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Funkstille auf Knopfdruck: Britische Regierung sagt Jammern den Kampf an
Frequenz-Jammer blockieren gezielt Signale von WLAN, Bluetooth, GPS oder Mobilfunk. Solche Geräte sind aus der Nische technischer Spielereien in das Arsenal der organisierten Kriminalität übergegangen. Die britische Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet, um den wachsenden Missbrauch dieser Störsender einzudämmen. Sie will dafür schon den Besitz von Jammern unter Strafe stellen.
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Die Bedrohung geht über ein blockiertes Handysignal hinaus. Kriminelle verwenden die Störsender vermehrt, um moderne Sicherheitssysteme auszuhebeln, darunter smarte Türklingeln und Videoüberwachungsanlagen, die auf eine stabile WLAN-Verbindung angewiesen sind. Durch die Aktivierung eines Jammers im Vorbeigehen wird die Kamera „blind“ und der Alarm stummgeschaltet, bevor der Einbrecher die Türschwelle erreicht.
Ähnlich gehen Diebesbanden bei Fahrzeugen vor: Sie unterbinden die Funkkommunikation zwischen Schlüssel und Auto oder stören die GPS-Ortung von Lieferwagen. So können sie diese in aller Ruhe ausräumen, ohne dass der Standort verfolgt werden kann. Sogar im Einzelhandel kommen die Geräte zum Einsatz, um die Funkchips von Warensicherungen zu neutralisieren.
Gefahr für Rettungskräfte und Volkswirtschaft
Dabei geht es laut der britischen Regierung nicht mehr nur um den Schutz von Privateigentum, sondern bis in den Bereich der nationalen Sicherheit. So kann ein gezielter Einsatz von Jammern die Kommunikation von Rettungskräften stören und Notrufe verhindern.
Besonders kritisch werde es bei der Infrastruktur für Navigation und Zeitmessung. Die Regierung warnt, dass schon eine einwöchige Störung dieser Systeme die Wirtschaft bis zu 7,64 Milliarden britische Pfund kosten könnte. Von der Luftfahrt, die auf präzise GPS-Daten angewiesen ist, bis zu Finanztransaktionen, die eine exakte Zeitsynchronisation erfordern, hängt fast jeder moderne Dienst von den Funkwellen ab.
Bisher gestaltete sich die Strafverfolgung schwierig. Der bestehende Wireless Telegraphy Act von 2006 verbietet zwar die Nutzung und den Besitz nicht konformer Geräte. Doch für die Polizei ist es oft schwer nachzuweisen, dass eine Person ein Gerät tatsächlich aktiv zur Störung eingesetzt hat. Hier setzt die geplante Gesetzesverschärfung an: Im Rahmen der neuen Crime and Policing Bill soll bereits der Besitz oder die Weitergabe von elektronischen Geräten, die speziell für den Autodiebstahl entwickelt wurden, mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden können. Mit der nun gestarteten Konsultation sollen diese Regeln auf alle Arten von Jammern ausgeweitet werden.
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Telekommunikationsministerin Liz Lloyd hält es für entscheidend, vorab Experten und die Öffentlichkeit einzubeziehen. Es gelte, eine klare Trennlinie zwischen dem Schutz der Infrastruktur und legitimen Anwendungen zu ziehen. Funkstörer haben durchaus ihre Berechtigung – etwa in Gefängnissen, um den Schmuggel und die Nutzung illegaler Mobiltelefone zu unterbinden, oder bei militärischen Übungen zur Vorbereitung auf elektronische Kriegsführung. Die Regierung will anhand der Meinungen von Netzbetreibern, Strafverfolgern und Sicherheitsspezialisten ein Gesetz formulieren, das die ausgemachte Rechtslücke schließt, aber auch verhältnismäßig ist.
(wpl)
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Top 10: Das beste Kurbelradio im Test – mit Solar, DAB+ & Powerbank
Albrecht DR 112
Lampe, Powerbank, Radio, Bluetooth – aufladbar per Solar, USB oder Kurbel: Das Albrecht DR 112 packt ab 66 Euro viel Technik in ein kompaktes Gehäuse.
- DAB+ & Blueooth
- großer Akku & Solarpanel
- Lese- und Taschenlampe
- ordentlicher Klang
- kein Standard-Kopfhörer-Ausgang
- Empfangsprobleme in Innenräumen
Albrecht DR 112 im Test: Kleines Kurbelradio mit DAB+ für den Notfall
Lampe, Powerbank, Radio, Bluetooth – aufladbar per Solar, USB oder Kurbel: Das Albrecht DR 112 packt ab 66 Euro viel Technik in ein kompaktes Gehäuse.
Das Albrecht DR 112 bietet Radioempfang über UKW und DAB+ sowie Bluetooth-Wiedergabe. Dank Handkurbel und Solarpanel lässt sich der Akku auch ohne Steckdose laden. Zwei integrierte Leuchten – eine bündelnde Taschenlampe und eine Leselampe – machen das kompakte Gerät zum vielseitigen Begleiter für Camping und Notfälle.
Design & Verarbeitung
Im Vergleich zum DR 114 wiegt das DR 112 mit 510 g nur etwas mehr als die Hälfte und ist mit 17,4 × 7,9 × 5,5 cm auch deutlich kompakter – das spart Platz und Gewicht im Rucksack. Auffällig: Das Design kommt uns verdächtig bekannt vor – nahezu identische Gehäuse finden sich unter verschiedenen Markennamen. Wie bei Kurbelradios üblich, dürfte hier ein gemeinsamer OEM-Hersteller dahinterstecken, der die gleiche Plattform an mehrere Anbieter liefert.
Die Verarbeitung ist sauber: keine unsauberen Spaltmaße, keine scharfen Kanten. Das Silikon-Gehäuse macht einen robusten Eindruck und ist nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt – tauglich also auch für den Outdoor-Einsatz. Die Kurbel besteht aus Kunststoff, wirkt aber stabil und solide.
Einen Tragegriff gibt es nicht, bei der kompakten Größe ist er aber auch nicht nötig, denn das Radio liegt gut in der Hand. Über eine Öse lässt sich ein mitgelieferter Karabinerhaken befestigen, auf der Unterseite sitzt ein Fotogewinde zur Stativmontage – praktisch für besseren Empfang.
Das Solarpanel auf der Oberseite lässt sich hochklappen und zur Sonne ausrichten. Die Teleskopantenne ist seitlich rechts oben angebracht, ausziehbar und über ein Knickgelenk schwenkbar. Auf der Vorderseite sitzt mittig ein LCD, darunter sind die Bedientasten logisch und gut erreichbar angeordnet.
Ausstattung & Bedienung
Das DR 112 empfängt UKW und DAB+ und lässt sich zusätzlich per Bluetooth als Lautsprecher mit dem Smartphone koppeln. Das kleine LC-Display zeigt Uhrzeit, Sender und Akkustand an – passend dimensioniert zur kompakten Gerätegröße. Darunter sitzen die Bedientasten für Lautstärke, Senderwahl, Einstellungen, Favoriten und Bestätigung.
Der Power-Button kennt zwei Modi: Langes Drücken schaltet das Gerät komplett aus, kurzes Drücken versetzt es in den Standby mit Uhrzeitanzeige. Ebenfalls per kurzem Drücken wechselt man zwischen DAB+, UKW und Bluetooth. Im DAB+-Betrieb lassen sich auch Details wie Fehlerrate, Kanal, Sendefrequenz, Titel, Interpret und Datenrate abrufen – für Technikinteressierte ein nettes Extra.
Dass viele Funktionen über mehrfaches Drücken derselben Tasten erreichbar sind, ist mitunter etwas verwirrend, aber dem Spritzwasserschutz geschuldet. Drucktasten lassen sich besser gegen Feuchtigkeit abdichten als Drehknöpfe, wie schon beim Test des Nubert Nugo beschrieben. Dennoch ist das DR 112 deutlich besser bedienbar als typische Fernost-Geräte mit oft undurchschaubaren Menüs. Die Lautstärke per Taste zu regeln ist weniger komfortabel als per Drehknopf – verwirrend ist zudem, dass das Gerät hier von „Loudness“ spricht, auch im deutschen Menü.
Praktisch sind die Taschenlampenfunktionen: Ein Druck auf den Lichtknopf aktiviert eine bündelnde LED-Taschenlampe, ein zweiter Druck schaltet auf den Blinkmodus. Klappt man das Solarpanel vollständig hoch, leuchtet auf dessen Rückseite stattdessen die Leselampe – wahlweise als Kaltlicht, Warmlicht oder gemischt.
Wird der auf der Geräteunterseite versteckte SOS-Knopf länger als drei Sekunden gedrückt, ertönt ein lauter Sirenenalarm, während zwei LEDs abwechselnd rot und blau blinken und die Taschenlampe weiß flimmert wie ein Stroboskop. Empfehlung: Vorher üben, wie man das wieder aus bekommt – sonst sorgt man im Zeltlager für unnötige Aufregung. Zum Deaktivieren erneut drei Sekunden drücken und das Solarpanel vollständig hochklappen.
Das auf der Oberseite montierte Thermometer arbeitet als einziges Feature rein analog. Bei Sonneneinstrahlung zeigt es draußen zu hohe Werte an, in Innenräumen ebenso tendenziell etwas zu viel – eher eine nette Spielerei als ein verlässliches Messinstrument. Abgerundet wird die Ausstattung durch zwei einstellbare Weckzeiten und eine dreistufige Displayhelligkeit mit automatischem Dimmen nach 15 bis 180 Sekunden Inaktivität.
Klang & Empfang
Zwei Lautsprecher mit je 5 W RMS liefern für die kompakte Größe einen überraschend guten Klang: bassschwach zwar, aber sauber, klar, unverzerrt und ausreichend laut. Anders als beim DR 114 sitzen die Lautsprecher nicht seitlich, sondern auf der Vorderseite – das sorgt für klare Mitten und Höhen und gute Sprachverständlichkeit.
Die Stereobasis fällt bauartbedingt schmal aus, aber wer das Radio meterweit entfernt aufstellt, hat ohnehin andere Probleme. Als Bluetooth-Lautsprecher für den Urlaub oder kleinere Runden taugt das DR 112 allemal – und der Bassverzicht hat sogar einen Vorteil: weniger Stromverbrauch, längere Laufzeit.
Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für analoge Kopfhörer fehlt – wie bei vielen modernen Geräten. Über die USB-C-Buchse lassen sich zwar Kopfhörer mit digitaler Schnittstelle anschließen, etwa der Bowers & Wilkins Px8 – was aber weniger relevant im Outdoor-Einsatz ist. Bluetooth-Kopfhörer koppeln dagegen nicht: Die Bluetooth-Schnittstelle funktioniert nur in eine Richtung – vom Smartphone zum DR 112, nicht umgekehrt.
Beim DAB+-Suchlauf fand das DR 112 am Teststandort in Bayern auf Anhieb 112 Stationen – der Empfänger ist also sehr empfindlich. Die tatsächliche Wiedergabe in Innenräumen ist allerdings eine andere Geschichte: Einerseits stört der Störnebel anderer Elektronik, andererseits misst die Teleskopantenne den kompakten Abmessungen geschuldet keine 22 cm – selbst für DAB+ eigentlich zu kurz, von UKW ganz zu schweigen.
Sender mit drei Balken oder weniger werden deshalb zwar oft angezeigt, aber nicht sauber wiedergegeben. Das ist verschmerzbar, denn der Einsatzbereich des DR 112 ist Outdoor – für ein Büroradio wären Solarzellen und Kurbel ohnehin fehl am Platz. Ein Ärgernis bleibt allerdings: Bei abreißendem DAB+-Empfang produziert das DR 112 gelegentlich so laute Störtöne, dass man unwillkürlich glaubt, der SOS-Alarm sei losgegangen.
Akku & Kurbel
Der Akku ist mit einer Kapazität von 4000 mAh bei 3,7 V großzügig dimensioniert und lässt sich über USB-C mit 5 V/2 A in rund drei Stunden vollständig laden. Im Radiobetrieb hält er damit einen ganzen Tag durch. Über einen USB-A-Ausgang (ebenfalls 5 V/2 A) kann man das DR 112 zudem als Powerbank nutzen – im Notfall kann das Smartphone also per Radio mit Strom versorgt werden, allerdings reicht die Kapazität kaum für einen vollen Akku.
Das Solarpanel auf der Gehäuseoberseite fällt größer aus als bei vergleichbaren Geräten. Für eine vollständige Ladung braucht es dennoch viele Sonnenstunden – als vollwertiger Ersatz für die USB-Ladung taugt es nicht. Realistisch betrachtet: Drei Stunden Sonne liefern etwa eine Stunde Radiobetrieb. Bei bedecktem Himmel tröpfelt nur noch wenig Energie nach. Das Panel eignet sich daher eher als Unterstützung in den Mittagsstunden oder als Reserve für den echten Notfall.
Im Test erwies sich das DR 112 beim Kurbeln allerdings als effizient: Aus einem komplett leeren Akku lieferten fünf Minuten Kurbeln genug Strom für rund eineinhalb Stunden UKW-Empfang – mehr als bei anderen Testkandidaten. Die Kurbel selbst lässt sich halbwegs angenehm bedienen, Muskelkater im Unterarm ist bei längeren Sessions aber nicht ausgeschlossen. Zudem strapaziert sie mit dem kleinen Griff die Finger. Für DAB+ und Bluetooth dürfte die Laufzeit kürzer ausfallen, da beide Betriebsarten mehr Strom ziehen. Dennoch: Als Notfall-Reserve übertrifft das DR 112 hier die Erwartungen.
Die klare Empfehlung bleibt trotzdem: Das Radio regelmäßig per USB laden, damit im Ernstfall genug Reserven da sind. Die Kurbel ist die letzte Rettung – und genau dafür ist sie auch gedacht.
Preis
Mit einem Listenpreis von knapp 80 Euro zählt das Albrecht DR 112 nicht zu den günstigsten Kurbelradios. Im Straßenpreis geht es ab rund 67 Euro los. Dafür bekommt man ein kompaktes, leichtes und robust verarbeitetes Gerät mit umfangreicher Ausstattung, das mehr als einen Ausflug überstehen dürfte. Als Versicherung, unterwegs informiert zu bleiben und nicht im Dunkeln zu stehen, ist das DR 112 seinen Preis wert.
Fazit
Das Albrecht DR 112 überzeugt als vielseitiges Outdoor- und Notfallradio mit durchdachtem Funktionsumfang. DAB+ und UKW-Empfang, Bluetooth-Lautsprecher, Lese- und Taschenlampe, SOS-Funktion und mehrere Lademöglichkeiten – das kompakte Gerät ist ein echter All-in-one-Begleiter für Camping, Reisen oder Krisenvorsorge. Besonders positiv: die robuste Verarbeitung, der IPX5-Spritzwasserschutz und der für die Größe saubere Klang.
Kurbel und Solarpanel sind dabei klar als Notlösungen zu verstehen – regelmäßiges Laden per USB ersetzen sie nicht. Das Albrecht DR 112 richtet sich an Nutzer, die maximale Funktionalität und Robustheit in einem kompakten Gehäuse suchen – und für die ist es eine der derzeit besten Optionen am Markt.
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„Pragmata“: Packendes Mondabenteuer | heise online
Ein bisschen „Dead Space“, etwas „Resident Evil“, und ein Hauch „Death Stranding“ – Capcoms erste neue große Marke seit fast 15 Jahren bedient sich erfolgreich an bekannten Vorbildern. „Pragmata“ entführt die Fans in eine Zukunft, in der wir nicht mehr nur von der Landung auf dem Mond träumen, sondern ihn längst erobert haben. Und das nicht ohne Folgen. Eine riesige Forschungsstation auf dem Erdtrabanten wird zum Schauplatz eines Kampfs um die Zukunft der Menschheit.
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Ungewöhnliches Duo
Hugh ist ein Einzelgänger. Alleingelassen, adoptiert und ungebunden. Irgendwie hat er es in diesem Stil zu einer Rettungsmission auf den Mond gebracht, aber kaum ist er dort angekommen, geht alles im Chaos unter. Sein Team kommt bei einem Mondbeben ums Leben und plötzlich ist er wieder ganz allein. Da taucht aus dem Nichts ein Android in Kindgestalt namens Diana auf und hilft ihm wieder auf die Beine. Der Mensch und die sogenannte „Pragmata“ müssen zusammenhalten, um eine Kraft zu stoppen, die die Welt zerstören will.
Erzählt wird die übliche Geschichte von einer fehlgeleiteten KI, einem Wissenschaftler, der Gott spielt und einer ungewöhnlichen Freundschaft. Alles typische und essenzielle Themen der Science-Fiction, die hier aber spannend in rund 12 Spielstunden erzählt werden. Schade, dass Hughs Wandlung vom Einzelgänger zum fürsorglichen Beschützer und die Frage „Was heißt es Mensch zu sein?“ nur angedeutet werden. Da wäre mehr drin gewesen.
Am Ende ist „Pragmata“ hauptsächlich ein Action-Abenteuer aus der Schulterperspektive, das sich an großen Vorbildern orientiert. Szenario und Spielprinzip erinnern an „Dead Space“ und „Resident Evil“, ein paar selbstreflexive Kommentare an „Death Stranding“. Im Kern ballern sich die Spieler durch sechs Abschnitte inklusive Boss-Fights, rüsten Waffen und Fähigkeiten auf und durchstöbern die Gegend nach nützlichem Loot. Dank hauseigener RE-Engine prall und effektvoll inszeniert.
Es darf gehackt werden
Gesteuert wird nur Hugh, der Diana auf dem Rücken trägt. Das Besondere: Dianas Hacking-Fähigkeiten. Während des Kampfs öffnet sich ein Raster, in dem die Spieler per Knopfdruck Knotenpunkte verknüpfen, um die Gegner zu schwächen. Im Verlauf des Spiels finden die Spieler Hacking-Tools wie „Erhitzen“ oder „Schocken“, die in der Kombination selbst große Gegner schnell in die Knie gehen lassen. Liegen sie am Boden, kann Hugh ihnen mit einer Spezialattacke besonders viel Schaden zufügen.
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Dianas Fähigkeiten sind auch außerhalb des Kampfs nützlich. So kann sie durch einen kleinen Geschicklichkeitstest Türen öffnen oder Fallen entschärfen. Manchmal kommt alles zusammen: Während die Spieler gegen Roboter kämpfen, können sie gleichzeitig Störsender entschärfen. Das sorgt durch den Zeitdruck für einen kleinen Adrenalinkick.

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Im Gegensatz zu Diana setzt Hugh ganz auf brachiale Waffengewalt. Er nutzt Shotguns, Sturmgewehre oder Raketenwerfer, um Schaden auszuteilen oder friert die Gegner mit einer Stasis-Blase ein. Zusätzlich kann Hugh mit seinen Schubdüsen kleine Strecken in der Luft überwinden. Die Kombination von Waffen- und Hackingfähigkeiten klingt auf den ersten Blick kompliziert, ist aber leicht beherrschbar. Meist haben die Spieler genug Zeit, um die Knotenpunkte zu verknüpfen. Im späteren Verlauf des Spiels finden die Spieler sogar ein Tool, um den Prozess zu automatisieren. Allerdings zapft dies auch ein wenig von Dianas Energiereserven an.
Zwischen den Kämpfen besucht das Duo ihre Heimatbasis. Dort können sie Waffen und Hackingtools verbessern oder ihre Lebenspunkte erhöhen. Ein kleiner Roboter schickt sie auf Trainingssimulationen, bei denen sie meist unter Zeitdruck Gegner erledigen oder ein Ziel in einer bestimmten Zeit erreichen müssen. Albern, aber nützlich: In einem Bingo-Spiel können Hugh und Diana Daten über die Gegner freischalten oder ihre Medizintasche erweitern.
Spannende Kämpfe
So ausgestattet kommt es zu spannenden, wenn auch manchmal chaotischen Kämpfen. Besonders wenn mehrere Gegnertypen angreifen, müssen die Spieler den Überblick behalten und schnell ausweichen. Während normale Androiden mit Schwertern angreifen, laden andere ihre Attacken auf, beschießen unser Duo mit Raketen oder lösen mit einem Sprung tödliche Bodenwellen aus. Zusätzlich kann Diana jeden Feind nach Schwachpunkten analysieren. Bei einigen hilft ein Kopftreffer, andere sind besonders an ihrem Rücken empfindlich.
Zu den Höhepunkten des Spiels zählen die Boss-Kämpfe gegen riesige Roboter. Wenn am Ende eines Levels ein Riesen-Mech auf die Straße springt, erinnert das an Spiele wie „Death Stranding“ oder „Vanquish“. Ständig weicht unser Duo Tritten oder Schlägen aus und wartet auf den richtigen Moment für den Hack. Anschließend darf geballert werden. Das dauert, ist aber auf dem Schwierigkeitsgrad „Normal“ leicht zu meistern. Nur der letzte Boss wird die Frusttoleranz der Spieler etwas fordern.
Bei den spektakulären Actionszenen fällt zunächst gar nicht auf, dass uns die Missionen nur von einem Kill-Room in den nächsten schicken und ein paar Türen hacken lassen. Zu rätseln gibt es hier nichts. Visuell entpuppt sich die Mondbasis variantenreicher als gedacht. Von einer typischen Forschungsbasis geht es in eine dystopische Vision von New York und in eine Art Waldgebiet.
Fazit
Hack gelungen. „Pragmata“ sorgt mit spannenden Kämpfen und visueller Wucht für ein unterhaltsames SF-Action-Abenteuer. Besonders die Hackingfähigkeiten sorgen für ein originelles taktisches Spielelement und heben das Spiel aus der Masse heraus. Alle Spielelemente greifen wunderbar ineinander, nichts hemmt den Spielfluss und der Schwierigkeitsgrad ist angenehm moderat.
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Da stört es wenig, dass sich das Spiel an großen Vorbildern bedient. Schade aber, dass die Macher nur wenig mehr daraus gemacht haben, denn ein paar Rätsel hätten sich bei dem Konzept angeboten. Auch ist die Story zwar spannend, bedient sich aber an vielen Klischees und vergisst ein wenig das persönliche Drama hinter den Figuren. So bleibt vor allem ein spannendes und kompakt inszeniertes Actionabenteuer für SF-Fans.
„Pragmata“ erscheint am 17. April für Windows, PS5, Xbox Series und Nintendo Switch 2. USK ab 12. Es kostet ca. 60 €. Für unseren Text haben wir das Spiel mit der Windows-Version durchgespielt.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Wenn Autos ihre Sicherheitsfunktionen selbst coden sollen
Deutsche Forscher an der TU München (TUM) haben es vorgemacht: Neue Softwarefunktionen im Fahrzeug können auf Knopfdruck entstehen. Ein großes Sprachmodell übersetzt die textlichen Spezifikationen direkt in Code, menschliche Softwareentwickler brauchen nicht einzugreifen.
Voraussetzung dafür ist allerdings eine gänzlich neue Serverinfrastruktur im Fahrzeug. Anstelle von immer mehr Steuergeräten sollten sich die Automobilbauer auf einen Zentralrechner beschränken. Der Zulieferer Bosch hat einen solchen Prototyp bereits aufgebaut und in zwei realen Projektfahrzeugen getestet.
- Ein Forschungsprojekt ersetzt die Vielzahl verteilter Steuergeräte im Auto durch einen Zentralserver, mit dem sich neue Softwarefunktionen schneller entwickeln lassen.
- Ein Prototyp zeigt, wie Sprachmodelle aus textlichen Anforderungen sogar automatisch Code generieren.
- KI soll sicherstellen, dass eine solche Abkürzung keine Sicherheitseinbußen bedeutet und Entwickler die Kontrolle behalten.
Wie weit diese Automatisierung heute trägt, welche Voraussetzungen sie braucht und warum sie noch kein Selbstläufer ist, zeigt ein Blick auf die Prototypen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wenn Autos ihre Sicherheitsfunktionen selbst coden sollen“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
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