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Einführung von Starterpacks: X kopiert Bluesky


Der US-Kurznachrichtendienst X führt die von Bluesky bekannte Funktion der sogenannten Starter Packs ein. Das gab Produktchef Nikita Bier jetzt in einem Beitrag auf X bekannt. Dass sich X dabei am Funktionsumfang des Konkurrenzdienstes Bluesky bedient, macht das US-Unternehmen unverblümt deutlich. Die neue Funktion heißt Starterpacks und soll in den kommenden Wochen für alle X-Nutzer eingeführt werden.

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Starter Packs sind ursprünglich von Bluesky Mitte 2024 eingeführt worden und erfreuten sich schnell großer Beliebtheit. Die von Nutzern kuratierten Accountsammlungen, denen man mit einem Klick folgen kann, helfen vor allem neuen Anwendern, sich auf der Plattform zurechtzufinden. Das soll das als „cold start“ bekannte Problem eines Wechsels auf eine neue Plattform mildern. Bedeutsam wurden die Listen mit vorgeschlagenen Accounts vor allem während der zweiten Abwanderungswelle von X nach dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA.

Im Gegensatz zu den Starter Packs auf Bluesky basieren die Starterpacks von X nicht auf Nutzervorschlägen. X-Nutzer können keine eigenen Starterpacks erstellen und mit anderen teilen. Vielmehr gibt X intern erstellte, eigene Listen vor. Die sollen neuen X-Nutzern helfen, ihren Interessen entsprechende Konten zu finden, schreibt Bier auf X.

Die X-Starterpacks sind thematisch sortiert und enthalten sowohl unbekannte als auch bekannte Accounts aus den Bereichen Nachrichten, Politik, Mode, Technologie, Business, Gesundheit und Fitness, Gaming, Aktien, Memes und mehr. Für deren Erstellung habe das Unternehmen die eigene Plattform durchforstet, um die Top-X-Nutzer jeder thematischen Nische ausfindig zu machen.

X ist nicht das einzige soziale Netzwerk, das die Funktion der Starter Packs von Bluesky kopiert. Metas Threads testet seit Dezember 2024 eine eigene Version der Vorschlagslisten, die aber ähnlich wie bei Bluesky von Nutzern erstellt werden. Auch das dezentrale soziale Netzwerk Mastodon plant, kuratierte Accountsammlungen offiziell einzuführen. Bislang sind die Mastodon-Startpakete nur inoffiziell verfügbar.

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(rah)



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Künstliche Intelligenz

Intel macht weniger Minus als erwartet


Umsatz am oberen Ende der selbstgesteckten Erwartungen, aber weniger Nettoverlust als befürchtet: Intel liefert im Rahmen der eigenen Möglichkeiten einen passablen Jahresabschluss ab. Knapp 13,7 Milliarden US-Dollar hat das Unternehmen im vierten Quartal 2025 umgesetzt. Das sind vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich stehen 591 Millionen Dollar Nettoverlust und damit etwa 14 Prozent weniger Miese als erwartet.

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Über das komplette Jahr hat Intel knapp 52,9 Milliarden Dollar umgesetzt und damit fast genauso viel wie 2024. Auf dem Papier sinkt der Jahresverlust von 18,8 Milliarden auf 267 Millionen Dollar. Die Differenz ist allerdings nur so groß, weil Intel 2024 hohe Milliardensummen abschreiben musste. Das betriebliche Jahresergebnis schießt von -11,7 Milliarden auf -2,2 Millionen Dollar hoch, weil Intel insgesamt über fünf Milliarden Dollar bei Forschung, Entwicklung, Marketing und Administrativem spart und längst nicht mehr so viele Kosten für die Umstrukturierung anfallen. Sie sinken von knapp sieben Milliarden auf 2,2 Milliarden Dollar. Der betriebliche Jahres-Cashflow hat sich von 8,3 Milliarden auf 9,7 Milliarden Dollar verbessert.

Operativ bleibt zumindest für das vierte Quartal 2025 sogar ein Plus von 580 Millionen Dollar stehen, ein Wachstum von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor Steuern bleiben davon 338 Millionen Dollar übrig; die 671 Millionen Dollar Steuern schießen Intel dann ins Minus.

Das Sorgenkind bleibt die eigene Chipfertigung (Intel Foundry), die über das komplette Jahr 10,3 Milliarden Dollar Verlust gemacht hat. Das sind immerhin drei Milliarden weniger Minus als noch 2024.

Das Defizit ist so hoch, seitdem Intel die Foundry als eigenständigen Chipauftragsfertiger betrachtet, bei dem die Prozessorsparten zu branchenüblichen Preisen CPUs produzieren lassen. Die Umsätze reichen bislang nicht, um die Sparte nachhaltig über Wasser zu halten.

Es gibt allerdings einen allerersten, wenn auch kleinen Lichtblick: Die Intel Foundry hat im vierten Quartal 2025 offenbar 170 Millionen Dollar Umsatz mit externen Kunden gemacht. Das entspricht einem Anteil von 3,8 Prozent der insgesamt 4,5 Milliarden Dollar Umsatz. Ein Jahr zuvor waren es noch 27 Millionen Dollar externer Umsatz von gut 4,3 Milliarden Dollar.

Zu den Kundeneinnahmen der Foundry äußert sich Intel wie branchenüblich nicht. Aufgrund früherer Ankündigung wäre denkbar, dass Amazon (AWS) oder Microsoft KI-Chips mit Intels Fertigungstechnik testen oder in Kleinserie fertigen lassen.

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Intels unangefochtenes Zugpferd bleibt die sogenannte Client Computing Group rund um Core-Prozessoren für Notebooks und Desktop-PCs. 32,2 Milliarden Dollar hat sie 2025 umgesetzt, gut drei Prozent weniger als 2024. Sie macht 9,3 Milliarden Dollar Operativgewinn.


(Bild:

Intel

)

Serverprodukte sind mit 16,9 Milliarden Dollar Jahresumsatz weit abgeschlagen. Trotz des KI-Booms und der irrsinnigen Investitionen von Hyperscalern in Rechenzentren wächst Intels Serversparte nur um knapp fünf Prozent.

Intel hat weiterhin keine KI-Beschleuniger, die gut bei Hyperscalern ankommen. CEO Lip-Bu Tan sagt deswegen: „Unsere Überzeugung, dass CPUs in der KI-Ära eine wesentliche Rolle spielen, wächst weiter.“

Alle anderen Geschäftsbereiche haben knapp 3,6 Milliarden Dollar umgesetzt. Dazu zählen maßgeblich die Automotive-Sparte Mobileye und bis zum dritten Quartal der FPGA-Hersteller Altera, den Intel da mehrteilig verkauft hat.

Im angelaufenen ersten Quartal 2026 erwartet Intel 11,7 Milliarden bis 12,7 Milliarden Dollar Umsatz und damit im besten Fall Stillstand gegenüber Anfang 2025. Die Bruttomarge soll von aktuell 36,1 auf nur noch 32,3 Prozent fallen. Der Nettoverlust soll Richtung zwei Milliarden Dollar steigen.

Gerade der letzte Punkt dürfte die Börse abgeschreckt haben: Im nachbörslichen Handel fiel Intels Aktie um etwa sechs Prozent. Damit steht das Wertpapier allerdings immer noch besser da als in den zwei Jahren zuvor.


(mma)



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Kernfusion: Kanadisches Start-up General Fusion findet neue Investoren


An kontrollierte Kernfusion zu einem Bruchteil der Kosten anderer Projekte arbeitet General Fusion seit über 20 Jahren. 2009 hieß es, das werde binnen zehn Jahren fertig. Ausgegangen ist sich das nicht. Immerhin erzeugt der Reaktor Lawson Machine 26 (LM26) seit Februar 2025 Plasma, im kommenden Jahrzehnt soll Fusionsenergie kommerziell nutzbar sein. Damit auf dem Weg dorthin das Geld nicht ausgeht, geht General Fusion nun an die New Yorker Börse NASDAQ.

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Das Management hofft auf gut 300 Millionen US-Dollar für die Firmenkasse. Allerdings ist es kein klassischer Börsengang. Vielmehr hat General Fusion das Interesse eines SPAC geweckt.

SPAC steht für Special Purpose Acquisition Company. So eine Firma wird nur dazu gegründet, Geld von Investoren einzusammeln, dann ohne eigentliche Geschäftstätigkeit an der Börse zu notieren, um schließlich binnen zweier Jahre mit einer noch nicht börsennotierten Firma – hier: General Fusion – zu verschmelzen. Das war um das Jahr 2020 en vogue; für den übernommenen Betrieb ist das ein schneller und günstigerer Weg an die Börse. General Fusion wird im Zuge der Fusion mit 600 Millionen US-Dollar bewertet.

Viele solcher SPAC-Konstrukte haben ihren Anlegern wenig Freude bereitet. Der Zwang, binnen zweier Jahre viele Millionen für irgendeine Akquisition ausgeben zu müssen, ist womöglich nicht der ideale Anreiz für die beste Investitionsentscheidung.

Das konkrete SPAC-Vehikel heißt Spring Valley Acquisition Corp. III (SVAC III). Es hat 230 Millionen US-Dollar von Spekulanten eingesammelt, die ihr Geld allerdings vor der Übernahme zurückziehen könnten. Die Organisatoren eines SPAC heißen „Sponsoren”. Das gleiche Team hat unter dem Namen Spring Valley Acquisition Corp. (ohne „III”) 2022 die Firma Nuscale Power mittels SPAC-Fusion an die Börse gebracht. Dieses US-Start-up entwickelt proprietäre kleine modulare Atomreaktoren (SMR). Der Aktienkurs hat in den letzten Monaten eine Achterbahnfahrt gemacht, liegt nach einem herben Kurssturz aber immer noch beim etwa Doppelten des Übernahmekurses.

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Parallel zur Fusion mit SVAC III hat General Fusion noch andere Investoren gefunden, die 105 Millionen Dollar für Vorzugswandelaktien hinlegen. Sie sollen pro Aktie 20 Prozent mehr zahlen, als SVAC III bietet.

Der Plan sieht vor, dass General Fusion insgesamt 335 Millionen Dollar erhält: Die 230 Millionen Dollar, die derzeit in der SVACIII-Kasse liegen, und die 105 Millionen Dollar von den zusätzlichen Investoren. Abzüglich Transaktionskosten winken damit bis zu 311 Millionen Dollar Liquidität.

Die bisherigen Eigentümer General Fusions behalten 58 Prozent der Anteile. Die SVACIII-Aktionäre bekommen 22 Prozent, die zusätzliche Investoren Gruppe gut 13 Prozent. Als Belohnung für die Einfädelung der ganzen Sache gehen knapp sieben Prozent an den SPAC-Sponsor. Dieser Anteil verdreifacht sich ungefähr, sollte sich der Aktienkurs gut entwickeln (sogenanntes earnout im Gegenwert von 135 Millionen Dollar).

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So soll das funktionieren

General Fusion setzt auf das exotische Konzept der Magnetized Target Fusion (MTF), eine Art Mittelding anderer Fusion-Konzepte (Magneteinschluss und Trägheitsfusion). Bei General Fusion dient ein rotierender Zylinder aus flüssigem Metall als Brennkammer, in den heißes Wasserstoff-Plasma eingebracht wird. Mittels Hochleistungssprengstoff wird das Plasma verdichtet und auf etwa 100 Millionen Grad erhitzt. Bei dieser Temperatur können Wasserstoffatome verschmelzen und Energie freisetzen. Das könnte sogar funktionieren.


(ds)



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ESA-Sonden Proba-3: Zeitraffer zeigt drei heftige Sonneneruptionen nacheinander


Die ESA-Weltraumsonden Proba-3 haben am 21. September innerhalb von fünf Stunden gleich drei heftige Materieausbrüche auf der Sonne beobachtet, und jetzt hat die Weltraumagentur einen Zeitraffer davon veröffentlicht. Der wurde aus Aufnahmen unseres Sterns zusammengesetzt, die im Abstand von fünf Minuten von Proba-3 und dem Solar Dynamics Observatory der NASA aufgenommen wurden. Zuerst sieht man darauf oben rechts eine noch vergleichsweise kleine Protuberanz, es folgt eine größere links oben und schließlich die heftigste unten rechts. Solch ein Zusammenfall von mehreren Materieausbrüchen sei ziemlich selten, erklärt Andrei Zhukov vom Königlichen Observatorium von Belgien, der die Forschung mit dem eingesetzten Koronagrafen leitet.

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Die beschriebene Zeitrafferaufnahme

Die beschriebene Zeitrafferaufnahme

Der Zeitraffer

(Bild: ESA/Proba-3/ASPIICS, NASA/SDO/AIA)

Auf den zusammengesetzten Aufnahmen stammt der äußere (gelbe) Teil aus den Sensoren von Proba-3, er zeigt die innere Sonnenkorona. Dort sei es etwa zweihundertmal heißer als auf der Sonnenoberfläche, erklärt die ESA. Wenn deutlich kälteres Plasma von dort heraufgeschleudert werde, spreche man von einer aktiven Protuberanz. Bei solch einer Sonneneruption wird das Plasma in unterschiedliche Richtungen gestoßen. Weil die Sonnenkorona vom strahlend hellen Licht der Sonne überstrahlt wird, kann das nur mit Hilfsmitteln sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig sind die Eruptionen aber für die Forschung von hohem Wert, da sie auf Vorgänge unter der Sonnenoberfläche schließen lassen.

Proba-3 besteht aus zwei Satelliten, die in höchster Präzision zusammenarbeiten, um die Sonnenkorona sichtbar zu machen. Dabei wirft einer der beiden einen Schatten auf den zweiten, der damit in den Genuss einer künstlichen Sonnenfinsternis kommt. Die immens helle Sonnenscheibe wird also verdeckt und nur die Korona bleibt sichtbar. Die dann gesammelten Daten sollen Einblicke in das Weltraumwetter, koronale Massenauswürfe und Sonnenstürme geben, die Satelliten beeinträchtigen und sich auch auf die Kommunikation auf der Erde auswirken können. Ergründen wollen die Verantwortlichen auch, warum die Korona überhaupt so viel heißer ist als die Sonnenoberfläche. Und nebenbei kommen dann immer wieder solche beeindruckenden Aufnahmen heraus.


(mho)



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