, Hochschulzeugnis oder Versicherungsausweis. Der Nutzer entscheidet dabei selektiv, welche Attribute er an wen weitergibt. Das Need-to-know-Prinzip als technischer Designanspruch – also nur so viele Daten werden geteilt, wie für den jeweiligen Zweck benötigt werden – steht jedoch auf EU-Ebene durch aktuelle regulatorische Vorschläge unter Druck.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „EUDI-Wallet: Der regulatorische Fahrplan zur digitalen Identität“.
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