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Exynos 2600 im Benchmark: Samsungs 2-nm-SoC gegen den Snapdragon 8 Elite Gen 5


Samsung verbaut in zwei von drei Modellen der Galaxy-S26-Serie einen eigenen Chip. Der Exynos 2600 aus moderner 2-nm-Fertigung bringt zehn der aktuellen Arm-Lumex-C1-CPU-Kerne mit einer Grafikeinheit aus AMD-Kooperation zusammen. Benchmarks zeigen, wie sich der Prozessor im Vergleich zum Snapdragon 8 Elite Gen 5 schlägt.

Hatte Samsung bei der Galaxy-S25-Serie noch durchweg auf den Snapdragon 8 Elite „for Galaxy“ von Qualcomm gesetzt, kommt in Europa beim Galaxy S26 und S26+ (Hands-on) mit dem Exynos 2600 wieder ein eigener Chip zum Einsatz. Andere Regionen erhalten ausschließlich den Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“, in Europa ist dieser Prozessor aber exklusiv dem Galaxy S26 Ultra (Test) vorbehalten. Ob das von Nachteil ist und wie gut der Exynos 2600 im Vergleich abschneidet, zeigen CPU- und GPU-Benchmarks.

Exynos 2600 aus Samsungs 2-nm-GAA-Fertigung

Samsung lässt den Exynos 2600 in der eigenen Foundry in SF2, also in 2 nm GAA fertigen. Es kommen somit Gate-All-Around-Transistoren zum Einsatz, bei denen das Gate – also die Steuerelektrode – den Kanal, durch den die Elektronen fließen, vollständig von allen Seiten umschließt. Der Kanal besteht aus mehreren extrem dünnen Nanosheets, die übereinander gestapelt sind. Durch das vollständige Umschließen kann das Gate den Stromfluss sehr präzise ein- und ausschalten, was Leckströme reduzieren und die Effizienz verbessern soll. Gegenüber älteren FinFET-Strukturen ermöglicht Samsungs 2-nm-Prozess dem Unternehmen zufolge eine höhere Leistung bei geringerem Energieverbrauch.

Samsung setzt auf CPU mit Lumex-C1-Kernen von Arm

Für die CPU im Exynos 2600 vertraut Samsung auf die C1-Kerne von Arm, genauer gesagt einen Deca-Core-Aufbau mit einem einzelnen großen C1-Ultra mit 3,8 GHz, den Arm noch oberhalb des vorherigen Cortex-X925 platziert, und neun C1-Pro, dem Nachfolger des Cortex-A725. Die C1-Pro unterteilt Samsung in zwei Cluster, wovon ein kleineres mit drei Kernen bei 3,25 GHz und ein größeres mit sechs Kernen bei 2,75 GHz arbeitet.

Exynos 2600 im CPU-Benchmark

Im Single-Core-Test des Geekbench 6.3 kommt der C1-Ultra mit 3,8 GHz nicht an den großen Oryon-3-Kern mit 4,74 GHz von Qualcomm heran – das überrascht angesichts der Taktdifferenz aber nicht. Einen Rückstand von 14 Prozent weist der Exynos 2600 auf, während Qualcomm 3 Prozent hinter dem A19 Pro von Apple liegt. Im Multi-Core-Vergleich geht es mit zehn Kernen bei Samsung enger zu: Der Abstand zum Snapdragon beträgt lediglich noch 4 Prozent. Apple wird mit weniger Kernen klar geschlagen.

Exynos 2600 mit RDNA-Grafik im GPU-Benchmark

Die in Kooperation mit AMD entwickelte Xclipse-960-GPU alias „Juno“ soll auf der RDNA-4-Architektur basieren, wenngleich Samsung das nicht offiziell offenlegt. Fest steht aber, dass sich die Leistung sehen lassen kann und das Galaxy S26 teils vor den Snapdragon befördert. Vor allem im sehr anspruchsvollen 3DMark Steel Nomad Light ist die Grafikeinheit von Samsung 9 Prozent schneller als die Adreno-GPU von Qualcomm. Samsung liegt damit gleichauf mit der Arm-GPU im MediaTek Dimensity 9500.

Der Raytracing-Benchmark 3DMark Solar Bay bescheinigt ebenfalls eine sehr hohe Leistung, wenngleich 4 Prozent hinter Qualcomm und 8 Prozent hinter MediaTek. Im „Wild Life Extreme“ fehlen ebenfalls nur wenige Prozentpunkte, etwas größer fällt der Abstand im „Wild Life“ aus. Die älteren OpenGL-Benchmarks „Sling Shot“ meistert der Exynos 2600 mit neuen Bestwerten.

Hilft der „Heat Path Block“ unter Dauerlast?

Und wie sieht es unter Dauerlast aus? Schließlich bewirbt Samsung den Exynos 2600 mit einem „Heat Path Block“ (HPB), der Wärme besser als ohne dieses Bauteil abführen können soll. Samsung zufolge handelt es sich bei dem HPB um einem Block neben dem DRAM und somit oberhalb des Compute-Dies, der die Wärmeabfuhr verbessern soll. Samsung setzt dabei auf „High-k EMC“, also High-k-Dielektrikum wie zum Beispiel Hafniumoxid und Embedded Metal Contacts. Zum genauen Aufbau schweigt Samsung, doch unterm Strich soll der thermische Widerstand damit 16 Prozent geringer ausfallen, was demnach für niedrigere und stabile Temperaturen unter Last sorgen soll.

Resistent gegen eine Leistungsreduzierung unter Dauerlast ist der Exynos 2600 nicht, aber das Verlaufsdiagramm zeigt zumindest keine dramatisch negative Entwicklung. Im 3DMark Steel Nomad Light wird ein zum Snapdragon vergleichbares Leistungsniveau gehalten. Besser schneiden hier vor allem Asus ROG Phone 9 im „X Mode“ und das iPhone 17 Pro Max (Test) ab. Im Raytracing-Test des 3DMark ist der Exynos 2600 unter Dauerlast zunächst eindeutig dem Snapdragon überlegen, bevor sich später beide Chips annähern. Auch hier fällt das Niveau letztlich hinter Asus und Apple zurück. Im weniger anspruchsvollen „Wild Life“ geht der Exynos 2600 dann aber sogar als Sieger aus dem Vergleich hervor.

Was bedeutet das nun für den potenziellen Kauf eines Galaxy 26? Die höchste CPU-Leistung bleibt im Lager von Qualcomm. Der hoch getaktete Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“ ist mit seinen Oryon-3-Kernen den Arm-Lumex-C1-CPU-Kernen schlichtweg überlegen. Bei der Grafikleistung gewinnt jedoch im Wechsel mal Samsung und mal Qualcomm. Und unter Dauerlast in Spielen ist der Exynos 2600 dem Snapdragon mindestens ebenbürtig. Das lässt Samsungs Chip unterm Strich sehr gut dastehen.



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Kioxia Exceria Pro G2 im Test


Mit der Kioxia Exceria Pro G2 testet ComputerBase die neue Flaggschiff-SSD des japanischen Herstellers. Basierend auf dem SM2508-Controller tritt sie gegen die High-End-Riege mit PCIe 5.0 an. Reicht es für das Spitzenfeld mit WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) und Corsair MP700 XT Pro (Test)?

Die Kioxia Exceria Pro G2 im Überblick

Rund vier Jahre ist die Kioxia Exceria Pro (Test) auf dem Markt. Da wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger, auch um der High-End-Konkurrenz aus anderem Hause etwas entgegensetzen zu können. Während der Vorgänger das Potenzial von PCIe 4.0 x4 nahezu ausschöpfte, ist es bei der Exceria Pro G2 das Limit der doppelt so schnellen Schnittstelle PCIe 5.0 x4. Und das liegt netto bei etwa 14.900 MB/s, wie die Redaktion schon bei den Flaggschiffen WD_Black SN8100 (Test) und Corsair MP700 Pro XT (Test) feststellen konnte. Um nicht weniger als die Leistungskrone buhlen diese Modelle, zu denen nun auch die Kioxia Exceria Pro G2 zählt.

Kioxia Exceria Pro G2
Kioxia Exceria Pro G2 (Bild: Kioxia)

Zur Vorstellung der Exceria Pro G2 wollte Kioxia den Controller noch nicht verraten. Jetzt steht fest, dass es sich um den SM2508 handelt. Das ist der aktuell schnellste Chip von Silicon Motion für den Verbrauchermarkt. Er besitzt 8 Kanäle und einen eigenen DRAM-Cache. Er ist erheblich effizienter als der Phison E26, aber nicht ganz so effizient wie der selten anzutreffende Phison E28.

Eckdaten des Testmusters

Beim Speicher setzt Kioxia wenig überraschend auf die eigene Produktion: BiCS8-Flash in der TLC-Variante mit 1 Tbit pro Die kommt zum Einsatz.

Garantie und TBW im Vergleich

Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Kioxia Exceria Pro G2 mit 4 TB liegt diese bei 2.400 TB. Das ist der gängige Wert für 4-TB-SSDs mit TLC-Speicher.

TBW-Vergleich einiger NVMe-SSDs

Preise und Eckdaten

Die Kioxia Exceria Pro G2 ist aktuell bei diversen Online-Shops erhältlich und kostet ab 198 Euro (1 TB), ab 339 Euro (2 TB) und im Falle des Testmusters ab 733 Euro (4 TB).

PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem

Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.

Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test
Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test

Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.

Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.

  • Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
  • AMD Ryzen 9 7900
  • Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
  • DDR5-5200, 38-38-38-84
  • AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
  • GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
  • GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
  • SoftPerfect RAMdisk 4.4
  • Asus BIOS 1222

Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.

Ein Benchmark musste raus

Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.

Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.

Testergebnisse und Benchmarks

Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.

Schreibleistung (SLC-Modus)

Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.

Etwa 20 Prozent (rund 800 GB) des freien Speicherplatzes werden im SLC-Modus mit mehr als 5 GB/s beschrieben. Danach fällt die Schreibrate allmählich ab und erreicht im TLC-Modus noch etwa halb so viel. Ganz am Ende gibt es Schwankungen nach unten. Das Verhalten ist völlig anders als bei Adata XPG Mars 980 (Test) und Biwin X570 Pro (Test), die ebenfalls den SM2508 mit 4 TB TLC-Speicher kombinieren. Bei diesen kommt allerdings Microns B58R-NAND zum Einsatz.

Farbkodierung der nachfolgenden Diagramme
  • Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
  • Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
  • Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
  • Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
  • Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)

Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.

Leseleistung

Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.

Lesen von der SSD (SotTR-Ordner, 32 GB)

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Dicht liegen die meisten PCIe-5.0-SSDs beim praktischen Lesen beieinander. Die Exceria Pro G2 liegt im Mittelfeld und ist etwa genauso schnell wie andere Modelle mit dem SM2508-Controller (Lexar NM1090 Pro, XPG Mars 980 Blade). Trotz des gleichen Speichers besitzt die WD_Black SN8100 aber einen deutlichen Vorsprung, der erst bei hohem Füllstand schwindet. Hier haben die Modelle mit 4 TB Speicherplatz allerdings auch einen Vorteil gegenüber den 2-TB-Modellen, denn absolut bieten sie deutlich mehr freien Speicherplatz.

Kopierleistung

Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.

Kopieren auf der SSD (Steam-Spiele, 195 GB)

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Im Kopiertest ist die Exceria Pro G2 dank 4 TB bei 80 Prozent Füllstand im Spitzenfeld. Allerdings ist der Abstand zu Adata XPG Mars 980 Blade und Biwin X570 Pro sehr groß. In diesem Szenario bietet der Micron-Speicher offenbar Vorteile.

Gaming-Leistung

Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.

3DMark Storage – Score

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

Einheit: Punkte

Nach der WD_Black SN8100 erreicht die Kioxia-SSD die höchste Punktzahl unter den SSDs mit SM2508-Controller. Die Crucial T710 ist aber fast genauso schnell. Adata und Biwin sind in diesem Test weit abgeschlagen.

Office-Leistung

Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt es zwischen Kioxia Exceria Pro G2 und Crucial T710 im PCMark 10. Das gilt auch für die gemessene Latenz von 25 µs. WD_Black SN8100 und Corsair MP700 Pro XT bleiben aber mit 23 µs an der Spitze.

Theoretische Leistung

Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.

Eine Punktlandung liefert die Kioxia Exceria Pro G2 beim maximalen Durchsatz: 14,9 GB/s lesend und 13,7 GB/s werden wie im Datenblatt angegeben erreicht.

Temperaturen

Komplett ungekühlt wird die Kioxia Exceria Pro G2 mit ihren etwa 8 bis 9 Watt maximaler Leistungsaufnahme zu warm, um dauerhaft die volle Schreibleistung zu liefern. Kurioserweise ist schon kurz nach Beginn der Messungen die Leistung mit dem Mainboard-Kühler und Lüfter besser.

Leistungsrating

Nach der WD_Black SN8100 ist die Kioxia Exceria Pro G2 die zweitschnellste PCIe-5.0-SSD mit SM2508-Controller im Testfeld der Redaktion. Der Vorsprung zur Crucial T710 beträgt allerdings nur 3 Prozent.

Rating alle Tests

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Samsung 9100 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.

Fazit

Mit der Exceria Pro G2 spielt Kioxia wieder mit einer eigenen SSD ganz oben mit. Im Durchschnitt ist sie die viertschnellste SSD im Testfeld der Redaktion und die zweitschnellste mit SM2508-Controller. In der Praxis sind Lese- und Schreibleistung sehr hoch und brechen auch bei hohem Füllstand nicht wesentlich ein. Hohe Schreibraten von dauerhaft mehr als 2.500 MB/s sind möglich, allerdings sollte ein Kühler eingesetzt werden, damit es nicht zur Drosselung kommt. Auch die Kopierleistung liegt auf hohem Niveau. Wer High-End mit PCIe 5.0 sucht, wird hier eindeutig fündig. Wirkliche Schwächen gibt es nicht.

  • Sehr hohe Leseleistung
  • Sehr hohe Schreibraten (auch dauerhaft)
  • Hohe Kopierleistung (auch bei hohem Füllstand)
  • Hohe Gaming-Leistung
  • Hohe Office-Leistung
  • Ohne Kühler wird Leistung gedrosselt
ComputerBase-Empfehlung für Kioxia Exceria Pro G2 (4 TB)

An den amtierenden Spitzenreiter WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) reicht die Exceria Pro G2 allerdings nicht ganz heran. Dabei kommen doch die gleichen Speicherchips (Kioxia BiCS8) und der gleiche Controller zum Einsatz. Der Controller ist bei der SN8100 allerdings „optimiert“ und arbeitet auch noch ein Stück effizienter.

Bei gleichem Preis wäre die SN8100 daher die erste Wahl. Die Exceria Pro G2 ist aber eine sehr gute zweite Wahl.

Das Thema Preis ist aufgrund der andauernden Speicherkrise ein sensibles. Und so ist auch die Exceria Pro G2 4 TB aktuell nur zu hohen Preisen zu bekommen.

  • HDD, SSD und RAM teurer: Der „historische“ Speicher­engpass ist da

Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.

CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.

Mehr zum Thema:

ComputerBase hat die Exceria Pro G2 leihweise von Kioxia zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Apps & Mobile Entwicklung

Höhere Preise für Produkte: Apple beschuldigt Speicher­hersteller – aber die wehren sich


Höhere Preise für Produkte: Apple beschuldigt Speicher­hersteller – aber die wehren sich

Bild: Apple

Apple versucht sich bei der aktuellen Preiserhöhung als Opfer der DRAM- und NAND-Hersteller darzustellen. Doch diese wehren sich gegen diese Einseitigkeit, denn es ist auch Apple zu verdanken, dass die Speicherindustrie vor vier Jahren in den Abwärtsstrudel ging, als Apple für wenige Cent Speicher aus China kaufen wollte.

Apple wollte Speicher für Cent-Beträge

Es war ein großes Thema im Jahr 2022. Auch ComputerBase berichtete mehrfach darüber, dass Apple zum chinesischen Flash-Speicherhersteller YMTC wechseln wollte und die Verträge quasi schon unterschrieben waren, und zudem Fühler nach dem DRAM-Hersteller CXMT ausstreckte – was zuletzt schon wieder als Gerücht aufkam. Damals hieß es, die neue Partnerschaft würde nicht nur die Abhängigkeit von südkoreanischen Firmen und anderen wie Kioxia und Western Digital verringern, sondern könne auch zu niedrigeren Vertragspreisen für den Speicher führen.

2023 machten Micron & Co. Milliardenverluste

Der Speichermarkt für die westlichen Hersteller ging 2022 und 2023 in eine Abwärtsspirale, auch Micron war stark betroffen. Tech-Riesen wie Apple wollten noch den letzten Cent herausholen, was die Lage für Speicherhersteller über ein Jahr lang noch verschlimmerte und für Milliardenverluste bei den Herstellern sorgte.

Wie Microns Chief Business Officer Sumit Sadana diese Woche erneut erklärte, waren die Margen negativ, es gab kein Geld, das für Investitionen in die Zukunft benötigt worden wäre. Dabei nennt er aber Apple nicht direkt beim Namen, wenngleich Tim Cook zuvor direkt nur die Speicherhersteller beschuldigt hatte.

There’s less supply at a time when consumers want devices, and the memory guys are passing along huge price increases

Tim Cook, Apple

We told a couple of the customers who were being very aggressive with pricing at that time that this is not constructive. A lot of the industry investments got shut down in 2023 because of really poor pricing and really poor margins.

Sumit Sadana, Micron

Keine neue Fab vor drei Jahren = heute keine Kapazität

Da neue Fabriken und deren Ausrüstung gern vier Jahre Zeit benötigen, ist es diese Kapazität, die heute fehlt. Nun müssen alle Speicherhersteller der Nachfrage gerecht werden, die durch KI zudem noch unvorhersehbar stark explodiert ist. Dass die Speicherhersteller derzeit aufgrund der Knappheit außergewöhnlich hohe Gewinne erzielen, lässt sich kaum bestreiten.

Micron schrieb in dieser Woche erneut Rekordzahlen, der Gewinn stieg auf 28,24 Milliarden US-Dollar. Dass es Apple dabei nicht schlechter geht, zeigt ein Blick auf den Gewinn: 29,35 Milliarden US-Dollar waren es im letzten Quartal. Der Unterschied von Apple zu Micron ist, dass sie solche Gewinne seit Jahren ohne Unterbrechung erzielen und auf riesigen Geldreserven sitzen. Micron, Samsung und SK Hynix haben zudem in der Speicherbranche einen Stand, der einem Kartell gleicht und können so viele Dinge direkt diktieren, weshalb sie schon oft Bestandteil von Untersuchungen waren. So schwarz-weiß, wie Apple aber auch Micron die Geschichte erzählen wollen, ist es letztlich also nicht. Das ist in der Politik in den USA inzwischen ebenfalls angekommen.



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Apps & Mobile Entwicklung

Prof. Dr. Moritz Hennemann: Bundestag hat neuen Daten­schutzbeauf­tragten gewählt


Prof. Dr. Moritz Hennemann: Bundestag hat neuen Daten­schutzbeauf­tragten gewählt

Bild: Julian Vogel

Der Deutsche Bundestag hat den Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Moritz Hennemann zum neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider an, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen Ende September niederlegen wird.

Mehrheit deutlich erreicht

Die Bundesregierung hatte Hennemann am 24. Juni 2026 offiziell für das Amt vorgeschlagen. Bei der gestrigen Wahl (PDF) entfielen 391 Ja-Stimmen auf den Rechtswissenschaftler. 122 Abgeordnete stimmten gegen seine Wahl, weitere 77 enthielten sich. Erforderlich war die Zustimmung von mindestens 316 Abgeordneten. Bevor Hennemann sein neues Amt antreten kann, muss ihn noch der Bundespräsident ernennen. Das Bundesdatenschutzgesetz schreibt hierfür umfassende Qualifikationen und praktische Erfahrung im Datenschutzrecht sowie die Befähigung zum Richteramt oder zum höheren Verwaltungsdienst vor. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Hennemann wurde von der CDU/CSU vorgeschlagen und von der SPD mitgetragen. Als wesentlicher Grund für die Ablehnung mancher Abgeordneter gilt seine wissenschaftliche Haltung. So zählt Hennemann zu den schärferen Kritikern der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die er mehrfach als „Innovationshemmnis“ bezeichnet hat. Seine Ernennung wurde deshalb in datenschutzpolitischen Kreisen kontrovers diskutiert.

Professor und Richter

Für andere gilt Hennemann hingegen als ausgewiesener Experte für Informations-, Medien- und Datenschutzrecht. Nach seinem Studium in Heidelberg, Krakau und Oxford war er unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Rechtsanwalt und Gastwissenschaftler an der Harvard Law School tätig. Nach seiner Habilitation an der Universität Freiburg leitete er den Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht an der Universität Passau sowie die dortige Forschungsstelle für Rechtsfragen der Digitalisierung. Aktuell lehrt er als Professor für Zivilrecht mit den Schwerpunkten Informations-, Medien- und Internetrecht an der Universität Freiburg und leitet dort als Direktor das Institut für Medien- und Informationsrecht. Zusätzlich ist er als Richter im Nebenamt am Oberlandesgericht Karlsruhe tätig.

Der neue Datenschutzbeauftragte vertritt einen eher wirtschafts- und innovationsorientierten Datenschutz, bei dem Daten stärker als ökonomisches Gut betrachtet werden. Ebenso spricht er sich wie seine Vorgängerin für eine „Datenrealpolitik“ aus.

Vorgängerin scheidet frühzeitig aus

Die bisherige Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider hatte bereits im März 2026 aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt angekündigt. Nach eigenen Angaben wird sie ihre Aufgaben jedoch noch bis Ende September wahrnehmen, um einen geordneten Übergang zu ihrem Nachfolger sicherzustellen.

Vielfältige Aufgaben

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit überwacht die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes und weiterer Datenschutzvorschriften. Zu seinen Aufgaben gehören außerdem die Beratung von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung in Datenschutzfragen, die Bearbeitung von Beschwerden von Bürgern sowie die Zusammenarbeit mit Datenschutzaufsichtsbehörden in Deutschland und der Europäischen Union. Darüber hinaus informiert die Behörde die Öffentlichkeit über Datenschutzrechte und beobachtet Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten.



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