Apps & Mobile Entwicklung
Erotik-Funktion bei ChatGPT: OpenAI verschiebt Erwachsenen-Modus erneut

Vor rund einem halben Jahr hatte OpenAI-CEO Sam Altman erste Pläne für einen ChatGPT-Modus speziell für erwachsene Nutzer öffentlich gemacht, der auch eine Erotik-Funktion beinhalten soll. Weit vorangekommen ist das Projekt seitdem allerdings nicht – jetzt wurde es erneut verschoben.
Oftmals angekündigt, aber bisher nicht erschienen
Mitte Oktober gab Altman bekannt, dass sich OpenAI von der bis dato recht restriktiven Gangart bei ChatGPT verabschieden werde. Als Grund wurde dafür bisher immer genannt, dass das Unternehmen damit die psychische Gesundheit seiner Nutzer im Blick behalten wolle. Ebenso war sich OpenAI darüber bewusst, dass diese bewusste Limitierung von Nutzern ohne entsprechende Probleme als Einschränkung empfunden werden könnte. Noch wenige Wochen bevor die Kehrtwende folgte, erklärte Altman in einem Interview, dass der Einbau einer solchen Funktion zwar die Verbreitung von ChatGPT steigern könne, aus Prinzip aber vermieden werde.
Grund für den Sinneswandel soll gewesen sein, dass OpenAI aufgrund neuer Kontrollmechanismen in der Lage sei, eventuell auftretende potenzielle Probleme entschärfen zu können. Daher stellte Altman eine aktualisierte Version von ChatGPT, die über eine Erotik-Funktion für verifizierte erwachsene Nutzer verfügen sollte, bereits für den vergangenen Dezember in Aussicht. Später wurde ein Erscheinen für das erste Quartal 2026 angekündigt.
Für OpenAI gibt es aktuell wichtigeres
Jetzt wurde das Projekt erneut nach hinten gestellt, da sich OpenAI laut einem Unternehmenssprecher künftig mehr auf Aufgaben konzentrieren will, die für mehr Nutzer derzeit eine höhere Priorität besitzen. So soll das Augenmerk künftig stärker auf Dinge wie die Verbesserung der Intelligenz, der Persönlichkeit und der Personalisierung bei ChatGPT gelegt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Unternehmen die Pläne für ein entsprechend offeneres Verhalten des Chatbots aufgegeben habe – eine Umsetzung werde jedoch mehr Zeit in Anspruch nehmen und mehr Ressourcen binden.
Die Richtung ist dennoch eingeschlagen
Einen ersten Schritt in Richtung des neuen Prinzips, „Erwachsene wie Erwachsene zu behandeln“, ist der KI-Spezialist dennoch gegangen: So hat OpenAI im Januar dieses Jahres mit der Einführung seines Tools zur Altersvorhersage begonnen, das möglicherweise mit dem kommenden Erwachsenen-Modus einhergeht und einen Teil der Altersbeschränkungen sowie der Altersverifikation darstellen könnte.
- OpenAI: ChatGPT soll Erotik-Funktion für Erwachsene erhalten
OpenAI sieht sich massiver Kritik ausgesetzt
Ob die erneute Verschiebung mit den aktuellen Turbulenzen rund um OpenAI zusammenhängt, ist unbekannt. Nach der massiven Kritik am Abkommen des Unternehmens mit dem Pentagon bemüht sich besonders CEO Altman um Schadensbegrenzung. OpenAI hatte dabei eine Zusammenarbeit übernommen, die ursprünglich Anthropic angeboten worden war – das Unternehmen hatte jedoch abgelehnt. Bei dieser Ablehnung ging es im Kern um Massenüberwachung innerhalb der USA und die Steuerung autonomer Waffen. Anthropic bestand auf Sicherheitsrichtlinien, die die Leistungsfähigkeit der Modelle in diesen Bereichen eingeschränkt hätten. Daraufhin stufte das Pentagon Anthropic als Lieferkettenrisiko ein, wogegen das Unternehmen nun klagt.
Seitdem reißt die Kritik an OpenAI nicht ab. Altman sah sich unter anderem gezwungen, in einer Erklärung ein schlechtes Timing bei der Bekanntgabe des Deals einzuräumen. Infolge der Vorfälle verdreifachte sich zuletzt die Deinstallationsrate von ChatGPT, während Anthropics Claude-Assistent an die Spitze der Download-Charts kletterte.
Robotik-Chefin wirft hin
Wie angespannt die Stimmung innerhalb des Unternehmens ist, zeigt auch der vorläufige Höhepunkt der Auseinandersetzung: Caitlin Kalinowski, bisherige Chefin der Robotik- und Hardware-Abteilung von OpenAI, hat das Unternehmen verlassen. Auch hier waren KI-Massenüberwachung und die autonome Steuerung von Waffensystemen die ausschlaggebenden Punkte.
Apps & Mobile Entwicklung
Beliebter Amazon-Dienst jetzt dauerhaft günstiger
Zu Amazon gehören zahlreiche Dienste wie Prime Video, Amazon Musik und viele mehr. Prime-Abonnenten erhalten zudem zahlreiche Vorteile, wie kostenlosen Versand oder exklusive Rabatte. Doch jetzt lockt der Versand-Riese mit einem günstigeren Abo für einen seiner beliebten Streaming-Dienste.
So wie Ihr mit kindle unlimited Zugriff auf digitale Bücher erhaltet, so könnt Ihr mit Audible Premium aus einer Vielzahl von Hörbüchern, Hörspielen oder Podcasts wählen. Wie auch bei Prime Video könnt Ihr Euch die Titel herunterladen und offline hören. Das Abo ist monatlich kündbar, ansonsten könnt Ihr es auch erst einmal für 30 Tage kostenlos testen. So weit, so bekannt. Doch hat Amazon Anfang März ein neues Abo-Modell für Audible vorgestellt. Was das neue Standard-Abo kann und für wen sich der Wechsel lohnt, erfahrt ihr hier.
Audible Standard: Weniger für weniger
Das nun eingeführte Standard-Abo kostet nur noch 6,99 Euro statt der bisherigen 9,95 Euro. So weit, so gut. Doch was erhaltet Ihr für den reduzierten Monatsbeitrag? Ein Hörbuch pro Monat aus den etwa 900.000 Titeln, die Audible zu bieten hat und unbegrenzt Zugriff auf Podcast. Jeden Monat erweitert sich Eure Bibliothek um ein weiteres Hörbuch, solange Ihr den Titel vor der Verlängerung des Abos auswählt.
Ihr habt aber nur so lange Zugriff auf Eure monatlich ausgewählten Titel, wie Ihr ein aktives Abonnement habt (ausgenommen davon sind gekaufte Titel). Das ist auch der große Unterschied zum bisherigen Angebot, dem Premium-Abo. Hier gehören Euch die ausgewählten Titel, selbst wenn Ihr Euer Abo kündigt. Jeden Monat erhaltet Ihr ein Guthaben, mit dem Ihr Euch ein Hörbuch aussuchen könnt und zusätzlich Zugriff auf einen unbegrenzten Hörkatalog mit Tausenden von Titeln. Das Guthaben könnt Ihr aber auch mit in den nächsten Monat nehmen, bis es verfällt oder Ihr kündigt. Zudem gibt es für Premium-Mitglieder Sonderrabatte oder exklusive Aktionen, bei denen Ihr bestimmte Titel günstig hinzukaufen könnt.
>>> Große Änderung beim Fire TV Stick: Das ändert sich für alle Nutzer <<<
Mit einem Standard-Abo kostet jedes weitere Hörbuch (nach dem monatlich kostenlosen) auch den Standard-Preis. Da gibt es keine Prozente. Und wenn Ihr einen Monat mal vergesst, das kostenlose Hörbuch zu wählen, dann habt Ihr Pech gehabt. Nachholen im nächsten Monat ist nicht.
Audible Standard: So klappt der Abo-Wechsel
Wir halten fest: Das neue Standard-Abo-Modell ist eine deutlich abgespeckte Version des bisherigen Premium-Angebots. Es richtet sich laut Amazon selbst eher an die „Gelegenheitsnutzerinnen und -nutzer“ unter Euch. Wem ein Hörbuch plus Podcasts pro Monat reicht, der kommt sicherlich auch mit dem Standard-Abo auf seine Kosten – und spart beim Wechsel ab sofort knapp drei Euro pro Monat. Wer mehr konsumieren und seine Bibliothek auch nach der Beendigung des Abonnements behalten möchte, der sollte lieber beim Premium-Abo bleiben.
Ihr habt Euch entschieden und wollt das Abo wechseln? Dann ist zunächst wichtig, über welche Plattform Ihr Euer Premium-Abo damals abgeschlossen habt: über die Webseite oder die App. Bei ersterer sollte ein Wechsel über „Mein Konto“ oder das Menü, den Reiter „Namen“ und anschließend „Kontoinformationen“ möglich sein. Ansonsten müsst Ihr in den App-Einstellungen unter Eurem Profil nachsehen, ob dort bereits die neue Abo-Option verfügbar ist. Womöglich müsst Ihr dafür erst noch ein Update ziehen.
Übrigens: Das Standard-Abo ist aktuell nur für bestehende Abonnenten verfügbar. Neukunden können ausschließlich das Premium-Abo wählen.
Apps & Mobile Entwicklung
Sicherheitsanalyse mit KI: Anthropics Opus 4.6 findet 22 Sicherheitslücken in Firefox
Wenn es bei den KI-Agenten um Sicherheit geht, dreht sich die öffentliche Debatte bislang in erster Linie um die Schwachstellen der KI-Systeme. KI-Anbieter wollen diese aber seit geraumer Zeit als Sicherheitsassistenten bewerben. Anthropic kooperiert dafür mit Mozilla.
Im Rahmen einer Kooperation ist es gelungen, mit dem Modell Claude Opus 4.6 im Zeitraum von zwei Wochen insgesamt 22 Sicherheitslücken im Firefox-Browser zu entdecken. 14 dieser Schwachstellen hatten einen hohen Schweregrad.
Bei der Analyse des Firefox-Codes wurden insgesamt 112 Bug-Reports erstellt. Die meisten Schwachstellen sowie die kritischen Sicherheitslücken wurden mit Firefox 148 behoben. Weitere Bugs will Mozilla in kommenden Updates beseitigen.
Firefox als ideales Testmodell
Die Kooperation mit Mozilla kam zustande, weil Anthropic mit alltäglicher Software testen wollte, wie gut die KI-Modelle beim Entdecken von Sicherheitslücken sind. Firefox hat Anthropic ausgewählt, weil der Browser eine komplexe Code-Basis hat, zeitgleich aber eines der meistgetesteten Open-Source-Projekte ist.
Zunächst nutzte man alte Firefox-Versionen, um bekannte Fehler zu enttarnen. Das funktionierte laut Anthropics Mitteilung erstaunlich gut. Zunächst traute man den Ergebnissen aber nicht. So war es etwa möglich, dass bekannte Sicherheitslücken bereits Teil der Trainingsdaten waren.
Deswegen setzte man Claude Opus 4.6 auf die aktuelle Firefox-Version an. Zuerst konzentrierte man sich auf die JavaScript-Engine, später auf weitere Bereiche des Browsers. Auch dieses Experiment funktionierte. Eine erste Schwachstelle in der JavaScript-Engine entdeckte das Modell nach 20 Minuten. In der Folge startete dann auch die Kooperation mit den Sicherheitsforschern von Mozilla.
KI-Dienste als IT-Sicherheitshelfer
Anthropic will die Experimente nun mit weiterer Software fortsetzen. Fehler will man etwa auch im Linux-Kernel suchen.
Für die IT-Sicherheit arbeiten die KI-Firmen auch an maßgeschneiderten Diensten. Anthropic hat bereits im Februar die Forschungsvorschau von Claude Code Security vorgestellt. OpenAI hat mit Codex Security nun ebenfalls eine Vorschauversion eines Agenten-System präsentiert, das Systeme auf Sicherheitslücken hin scannen soll.
Mit Dank an Azdak für den Hinweis zu dieser Meldung.
Downloads
-
4,7 Sterne
Firefox ist ein freier Browser der gemeinnützigen Mozilla Foundation mit vielen Erweiterungen.
- Version 148.0 Deutsch
- Version 149.0 Beta 5 Deutsch
- +2 weitere
Apps & Mobile Entwicklung
Sonos Play und Sonos Era 100 SL kommen
Sonos stellt zwei neue Lautsprecher vor. Doch zwischen Akku, Bluetooth und Mehrraum-Ton steckt noch eine andere Botschaft. Denn nicht nur das Produkt selbst fällt auf, sondern auch die Richtung, in die der Hersteller seine Produktwelt lenken will.
Mit dem neuen Sonos Play bringt Sonos einen Lautsprecher auf den Markt, der auffällig viele Rollen gleichzeitig übernehmen soll. Er ist als Einstieg ins Sonos-Multiroom-System gedacht, lässt sich aber ebenso mobil nutzen. Genau diese Doppelrolle macht das Gerät spannend. Der Sonos Play verbindet sich per WLAN mit dem Multiroom-System, kann mit anderen Lautsprechern gruppiert oder als Stereopaar genutzt werden. Gleichzeitig ist er mobil nutzbar, bietet 24 Stunden Akkulaufzeit, ein nach IP67 geschütztes Gehäuse und eine integrierte Powerbank. Damit will Sonos sichtbar zwei Welten zusammenführen: den klassischen Heimlautsprecher und das portable Gerät für unterwegs. Für zu Hause bekommt er mit einer kabellosen Ladestation einen festen Platz.
Sonos setzt wieder stärker auf das eigene System
Sonos ermöglicht es beim Play erstmals, mehrere kompatible Lautsprecher auch über eine Bluetooth-Verbindung direkt miteinander zu koppeln, wenn Ihr gerade nicht im WLAN seid. Bis zu drei weitere Sonos Play oder Move 2 lassen sich laut Hersteller so synchronisieren. Für ein Unternehmen, das sein Ökosystem traditionell stark über das Heimnetz definiert hat, ist das mehr als nur ein Detail.
Der Hersteller spricht ausdrücklich davon, sich wieder stärker auf das System zu konzentrieren, mit dem die Marke groß geworden ist. Der Sonos Play wird nicht als Einzelgänger inszeniert, sondern als Baustein, der das bestehende Setup erweitern soll – zu Hause, draußen und langfristig. Der amerikanische Hersteller betont mehrfach, dass neue Produkte bestehende Geräte nicht ersetzen, sondern das System mit der Zeit ausbauen sollen.
Technisch fällt der Sonos Play mit zwei angewinkelten Hochtönern, einem Mitteltöner, automatischem Trueplay sowie Bluetooth 5.3 und WLAN 6 solide aus, ist aber noch weg vom Highend. Beim Preis wird allerdings klar, dass Sonos den Lautsprecher trotz Vielseitigkeit nicht als billigen Massenartikel positioniert: In Europa soll er 349 Euro kosten und ab dem 31. März 2026 verfügbar sein.

Der zweite neue Lautsprecher zeigt die Strategie noch deutlicher
Fast noch wichtiger für die Einordnung ist deshalb der zweite Neuzugang. Mit dem Era 100 SL bringt Sonos eine abgespeckte Variante des bekannten Era-Ansatzes. Das Gerät verzichtet auf Mikrofone, setzt auf ein reduziertes Funktionspaket und soll als einfacherer Einstieg in die Sonos-Welt dienen. Der Preis liegt bei 199 Euro. Damit ist er der dann günstigste aktuell verfügbare Lautsprecher des Herstellers. Die Version mit Mikrofon liegt bei 229 Euro.
Dass Sonos parallel einen portablen Premium-Einstieg und einen vereinfachten stationären Lautsprecher präsentiert, wirkt kaum zufällig. Beide Produkte zielen darauf ab, Hürden zu senken, aber ohne das Systemdenken aufzugeben. Der Era 100 SL ist das nüchterne Wohnzimmer-Modell, der Sonos Play die flexiblere und sichtbarere Produktbotschaft.
Technisch basiert die Sonos Era 100 SL auf der bekannten Era-100-Plattform, verzichtet aber bewusst auf eingebaute Mikrofone und konzentriert sich damit auf die Kernfunktionen. Im Inneren arbeiten drei Class-D-Verstärker, zwei angewinkelte Hochtöner für die Stereo-Trennung und ein Midwoofer für Mitten und Bass. Dazu kommen Trueplay zur Raumanpassung per kompatiblem iPhone, ein in der App regelbarer EQ sowie WiFi 6, Bluetooth 5.3, AirPlay 2 und USB-C für Line-in oder Ethernet per Adapter. Im Sonos-System lässt sich der Lautsprecher einzeln nutzen, als Stereopaar betreiben oder als Rear-Speaker ins Heimkino einbinden.
Sonos muss bei den Nutzern wieder Boden gutmachen. Mit der neuen App-Plattform im Rahmen der Einführung des Kopfhörers Sonos Ace hat man viel verbrannte Erde hinterlassen. Die Einführung von jetzt eher günstigen Endgeräten passt da ins Bild.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 4 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Social Mediavor 1 WocheCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Wochen
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenDigital Health: „Den meisten ist nicht klar, wie existenziell IT‑Sicherheit ist“
-
Social Mediavor 3 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
