Connect with us

Online Marketing & SEO

Goodbye, Sora App: Ende nach Monaten


Die KI-Video-App Sora galt noch vor Kurzem als nächster großer Wurf im digitalen Content-Bereich – jetzt wird sie überraschend eingestellt. Konkurrenzdruck und eine neue Geschäftsausrichtung wurden der App zum Verhängnis.

Es ist ein abruptes Ende für eines der meistdiskutierten KI-Projekte der letzten Jahre: OpenAI zieht bei seiner Video-App Sora den Stecker. Noch vor wenigen Monaten galt das Tool als nächste große Revolution im Content-Game – jetzt ist Schluss. Und als wäre das nicht genug, zerplatzt mit dem Aus auch ein spektakulärer Deal mit Disney, bei dem rund eine Milliarde Dollar im Raum standen.

Sora fast so groß wie ChatGPT – zumindest kurzzeitig

Als Sora Ende 2024 erstmals vorgestellt wurde, war die Aufregung enorm. Die Software konnte aus einfachen Texteingaben realistisch wirkende Videos generieren, inklusive detailreicher Szenen und täuschend echter Figuren. Der eigentliche Durchbruch kam dann mit der eigenständigen App, die etwa ein halbes Jahr vor dem Aus an den Start ging. Besonders auffällig: das sogenannte Cameo Feature, mit dem Nutzer:innen sich selbst in KI-generierte Clips einbauen konnten. Das machte Sora nicht nur zu einem Kreativ-Tool, sondern auch zu einer Art Social-Media-Plattform.

Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Direkt nach dem Launch schoss die App im US App Store auf Platz eins und knackte in der ersten Woche rund 627.000 Downloads und damit sogar leicht mehr als ChatGPT bei seinem Start mit etwa 606.000 Downloads. Für eine Invite-only-App ein ziemlich beeindruckender Wert.

Laut Appfigures erreichte Sora in der ersten Woche über 627.000 iOS Downloads. © Appfigures
Laut Appfigures erreichte Sora in der ersten Woche über 627.000 iOS Downloads (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Appfigures

Zeitweise fühlte sich der Hype um Sora tatsächlich wie ein zweiter „ChatGPT-Moment“ an. Während ChatGPT inzwischen über 900 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen zählt, konnte Sora zumindest beim Starttempo mithalten. Der Roll-out auf Android in mehreren Ländern – darunter die USA, Japan und Kanada – verstärkte diesen Eindruck zusätzlich.

Parallel dazu arbeitete OpenAI bereits an der nächsten Entwicklungsstufe: Sora sollte tiefer in ChatGPT integriert werden, um die Nutzung weiter anzukurbeln und sich gegen die Konkurrenz zu behaupten:


OpenAIs neuer Plan:

Sora in ChatGPT

OpenAIs neuer Plan: Sora in ChatGPT
© OpenAI via Canva

Doch genau hier lag eines der Probleme: Der Wettbewerb wurde schnell intensiver. Große Tech-Konzerne brachten eigene KI-Video-Tools an den Start, oft direkt eingebettet in bestehende Plattformen. Der Vorteil: Nutzer:innen mussten keine separate App installieren, ein klarer Nachteil für Sora.

Gleichzeitig geriet das Tool zunehmend in die Kritik. Deepfake-Videos verbreiteten sich rasant, darunter täuschend echte Clips mit historischen Persönlichkeiten wie zum Beispiel Martin Luther King Jr. oder Prominenten. Auch urheberrechtliche Fragen sorgten für Ärger, etwa bei Figuren wie bekannten Zeichentrickcharakteren oder Gaming-Ikonen. OpenAI reagierte zwar mit strengeren Regeln und einem Opt-in-System für Rechteinhaber:innen, doch die Debatten rissen nicht ab. Der schmale Grat zwischen Innovation und Missbrauch wurde immer sichtbarer.

Warum Sora jetzt genau eingestellt wird, lässt OpenAI offiziell offen. DIE ZEIT schrieb in einem Artikel, dass vieles darauf hindeute, dass sich das Unternehmen neu fokussieren will. Statt weiter an einer Social-Video-App zu basteln, soll der Schwerpunkt stärker auf lukrative Geschäftskunden gelegt werden. Schon im Vorfeld hatte das Management angedeutet, dass Unternehmen Phasen durchlaufen, in denen sie experimentieren, und solche, in denen sie sich klar ausrichten. Sora fällt offenbar der zweiten Phase zum Opfer.

Besonders bitter: Mit dem Aus von Sora wird auch ein ambitioniertes Projekt mit Disney hinfällig. Noch im Dezember war geplant, dass der Unterhaltungskonzern rund eine Milliarde Dollar investiert. Ziel war es, ikonische Figuren in die KI-Videos zu integrieren, von klassischen Cartoon Stars bis hin zu modernen Superheld:innen. Dieses Vorhaben ist nun Geschichte, bevor es überhaupt richtig starten konnte.


Mickey, Elsa und Co. bei Sora:

Disneys OpenAI Deal verhandelt Kreativität und Rechte neu

Mickey, Elsa und Co. bei Sora: Disneys OpenAI Deal verhandelt Kreativität und Rechte neu
© OpenAI / The Walt Disney Company





Source link

Online Marketing & SEO

Möbelriese mit neuer Agentur: Segmüller schließt Pitch ab und startet mit neuem Markenauftritt durch


Dieser Segmüller-Spot wurde von einer neuen Agentur entwickelt

Vor knapp sechs Jahren hatte sich Überground den Werbeetat von Segmüller gesichert. Doch die Kreativagentur musste den Möbelriesen inzwischen von ihrer Kundenliste streichen. Segmüller hat eine neue Agentur an Bord geholt, die ziemlich gewirbelt hat, wie der runderneuerte Markenauftritt und die erste Kampagne zeigen.

Mit dem mehrstufigen Pitch, der bereits 2025 über die Bühne ging und zum Jahresende entschieden wurde, waren große Erwartungen verk

Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!

1 Monat

29 €

  • zum Testen
  • danach 36,50 € mtl.

12 Monate

329 €

  • anstatt 439 €
  • 110€ sparen

24 Monate

529 €

  • anstatt 878 €
  • 349 € sparen

HORIZONT Digital

  • Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
  • E-Paper der Zeitung und Magazine
  • Online-Printarchiv

HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team



Source link

Weiterlesen

Online Marketing & SEO

Familien-Ranking: Für Familien ist dm der Maßstab


dm ist bei Familien angesagt

Die Drogeriekette dm dominiert die Wahrnehmung junger Familien: Im YouGov-Ranking „Beste Familien-Marken“ sichert sich das Unternehmen nicht nur den ersten Platz der Gesamtwertung, sondern dominiert auch drei weitere Kategorien.

Damit ist dm aus Sicht von Familien in Deutschland nicht nur die sympathischste Marke – mit einem Sympathie-Score von 56,6 Prozent liegt dm deut

Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!

1 Monat

29 €

  • zum Testen
  • danach 36,50 € mtl.

12 Monate

329 €

  • anstatt 439 €
  • 110€ sparen

24 Monate

529 €

  • anstatt 878 €
  • 349 € sparen

HORIZONT Digital

  • Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
  • E-Paper der Zeitung und Magazine
  • Online-Printarchiv

HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team



Source link

Weiterlesen

Online Marketing & SEO

Meta möchte Content-Moderation der KI überlassen


Der Konzern setzt bei der Moderation von organischen Inhalten und Ads schon seit langer Zeit auf eine Mischung aus Automatisierungen und menschlicher Übersicht. Bis dato hat Meta laut Financial Times bereits 50 Prozent der Review- oder Prüfanfragen, die zu beanstandeten Inhalten oder Anzeigen eingegangen sind, an KI-Systeme ausgelagert. Bis Ende des Jahres sollen 90 Prozent dieser Prüfanfragen von der KI bearbeitet werden. Auch 90 Prozent der Risikobewertungen für Plattform-Features sollen über kurz oder lang von der KI kommen. Von entsprechenden Plänen berichtete NPR bereits im Vorjahr, nachdem der Publisher interne Dokumente Metas gesichtet hatte.

Die großteilige Auslagerung der Content-Moderation an die KI ist von Meta zwar nicht offiziell bestätigt worden, folgt aber einem klaren Muster. Der Konzern möchte die menschliche Prüfung minimieren. Eine solche Entwicklung begann schon Anfang 2025. CEO Mark Zuckerberg kündigte seinerzeit an, unabhängige Faktenchecks auf den eigenen Plattformen durch Community Notes zu ersetzen, neue Richtlinien einzuführen und eine Lockerung der Durchsetzungsmaßnahmen zu erwirken. Dass die Trust and Safety und Content Moderation Teams von Florida nach Texas umgesiedelt wurden, klingt im Grunde irrelevant, doch die Erklärung nicht. Es geschehe, so Zuckerberg im vorigen Jahr, weil in Texas weniger Bedenken bezüglich der Voreingenommenheit der Teams bestünden als in Kalifornien.

Zudem sollen nur noch illegale Handlungen und hochgradige Verstöße gegen die Richtlinien von Metas eigenen Filtern verfolgt werden. Kleinere Verstöße aber nicht, dabei verlässt sich der Konzern dann darauf, dass Dritte solche im Zweifelsfall melden. Das heißt aber auch, dass kleinere Verstöße oft ungeahndet bleiben. Und dazu dürften Fake News, Beleidigungen, rassistische oder misogyne Äußerungen zählen. Schließlich möchte der Konzern auch die Hürden für eine Content-Entfernung erhöhen. Das war eine Reaktion auf die eigene Erkenntnis, dass man zu viele Inhalte fälschlicherweise gesperrt hat.

This is a trade-off. It means that we’re going to chat less bad stuff, but we’ll also reduce the number of innocent people’s posts and accounts that we accidentally take down.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch fast unweigerlich einen Zuwachs problematischer Inhalte auf Facebook und Instagram, die nicht geahndet werden und die Plattformkultur sowie den digitalgesellschaftlichen Umgang beeinträchtigen. Dass nunmehr noch weniger menschliche Überprüfung als Gegengewicht eingeplant ist, mag das Problem nur verstärken. Zwar kann auch Metas hochintelligente KI Probleme identifizieren – und das sicher schneller als Menschen – und Maßnahmen prüfen oder einsetzen. Doch die KI basiert auf Metas Daten und Trainingsmaterial, an ihrer unparteiischen oder gar differenzierten Einschätzung von Einzelfällen kann es zumindest Zweifel geben.

Meta trainiert(e) die KI mit dem Input der Mitarbeiter:innen

Die Entwicklung, dass Meta mehr und mehr Aufgaben im Konzern von der KI übernehmen lassen möchte, ist nicht neu. Zuletzt fiel der Konzern damit auf, dass Mitarbeiter:innen quasi zur Datenquelle wurden. Meta ließ ihre Arbeit überwachen, um KI-Systeme zu trainieren, die genau solche Tätigkeiten künftig eigenständig übernehmen können. Anders gesagt: Die tägliche Arbeit der Mitarbeiter:innen dient als Blaupause für automatisierte Prozesse. Laut der Financial Times arbeitet Meta sogar an einer Art digitalem Avatar des Gründers Mark Zuckerberg. Dieser soll mit Mitarbeiter:innen interagieren, seine Stimme und Mimik imitieren und sogar typische Argumentationsmuster übernehmen. Dass Meta zuletzt auch tausende Mitarbeiter:innen entließ, um effizienter zu werden, schürt die Angst, dass zukünftig noch deutlich mehr Arbeitsstellen durch KI-Prozesse ersetzt werden.

Die Software zum Tracking der Mitarbeiter:innen ist unterdessen pausiert worden, weil es einen etwaigen internen Daten-Leak gab. Einige Trainingsdaten könnten für manche Mitglieder des Konzerns einsehbar gewesen sein, schreibt etwa die BBC. Ob sie bald wieder eingesetzt wird, ist unklar. Die Belegschaft jedenfalls zeigte sich frustriert über die Methode, muss womöglich aber in den kommenden Monaten und Jahren mit weiteren Maßnahmen rechnen, die die KI-Kontrolle über Prozesse vorantreiben sollen.

Die Content- und Ads-Moderation steht dabei 2026 im Fokus. Gerade dieser Bereich steht unter besonderer Beobachtung. Immerhin wächst die Zahl der Inhalte auf Metas Plattformen enorm – und immer mehr KI-generierter Content kommt dazu, mehr und mehr nebenbei aufgenommene Videos oder Fotos könnten mit Wearables wie den neuen Smart Glasses folgen. Die Moderation all dessen ist schlicht und einfach Aufgabe von Meta. Der Konzern legt den Großteil der Kontrolle in die Technologie der KI. Doch die Kontrolle könnte auch entgleiten, wenn die Modelle dem menschlichen Anspruch an Einordnung nicht gerecht werden können. Ob Meta das schert, steht auf einem anderen Blatt.


Das sind die neuen Meta Glasses von Meta mit Kylie Jenner, Muse Spark und 26 Styles

Meta setzt zum Launch der neuen Meta Glasses auf die Reichweite von Kylie Jenner. Die Unternehmerin und Social-Media-Ikone steht im Mittelpunkt einer groß angelegten Kampagne für die gemeinsam entwickelte Starfire Edition.
© Meta via Canva

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.





Source link

Weiterlesen

Beliebt