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Gewerkschaft erzielt Einigung mit Samsung: Streik in letzter Minute abgewendet
Südkoreas Gewerkschaften haben den 18-tägigen Streik bei Samsung, der heute beginnen sollte, kurzfristig abgesagt, nachdem die Verhandlungsführer in praktisch letzter Minute eine vorläufige Lohnvereinbarung mit dem Samsung-Management erzielt haben. Damit ist die Bedrohung für die derzeit enorm wichtige Speicherproduktion und die Lieferketten aber nicht vom Tisch. Die Gewerkschaftsmitglieder sind jetzt aufgerufen, in den nächsten Tagen über den Vorschlag abzustimmen.
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Zuvor war eine vermeintlich letzte Verhandlungsrunde gescheitert, sodass der Streik bei Samsung am Donnerstag beginnen sollte. Die südkoreanische Regierung hat die Verhandlungspartner allerdings gestern nochmals zusammengebracht, um die Arbeitsniederlegungen doch noch zu vermeiden. Das ist offensichtlich gelungen, denn am Mittwoch wurde der Streik seitens der Gewerkschaft vorläufig abgeblasen. Erst wenn die Gewerkschaftsmitglieder die vorläufige Lohnvereinbarung in der vom 23. bis 28. Mai abgehaltenen Abstimmung ablehnen sollten, könnte es noch zum Streik kommen.
Streitpunkt: Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter
Einzelheiten der geschlossenen Vereinbarung sind bislang nicht bekannt, aber bei der Auseinandersetzung geht es im Kern darum, wie Samsung die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den Rekordgewinnen beteiligt, die der Konzern aktuell einfährt. Die Gewerkschaften forderten, dass 15 Prozent der Gewinne für Boni verwendet werden. 70 Prozent davon sollen gleichmäßig auf alle Abteilungen verteilt werden, der Rest abhängig vom jeweiligen Erfolg der Abteilungen. Samsung hatte das bislang zurückgewiesen und behauptet, die meisten Forderungen akzeptiert zu haben, nur nicht komplett von der Leistung unabhängige Boni.
Insgesamt hätten mehr als 47.000 Gewerkschaftsmitglieder angekündigt, sich an der Arbeitsniederlegung beteiligen zu wollen, sodass die Speicherproduktion komplett lahmgelegt würde. Die Folgen für die Industrie und die Lieferketten wären massiv. Allein dem Konzern drohen laut Medienberichten Verluste in Höhe von umgerechnet bis zu 570 Millionen Euro pro Tag. Die Folgen für die Abnehmer von (Flash-)Speicher Samsungs sind dabei noch nicht berücksichtigt und wären voraussichtlich immens.
Dankbarkeit des Arbeitsministers, Samsungs Versprechen
Jetzt konnten sich die Beteiligten aber doch noch, zumindest vorläufig, einigen. Südkoreas Arbeitsminister Kim Young-hoon begrüßte laut Korea Herald die Vereinbarung und erklärte, er ist „zutiefst dankbar“, dass Management und Gewerkschaften zu einem Deal durch Verhandlungen gekommen sind.
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Samsung bestätigte die vorläufige Lohnvereinbarung und bedankte sich bei der Regierung, den Mitarbeitern und anderen Interessenvertretern, die zum Abschluss der Verhandlungen beigetragen haben. Zugleich entschuldigte sich der Konzern für die eventuell aufgekommene Besorgnis und versprach, eine „eine reifere und konstruktivere Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern“ aufzubauen.
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(fds)
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Panasonic Lumix L10: Edelkompakte mit großem Four-Thirds-Sensor
Kompaktkameras erleben derzeit eine Renaissance. Viele Hersteller setzen wieder stärker auf hochwertige Modelle mit klassischer Bedienung, wie die Fujifilm X100VI oder die Ricoh GR IV. Mit der neuen Lumix L10 setzt Panasonic genau in diesem Bereich an und bleibt gleichzeitig der Tradition früherer Kompaktkameras der Lumix-Reihe treu. Das neue Modell kombiniert ein fest verbautes Leica-Zoomobjektiv mit einem vergleichsweise großen Four-Thirds-Sensor und richtet sich an ambitionierte Fotografen und Content Creator.
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(Bild: heise )
Großer Sensor im kompakten Gehäuse
Die Lumix L10 ist mit einem rückwärtig belichteten CMOS-Sensor im Four-Thirds-Format und einer Auflösung von 20,4 Megapixeln ausgestattet. Die Gesamtauflösung des Sensors liegt bei 26,5 Megapixeln. Panasonic kombiniert den Sensor mit einer neuen Bildverarbeitungs-Engine, die für natürliche Farben, eine hohe Detaildarstellung und bessere Abstufungen in hellen und dunklen Bildbereichen sorgen soll. Besonders ungewöhnlich ist die sogenannte Multi-Aspect-Funktion. Dabei bleibt der Bildwinkel bei den Formaten 4:3, 3:2 und 16:9 konstant. Fotografen müssen den Bildausschnitt beim Wechsel des Seitenverhältnisses dadurch nicht neu wählen.

Die nur etwa 508 Gramm leichte Lumix L10 richtet sich als „Everyday“-Kamera an Reise- und Streetfotografen.
(Bild: Panasonic)
Das fest verbaute Leica DC Vario-Summilux deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 75 Millimetern, umgerechnet auf Kleinbild, ab. Die Lichtstärke reicht von f/1.7 bis f/2.8. Panasonic integriert zudem einen Blendenring und eine optische Bildstabilisierung. Makroaufnahmen sollen bereits ab einem Abstand von drei Zentimetern möglich sein.
Das Gehäuse wiegt rund 508 Gramm, inklusive Akku und Speicherkarte. Panasonic verwendet Metall und Magnesium sowie eine Oberfläche in Lederoptik. Dadurch soll die Kamera robust wirken und gleichzeitig kompakt bleiben.

Das Leica DC Vario-Summilux deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 75 Millimetern ab und hat eine Lichtstärke von f/1,7 bis f/2,8.
(Bild: Panasonic)
Autofokus mit KI-Unterstützung
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Für die Scharfstellung setzt Panasonic auf einen Phasen-Hybrid-Autofokus mit 779 Messfeldern. Die Kamera erkennt laut Hersteller automatisch Augen, Gesichter, Körper, Tiere, Fahrzeuge und schnelle Bewegungsszenen. Serienaufnahmen schafft die Lumix L10 mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde bei elektronischem Verschluss. Mechanisch sind bis zu elf Bilder pro Sekunde möglich. Die Power-O.I.S.-Bildstabilisierung soll zusätzlich verwackelte Aufnahmen bei wenig Licht reduzieren.

Die Lumix hat ein schwenkbares Display mit 1,84 Millionen Bildpunkten und einen OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten. Beide unterstützen auch Hochformataufnahmen.
(Bild: Panasonic)
Zur Bildkontrolle stehen ein OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten und ein schwenkbares Display mit 1,84 Millionen Bildpunkten zur Verfügung. Beide unterstützen auch Hochformataufnahmen.
Fokus auf Farben und Video
Panasonic integriert mehrere neue Farbprofile. Dazu gehören die Modi „L.Classic“ und „L.ClassicGold“, die sich an dem Look analoger Filme orientieren. Nutzer können zudem eigene LUTs direkt in die Kamera laden und während der Aufnahme anwenden. Bis zu zwei LUTs lassen sich kombinieren. Mithilfe der Lumix-Lab-App lässt sich der Workflow um Bildübertragung, RAW-Bearbeitung und KI-gestützte Erstellung eigener Farblooks erweitern.
Auch Videofunktionen gehören zur Ausstattung. Die Kamera unterstützt unter anderem MP4 Lite für schnelle Uploads in soziale Netzwerke. Panasonic positioniert die L10 somit nicht nur als klassische Reisekamera, sondern auch als Werkzeug für die hybride Foto- und Videoproduktion.
Titanium-Sondermodell zum Jubiläum
Panasonic ergänzt die Serie um ein limitiertes Sondermodell in Titanium-Gold. Die Kamera verfügt über eine angepasste Menüoberfläche im passenden Farbstil und wird mit zusätzlichem Zubehör geliefert. Dazu gehören ein automatischer Objektivdeckel in Titanoptik, ein Ledertrageriemen und ein spezielles Reinigungstuch. Die Sonderedition unterstützt zudem einschraubbare Auslöserknöpfe. Zum Verkaufsstart sollen Käufer einen exklusiven Auslöserknopf zum 25-jährigen Lumix-Jubiläum erhalten. Panasonic will die Variante vorwiegend über den eigenen Online-Store und ausgewählte Händler anbieten.
Zusätzlich kündigt Panasonic eine fünfjährige Garantie für die L10-Serie an. Über das „Lumix Try Before Buy“-Programm können Interessierte die Kamera außerdem für 48 Stunden kostenlos ausleihen.

Panasonic bringt die Lumix L10 in den Farben Schwarz und Schwarz-Silber sowie als limitiertes Sondermodell in der Farbe Titanium-Gold auf den Markt.
(Bild: Panasonic)
Preis und Verfügbarkeit
Die Kamera soll ab Juni 2026 in den Farben Schwarz und Schwarz-Silber erhältlich sein. Der Preis liegt laut Hersteller bei etwa 1.500 Euro.
(vat)
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Google Gemini soll künftig auf Adobe-Werkzeuge zugreifen
Adobe und Google erweitern ihre Zusammenarbeit: Über den „Adobe for Creativity Connector“ soll man aus Gemini heraus auf KI-Werkzeuge von Adobe zugreifen können. Das kündigten beide Unternehmen im Rahmen der Google I/O an. Bereits zuvor hatte der Photoshop-Hersteller den „Adobe for Creativity Connector“ für Claude veröffentlicht.
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Die Integration richtet sich an Kreativschaffende, Marketingteams und Unternehmen. Nutzer sollen kreative Aufgaben direkt in Gemini ausführen können, während Adobe-Werkzeuge die Bearbeitung im Hintergrund übernehmen. Medienschaffende sollen damit weniger zwischen verschiedenen Programmen wechseln müssen.
Zugriff auf Adobe Firefly
Der Connector greift aus Gemini auf den KI-Dienst Adobe Firefly zu. Die Firefly-Web-App erstellt und bearbeitet Bilder, Videos und Grafiken dabei jetzt schon nicht nur mit Adobe-eigenen, sondern auch mit externen KI-Modellen. Bereits 2025 erhielt Adobe Firefly Unterstützung für Googles Bildmodell Gemini 2.5 Flash. Mit dem Connector wird diese Zusammenarbeit nun enger.
Adobe Creative Agent
Die Integration baut auf dem bereits vorgestellten „Creative Agent“ von Adobe auf. Dieser arbeitet laut Unternehmen mit dem Firefly-KI-Assistenten zusammen. Nutzer beschreiben dabei lediglich das gewünschte Ergebnis. Der Agent verbindet anschließend automatisch die passenden Werkzeuge und führt die einzelnen Arbeitsschritte aus.
Adobe will dafür mehrere Creative-Cloud-Anwendungen in die Arbeitsabläufe einbinden, darunter Photoshop, Illustrator, Premiere Pro und Express. Adobe spricht von mehr als 60 Werkzeugen aus verschiedenen Creative-Cloud-Anwendungen, die sich künftig über den Kreativ-Agenten nutzen lassen.
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Mehr Nutzer für Adobe
Bei der Kooperation geht es anscheinend auch um die Erweiterung der Nutzerbasis: Nach Angaben von Adobe sollen künftig „Hunderte Millionen“ Gemini-Nutzer beschreiben können, was sie erstellen möchten.
Als Beispiel nennt das Unternehmen Ladenbesitzer, die in Gemini eine Kampagnenidee formulieren und daraus automatisch Produktentwürfe, Inhalte für soziale Netzwerke, verschiedene Bildformate und Video-Varianten erstellen lassen.
(akr)
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Surface Laptop: Microsoft bricht mit eigener Speicheranforderung
Microsoft stellt neue Business-Geräte der Serien Surface Laptop und Surface Pro vor. Sie kommen alle mit Intels Core-Ultra-300-Prozessoren alias Panther Lake, teilweise verdunkelndem Privatsphäre-Bildschirm und quelloffenem UEFI-BIOS (Projekt Mu). Die Aluminiumgehäuse und die restliche Ausstattung bleiben gleich.
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Interessant sind aber vor allem die Auswirkungen der Speicherkrise, die sich zum einen in höheren Preisen und zum anderen in neuen Konfigurationsmöglichkeiten in manchen Ländern äußern. Mindestens in den USA bietet Microsoft jetzt auch eine 13-Zoll-Version seines Surface Laptop for Business mit dem Achtkerner Core Ultra 5 325 an – hierzulande gibt es die 13-Zöller nur als normale Client-Ausführung mit ARM-Prozessoren von Qualcomm.
Selbst mit 8 GByte RAM teuer
Diese 13-Zoll-Version will Microsoft laut eigenem Blog im Laufe des Jahres auch mit 8 statt 16 GByte Arbeitsspeicher sowie 256-GByte-SSD anbieten. Damit unterschreitet der Hersteller die selbst gesetzte Mindestanforderung für Copilot+. Microsofts KI-Funktionen laufen folglich nicht uneingeschränkt.
Selbst nach der Verschlankung bleibt der Preis gesalzen: Microsoft nennt eine voraussichtliche Preisempfehlung von 1300 US-Dollar. Umgerechnet inklusive Mehrwertsteuer (in US-Preisen nicht enthalten) entspricht das fast 1340 Euro. Andere Hersteller verkaufen besser ausgestattete Notebooks günstiger. HPs Omnibook X 14 etwa mit Core Ultra 5 325, 16 GByte RAM, 512-GByte-SSD und ebenfalls Metallgehäuse kostet 1050 Euro.

Microsofts Surface-Business-Familie. Den Surface Laptop for Business 13 Zoll gibt es in Deutschland nicht.
(Bild: Microsoft)
In Deutschland über 2000 Euro
In Deutschland startet die aktuelle Business-Generation derweil erst ab 2119 Euro. Dafür gibt es ein 13,8-Zoll-Gerät mit dem Achtkerner Core Ultra 5 325, 16 GByte RAM und 256-GByte-SSD. Der Vorgänger mit Core Ultra 5 236V und ansonsten gleicher Ausstattung kostet nach einer Preiserhöhung 1839 Euro.
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Die teuerste Konfiguration ist der Surface Laptop for Business 15 Zoll mit dem 16-Kerner Core Ultra X7 368H samt starker integrierter GPU. Mit 64 GByte RAM und 1-TByte-SSD kostet das Modell 5179 Euro.
Tablet-PC kostet auch mehr als 2000 Euro
Das Surface Pro for Business kostet in der 12. Auflage mindestens 2119 Euro. Dafür winken der Achtkerner Core Ultra 5 335, 16 GByte RAM und eine 256-GByte-SSD. Stärkere CPU-Optionen bietet Microsoft hierzulande aktuell nicht an. Die Konfiguration mit 5G-Mobilfunk kostet 360 Euro Aufpreis. Ein Tastaturcover schlägt mit mindestens 160 Euro zu Buche.
(mma)
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